Worin die Katalanen irren

Straßenszene in Barcelona © GEOLITICO Straßenszene in Barcelona © GEOLITICO
Mit einer Loslösung von Madrid tauschen die nach Selbstbestimmung strebenden Katalanen eine Fremdbestimung gegen eine neue durch eine katalanische Regierung.

Der Unabhängigkeitsversuch Kataloniens, der Spanien in Atem hält, ist kein singuläres Ereignis. „Was dort in Spanien geschieht, hat das Potenzial, ganz Europa nachhaltig zu erschüttern“, schrieb Günther Lachmann hier auf „GEOLITICO“, „allerorten streben Regionen nach Autonomie.“ Nicht nur schwele der nach wie vor ungelöste Unabhängigkeitskonflikt in Südtirol, „in Italien rufen die Lombardei und Venetien nach mehr Autonomie, viele Schotten wollen raus aus Großbritannien. Bald werden vielleicht die Korsen ins gleiche Horn stoßen.“[1] Und der jahrzehntelange gewaltdurchsetzte Baskenkonflikt, muss man hinzufügen, ist nur mühsam befriedet worden.

Und G. Lachmann beklagt zu Recht, dass die Berichte der Medien an der Oberfläche bleiben; die Frage nach den Ursachen, die in den spezifischen kulturellen Werten und Traditionen dieser Volksgruppen liegen könnten, in denen die Menschen gegenüber der zunehmenden Globalisierung ihre Wurzeln und ihre Identität suchen, werde kaum gestellt. Wie bei der Weltfinanzkrise 2007 und der Euro-Krise 2010 blieben „die im tiefen Innern brodelnden Kräfte“ ausgeblendet.

Doch es fragt sich, ob diese im tiefen Innern brodelnden Kräfte, die in diesen Bestrebungen nach Selbständigkeit eruptiv hervorbrechen, nicht primär in den regionalen Gemeinschaften, sondern unabhängig davon noch tiefer im einzelnen Menschen selbst liegen.

Streben nach individueller Freiheit

Der europäischen Geschichte liegt seit dem Griechentum das unbewusste und immer bewusster werdende Streben der Menschen zur freien, sich selbst erkennenden und sich selbst bestimmenden Individualität zugrunde. Es ist letztlich dieser Impuls, der als gegen alle Widerstände gärende Kraft die ganze geistige und gesellschaftliche Entwicklung der europäischen Völker in der neueren Zeit verändernd bestimmt und vorangetrieben hat. Er bedeutet, dass heute der einzelne Mensch nicht mehr wie früher für die Gemeinschaft da ist, die über ihm steht, sondern die Gemeinschaft für den Einzelnen da sein muss, also dafür, die Entwicklung des Einzelnen zu Freiheit und Selbstbestimmung zu fördern.

Dies ist in den westlichen Demokratien erst teilweise erreicht. In der Französischen Revolution wurde die absolutistische Macht vom Thron gestoßen, aber Freiheit nur als Freiheit vom Joch der Königs- und Adelsherrschaft verstanden. An deren Stelle trat die „Herrschaft des Volkes“ bzw. die Herrschaft einer gewählten Gruppe von Volksvertretern, einer Oligarchie. Damit ist die Befreiung des Menschen auf halbem Wege stecken geblieben, bis heute. Denn es geht darum, die Herrschaft eines oder mehrerer Einzelner in eine Herrschaft aller Einzelnen umzuwandeln, d. h. durch das Selbstbestimmungsrecht des einzelnen Bürgers den obrigkeitsstaatlichen Fremdbestimmungsanspruch überhaupt abzulösen.

In den alten theokratischen Hochkulturen war es die dem Einzelnen übergeordnete Gemeinschaft, die ihn unter der Führung des Herrschers geistig leitete, umfassend wirtschaftlich versorgte und staatlich schützte. Dies wird auch im heutigen demokratischen Einheitsstaat noch immer weitgehend in bürokratisch perfektionierter Form fortgeführt. Erstarrte Denkstrukturen realisieren nicht, dass es nicht mehr Anliegen des Staates sein kann, über seine Sicherheits-Aufgaben hinaus zentral die wirtschaftliche Versorgung und die geistig-kulturelle Entwicklung der Menschen irgendwie inhaltlich zu lenken oder zu bestimmen. Denn unter der Führung der jetzt „demokratisch“ Herrschenden wird dadurch „von oben“ die Freiheit und Selbstbestimmung der einzelnen Menschen gerade ausgeschaltet. Ein „Oben“ darf es in der Gleichheit der Freien überhaupt nicht mehr geben. Es bringt immer ein „Unten“ mit sich, das untergeben, untertan ist und Freiheit wie Gleichheit aufhebt.

Die zentrale Lenkung

Spanien ist eine zentral regierte parlamentarische Monarchie, die sich in 17 Autonome Gemeinschaften oder Regionen gliedert. Diese haben zwar keine Eigenstaatlichkeit wie die Länder eines Bundesstaates, verfügen aber dennoch über einen Kompetenzumfang, der etwa dem der deutschen Länder vergleichbar ist. Katalonien gehört neben dem Baskenland, Galicien und Navarra zu den eigenwilligsten Regionen, was darin zum Ausdruck kommt, dass sie als „historische“ Autonome Gemeinschaften durch ein besonders hohes Maß an eigenen Befugnissen in Gesetzgebung und Verwaltung hervorragen. „Unter anderem verfügt Katalonien über eine eigene Polizeieinheit, die Mossos d’Esquadra, die nach und nach die Aufgaben der spanischen Polizei auf katalanischem Gebiet übernimmt. Auch in zahlreichen anderen Politikfeldern, so etwa der Bildungs-, der Gesundheits- und der Wirtschaftspolitik, verfügt Katalonien über weitreichende Kompetenzen.“ (Wikipedia)

Die eigene Sprache und die Besonderheiten der eigenen Kultur sind also, nach langen Kämpfen, respektiert und insbesondere mit dem Bildungswesen in eigener Hand. Das Unabhängigkeitsstreben der Katalanen kann daher nicht darin seine Ursache haben, dass die eigene Kultur unterdrückt wäre und befreit werden müsste, um darin ihre Identität zu finden oder zu bewahren. Trotzdem sind sie gegen jede zentrale Reglementierung aus Madrid überaus empfindlich.

Katalonien ist die wirtschaftsstärkste Autonome Gemeinschaft Spaniens. Es zählt (wie auch das Baskenland) zu den am frühesten und intensivsten industrialisierten Regionen Spaniens. Entsprechend hoch sind seine innerstaatlichen Transferleistungen nach Madrid. Viele Katalanen sehen darin den „Grund für die hohe Verschuldung der wirtschaftsstarken Region. Dieser Nettotransfer betrage jährlich bis zu 16 Milliarden Euro, das sind acht Prozent des katalanischen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Dieser Anteil sei etwa zehnmal so hoch wie der, den die Hauptzahler im deutschen Länderfinanzausgleich abführen“ (Wikipedia).

An der hohen Verschuldung, die insbesondere mit dem Platzen der irrsinnigen Immobilienblase zusammenhängt, hat auch Katalonien selbst seinen Anteil. Und außerdem werden diese Zahlen „von anderer Seite in Zweifel gezogen, so sei der Nettobeitrag Kataloniens überschätzt worden, bzw. sei kleiner als der Beitrag der Region Madrid und habe 2015 bei nur 3,2 Milliarden gelegen.“ Stein des Anstoßes sind also überhaupt die Gesetze der Zentralmacht, durch die die Früchte des eigenen Fleißes für andere abgeschöpft werden..

Es sind Unwille und Empörung des Menschen gegen jede Reglementierung von außen, die in den Katalanen aufgrund ihrer historisch umkämpften Eigenheit besonders ausgeprägt sind. Die Lösung sehen sie nur in der Befreiung von Madrid, bemerken aber (noch) nicht, dass die gesetzliche Reglementierung des Menschen von außen in der kleineren Einheit Katalonien ebenso stattfindet, nur dass sie an den Entscheidungsträgern näher dran sind. Aber eine Fremdbestimmung des Menschen herrscht in jedem parlamentarischen System, insofern es historisch unreflektiert eine obrigkeitsstaatliche Regelungskompetenz aller Lebensgebiete, also auch die der Kultur, der Bildung und des Wirtschaftslebens behauptet.

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker

Viele Katalanen beanspruchen, eine eigene Nation zu sein und berufen sich auf das „Selbstbestimmungsrecht der Völker“, das allgemein als geltende Norm des Völkerrechts anerkannt ist. Danach kann ein Volk frei über seinen politischen Status, seine Staats- und Regierungsform und seine wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung entscheiden. Das klingt eingängig freiheitlich. Es ist ein „Kollektivrecht“, mit dem das Selbstbestimmungsrecht, das sonst dem Einzelnen zusteht, auf eine Menschengruppe übertragen wird, hier jedoch nicht mehr ein Recht einzelner Bürger, sondern das der Gesamtheit als einer überpersönlichen Gemeinschaft sein soll.

Aber jemand muss es bestimmen, diejenigen, die das Ganze zu repräsentieren beanspruchen. Damit wird das Selbstbestimmungsrecht zur Verlockung für Usurpatoren, die es nach zwei Richtungen instrumentalisieren: Entweder unterdrücken Mehrheiten, die sich für das Volk erklären, die Rechte von Minderheiten oder vertreiben sie; oder Minderheiten schließen sich ab und sprengen die bisherige Gemeinsamkeit, die das nicht hinnehmen will.

Es ist nicht definiert, was ein Volk ist, und so bleibt „in einem Nebel nützlicher Unbestimmtheit“ (Ralf Dahrendorf), welche Gemeinschaften es geltend machen können. Die Völker leben auch vielfach nicht schön abgegrenzt nebeneinander, sondern durchmischt. Insbesondere in Ost- und Südosteuropa gibt es viele Enklaven anderer Völker oder Durchmischungen, die Familienangehörige zu Teilen von zwei oder drei Völkern machen. Katalanen leben auch in Valencia, auf den Balearen, im französischen Roussillon, in Andorra und in Alghero auf Sardinien. Welch fürchterliche soziale Sprengkraft lag und liegt überall in der Konsequenz dieses „Kollektivrechtes“.

„Der Begriff Selbstbestimmungsrecht der Völker entstand im 19. Jahrhundert als nationalistische Kampfparole. Im Ersten Weltkrieg wurde sie propagandistisch benutzt. Das geschah auch von deutscher Seite, um die baltischen und die ukrainischen Nationalbewegungen gegen Russland aufzuwiegeln; an führender Stelle verfochten jedoch Lenin und US-Präsident Wilson dieses Prinzip.[2]

Wilson suchte ein Prinzip, Österreich-Ungarn in seine Bestandteile aufzulösen.

„Wenige Wochen nach dem Ende 1918 geschlossenen Waffenstillstand machte sich US-Außenminister Robert Lansing Gedanken, welchen gefährlichen Geist sein Präsident aus der Flasche gelassen habe: ´Das ganze Wort „Selbstbestimmung“ ist bis zum Rand mit Dynamit geladen. Welch ein Verhängnis, dass dies Wort je geprägt wurde! Welches Elend wird es über die Menschen bringen! Welche Wirkung wird diese Formel zum Beispiel auf die Iren, die Inder, die Ägypter und die Burennationalisten haben? Werden sich nicht die Mohammedaner in Syrien und Palästina und womöglich auch in Marokko und Tripolis darauf berufen? Wie lässt sich dieses Prinzip mit dem Zionismus in Einklang bringen?` Lansing befürchtete, die so freiheitlich anmutende Formel werde Völkerhass, Diskriminierung, ja Mord und Totschlag befeuern und viele Volksgruppen anstecken. Der Mann behielt recht.“ Anm. 2

Das Pariser Friedensdiktat führte – unter Missachtung des Selbstbestimmungsrechts der Deutschen und Österreicher – zur Gründung Polens, der Tschechoslowakei und Jugoslawiens, zu zahlreichen Abstimmungen über strittige Gebiete, begleitet von unzähligen Gewaltakten. Es ist „ein Kampfbegriff um die Etablierung von Macht“, wie Ralf Dahrendorf pointiert formuliert. Das Volk, dessen Egoismus angestachelt wird, ist oft nur notwendiges Instrument der Machtergreifung. Dieses kollektive Recht diente in aller Regel der Unterwerfung von Menschen, nicht ihrer Befreiung. Es ist eines der großen Irrtümer und Ursachen der Katastrophen des 20. Jahrhunderts, „ein Instrument der Entzivilisierung und Barbarisierung“, „ein Zeugnis der Unfähigkeit zur Freiheit in Vielfalt. Es wird Zeit, dass es aus dem Wortschatz der internationalen Politik verschwindet.“[3]

Auch den Machthabern in Katalonien gehe es nur um die eigene Macht, berichtete der 37 Jahre in Barcelona lebende Luis Espiga, überhaupt nicht um die Selbstbestimmung der in Katalonien lebenden Menschen selbst, die im Übrigen nur zu ca. 40 % Katalanen seien. Für eine Abspaltung bestehe überhaupt kein Grund, da man eine weitreichende kulturelle und auch wirtschaftliche Autonomie habe. Bezeichnend für die z. T. nationalistisch sich abschließenden Tendenzen sei, dass Schulen nur finanziell unterstützt würden, wenn sie einsprachig Katalanisch unterrichten und nicht auch noch Spanisch. Letztlich handele es sich einen Machtkampf zwischen den Machthabern in Katalonien und den Machthabern in Madrid.[4]

Ein unsinniger Rechtsbegriff

„Selbstbestimmungsrecht der Völker“ ist ein unsinniger Rechtsbegriff. Nur die einzelnen Menschen können ein Recht auf Freiheit und Selbstbestimmung haben, die sie wie die anderen Menschenrechte vor Eingriffen der Macht insbesondere schützen sollen. Treffend schreibt Ralf Dahrendorf: „Rechte, Bürgerrechte zumal, sind ein wertvolles Erbe der großen Revolution vor 200 Jahren. Dabei geht es stets um Rechte des Einzelnen: das Recht auf Unversehrtheit der Person, das Recht auf freie Meinungsäußerung. Der oder die Einzelne hat solche Rechte gegenüber allen, die sie zu beschränken suchen, und insbesondere gegenüber Machthabern. Bürgerrechte weisen immer die Mächtigen in ihre Schranken.“[5]

In dem Maße, in dem das Recht auf Selbstbestimmung und Freiheit der einzelnen Menschen gegen die Herrschenden durchgesetzt und realisiert ist, ist auch das Volk frei und „selbstbestimmt“.

Rudolf Steiner übte schon während und nach dem Ersten Weltkrieg die heftigste Kritik an der vom Westen ausgehenden Parole vom Selbstbestimmungsrecht der Völker. „Man redet da von Völkerfreiheit und meint dabei nicht die wirkliche Freiheit der Menschen, sondern eine schimärische Kollektivfreiheit von Menschenzusammenhängen, wie sie sich in den westeuropäischen Staaten und in Amerika herausgebildet haben.“[6] Die „Kollektivfreiheit der Völker“ könne nur aus den allgemeinmenschlichen Impulsen der individuellen Freiheit hervorgehen. „Die Völkerbefreiung ist möglich. Sie kann aber nur das Ergebnis, nicht die Grundlage der Menschenbefreiung sein. Sind die Menschen befreit, so werden es durch sie die Völker.“[7]

 In einem Vortrag brachte er, um die vernebelnde Begrifflichkeit zu klären, einen Vergleich mit der grünen Wiese, bei der wir uns bewusst sind, dass es nur die einzelnen Pflanzen sind, die grün sind. Die Grünheit der Wiese besteht in der Grünheit der einzelnen Pflanzen. Wollte ich die Grünheit der Wiese ohne das konkrete Grün der einzelnen Pflanzen, „da müsste ich die Wiese grün anstreichen, dann wäre sie aber wahrhaftig nicht eine grüne Wiese.“ Ich darf also nicht so verworren denken, als ob die Grünheit der Wiese dem Ganzen zukommen könnte. Die Grünheit der Wiese ist ein Abstraktum, „welches zusammenfasst die einzelnen Konkreta, die grünen Pflanzen.“[8]

 Diese Klarheit der Begriffsbildung muss auch herrschen in Bezug auf „Freiheit“ und „Recht“, die

konkret nur anzuwenden sind in Bezug auf den einzelnen Menschen, wie die Grünheit konkret auf die einzelnen Pflanzen, und dass, wenn ich von Recht und Freiheit der Völker spreche, ich nur meinen kann ein Abstraktum, so wie die Grünheit der Wiese. Heute aber wird die verlogenste Devise, die es geben kann, fast über die halbe Welt hin gestreut, indem geredet wird von etwas, was man erkämpfen will im Namen von Recht und Freiheit der Völker, was solch ein Unsinn, eine solche Torheit ist, wie die Grünheit der Wiese eine Torheit ist, wenn man meint, man könne die ganzen Pflanzen der Wiese anstreichen, statt dass die Wiese grün ist durch die einzelnen Pflanzenindividuen. Dennoch wird durch die heutige Benebelung der Völker mit dem falschen Nationalitätsprinzip geredet von dieser törichten Devise: Recht und Freiheit der Völker.“ Anm. 8

Vom seelisch-geistigen Gesichtspunkt aus kann man auch sagen: Das „Volk“ ist kein konkretes persönliches Wesen mit einem Ich, einem „Selbst“, wie der Mensch. Das Volk hat kein „Selbst“, das sich bestimmen könnte. Selbstbestimmung bezieht sich dem Begriffe nach stets auf den einzelnen Menschen. Sie bedeutet die Unabhängigkeit von jeder Art von Fremdbestimmung und die Bestimmung des Handelns nur aus dem eigenen Selbst, aus dessen eigener Erkenntnis und Kompetenz. Das Volk besteht aus einzelnen Menschen, die in einer gemeinsamen Kultur miteinander verbunden sind. Und wenn einzelne Menschen oder eine Mehrheit „für das Volk“ bestimmen, entscheiden sie über andere Menschen und schließen deren Selbstbestimmungsrecht aus.

Realisierung der Selbstbestimmung des Menschen

Nicht nur die Katalanen und Basken, alle Spanier brauchen Freiheit und Unabhängigkeit von Gesetzen, die ihre individuelle Selbstbestimmung aufheben, ob sie im Zentrum Madrid oder in Barcelona, in Vitoria-Gasteiz im Baskenland oder in anderen regionalen Hauptstädten gemacht werden. Und so ist es überall in Europa, wo der aus obrigkeitsstaatlichen Verhältnissen überkommene omnipotente Einheitsstaat – gleichgültig ob totalitär, monarchisch, republikanisch oder demokratisch verfasst – , der noch im EU-Superstaat überhöht wird, alle Lebensgebiete gesetzlich reglementiert.

Der Staat muss von der Selbstbestimmung des Menschen her konsequent neu gedacht werden. Die Herrschenden greifen heute noch tief in die Autonomie und Selbstbestimmung des Bürgers ein, wenn sie ihn z. B. in staatliche Kranken-Versicherungen zwingen, in denen zudem bestimmte Therapierichtungen begünstigt und andere benachteiligt werden. Dies ist obrigkeitsstaatliches Denken, das ebenso im staatlich gelenkten Bildungssystem, in Staatstheatern, öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehsendern, in vielen gezielten Eingriffen in das Wirtschaftsleben und nicht zuletzt im Machtinstrument des staatlichen Geldsystems seine Fortsetzung findet.

Man muss sich klarmachen, dass diese unterdrückende Fremdbestimmung durch den Staat nur dadurch beendet werden kann, dass der Staat auf seine eigentliche Aufgabe, für ein menschenwürdiges Rechtsleben zu sorgen, reduziert und ihm die inhaltliche Gesetzgebungskompetenz für die Kultur, einschließlich Bildung, und das Wirtschaftsleben entzogen wird. Diese müssen als vom Staat unabhängige Lebensbereiche konstituiert werden, die sich aus sich selbst heraus, aus ihrer eigenen geistigen Kompetenz, d.h. aus der Erkenntnis- und Gestaltungsfähigkeit der dort sachkundig handelnden Menschen – horizontal koordinierend – selbst organisieren und verwalten. Nur so kann die Selbstbestimmung der dort tätigen Menschen gesichert werden. Eine solche Aufgliederung des Staates hat Rudolf Steiner bereits vor 100 Jahren unter dem Begriff „Dreigliederung des sozialen Organismus“ gefordert.

Sie ist auf GEOLITICO schon von verschiedenen Seiten beschrieben worden, so dass zur Vertiefung insbesondere auf folgende Artikel von Herbert Ludwig verwiesen sei:

Wider die zunehmende Totalisierung

Warum unsere Demokratie versagt 

Wir müssen radikal anders denken

 

Anmerkungen

[1] Günther Lachmann, „Ganz Europa ist Katalonien“, GEOLITICO vom 5.11.2017

[2] Götz Aly in berliner-zeitung.de 24.3.2014

[3] Ralf Dahrendorf in zeit.de 28.4.1989

[4] am 20.11.17 in einem Vortrag im Forum3 in Stuttgart

[5] Ralf Dahrendorf a.a.O.

[6] Rudolf Steiner: Aufsätze … GA 24, Dornach 1961, S. 344, 345

[7] a.a.O. S. 359

[8] Rudolf Steiner, Vortrag vom 11.9.1916 in Gesamt-Ausg. Nr. 272, S. 317

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Über Herbert Ludwig

Herbert Ludwig war viele Jahre Lehrer an einer Freien Waldorfschule. Er befasst sich schwerpunktmäßig mit den inneren und äußeren Bedingungen der Entwicklung des Menschen zur Freiheit und mit den Hintergründen der „europäischen Integrationsbewegung“, woraus seine Schrift „EU oder Europa?“ und Artikel auf seiner Webseite hervorgegangen sind Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

60 Kommentare zu Worin die Katalanen irren

  1. Was für ein Geschwurbel. Erst soll uns suggeriert werden, dass […] „allerorten streben Regionen nach Autonomie.“ Die Bestrebungen von Südtirol sind schon uralt und auch die Schotten begnügen sich vorerst mit ihrem abgehaltenem Referendum. Wen genau meint also der Autor?

    „Nicht nur die Katalanen und Basken, alle Spanier brauchen Freiheit und Unabhängigkeit von Gesetzen, die ihre individuelle Selbstbestimmung aufheben, ob sie im Zentrum Madrid oder in Barcelona, in Vitoria-Gasteiz im Baskenland oder in anderen regionalen Hauptstädten gemacht werden“

    Der Autor hat wohl nichts gegen ein bischen Selbstbestimmungsrecht und das begleitende Chaos, was dann in Spanien ausbrechen wird, wenn jeder meint Spanien in die Zeit des Mittelalters zu überführen. Diese Banane wird niemand dem Autor abkaufen, der eins und eins zusammenzählen kann. Es geht weder um echte Freiheit noch um Unabhängigkeit, sondern Spanien soll weiter instabil bleiben, auf dass äußere Feinde von Europa`s bzw. Spanien`s Krise profitieren können.

  2. Ein Kompass“ auf dem Meer des Wandels: Die goldenen Regeln von natürlichen Wachstum (physiologisches und pathologisches Wachstum)

    Beim natürlichen Wachsen, dehnt sich ein Organismus mit der Zeit räumlich aus. Es gibt dabei ein qualitatives Wachstum und ein quantitatives; beides ist eng miteinander verbunden. Beim qualitativen Wachstum beobachtet man, dass die Untereinheiten (Organe) eines Organismus immer in ihren Strukturen ständig komplexer werden. Dabei werden sie in sich immer vielfältiger, nehmen dabei aber i. d. R. ein immer kleineres Volumen ein. Deshalb läuft das natürliche Wachstum in quantitativer und in qualitativer Hinsicht immer gegen einen Grenzwert. Die räumliche Expansion ist deshalb stabil, weil eine große Vielfalt von Strukturen den eingenommenen Raum abstützt. Die innere Ordnung des gesamten Organismus steigt. Nicht nur die Vielfalt, sondern auch die Zahl der Untereinheiten nimmt zu (quantitatives Wachstum). Die Untereinheiten nehmen spezielle Aufgaben wahr. Trotzdem hat eine jede Zelle in den einzelnen Organen noch einen eigenen Grundstoffwechsel, der sie am Leben erhält. Auf dessen Basis werden dann spezielle Aufgaben übernommen. Je komplexer ein Organismus wird, desto autonomer werden die Untereinheiten. Sie ziehen immer mehr der Steuerungsaufgaben an sich, die ihre innere Funktion vor Ort regeln. Dadurch werden die Leitungssysteme verkürzt, welche die Regelprozesse vermitteln. Die Regelung kann schneller ablaufen, das verkürzt die Reaktionszeit. Das Nervensystem beschränkt sich immer mehr auf grundlegende Steuerungsaufgaben und „entmachtet sich“ fortlaufend selber. Je komplexer und größer ein Organismus in der Natur wird, desto mehr Kompetenzen haben die Untereinheiten. Die Einheiten bilden eine flexible Ordnung aus. Auch wenn das Gehirn die zentralen Steuerkompetenzen wahrnimmt, steht es nicht an erster Stelle. Organismen sind deswegen keine hierarchischen Systeme, weil jedes System oder bestimmte Systemgruppen zusammen in bestimmten Lebenssituationen zeitlich begrenzt dominieren kann, wenn dies sein muss (man denke an die geänderten organischen Funktionen bei einen Kreislaufkollaps und deren Steuerung). Das nennt man Heterarchie. Organismen sind offene Systeme und stehen in einem regen Austausch von Energie, Stoffen und Information mit der Umgebung. Eine Hierarchie ist ein zentralistisches System, das auf Geschlossenheit bedacht ist. Es geht nach dem II. Hauptsatz der Thermodynamik stets dem eigenen Untergang entgegen, da es seine innere Ordnung schon aus physikalischen Gründen nicht aufrechterhalten kann. Es schottet sich ab, bekommt keine Information mehr und kann seine innere Struktur nicht mehr anpassen. Das kann nur eine offene Heterarchie (als offenes System), die sich ständig umbaut und verwandelt.

    Einige Beispiele pathologischen Wachstums instabiler Strukturen

    Quantitatives Wachsen ohne qualitative Struktur: Ein Wesen wächst wie eine Qualle und nimmt immer mehr Wasser auf, ohne es innen in kleine Kammern zu gliedern. Die Blase ist nicht stabil und platzt schließlich. Analogie: Die BMW-Werke in Dingolfing zogen in den letzten Jahren immer mehr Arbeitskräfte an sich. Mittlere Gewerbebetriebe und landwirtschaftliche Kleinbetriebe, also die inneren Strukturen Niederbayerns, gingen unter. Ergebnis ist eine riesige Monostruktur, die dann plötzlich platzt, wenn die Autonachfrage absinkt. Dann fallen die Menschen in das Bodenlose! Ergebnis: Elend, am Ende Mord und Totschlag!

    Qualitatives Wachstum ohne Quantität. Das ist wie ein Bonsai-Baum, der zwar strukturelle Vielfalt aufweist, aber trotzdem „mickerig“ bleibt (wie die BRD). Er wird in seiner Entfaltung „beschnitten“ .Analogie: Aufgrund räumlicher oder institutioneller Grenzen (z. B. politische und wirtschaftliche Interessen) können sich Strukturen nicht richtig entfalten. Das geschieht dann, wenn eine hohe (einseitige) Spezialisierung herrscht und den Menschen zu wenig Kapital und Freiraum zur Entwicklung neuer Ideen gegeben wird. Besonders patriarchale Systeme wie die BRD neigen deswegen zur strukturellen Verhärtung. Alles soll so bleiben, wie es ist! Ergebnis: Sklerose, Stagnation und Tod!

    Wachstum ohne strukturelle Vielfalt: Der Ameisenstaat. Alle Nachkommen sind genetisch identisch, also uniforme Klone. Von einer zentralen Königin wird alles gesteuert, alles ist auf sie ausgerichtet. Die Vielfalt ist stark eingeschränkt, alle Strukturen sind gleichförmig. Man kann zwar bis zu einer bestimmten Grenze wachsen, ist aber nicht sehr flexibel. Nur eine heterarchische Vielfalt ermöglicht eine flexible Reaktion, wenn sich die Umweltbedingungen schnell ändern. Analogie: China und die UdSSR als pathologische matriarchale Staatsformen. Alle Bürger sind gleich und wohnen in derselben „sozialistischen Platte“. Die Organisation der Steuerung ist sternförmig. Sie wird vom Zentrum zur Peripherie hin immer länger. Die Kompetenzen nehmen zu den Untereinheiten hin ständig ab. Ineffizient und in der Evolution ohne Chance! Ergebnis (historisch belegt): Zerfall und Untergang!

    Der Tumor, exponentielles Wachstum ohne Grenzen. Seine besonderen Kennzeichen werden in den folgenden Kapiteln besprochen. Die Analogie des Kapitalismus zum (bösartigen) Tumor wr hier schon oft Gegenstand einer eingehenden Diskussion. Ergebnis: Der Tod des Planeten!

    Wer „gescheit“ vom „wirtschaftlichen Wachstum parliert“, weiß nicht, wovon er spricht. Er hat keine Ahnung, was Wachstum in der Natur überhaupt ist und welchen auch für den Menschen und seine Ordnungssysteme verbindlichen Regeln es folgt. Er spricht im Zusammenhang mit der kapitalistischen Wirtschaftsexpansion durchwegs von pathologischem Wachstum, dabei vor allem von einem Tumor, der dabei ist, die ganze Welt zu zerstören. „Ein „Wirtschaftsweiser“ sollte bitte besser „anders“ benannt werden; Weisheit zu verbreiten, kann keinesfalls in Anspruch genommen werden.

  3. Auch ein Staatsorganismus hat den universalen Regeln des Wachstumes zu folgen.

    Auf der Ebene der Kommunen haben möglichst viele Regelprozesse zu laufen, um den Bürger eigenverantwortlich einzubinden und Probleme möglichst zeitnahe zu lösen.

    M. E. kommt der anarchistische Ansatz den natürlichen Vorgaben am nächsten. Die Katalanen haben mit der anarchistischen Kommune in Barcelona in den 30’er Jahren des 20. Jahrhuderts einen historischen Ansatz versucht, der von den pathologisch – hierarchischen Kräften zerschlagen wurde.

    Auch jetzt geht es -genau besehen- um einen Wettbewerb der Ordnungen, also präzise um die Auseinandersetzung zwischen Hierarchie und Heterarchie.

    Leider kennt die Natur immer nur so polare wie zueinander komplementäre Kräfte. Das bedeutet, dass die Heterarchie keineswegs die Formkräfte der Hierarchie ausschalten muss. Sie muss lediglich dafür sorgen, ein System offen und wandlungsfähig zu halten, damit es sich entwickeln kann.

    Haben die werten Mitforisten davon etwas bei der AfD gehört? Ohne Kenntnis und Beachtung zentraler Begriffe und Regeln natürlicher Organisation wird es sicher nicht gehen.

    • sehr interessante und nachvollziehbare Einsicht, durch den Vergleich mit ähnlichen Abläufen in der Natur

      für unsere komplexe Gesellschaft, brauchen wir die Fähigkeiten, Erfahrungen und Erkenntnisse möglichst vieler Menschen, deshalb:

      Netzwerke statt Hierarchien

      So werden Probleme sofort (zeitnah) im Netzwerk bekannt gemacht und gemeinsam nach Lösungen gesucht, während Hierarchien Rückmeldungen, vor allem negative, systematisch
      unterdrücken.

      Jeder Netzwerkteilnehmer wird bestmöglich motiviert das Ganze im Sinne aller zu verbessern. So können gemeinsam sinnvolle Lösungen erarbeitet werden und die Entscheidung für die beste Lösung hängt nicht mehr so sehr von Positionen, Sympathien oder vorteilhaften Beziehungen ab, sondern vom Glauben aller, durch einen entsprechenden Einsatz die bestmögliche Lösung zu finden und zu realisieren.

      Es zählen fundierte Argumente, Ideen und pragmatischer Einsatz und nicht die Stellung innerhalb der Hierarchie und die Machtbündnisse. So minimieren Netzwerke, die Möglichkeiten für Einzelne, praxisferne Regeln von oben herab aufzustellen.

      Der Leitgedanke von Netzwerken ist es: „Eigenes Wissen zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig vom Know how der anderen Netzwerkteilnehmer profitieren – gemeinsam wissen wir mehr.„

      Funktionierende Netzwerke machen also das Wissen aller Teilnehmer, dem Einzelnen zugänglich und umgekehrt.

      Alle können von der Vielfalt der Erfahrungen, Erkenntnisse, Ideen und Argumente jedes Einzelnen profitieren, während in hierarchischen Entscheidungssystemen viele gute Ideen einfach verloren gehen, beispielsweise weil sie wegen fehlender Motivation (Dienst nach Vorschrift, …) nicht mitgeteilt oder schlicht ohne sinnvolle Begründung von oben abgeschmettert werden

      In einem Netzwerk ist jeder konstruktive (logisch nachvollziehbare oder anhand von glaubwürdigen Quellen belegbare) Beitrag von Bedeutung, egal, von wem der Beitrag stammt. Wertvoll ist nicht der Teilnehmer, der einen Titel hat oder, wie dies bei Hierarchien der Fall ist, ganz oben steht, sondern der, der nachweislich (an seinen Taten gemessen, beispielsweise an der Zahl und der Qualität seiner schriftlichen Beträge) zum Erreichen des gemeinsamen Ziels beiträgt.

      Der Einfluß von Korruption, Machtbeziehungen und ausschließlichen
      Profitinteressen der Wenigen, bei denen sich die Macht konzentriert, wird minimiert und zwar deshalb, weil Netzwerke die Macht auf die Vielen verteilen und die Ergebnisse der Entscheidungsprozesse maschinell protokolliert werden und öffentlich zugänglich sind.

  4. Diese 10 000 Japnder sind sind Individuen. Ein jedes Individuum steuert seine Stimme selber. Der Dirigent steuert vergleichsweise wenig.

  5. Karl Bernhard Möllmann // 3. Dezember 2017 um 14:01 // Antworten

    . . .
    ZITAT € Herbert Ludwig:
    .
    „In der Französischen Revolution wurde die absolutistische Macht vom Thron gestoßen, aber Freiheit nur als Freiheit vom Joch der Königs- und Adelsherrschaft verstanden. An deren Stelle trat die „Herrschaft des Volkes“ bzw. die Herrschaft einer gewählten Gruppe von Volksvertretern, einer Oligarchie. Damit ist die Befreiung des Menschen auf halbem Wege stecken geblieben, bis heute.“
    .
    Wenn es nicht noch schlimmer ist – denn aus der „Herrschaft des Volkes“ (von grch.“Demos“ = Volk & „Kratos“ = Kraft) haben unsere „oberen 10.000“ inzwischen klammheimlich & GEGEN jedes Recht & GEGEN jedes Gesetz eine GEHEIM-Herrschaft einer winzigen CLIQUE von Räubern & Banditen gemacht – bestens VERSTECKT hinter den offiziellen Kulissen der politischen Macht & perfekt GETARNT.
    .
    Wenn wir also die „auf halbem Wege stecken gebliebene Befreiung des Menschen“ endlich vollenden wollen – gehört als erstes der GEHEIME SUMPF aus RECHTS-Brüchen, GESETZES-Brüchen & knallharten VERBRECHEN gegen die Menschlichkeit AUFGEDECKT, UNTERSUCHT & ABGESTELLT – BEVOR wir dann in FRIEDEN darüber philosophieren können, WIE diese FREIHEIT des Individuums denn am sinnvollsten für ALLE zur ENTFALTUNG kommen könnte . . . !

  6. Karl Bernhard Möllmann // 3. Dezember 2017 um 16:48 // Antworten

    . . .
    Selbstbestimmung ist KEIN Wort!
    .
    Selbstbestimmung sind ZWEI Worte:
    .
    1. Selbst
    2. Bestimmung
    .
    Für JEDES einzelne Individuum „funktioniert“ die SELBST-Bestimmung – weil ein jeder, also SELBST bestimmt – WIE, WO & unter WELCHEN Bedingungen er gerne leben will – und WAS er zu tun gedenkt.
    .
    Sobald ich aber ZWEI oder noch mehr Menschen unter diesem EINEN (1) HUT des „SELBST“ versammeln will – bekomme ich ein RIESEN-Problem – denn bereits die aller kleinste GRUPPE aus nur ZWEI (2) Menschen, hat bereits ZWEI völlig voneinender UNABHÄNGIGE „SELBST“ in sich vereinigt!
    .
    Eine noch so kleine Gruppe von Menschen hat also genau so viele „SELBST“ an Bord wie sie SEELEN oder HERZEN oder KÖPFE an Bord hat . . .
    Da KEINE Gruppe nur EIN (1) Herz hat, oder nur EINEN (1) Kopf oder nur EINE (1) Seele – KANN ES PER DEFINITION gar keine SELBST-Bestimmung einer Gruppe oder eines Volkes geben – HIER hat sich NEUSPRECH à la George Orwell eingeschlichen . . . !
    .
    SELBST-Bestimmung geht & gilt nur für das einzelne INDIVIDUUM!
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    Sobald zwei oder mehr Menschen etwas GEMEINSAM erreichen wollen – gibt es nur noch ZWEI (2) Methoden – die FALSCHE & die RICHTIGE.
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    FALSCH wäre hier JEDE Form von ZWANG & GEWALT von außen – gemeint ist JEDE Form der Regierung – die über die Köpfe der Gruppe hinweg entscheidet.
    .
    RICHTIG wäre hier JEDE Form von FREIER Entscheidung von innen – gemeint ist JEDE Form des Konsenses oder der harmonischen Mediation – unter Berücksichtigung ALLER Köpfe dieser Gruppe.
    .
    Von der angeblichen „SELBST-Bestimmung der Völker“ zu sprechen – ist also genauso irreführend – wie von irgend einer anderen speziellen LEBENS-QUALITÄT im Bezug auf die GANZE Menschheit!
    .
    Beispiel:
    .
    „LÄRM-SCHUTZ“
    .
    Für jeden Blockwart zwischen Zuffenhausen, Ingolstadt & München ist Auto-Lärm die Hölle auf Erden – und „LÄRM-SCHUTZ“ ist gleichbedeutend mit „Fahrverbot“, „Diesel-Verbot“, „Sonntags-Fahr-Verbot“, „Nacht-Flug-Verbot“, „lärm-Schutz-Wall“ & „Umgehungs-Straße“ – ALLES mit dem Traum-Ziel der „FRIED-HOFS-RUHE“ in der Großstadt.
    .
    Für jeden HARLEY-Fan ist „LÄRM-SCHUTZ“ dagegen der Schutz seines preisgekrönten „EXTRA-LAUT-AUSPUFF-ROHRES“ – möglichst mit Schall-Verstärker aus der Heimat seiner geliebten Harley . . .
    .
    So einer findet sich ebenfalls in JEDER größeren Gruppe.
    .
    WAS will ich damit sagen?
    .
    Sobald zwei oder mehr Menschen eine Gruppe bilden – kann es für diese Gruppe KEIN Selbst-Bestimmungs-Recht mehr geben – somndern nur noch ein möglichst FAIR & HARMONISCH ausgehandeltes Gruppen-Konzept, bei dem ALLE zu möglichst gleichen Teilen auf ihre Kosten kommen.
    .
    SELBST-BESTIMMUNG – das ist Harley für den Harley-Fan – und Friedhof für den Fan der ewigen Ruhe . . .

  7. Gratulation Herr Ludwig zu diesem Artikel und zum Abschied vom voelkischen Denken und es ist ausnahmsweise nicht zynisch gemeint. So richtig kann ich es aber noch nicht glauben.

    • @fofo
      Ich weiß nicht, was Sie unter „völkischem Denken“ verstehen. Wenn Sie damit nationalistisch meinen, also die Überhöhung eines Volkes zu Lasten anderer, werden Sie das in keinem meiner Artikel finden, ganz im Gegenteil. Völker als spezifische Kulturgemeinschaften sind aber eine Realität, die es zu erhalten gilt, denn die Menschheitskultur setzt sich daraus zusammen und wird davon jeweils befruchtet.

      Davon zu unterscheiden ist aber die staatliche Verfasstheit eines Volkes. Ein Staat kann auch mehrere Völker umfassen, was aber nur gutgehen kann, wenn das Kultur- und das Wirtschaftsleben nicht von einem Eiinheitsstaat zentral gelenkt, sondern von den dort frei Tätigen selbst koordinierend verwaltet werden.

      • Wenn ich „voelkisches Denken“ schrieb meinte ich es mit dem Schwerpunkt auf „Denken“. Leider war meine Skepsis angebracht. Um es zu aus modernerer Sicht zu erlaeutern : nach der klassischen Definition ist „eine Menge eine abstrakte Zusammenfassung bestimmter wohlunterschiedener Objekte unserer Anschauung oder unseres Denkens zu einem Ganzen“, in diesem Fall auf das „Volk“ bezogen. Vereinfacht gesagt besagt die auf dieser Definition aufbauende zweiwertige Logik bzgl „voelkischem Denken“ nichts anderes als „wir und die anderen“.

        Es ist nicht zu verkennen, dass die blosse Verwendung oder Akzeptanz des Begriffs „Volk“ egal ob unbewusst, oder bewusst mit zusaetzlicher Erklaerung versehen, oder in manipulativer Absicht automatisch die Verkerkerung des Subjekts in ein geistiges Gefaengnis bedeutet. Sie wollen aber anscheinend nicht die notwendige Konsequenz ziehen, den Begriff aus dem Wortschatz zu verbannen. Inwieweit andere von Ihnen verwendete Begriffe wie Nation und Kultur mit dem Ziel der Manipulation verwendet werden waere zu erlaeutern.

      • Falkenauge // 4. Dezember 2017 um 16:38 //

        @fofo
        Von dem Gesichtspunkt, dem Volk mit einem „Selbstbestimmungsrecht“ quasi den Status einer irdischen Rechtspersönlichkeit zu verleihen, die sich selbst bestimmen könne, ist das Volk, nicht nur für „eine moderne Sicht“ und einhe „klassische Definition“ (was immer das sein soll), eine „abstrakte Zusammenfassung“ von einzelnen Menschen, denen alleine Rechte zukommen können.

        Das bedeutet aber nicht, dass vom seelischen Gesichtspunkt aus dem Volk als Kultur- und Sprachgemeinschaft von Menschen keine Realität zukomme. Da muss man sich schon realitätsblind machen.

        Dem unverstellten kulturgeschichtlichen Blick zeigt sich, dass jedes Volk eine historisch gewachsene Kulturgemeinschaft bildet, in der die Menschen eine ganz spezifische seelische Grundhaltung zur Welt einnehmen und zu einer besonderen Art des gedanklichen, künstlerischen und religiösen Strebens hinneigen. In der Sprache, in Wortbildung und Wortgebrauch, in Grammatik und Syntax, in Redewendungen und bildhaften Ausdrücken offenbart sich am unmittelbarsten die seelische Konfiguration einer Volksgemeinschaft, die sich in Dichtung und Literatur ihren höchsten künstlerischen Ausdruck verschafft. Aber auch in den anderen Künsten wie der Malerei und der Musik, sowie in Wissenschaft, Recht und religiösem Leben prägt sich die seelische Eigentümlichkeit eines Volkes in einer besonderen Form und eigenem Stil deutlich aus.

        Dabei ist die Kultur eines Volkes nicht abhängig von einer ethnischer Geschlossenheit. Die Kultur steigt nicht aus einer blutsgebundenen Veranlagung auf, sondern bildet sich unabhängig davon aus rein seelischen Kräften. In sie können also auch Menschen aus anderen Völkern hineinwachsen, was ja in der Vergangenheit auch immer wieder geschehen ist. Vgl. https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/10/07/volk-oder-bevoelkerung-von-den-quellen-der-deutschen-kultur/

        Wenn Sie schreiben: „Es ist nicht zu verkennen, dass die blosse Verwendung oder Akzeptanz des Begriffs „Volk“ egal ob unbewusst, oder bewusst mit zusaetzlicher Erklaerung versehen, oder in manipulativer Absicht automatisch die Verkerkerung des Subjekts in ein geistiges Gefaengnis bedeutet“, so ist das schlichtweg abstrakter Unsinn.

      • @Falkenauge

        Sie haben meiner Meinung nach einen fuer sich stehend guten Artikel geschrieben. Aber leider sind Sie nicht in der Lage die letzte Konsequenz aus dem was Sie selbst geschrieben haben zu ziehen, denn dieser Schritt wuerde alles negieren was Sie bisher geglaubt und geschrieben haben.

    • Natürlich hat jeder seine ganz eigenen individuellen Vorstellungen vom Leben.
      Gleichzeitig können wir aber doch auch gemeinsame Ziele und Visionen haben, die unsere Herzen, mit denen von Milliarden von anderen Menschen verbinden.

      Ein praktisches Beispiel dafür wäre das Ziel unseren Lebensraum Erde zu erhalten!
      Dieses gemeinsame Ziel verhindert nicht, daß der Einzelne selbstbestimmt leben kann.
      Jeder gesunde Mensch, wird auf den Erhalt seines Lebensraumes achten, weil er sonst bald nicht mehr gesund sein wird!

      eine andere Perspektive

      Wir können gemeinsame Werte und Gewohnheiten haben, die uns als Gesellschaft zu großem Wohlstand führen können.

      Beispiel:
      die gemeinsame berufliche Gewohnheit ist, daß sich viele Millionen Menschen ganz genau überlegen, welche Aufgaben bestmöglich zu ihrem Wesen passt

      da jeder von uns einzigartig ist, werden so vielfältige Aufgaben entstehen – das bedeutet jeder lebt selbstbestimmt und tut was anderes, was im Grunde aber aus der gleichen Gewohnheit entspringt, einer Gewohnheit, die Millionen andere Menschen auch leben

    • Man darf diejenigen öffentlich nicht ungeschoren davonkommen lassen, die erklären, ihren Partner, ihre Kinder, ihre Familien zu lieben, denn sie schotten sich ab, sie schließen aus und diskriminieren unzählige Menschen, mit denen sie zufällig nicht verwandt sind.

      Wenn Sie Ihre Wohnungs- oder, egoistischer noch, Ihre Haustür abschließen, grenzen Sie Menschen aus und schotten sich ab. Lassen Sie sich das mal durch den Kopf gehen, solange Sie noch einen haben!

      • Falkenauge // 5. Dezember 2017 um 08:53 //

        @Gustav
        Sehr schön.
        Diejenigen, an die sich das richtet, haben ihren Kopf schon längst verloren.

      • @Gustav

        Sie verwechseln hier eine individuelle Entscheidung mit einem kollektiven Willen oder „Volkswillen“ den es gar nicht gibt, oder hoechsten bei ein paar Egomanen die meinen ihr Wille sei der „Volkswille“.

    • „„klassische Definition“ (was immer das sein soll),“

      Ergaenzung. Die klassische Definition einer Menge in der Mengenlehre nach Cantor. Hier bezogen auf das „Volk“ ohne Mystifizierung.

  8. „Letztlich handele es sich einen Machtkampf zwischen den Machthabern in Katalonien und den Machthabern in Madrid“. Endlich schreibt bzw sagt es mal jemand. Beide Seiten verhalten sich falsch und wollen nicht aufeinander zugehen.

    Mir ist es auch lieber, wenn Katalonien weiterhin zu Spanien gehört. Wirkliche kulturelle Unterschiede sehe ich nicht.

    Trotzdem bin ich der Meinung, dass die Katalanen das Recht haben sollten, das in einem Referendum selber zu entscheiden. Wenn Menschen nicht zusammen leben können oder wollen, so sollte man ihnen die Möglichkeit geben, sich zu trennen. Sollten sich die Katalanen für einen Verbleib entscheiden, so wäre endlich wieder mehr Ruhe. Leider würden beide Seiten dann aber wohl immer noch nicht einen ehrlich gemeinten Dialog suchen. Es geht halt nur um Geld und Macht. Dagegen sollten die Menschen da unten mal demonstrieren.

    • Teile und Herrsche – nichts anderes ist es. Wenn man sich die Vorgänge mit der Krim und den Volksrepubliken Donezk und Lugansk ansieht, dann haben alle drei einen wahrhaftigen Grund sich abzuspalten.
      Das kann ich in Katalonien nicht mal im Ansatz erkennen.

  9. Wir sind der Krebs des Planeten.

    • Wanda Sakrotzki // 5. Dezember 2017 um 22:35 // Antworten

      Bravo! Danke ! Divide et impera! Genau zu diesem Schluß bin ich auch gekommen (zumal inzwischen bekannt ist, welcher bekannte „Philantrop“ die katalonischen „Independisten“ finanziert ….

  10. Man müßte den Artikel aufdröseln und auf drei verteilen, einen für jeden der durcheinander behandelten Themen:

    1. Der innerspanische Finanzausgleich ist der wahre Grund für die Unabhängigkeitsbestrebungen einiger Katalonier.

    2. Nach der französischen Revolution sind die Europäer schon auf halbem Wege, der sie zur Anarchie hin führen sollte, steckengeblieben.

    3. Das ‚Selbstbestimmungsrecht der Völker‘ ist ein Kampfbegriff, der nur erfunden wurde, um den geopolitischen Spielchen der USA zu dienen. Inhaltlich ist er sinnfrei.

    Dann wurde noch überflüssigerweise Rudolf Steiner erwähnt. Den Teil kann man weglassen. Interessant war daran sowieso nur, daß Rudolf Steiner ganz wörtlich das Nationalitätsprinzip als falsch bezeichnete. Er war also klug genug, um gegen Nationalismus zu sein. Wenn sich sein Anhänger doch nur daran ein Beispiel nehmen würden!
    ランマ

    • @Ranma
      Überflüssig sind die Kommentare eines arroganten, sich überlegen rational wähnenden Denkens, das seine eigene Beschränktheit nicht bemerken und nur zersetzend wirken kann.

      • Ja, Ratio erregt Neid bei denen, die nicht darüber verfügen.
        ランマ

      • Natürlich besteht der Sinn des rationalen Denkens gerade im Zerlegen. So kann man die einzelnen Teile genauer untersuchen und man stellt auch fest, ob die Teile überhaupt zusammengehören. Das ist schon der ganze Trick dabei.
        ランマ

    • Z.B. auch des deutschnationalen Bildungsbuergers liebstes Kind und hier oft zitierten J.W. von Goethe :

      „Der Patriotismus verdirbt die Geschichte.“

    • @Falkenauge

      „eines arroganten, sich überlegen rational wähnenden Denkens“

      Eben nicht. Man muss sich erst ueber die Fallstricke des angeblich rationalen Denkens klar werden, erstmal lernen was nicht funktioniert.

    • Sie sollten sich die Zeit nehmen und den sehenswerten (1:11 Std.) Auftritt von Hermann Ploppa über sein gleichnamiges Buch „Die Macher hinter den Kulissen“ ansehen, bevor Sie wohlfeile Empfehlungen aussprechen und en passent noch die Nationalstaaten abreissen möchten.

      Ihrem Duktus ist leicht zu entnehmen, woher der Wind weht.

      https://www.youtube.com/watch?v=7SOrt4kxayo

      Viele Spaß beim Verstehen.

  11. Nachdem die Katalonen nichts von ihrem Wohlstand an das übrige Spanien abgeben wollen, sind sie wohl ein Teil des Problems. Komisch also, daß sich so viele Leute auf die Seite nach Unabhängigkeit strebender (Das ist nur ein Teil, sogar eher die Minderheit!) Katalonier stellen.
    ランマ

    • Karl Bernhard Möllmann // 4. Dezember 2017 um 09:05 // Antworten

      . . .
      ZITAT @ Ranma:
      .
      „Komisch also, daß sich so viele Leute auf die Seite nach Unabhängigkeit strebender (Das ist nur ein Teil, sogar eher die Minderheit!) Katalonier stellen.“
      .
      Warum komisch?
      .
      Sie haben es doch auf den Punkt gebracht:
      .
      „1. Der innerspanische Finanzausgleich ist der wahre Grund für die Unabhängigkeitsbestrebungen einiger Katalonier.“ (Ende Zitat)
      .
      Wenn die Bayern ab heute „katalonische“ Summen nach Berlin abdrücken müssten – sagen wir mal 60 Milliarden €uro im Jahr, um das CHAOS & die KORRUPTION rund um den „BER“ weiter zu finanzieren – DANN wäre auch Bayern im KRIEG gegen Berlin!
      .
      Laut WIKIPEDIA zahlt Katalonien rund 10 Mal so viel nach MADRID – wie das fleißige Bayern, an die Bankrotteure in BERLIN bezahlen muß!
      .
      ZITAT @ Herbert Ludwig:
      .
      „Katalonien ist die wirtschaftsstärkste Autonome Gemeinschaft Spaniens … hoch sind seine innerstaatlichen Transferleistungen nach Madrid. Viele Katalanen sehen darin den „Grund für die hohe Verschuldung der wirtschaftsstarken Region. Dieser Nettotransfer betrage jährlich bis zu 16 Milliarden Euro, das sind acht Prozent des katalanischen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Dieser Anteil sei etwa zehnmal so hoch wie der, den die Hauptzahler im deutschen Länderfinanzausgleich abführen“ (Wikipedia).“ (Ende Zitat)
      .
      An dem Tag, an dem aus den fleißigen Bayern rund 60 Milliarden €uro pro Jahr heraus gepresst würden – um den ewigen „OPFERN“ im total hirnrissigen & kaputten Berlin irre „Denkmäler der Schande“ (copyrigt: B. Höcke AfD) & Deutschland’s Ruf in der Welt zerstörende Flughäfen („BER“) damit zu bezahlen & WÄREN AUCH DIE BAYERN GARANTIERT AUF DEN BARRIKADEN!
      .
      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/fast-sechs-milliarden-euro-bayern-zahlt-rekordsumme-in-finanzausgleich-14659532.html
      .
      Die total unfähige spanische Zentral-Regierung in MADRID ist also noch UNFÄHIGER als unser Bankrott-Berlin beim Bau des „BER“ – erpresst aber rotzfrech das ZEHNFACHE an „Schutz-Geldern“ aus dem erfolgreich regierten Katalonien – wie es unser PLEITE-BERLIN mit den fleißigen Bayern wagt . . .
      .
      WAS bitte ist an Katalonien’s Reaktionen & Inreressen vor diesem Hintergrund „komisch“ ?
      .
      Früher nannte man derartige PLEITE-Praktiken: „Sozialistische PLAN-Wirtschaft“ – heute nennt man die derartige & systematische UNTERDRÜCKUNG des ERFOLGES, und die UNTERDRÜCKUNG der ERFOLGREICHEN – einfach nur noch „PSYCHOPATHIE“.

      • Karl Bernhard Möllmann // 4. Dezember 2017 um 09:10 //

        . . .
        Barcelona ist einfach geil!
        .

      • @K.B.M.

        WAS bitte ist an Katalonien’s Reaktionen & Inreressen vor diesem Hintergrund „komisch“ ?

        So einiges… zum Beispiel kann man lesen, das Katalonien im innerspanischen Handel einen grossen Überschuss (16 Milliarden) hat.

        Demnach hängt die katalanische Wirtschaftsstärke vom innerspanischen Absatzmarkt ab. Somit scheint es nicht sehr wahrscheinlich, dass es den Menschen in Katalanen nützt, wenn sie sich vom spanischen Binnenmarkt verabschiedet…

      • Karl Bernhard Möllmann // 4. Dezember 2017 um 11:10 //

        . . .
        ZITAT @ DragaoNordestino:
        .
        „…zum Beispiel kann man lesen, das Katalonien im innerspanischen Handel einen grossen Überschuss (16 Milliarden) hat.“
        .
        DAS ist Neusprech für die ABZOCKE der Zentral-Reierung in Madrid!
        .
        Katalonien arbeitet fleißig & gut – und Madrid lässt sich bedienen & beliefern!
        .
        Und wenn sich die Katalanen gegen diese AUSBEUTUNG zur WEHR setzen – wie beim FRIEDLICHEN Referendum – DANN PRODUZIERT MADRID 900 VERLETZTE, DAMIT DIE WELT NICHT ERKENNT, WIE VIELE KATALANEN VON DER SPANISCHEN UNTERDRÜCKUNG & AUSBEUTUNG KATALONIENS DIE SCHNAUZE VOLL HABEN!

      • Karl Bernhard Möllmann // 4. Dezember 2017 um 11:25 //

        . . .
        Oder umgerechnet:
        .
        Monat für Monat presst Madrid 1.300 Millionen €uro aus dem kleinen Katalonien heraus – um die katastrophale Haushalts-Führung der spanischen Zentral-Regierung vor dem BANKROTT zu bewahren – dürften diese 16 Milliarden €uro Jahr für Jahr in Katalonien verbleiben, gäbe es weder ein Referendum noch die Absetz-Bewegung.
        .
        Wenn MIR einer von der MAFIA regelmäßig derartige Summen an „Schutzgeld“ abpresst – dann haue ich ihn entweder KO – oder ich haue ab . . .
        .
        DAS IST WELTWEITER STANDARD IM UMGANG MIT KRIMINELLEN!
        .
        Egal ob die Ganoven „privat“ oder in der Regierung „organisiert“ sind . . .

      • „DAS IST WELTWEITER STANDARD IM UMGANG MIT KRIMINELLEN!“

        Die meisten zahlen aus Gewohnheit.

      • „Wenn die Bayern ab heute „katalonische“ Summen nach Berlin abdrücken müssten – sagen wir mal 60 Milliarden €uro im Jahr, um das CHAOS & die KORRUPTION rund um den „BER“ weiter zu finanzieren – DANN wäre auch Bayern im KRIEG gegen Berlin!“

        Wäre es das? Der Länderfinanzausgleich ist entweder richtig oder falsch. Die Quantität kann daran nichts ändern.

        „Laut WIKIPEDIA zahlt Katalonien rund 10 Mal so viel nach MADRID – wie das fleißige Bayern, an die Bankrotteure in BERLIN bezahlen muß!“

        Da sollte man sich mal fragen wie solch große Unterschiede zustandekommen. So große Mentalitätsunterschiede soll es zwischen Madrid und Barcelona nicht geben? Warum also hat Barcelona so viel mehr Geld?

        „An dem Tag, an dem aus den fleißigen Bayern rund 60 Milliarden €uro pro Jahr heraus gepresst würden – um den ewigen „OPFERN“ im total hirnrissigen & kaputten Berlin irre „Denkmäler der Schande“ (copyrigt: B. Höcke AfD) & Deutschland’s Ruf in der Welt zerstörende Flughäfen („BER“) damit zu bezahlen & WÄREN AUCH DIE BAYERN GARANTIERT AUF DEN BARRIKADEN!“

        Bayern würde sicherlich ganz schön Richtung Berlin poltern. Also nicht anders als bisher auch. Schließlich sind innerhalb Deutschlands doch noch nicht alle dement und daher erinnern sich manche daran, daß Bayern nicht immer Nettozahler im Länderfinanzausgleich war, sondern sogar mal als Empfänger angefangen hatte. Mit dieser Hilfe ist es so zahlungsfähig geworden, daß Bayern inzwischen Rekordsummen abdrückt. Warum wollen Katalanen anderen Regionen Spaniens einen ähnlichen Aufstieg verweigern?

        „WAS bitte ist an Katalonien’s Reaktionen & Inreressen vor diesem Hintergrund „komisch“ ?“

        Nicht die Reaktion Kataloniens, sondern unsere Reaktion auf die Katalanen. Mit dem Blick von außen sehen wir viel deutlicher, daß die Katalanen von einer Unabhängigkeit keinen Vorteil hätten. Weil sie außerdem auch keine Chance auf Unabhängigkeit haben, könnten entsprechende Ambitionen eher zu zusätzlichen Nachteilen führen.
        ランマ

  12. hubi stendahl // 4. Dezember 2017 um 11:07 // Antworten

    Wenn jemand unschuldig lebenslänglich sitzt, wird er darüber nachdenken, wie er aus dem Gefängnis ausbrechen kann. Und es wird ihm schnell klar, dass es ohne Mitstreiter und Konzept bzw. Planung in aller Regel nicht funktioniert.

    Das gilt für alle Lebensbereiche. Jeder kann ja mal versuchen, ohne jegliches Zukunftskonzept bzw. Planung aus einer Ehe auszubrechen, den Arbeitsplatz zu verlassen oder eine längere Reise anzutreten. Er wird permanent vor Problemen stehen, die er mangels Planung und Konzept nicht bewältigen wird.

    Im vorliegenden Fall versucht eine kleine Volksgruppe, mit einem vorher beim okkupierenden Staat Spanien weitestgehend abgekupferten Verfassung, die das gleiche hierarchische Muster repräsentiert, ein eigenständiger Staat zu werden.

    Ohne Konzept, ohne Planung. Allein angeführt von einer kleinen nebulös wirkenden Clique, deren wahre Ziele im Dunkeln liegen. Wenn man die dilettantische Vorgehensweise sieht, beschleicht einen eine Ahnung, dass hier völlig andere Ziele verfolgt werden.

    Meines Erachtens soll im Staat Spanien Chaos erzeugt werden, um diesen zu schwächen. Die Handschrift von George Soros mit seiner Zerschlagungsstrategie der Staaten, ist nicht zu übersehen. Eine Zerschlagungsstrategie, die nicht nur von seinem geistigen Vater Karl Popper stammt, sondern auch von seiner vorgesetzten Finanzelite zur Errichtung einer totalitären zentralisierten Konzernarchitektur.

    Es würde mich nicht wundern, wenn sich in der Zukunft herausstellt, dass auch die Bitcoin-Manie ein inszeniertes Theater von höchster Stelle wäre. Denn die Investitionsstruktur ist hier ebenso wenig zu durchblicken, wie die Förderung dieser ungedeckten elektronischen Währung durch die Finanzelite mit Doppelsprech. Eine Strategie, die schon häufig angewandt wurde.

    An allen Fronten, die von den Auslösern sorgsam aufgebaut wurden, läuft es für sie blendend. Insbesondere die Verwirrung der Völker hat aufgrund der nicht mehr verarbeitungsfähigen (Des-) Informationsflut ein nie dagewesenes Maß erreicht. Selbst sogenannte „Experten“ blicken nicht mehr durch.

    England wird zum Kalifat ausgebaut, Kontinentaleuropa mit der nun „geordneten“ Zuwanderung in´s Chaos gestürzt, die Märkte mit Geld geflutet. Einfach genial.

    Der große Knall kommt; bald!

    Einige Gutmenschen werden danach sagen. Das habe ich nicht wissen können. So wollte ich das nicht. Es sind immer die Trottel derer man sich bedient.

    Auch das gab es in der Historie schon oftmals.

    • Karl Bernhard Möllmann // 4. Dezember 2017 um 11:32 // Antworten

      . . .
      George Soros mag das größte Arschloch dieses Planeten sein – dennoch sollte man ihn nicht derartig aufblasen – zumal es in Katalonien ein echtes und glasklar definiertes Problem gibt:
      .
      Madrid presst 1.300 Millionen €uro aus dem kleinen Katalonien – MONAT für Monat – 16 Milliarden €uro jedes Jahr!
      .
      NIEMAND auf der Welt mit einem gesundem Menschen-Verstand – würde sich einer derartig UNVERSCHÄMTEN Schutz-Geld-Erpressung BEUGEN – wenn er einen Rest an menschlichem Anstand, menschlicher Ehre & menschlicher WÜRDE in seinem Herzen hätte . . .

      • Es geht weder um Soros persönlich, noch um den „Länderfinanzausgleich“. Es gibt ganz bestimmte Interessenskreise, die gerne das EU-Boot und den Euro eben unkontrolliert und vorallem schneller sinken sehen wollen als die USA, respektive den Dollar. Über das Für und Wider will ich jetzt gar nicht debattieren, allenfalls über das Wie.
        Jedes Land muss selber entscheiden, wie sie mit solchen Innerpolitischen Konfliktthemen umgeht. Ohne einen (rechtlich) legitimen Grund eine Abspaltung vorzunehmen, diese auf den Finanzausgleich schieben und mit dem Finger auf Madrid zeigen, halte ich für moralische Überheblichkeit. Oder wollen sie das Bayern und BaWü in der Zukunft mal ihr eigenes Süpplein kochen?

      • Karl Bernhard Möllmann // 4. Dezember 2017 um 17:10 //

        . . .
        ZITAT @ Irme:
        .
        „Oder wollen sie das Bayern und BaWü in der Zukunft mal ihr eigenes Süpplein kochen?“
        .
        DAS wäre der erste Schritt in ein „goldenes Zeitalter“ – aber DAS ist ein anderes Thema!
        .
        Wenn Leistung bestraft wird – wie im Fall Bayern, Baden Würtemberg oder eben Katalonien – DANN sinkt die Leistung!
        .
        Umgedreht ist es identisch:
        .
        Da wo Versagen belohnt wird – wie im Fall Berlin oder Bremen – DANN sinkt die Leistung enbenfalls!
        .
        DAS haben ALLE Experimente mit Kommunismus & Sozialismus ohne jeden Zweifel, immer wieder, und überall auf der Welt BEWIESEN.
        .
        DAS ist auch der Grund – WARUM die so genannte „Sozial-Hilfe“ – langfristig die Empfänger systematisch eher kaputt macht.
        .
        Im Sport wird Leistung belohnt – DARUM haben wir ständig neue REKORDE.
        .
        Da wo wir Versagen belohnen – WÄCHST das VERSAGEN.
        .
        Also den Schwächsten der Schwachen echt und auf Dauer zu „HELFEN“ – DAS ist eine Wissenschaft für sich – unser jetziges System kann das ganz offensichtlich NICHT, denn die Kinder aus derart FALSCH unterstützten Familien gehen in aller Regel unter, noch bevor das Leben eigentlich beginnt . . .

      • @KBM

        Die Einheit zu bewahren ist die wahre Herausforderung in turbulenten Zeiten. Lange genug hat es gedauert das sich Nationen bzw. Länder unter der Banner gemeinsamer Kultur und Sprache formierten. Das Leistungsprinzip lasse ich nicht gelten oder entledigen sie sich der Frau, wenn sie nicht mehr 50% des gemeinsamen Einkommens beisteuert?
        Das die Steuer- und Sozialhilfepolitik aus dem Ruder läuft ist ja nichts neues, dennoch sehe ich die Ursachen woanders liegen, als im immer weniger praktizierten Leistungsprinzip.
        Die Haltung jeder für sich selbst und keine Hilfe für die anderen (Länder) ist eine Haltung, die auch beim Homo economicus anzutreffen ist und ich lehne sie ab!

      • hubi stendahl // 4. Dezember 2017 um 22:03 //

        @KBM

        Zitat:
        „Madrid presst 1.300 Millionen €uro aus dem kleinen Katalonien – MONAT für Monat – 16 Milliarden €uro jedes Jahr!“

        Zunächst geht es nicht um diese Zeitaufnahme. Kataloniens Zahlungen sind nicht jährlich 16 Mrd., sondern waren einmal so hoch. „Der Wirtschaftshistoriker Gabriel Tortella von der Universidad de Alcalá in Madrid untersuchte in einem kürzlich erschienenen Buch, ob Katalonien tatsächlich nur zahlt, ohne etwas zu bekommen. Er fand heraus, dass die Region in der Vergangenheit ebenfalls von Förderungen der Zentralregierung profitierte.“(Quelle Zeit-Online)

        Der größte Abnehmer der Waren aus Katalonien ist Spanien. So wie eine Unabhängigkeit von jedem vernünftigen Menschen befürwortet werden muss, so sehr läuft hier ein Fake. Die Machart läßt nur einen Schluss zu; hier soll Chaos geschürt werden.

        Warum nun hat Puigdemont ohne Konzept das Kriegsbeil ausgegraben und vergräbt es nun, in dem er mitteilt, dass er nie eine Unabhängigkeit wollte, sondern nur eine bessere Vereinbarung:

        https://de.sputniknews.com/zeitungen/20171115318309158-puigdemont-katalonien-unabhaengigkeit-alternative/

        Das hätten er und seine Mitstreiter ganz sicher leichter bekommen können.

        Jetzt verlegen große Unternehmen ihren Sitz, Banken gehen in andere Regionen. Das hätte man vorher wissen müssen.

      • Die Machart läßt nur einen Schluss zu; hier soll Chaos geschürt werden.

        Das ist @stendahl Quatsch… in Wirklichkeit gibt es auch noch etliche andere Möglichkeiten. Einer dieser Möglichkeiten ist, was die Achse des Guten anspricht. zitiere:

        Anschluss an Macrons „Süd-Keynsianismus“?

        Wenn es überhaupt eine Vorstellung von der wirtschaftlichen Zukunft eines Separatstaats Katalonien gibt – welche könnte es sein? Die bisherige Rolle als Lieferant für den spanischen Binnenmarkt kann es nicht sein. Niemals würde Spanien seine Versorgung einer Region anvertrauen, die sich gewaltsam von ihm losgetrennt hat. Und deren politische Klasse sich zu Spanien verhält, als sei es ein feindliches, diktatorisches und unterentwickeltes Land.

        Was also mag in den Köpfen der Separatisten vorgehen? Vielleicht ist es folgende Spekulation: Die katalanische Wirtschaft wendet sich von ihrem Süden ab, und hängt sich an den kerneuropäischen Norden. Sie ist nicht mehr ein „Norden des Südens“, sondern ein „Süden des Nordens“. Die Region, die an der Grenze zu Frankreich liegt, ändert sozusagen die Windrichtung ihrer Ökonomie. Und damit auch ihren Charakter: Sie schielt auf die Kaufkraft des Nordens. Auf Draghis Euro-Pumpe. Und vielleicht auch schon auf das EU-Groß-Budget, das der französische Präsident Macron durchsetzen will.

        Vor diesem Hintergrund erscheint die „breite Bewegung“, die in Barcelona lautstark die Straßen besetzt, in einem neuen Licht. Sie ist zum geringsten Teil eine Bewegung der industriellen Klassen (Arbeiter und Unternehmer), sondern hat ihre Hauptbastionen in Bildungseinrichtungen und in anderen öffentlichen Diensten oder Einrichtungen (Gesundheit, Sozialarbeit, Kultur), die in Spanien weitgehend regionalisiert sind. Es ist eine ähnliche soziale Basis, wie sie zum Beispiel auch in Griechenland bestimmenden Einfluss auf die Politik bekommen hat. In Spanien hat diese Bewegung nun einen separatistischen Zug bekommen.

        Dass dieser Kurs ihre Region wirtschaftlich in eine Sackgasse führt, sehen die Katalanisten nicht und es interessiert sie auch wenig. Ihr Separatismus lebt mit dem Rücken zur Realwirtschaft und zur katalanischen Industrie. Das soziale Milieu, das ihn hauptsächlich trägt, ist schon daran gewöhnt, dass es „keynsianisch“ finanziert wird – durch staatliche Programme auf Pump. Deswegen schielen sie nach Europa. Und sie interessieren sich nicht für die Möglichkeiten (und Grenzen) auf einem gemeinsamen europäischen Markt, sondern für die Staatsfinanzierung durch die Europäische Zentralbank. Und für ein zukünftiges, möglichst großes, aus dem Norden finanziertes EU-Budget.

        http://www.achgut.com/artikel/der_katalanische_wirtschaftsmythos_verteidigt_spanien_teil_2

        Zitieren ende

      • Karl Bernhard Möllmann // 5. Dezember 2017 um 11:21 //

        . . .
        HIER der von mir sehr geschätzte G. Edward Griffin – der bereits seit den 70’er Jahren erstaunlich präzise Analysen abliefert – und die „Agenda 2030“ als die treibende Kraft sieht . . .
        .
        https://needtoknow.news/2017/10/catalonia-globalist-prototype-breaking-nations-regions/
        .
        HIER näheres zur Agenda 2030:
        .
        http://www.freie-meinung.ch/index.php/themen-freie-meinung/un0-agenda-2030/279-agenda-2030-perfekte-maskierung-der-nwo-ziele
        .
        http://new.euro-med.dk/20151002-agenda-2030-der-eine-welt-regierung-der-un-und-was-sie-wirklich-bedeutet-uberdosis-der-kommunistische-agenda-21.php

    • @stendahl

      Der große Knall kommt; bald!

      Zumindest wünschen Sie sich dies… aus was für Gründen auch immer..

      • „aus was für Gründen auch immer..“

        Ist ja nicht schwer zu erraten. Oekonomischer Zusammenbruch ist ja immer ein gefundenes Fressen fuer VerFuehrer.

      • hubi stendahl // 4. Dezember 2017 um 22:15 //

        @dragao

        „Zumindest wünschen Sie sich dies… aus was für Gründen auch immer..“

        Was ich mir wünsche, können verklärte Sozialisten nicht wissen. Wie sollten sie, immerhin sind sie, wie Maduro, dabei, das Bargeld gegen Kryptowährungen wegen eigener Misswirtschaft abzuschaffen und damit der Finanzelite in die Karten zu spielen. Die Kleingeistigkeit verhindert dabei die Erleuchtung.

        Das war vor zwei tausend Jahren so und es ist noch heute so. Diejenigen die die Wahrheit bringen, werden dabei an´s Kreuz genagelt.

        PS: statt „aus was für Gründen auch immer, wäre es eleganter „aus welchen Gründen auch immer“ einzusetzen.

        @Tofu

        „So wie in Tirol?“

        Wo wurde Tirol hinsichtlich eines entstehenden Chaos thematisiert.

        Links?

      • @stendahl

        Was ich mir wünsche, können verklärte Sozialisten nicht wissen.

        Vielleicht doch.. im übrigen bin ich gar kein verklärter Sozialist.. was ich bin oder nicht bin können unmenschliche Figuren wie Sie, allerdings nicht wissen.

        Das war vor zwei tausend Jahren so und es ist noch heute so. Diejenigen die die Wahrheit bringen, werden dabei an´s Kreuz genagelt.

        In der Zwischenzeit fühlen Sie sich wie Jesus, verstehe ich Sie da richtig.?

    • „Meines Erachtens soll im Staat Spanien Chaos erzeugt werden, um diesen zu schwächen. “

      So aehnlich wie im Fall des hier immer wieder angesprochenen Suedtirol ?

  13. Wie soll denn bitte eine organisatorisch staatlich verweste und zudem ökonomisch monopolisierte bloß gedachte juristische Rechtsperson „für ein menschenwürdiges Rechtsleben“ Sorge tragen auch nur können? Dies ist gegen jede Vernunft; hier irrte eben die „Aufklärung“ auch (hier konkret Hobbes). „Der Staat“ sind auch nur Menschen, heiliggesprochen allenfalls Staatspriester, die den Gesetzen vom menschlichen Handeln folgen wie alle anderen auch. Es gibt keinen Fürsorger – außer mich als den für meinen Nächsten. Und das ist die Bestimmung meines Selbst.

  14. Wie Kinder, die Laufen lernen …

    Was wäre denn so schlimm, wenn viele Regionen autonom würden ??
    Sie bleiben ja weiter im regen Austausch mit ihrer Umgebung, sozial, kulturell, wirtschaftlich. Sich zu verwirklichen im Leben, individuell und auch als Gruppe, beflügelt, befreit, schafft neue Kraft und Impulse.
    Ich befürworte eine große Heterogenität der Kulturen. Es ist immer der schöpferische Ur-Impuls, der sich ausdrücken möchte, und ihn fortwährend zu unterdrücken macht krank, individuell und auch in Menschengruppen.

    • hubi stendahl // 4. Dezember 2017 um 22:27 // Antworten

      @Markus Stockhausen

      Sie meinen wahrscheinlich Homogenität der Völker. Das befürworte ich auch. Kann aber nur mit Konzept und intelligenter Planung gegen eine zentrale Macht erreicht werden.

      Heterogenität funktioniert nicht, weil der Mensch stets nach Identität sucht ( Heute im Neusprech „rechts“). Wie es funktioniert mag der aktuelle Zusammenstoß von Schwarzafrikanern und Polizei in Paris aufzeigen, in dem Afrikaner als homogene Einheit gegen eine andere homogene Einheit protestierten und eskalieren.

      Das dürfte gar nicht passieren, gäbe es so etwas wie Heterogenität innerhalb von Kulturen. Es ist eine von links erfundene Luftnummer, um die Globalisierung und die Zersetzung von Staaten zu forcieren.

      Mit einzelnen, individuellen Verwirklichungen von Lebensentwürfen, die auch den Wechsel der homogenen Volkszugehörigkeit zum Inhalt haben können, hat das überhaupt nichts zu tun. Es geht immer um Kulturen, um Kollektive und nicht um Individuen. Das verstehen viele nicht.

      https://deutsch.rt.com/kurzclips/61608-eskalation-in-paris-polizei-traenengas-farbige/

    • Viele Regionen SIND autonom. Daran ist garnichts schlimm. Deshalb ist das der allgemein akzeptierte IST-Zustand. Gerade weil das gut so ist, deshalb ist es schlimm, diesen Zustand unbedingt ändern zu wollen.
      ランマ

      • Karl Bernhard Möllmann // 5. Dezember 2017 um 11:26 //

        . . .
        ZITAT @ Ranma:
        .
        „Gerade weil das gut so ist, deshalb ist es schlimm, diesen Zustand unbedingt ändern zu wollen.“
        .
        HIER die Info – WER ändern will, WIE geändert wird & WARUM:
        .
        http://new.euro-med.dk/20151002-agenda-2030-der-eine-welt-regierung-der-un-und-was-sie-wirklich-bedeutet-uberdosis-der-kommunistische-agenda-21.php

  15. Richtig, die Ursache liegt in jedem (!!!) Menschen begründet. Der Mensch strebt nicht nach Demokratie oder ähnlichen politischen Ersatzbefriedigungen, die eben diesen Freiheitsdrang nicht befrieden können, eben weil sie Fremdherrschaft bedeuten.

    Es ist eine schlichte Seinstatsache, das niemand wollen kann, das sein Wille verneint wird, man kann nicht wollen, was man nicht will!

    Und deshalb richtet man(Mensch) an seine verständige Umwelt(Mitmenschen) auch die Forderung das diese doch bitte dies achten möge.
    Damit gesteht man im Umkehrschluß dem so angesprochenen Mitmenschen eben diesen Anspruch eben so zu, denn dieser Achtungsanspruch kann nur befolgt werden von jenen, die ihrerseits Inhalt und Reichweite von diesem verstehen und wer den versteht, wird notwendig für sich diesen auch beanspruchen.
    Dieser Anspruch auf Achtung der eigenen Freiheit kann man an eine Hai richten, dies ist aber zwecklos, denn der Hai versteht ihn nicht, er beißt schlicht zu und das ist ihm auch nicht vorwerfbar, er ist eben Hai.
    Ein Mensch dagegen weiß dagegen genau um seinen eigenen Achtungsanspruch, deshalb wird er auch zum Verbrecher, wenn er den des Anderen mutwillig mißachtet.

    Ab der Höhe menschlicher Erkenntnis und Selbstbetrachtung gilt unter eben Menschen und aufwärts, also auch für Außerirdische in der hinterletzten Ecke des Weltalls:

    Du darfst andere nicht als Erster zwingen! Nur wenn jemand dich unprovoziert zwingt, dann darfst du den Zwang des Anderen in Erwiderung bezwingen!
    Dieser Abwehr(!)zwang dient nur der Abwehr des unprovozierten Angriffs (!)wanges und hat keinerlei darüber hinaus gehende strafende oder rächende Absicht.

    Jegliche politische, philosophische oder religiöse Theoriebildung und deren Ausfluß in einen Rechtspositivismus ist völlig unnötig (und führt nur zu Fremdherrschaftsaustausch, aber nicht zur Freiheit) in unausweichlicher Anerkenntnis dieser Seinstatsache/Naturrecht.

    • Karl Bernhard Möllmann // 7. Dezember 2017 um 13:19 // Antworten

      . . .
      ZITAT @ Selbstdenker:
      .
      „Du darfst andere nicht als Erster zwingen! Nur wenn jemand dich unprovoziert zwingt, dann darfst du den Zwang des Anderen in Erwiderung bezwingen!“
      .
      In KBM-Worten:
      .
      ANGRIFF = verboten!
      .
      NOT-WEHR = erlaubt!
      .
      Soweit ist ja alles KLAR – und steht auch so in den Gesetzen der meisten westlichen Staaten – so weit also alles in Ordnung.
      .
      ABER,
      .
      DANN kam zum Beispiel George W. Bush – und wollte gerne Afghanistan & den Irak ANGREIFEN . . .
      .
      Und weil er das NICHT durfte – da hat er eben eine LÜGE erfunden – und seinen völkerrechtswidrigen ANGRIFF kurzerhand als angebliche NOT-WEHR GETARNT . . . ?
      .
      Und weil dieser einfache Trick – um einen ANGRIFF als angebliche NOT-WEHR umzuetikettieren derart gut „funktioniert“ – machen das inzwischen viele westliche Regierungen einfach nach – und behaupten einfach rotzfrech, daß ihre ANGRIFFE auf die AfD, auf Putin, auf die Scientologen, auf Libyen, auf die Rocker, auf die Reichsbürger, auf Sylvia Stolz oder Ursula Haverbeck angeblich alles nur NOT-WEHR sei . . .
      .
      Und die LÜGEN-Presse liefert die „passenden“ „FAKE-news“ . . .

      • Selbstdenker // 7. Dezember 2017 um 17:25 //

        Zulässige Wehr richtet sich aber auf die Abwehr eines handfesten Angriffes und zielt nicht (ala Wertewesten) darauf, zwangszubeglücken, zu rächen oder zu erziehen.

        Wehr ist die Erwiderung eines laufenden Angriffes, es gibt keine vorauseilende Wehr, das ist Angriff.

        Die Verwirrung der Massen über derart einfachste Sachverhalte ist Ausweis der Verbildung selbiger durch das zersetzende Treiben der angeblichen Bildungs-/Meinungseliten.

  16. Richtig, die Ursache liegt in jedem(!!!) Menschen begründet.
    Der Mensch strebt nicht nach Demokratie oder ähnlichen politischen Ersatzbefriedigungen, sie können diesen Freiheitsdrang nicht befrieden, eben weil sie Fremdherrschaft bedeuten, einsichtigerweise kann es Freiheit unter Fremdherrschaft nicht geben.

    Es ist eine schlichte Seinstatsache, das niemand wollen kann, das sein Wille verneint wird – niemand will, was er nicht will – dies ist unmittelbar einleuchtend!

    Und deshalb richtet man(Mensch) an seine verständige Umwelt(Mitmenschen) auch die Forderung, das diese doch bitte dies achten möge.
    Damit gesteht man im Umkehrschluß dem so angesprochenen Mitmenschen eben diesen Anspruch ebenfalls zu. Denn dieser Achtungsanspruch kann nur befolgt werden von jenen, die ihrerseits Inhalt und Reichweite von diesem verstehen und wer den versteht, wird notwendig für sich diesen auch beanspruchen.

    Wer also Achtung von anderen für sich fordert, gesteht diesen damit ihrerseits diesen Achtungsanspruch gegenüber ihm zu.
    Wer andere so verpflichtet, verpflichtet sich so diesen gegenüber ebenso.

    Dieser Anspruch auf Achtung der eigenen Freiheit kann man auch an ein Tier richten, einen Hai z.B., dies ist aber sinnlos, denn der Hai versteht ihn nicht, er beißt schlicht zu und das ist ihm auch nicht vorwerfbar, er ist eben Hai.
    Ein Mensch weiß dagegen genau um seinen eigenen Achtungsanspruch, deshalb wird er auch zum Verbrecher, wenn er den des Anderen mutwillig mißachtet.

    Ab der Höhe menschlicher Erkenntnis und Selbstbetrachtung gilt unter Menschen und aufwärts, also selbst für einen Außerirdischen, auf wenigstens menschlicher Erkenntnishöhe, in der hinterletzten Ecke des Weltalls:

    Du darfst andere nicht als Erster zwingen! Nur wenn jemand dich unprovoziert zwingt, dann darfst du den Zwang des Anderen in Erwiderung bezwingen!
    Dieser Abwehr(!)zwang dient nur der Abwehr des unprovozierten Angriffs(!)zwanges und hat keinerlei darüber hinaus gehende strafende oder rächende Absicht.

    Jegliche politische, philosophische oder religiöse Theoriebildung und deren Ausfluß in einen scheingerechten Rechtspositivismus ist völlig unnötig in unausweichlicher Anerkenntnis dieser Seinstatsache/Naturrecht (Rechtspositivismus führt nur zu immer neuem Fremdherrschaftsaustausch, aber nicht zur Freiheit).

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