Relegation benachteiligt Zweitligisten

Fußball / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/sport-freizeit-fu%C3%9Fball-ball-rasen-2467178/ Fußball / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/sport-freizeit-fu%C3%9Fball-ball-rasen-2467178/
 
In den Relegationsspielen zur Fußball-Bundesliga haben die Mannschaften der zweiten Liga fast immer das Nachsehen. Gibt es ein gerechtes Auf- und Abstiegsodell?

Wieder einmal ist es in der Relegation dem Erstligisten aus Wolfsburg gelungen, den Abstieg in letzter Sekunde abzuwenden. Die Mannschaft von Holstein Kiel, welche die ganze Saison über mit herausragenden Leistungen überzeugte, musste sich am Ende mit 1:4 geschlagen geben. Doch ist die Kritik gerechtfertigt, die aktuell am Spielmodus geübt wird?

Kommerzielle und sportliche Interessen

Viel lässt sich spekulieren über den wahren Grund der Einführung der Relegation. Diese wurde erst im Jahr 2009 wiederbelebt und sorgte bald für Wirbel. Denn mit ihr sind die Zweitligisten sportlich klar im Nachteil, die ansonsten den sicheren Aufstieg hätten feiern können. Auf der anderen Seite bekommen Bundesligisten noch einen letzten Rettungsring zugeworfen. Und das geschieht nicht ohne Grund. Denn es kann durchaus im Interesse der Verantwortlichen liegen, die großen Klubs sicher in der ersten Fußball Bundesliga zu halten. Schließlich generieren die zusätzlichen Entscheidungsspiele nach dem eigentlichen Ende der Saison am Markt eine sehr große Aufmerksamkeit und bedienen dadurch wirtschaftliche Interessen.

Hochspannung auch in der kommenden Saison?

Außerdem wird es so zum Saisonende noch einmal spannend. Diesmal zeichnete sich der Abstiegskampf in der ersten Bundesliga durch eine große Offenheit aus. Noch spannender war das Jahr in der zweiten Liga. Dort trennten den Aufstiegs- und Abstiegsrelegationsplatz wenige Spieltage vor Schluss gerade einmal neun Punkte. Auch der Ex-Unioner Marko Rehmer äußerte sich in einem Interview erfreut über diese neue Ausgeglichenheit der zweiten Bundesliga.

Ob es aber auch im kommenden Jahr in der 2. Liga so spannend wird, ist unwahrscheinlich. Dagegen sprechen nämlich vor allem die beiden großen Absteiger aus Hamburg und Köln. Sie haben sich beide den direkten Wiederaufstieg zum Ziel gesetzt. Damit könnte sich eine ähnliche Situation wie vor einem Jahr ergeben, als sich der VfB Stuttgart und Hannover 96 als mit Abstand größte Klubs schnell auf einen der vordersten Ränge setzten.

Sportliche Gerechtigkeit

Die Relegation ist aber auch eine Frage der sportlichen Gerechtigkeit. Schon seit sechs Jahren ist es der vermeintlich unterlegenen Mannschaft aus der zweiten Liga nicht mehr gelungen, das Gesamtergebnis für sich zu entscheiden. In den vergangenen neun Jahren, in denen die Relegation nun wieder eingeführt ist, schafften dies allein den Teams aus Düsseldorf und Nürnberg. Die Teams aus der ersten Bundesliga können der Relegation stattdessen gelassen ins Auge sehen. So konnten zum Beispiel der Hamburger SV und der VfL Wolfsburg nun schon je zweimal den Kopf zu diesem späten Zeitpunkt noch aus der Schlinge ziehen und damit die eigene sportliche Existenz in der ersten Liga sichern.

Anders gestaltet sich die Situation in der kleinen Relegation zwischen zweiter und dritter Liga. Mit Erzgebirge Aue gibt es im Jahr 2018 erst zum zweiten Mal den Sieg des höherklassigen Favoriten. Entsprechend oft hatten die Drittligisten die Chance, selbst den Aufstieg in der Relegation klarzumachen. Dies spricht dafür, dass der sportliche Unterschied dort wesentlich geringer ist, als in der großen Relegation.

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Wayne Podolski
Gast

Ich denke als Zweitligist sollte man die Relegation zur Bundesliga meiden. Man schnuppert an der ersten Liga und scheitert dann teilweise äußerst knapp wie zum Beispiel damals der KSC, der die Enttäuschung mit in die neue Saison geschleppt hat und letztlich daran zerbrochen ist wie jetzt auch Braunschweig mit dem Abstieg in Liga 3. Deshalb wird Holstein Kiel auch vor einer sehr schwierigen Saison stehen, da andere Vereine bereits Begehrlichkeiten auf die Leistungsträger, als auch auf Sportchef Becker geworfen haben, der gehen wird, wie auch Toptorschütze Ducksch, der zwar damals bei St. Pauli keinen Ball getroffen und gegen Wolfsburgs Brooks… Read more »