Der Verlust des Weltenlogos

Altarblatt von Josef Moroder-Lusenberg in der Pfarrkirche von St. Ulrich in Gröden (1888) / Wikipedia: Josef Moroder-Lusenberg [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ALusenberg-wise-men.jpg Altarblatt von Josef Moroder-Lusenberg in der Pfarrkirche von St. Ulrich in Gröden (1888) / Wikipedia: Josef Moroder-Lusenberg [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ALusenberg-wise-men.jpg
Im Urchristentum war das Bewusstsein vom kosmischen Christus als dem Weltenlogos lebendig. Eine neue Vertiefung des Christentums erscheint dringend geboten.

Was wird eigentlich am Epiphanias-Tag am 6. Januar, erst wenige Tage nach dem großen Weihnachtsfest gefeiert? Er ist bloß in drei Bundesländern gesetzlicher Feiertag und tritt für viele nur dadurch ins Bewusstsein, dass die FDP da jährlich ihr „Dreikönigs-Treffen“ in Stuttgart veranstaltet. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) weiß es wohl auch nicht so recht:

„An Epiphanias, dem 6. Januar, ziehen nach altem Brauch Kinder als Sternsinger singend von Haus zu Haus. … Epiphanias ist eines der ältesten kirchlichen Feste. Der Tag erinnert an Jesus in der Krippe, also nach christlichem Glauben an das Erscheinen Gottes in der Welt. Daher kommt auch der Name Epiphanias, abgeleitet vom griechischen Wort ´epiphaneia` für ´Erscheinung`.“[1]

Man fragt sich, warum der Tag „an Jesus in der Krippe, also an das Erscheinen Gottes in der Welt“, zu dem auch die kleinen Sternsinger-Könige pilgern, erinnern soll, wo das doch gerade erst ganz groß an Weihnachten gefeiert worden ist. Etwas genauer versucht es die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern. Epiphanias „meint die Erscheinung des Göttlichen in der menschlichen Person Christi. Im theologischen Zentrum der Verkündigung stehen bis heute drei Geschichten, die sich alle am 6. Januar zugetragen haben sollen: Die Ankunft der heiligen drei Könige in Jerusalem, die Taufe Jesu durch Johannes sowie Jesu erstes Wunder, die Umwandlung von Wasser in Wein auf einer Taufe in Kana.“ [2]

 Abgesehen davon, dass die Verwandlung von Wasser in Wein auf einer Hochzeit stattfand, bleibt ebenfalls offen, inwiefern die drei verschiedenen Geschichten es wert sein sollen, über Weihnachten hinaus noch als „Erscheinung des Göttlichen in der menschlichen Person Christi“ besonders gefeiert zu werden. Die Evangelien sind ja voll mit ähnlichen „Geschichten“. Im Gottesdienst der evangelischen Kirche wird auch der Taufe Jesu erst am nächsten Sonntag und der Hochzeit zu Kana am 2. Sonntag nach Epiphanias gedacht. Es ist offensichtlich, dass man an den Sinn eines der ältesten kirchlichen Feste, im Grunde nicht mehr herankommt. Im Urchristentum wurde bis in das 4. Jahrhundert hinein überhaupt nicht die Geburt des Jesuskindes, sondern nur die Taufe Jesu am 6. Januar als das Fest der Erscheinung des Sohnes Gottes gefeiert. Was waren die Gründe? Und warum ist das völlig in den Hintergrund getreten?

Die Schwierigkeiten mit der Erkenntnis

„Was für eine Philosophie man wähle, hängt … davon ab, was man für ein Mensch ist“, schrieb der Philosoph J. G. Fichte. Sie hängt von seiner seelischen Verfasstheit und der Weite seines Bewusstseins ab. Nun ist das Christentum keine Philosophie, aber mit welcher inneren Einstellung, Bewusstseinsverfassung und welchem zumeist unbewussten Vorverständnis über Gott und die Welt man an die zentralen Dokumente des Neuen Testamentes herangeht, ob man spiritualistisch, rationalistisch oder materialistisch denkt z. B., davon hängt ab, wie man die Schriften interpretiert und zu verstehen glaubt. Doch da es sich um Texte handelt, die vor zweitausend Jahren entstanden sind, ist die entscheidende Frage, wie die damaligen Autoren sie selbst verstanden, d.h. aus welcher Erkenntnisverfassung heraus sie geschrieben haben. Denn die Geschichte der Menschheit, das wird zumeist übersehen, ist auch eine Geschichte der Entwicklung des menschlichen Bewusstseins.

Die Meinung, die Art des heutigen Wahrnehmens und intellektuellen Denkens sei der Gipfel des menschlichen Erkennens, und bei den Menschen der Vergangenheit habe es sich nur um primitive Vorstufen, vielfach um Zustände abergläubischer Phantasie gehandelt, ist ein überheblicher, unhistorischer Kurzschluss. Er kennzeichnet nicht die früheren Bewusstseinszustände, sondern die Phantasie des heutigen. Und er übersieht naiv, dass die Menschen sich in einer bestimmten Verfassung einfach vorfinden, die temporäres Ergebnis einer sukzessiven Bewusstseinsveränderung der Menschheit ist.

Je weiter man in der Geschichte zurückgeht, desto selbstverständlicher findet man in allen Kulturen die Gewissheit einer übersinnlichen, göttlichen Welt, in welche die Menschen noch hellseherische Einblicke hatten. Diese Fähigkeiten gingen allmählich zurück und waren zur Zeit Christi kaum noch vorhanden. Es gab aber noch Mysterienstätten, in denen einzelne ausgewählte Menschen geschult und in die hellsichtigen Erkenntnisse der geistigen Welten eingeweiht wurden, was mit einem Erleben außerhalb des Leibes verbunden war. Die griechischen Philosophen Plato (428-348 v. Chr.) Menippus (um 280 v. Chr.) und Plutarch (45-125 n. Chr.) z. B. berichteten einiges von ihren Erfahrungen als Mitglieder von Mysterien.[3]  Alle vier Evangelien enthalten Darstellungen, die zeigen, dass ihre Autoren wie auch Johannes der Täufer durch eine besondere stufenweise Mysterien-Schulung gegangen sind.[4]

Das Erscheinen Christi

Es ist auffällig, dass der Schwerpunkt aller vier Evangelisten in der Schilderung der letzten drei Jahre des Lebens Jesu Christi liegt, die mit der Taufe durch Johannes den Täufer beginnen. Nur Lukas und Matthäus schildern zuvor noch die Geburt des Jesusknaben, ohne aber über die frühe Kindheit hinaus auf das weitere Leben Jesu bis zum 30. Lebensjahr einzugehen. Das Wesentliche des Lebens und Wirkens Jesu Christi hat sich also für alle vier Evangelisten in seinen letzten drei Lebensjahren abgespielt. Das heißt, dass er erst in dieser Zeit als Sohn Gottes aufgetreten ist. Schon diese Komposition der vier Evangelien legt nahe, dass sich der Christus, das hohe Gotteswesen, erst in der Taufe im Jordan mit dem Menschen Jesus verbunden, in ihn inkarniert hat. Und dass es sich bei der Geburt nur um das für die spätere Aufnahme des Christus vorbestimmte Menschenkind Jesus handelt, sicher eine höchste Frucht der Menschheit, von Christus sozusagen überschwebt, aber noch nicht er selbst. Wäre Christus bereits als Kind geboren worden, hätten die Evangelisten sein ganzes Leben und nicht erst die drei letzten Jahre als besonders bedeutsam geschildert.

Dies wird noch dadurch erhärtet, dass Lukas und Matthäus jeweils ganz verschiedene Stammbäume der Vorfahren Josefs und unterschiedliche Familien und Lebensumstände anführen, also danach offensichtlich zwei Jesusknaben geboren worden sind. Diese Tatsache wird von den heutigen Theologen völlig übergangen, weil man aus der Verengung des modernen Bewusstseins auf die Wahrnehmung der physischen Welt mit diesem großen Rätsel nichts anzufangen weiß. Darauf kann hier nicht eingegangen werden; dazu sei auf den Artikel Offenbare Geheimnisse um Jesuverwiesen, wo das Thema gründlich behandelt worden ist.

Die Evangelisten Matthäus und Markus schildern übereinstimmend, wie sich bei der Taufe im Jordan durch Johannes den Täufer „der Himmel auftat und der Geist Gottes wie eine Taube auf ihn herabkam.“. Lukas schreibt ergänzend: „… und der heilige Geist fuhr hernieder in leiblicher Gestalt auf ihn wie eine Taube.“ Dann heißt es bei allen drei Synoptikern in der Luther-Übersetzung, dass eine Stimme vom Himmel sprach: „Dies ist …“ bzw. „Du bist … mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“ Das ist selbstverständlich die Schilderung von übersinnlichen (imaginativen und inspirativen) Wahrnehmungen, wobei „an dem ich Wohlgefallen habe“ allerdings eine triviale, unzureichende Übersetzung ist, welche die ganze Größe des Sohnesverhältnisses nicht zum Ausdruck bringt. Rudolf Steiner wies darauf hin, dass die richtige Übersetzung lauten müsse: „Du bist mein vielgeliebter Sohn, in dem … mir mein eigenes Selbst entgegentritt.“ Im Lukas-Evangelium heiße es eigentlich sogar: „Du bist mein Sohn; ich habe dich heute gezeugt.“[5]

Auch im Reclam-Lexikon der Heiligen steht der Hinweis, diese Stelle „kann … auch nach einem älteren Lukastext, nach dem 2. Psalm, Apostelgeschichte 13,33, Hebr. 1,5 und 5,5 heißen: ´Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.`“[6] In der Tat verwendet Lukas, der auch die Apostelgeschichte geschrieben hat, dort genau wieder diese Formulierung, ebenso Paulus zweimal in seinem Brief an die Hebräer. Daraus geht die Überzeugung hervor, dass sich in der Taufe der göttliche Sohn des Vatergottes, der Christus, in den Menschen Jesus hineingesenkt, sich in ihm verkörpert hat. Anstelle des Geistes Jesu, der sich gleichzeitig herausgelöst haben musste, sprach von da an der göttliche Geist des Christus aus dem Munde des Jesus von Nazareth. Daher schreibt Lukas nach dieser Schilderung: „Und Jesus war, als er anfing, ungefähr dreißig Jahre alt und ward gehalten für einen Sohn Josephs, welcher war ein Sohn Elis …“ (usw.).  Das heißt, die Menschen, die diesen Vorgang nicht miterlebt haben und auch nicht durchschauen konnten, hielten Christus verständlicherweise nach wie vor für den Jesus von Nazareth, den Sohn des Josephs und dessen dort ausführlich geschilderten Vorfahren, der er ja dem Leibe nach auch war.

Dass der Geist des Sohnesgottes in Gestalt der Taube nicht etwa nur segnend über Jesus schwebte, sondern sich wirklich mit ihm verband, in seinem Leibe und seiner Seele Wohnung nahm, ergibt sich völlig eindeutig aus dem Johannes-Evangelium: „Und Johannes bezeugte und sprach: ´Ich sah, dass der Geist auf ihn herabfuhr wie eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm (mit ihm verbunden). Ich kannte ihn nicht, aber der mich sandte zu taufen mit Wasser, sprach zu mir: Über welchen du sehen wirst den Geist herabfahren und auf ihm (mit ihm verbunden) bleiben, der ist`s, der mit dem heiligen Geist tauft. Und ich habe es gesehen und bezeuge, dass dieser Gottes Sohn ist.“ (Joh. 1,32.34)

Miniatur aus dem Hitda-Evangeliar, um 1020

Miniatur aus dem Hitda-Evangeliar, um 1020

 Wie der Geist des göttlichen Sohnes aus den Händen des Vaters nach unten fährt, wird in diesem Bild von Leonardo da Vinci veranschaulicht:

Jesu Taufe von Leonardo da Vinci

Jesu Taufe von Leonardo da Vinci

 

Der Logos

Als was für ein Wesen wurde Gottes Sohn von den eingeweihten Zeitgenossen Christi angesehen? Am deutlichsten geht dies aus dem Johannes-Evangelium hervor. Der hochgebildete Johannes stand in der Tradition einer tiefen philosophischen Anschauung, der Logos-Lehre, die von dem Griechen Heraklit (ca. 520-460 v.Chr.) ihren Ausgang genommen hatte, in der stoischen Philosophie weiter ausgebaut wurde und bei den Juden sowie den Römern weite Verbreitung fand. Heraklit war ein Eingeweihter der Mysterienstätte von Ephesus in Kleinasien, die im Artemis-Tempel ihr Zentrum hatte. Ihm war offenbar die Aufgabe übertragen, das in übersinnlicher Wahrnehmung erworbene bildhafte Wissen der Eingeweihten in die Gedankenformen des sich in Griechenland entwickelnden logischen Denkens zu übersetzen. Sein Buch mit dem sinngemäßen Titel „Vom Wesen der Welt nach ihrer Entstehung verstanden“, das nur in Fragmenten erhalten geblieben ist, legte er im Tempel zu Füßen der Artemis-Statue nieder, damit wohl ausdrückend, dass zunächst nur die Eingeweihten „die Voraussetzungen zum Verständnis dieses unmittelbar aus dem Mysterienwissen hervorgehenden Gedankengebäudes mitbrachten.“[7]

Die zentralen Gedanken der Logoslehre sind zum einen der Schöpfungsvorgang aus dem göttlichen Logos, der göttlichen Vernunft, dem göttlichen Wort, und zum anderen der Erkenntnisprozess im Innern des Menschen, in dem sich der Logos als Gedanke offenbart und sich im Wort äußert: In weisheitsvoller Planung, in wesenhaften Seins-Gedanken gestaltete sich im Innern des Gottes, in welchen Formen das geistige Sein ins äußere Dasein treten sollte. Und auf den Flügeln seines Wortes tönten sie hinaus und verdichteten sich zu den ihnen innewohnenden Gestalten. Alles Gewordene ist aus der Substanz des Logos gebildet, ist Logos-durchtränkt; das Wort des Logos ist in alle Schöpfung hineinverstummt. Je höher das Geschaffene organisiert ist, desto mehr beginnt der Logos aus seiner Hülle wieder hervorzutreten. Im Menschen gelangt er zur vollen Ausgestaltung. Er verkörpert sich in vollständiger Weise, kommt in dessen Bewusstsein erkennend zu sich selbst und tönt wieder als Wort hervor. Der Mensch als das höchste Logos-Geschöpf auf Erden ist der reinste Ausdruck, der Sohn des Logos.

Zwar ist auch in seinen Leib das Wort des Logos hineinverstummt, aber in seiner Seele ist das höchste Logos-Wort zum Abbild von dessen innersten Wesen gebildet. Und im Kleide der menschlichen Vernunft kann sich die göttliche Vernunft selbst offenbaren und auf den Flügeln des Logos-geschaffenen Wortes aus dem Menscheninnern wieder hervortönen. Ist der Logos durch das materielle Kleid aller Dinge verhüllt, so tritt er im Schrein unserer Seele, in unserer Vernunft, unserer „Logik“ rein und leuchtend in Erscheinung. Der göttliche Logos ist Geist; in unserem Geiste lebt er als in seinem ureigenen Medium auf. Zwischen dem göttlichen Logos und den reinen Gedanken der menschlichen Vernunft besteht gar keine Trennung. Das Leben in den reinen Gedanken ist zugleich das Leben in Gott.

Doch die Menschen, sagte schon Heraklit, begreifen nicht den Zusammenhang ihres eigenen Denkens mit dem Logos. Und diese Unkenntnis ist ihm die Ursache aller Verwirrung und Chaotisierung auf Erden. Der Logos, die Weltenvernunft, ragt in ihre Seelen herein, kann aber dort nur wirksam werden, wenn er durch den Willen des Menschen in Reinheit ergriffen wird. „Von dem Logos, dem Lenker des Alls, mit dem die Menschen am engsten und ständig vereint sind, sondern sie sich ab, und fremd erscheinen ihnen die Dinge, auf die sie jeden Tag stoßen.“ Die Welt ist Logos-geordnet, und ohne die bewusste innere Verbindung mit dem Logos in seinem Denken hat man nicht den Schlüssel zur Welt. Man fällt in die Isolierung und Willkür.

Zenon (350-264 v. Chr.), der Begründer der Stoa, brachte seinen Schülern den Gedanken der Logos-durchdrungenen Welt durch ein Bild nahe: „Wenn ein Ölbaum melodisch spielende Flöten hervorbrächte, würdest du dann zweifeln, dass ihm eine gewisse Kenntnis des Flötenspiels eigen ist? Oder wenn auf den Platanen rhythmisch tönende Lauten wüchsen, so würdest du natürlich gleichfalls urteilen, dass die Platanen musikalisch sind. Warum soll man also das Weltall nicht für lebendig und Logos-haltig halten, da es doch lebendige und Logos-begabte Wesen aus sich erzeugt?[8]

 Auch die Stoiker unterschieden das Wirken des Logos in den Naturwesen einerseits und in der Seele des Menschen andererseits. Als samenhafte Logoi, „Logoi spermatikoi“, werden die Geistkeime der Naturwesen bezeichnet, zu denen auch der Leib des Menschen gehört. Sie werden zwar in die Welt hinausgesandt, verbleiben aber im kosmischen Kraftfeld des Logos; sie werden also in ihrem Werden von außen gelenkt und bestimmt. Demgegenüber werden die Geistkeime der Menschen vom kosmischen Logos abgespalten; sie werden aus seinem Kraftfeld herausgelöst und in das Eigensein entlassen. Sie leben als abgetrennte Logos-Monaden im Menschen-Innern, und ihre Entfaltung zum Welt- und Selbstbewusstsein erfolgt nicht zwangsläufig, wird nicht von außen besorgt, sondern muss aus dem eigenen Innern kommen, insofern ja dort die volle Logos-Instanz anwesend ist.

Das bedeutet, dass der Mensch kein fertiges Wesen ist wie das Tier, sondern sich als geistiges Vernunft-Wesen selber entwickeln und vollenden muss. So sagte der römische Stoiker Seneca (1-65 n. Chr.): „Die Natur hat uns als bildsame Wesen entlassen, und sie gab uns eine unvollständige Vernunft, die aber vollendet werden kann.“  Durch den Logos ist der Mensch mit den über ihm stehenden göttlichen Wesen verwandt. „Der Logos ist den Göttern und Menschen gemeinsam. Bei den Göttern ist er vollkommen, bei den Menschen vervollkommnungsfähig.“ Und der gemeinsame Logos bestimmt die erhabene Beziehung des Menschen zu den Göttern: „Der Logos-Durchdrungene ist Genosse der Götter, nicht ein untertänig Flehender.“ Das macht die Würde des Menschen aus. So schrieb Epiktet (ca. 50-138 n. Chr.): „Der Mensch erlangt die Würde eines Tischgenossen der Götter und nicht nur eines Tischgenossen, sondern sogar eines Mitregenten.“[9]

 Einen Höhepunkt erreichte die Logoslehre bei Philo von Alexandria (25 v. Chr. bis 50 n. Chr.), einem strenggläubige Juden von umfassender Bildung. Während in der Stoa das höchste Göttliche und der Logos mehr als philosophische Prinzipien formuliert wurden, betonte Philo ihren wesenhaften, personellen Charakter. Aber das Wesen des höchsten Gottes ist für den Menschen nicht erkennbar, da es selber die Schöpfung nicht vollzogen hat und so auch nicht in die Veräußerlichung des Daseins getreten ist. Denn dann hätte er aufgehört, das absolute, ursprüngliche Sein zu sein. Aus ihm erfließt die Substanz der Welten, die das Dasein alles Erschaffenen unterhält. Aber das Schaffen ist seinem Wesen nicht eigen. Wo es beginnt, tritt eben der Logos in Kraft. Er ist der erstgeborene Sohn des höchsten Gottes, der Erzeuger und Lenker der Welt.

Nach welchem Bilde schuf der Logos den Menschen? Nach seinem eigenen. Der Logos selbst ist der zunächst himmlische Mensch, das Urbild und Siegel, nach dem der Erdenmensch geprägt ist. „Jeder Mensch ist durch seine Vernunft mit dem göttlichen Logos verwandt, da er als Abbild, als Abspaltung seines seligen Wesens entstanden ist.“[10]  Der Logos hat eine Mittlerstellung zwischen den Menschen und der höchsten Gottheit. Was er auch tut, geschieht in Ausführung des Willens des Vaters.

Merkwürdig ist, dass Philo oft geradezu formelhaft wiederholend davon spricht, wie der Logos vom Himmel auf die Erde herabsteige. Doch meinte er dies im geistigen Sinne. Eine irdische Inkarnation des Logos in einem menschlichen Leib konnte er sich nicht vorstellen. „Der erhabene göttliche Logos erschien nicht in sichtbarer Gestalt.“[11] Es hat eine tiefe Tragik, dass eben dies als die Erfüllung der ganzen Logoslehre in seinem 55. Lebensjahr in Palästina eingetreten ist, wovon ihn wohl keine glaubwürdige Nachricht erreicht hat.

Der Prolog des Johannes-Evangeliums

Ein anderer, noch tiefer in die Geheimnisse des Logos eingeweihter jüdischer Gelehrter in Palästina dagegen hatte den in Jesus herabgestiegenen Sohnesgott erkannt. Er hatte ihn auf seinen Wegen begleitet, mit ihm zusammengelebt und sein hinter dem leiblichen Antlitz Jesu verborgenes machtvolles göttliches Wesen geschaut. Es ist von tiefer symbolischer Bedeutung, dass er sich am Ende seines 100-jährigen Lebens nach Ephesus, von wo die Logoslehre ihren Ausgang genommen hatte, zurückzog, um seine erlebten Erkenntnisse vom Mensch gewordenen Logos für die Nachwelt aufzuschreiben.

Er blickte im Geiste zurück auf den Zeitpunkt vor der Schöpfung der Welt, da bei dem höchsten Gott nur erst der göttliche Sohn, der Logos, vorhanden war; wie alles durch ihn entstanden, alles Leben aus ihm geflossen und im Menschen zum Erkenntnis-Licht geworden ist.  Aber wie schon Heraklit musste er feststellen: Die Menschen in ihrer Verfinsterung begreifen es nicht. „Und das Licht scheint in die Finsternis; aber die Finsternis hat es nicht ergriffen.“ Und Johannes bezeugte aus eigener Wahrnehmung und Erkenntnis, was noch sein Zeitgenosse Philo von Alexandria für unvorstellbar hielt: Der Logos, das Weltenwort, ist in Christus Erdenmensch geworden. „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns.“

 Und in hymnischen Worten stellte Johannes das Wesen des Logos, des Weltenwortes, als Prolog seinem Evangelium voran, damit von Anfang an klarstellend, um wen es sich bei dem handelt, der sich mit der Taufe im Jordan in Leib und Seele des Jesus von Nazareth verkörperte, was Johannes dann gleich anschließend als erstes schildert.

Abklingendes Verständnis

Das Bewusstsein vom kosmischen Christus als dem Weltenlogos war im Urchristentum lebendig und wurde insbesondere von den großen Kirchenvätern Justin der Märtyrer (ca. 100 – 165), Clemens von Alexandria (ca. 150 – 215) und Origenes (ca. 185 – 254) weiter philosophisch behandelt. Bis in das 4. Jahrhundert hinein feierte man nur Epiphanias, das Fest der Erscheinung, der Geburt des Sohnesgottes in Jesus durch die Taufe im Jordan am 6. Januar. Dann erreichte die fortschreitende Reduzierung des Bewusstseins auf die Sinneswahrnehmungen der physischen Welt einen Punkt, wo das Wissen und Verständnis dafür bei den maßgebenden Führern der Kirche verschwand. Und man führte als das zentrale Weihnachtsfest am 24./25. Dezember das Gedenken an die Geburt des von Lukas geschilderten Jesuskindes ein.

Dies jährlich ins Bewusstsein zu heben, hat ja auch seinen tiefen Sinn, und der Zauber der Geburt des für den Christus bestimmten besonderen Kindes in der Heiligen Nacht hat für viele Menschen zur Verinnerlichung des Christentums wesentlich beigetragen. Aber Epiphanias, das man äußerlich noch beibehielt, wurde in seiner ursprünglichen Bedeutung nicht mehr erfasst und insbesondere vom Gedenken an die Ankunft der Heiligen drei Könige, das man auf den 6. Januar legte, zugedeckt.

Eine notwendige neue Vertiefung des Christentums wird nicht ohne die Wiederbelebung des Epiphanias-Festes in seinem ursprünglichen Sinne möglich sein.

 

Anmerkungen

[1] https://www.ekd.de/Epiphanias-10818.htm

[2] kirchenjahr.bayern-evangelisch.de

[3] Vgl. Rudolf Steiner: Das Christentum als mystische Tatsache, TB Dornach 2002, Kap. Mysterien und Mysterienweisheit, S. 18 f.

[4] Genauer in Luthers Rebellion Kap. Entstehungshintergrund der Bibel

[5] Rudolf Steiner im Vortrag v. 7.9.1910 in GA 123, Dornach5 1971, S. 139

[6] Reclams Lexikon der Heiligen und der biblischen Gestalten, Suttgart6 1987, S. 113

[7] Wilhelm Kelber: Die Logoslehre, Fischer TB 1986, S. 20

[8] a.a.O. S. 44

[9] a.a.O. S. 57 f.

[10] a.a.O. S. 100

[11] a.a.O. S. 86

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Über Herbert Ludwig

Herbert Ludwig war viele Jahre Lehrer an einer Freien Waldorfschule. Er befasst sich schwerpunktmäßig mit den inneren und äußeren Bedingungen der Entwicklung des Menschen zur Freiheit und mit den Hintergründen der „europäischen Integrationsbewegung“, woraus seine Schrift „EU oder Europa?“ und Artikel auf seiner Webseite hervorgegangen sind Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann

. . . ZITAT @ Herbert Ludwig: . “Das Bewusstsein vom kosmischen Christus als dem Weltenlogos war im Urchristentum lebendig und wurde insbesondere von den großen Kirchenvätern Justin der Märtyrer (ca. 100 – 165), Clemens von Alexandria (ca. 150 – 215) und Origenes (ca. 185 – 254) weiter philosophisch behandelt. Bis in das 4. Jahrhundert hinein feierte man nur Epiphanias, das Fest der Erscheinung, der Geburt des Sohnesgottes in Jesus durch die Taufe im Jordan am 6. Januar.” (Ende Zitat) . Die brutalsten FÄLSCHUNGEN der Überlieferungen von JESUS von NAZARETH fanden meines Wissens auf dem päpstlichen Konzil zu Nicäa im… Read more »

dragaoNordestino
Gast

@K.B.M.

Auch die früher weit verbreitete FÄHIGKEIT des Hellsehens – ist inzwischen aus fast allen Kulturen fast spurlos verschwunden . .

So würde ich dies nicht sagen.. Hier in Brasilien sind diese “Clarividências” noch ziemlich weit verbreitet.

Diese Fähigkeiten hängen wahrscheinlich am Grad des persönlichen Materialismus und Religiosität …. zumindest sind alle die ich kenne, kaum zu den Geldbesitzern zu zählen… jedoch ziemlich heftig religiös.

Ich glaube man muss heut zu tage aufpassen, dass man nicht wahlos Zerwürfnisse des Werte-Westens auf den übergrossen Rest der Welt überträgt…..

Zitrone
Gast
Zitrone

@Berry

Es existiert aber auch die andere Seite. Jeder Mensch
kann durch eine bestimmte Schulung sein geistiges
Auge öffnen. Ungefährlich ist dieser Weg allerdings
tatsächlich nicht, deshalb sollte man die Geister
kennen, mit denen man es zu tun hat.

Hier eine seriöse Quelle:

http://anthroposophie.byu.edu/schriften/010.pdf

Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann

. . .
Der Amts-TROLL als angeblicher “Steiner”-Fan . . . ?
.
Geile TARNUNG – aber leider zu spät!
.
Als nächstes dann die TARNUNG als Hubbard-Fan . . . ?
.
Immer wieder lustig die amtliche Leer-Stunden in TROLL-O-logie . . .

Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann

. . .
Der ANTI-christliche Amts-TROLL predigt mal wieder den “offiziell” von “oben” verordneten Schwachsinn zwecks VERWIRRUNG der Diskussion. . .

Rosi
Gast
Rosi

@KBM “Auch die früher weit verbreitete FÄHIGKEIT des Hellsehens – ist inzwischen aus fast allen Kulturen fast spurlos verschwunden . . . ?” Da haben Sie nicht umsonst ein Fragezeichen zum Satzende gewählt. Verschwunden? Ich würde sagen lahmgelegt, blockiert oder stillgelegt; vor allem in den Teilen der Welt, welche dem Materialismus stark verfallen sind (auch hier gibt es natürlich Ausnahmen). Die geistige Fähigkeit des Hellsehens steckt in jedem Menschen von uns, wir müssen nur diese Fähigkeit wieder reaktivieren, aber dazu müssen erst Blockaden gelöst und Erkenntnisse gewonnen werden; jeder einzelne für sich, denn jedes Individuum hat ganz eigene, individuelle Mechanismen/Blockaden,… Read more »

Zitrone
Gast
Zitrone

@KBM & Interessierte

Im verlinkten Artikel, berichtet Dr. med. Z. Schürmann, ein Arzt
mit erweiterter Wahrnehmungsfähigkeit, über seine Erfahrungen
zum Thema: Assistierter Suizid -Sterbeprozess und Schicksal.

So gut wie alle Menschen, die durch einen assistierten Suizid aus
dem Leben scheiden wollen, wissen nicht, welch “unheilvolle
Hilfe” sich hinter diesem Prozess verbirgt.

Dr. med. Z. Schürmann lässt die Menschen an seinen Schauungen
teilhaben:

http://www.sterbekultur.ch/index_htm_files/6.2%20Assistierter%20Suizid.%20Z.%20Schermann%20Sterbeprozess%20und%20Schicksal.pdf

Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann

. . . Hallo Zitrone, . Sterben & Sterbehilfe gehören ja nur indirekt zum Thema des Artikels – aber auch HIER ist die vorsätzliche & hoch kriminelle UNTERDRÜCKUNG des WISSENS um die REINKARNATION durch unsere nur angeblich “christlichen” westlichen Regierungen – der Schlüssel zum VERSTEHEN der Zusammenhänge, WAS DENN GENAU BEIM TOD DES KÖRPERS, MIT DEM ÜBERLEBENDEN GEIST & DER ÜBERLEBENDEN SEELE PASSIERT . . . ? . JESUS von NAZARETH war weder der erste, noch der einzige Welten-Lehrer – der die REINKARNATION als Realität predigte – denn bereits BUDDHA wußte schon 500 Jahre VORHER, um die tatsächlichen Zusammenhänge .… Read more »

Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann

. . .
Unser Gast-TROLL vom Amt mal wieder . . .

Greenhoop
Gast
Greenhoop

@Zitrone Die einzige, wenn für ihn auch intensive Erfahrung die dieser Arzt machte war, dass die gewählte Kombination der Substanzen die falschen sein müssen womit er auch gleichzeitig, wenn auch indirekt, andeutet, dass die staatlich abgesegnete assistierte Selbsttötung bewußt zum falschen Ergebnis führen soll. Unklar bleibt auch, wie seine Feststellung zu bewerten ist wenn er sagt, dass er unter Anwendung andere schulmedizinischen Medikamente im Endstadium einer Krankheit keine ähnlichen Beobachtungen machte. Hat er im Endstadium eine tödliche Dosis verabreicht weil er der Meinung war, diese wäre angebrachter (Zeitpunkt), als beispielsweise bei der bedauernswerten Frau im geschilderten Fall ? Wenn nicht,… Read more »

Zitrone
Gast
Zitrone

@Greenhoop Haben Sie den Artikel überhaupt zu Ende gelesen? Das wichtigste was im Artikel beschrieben wird, ist das, was nach dem assistierten Suizid geschieht. Es geht um die karmischen Folgen nach dem Sterbe- prozess für Patient und Arzt! Dr. Schürmann nimmt durch seine erweiterte Wahrnehmung/Hellsichtigkeit mehr wahr als andere Menschen. Die Patientin hat sehr wohl selbstbestimmt, allerdings ohne zu wissen was sie tut. Ihre Betrachtungsweise @Greenhoop, beschränkt sich leider nur auf die rein materielle Ebene. Ich habe mir erlaubt Ihnen noch einen anderen Artikel heraus zu suchen, in dem es ebenso um eine erweitere Sicht in Bezug auf: In-Vitro-Babys, Leihmutterschaft… Read more »

Greenhoop
Gast
Greenhoop

@Zitrone

Natürlich habe ich den Artikel bis zum Ende gelesen und Sie haben leider nicht meine Fragen beantwortet die natürlich auch in diesem Zusammenhang stehen. Lesen Sie nochmals genau.

Greenhoop
Gast
Greenhoop

@Zitrone Sie haben leider keine Antwort auf meine berechtigten Fragen geliefert was mir wieder einmal zeigt, dass Sie nur die eine Sichtweise verfolgen und andere Möglichkeiten ignorieren. Nochmals: Der Arzt hat des Öfteren schulmedizinisch mit Morphium geholfen und hat keine ähnlichen Beobachtungen wie bei der staatlichen verordneten Tötung gemacht. Ist daraus nicht auch erkennbar, dass die von ihm angesprochene schulmedizinische Hilfe nichts anderes als aktive Sterbehilfe war nur mit anderen Mitteln ? Wenn nicht, warum will er dann die beiden Situation miteinander vergleichen ? Könnte das schulmedizinische Beispiel auch zum Tod geführt haben (mit anderen Mitteln) und das was danach… Read more »

Zitrone
Gast
Zitrone

Werter @Greenhoop, bitte verzeihen Sie mir, daß
ich Ihnen nicht sofort antworten konnte, da ich mich
einige Zeit außer Haus befand.

Wenn ich Herrn Dr. Schürmann richtig verstanden habe,
bezieht er sich, was die anderen schulmedizinischen Medikamente anbelangt, nicht auf einen assistierten
Suizid, sondern auf eine Medikation zur Schmerzlinderung während des Sterbeprozesses.

Es handelt sich in diesen Fällen, nicht um eine aktive
Sterbehilfe, die unmittelbar zum Tode führt. Falls ich
Sie immer noch nicht richtig verstanden haben sollte,
melden Sie sich bitte noch einmal. Danke.

Zitrone
Gast
Zitrone

Ergänzend möchte ich hinzufügen, daß eine Krankheit,
auch wenn diese den Außenstehenden noch so entsetzlich
erscheinen mag, was sie ja tatsächlich ist, karmisch bedingt
sein kann.

Dies bedeutet, der betroffene Mensch, hat sich im
vorgeburtlichen genau dieses Schicksal ausgesucht,
um ein frühes Karma, aus einem anderen Leben, zu
erlösen.

Die “Brüder des Schattens” wissen sehr genau, wie sie
die Menschen daran hindern können, ihr Karma vollständig
abzutragen.

Greenhoop
Gast
Greenhoop

@Zitrone Wenn ich Herrn Dr. Schürmann richtig verstanden habe, bezieht er sich, was die anderen schulmedizinischen Medikamente anbelangt, nicht auf einen assistierten Suizid, sondern auf eine Medikation zur Schmerzlinderung während des Sterbeprozesses. Das hört sich doch schon ganz anders an, denn meinen nur Dr. Schürmann richtig verstanden zu haben und genau ich habe eine andere Interpretation des Gesagten. Dieser Arzt sagt doch ausdrücklich, dass er die gemachte Erfahrung (staatliche legitimierte Tötung) an anderer Stelle (schulmedizinische Behandlung u.a. mit Morphium) nicht gemacht hat. Dies lässt doch nur die Vermutung zu, dass er bereits aktive Sterbehilfe durchgeführt hat, nur dass er das… Read more »

Zitrone
Gast
Zitrone

@Greenhoop

Im Endstadium der Krankheit wurde Morphium, Schlaf-
mittel oder Beruhigungsmittel verabreicht, aber dadurch
KEINE aktive Sterbehilfe geleistet.

Nachdem Dr. Schürmann bei Sterbenden verweilte, denen
diese Mittel, wahrscheinlich im Krankenhaus, verabreicht
wurden, um sie zu beruhigen, Schmerzen zu lindern, oder
sie zum einschlafen zu bringen, diese Menschen dann
Tage oder Wochen später verstarben, konnte er das Ex-
plodieren des Ätherleibes nicht wahrnehmen.

Ganz anders verhält es sich aber bei einem assistierten
Suizid. Ist doch im Grunde nicht so schwer zu verstehen.

Schönen Abend!

Greenhoop
Gast
Greenhoop

@Zitrone, das was Sie schreiben hat dieser Arzt so nicht berichtet, es ist lediglich Ihre Interpretation. Wenn Sie mir schlüssig erklären können, warum Dr. Schürmann den (hinkenden) Vergleich zwischen der staatlich praktizierten Tötung und der “normalen” Anwendung von Medikamenten (ohne Tötung) gezogen hat, dann werde ich über den Artikel nochmals nachdenken.

Wünsche ebenfalls einen schönen Abend.

Zitrone
Gast
Zitrone

@Greenhoop

Es handelt sich bei dem Vergleich um schulmedizinisch
angewandte Medikation. Im Falle des assistierten Suizid,
explodiert der Ätherleib durch schulmedizinische Prä-
parate. Bei den anderen schulmedizinischen Präparaten
nicht.

Zitat Dr. Schürmann zu finden auf Seite 16, im Link
weiter oben:

“Ich habe die Überzeugung, dass die Explosion des Äther-
leibes unmittelbar zu tun hat mit diesen Medikamenten.
In allen anderen Situationen, in denen es mal notwendig
war, im Endstadium der Krankheit auch schulmedizinische Medikamente zu verwenden, habe ich nie etwas dergleichen gesehen. Ich meine zum Beispiel Morphin, starke Schmerzmittel, Beruhigungsmittel etc.”

Greenhoop
Gast
Greenhoop

Berry, Berry, Berry, Sie sind wirklich eine aufdringliche Nervensäge und wenn Sie so weiter machen, werde ich mich wieder um Sie kümmern müssen. Das wollen Sie doch nicht wirklich oder ?

Im Übrigen, wo sind die Fakten zu dieser Aussage ? Ohne letztere sind es nämlich nichts anderes, als Ihre üblichen Behauptungen.

Danke – Bitte.

In den Veden, die Millionen Jahre alt sind, ist die Wahrheit der Reinkarnation bereits wissenschaftlich dargelegt.

Greenhoop
Gast
Greenhoop

Kein geistig gesunder Mensch entscheidet sich für Selbstmord, wenn er die Wahl zwischen Gesundheit oder Selbstmord hat

Finden Sie den Fehler eigenständig oder muss Ihnen wieder auf die Sprünge helfen ?

Haben Sie die Artikelempfehlung von @Zitrone gelesen ?

War die besagte Frau gesund ?

Oberflächlichkeit scheint Ihre Kernkompetenz zu sein.

Greenhoop
Gast
Greenhoop

die Wahrheit der Reinkarnation bereits wissenschaftlich dargelegt.

Berry, die Seitenempfehlung ist nett, aber wissenschaftlicheganz bestimmt nicht. Wo bleiben die Fakten, Märchenbücher können Sie gerne konsumieren.

Die Frau wurde von den Schulmedizinern verstümmelt. Sie kannte keine alternative Heilmethode für Krebs. Das war ihr Untergang.

Also war die Frau nicht gesund und wählte den Freitod – nochmals zur Erinnerung Ihre Aussage:

Kein geistig gesunder Mensch entscheidet sich für Selbstmord, wenn er die Wahl zwischen Gesundheit oder Selbstmord hat

Sie sind nicht gerade der hellste Stern.

Berry
Gast
Berry

Sie sind nicht gerade der hellste Stern muss ich an Sie zurückgeben, Greenhoop. Sie stehen gerade auf der Leitung. Oder ist das Ihr normaler Zustand ? Die Frau war krank. Sie hatte Krebs. Haben Sie das soweit verstanden ? Für Krebs gibt es wirkungsvolle alternative Heilmethoden. Ohne Bestrahlung, ohne Operation, ohne Chemo. Die Frau hätte sich, wenn sie geistig gesund war (was wir nicht wissen), für solch eine alternative Heilmethode entschieden und nicht für die Verstümmelung durch die ignoranten Schulmediziner. Nachdem sie verstümmelt und verzweifelt war, hätte es immer noch alternative Heilmethoden für sie gegeben. Die ihr aber niemand gezeigt… Read more »

Zitrone
Gast
Zitrone

@Berry

Wenn ich Sie korrigieren darf, möchte ich gerne anmerken,
daß die Patientin, von der die Rede ist, sehr wohl in guten
Händen war. Dr. Schümann, wollte sie ja alternativ behandeln,
aber die Patientin entschied sich anders.

Außerdem kann der Geist nie krank sein, sondern nur
der Körper und das Gehirn. Daraus folgernd, können
Menschen ihren Geist nicht richtig benutzen.

Zitrone
Gast
Zitrone

@Berry

Habe Ihnen ein kurzes Video herausgesucht. Mir reichts
für heute!

“Gehirn oder Geist – Was ist hier Illusion?”

Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann

. . .
TLOLL-O-logie vom Feinsten!
.
DARUM, die gute alte Regel – den TROLL vom Amt bitte NICHT füttern – sondern in’s Leeeeere laufen lassen . . .
.
Ansonsten endet das Techtel-Mechtel mit dem TROLL immer damit – daß er sie persönlich NIEDER macht – denn DAS ist von Anfang an das perfekt GETARNTE Ziel!

Greenhoop
Gast
Greenhoop

Für Krebs gibt es wirkungsvolle alternative Heilmethoden. Ohne Bestrahlung, ohne Operation, ohne Chemo.

Glauben Sie an den Stuß den Sie schreiben, dann sollten Sie dies belegen und nicht erneut Behauptungen in den Raum stellen.

Erst schicken Sie mir einen Link zu einem Märchenbuch anstelle wissenschaftlicher Belege und nun ein weiteres Leckerli.

Also Beerchen, bringen Sie Fakten und keinen unbewiesenen Müll nur weil Sie als erfolgloser Heilpraktiker auf Kundenfang sind.

PS: Sie bringen mich wirklich zum Lachen, vielen Dank dafür.

Greenhoop
Gast
Greenhoop

Sicherlich waren Sie vor Ihrer Arbeitslosigkeit Mitarbeiter von Langnese und haben sich in alter Verbundenheit Berry genannt – hat mir auch immer gut geschmeckt und ließ sich so leicht vernaschen, die Parallele ist unverkennbar.

Gerne können Sie wieder auftauchen, wenn Sie Fakten anstelle Behauptungen hier einstreuen.

Greenhoop
Gast
Greenhoop

Von Lesern eines Blogs zu erwarten, sie würden links anklicken und lesen, ist bereits abenteuerlich und widerspricht der Erfahrung.

Vor 3 Tagen noch im Artikel Der Hass auf die Meinungsfreiheit diese Beschwerde aufgegeben, nur um dann selber einen Link einzustellen, da leidet die Glaubwürdigkeit doch merklich.

Zitrone
Gast
Zitrone

Übrigens existieren tatsächlich alternative Heilmethoden
bei Krebs. Dabei spielt die Mistel eine große Rolle:

http://www.klinik-arlesheim.ch/de/medizinische-angebote/onkologie/misteltherapie/

Zitrone
Gast
Zitrone

Ergänzend:

https://www.mutzurheilung.de/therapien/misteltherapie/warum-hilft-die-mistel-gegen-die-krebskrankheit/

Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann

. . .
ZITAT @ Amts-TROLL:
.
“Kein geistig gesunder Mensch entscheidet sich für Selbstmord, wenn er die Wahl zwischen Gesundheit oder Selbstmord hat.”
.
Herr Prof. Dr. Dr. Amts-TROLL – WER BITTE HAT DENN AUF DIESEM PLANETEN DIESE GROSSARTIGE FREIE WAHL, wenn man nicht einmal auf GEOLITICO seine freie Meinung äußern kann – OHNE von amtlichen TROLLS auf kriminelle Art & Weise gestalkt, belästigt & provoziert zu werden?

Zitrone
Gast
Zitrone

Rudolf Steiner schrieb in GA 214, “Das Geheimnis der Trinität – Der Mensch und sein Verhältnis zur Geistwelt im Wandel der Zeit, auf Seite 148 u.a. folgendes: “…Die Menschheit steht gegenwärtig vor der Eventualität, entweder das spirituelle Leben zu begreifen, zu begreifen, daß so etwas Realität ist, wie ich es heute im Anfang dieser Auseinandersetzung geschildert habe, oder es zu leugnen. Dann kann man aber nicht mehr frei denken, wenn man es heute leugnet, sondern dann fängt Ahriman – die ahrimanischen Mächte fangen dann an, in der Menschheit zu denken Und dann geht die ganze Menschheitsentwickelung in einer absteigenden Linie… Read more »

berlinathen
Gast

Die Geschichte Jesus Cristus ist schwer zu rekonstruieren. Die unzähligen Synoden der Orthodoxen Kirche und das Papstum haben alles vorhandene Schrftum so aussortiert und zurechtgebogen, bis es in derem Sinn passte. Was nicht passte, wurde passend gemacht. Jeder Versuch, Ordnung ins Chaos zu bringen, muss demnach zwangsläufig scheitern.

Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann

. . . Hallo Berlin-Athen, . Ihren Pessimismus kann ich gut verstehen! . Aber er ist UNBEGRÜNDET! . Reinkarnation, Geist, Seele – und damit der WICHTIGSTE Teil des Lebens – ist UNKAPUTTBAR! . Die MAFIA kann also im besten Fall nur VEWIRRUNG stiften durch KRIEG, CHAOS, MEDIKAMENTE, ALKOHOL, FUNK-WELLEN, MAGNET-FELDER & ALLE ANDEREN DERARTIGE FALLEN. . Wenn mal der “Groschen fällt” – WAS genau “Reinkarnation” denn für JEDEN von uns bedeutet – DANN wird schnell klar, daß NICHTS an WISSEN jemals wirklich verloren gehen kann . . . ! . Es kommt immer nur darauf an – was SIE mit… Read more »

Jürg Rückert
Gast
Jürg Rückert

Einige Häresien – War die Versuchung Christi nur ein „Fake“? Tat er so als ob? Es muss eine reale Möglichkeit gegeben haben. Aber dann hätten 2/3 der Gottheit gegen ein Drittel kämpfen müssen – nichts hätte überlebt, sogar Gott wäre danach mausetot gewesen. – Dreifaltigkeit – ich habe Gott gezählt: eins, zwei, drei. Ich kenne seine Namen. Ich habe ihn fest! Entweder zähle ich auf Eins oder auf Unendlich. Alles andere ist anmaßend. – Die Theologie widmet sich der Anatomie Gottes: Da ist Sein Herz, da Seine Lungen etc. Beginnt man den Theologen aber auf den Zahn zu fühlen, machen… Read more »

Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann

. . . Hallo Herr Rückert, . war nicht leicht, das mir unbekannte Wort: “Häresie” in meinem WAHRIG, deutsches Wörterbuch zu finden. . Es bedeutet “Irr-Lehre” – wenn eine Meinung von der “amtlichen”, also der KIRCHLICHEN FAKE-Lehre abweicht – die ja in aller Regel GOTT für ihre Unterdrückung der echten FREIHEIT nur als billigen Vorwand mißbraucht! . DAS ist also in Wahrheit die gleiche uralte & kriminelle Methode der Regierung – die FREIHEIT der Meinung mit Gewalt zu unterdrücken! . Beispiel für “moderne” Häresie wäre es – den “Holocaust” zu leugnen – weil der Holocaust von der Regierung als amtliche… Read more »

Bruce+Wayne
Gast

Hinzuweisen wäre auch auf den Heiligen Irenäus von Lyon, der noch den 1. Clemensbrief und auch den Hirtenbrief des Hermas noch zum Bibel-Kanon des Neuen Testamentes zählte, und dessen biblischer Theologie die orthodoxen und orientalischen Kirchen des Ostens bzw. Ostkirchen wie etwa die russisch-orthodoxe Kirche mehr folgen als dem Heiligen Augustinus, dem die katholische Kirche als letzterem als Theologen meist den Vorzug gab (neben dem Heiligen und Kirchenlerher Thomas von Aquin, welcher noch dem Limbus kannte und ein Schüler des Heiligen und Kirchenlehrer Albertus Magnus war – Albertus Magnus war wie der Heilige Bernhard von Clairvaux als Begründer des Zisterzienser-Ordens… Read more »