Was Online-Glücksspiel der deutschen Wirtschaft bringt

Pokerwuerfel / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open inbrary, HOerwin56, https://pixabay.com/de/photos/pokerw%C3%BCrfel-gl%C3%BCcksspiel-poker-3891482/ Pokerwuerfel / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open inbrary, HOerwin56, https://pixabay.com/de/photos/pokerw%C3%BCrfel-gl%C3%BCcksspiel-poker-3891482/
 

Online-Glücksspiel soll ab dem 1. Juli 2021 in ganz Deutschland legal sein. Wie wird sich die Legalisierung auf die deutsche Wirtschaft auswirken?

Das Angebot gilt nur für Spieler in Schleswig-Holstein.” Wer schon einmal eine TV-Werbung für eines der vielen Online Casinos in Deutschland gesehen hat, der hat diesen Satz sicher schon einmal gehört – und sich möglicherweise gefragt, was genau dahintersteckt. Ganz einfach: Nach aktueller Gesetzeslage ist es für Online Casinos in Deutschland aktuell nur in Schleswig-Holstein möglich, eine Lizenz zu erhalten.

Doch in Zeiten, in denen immer mehr Menschen großen Spaß daran finden, Casino-Klassiker wie Blackjack, Poker oder Roulette online zu spielen, musste der Gesetzgeber umdenken. Demnach wurde der Glücksspielstaatsvertrag grundlegend überarbeitet, und das Online-Glücksspiel soll im Zuge dessen ab dem 1. Juli 2021 in ganz Deutschland legal sein. Doch was würde es für die Wirtschaft bedeuten, wenn in Zukunft Millionen Deutsche ganz legal im Online Casino Roulette und Co. spielen können?

Raus aus der Grauzone

Derzeit ist das Online-Glücksspiel, wie Eingangs erwähnt, nur in Schleswig-Holstein erlaubt. Daher agieren manche Anbieter aktuell in einer rechtlichen Grauzone und bewerben Ihre Angebote zum Beispiel wie ein in Deutschland ansässiger Anbieter, agieren aber unter Berufung auf die Dienstleistungsfreiheit tatsächlich von anderen EU-Staaten aus. Das führt letzten Endes unter anderem dazu, dass den deutschen Behörden unter diesen Voraussetzungen Steuereinnahmen in nicht unbeträchtlicher Höhe entgehen. Auch für die Anbieter selbst sind diese Konstrukte keine ideale Situation, sind sie doch mit zusätzlichem Aufwand verbunden. Was würde also passieren, wenn Blackjack, Poker oder Roulette statt im Casino in ganz Deutschland auch online gespielt werden könnten?

Klingelnde Staatskassen im Zuge der Legalisierung?

Vom seit langem anhaltenden Boom der Online Casinos würden letzten Endes  nicht nur die Anbieter selbst, sondern auch der Staat profitieren. Schätzungen zufolge werden in illegalen beziehungsweise in der oben genannten Grauzone agierenden Online Casinos aktuell rund zwei Milliarden Euro umgesetzt. Im Zuge der Legalisierung würden der Staat bzw. die jeweiligen Bundesländer ein großes Stück von diesem Kuchen in Form von höheren Steuereinnahmen abbekommen.

Darüber hinaus darf auch davon ausgegangen werden, dass die Legalisierung des Online Glücksspiels dazu führen würde, dass noch mehr Menschen eine Partie Poker oder Roulette im Casino online spielen möchten – und sei es nur, um mal reinzuschnuppern. Das könnte zu mehr Umsätzen und damit auch zu noch mehr Steuereinnahmen führen. In finanzieller Hinsicht könnte sich die Legalisierung der Online Casinos in Deutschland also für den Staat beziehungsweise die Bundesländer richtig lohnen.

Mehr Spieler in Online Casinos würde letztendlich auch zu einem höheren Personalbedarf in der Branche führen – zahlreiche neue Arbeitsplätze wären die Folge. So würden also nicht nur der Staat und einzelne Anbieter, sondern auch Arbeitnehmer von der Legalisierung des Online Glücksspiels in Deutschland profitieren.

Die Legalisierung als eine Win-Win-Win Situation

 Wenn immer mehr Menschen in Zukunft ganz legal Poker, Blackjack oder Roulette online spielen können bedeutet das nicht nur mehr Einnahmen für die Betreiber, sondern auch deutlich höhere Steuereinnahmen für Bund und Länder. Darüber hinaus würde eine Legalisierung des Online Glücksspiels aber auch weitere Vorteile mit sich bringen, zum Beispiel bessere Chancen bei der Prävention von Spielsucht. Unterm Strich scheinen also alle Parteien von der Legalisierung des Online Glücksspiels in Deutschland zu profitieren – neben den Anbietern auch Bund und Länder sowie Arbeitnehmer.

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