Cannabis gegen Parkinson

Marijuhana als Medizin /By Medical.jpg: Coaster420 Purple_Goo.jpg: Coaster420 derivative work: Agent Agent (Medical.jpg Purple_Goo.jpg) [Public domain], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AMedical_cannabis.jpg Marijuhana als Medizin /By Medical.jpg: Coaster420 Purple_Goo.jpg: Coaster420 derivative work: Agent Agent (Medical.jpg Purple_Goo.jpg) [Public domain], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AMedical_cannabis.jpg
Cannabis hilft Parkinson-Patienten beim Bewegen, Schlafen und Essen. Bei Krebs lindert es die Symptome. Doch der Weg zur Cannabis-Medizinkultur ist lang.

Hilft Marihuana bei der Behandlung von Parkinson? In den USA und in vielen weiteren Ländern gelten unterschiedliche Cannabis Sorten und deren Cannabinoide als Wunderheilmittel und alternative Behandlungsmethoden für Nervenkrankheiten und Schmerzpatienten. Gerade bei der Parkinson-Erkrankung sprechen viele Patienten von einer Verbesserung ihrer Symptome. Sie können besser schlafen, essen und sich bewegen. Doch Ärzte raten zur Vorsicht: Denn einen genauen Zusammenhang könne man bisher noch nicht nachweisen.

Die Parkinson-Krankheit ist eine degenerative Erkrankung, die das Nervensystem stark beeinträchtigt. Zellen, die im Gehirn Dopamin produzieren, werden zerstört. Das beeinträchtigt die motorischen Funktionen des Menschen, und mit jedem Fortschreiten der Krankheit lassen Denkvermögen und Intelligenz nach. Symptome von Parkinson sind etwa Depressionen, Muskelzuckungen, heftige Zitteranfälle und unwillkürliche Bewegungen. Das alles kann langsam anfangen und sich dann bis ins Extrem steigern.

Positive Reaktionen der Patienten

Gegen diese Bewegungsstörungen gibt es die Behandlungsmöglichkeit mit Hilfe von Levodopa, einem natürlich vorkommenden Vorläufer des Dopamins. Dieser Wirkstoff sorgt dafür, dass der Dopaminspiegel im Gehirn aufrechterhalten bleibt. Allerdings kann dieser Wirkstoff, wird er über einen längeren Zeitraum angewendet, auch Bewegungsstörungen hervorrufen.

Weil die Cannabinoidrezeptoren im zentralen Nervensystem genau dort liegen, wo das Dopamin übermittelt wird, geht man davon aus, dass eine natürliche Übertragung der Endocannabinoide ein wichtiger Prozess für das Dopamin ist: Über ihn kann es auch seinen Weg finden, könnte man so beschreiben. Doch wissenschaftlich verwertbare Beweise gib es dafür bislang nicht. Dennoch empfinden viele Parkinson-Patienten die Behandlung mit Cannabis als positiv und wirksam. Sie berichten von weniger Leiden, von einem abgeminderten Zittern und von einer erhellten Stimmung. Sie haben mehr Lebenslust und Appetit.

Fehlende wissenschaftliche Beweise

Ähnliche Wirkungen hat man auch schon bei Krebspatienten festgestellt. Auch, wenn das Cannabis sich nicht unmittelbar auf die Bekämpfung der Ursachen auswirkt, so scheint es eine schonende und lindernde Wirkung auf die Symptome zu haben. Cannabis eignet sich insofern als alternatives Behandlungsmittel für besonders stark betroffene Schmerzpatienten, die auf Dauer die Nebenwirkung chemischer Wirkstoffe nicht verkraften.

Dennoch fehlen der Wissenschaft immer noch die belegenden und endgültigen Studien für diese Wirkungen. Bisher kann nicht bewiesen werden, dass Cannabis diese Fähigkeiten besitzt. Obwohl Schmerzpatienten in Deutschland nun das Medikament auf Rezept erhalten dürfen, ist es noch ein langer Weg bis zu einer unvoreingenommenen Cannabis-Medizinkultur.

11 Kommentare zu Cannabis gegen Parkinson

  1. „Fehlende wissenschaftliche Beweise“ hahaha

    Wen wunderts, werden doch so gut wie alle Forscher und Forschungsinstitute von der Pharmaindustrie gesponsert – wes Brot ich ess, des Lied ich sing – und Naturprodukte bringen da kein Geld.

    • @Marko

      Wen wunderts…

      Na ja so eng würde ich dies nicht sehen. Ob schon seit JAhrtausenden im Gebrauch, wurde Marihuana-öl in den letzten 100 Jahren auf die weltweite Verbotsliste der WHO gesetzt.

      Einzelne Staaten wie Kalifornien und Uruguay versuchen nun dieses Verbot auch für grössere Mengen zu umgehen… In der Tat, sind diese Aktionen ziemlich neu und ja, es fehlen Grossflächige Studien zur Wirksamkeit von Cannabisöl…..

      Aber was nicht ist, wird noch werden. Cannabisöl ist ein ziemlich lukratives Geschäft… und so wie ich unsere neoliberalis kenne, werden diese sich diese Einnahmen nicht entgehen lassen.

      Das grüne Gold

      http://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/marihuana-in-kalifornien-das-gruene-gold-14513817.html

    • hubi Stendahl // 19. Juni 2017 um 16:07 // Antworten

      @Marko
      „„Fehlende wissenschaftliche Beweise“ hahaha“

      Sie haben recht. Es gibt bereits Studien, die die Wirksamkeit bei verschiedenen Krankheiten, auch bei Krebs, belegen. Und zwar nicht nur hinsichtlich Linderung, sondern auch Heilung, wie sie im folgenden Link der amerikanischen Gesundheitsbehörde lesen können.

      Und ja, die Pharma-Kartelle kämpfen gegen die Zulassung, wie sie alle Naturheilmittel wegen fehlender Patentierfähigkeit unterlaufen. Dabei könnten sich beide Konzepte, die klassische Naturmedizin und die moderne Apparatemedizin, hervorragend ergänzen, würde nicht einzig der Profit in der Medizin im Vordergrund stehen.

      https://www.cancer.gov/about-cancer/treatment/cam/patient/cannabis-pdq/#link/_13

      http://medtipp.com/index.php/krebs/1817-us-studien-cannabis-toetet-krebszellen

      • @stendahl

        Sie haben recht. Es gibt bereits Studien, die die Wirksamkeit bei verschiedenen Krankheiten, auch bei Krebs, belegen.

        Tut mir leid [email protected]… jedoch gibt Ihr netter kleiner Link, ausser ein paar Ministudien (bis 21 Pers.) überhaupt nichts her….

        … immer schön ins populistische No-Go-Rechts-Draussen klatschen… dies scheint Ihre Aufgabe hier zu sein.

        Übrigens bin ich ein Anhänger von Kanabis-öl zur Bekämpfung von Krankheiten… und ja ich bin jetzt über 60… vielleicht muss ich diese Einstellung sogar unter Beweis stellen… Uruquay ist ja nicht besonders weit…..

        ….. Jedoch muss man dazu eben wissen, dass dies reine Glaubenssache ist. Seriöse grossflächige Studien mit ein Paar hundert oder tausend Personen gibt es dazu nicht.

        … Nur noch neben Bei… zu Krebs habe ich sogar noch eine Seite in meinem Blog… der eventuell wirksame Stoff lautet da „Laetril/Amygdalin“…..

        http://www.dragaonordestino.net/Drachenwut_Blog_DragaoNordestino/WHO/WHO.php

        … auch dazu gibt es bis heute keine Grossflächigen Studien…. Wie bei Kanabisöl… alles auf eigene Verantwortung.

        Also bitte Herr Stendahl, erzählen Sie hier keine Märchen… oder zumindest versehen Sie Ihr Märchen, mit einem Warnhinweis

  2. hubi Stendahl // 19. Juni 2017 um 17:56 // Antworten

    @Alle

    Das steht in meinem Kommentar:

    “ Es gibt bereits Studien, die die Wirksamkeit bei verschiedenen Krankheiten, auch bei Krebs, belegen. Und zwar nicht nur hinsichtlich Linderung, sondern auch Heilung, wie sie im folgenden Link der amerikanischen Gesundheitsbehörde lesen können.“

    Das machen Forentrolle daraus, nachdem sie 10 km Äquatornähe am Meer verdauen mussten:

    „Tut mir leid [email protected] jedoch gibt Ihr netter kleiner Link, ausser ein paar Ministudien (bis 21 Pers.) überhaupt nichts her….… immer schön ins populistische No-Go-Rechts-Draussen klatschen… dies scheint Ihre Aufgabe hier zu sein.“

    Wo steht etwas von Größe der Studien? Wo etwas von abschließender Beurteilung?

    Ich dachte, wir hätten das Niveau der Primaten bereits erreicht. Es scheint aber noch tiefer gehen zu können. Ich muss wohl meinen Wau-Wau mit dessen begrenzter sprachlichen Intelligenz um Hilfe bitten, um auf diesem Niveau durchzuhalten.

    Zu den „Ministudien“ nicht „neben Bei“ sondern nebenbei den Google-Link, falls man sich tiefer einlesen will:

    https://www.google.de/search?client=opera&q=cannabis+krebs+studien&sourceid=opera&ie=UTF-8&oe=UTF-8

    • @stendahl

      Wo steht etwas von Größe der Studien? Wo etwas von abschließender Beurteilung?

      Netter Versuch [email protected]…. warscheinlich können Sie damit andere Rechts-draussen beeindrucken… bei mir wird dies nicht klappen…

      Es gibt bereits Studien, die die Wirksamkeit bei verschiedenen Krankheiten, auch bei Krebs, belegen. Und zwar nicht nur hinsichtlich Linderung, sondern auch Heilung,

      Dies ist absolut… also versuchen Sie sich doch bitte anders aus der Affäre zu ziehen… Ansonsten bitte mit einem Vermerk versehen..zum Beispiel:

      Es wird deswegen darauf hingewiesen, dass Kanabis-öl offiziell ein Krebsmittel ohne nachgewiesene Wirkung ist. Der Verfasser dieses Kommentars ist kein Arzt. Dieser Kommentar dient ausschliesslich zur Information, nicht als medizinischer Rat.

      Ok……..

      • @Dragao

        Zu Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

        Geht’s eigentlich noch? Da hat Ihnen die Sonne doch voll auf den Schädel gebrannt beim 10 km-(M)arsch.

      • @rosi

        Es gibt bereits Studien, die die Wirksamkeit bei verschiedenen Krankheiten, auch bei Krebs, belegen.

        Zu Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

        Geht’s eigentlich noch? Da hat Ihnen die Sonne doch voll auf den Schädel gebrannt beim 10 km-(M)arsch.

        Es bleibt zu hoffen, dass der Seitenbetreiber auch so denkt, nachdem er x stellige Klagen wegen gesundheitlicher Ratschläge ohne Warnhinweis zu befrieden hat.

      • @Dragao

        Himmel, das Öl doch bitte nicht wie brasilianischen Cocktail konsumieren, Herr Dragao!

        Anscheinend können Sie noch nicht einmal „Ratschlag“ definieren. Denn einen Ratschlag lese ich nicht in dem von Ihnen zitierten Satz aus @hubis Kommentar.

        Also bitte nicht hier so aufführen wie der Becher ohne Henkel.

  3. Im Amiland sind bereits hunderte Familien mit kranken Kindern wegen denen nach Colorado gezogen, wo der Gebrauch von medizinischem Cannabis seit kurzer Zeit erlaubt ist. Die kranken Kinder leiden meist nicht an der im Artikel erwähnten Alterskrankheit, sondern an Epilepsie, das im Artikel glatt vergessen wurde. Den Krankheiten sowie dem Cannabis sowie verantwortungsbewußten Eltern ist es nämlich egal was die Studien sagen, während die Realität zeigt, daß die Therapie mit Cannabis funktioniert. Echte Wissenschaftler würden sowieso der Empirie folgen statt euren Ideologien, egal welcher Couleur.
    Ranma

    • @Ranma

      Volle Zustimmung zu Ihrem Kommentar!

      ECHTE Wissenschaftler scheinen eh ausgestorben bzw. „werden ausgestorben“, sobald Wissen geschaffen wurde, welches nicht den Vorstellungen der Pharmalobby entspricht.

      Übrigens hilft Cannabis auch bei Migräne.

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