Geschichte des Sportwettenmarktes

Pferderennen / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/wettbewerb-pferd-jockey-gewinnen-3114406/ Pferderennen / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/wettbewerb-pferd-jockey-gewinnen-3114406/
Mit dem Sport kamen auch die Wetten auf: Schon die alten Griechen wetteten im 7. Jahrhundert v. Chr. bei den Olympischen Spielen auf Sieg oder Niederlage.

Heutzutage sind Sportwetten nicht mehr aus dem alltäglichen Leben wegzudenken. Ob im Wettshop an der Ecke oder im Internet bei einem Online-Wettanbieter – tagtäglich werden Tipps abgegeben, die am Ende für hohe Gewinne sorgen sollen.

In den letzten Jahren musste die Branche aber zahlreiche Herausforderung meistern – so etwa die Verlagerung des Geschäfts ins Internet oder auch der Siegeszug der Smartphones, so dass neue Apps programmiert werden mussten, damit man auch unterwegs mit dem Handy auf Sportergebnisse tippen konnte. Aber nicht nur die Technologisierung sorgte für Herausforderungen – auch der Gesetzgeber hat der Wettbranche immer wieder ein paar Steine in den Weg gelegt.

Von Griechenland nach Rom

Der Siegeszug der Sportwetten begann bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. Bei den Olympischen Spielen setzten die Zuschauer auf die Sieger der jeweiligen Kämpfe, wobei sogar noch während den Kämpfen spontane Wetten abgeschlossen wurden. Über Griechenland kamen die Sportwetten dann nach Rom. Hier standen vor allem die Gladiatorenkämpfe im Kolosseum oder auch die Wagenrennen im Circus Maximum im Vordergrund. Der Untergang des Römischen Reichs war jedoch auch der gleichzeitige Untergang der Sportwetten.

Erst im 18. Jahrhundert begannen sich die Briten wieder für Sportwetten zu interessieren, wobei in erster Linie auf den Ausgang der Pferderennen getippt wurde. Aufgrund der immer größer werdenden Beliebtheit wurden auf der Insel auch die ersten Buchmacher-Firmen ins Leben gerufen, die sogar heute noch existieren – so etwa Ladbrokes. Die Begeisterung hielt an und breitete sich in weiterer Folge auf das Festland aus.

Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts wetteten die Deutschen auf Fußballergebnisse. Das Tippspiel „Toto“, das im Jahr 1921 in England und im Jahr 1948 in Deutschland eingeführt wurde, sorgte für den endgültigen Durchbruch. In den 1970er Jahren gab es dann die Möglichkeit der Telefonwetten. Auch diese Methode wurde zuerst in Großbritannien angeboten.

Der Siegeszug des Internets

Die technischen Entwicklungen sorgten immer wieder für neue Herausforderungen. Schon zu Beginn der 1990er Jahre wurden die ersten Online-Buchmacher gegründet – die Vorreiter waren hier etwa bet-at-home oder Interwetten. Jene Firmen konzentrierten sich ausschließlich auf das Online-Geschäft. Aber auch zahlreiche Wettanbieter, die bislang nur Wettshops betrieben, verlagerten ihre Angebote ins World Wide Web und schufen neue Online-Präsenzen.

Jedoch hat der Siegeszug des Internets nicht dazu geführt, dass die Filialen der Wettshops weniger wurden – noch heute gibt es, nur alleine in Deutschland, Tausende Wettshops, in denen die Sportbegeisterten vor Ort ihre Wetten abgeben und die Spiele dann auf den riesigen Bildschirmen verfolgen können. Doch auch wenn die Wettshops noch immer beliebt sind, hat sich doch ein großer Teil der Wettfreunde dazu entschlossen, nur noch im Internet Tipps abzugeben. In weiterer Folge gab es auch immer mehr Online-Wettangebote: Over/Under, Scorecast/Wincast oder Handicap-Wetten sind heute beliebte Spezialwetten, die auch mit attraktiven Quoten ausgestattet sind.

Die Wettsteuer

Heute ist der Markt bereits heiß umkämpft. Das ist auch der Grund, warum viele Online-Buchmacher mit Neukunden-Boni, diversen Bonus-Angeboten oder besonders hohen Quoten arbeiten, sodass neue Kunden gewonnen werden könne. So auch jene Kunden, die bei Tipico ihre Wetten abgeben, einem der bekanntesten Online-Wettanbieter, der vor allem aufgrund der hohen Quoten immer beliebter wurde. Vor allem dann, wenn Großereignisse bevorstehen, so etwa die Fußball-Weltmeisterschaft, dürfen sich Neukunden immer wieder über hohe Boni oder Bestandskunden über besondere Angebote freuen.

Das ist wohl auch der Grund, warum die Wettbranche pro Jahr Milliarden umsetzt. 2012 dann der erste große Paukenschlag: Deutschland führte eine sogenannte Wettsteuer ein, die einen einheitlichen Steuersatz von 5 Prozent auf Einsätze vorsah. Zahlreiche Buchmacher zahlen die Wettsteuer jedoch in Form diverser Boni oder Angebote an die Tippfreunde zurück, so dass den Spielern kein tatsächlicher Verlust durch die Steuer entsteht. Es gibt auch immer wieder „steuerfreie Tage“ – an diesen Tagen wird beispielsweise gar keine Wettsteuer von Seiten des Buchmachers verlangt.

Fußballstadion / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/mann-l%C3%BCfter-person-fu%C3%9Fball-stadion-290186/

Fußballstadion / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/mann-l%C3%BCfter-person-fu%C3%9Fball-stadion-290186/

Ein Blick in die Zukunft

In den letzten Jahren wurden die Online-Buchmacher aber vor eine weitere Herausforderung gestellt – die Rede ist vom Smartphone. Immer mehr Menschen gaben ihre Tipps mit dem Handy ab, sodass es nur noch eine Frage der Zeit war, bis die ersten Apps der jeweiligen Anbieter auf den Markt kamen. Doch wer glaubt, dass in naher Zukunft keine Herausforderungen mehr auf den Sportwettenmarkt warten, der irrt. In den USA und auch in Asien gibt es den neuen Trend der E-Sports-Wette. Hier wettet man nicht mehr auf Sportereignisse, sondern auf Computerspiele.

Der Sportwettenmarkt, der in den letzten Jahren zahlreiche Herausforderungen meistern konnte, scheint nun wieder vor einer neuen Aufgabe zu stehen. Aber die Branche, die alle Herausforderungen der letzten Jahre eindrucksvoll meistern konnte, wird wohl auch hier wieder als Sieger vom Platz gehen.

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