Vom Gewinn zur Weltherrschaft

Mehr als ein gutes Geschaeft? / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/vertragsabschluss-handschlag-handel-3100579/ Mehr als ein gutes Geschaeft? / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/vertragsabschluss-handschlag-handel-3100579/

Die durch den okkupierten Unternehmensgewinn erreichte Macht in der Wirtschaft greift in die politische Macht über. So entsteht die Herrschaft der Reichen.

Das hier schon in mehreren Artikeln behandelte Problem, dass im kapitalistischen Wirtschaftssystem der Gewinn allein den Eigentümern des Unternehmenskapitals in die privaten Taschen fließt, soll noch einmal zentral thematisiert werden, da dieser Gewinn die Grundlage des Reichtums und der Macht der in Wahrheit Herrschenden bildet. Dies wird, wie ich meine, von zu wenigen in seiner Bedeutung durchschaut.

Das Eigentum am Unternehmenskapital – sei es das des Unternehmers selbst oder in Aktiengesellschaften das der Aktionäre  – setzt sich in kaum hinterfragter Selbstverständlichkeit geradewegs in das Gewinnkapital fort. Diese einsackende Gewohnheit entspringt dem aus dem römischen Recht stammenden Privateigentum, das generell eine unbegrenzte Verfügungsmacht über die Sache und deren materielle Erträge verleiht.

Wie aus Gewinn Reichtum wird

Das private Eigentum ist mit Recht im Grundgesetz besonders geschützt, da das ausschließliche Verfügungsrecht über die Güter des privaten Gebrauchs der persönlichen Existenzsicherung und Freiheit dient. Doch ein Wirtschaftsunternehmen ist kein Gegenstand des privaten Gebrauchs, sondern hat eine  gesellschaftlich-soziale Funktion, mit der viele andere Menschen verbunden und betroffen sind. Das Eigentumsrecht daran müsste daher auf diese Funktion beschränkt sein und dürfte nicht das Recht auf den Gewinn für die private Tasche weniger umfassen. In eine solche einschränkende Richtung urteilte 1979 auch das Bundesverfassungsgericht:

„Soweit es um die Funktion des Eigentums als Element der Sicherung der persönlichen Freiheit des Einzelnen geht, genießt dieses einen besonderen Schutz. … Dagegen ist die Befugnis des Gesetzgebers zu Inhalts- und Schrankenbestimmungen umso weiter, je mehr das Eigentumsobjekt in einem sozialen Bezug und einer sozialen Funktion steht.“ [1]

Bis heute ist daraus aber eine entsprechende gesetzliche Modifikation des Eigentumsrechts nicht erfolgt. Der Gewinn ist, wie jedermann einsehen kann, ja auch nicht das alleinige Verdienst des Unternehmers, erst recht nicht von im Unternehmen überhaupt nicht tätigen Aktienbesitzern. Der Gewinn kann nur mit allen Mitarbeitern gemeinsam erarbeitet werden. Es ist daher im tiefsten Sinne entwürdigend, wenn die Mitarbeiter betriebswirtschaftlich als niedrig zu haltender Kostenfaktor behandelt, also vielfach wie Sklaven mit Niedrigstlöhnen abgespeist werden. Sie haben im Grunde genauso wie der Unternehmer Anspruch auf ein angemessenes Einkommen aus dem Ertrag des Betriebes, der nur durch ihre volle Mitarbeit erwirtschaftet werden kann.[2]

Alle verdanken aber den Gewinn den Fähigkeiten, die sie in den allgemeinbildenden Schulen, den Berufs-, Fach- und Hochschulen, also im Bildungssystem erworben haben. Auch die Anlagen, Maschinen usw. des Produktionskapitals, die der Ersparnis, Unterstützung und Erleichterung der menschlichen Arbeit dienen und zur Höhe des Gewinnes beitragen, stammen aus der schöpferischen Intelligenz ihrer Konstrukteure und Hersteller, welche selbst wiederum durch das Bildungssystem gegangen sind. Der Reingewinn steht daher gesamtgesellschaftlich gesehen dem Bildungswesen zu, das selbst keine materiellen Werte erzeugt, sondern vom Wirtschaftsleben finanziell getragen werden muss. Die Wirtschaft lebt von dem, was ihr an ständigen Entwicklungs- und Innovationskräften aus dem Kultur- oder Geistesleben zufließt. Umgekehrt müssen dem Geistesleben aus der Wirtschaft selbstlos die materiellen Mittel zufließen, die seine Arbeit überhaupt erst möglich machen.

Die Abzweigung des Gewinns in die privaten Taschen der Eigentümer ist in Wirklichkeit die Aneignung von immensen permanent fließenden leistungslosen Einkommen, die ihnen nicht zustehen. Es handelt sich de facto um Raub, der im Schleier des Rechts vollzogen wird, das längst zum schreienden Unrecht geworden ist. Dies ist hier bereits in mehreren Artikeln behandelt worden.

Die Auswirkungen sind nicht auf die sozialen Ungerechtigkeiten in den Betrieben und das darbende Bildungswesen beschränkt, das dadurch in Abhängigkeit vom Staat und seinen Steuern für die Interessen der Herrschenden instrumentalisiert werden kann. Und der ständige Zufluss an Geld, das nicht selbst erarbeitet ist, ermöglicht nicht nur ein Leben in ungeheurem Luxus auf den Schultern der Armen; die Masse des Geldes kann dafür ja gar nicht verbraucht werden. Der geraubte Reichtum wird „angelegt“, wie es so harmlos heißt, damit er sich durch weitere leistungslose Einkommen noch weiter wundersam vermehrt: auf Bankkonten durch Zins- und Zinseszinsen, in Immobilien durch Spekulationsgewinne und Bodenrenten (Mieten)[3] und vor allem durch den Aufkauf von weiteren Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen.

Auf diese Weise besitzt heute 1 Prozent der Weltbevölkerung 50,8 Prozent des weltweiten Vermögens – und damit mehr als die restlichen 99 Prozent zusammen. In Deutschland haben 36 Milliardäre so viel Vermögen wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung. Das reichste Prozent besitzt rund ein Drittel des gesamten Vermögens. Während die reichsten 10 Prozent gemeinsam über fast zwei Drittel (65 Prozent) des Gesamtvermögens verfügen, zählen die ärmeren 50 Prozent dagegen zusammen nur knapp 2,4 Prozent des gesamten Vermögens als ihr eigen.[4]Durch Arbeit wird kaum jemand reich in Deutschland. Nur in seltenen Fällen sind Löhne so hoch, dass sich Arbeitnehmer damit ein nennenswertes Vermögen aufbauen können.“[5] Das heißt ja, auf redliche Weise kann man zu großem Reichtum nicht kommen.

Kapital und Entscheidungsgewalt

Das Instrument, auf leichte und schnelle Weise weitere Unternehmen oder Teile davon – auch gegen den Willen des Unternehmens selbst – zu übernehmen, ist die Aktie, die einen Anteil am Kapital, also am Eigentum des Unternehmens und damit auch am Gewinn verbrieft, und als verselbständigtes Wertpapier gehandelt werden kann. Als Ware ist der Preis der Aktie nicht an den ursprünglichen Nennwert (Einzahlungswert) gebunden, sondern kann, je nach Kurs an der Börse, der sich nach Angebot und Nachfrage richtet, zu einem höheren oder niedrigeren Preis gekauft oder verkauft werden. Damit lassen sich je nach Wert und Menge ungeheure Spekulationsgewinne erzielen.

Für die Klasse der Superreichen ist jedoch vor allem die Möglichkeit wichtig, durch den Kauf einer entsprechenden Anzahl von Aktien eine das Unternehmen beherrschende Mehrheit zu erhalten. Wer über 50 % der Aktien eines Unternehmens besitzt, hat die Mehrheit in der Hauptversammlung und damit den entscheidenden Einfluss auf die Wahl von Aufsichtsrat und Vorstand. Er hat die Macht über das Unternehmen und seine produktive Tätigkeit. Schon bei einem Anteil von über 25% hat man eine „Sperrminorität“, mit der Beschlüsse der Hauptversammlung, die eine 75-prozentige Mehrheit erfordern, verhindert werden können. Die beherrschende Stellung einer Aktienmehrheit ist oft  Ausgangspunkt für weitere Übernahmen von strategisch wichtig angesehenen Unternehmen, so dass sich insbesondere große Unternehmen, Versicherungen, Banken und vor allem Vermögensverwaltungsgesellschaften auf diese Weise regelrechte finanzielle Imperien aufbauen.

Anfällig für Übernahmen auch gegen den eigenen Willen, „feindliche Übernahmen“, sind Aktiengesellschaften, die in wirtschaftliche und finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Ihr Aktienkurs sinkt deswegen oder wird durch negative Gerüchte zum Sinken gebracht, so dass Aktionäre mit über dem Kurswert liegenden Angeboten zum Verkauf verleitet werden können. Auch bei Unternehmen, die die weltweit herrschende „Shareholder-Value-Doktrin“ (Handeln der Unternehmensleitung im Gewinninteresse der Aktionäre) nicht restlos befolgen und deren Gewinne dadurch nicht hoch genug sind, sinkt der Kurs, „und damit droht eine „feindliche Übernahme“ des Unternehmens. Fonds, die solche Spiele radikal betreiben, finanzieren Übernahmen mit Krediten großer Finanzinstitute, vornehmlich in der City of London. Die Rückzahlung der Kredite wird dem eroberten Unternehmen aufgebürdet. Wenn es den Wert des Unternehmens erhöht, muss die Unternehmensleitung Personal entlassen. Naomi Klein beschreibt diese Machenschaften und ihre Hintergründe auf 763 Seiten detailliert und faktenreich: „Die Schock-Strategie – Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus“.[6]

Doch auch erfolgreiche Unternehmen sind vor „feindlichen Übernahmen“ nicht sicher, wenn darauf spezialisierte „Heuschrecken“ herausfinden, dass diese an der Börse unterbewertet sind, ihre Aktien also eigentlich einen höheren Kurswert haben müssten, weil sie über nicht genügend berücksichtigte wertvolle Aktiva wie Beteiligungen an anderen Unternehmen, gute Tochterunternehmen, Patente, Grundstücke usw. verfügen. Die günstigen Aktien werden mehrheitlich zusammengekauft und das Unternehmen dann zerschlagen, indem die wertvollen Teile einzeln mit hohen Gewinnen weiterverkauft und die Mitarbeiter gegebenenfalls mitverkauft oder entsorgt werden.

Wir sehen, für welche Möglichkeiten das aus dem unrechten Privateigentum am Unternehmens-Kapital hervorgehende Instrument der Aktie geeignet ist und auch ständig weltweit genutzt wird, um Kapital und wirtschaftliche Macht zu vergrößern.

Der Fluch der Spekulation

Der spekulative Aktienhandel ist, neben dem spekulativen Devisenhandel und dem Handel mit „kreativen Finanzprodukten“ aller Art (z.B. Derivaten), wesentlicher Bestandteil eines eigenen riesigen Finanzmarktes, der abgehoben von der realen Wirtschaft ein Eigenleben führt. Indem an der Börse Wertpapiere lediglich den Besitzer wechseln, fließt das Geld nur vom Käufer zum Verkäufer des Papiers. Die reale Sphäre der Wirtschaft, des Produktions-Einkommens-Kreislaufs, bleibt davon zunächst völlig unberührt. Das heißt, das Geld bleibt beliebig lange Zeit abgekoppelt vom Kreislauf der Realwirtschaft und wird nicht in seiner realen Tauschmittelfunktion verwendet, sondern als Spekulationsmittel missbraucht.[7] Es fehlt in der Realwirtschaft, wo es durch die Geldschöpfung der Banken via Kredit ersetzt und das Geldvolumen dadurch insgesamt vermehrt wird.

 Der weltweite Finanzmarkt umfasste 2014 insgesamt die Summe von 294 Billionen Dollar. Zum Vergleich: Das globale Bruttoinlandsprodukt betrug rund 76 Billionen. Der Aktienmarkt machte vom Volumen des Finanzmarktes rund 69 Billionen Dollar, das sind rund 23,5 Prozent aus. Der Rest bestand aus festverzinslichen Wertpapieren aller Art, davon Staatsanleihen 58 Billionen Dollar (19,7%), Anleihen der Finanzinstitute 60 Billionen Dollar, Unternehmensanleihen rund 31 Billionen Dollar (10,5%).[8]

 Hier findet also eine gewaltige Aufblähung des gesamten Geldvolumens statt, dem keine realen Werte mehr gegenüberstehen. In Finanzkrisen fallen die riesigen Blasen zwar oft wieder in sich zusammen, reißen aber leicht die reale Wirtschaft und vor allem das Währungssystem mit sich. Das Geld verliert hier seine eigentliche Bedeutung als selbstloses Tauschmittel für Waren und Dienstleistungen und wird selbst zur Ware, die aus egoistischer Gier endlos vermehrt werden soll, weil sie Macht über andere Menschen verleiht, die man damit für sich arbeiten lassen kann.

Also auch der Finanzmarkt ist in dieser Dimension nur durch das unberechtigte Abzweigen des Gewinns in die eigene Tasche der Eigentümer möglich, wovon auch die Aktie ihre Attraktivität bezieht.

Wer große Vermögensmassen anhäuft, kann es sich leisten, die besten Steuerberater, Juristen und Finanzfachleute einzustellen, die sie optimal verwalten und vermehren. Oder sie übergeben sie zumeist einer professionellen Vermögensverwaltungsgesellschaft, die ihre anvertrauten Vermögen in Spekulationen und Unternehmensbeteiligungen einsetzt, damit selbst zu einem noch größeren Finanzglobalplayer aufsteigt und dabei als „Schattenbank“ kaum einer Aufsicht unterliegt. Die größte Vermögensverwaltungs-Gesellschaft der Welt und einer der mächtigsten  internationalen Finanzakteure ist BlackRock, die wir beispielhaft betrachten wollen. Ihr Slogan lautet: „Wir helfen allen, die ihr Geld vermehren möchten.“

„Laut Fachleuten basiert BlackRocks Erfolg auf dem … Datenanalysesystem Aladdin.  … Das aus 5000 Großrechnern auf vier unbekannte Standorte verteilte IT-System führt 200 Millionen Kalkulationen pro Woche durch. Ein weiterer Teil von Aladdin sind 2000 IT-Spezialisten, Programmierer und Datenanalysten, die Unternehmens- und Wirtschaftsdaten auswerten. Das System Aladdin ist in der Lage sekündlich auszurechnen, welchen Wert die Aktien, Bonds, Devisen oder Kreditpapiere haben, die in milliardenschweren Anlageportfolios liegen. Gleichzeitig durchleuchtet Aladdin, wie sich dieser Wert verändern dürfte, wenn sich das Umfeld verändert – die Konjunktur etwa oder die Umsatzzahlen, wenn Währungskurse purzeln oder der Ölpreis klettert. Mittels Aladdin bewertet BlackRock die einzelnen Geldanlagen. Außer den konzerninternen Finanzprodukten von BlackRock in Höhe von 5,12 Billionen US-Dollar wird mit Aladdin auch die Entwicklung von etwa 30 000 Investmentportfolios im Wert von etwa 15 Billionen Euro überwacht. Dieser Vermögenswert entspricht etwa 7 bis 10 % aller Vermögenswerte weltweit.“ (Wikipedia)

Darüber hinaus ist BlackRock „Großaktionär bei tausenden Unternehmungen weltweit. BlackRock war oder ist größter Einzelaktionär bei den Finanzunternehmen JP Morgan Chase, Bank of America und Citibank, bei Apple, McDonald’s und Nestlé (Stand August 2015) sowie bei den Energiekonzernen Exxo Mobil und Shell.“ (Stand Dezember 2013, Wikipedia) Der „SchwarzeFels“ ist auch Miteigentümer des weltweit größten Vermittlungskonzerns von Leiharbeitern, Adecco und ebenso bei den zwei wichtigsten Ratingagenturen Standard & Poor’s und Moody’s. „Als einzige ausländische Anlagefirma hält BlackRock an allen 30 DAX-Unternehmen umfangreiche Beteiligungen und ist bei einem Drittel aller DAX-Unternehmen größter Einzelaktionär.“ (Wikipedia)

Man sieht nur die Haifischflosse

In den Mainstream-Medien wird die Finanzmacht von BlackRock meist heruntergespielt und darauf hingewiesen, dass die Beteiligung des Finanzriesen an den 30 DAX-Konzernen nur im einstelligen Bereich liege. „Dies stimmt aber nur dann, so fand Sebastian Kunze von TheIntelligence heraus, wenn man ausschließlich die Firma “BlackRock Inc.” betrachtet. Bei Einbeziehung größerer Teile des BlackRock-Netzwerks, wie etwa BlackRock Holdco 2 Inc., BlackRock Financial Management Inc., BlackRock Advisors Holdings Inc., BlackRock International Holdings Inc., BlackRock Jersey International Holdings L.P., BlackRock Group Limited, wird das wahre Ausmaß der Kontrolle deutlich.“[9] So besitze BlackRock bei 6 DAX-Firmen die Sperrminorität von über 25 %: bei Allianz – 32,76 % (06.05.2010), E.ON – 32,06 % (17.05.2010), Bayer – 29,94 % (12.05.2010), Deutsche Bank – 27,45 % (18.05.2010), Daimler – 27,42 % (18.08.2011), BASF – 25,30 % (09.12.2009). Auch bei Siemens und SAP liege der Anteil mit 15,65  bzw. 11,84 % noch im zweistelligen Bereich.

 

Aber große Finanzakteure sind wiederum an BlackRock beteiligt, so beispielsweise die Rothschilds, Queen Elisabeth II., die US-Politiker Al Gore und Maurice Strong sowie die Milliardäre Warren Buffet und George Soros. Größte Anteilseigner sind aber PNC Financial Service mit 21,7 % und Barclay mit 19,7 %.[10]Die Shadow-Banker sind heute die oberste Finanzliga. BlackRock & Konsorten sind nicht nur die bestimmenden Eigentümer der Realwirtschaft, sondern auch der Banken, auch der bisher mächtigsten unter ihnen, der Investmentbanken. … BlackRock & Konsorten gehören wiederum Investmentbanken und anderen Hedgefonds. Die mächtigsten Finanzakteure sind untereinander vernetzt, auf planetarischem Niveau und zugleich zur Spitze hin anonymisiert.“[11]

In der Dokumentation „Geld regiert die Welt“ wird das noch etwas konkreter beschrieben:

„Es geht um einen kleinen Kern von Finanzakteuren, die alle miteinander vernetzt sind. Diese Elite besteht aus nur 147 Unternehmen. Die kontrollieren fast die Hälfte der globalen Wirtschaft. Ein Geflecht von gegenseitigen Beteiligungen, und das Netz wird immer weiter gesponnen. Tatsächlich sind die riesigen Investments- und Vermögensfonds im Besitz der bekannten Großbanken Goldman-Sachs und Co.  Andererseits haben Blackrock und andere wiederum die wichtigsten Anteile an eben diesen Banken. Ganz oben also ein Geflecht von gegenseitiger Beteiligung.“[12]

Verbindung mit der politischen Macht

Die durch den okkupierten Gewinn erreichte Macht in der Wirtschaft greift, wie wir wissen, in die politisch-staatliche Macht über. Werner Rügemer beschreibt dies am Beispiel BlackRock so:

„Blackrock ist einer der wichtigsten Berater der US-Zentralbank Federal Reserve und des US-Finanzministers und seines friedenspreistragenden Präsidenten. Blackrock & seinesgleichen agieren in dieser vielfältigen Zangenbewegung frei, ganz frei. Frei pressen sie die Beschäftigten von Konzernen aus. Frei enteignen sie Staaten und Volkswirtschaften. Frei beraten und erpressen und korrumpieren sie Regierungen. Sie, die gegenwärtig mächtigsten Einzigen, kämpfen in dieser Freiheit gleichzeitig um die Herrschaft unter- und übereinander. Ihre Notgemeinschaft gebiert Unsicherheit für das Leben aller.“[13]

Miteinander verflochtene, global wirkende Finanzakteure, deren Netz sich über den ganzen Planeten spannt, steuern zunehmend die Politik der Nationen  und bestimmen letztlich maßgeblich das Berufs- und Alltagsleben der Menschen. Die Finanz- und Konzernmacht bildet gemeinsam mit den ihr dienstbaren Funktionsbereichen der Politik und der Informations- und Bewusstseinsindustrie das alles entscheidende Machtgeflecht, das die Interessen der Superreichen, der Geldelite, bedient.[14]

Der ehemalige US-Staatssekretär David Rothkopf sieht die Mitglieder der reichen Superklasse über Vorstandsvorsitze, exklusive Clubs, Unternehmervereinigungen usw. miteinander verbunden. Diese stellen „diktaturähnliche Führungsschnittstellen“  dar. „Führungsriegen sind über alle wichtigen Zentren der Macht hinweg miteinander verbunden: die Geschäfts- und Finanzwelt, die Politik, der militärisch-industrielle Komplex, die Künste und die Welt der Ideen.“  Rothkopf macht dies exemplarisch an Stephen Schwarzman, dem Vorsitzenden der Blackstone Group (US.-Investmentgesellschaft) deutlich, aus der BlackRock hervorgegangen ist.

„Schwarzman ist Absolvent der Yale University, wo er wie George W. Bush und dessen Vater Mitglied der Geheimgesellschaft Skull & Bones war (ist! H.L.).[15] … Bevor er gemeinsam mit dem ehemaligen Handelsminister Pete Peterson Blackstone gründete, arbeitete er für die Investmentbank Lehman Brothers. … Er ist derzeit Mitglied des Business Council, des British American Business International Advisory Bord, des Weltwirtschaftsforums, des Rats für Auswärtige Beziehungen (Council on Foreign Relations) und des Committee to Encourage Corporate Philanthropy.“[16]

J. Krysmanski fasst dieses Herrschaftssystem wie folgt zusammen:

„Ein überschaubarer Kreis von wenigen tausend Personen besetzt in immer neuen Kombinationen die Vorstände der bedeutenden Großkonzerne, Banken, Versicherungen, Investmentfirmen, staatlichen Institutionen, Elite-Universitäten, kulturellen Institutionen, Stiftungen usw. Im Zentrum dieses hochgradig vernetzten Systems wirken Policy Discussion Groups (z. B. Council on Foreign Relations, Business Roundtable, Committee on Economic Development, The Brookings Institution, American Enterprise Institut usw.), in denen die wichtigsten staatlichen, parlamentarischen und gesetzgeberischen Aktivitäten verabschiedet werden.“[17]

Krysmanski bringt diese Herrschaftsstrukturen in ein Ringmodell. Im zentralen Ring sitzen die Superreichen. Deren Geldmacht ermöglicht die Verfügungsgewalt über den zweiten Ring der Konzern-, Finanz- und Militäreliten, die die Umverteilung des Reichtums von unten nach oben bewirken und zusammen mit den Superreichen „den magischen Zirkel der oberen Zehntausend“ bilden. Im dritten Ring wirken die politischen Eliten, die für ein Minimum an scheinbarer Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen haben, aber die Interessen der Geld-, Finanz- und Konzerneliten umsetzen. Den vierten Ring macht ein Heer von Experten, Beratern, Wissenschaftlern, Journalisten und Medienschaffenden aus, die bestimmte Bewusstseinsdispositionen und Meinungen produzieren, die die wahren Machtverhältnisse verschleiern und legitimieren helfen.

Diese Herrschaft der Reichen (Plutokratie), das sei erneut ins Bewusstsein gerückt, ist nur möglich aufgrund des unmodifizierten Privateigentums am Unternehmenskapital und dem daraus geraubten Gewinn, sowie weiteren leistungslosen Einkommen in Form von Bodenrenten aus unbegrenztem Eigentum an Grund- und Boden und dem exponentiell wachsenden Zinseszins. Und die Rechtsform der Aktie ermöglicht den spielend leichten Erwerb von Unternehmensanteilen weltweit und so erst das Spannen eines globalen Herrschaftsnetzes.

Wer diese leistungslosen Einkommen nicht antasten will, will bewusst oder unbewusst die Ausbeutung und Verarmung der Massen und die weltweiten kapitalistischen Herrschaftsstrukturen bestehen lassen. Und er unterstützt die ständig mit Hilfe der unbegrenzten Gewinngier der Rüstungs- und Erdöl/Erdgas-Industrie initiierten Kriege des Westens.[18]

 

Anlage                                                                                                                                                        

[1] Zitiert aus dem grundlegenden GEOLITICO-Artikel von Herbert Ludwig „Der Mensch als Ware der Reichen

[2] Vergl. Herbert Ludwig, GEOLITICO: „Das Kapital bezwingt das Recht

[3] Vergl. Herbert Ludwig, GEOLITICO: „Der sozial getarnte Ausbeuterstaat

[4] „Acht Männer besitzen so viele wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung“, Oxfam

[5] „Wer hat, dem wird gegeben“, Spiegel.de

[6] http://www.wissensmanufaktur.net/arbeitskrieg

[7] http://www.berndsenf.de/pdf/GeldflussRealwirtschaftFinanzmaerkte.pdf

[8] https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/statistik-so-teilt-sich-der-weltweite-finanzmarkt-auf_H778376918_77478/

[9] Gerd R. Rueger in: Jasminrevolution

[10] Geld-Magazin 1/13

[11] Werner Rügemer: „Deutschland AG aufgekauft“, zitiert nach “Gegenwart“ 4/2013, S. 33

[12] www.youtube.com/watch?v=VnOF6XnxE2M

[13] Werner Rügemer: Kapitalfreiheit: Die Diktatur der Einzigen

[14] Vgl. Gerd Weidenhausen in „Gegenwart“ 4/13, S. 34

[15] Über die Bedeutung des Ordens von Herbert Ludwig auf GEOLITICO„Die Führungsschmiede des Hegemons

[16] David Rothkopf: Die Super-Klasse, zitiert nach „Gegenwart“ 4/13, S. 37

[17] H. J. Krysmanski: Hirten und Wölfe, Münster 2009, S. 158, zitiert n. „Gegenwart 4/13, S. 35

[18] Vergl. GEOLITICO, Herbert Ludwig: „Die Blutspur des Westens in Nahost

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Über Herbert Ludwig

Herbert Ludwig war viele Jahre Lehrer an einer Freien Waldorfschule. Er befasst sich schwerpunktmäßig mit den inneren und äußeren Bedingungen der Entwicklung des Menschen zur Freiheit und mit den Hintergründen der „europäischen Integrationsbewegung“, woraus seine Schrift „EU oder Europa?“ und Artikel auf seiner Webseite hervorgegangen sind Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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28 Kommentare auf "Vom Gewinn zur Weltherrschaft"

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waltomax
Gast

Auch der Kapital – Feudalismus basiert wesentlich auf der Programmierung der Beherrschten. Diese Programmierung beinhaltet vor allem die Akzeptanz der HIERARCHIE als einzig zulässiges Ordnungsmuster.

Eigentlich bedeutet die Blockchain – Technologie den Durchbruch der HETERARCHIE als ein dezentrales und offenes Netzwerk. Es gibt keine Zentralen mehr und das System funktioniert ohne parasitierende Vermittler, wie Banken, Parteien und andere Schranzen.

Der „6. Kondratieff“ besteht -wie schon ausführlich dargelegt- in der breiten Anwendung offener und heterarchischer Netzwerke. Solange in den Gehirnen die Hierachie dominiert, besteht nicht das nötige Bewusstsein, heterarchische Veränderungen denken, durchführen und erhalten zu können.

Zuerst müssen die Programme gelöscht werden.

Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann
. Der Begriff „HIERARCHIE“ als die Herrschaft des EINEN über die VIELEN – kommt vom griechischen: „hieros“ = „heilig“ & „archein“ = „herrschen“ – bedeutet also bei GENAUER Betrachtung: . die Herrschaft Gottes! . DIESE, aus der griechischen BLÜTE-ZEIT stammende Ur-Form der Regierung – vergleicht @ waltomax nun mit der „HETERARCHIE“ – die @ waltomax für die allein selig machende Form der Regierung hält – bei der ALLE BEKANNTEN REGIERUNGS-PROBLEME ANGEBLICH AUF MAGISCHE ART & WEISE WIE VON ZAUBERHAND VERSCHWINDEN ? . WAS ist also „HETERARCHIE“ ? . Da dieser Begriff „HETERARCHIE“ im WAHRIG Deutsches Wörterbuch NICHT existiert – wir… Read more »
waltomax
Gast

Man soll sich eben nicht in Rage labern. Man landet dabei gerne im Schmarren.teilige dich an der Dikussion

hubi stendahl
Gast
hubi stendahl
@waltomax Zitat: „Zuerst müssen die Programme gelöscht werden.“ Sehe ich genauso. Nur ist das alles andere als einfach, wie wir am faktischen Verhalten der Menschen sehen. Sie müssten sich lediglich abwenden, dem System dort die Energie entziehen, wo es ohne existentielle Gefahr möglich ist. Was machen Sie in der Realität? Sie lassen sich durch Jahrtausende alte moralische Dogmen, die zu ihrer Versklavung mit monotheistischen Göttern erfunden wurden, seelisch wie materiell ausplündern und in ein ewiges Gegeneinander zwingen, das sie für unausweichlich, aber irgendwann mit viel „Beten“ für überwindbar halten. So lange plündert man im kleinen mit. Was bleibt einem schließlich… Read more »
beta-blogger
Gast
beta-blogger

@waltomax
@hubi stendahl
Vor „Programmlöschern“ wie Ihnen muss keinem bange sein!
Solange Sie dem Irrsinn eines Manipulations- und Reeducations-Theorems anhängen, sind Sie allenfalls verwirrte Kämpfer gegen Windmühlenflügel, aber keine ernsthaften intellektuellen Sparringspartner!

Kommt dann noch der heterarchische Hokuspokus in Verbindung mit der Kondratieff-Kaffeesatzleserei hinzu, kann man Sie endgültig abschreiben.

Für DIESE geistige „Opposition“ müsste sich jede Herrscherclique ehrlich bedanken! Die tun nichts, die kann man ruhig gewähren lassen. Man darf Ihnen nur den Internetzugang nicht kappen – dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie eines Tages mit Schaum vorm Mund, aber dennoch friedlich, vor dem PC verenden.

hubi stendahl
Gast
hubi stendahl

@Jens en

„..sind Sie allenfalls verwirrte Kämpfer gegen Windmühlenflügel, ….“

Wer weiß. Es gibt tatsächlich Tage, da wünschte ich ich wär mein Hund und ließe mich aushalten. Aber es gibt viel viel mehr Tage, an denen ich Mensch bin. Dass das geht – ohne zu Platz zu machen – hören Sie mal rein:

waltomax
Gast

Wenig konstruktiv, Ihre Einlassungen..
SIE haben ja wohl gar kein Konzept.

XtraXL
Gast

Der Unfug mit dem Kondratieff-Zyklus ist wohl nicht tot zu kriegen. Ansonsten Zustimmung. Macht ist das Problem (und da ist auch etwas Wahres im Beitrag). Deshalb versuchen Liberale, diese einzugrenzen. Wie man allerdings auf die wahnsinnige Idee kommen konnte, dies ausgerechnet durch einen Gewaltmonopolisten zu versuchen, ist im Grunde schleierhaft. Die Zentralbanken sind eine Folge solchen Denkens. Und der Versuch mit den Verfassungen darf ja auch getrost als gescheitert angesehen werden.

dragaoNordestino
Gast
Wer diese leistungslosen Einkommen nicht antasten will, will bewusst oder unbewusst die Ausbeutung und Verarmung der Massen und die weltweiten kapitalistischen Herrschaftsstrukturen bestehen lassen. ………………………………………………………………………………………………………………………………………… Das sehe ich nicht so. Es gibt da keinen unumstösslichen Automatismus…………………………………………………………………………………………………… Um dieses Verarmen der Massen zu Gunsten von Wenigen zu verhindern, muss man nicht unbedingt ein neues System erfinden. Es würde ausreichen, Gehälter zu deckeln, Erbschaften teilweise zu vernichten und Spekulationserlöse ausreichend zu besteuern, anständige Gehälter zu bezahlen, unsw. Jetzt machen wir ein neues System… die Kritik a lá Herbert Ludwig am bestehenden, halte ich für kontraproduktiv, da niemals auch nur annähernd Mehrheitsfähig….. Solcherlei… Read more »
Greenhoop
Gast
Das Schuldgeldsystem ist bekanntlich schon recht alt und wirklich niemand hat bisher ein realistisches Szeanrio dargelegt, wie sich der Übergang vom heutigen zu einem anderen System bewerkstelligen ließe. Bei weltweit 7,6 Milliarden Menschen und steigenden Geburtenraten wird es niemals mehr möglich sein, eine friedliche Koexistenz dezentraler Einheiten ohne ein entsprechendes „Motivationssystem“ aufzubauen, eine Gesellschaft in der sich wie bei A. Huxley alle nur noch amüsieren, sich auf permanenten Drogenkonsum arrangiert haben und eigenlich nichts anderes, als die fleischgewordenen „Living Dead“ darstellen. Wie sieht es aus mit „Industrie 4.0“, allein für Deutschland wird ein Netto-Jobverlust von 5 millionen Arbeitsplätzen prognostiziert, einem… Read more »
Greenhoop
Gast

…aber das folgende Video über Transhumanismus, zufällig heute auf Konjunktion.info gefunden, ist die wahrscheinlichste Stoßrichtung, nur eben nicht mit 7,6 milliarden Menschen…

Greenhoop
Gast
Den Transhumanismus, so wie im Filmchen dargestellt, verstehe ich nicht als optionalen Entscheidungsfindung für diesen oder einen anderen Weg, sondern als den einzig möglichen. Der Zwang seine Daten offen zu legen ist immer deutlicher zu spüren, so dass selbst der geübte Verweigerer immer häufiger Probleme bekommt, seine Lebensweise im täglichen Geschäftsverkehr durchhalten zu können. Es ist aus meiner Sicht eine Illusion zu glauben, sich auch zukünftig ohne eine Chip – über nichts anderes spricht der Prof. Harari – bewegen bzw. überleben zu können. Er benennt als einfaches Beispiel die Gesundheitsversorgung, welche zukünftig ohne den Verlust der Privatssphäre, nicht mehr zu… Read more »
Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann
. . . ZITAT @ Herbert Ludwig: . „Die Abzweigung des Gewinns in die privaten Taschen der Eigentümer ist in Wirklichkeit … Raub, der im Schleier des Rechts vollzogen wird, das längst zum schreienden Unrecht geworden ist.“ (Ende Zitat) . Bereits am Anfang seines, wie immer glänzend recherchierten Artikels, kommt Herbert Ludwig an dieser Stelle also zu der völlig RICHTIGEN Erkenntnis – daß wir es in Wahrheit mit „Raub“ & „Unrecht“ zu tun haben – WARUM also weitere philosophische Betrachtungen über den „Kapitalismus“ & die „Plutokratie“, die dann am Ende zu dem absurden Fazit führen: . „Wer diese leistungslosen Einkommen… Read more »
H. Ludwig
Gast
@Karl Bernhard Möllmann „1.) Herbert Ludwig erkennt – daß KRIMINELLE die Gesetze brechen – indem sie „Raub“ begehen. 2.) Herbert Ludwig erkennt – daß die JUSTIZ nicht funktioniert – weil die Gesetzes-Brüche „…im Schleier des Rechts…“ vollzogen werden!“ Nein, Herr Möllmann, das ist nicht meine Erkenntnis. Die Eigentümer, die den Gewinn einstecken, sind keine Kriminellen, sie handeln im Rahmnen des geltenden Rechts. In diesem Rahmen funktioniert die Justiz, weil es keine Gesetzesbrüche gibt. Worauf es ankommt, ist, dass dieses geltende Recht von einem höheren Gerechtigkeits-Gesichtspunkt – dem wahren Recht, wenn Sie so wollen – Unrecht ist. Man könnte auch sagen,… Read more »
Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann
. . . DANKE für Ihre schnelle Antwort. . Verstehe ich Sie dann richtig – daß die hoch gelobte GEWALTEN-TEILUNG zwischen angeblich „gewählter Regierung“, angeblich „unabhängiger Justiz“ & angeblicher „Pressefreiheit“ in der Realität NICHT funktioniert . . . ? . Egal ob Diktatur, Kommunismus, Kapitalismus oder Demokratie – IMMER gelingt es der Regierung scheinbar – sowohl Justiz als auch Medien auf „Linie“ zu bringen, oder „gleich zu schalten“ . . . ? . DANN MÜSSTE DIE URSACHE FÜR EIN DERARTIG CHRONISCHES VERSAGEN ALLER BEKANNTEN POLITISCHEN SYSTEME DOCH LOGISCHERWEISE AUSSERHALB DER UNTERSCHIEDLICHEN SYSTEME LIEGEN . . . ? . Und genau… Read more »
beta-blogger
Gast
beta-blogger

Sagen Sie mal,
@KBM:
Dieser Ron L. Hubbard – der gehört doch in den Bereich des Proto-Punk, in der Nachfolge von The Damned, Iggy Pop und den Sex Pistols, right?

beta-blogger
Gast
beta-blogger

Sorry,
KBM,
hatte mich vertan! Es handelt sich natürlich um den schottischen Porno-Darsteller, der nach seiner Film-Karriere einen florierenden Online-Handel für LSD und Meth begründet hat.
Weiß man ja…

Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann

. . .
KBM schrieb:
.
„DARUM besteht jede „offizielle“ Kritik an Hubbard auch aus reiner perfider Diffamierung der Person & niemals aus einer wissenschaftlichen Kritik des WERKES von Hubbard & dazu zielt die Kritik regelmäßig nur auf die Bereiche UNTERHALB der Gürtellinie – niemals jedoch auf ehrlichem & wissenschaftlichem Niveau – denn die Regierungs-Kriminellen WISSEN GENAU, daß sie JEDE wissenschaftlich EHRLICHE Überprüfung mit Pauken & Trompeten verlieren würden . . .“
.
DANKE für die BESTÄTIGUNG meiner Aussage !

Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann
. . . Aktuelles Beispiel – WIE KORRUPT DIE JUSTIZ SELBST IN UNSERER WESTLICHEN DEMOKRATIE IST – am Beispiel des australischen KRIEGS-VERBRECHEN-AUFKLÄRERS Julian Assange: . Obwohl die ursprüngliche FAKE-BESCHULDIGUNG gegen Julian Assange einer angeblichen Vergewaltigung einer Schwedin mit CIA-Kontakten in Schweden durch Julian Assange inzwischen als von westlichen Regierungs-Kriminellen „frei erfunden“ & damit „haltlos“ erledigt ist – hält die kriminelle englische Justitz den AUFKLÄRER der abscheulichen US-VEREBRECHEN im IRAK weiter in der Botschaft Equadors mitten in London widerrechtlich gefangen – ENTGEGEN den Menschen-Rechten & dem ALLGEMEINEN VÖLKER-RECHT und vor allem entgegen englischem & europäischem Recht – nur um DEN ÜBERFÜHRTEN… Read more »
H. Ludwig
Gast
@Karl Bernhard Möllmann „Verstehe ich Sie dann richtig – daß die hoch gelobte GEWALTEN-TEILUNG zwischen angeblich „gewählter Regierung“, angeblich „unabhängiger Justiz“ & angeblicher „Pressefreiheit“ in der Realität NICHT funktioniert . . . ? . Egal ob Diktatur, Kommunismus, Kapitalismus oder Demokratie – IMMER gelingt es der Regierung scheinbar – sowohl Justiz als auch Medien auf „Linie“ zu bringen, oder „gleich zu schalten“ . . ? DANN MÜSSTE DIE URSACHE FÜR EIN DERARTIG CHRONISCHES VERSAGEN ALLER BEKANNTEN POLITISCHEN SYSTEME DOCH LOGISCHERWEISE AUSSERHALB DER UNTERSCHIEDLICHEN SYSTEME LIEGEN . . . ?“ So ist es. Es reicht heute weitgehend, die modernen Medien in… Read more »
Karl Bernhard Möllmann
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Karl Bernhard Möllmann

. . .
DANKE !

hubi stendahl
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hubi stendahl
Meiner Meinung nach muss es keine posthumanistische Zukunft geben. Herbert Ludwig zeigt in seinem Artikel (aus der einzig richtigen Sicht der natürlichen Ethik) die wichtigsten Zusammenhänge zu den Fehlallokationen eines überkommenen Systems auf, das auf den Müllhufen der Geschichte gehört. Das hat nichts mit Gut und Böse, sondern mit Entwicklung zu tun. Wäre die Entwicklung der Menschheit ohne dieses seit der Arbeitsteilung existierende (Geld)-System denkbar gewesen? Ich meine nein. Ohne den Antrieb über das System zu Anerkennung und Wohlstand zu kommen, wären die technischen Entwicklungen die uns heute bis in den Weltraum führten, nicht möglich gewesen. Die Zusammenhänge sind anhand… Read more »
Irme
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@stendahl

Eine Wahrheit die leider, aufgrund der menschlichen Natur, auch zu viel Leid geführt hat. Ich würde jedoch nicht das Geldsystem inklusive des Zinssystems als Ursachen benennen, sondern es die emotionsgesteuerte Entscheidungsfindung.
Ich würde sogar soweit gehen und ihre Theorie dahingehend ergänzen:
Es wurde eine Möglichkeit entdeckt, wie der Aufbau des Systems, die abzuschöpfende Gewinne, und die technischen Entwicklungen in kürzerer Zeit, mit mehr Risiken (Kriege, Seuchen, Tote usw.), realisiert wurden.

dragaoNordestino
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@Irme

Ich würde sogar soweit gehen und ihre Theorie dahingehend ergänzen:….

@stendahl hat keine Theorie… beziehungsweise keine NEUE. Stendahls Theorie ist von nicht all zu weit hergeholt: Rassismus plus Sozialstaat.

Na ja, wer darauf reinfällt hat wohl nicht alle… Adolf Nazi lässt grüssen..

Irme
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stendahl ist einer der wenigen hier im Forum, der sich der Realität nicht verschließt und auch unangenehme Wahrheiten bereit ist auszusprechen. Von ihresgleichen hört man nur ewiges gejammere. Gleichzusetzen mit der Häufigkeit, die ihresgleichen hier präsent sind, tippe ich bei ihnen auf ein Überangebot an Freizeit; etwas was man nur von Studenten oder Unterbeschäftigten kennt.
Adolf lässt grüßen..

dragaoNordestino
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@stendahl

Wir müssen uns als globale Gesamtheit, als Gemeinschaft die natürliche ethische Sichtweise von Herrn Ludwig zu eigen machen und dafür kämpfen, dass der Mensch wieder in die Natur eingebettet wird, statt ihn als außenstehenden Designer zu verstehen.

WIR MÜSSEN..????

Wie kommen Sie darauf, dass dieser Weg der einzige richtige ist und….erneuter Zwang soll also eine befreiende Zukunft einläuten.?

Und wer soll das durchsetzen.? Der Staat.? Fazit :Noch mehr Staat..noch mehr Repression…Sozialismus hoch 10.?

Erstaunlich…

H. Ludwig
Gast
@dragaoNordestino Worin besteht bei meinen Vorschlägen der Zwang? Zwang allergrößten Ausmaßes herrscht seit langem durch die jetige (Un-)Rechtslage, indem die Massen zwangsweise ausgebeutet werden und verarmen, und indem der ungerechtfertigte ungeheure Reichtum die politische Macht ursupiert und die Fassaden-Demokratie zur Oligarchie deformiert hat und diese Plutokratie die Massen global unterdrückz und in Kriege und Verelendung hineinzwingt. Man braucht nur durch einsichtige Abgeordnete das jetzige Eigentumsrecht am Unternehmenskapital in der im Artikel angedeuteten Weise zu modifizieren. Das würde überhaupt nicht mehr Staat bedeuten, eher weniger, da bei gerechtem Lohn der ganze aufgeblähte Sozialstaat weitgehend hinfällig würde. Mit Sozialismus hat das nichts… Read more »
dragaoNordestino
Gast

@Ludwig

Worin besteht bei meinen Vorschlägen der Zwang?

Mein Kommentar bezog sich auf das MÜSSEN WIR des netten @stendahls.

Obschon auch Ihnen zu sagen wäre, dass es einfach ist zu sagen:“Jetzt machen wir ein neues System“… jedoch dies in der Realität gar nicht so einfach sein dürfte.

Gerechte Löhne, gerechte Lohndeckelung, gerechte Besteuerung von Spekulationsgeldern sowie teilweise Vernichtung von Erbschaften (ab 50 Millionen) sowie Deckelung von Landbesitz etz. halte ich auch im gegenwärtigen System für möglich….und verweise dabei auf die Beiträge von @K.B.M….. denn es ist wie dieser beschreibt.