Ausländerkriminalität 2023: Die Ausreden werden knapp

Tatverdaechtige / Kriminalität / Gewalt / Auslaender / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open librarty: kirahoffmann; https://pixabay.com/de/photos/glasscheibe-glas-kaputt-1497229/ Tatverdaechtige / Kriminalität / Gewalt / Auslaender / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open librarty: kirahoffmann; https://pixabay.com/de/photos/glasscheibe-glas-kaputt-1497229/

Folge der Massenmigration: Die Bundespolizei-Gewerkschaft wirft der Politik vor, die Ausländerkriminalität mit den „üblichen politischen Taschenspielertricks“ zu verniedlichen.

Beim Studium der IMK-Broschüre der PKS 2023 fällt zunächst auf, dass die Zahl der aufgeklärten Straftaten um 7,5 Prozent gegenüber 2022 deutlich zugenommen hat (bei den insgesamt erfassten Fällen sind es 5,5 Prozent). Die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen stieg ebenfalls um 7,3 Prozent (+152.985).

Auch in diesem Jahr sind für diese Steigerung fast vollständig nichtdeutsche Tatverdächtige verantwortlich (+139.393), was einem Anstieg um 17,8 Prozent entspricht. Besonders auffällig ist hier erneut die Gruppe der Zuwanderer (früher „Asylbewerber“, neudeutsch „Schutzsuchende“) mit einer Steigerung um 92.452 Tatverdächtige (29,8 Prozent!).

Fast die Hälfte der Bezieher von Bürgergeld sind Ausländer

Über die im IMK-Bericht vorgebrachten Begründungen für diesen dramatischen Anstieg, die allesamt im Bereich der Spekulation liegen, könnte man sich prächtig amüsieren, wenn das Thema nicht so ernst wäre. Sämtliche Argumente von den Coronamaßnahmen (die 2022 kaum noch eine Rolle spielten) über die Inflation (!) bis hin zu psychischen Belastungen der Tatverdächtigen dienen offensichtlich der Verschleierung des Offensichtlichen, nämlich des Umstandes, dass die Bundesrepublik auf Betreiben der Politik insbesondere seit 2015 massenhaft Zuwanderer aus aufklärungsfernen und gewaltaffinen Gesellschaften ins Land lässt mit der unausweichlichen Folge, dass nicht wenige davon in Deutschland straffällig werden.

Der Anstieg der von Nichtdeutschen verübten Straftaten im Vergleich zum Vorjahr liegt dabei durchaus im Trend. Seit 2014 verzeichnen die Kriminalstatistiken einen Zuwachs 41,1 Prozent bei nichtdeutschen Tatverdächtigen (ohne ausländerrechtliche Delikte), während die Zahl deutscher Tatverdächtiger im gleichen Zeitraum um 13,6 Prozent zurückging. Nach Herkunftsstaaten aufgegliedert sind Syrien (+856%) Afghanistan (+398,5%) und der Irak (+169,5%) für das Gros dieses Anstiegs verantwortlich.

Das Argument, dass der Anstieg der Zuwandererzahlen im Berichtszeitraum teilweise noch höher liegt, liefert zwar eine Begründung für das Phänomen, erklärt aber nicht, weshalb die im globalen Maßstab eher kleine Bundesrepublik Deutschland seit 2015 gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit mehr als zwei Millionen Zuwanderer aufgenommen hat, die ein halbes Dutzend sicherer Staaten durchquert haben, um nach Deutschland zu gelangen. Mit humanitärer Verpflichtung hat das wenig bis nichts zu tun, oder will man weniger aufnahmewilligen Ländern Europas und den Nachbarstaaten der Krisenländer etwa unterstellen, sie handelten inhuman? Es ist die moralische Hybris von Politikern und Medienschaffenden, die zu dieser Krise geführt hat, deren Folgen nicht nur in den Kriminalstatistiken, sondern auch in denen der Agentur für Arbeit abzulesen sind. So besitzt fast die Hälfte der Bezieher von Bürgergeld keinen deutschen Pass, darunter fast eine halbe Million Syrer!

Medien relativieren die Taten der Ausländer

Den Preis für die Selbstdarstellung der Regierenden und ihrer medialen Claqueure, die sich für Moralisten halten, aber sofort energisch werden, sollte eine Asylbewerberunterkunft in ihrem Wohnumfeld entstehen, bezahlen nicht nur die Steuer- und Abgabenzahler, sondern in noch dramatischerer Weise die Opfer von Gewaltstraftaten. In diesem Bereich nahm die Zahl der nichtdeutschen Tatverdächtigen gegenüber dem Vorjahr um 14,5 Prozent zu, bei den Zuwanderern waren es sogar 20,3 Prozent. Bei Raubdelikten waren es 22,4 bzw. 28,5 Prozent und bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung 14,4 bzw. 20,7 Prozent. Hinter diesen kalten Zahlen stehen Schicksale und ich bin nicht sicher, dass Eltern, die ihr Kind in der Notaufnahme wiederfinden, viel Verständnis für die psychische Belastung des Schlägers bzw. Räubers haben oder gar die Inflationsrate verantwortlich machen.

Tatsache bleibt, dass 2023 50.000 deutsche Opfer mehr zu verzeichnen sind als 2022 und dass nicht wenige davon (genaueres wird erst das Bundeslagebild „Kriminalität im Kontext von Zuwanderung“ ergeben) Opfer von nichtdeutschen Tatverdächtigen wurden.

Die Aussagen des Zahlenwerks sind trotz hoher Dunkelziffer und der Einschränkung, dass ein möglicher Migrationshintergrund von Tatverdächtigen nicht erfasst wird, eindeutig, was die Haltungsmedien nicht daran hindert, die üblichen Anstrengungen zur Relativierung und Verharmlosung der offensichtlichen Tatbestände zu unternehmen. Den Vogel schießt dabei das sattsam bekannte Format „Monitor“ ab. „Vorsicht bei den Zahlen“, heißt es dort auf Instagram. Sie seien „kein Abbild der Kriminalität“. „Monitor“ unterstellt auch, dass Ausländer häufiger angezeigt würden (Stimmt, wer ruft denn schon die Polizei, wenn ihm ein Deutscher die Knochen gebrochen hat?). Zudem hätten Ausländer „häufiger wenig Geld und wenig Teilhabe“ als Deutsche (offenbar ein guter Grund, einer Kartoffel den Schädel einzuschlagen).

„Wir haben ein massives Problem“

Bei der Polizei stießen diese Einlassungen allerdings auf wenig Gegenliebe. Manuel Ostermann, Vize-Chef der Bundespolizei-Gewerkschaft, zu BILD: „Es liegt auf der Hand, dass wir insbesondere im Bereich der Gewaltkriminalität ein massives Problem mit ausländischen Straftatverdächtigen haben.“ Am ARD-Format übt er deutliche Kritik: „Es sind die üblichen politischen Taschenspielertricks, wenn man jetzt versucht die Fakten erneut zu verniedlichen.“

Das ist noch sehr freundlich ausgedrückt, denn ein zentrales Problem dieses Gemeinwesens ist die Allianz zwischen Haltungsmedien und Politikern, die ihren Amtseid, Schaden vom deutsch Volk abzuwenden (und nicht etwa die eigene Bevölkerung Kriminellen aus aller Welt auszuliefern) entweder vergessen haben oder aus ideologischen Gründen mit Füßen treten.

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Über Frank W. Haubold

Frank W. Haubold wurde 1955 in Frankenberg (Sachsen) geboren. Nach Abitur und Wehrdienst studierte er Informatik und Biophysik in Dresden und Berlin. Seit 1989 schreibt er Romane, Erzählungen und Kurzgeschichten unterschiedlicher Genres (Science-Fiction, Fantasy, Horror, Gegenwart). Zahlreiche Veröffentlichungen in Freie Presse (Chemnitz), Fantasia (Passau), Nova (Magazin), Phantastisch! (Stolberg), Exodus (Magazin), Esli (Russland) und anderen Publikationen auch außerhalb der Phantastik-Szene. Für den EDFC Passau gab er bis 2009 fünf Anthologien heraus. 2008 gewann er als erster Autor überhaupt den Deutschen Science Fiction Preis in beiden Kategorien. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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fufu
fufu
1 Monat her

So was aehnliches habe ich hier des schon des oefteren gelesen. Dankenswerterweise haben Sie heute die Herkunftslaender und Steigerungen seit 2014 hhinzugefuegt. Die groessten Zunahmen sind aus Laendern welche „unsere Freunde“ mit aktiver Unterstuetzung durch die BRD mit Kriegen ueberzogen haben. Man moege sich an der richtigen Stelle bedanken.

Nathan
Nathan
1 Monat her

In der Statistik, aber nicht im Text erwähnt: Die Ukrainer!! Die hohe Zahl dieser von der Politik „verhätschelten“ undankbaren Ukrainer kamen ja erst in den letzten 2 Jahren! Überdimensional!

fufu
fufu
Reply to  Nathan
1 Monat her

Dafuer sind aber die Syrer erwaehnt. Ganz im Sinne der psychologischen Kriegsfuehrung. Man koennte auch wieder islamistisch motivierte Attentate sehen.

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