Der Mensch als Ware der Reichen

Der Sklavenmarkt Gustave Boulanger /Gustave Boulanger [Public domain], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ABoulanger_Gustave_Clarence_Rudolphe_The_Slave_Market.jpg Der Sklavenmarkt Gustave Boulanger /Gustave Boulanger [Public domain], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ABoulanger_Gustave_Clarence_Rudolphe_The_Slave_Market.jpg
Die Ursache der zunehmenden Armut ist der Kapitalismus. Die Eliten sorgen dafür, dass dieses Problem nicht genannt und erst recht nicht angegangen wird.

Dividende et impera!“
Volker Pispers

Im Zeitalter des Absolutismus besaßen etwa 1 Prozent der Bevölkerung die entscheidenden wirtschaften Ressourcen: den landwirtschaftlichen Boden, die Wälder, die vorindustriellen Manufakturen. Diese kleine Elite bestimmte das öffentliche Leben, das Recht und zahlte keine Steuern. Die übrigen 99 Prozent der Bevölkerung arbeiteten direkt oder indirekt für dieses eine Prozent. Ihr Vermögen und die damit verbundenen gesellschaftlichen Stellungen wurden auf die nächste Generation weitervererbt.

Auch heute besitzen 1 Prozent die wichtigsten wirtschaftlichen Ressourcen, nur dass diese neben großem Land- und Immobilienbesitz vor allem in Industrieunternehmen, technischem Know-how, digitalen Netzen, Servern, Software, Patenten usw. bestehen.

Die „Erträge werden auch heute in vielen Fällen nahezu steuerfrei eingestrichen, und sie ermöglichen einen Lebensstil, wie er aus Arbeitseinkommen niemals erschwinglich wäre. Erneut arbeiten 99 Prozent der Bevölkerung zum überwiegenden Teil, direkt oder indirekt, für den Reichtum dieses neuen Geldadels.“[1]

Auch diese ungeheuren Vermögen gehen nach dem Erbrecht auf die eigenen Nachkommen über, so dass für die Stabilität dieses 1 Prozent gesorgt ist. Zwar ist heute der allgemeine Wohlstand ungleich höher als im Absolutismus, aber die Verarmung der abhängigen Menschen nimmt kontinuierlich zu. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) der UN verzeichnet eine wachsende Armut in Industriestaaten und besonders in Europa.

„Die UN-Organisation schätzt, dass rund 300 Millionen Menschen in Industriestaaten in Armut leben – als Definition gilt ein Einkommen, das 60 Prozent unter dem Durchschnittsverdienst eines Landes liegt. Als Ursachen für Armut in Europa nennt die ILO Arbeitslosigkeit und zu geringe Einkommen. … Rund 17 Prozent der EU-Bevölkerung gilt als arm, in Deutschland sind es 16 Prozent. Es bestehe die Gefahr, dass sich Armut über Generationen hinweg fortpflanze, warnt die ILO, nur anständige Jobs könnten diesen Trend umkehren.“[2]

Die Hauptursache liegt im Kern des Kapitalismus, dem privilegierenden Eigentum am Unternehmenskapital. Die Eliten sorgen dafür, dass dieses Problem möglichst nicht genannt und erst recht nicht angegangen wird.

Der Mensch selbst wird zur Ware

Ein Grundstück bildet notwendigerweise die Grundlage für jedes Unternehmen. Wer Eigentümer ist, ist Herr des Terrains. Darauf errichtete Gebäude gehen auch in sein Eigentum über, denn sie bilden grundrechtlich mit dem Boden eine unzertrennliche Einheit. Ebenso erwirbt er das Eigentum an den gekauften Maschinen, Geräten, Büroeinrichtungen, Rohstoffen usw., die die Produktionsmittel, also das Produktionskapital vervollständigen.

Der Eigentümer gliedert die Produktionsmittel in einen auf Arbeitsteilung beruhenden rational durchorganisierten Prozess, in dem alle unnötigen Kosten vermieden werden sollen. Herr dieses Produktionsprozesses ist der Eigentümer. Doch den Produktionsablauf kann er nicht alleine bewerkstelligen. Er braucht viele Menschen, die die Arbeit in den einzelnen, miteinander verzahnten Abschnitten an und mit den Produktionsmitteln leisten.

Als Nichteigentümer kommen diese aber von vorneherein zum Eigentümer in die Rolle von untergebenen Hilfskräften, die nicht am Unternehmen beteiligt sind, sondern dem Eigentümer nur ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen, die dieser für seine Interessen einsetzt. Sie sind in seiner Sicht ebenfalls Produktionsmittel, die ebenso kostengünstig gegen möglichst niedrigen Lohn gekauft und dem Produktionsprozess eingefügt werden, der allein seinem Gewinn dienen soll. Der Lohn wird betriebswirtschaftlich nicht zum Unterhalt eines würdigen Lebens bezahlt, sondern er ist ein niedrig zu haltender Kostenfaktor. Damit wird die Arbeitskraft des Menschen und somit letztlich der Mensch selbst, der von seiner Arbeitskraft nicht zu trennen ist, zwangsläufig ebenfalls zur Ware.

In dieser vom Privateigentum am Kapital aus entwickelten Struktur wirtschaftlicher Produktion wird alles zur Ware, was in sie eingegliedert wird, auch das, was seiner Natur nach niemals Ware sein darf.

Hier liegt die Wurzel des entwürdigenden Abhängigkeitsverhältnisses der Arbeitnehmer und ihrer damit verbundenen weitgehenden Ausbeutung, Verarmung und Verelendung weltweit. Sie ist einer der Kernpunkte der sozialen Frage, der als sozialer Explosionsstoff Not und Zerstörung erzeugend weiterschwelen wird, solange die ihm zugrunde liegende Ursache bestehen bleibt. Es ist eine ungeheuer sozial destruktiv wirkende Macht, die von dieser Form des Kapitaleigentums – bei aller positiven Leistung – auf das soziale Leben der Menschen ausgeht. Wenn das Eigentum an einer Sache solche gravierenden negativen Folgen hat, stimmt etwas nicht an seiner rechtlichen Konstruktion.

Rom gründete auf dem Ackerbau freier Bauern

In der geschichtlichen Entwicklung bildete sich als eigentliche Aufgabe des Eigentums heraus, materielle Gegenstände, die der Mensch durch seine Arbeit für seinen existenziellen Bedarf und Verbrauch erwirbt, über die er deshalb auch ungehindert verfügen können muss, für andere unangreifbar zu machen. Dieses berechtigte Privateigentum unterstützt so die Entwicklung zur in sich geschlossenen, freien Persönlichkeit, die sich insofern von den anderen abschließt, behauptet und notwendig auf den eigenen Vorteil bedacht sein muss.

Das Eigentum am Grund und Boden, aus dem das Eigentum am Unternehmen herausgewachsen ist, stellt aber bereits einen negativen Exzess der positiven Entwicklung des Eigentums dar. Der Boden ist notwendige Lebensgrundlage für alle Menschen, der nicht wie bewegliche Sachen erzeugt und beliebig vermehrt werden kann. Das Eigentum verbindet hier Teile der Erde, die prinzipiell allen Menschen gleichermaßen zugänglich sein muss, mit der Persönlichkeit eines Einzelnen, dessen alleiniger Verfügungsgewalt es unterworfen wird. Der Boden wird gleichsam zum egoistischen Raub Einzelner. Er wird wegen seiner Begrenztheit und die damit verbundenen Preise für viele nicht mehr erwerbbar, die zu einem Eigentümer notwendig in Abhängigkeit kommen und ausgebeutet werden können.[3]

Im germanischen Recht gab es kein Privateigentum an Grund und Boden. Der Boden wurde vom Fürsten des Stammes, dem Repräsentanten der Gemeinschaft, als Lehen verteilt und fiel auch an ihn wieder zurück. Erst mit der Rezeption des römischen Rechts drang ab dem späten Mittelalter das Grundeigentum auch nach Mitteleuropa ein. Es ist bezeichnend, dass im Lateinischen dominium sowohl Eigentum als auch Herrschaft, und dominus zugleich Eigentümer und Herrscher bedeuten.[4]

Das frühe Rom gründete auf dem Ackerbau freier Bauern. Doch aus den vielen Kriegen, in denen sie den Pflug gegen das Schwert eintauschen mussten, kamen viele entweder nicht mehr zurück oder die Überlebenden hatten oft nicht das Kapital, ihre lange brach gelegenen Felder wieder zu bebauen. Sie verkauften ihr Land zu Schleuderpreisen an Adlige oder andere der Oberschicht, die es zu großen Landgütern (Latifundien) zusammenschlossen und mit Hilfe von Wanderarbeitern und insbesondere Sklaven bewirtschafteten.

Diese Latifundien mit ihrem abhängigen Personal, das für den Eigentümer, den Herrn, den Gewinn erarbeitete, waren gewissermaßen die Vorläufer der heutigen Wirtschaftsunternehmen. Das Abhängigkeits-Verhältnis ist trotz abmildernder Arbeitsgesetze prinzipiell noch immer ähnlich. Es wird ja auch vielfach als Lohnsklaverei bezeichnet. Das ist das nach wie vor menschlich zutiefst Entwürdigende.

„Auf dem Vorhandensein der Empfindung eines menschenunwürdigen Daseins beruhen in Wahrheit alle Erschütterungen im sozialen Organismus.“ [5]

Eigentum verpflichtet

Es geht auf den englischen Philosophen John Locke zurück, einen der Väter des politischen Liberalismus, dass viele Staaten das Eigentum als ein Naturrecht, das jeder staatlichen Gesetzgebung vorausgeht, in ihre Verfassung aufgenommen haben. Auch das deutsche Grundgesetz bestimmt als ein Grundrecht in Art. 14:

„Das Eigentum und das Erbrecht werden gewährleistet.“

Doch hatten die Väter des Grundgesetzes die soziale Erfahrung und Empfindung, dass sich der egoistische Gebrauch des Eigentums auch zum Schaden anderer auswirken kann. So ließen sie den Satz folgen:

„Inhalt und Schranken werden durch die Gesetze bestimmt. Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“

Ja, sie sahen diese Gefahr gerade bei Grund und Boden und Wirtschaftsunternehmen als groß an, so dass sie in Art. 15 die Möglichkeit aufnahmen:

„Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden.“

Sahra Wagenknecht macht in ihrem Buch auf eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 1979 aufmerksam, die eigentlich für Rechtswissenschaft, Rechtsprechung und Politik bahnbrechend hätte sein müssen, aber folgenlos geblieben ist. In einem Verfahren über die Mitbestimmung in Unternehmen weise das Gericht ausdrücklich auf einen unterschiedlichen Grad an Schutzwürdigkeit hin, „je nachdem, ob es sich um persönliches Gebrauchseigentum oder um großes Wirtschaftseigentum handelt.“ Wörtlich führten die Richter aus:

„Soweit es um die Funktion des Eigentums als Element der Sicherung der persönlichen Freiheit des Einzelnen geht, genießt dieses einen besonderen Schutz. … Dagegen ist die Befugnis des Gesetzgebers zu Inhalts- und Schrankenbestimmungen umso weiter, je mehr das Eigentumsobjekt in einem sozialen Bezug und einer sozialen Funktion steht.“[6]

Und Sahra Wagenknecht schließt daran an:

„Es gibt also einen Unterschied zwischen persönlichem Eigentum und dessen Schutz als individuellem Freiheitsrecht und Eigentumsobjekten in sozialen Bezügen, die die Freiheitsrechte sehr vieler Menschen berühren. Eigentum sollte verpflichten, es kann aber auch vernichten. In diesem Fall wäre laut Grundgesetz eigentlich der Staat angehalten, dem einen Riegel vorzuschieben.“[7]

Auf diesen gravierenden Unterschied habe ich bereits an anderer Stelle hingewiesen.[8] Ein Wirtschaftsunternehmen ist keine Sache, die dem privaten, persönlichen Gebrauch des Eigentümers, sondern gemeinsam mit notwendigen Mitarbeitern der Bedürfnisbefriedigung vieler anderer Menschen und der gemeinsamen Einkommenssicherung dient.

Die unbegrenzte Verfügungsbefugnis über Produktionsmittel, Finanzkapital und Gewinn oder gar der Verkauf des ganzen Unternehmens, die das Privateigentum gewährt, hat enorme soziale Auswirkungen für andere Menschen. Da die Arbeitnehmer eines Betriebes de facto Produktionsmittel sind, werden sie z. B. bei einer Veräußerung wie eine Sache gleichsam mitverkauft und je nach Verschlankung, Aufteilung, Fusion oder Zerschlagung des Unternehmens mitverschoben oder entsorgt. Sie sind mit ihrer wirtschaftlichen Existenz der Macht der Kapitaleigentümer weitgehend hilflos ausgeliefert.

Die rechtliche Möglichkeit, wirtschaftliche Machtbildung und Existenzvernichtung anderer zum allgemeinen Grundrecht zu erheben, ist eine schreiende Absurdität. Kapital als eine Sache mit hoher sozialer Relevanz darf nicht undifferenziert Gegenstand eines Privateigentums sein, über das ganz nach egoistischen persönlichen Interessen beliebig verfügt werden kann. Das Privateigentum als persönliches Freiheitsrecht verliert hier seinen eigentlichen Sinn und seine innere Berechtigung. Selbstverständlich ist auch das Staatseigentum keine Alternative.

Das unternehmerische Motiv

Eines der häufigsten Argumente für die Unersetzlichkeit des Privateigentums am Kapital verweist darauf, dass nur Eigentümer zu solchen unternehmerischen Leistungen motiviert würden, wie sie die Geschichte des Kapitalismus aufweise. Nur was einem selbst gehöre, was man zum persönlichen Vorteil mehren, auf eigenes Risiko mit Schulden belasten und seinen Kindern vererben könne, sporne zu gewissenhafter Sorgfalt und größtem Engagement an. Wer erfolgreiche Unternehmen wolle, dürfe privates Wirtschaftseigentum unter keinen Umständen infrage stellen.

Doch der persönlich haftende Eigentümerunternehmer ist gerade nicht der typische Repräsentant des Kapitalismus. Seine originäre eigentumsrechtliche Erfindung ist die Kapitalgesellschaft, in der Hauptsache die Aktiengesellschaft, die den Eigentümern zwar den vollen Zugriff auf alle Gewinne garantiert, sie aber für die eingegangenen Risiken nur in Höhe ihres anfänglich investierten Kapitals haften lässt. Haben sich dies die kapitalgebenden Eigentümer, die Aktionäre, einmal zurückgeholt, gibt es für sie im Grunde kein Risiko mehr. Zudem sind in den Aktiengesellschaften Eigentümer und Unternehmer nur noch selten identisch.

Bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts registrierte Ernst Abbe von den Carl-Zeiss-Werken in Jena:

„Es ist eine fast typische Erscheinung der neuen Wirtschaftsentwicklung geworden, dass Industrieunternehmen, wenn sie eine gewisse Größe überschritten haben, von den persönlichen Inhabern aufgegeben und … gewöhnlich in Aktiengesellschaften oder ähnliche Formen übergeleitet werden.“[9]

In den USA werden heute, so Sahra Wagenknecht, „fünfmal so hohe Umsätze in Kapitalgesellschaften erwirtschaftet wie in Unternehmen mit voller Haftung der Eigentümer.“ Auch in Deutschland übersteige die Wertschöpfung der Kapitalgesellschaften die der Personenunternehmen um ein Vielfaches.[10] Die Trennung von Anleger und Unternehmer ist die dem Kapitalismus typische Form des Wirtschaftens.

Die Unternehmerfunktion übt der Vorstand der AG aus, also in der Regel Abgestellte, deren Motive sich aus dem Interesse an einem hohen Einkommen und der Wahrnehmung der Kapital-Interessen nach hohem Profit zusammensetzen, von deren Erfolg ihre Stellung abhängt.

„Auch die Vorstandsvorsitzenden der 80 größten deutschen Unternehmen …, die mehrheitlich einer Familie gehören, stammen bis auf drei Ausnahmen nicht aus dem familiären Kreis. Vielmehr halten sich gerade in großen Familienkonzernen die Eigentümer in der Regel aus dem unmittelbaren Management heraus.“[11]

Sie beschränken sich auf den laufenden Empfang der von anderen erarbeiteten üppigen Dividende, die ihnen ein sorgenfreies luxuriöses Leben ermöglichen.

Erfolgreiche Alternativen, z. B.: Carl-Zeiss-Werke Jena

Doch immer hat es auch einzelne Unternehmer mit sozialem Verantwortungsgefühl gegeben, die nicht nur ihre Mitarbeiter über gute Gehälter am Erfolg des Unternehmens beteiligt haben, sondern Wege gegangen sind, die persönlich-egoistische Verwendung des Eigentums am Unternehmenskapital überhaupt auszuschließen. Sahra Wagenknecht macht auf den bereits erwähnten Ernst Abbe aufmerksam, Teilhaber der Optischen Werke Carl Zeiss in Jena, der 1889 nach dem Tod von Carl Zeiss dessen Erben auszahlte und die Firma auf eine ganz neue Grundlage stellte.

„Abbe sah, dass im Erfolg eines Unternehmens die Arbeit vieler zusammenfließt, die aktueller und früherer Mitarbeiter, die Managementqualitäten leitender Angestellter und das technische Wissen und Können der Facharbeiter, schließlich die Ergebnisse universitärer Forschungsleistungen sowie gesellschaftlich angesammelte Kenntnisse und Erfahrungen aus vielen Jahrzehnten. Deshalb war er überzeugt, dass der Gewinn eines Unternehmens ´vor einem strengen Sittlichkeitsideen genügenden Eigentumsbegriff als ´´öffentliches Gut„ betrachtet und behandelt` werden sollte. Der Anspruch des Gründers und Unternehmenslenkers sollte sich auf ´das Maß des angemessenen Lohnes für die persönliche Tätigkeit` beschränken. Die Unternehmenserträge stehen in Abbes Augen der Gesamtbelegschaft zu. Sie sollten darüber hinaus den naturwissenschaftlichen Fächern der Jenaer Universität zugutekommen, von deren Forschungen die optische Industrie profitierte.“[12]

Aus diesen Gründen und um externe Eigentümer wie bei einer Aktiengesellschaft, die die Zukunft „unter die Herrschaft des sich vermehrenden Geldes“ stelle, auszuschließen, entschied sich Abbe, das Unternehmen an eine von ihm gegründete Stiftung, die Carl-Zeiss-Stiftung, zu übertragen, also diese zur Eigentümerin des Unternehmens zu machen. Eine entsprechende Satzung sorgte dafür, dass sich die Stiftung an diese gemeinwohlorientierten Ziele hielt. Damit verloren die Erben von Carl Zeiss jeden Einfluss im Unternehmen und jeden Anspruch auf leistungslose Einkommen aus den Erträgen. Die Satzung bestimmte dann, dass der Kreis der Empfänger von Teilen des Gewinns noch um viele soziale Einrichtungen der Stadt erweitert wurde.

„So finanzierte die Carl-Zeiss-Stiftung in Jena neben dem Neubau des Unigebäudes das Phyletische Museum, ein Anatomisches Institut, mehrere Kliniken und das Volkshaus mit großer öffentlicher Bibliothek.“

Abbe hielt in den Statuten programmatisch fest, dass es nicht einseitig um einen möglichst hohen Gewinn gehen könne, sondern um „die Steigerung des wirtschaftlichen Gesamtertrages, welchen diese Unternehmungen dem ganzen in ihnen vereinigten Personenkreis, die Stiftung als Unternehmer einbegriffen, mit Aussicht auf längeren Fortbestand noch zu gewähren vermögen.“ [13]Ihm war wesentlich, dass das Unternehmen langfristig zum Wohle der Gesellschaft und aller Mitarbeiter gedieh. Daher wurde es auf Reservebildung, daraus mögliche weitgehende Selbstfinanzierung und äußerst begrenzte Kreditaufnahme festgelegt. So waren die Ausschüttungen für gemeinnützige Zwecke im Verhältnis zum Gesamtgewinn deutlich niedriger als die normaler Aktiengesellschaften an ihre Aktionäre. Auf diese Weise konnten die Carl-Zeiss-Werke die Weltwirtschaftskrise relativ unbeschadet und mit kaum verringerter Belegschaft überstehen.

„Interessant ist auch, dass das Statut die Vergütung der Führungskräfte auf das Zehnfache des durchschnittlichen Arbeitslohnes im Unternehmen beschränkte.“[14]

Bereits zu Abbes Lebzeiten funktionierte das Modell bestens. Hatte das Werk 1875 gerade 60 Mitarbeiter, waren es bei seinem Tod 1905 über 1.400, und in den folgenden Jahrzehnten wuchs es unaufhörlich weiter und entwickelte sich zu einem der weltweit führenden Unternehmen der optischen Industrie. Dass es weder externe private Eigentümer, noch solche als tätige Unternehmer mehr gab, in deren private Taschen die Gewinne flossen, behinderte oder vereitelte nicht den Unternehmenserfolg, ganz im Gegenteil.

Neue Eigentumsformen

Der Grundgedanke Ernst Abbes und seine mutige Verwirklichung sind wegweisend. Ein Unternehmen ist etwas grundsätzlich anderes als ein Anzug, Auto oder auch Eigenheim, die dem persönlichen Gebrauch dienen.

„Unternehmen sind keine Sachen, sondern Organisationen, die dank der Arbeitsleistung und der Kenntnisse vieler Menschen wachsen und von deren Fortbestand das Schicksal dieser Menschen, eventuell sogar die Perspektive ganzer Regionen abhängt.“[15]

Ein Unternehmen ist, um mit Abbe zu reden, ein „öffentliches Gut“. Und es steht nicht isoliert da, sondern verdankt seine Existenz und Erfolge den wissenschaftlichen und technischen Fähigkeiten, die im allgemeinen Kultur-, speziell im Bildungsleben erworben werden. An das Geistesleben muss deshalb ein Teil des Gewinnes auch zurückfließen, da dieses selbst ja keine materiellen Erträge erzielt, sondern auf Gelder der wirtschaften Menschen angewiesen ist.

Ernst Abbe und auch noch andere[16] haben gezeigt, dass es für die Gestaltung des Eigentums an Wirtschaftsunternehmen nicht nur die fruchtlose Alternative zwischen Privat- und Staatseigentum gibt, in die jede Diskussion immer schnell schablonenhaft verfällt. Doch auch eine entsprechend zugeschnittene Stiftung, kann nur eine Übergangslösung sein, da sie von der sozialen Einsicht und freien Tat Einzelner abhängig ist. Zur allgemeinen Gültigkeit muss das Eigentumsrecht eine differenzierende Weiterentwicklung erfahren, die gesetzlich verbindlich gemacht wird.

Sahra Wagenknecht schlägt in ihrem Buch vier Rechtsformen für Unternehmen vor, die als Grundtypen die Kapitalgesellschaften mit ihren externen Eigentümern ablösen sollen. Sie sieht sie auf unterschiedliche Branchen und Betriebsgrößen zugeschnitten. Zentral ist die Form der „Mitarbeitergesellschaft“, die sie für Unternehmen mittlerer Größe für besonders geeignet hält. Sie gehört der Gesamtheit ihrer Belegschaft, aber eben nicht als privates, persönliches Eigentum.

Das Unternehmen „gehört sich selbst“, kann also von niemandem verkauft werden.[17] Das Eigentum ist funktional an den Unternehmenszweck gebunden, und teilhaben daran kann nur, wer und solange er Mitarbeiter ist. Damit hört es auf, „Handels- und Übernahmeobjekt zu sein, das sich Finanzinvestoren oder Wettbewerber unter den Nagel reißen und filetieren könnten. Es gibt zweitens auch niemanden mehr, der aufgrund des Eigentumsrechts Anspruch auf die Unternehmenserträge erheben könnte.“ Der Gewinn gehöre dem Unternehmen. Zu operativen Leitern bestimme die Belegschaft, bzw. von ihr gewählte Vertreter Menschen mit entsprechenden Kenntnissen und Fähigkeiten, die auch von ihr kontrolliert werden.

Für Großunternehmen, die Oligopolstellungen haben (wenig Anbieter u. viele Nachfrager) und dadurch über wirtschaftliche Macht verfügen, schlägt Wagenknecht die neue Form einer „Öffentlichen Gesellschaft“ vor. Die Mitarbeitergesellschaft eigne sich dafür nicht. Der Unterschied zu dieser bestehe darin, dass das Kontrollgremium jetzt Aufsichtsrat heiße, der nur noch zur Hälfte mit Mitarbeitervertretern besetzt sei, zur anderen Hälfte mit Vertretern der Öffentlichkeit. Da sie aber wie die Mitarbeitergesellschaft keine externen Eigentümer hat, gehört sie doch ebenfalls der Gesamtheit der Belegschaft, ist also im Grunde auch eine Mitarbeitergesellschaft. Dass im Aufsichtsrat wegen des gesteigerten öffentlichen Interesses zur Hälfte Vertreter der Öffentlichkeit sitzen, ändert daran ja nichts.

Auf ihre für Kleinbetriebe vorgesehene Personengesellschaft, bei der sie inkonsequent beim Abhängigkeitsverhältnis der Mitarbeiter bleibt, und die wichtige „Gemeinwohlgesellschaft“ für gemeinnützige Dienste kann hier nicht eingegangen werden.

Ausblick

Lange vor Sahra Wagenknecht entwickelt bereits der Nationalökonom Folkert Wilken, der in Dresden und Freiburg lehrte und an die sozialwissenschaftlichen Ansätze Rudolf Steiners anknüpfte, neue Eigentumsformen für das Unternehmenskapital.[18] Dabei machte er keinen Unterschied in Bezug auf die Größe des Unternehmens, unterschied aber für die drei Kapitalformen: Investitions-, Produktions- und Gewinnkapital drei verschiedene Eigentumsformen. Er konkretisierte das, was Sahra Wagenknecht die Mitarbeitergesellschaft nennt, in der Weise, dass jeder Mitarbeiter bei seinem Eintritt in das Unternehmen einen ideellen Eigentums-Anteil am Produktionskapital, den Produktionsmitteln erhält, an und mit denen direkt oder indirekt jeder arbeitet. Dieser Anteil ist unveräußerlich und an die Funktion des Betriebes gebunden und bleibt beim Austritt aus dem Unternehmen zurück.

Das Investitionskapital muss nach Wilken im alleinigen Eigentum des unternehmerisch Leitenden stehen, aber ebenfalls nicht als Privat- sondern als neues Verantwortungs- oder treuhänderisches Eigentum. Und das Gewinnkapital dürfe – nach Abzug der Einkommen für alle Mitarbeiter, der Investitionen und Rücklagen – nicht beim Unternehmen verbleiben, sondern müsse in das Eigentum eines von Wirtschaft und Staat unabhängigen Geisteslebens übergehen, dem es letztlich zu verdanken und das zur Finanzierung darauf angewiesen ist.

Die Vorschläge Sahra Wagenknechts zur Bestimmung und Kontrolle des unternehmerisch Leitenden übersehen, dass weder die Belegschaft, noch die Vertreter der Öffentlichkeit per se die fachliche Kompetenz haben, die Kenntnisse und Fähigkeiten des Betreffenden fachkundig zu beurteilen. Rudolf Steiner sah in einer Schrift von 1919 dafür allein Vertreter des Geisteslebens, also erfahrene Volks- und Betriebswirtschaftler in der Lage.[19]

Solche neuen sozialen Eigentumsformen des Kapitals würden den Weg in eine Ökonomie eröffnen, in der, wie Sahra Wagenknecht mit Recht schreibt, Privateigentum „tatsächlich nur noch durch eigene Arbeit entstehen kann und in der feudale Strukturen und leistungslose Einkommen der Vergangenheit angehören. Wir würden unser Wirtschaftsleben innovativer, flexibler und zugleich sozial gerechter gestalten. Niemand wäre mehr in der Lage, von fremder Arbeit und zulasten anderer reich zu werden.“[20] Die Hauptquelle ungeheuren Reichtums und damit verbundener gesellschaftlicher Macht, die sich die Demokratie zum willfährigen Instrument gemacht hat, wäre beseitigt.

Anmerkungen

[1] Sahra Wagenknecht: Reichtum ohne Gier, Frankfurt/Main 2016, S. 17

[2] http://www.deutschlandfunk.de/un-bericht-armut-in-europa-nimmt-zu.1773.de.html?dram:article_id=354487

[3] Grundlegend behandelt in:

[4] Vgl. Sahra Wagenknecht a.a.O., S. 244

[5] Rudolf Steiner: Die Kernpunkte der sozialen Frage, Dornach 1961, S. 79

[6] Zitiert nach Sahra Wagenknecht a.a.O. S. 249

[7] a.a.O.

[8] GEOLITICO: Die ungezügelte Macht des Kapitals

[9] zitiert nach Sahra Wagenknecht a.a.O. S. 258

[10] Sahra Wagenknecht a.a.O. S. 259

[11] a.a.O. S. 260

[12] a.a.O. S. 268 f.

[13] zitiert nach S. Wagenknecht a.a.O. S. 270

[14] S. Wagenknecht a.a.O.

[15] a.a.O. S. 272

[16] z. B. die Mahle-Stiftung in Stuttgart

[17] S. Wagenknecht a.a.O. S. 275 u. f.

[18] Folkert Wilken: Die Entmachtung des Kapitals durch eue Eigentumsformen, Freiburg, 1959

[19] Rudolf Steiner: Die Kernpunkte der sozialen Frage, Kapitel: Kapitalismus und soziale Ideen

[20] S. Wagenknecht a.a.O. S. 286

Über Herbert Ludwig

Herbert Ludwig war viele Jahre Lehrer an einer Freien Waldorfschule. Er befasst sich schwerpunktmäßig mit den inneren und äußeren Bedingungen der Entwicklung des Menschen zur Freiheit und mit den Hintergründen der „europäischen Integrationsbewegung“, woraus seine Schrift „EU oder Europa?“ und Artikel auf seiner Webseite hervorgegangen sind Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

101 Kommentare zu Der Mensch als Ware der Reichen

  1. waltomax // 17. März 2017 um 10:12 //

    Ware „Nutzmensch“: Erfahrungen in einer sog. „REHA – Klinik“

    Nicht der Patient und dessen Heilung stehen in einer REHA-Klinik im Vordergrund, sondern die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit.

    Befunde und Diagnosen werden in einer Weise erhoben bzw. erstellt, die sicher stellen soll, dass gegenüber der BfA möglichst keinerlei Rentenansprüche entstehen.

    Ferner sind alle Diagnosen arbeitgeberfreundlich abgefasst. So werden z.B. gesundheitlich schädigende Schichtdienste auch bei älteren Arbeitnehmern in keiner Weise eingeschränkt.

    Es handelt sich bei einer solchen Klinik also um einen reinen Reparaturbetrieb für Nutzmenschen.

    Psychopharmaka werden gerne bei depressiven und psychosomatischen Beschwerden angeboten und verabreicht. Viele Befunde (auch Ernstere) werden oft nicht weiter abgeklärt. Oberster Primat scheint die Rentabilität des Klinikbetriebs zu sein.

    Man zockt daher den Patienten auch oft und gerne ab. Negativbeispiel: Hohe Zusatzkosten entstehen durch Nebengebühren (W-Lan, Telefon, Mineral – Wasser, etc.)

    Die ärztliche Betreuung ist oft schlecht. Man sieht den Chefarzt i. d. R. nie, den Oberazt nur 5 Minuten und den Stationsarzt meist unter großem Zeitdruck.

    Gesamturteil: Vernichtend…

    Wenn Sie glauben, es gehe in einer Klinik um Sie, vergessen Sie es.

    • Karl Bernhard Möllmann // 17. März 2017 um 11:48 //

      . . .
      ZITAT @ waltomax:
      .
      „Es handelt sich bei einer solchen Klinik also um einen reinen Reparaturbetrieb für Nutzmenschen.“
      .
      DANKE @ waltomax!

  2. Karl Bernhard Möllmann // 17. März 2017 um 11:00 //

    . . .
    „Der Mensch als WARE der Reichen“ – DIESE rein materielle Sicht auf das Leben drückt sich perfekt aus in der neuen, amerikanisierten Definition der MITARBEITER einer Firma – die inzwischen als „HUMAN RESOURCES“, also als „MENSCHLICHER ROHSTOFF“, neben „Öl“, „Kohle“, „Zement“ nun auch MENSCHEN nur noch als handelbare SACHE betrachtet.
    .
    DAS SIGNALISIERT DIE ANKUNFT DER GESAMTEN MENSCHHEIT IN GENAU DER HÖLLE – IN DIE BEREITS ADOLF NAZI – DAMALS NUR EINEN TEIL DER MENSCHHEIT GESCHICKT HATTE . . .
    .
    DIESE PERFIDE SICHT AUF DAS LEBEN & AUF DIE MENSCHEN – IST INZWISCHEN „MAINSTREAM“ – PERFIDE PERVERSION GILT ALSO INZWISCHEN ALS „NORMAL“.
    .
    Es wird Zeit für die ERKENNTNIS – daß der Mensch KEINE Sache ist, KEINE Ware – sondern ein GEISTIGES Wesen!
    .
    Buddha, Rudolf Steiner & viele Andere wußten es ja schon lange – seit 1950 hat dann L. Ron Hubbard ALLE nötigen wissenschaftlichen BEWEISE geliefert – inzwischen sind es nur noch die GEHEIMEN Armeen unserer Polit-Psychopathen wie die kriminelle CIA unserer Psychopathen-Führer, die GEGEN alle wissenschaftlichen ERKENNTNISSE mit brutalster GEWALT & FAKE-TERROR unter FALSCHER Flagge AMOK laufen & ihren kriminellen Wahnsinn mit GEHEIMER psychiatrischer Hilfe & perfider GEHIRN-Wäsche zu vertuschen suchen . . .

  3. hubi stendahl // 17. März 2017 um 11:06 //

    Ich verstehe den langen Artikel als Appell an die Unternehmer, sich zu verhalten, wie es einst Ernst Abbe tat. Nur ist dies gar nicht möglich, weil das System sofort zusammenbrechen würde:

    Zitat:
    „Ihm war wesentlich, dass das Unternehmen langfristig zum Wohle der Gesellschaft und aller Mitarbeiter gedieh. Daher wurde es auf Reservebildung, daraus mögliche weitgehende Selbstfinanzierung und äußerst begrenzte Kreditaufnahme festgelegt.“

    Das konnte er nur realisieren, weil andere Unternehmer mit höherer Kreditaufnahme eingesprungen sind, da das System stetes Geldmengenwachstum als Überlebenssaft benötigt, um die steigende Zinslast des Gesamtsystems zu tragen. Würden alle Unternehmer so handeln, wäre es aus mit dem Altruismus. Das System bräche zusammen. Nach jedem Reset ( Krieg und/oder Währungsreform) steigt die Zinslast kontinuierlich. Derzeit etwa das 4.5 fache der Wachstumsrate. Temporär gebremst durch die sozialistischen Eingriffe der Zentralbanken.

    Ohne Zweifel spielt das Eigentumsrecht seit 3000 Jahren bereits eine wichtige Rolle. Sie selbst haben einmal auf Ihrer Homepage den Nachweis erbracht, dass sich bereits unter Moses der Verdacht ergab, dass das Eigentum eines der Triebfedern für Fehlallokationen ist:

    „Darum sollt ihr das Land nicht verkaufen ewiglich; denn das Land ist mein; und ihr seid Fremdlinge und Gäste vor mir.“ 3. Mose, 25, 23

    Ja. der Moses war ein cleverer Hund. Hat er doch in seinem frühen Privatkapitalismus erkannt, dass das Eigentum auf Grund und Boden zur automatischen Umverteilung führt. Die Römer kamen dann zu anderen Erkenntnissen, wie der Artikel gut aufzeigt.

    Eigentum und Besitz sind aber nur ein Teilaspekt unserer arbeitsteiligen Wirtschaft, sodass Mitarbeiterbeteiligungen oder gar Miteigentumsbeteiligungen wie sie Sarah Wagenknecht vorschlägt nicht den Kern des Problems aufgreifen, sondern lediglich die inhärente UMVERTEILUNGSPROBLEMATIK ABMILDERN (sollen). Das ist Sozialismus in Reinform und trägt nur dazu bei, dass der wirtschaftende erfolgreichere Mensch ständig alternative Wege sucht, um seine höhere Leistungsfähigkeit auch höher honoriert zu bekommen. Die Verklumpung von Kapital bei Wenigen wäre nicht gelöst, weil die Ursache dafür woanders liegt. Das Problem der Verzinsung stehenden Kapitals, also des „leistungslosen“ Einkommens und der damit verbundene Umverteilungseffekt ist der „Triebtäter“.

    Ohne Zweifel ist es in Zeiten sozialistisch indoktrinierter Diskussion schwer zu verstehen, dass eine Heilung nur unter Erkennen und Akzeptanz der tatsächlichen Eigenschaften der Menschen, gut wie böse, möglich sein kann.
    Darauf zu hoffen, dass sich jeder so verhält, wie es Kant mit dem kategorischen Imperativ erwartet, ist blauäugig. Wagenknechts Ideen würden insofern nur Fehlallokationen in anderen Wirtschaftsbereichen bewirken. Gewonnen wäre nicht nur nichts. Es würde im Gegenteil zur Reduzierung der Leistungsfähigkeit führen, was sich bei Innovationen und Kreativität zeigen würde.

    Richtig scheint mir das ganze Gegenteil dessen, was derzeit von einigen Wissenschaftlern als Lösung propagiert wird. Der wirklich !freie Markt!, in dem der (umgebaute), auf seine Kernaufgaben reduzierte Staat, nur noch die Rolle des Mediators spielt und keine Herrschaft mehr über das Volk ausübt. Das Gegenteil der Ideen der „Linken“, die das Wohl in immer größerer Umverteilung sehen, statt zu akzeptieren, dass es Leitwölfe gibt und jene die die Flanken der Gruppe schützen. Eine Gruppe, in dem der Nutzen des Einzelnen, zum Nutzen der Gemeinschaft wird.

    Der Gedanke des Liberalismus stand einst nicht im Gegensatz zur sozialen Frage. Er entwickelte sich erst zum späteren Kapitalismus. Das ist ein feiner aber wichtiger Unterschied, denn diese Entwicklung machte erst den Weg frei für den späteren Sozialismus als Gegenströmung und Gegeneinander und den damit verbundenen unnötigen Freiheitseinschränkungen, denen wir heute ausgesetzt sind. Zwangsläufig; weil wir bis heute keine lauffähige Ordnung entwickeln konnten, wie sie uns die Natur mannigfach aufzeigt.

    Gute Ansätze, wie man Leistung honoriert und leistungslose Einkommen einschränkt, gibt es. Sie sind von jenen nicht gewollt, die sie derzeit beziehen und mithilfe des Staats die Macht inne haben. Der Kern ist in der Umverteilungsorgie durch den Urzins zu finden, den man nicht etwa abschaffen müsste, sondern im Rahmen einer Neuordnung den Giftzahn zieht, in dem er sich gewissermaßen automatisch, durch eine intelligente Geldmengensteuerung (Monetative) unter Abschaffung des Zwangswachstums mittels Schuldgeld, gen Null bewegt. Das wäre gewissermaßen über Nacht, mit Abschaffung von Eigentumsrechten auf Boden, Patente und Medienrechten auch ohne Verwerfungen möglich. Allein der Wille fehlt. Sparer müssten keine Angst haben. Schließlich sollte der Zusammenhang Zins/Inflation bekannt sein.

    • Conrath // 17. März 2017 um 12:16 //

      @Hubi

      Ich stimme Ihnen weitgehend zu. Einzelne Unternehmer können maximal das Grundproblem auf den Rest der Unternehmen, der Naturquellen oder Haushalte verschieben, es ist und bleibt kein betriebswirtschaftliches, sondern ein volkswirtschaftliches PROBLEM, was Sie hier ja ausführen.

      „Die Verklumpung von Kapital bei Wenigen wäre nicht gelöst, weil die Ursache dafür woanders liegt. Das Problem der Verzinsung stehenden Kapitals, also des „leistungslosen“ Einkommens und der damit verbundene Umverteilungseffekt ist der „Triebtäter“. Zitatende H.

      Die Monetative würde bei Eliminierung der Praxis des ‚leistungslosen Fortschreibens von Kreditschuld‘ (Beendigung der derzeit immer noch international betriebenen, asymmetrischen Bilanzverlängerungspraxis) sofort das zweite Kernproblem, neben dem von Ihnen genannten verewigten Zins als Primärproblem, lösen, quasi über Nacht, also für Historiker wären das 5 Jahre Transformationsvorbereitung und 2 Jahre Umstellung, in zwei Hauptschritten erfolgend, näheres findet sich bei Hörmann und seiner Arbeitsgruppe. –

    • „Das konnte er nur realisieren, weil andere Unternehmer mit höherer Kreditaufnahme eingesprungen sind, da das System stetes Geldmengenwachstum als Überlebenssaft benötigt, um die steigende Zinslast des Gesamtsystems zu tragen. Würden alle Unternehmer so handeln, wäre es aus mit dem Altruismus. Das System bräche zusammen.“

      Heutzutage gilt weniger Ernst Abbe als vielmehr der Chef von Trigema als großes Vorbild, weil er ein persönlich haftender Unternehmer ist und weil er immernoch nur in Deutschland produzieren läßt, obwohl Trigema der Textilbranche angehört, wo das angeblich unmöglich ist. Sein Erfolgsgeheimnis (über das er auch bereitwillig Auskunft gibt): Trigema hat eine Verschuldung von genau Null. So kann er natürlich leicht persönlich haften. Wer das weder so macht, noch den ,Umweg´ über eine Kapitalgesellschaft geht, der hat ein Problem im heutigen wirtschaftlichem Umfeld, in dem vier von fünf neugegründeten Unternehmen sofort wieder untergehen.

      Vielleicht war Abbe sogar schlauer als persönlich haftende Unternehmer, denn das war er selbst nicht, wegen seiner Stiftung? Die könnte ein Erfolgsgeheimnis sein. Schließlich sind die Carl Zeiss Werke nicht das einzige Unternehmen in Form einer Stiftung. Der Discounter Lidl ist eine Stiftung & Co. KG.

      „Darum sollt ihr das Land nicht verkaufen ewiglich; denn das Land ist mein; und ihr seid Fremdlinge und Gäste vor mir.“ 3. Mose, 25, 23

      Interessant was die Kirchen davon halten. Das gehört doch immerhin zu ihrer eigenen Heiligen Schrift. Dem heutigen Judentum scheinen die mosaischen Gesetze auch egal zu sein.

      „Das ist Sozialismus in Reinform und trägt nur dazu bei, dass der wirtschaftende erfolgreichere Mensch ständig alternative Wege sucht, um seine höhere Leistungsfähigkeit auch höher honoriert zu bekommen.“

      So handelt der Homo oeconomicus. Das ist allerdings eine Unterart, die erst im plutokratischen Umfeld entstanden ist. Man nennt diese Menschen auch Psychopathen. Geistig und sittlich noch einigermaßen funktionierende Menschen streben nicht immerzu nach Gewinnmaximierung und jene, denen die Gewinnmaximierung gelingt, tun das meistens nicht über erfolgreiches Wirtschaften. Jedenfalls nicht falls legales Wirtschaften damit gemeint ist.

      Trotzdem ist die Mitarbeiterbeteiligung ein sozialistischer Vorschlag. Desweiteren wurde im sogenannten Realexistierendem Sozialismus bereits ausprobiert, wohin es führt, wenn sämtiche Produktionsmittel das Eigentum von jemand anderem als dem Unternehmer sind. Man könnte fast meinen, der Realexistierende Sozialismus existierte nur deshalb, um zu zeigen wie schrecklich das Resultat von Sozialismus ist. Wobei man jedoch berücksichtigen sollte, daß es sich dabei um StaMoKap handelte, nicht um Sozialismus. Nur die Enteignung der Unternehmer ist beiden Wirtschaftsformen gemeinsam.

      „Ohne Zweifel ist es in Zeiten sozialistisch indoktrinierter Diskussion schwer zu verstehen, dass eine Heilung nur unter Erkennen und Akzeptanz der tatsächlichen Eigenschaften der Menschen, gut wie böse, möglich sein kann.“

      Das von einem Wirtschaftler. Wo doch gerade in der Wirtschaftslehre die tatsächlichen Eigenschaften der Menschen geleugnet werden wie nirgends sonst.

      „Darauf zu hoffen, dass sich jeder so verhält, wie es Kant mit dem kategorischen Imperativ erwartet, ist blauäugig.“

      So wie Kant es erwartet verhalten sich Menschen nicht. So wie ein Homo oeconomicus verhält sich ein normaler Mensch jedoch auch nicht.

      „Schließlich sollte der Zusammenhang Zins/Inflation bekannt sein.“

      Wem sollte der woher bekannt sein?
      乱馬
      (Ranma)

      • Conrath // 18. März 2017 um 11:36 //

        @Ranma

        Auch dieser Kommentar zeigt, dass Sie leider häufig in Schematismen denken. Traurig, weil Sie bereits viele interessante Themen ansteuern/ beitragen, dann aber die Gründlichkeit fehlen lassen. Hmmmm

        Es ist Ihre Verantwortung, gegenüber der Entfaltung Ihres Denkens, dass als unmaßgeblichen Eindruck oder als Charakterisierung zu begreifen, entscheiden Sie es selber, aber folgen Sie keiner Routine oder Wunschvorstellung dabei, denn Denken ist praktizierte, liebevolle Nüchternheit gegen sich selbst und gegen die Welterfahrung, angewandt. –

  4. Falkenauge // 17. März 2017 um 12:24 //

    @hubi stendahl
    „Ich verstehe den langen Artikel als Appell an die Unternehmer, sich zu verhalten, wie es einst Ernst Abbe tat. Nur ist dies gar nicht möglich, weil das System sofort zusammenbrechen würde.“

    Nein, das wäre bis auf wenige Ausnahmen hoffnungslos. Es ist primär ein Appell an die Rechtswissenschaft, Rechtssprechung und den „Gesetzgeber“.

    Es ist klar, dass eine rechtliche Änderung auch mit einer Veränderung des Geldsystems und dieses mit der Reduzierung des omnipotenten Einheitsstaates auf seine rechtlichen Kernfunktionen einhergehen muss.

    • Conrath // 17. März 2017 um 13:48 //

      @Falkenauge

      „Es ist klar, dass eine rechtliche Änderung auch mit einer Veränderung des Geldsystems und dieses mit der Reduzierung des omnipotenten Einheitsstaates auf seine rechtlichen Kernfunktionen einhergehen muss.“ Zitatende F.

      Ja und willkommen im Klub, die Veränderung des Geldsystems, also echte Ordnungsänderungen, könnten nur mit einem anderen politischen Willen erfolgen.

      Übrigens, wer jetzt schon ermattet ruft, doch nicht mit dieser Gurkentruppe in Berlin, dem sei gesagt, in der Geschichte gab es immer wieder und genug Umstellungen, wenn das Alte nicht mehr trug, etwa so wie heute, die Reproduktion unterläuft, damals die Aquädukte und Fernstrassen nicht mehr unterhalten konnte, zu gut Deutsch, wenn das Bestehende dabei ist, sich selber abzuschaffen und zwar bereits ohne geplante Massenumsiedlungen!, dann ist die Zeit reif für echten Wandel. Und leben auf Verschleiß und Betriebe die sich selber langsam verbrauchen, zeigen die Not zu diesem Wandel an, ’notwendig‘ (KBM, die Not wendend, sie aufhebend, bzw. die Gründe, die zur Notlage geführt hatten).

      Wer das einmal anschaulich verfolgen möchte, dem sei das hervorragende Buch von Felix Martin ‚Geld, die wahre Geschichte‘, empfohlen. Kauft Bücher, solange das mit dem Euro noch geht, das heute als mein persönlicher, individueller Anlagetipp.

      ‚Gesellschaftlicher Goldstandard‘ (ich halte nichts von dem Wahren-Geldmodell, nutze es nur als Metapher > KBM, ‚v e r k n ü p f e n‘ Sie!) ist die Schreiblesefähigkeit der Bevölkerung und die Fähigkeit, bzw. mittlerweile Unfähigkeit, zu normaler Familiengründung, ab Mitte 20 vollziehen zu können, erfolgreich und berufsfähig zu sein.

      Jedes Land in dem dies nicht mehr gelingt, wird wohl von Geistseelen bewohnt, die als nächstes reinkarnatorisches Etappenziel eher Alpha Centauri haben, jedenfalls nicht mehr genug Nachfrage nach Lebensgeburtsplätzen und Möglichkeiten hier auf der blauen ‚Mutter Erde‘ stellen werden. –

      Ja, das Internet hat viele Ähnlichkeiten mit dieser angrenzenden Welt, in die die übersterblichen Seelen weiterreisen, also die inneren Wesenskerne von Menschen, von uns allen, also wir selber.

      Virtualität ist dort auch Trumpf, nein Herr KBM, nicht Trump, der steht nicht im Wahrig, mahnt Sie L.R. Hubbard persönlich an, lesen Sie nochmals den Wortklärungskurs, laut und mindestens 7 x hintereinander.

      Alle grüßend

    • hubi stendahl // 18. März 2017 um 10:47 //

      @falkenauge

      „Es ist klar, dass eine rechtliche Änderung auch mit einer Veränderung des Geldsystems und dieses mit der Reduzierung des omnipotenten Einheitsstaates auf seine rechtlichen Kernfunktionen einhergehen muss.“

      Die intelligente Sarah Wagenknecht ist der schlagende Beweis, dass wir in einem Cargo Kult leben, in dem sogar die geistig hoch Bemittelten die Vorgänge im Geldsystem bewusst oder unbewusst falsch interpretieren und sich nur daran orientieren, wie man aus der gespeicherten Arbeit anderer (Geld) möglichst viel umleiten kann an die eigene Klientel.

      https://de.wikipedia.org/wiki/Cargo-Kult-Wissenschaft

      Wagenknecht, die bekennende Neomarxistin ist, spielt dabei ihre Rolle als alternative Denkerin ausgezeichnet. Deshalb wird sie auch als Antithese nicht verdammt und bekämpft, sondern darf in TV Sendungen auftreten, so lange sie nur umverteilen will.

      Von ihr hört man zwar Schlagworte für das Volk. Die echten beweisbaren Fehler hat sie nie thematisiert. Auch in ihrem Buch. So arbeiten übrigens auch Friedrich und Weik.

      Was passiert gerade?

      Aufgrund der bereits häufiger thematisierten Problematik der Umverteilung der gespeicherten Arbeitsleistung in Form von Geld auf immer weniger Marktteilnehmer, die zu häufig ihr Kapital „arbeiten lassen“ und /oder sparen, erlahmt der Geldumlauf zusehends. Der Effekt ist, dass z.B. im Euroraum seit Einführung das BIP sich um den Faktor 1.4 erhöhte und die Gesamtinflation (auch wenn sie nicht ganz stimmt) mit 23 % angegeben wird. Die Geldmenge (Bargeld und ZB Guthaben der Geschäftsbanken) hat sich aber systembedingt von 400 Mrd. auf 2.2 Bln. erhöht, da der Geldumlauf durch stetes abfließen von Markt-Liquidität in immer gleiche Taschen zu erlahmen droht. Daraus resultiert der Fall der Geldumlaufgeschwindigkeit auf den Faktor 3.2.

      http://n8waechter.info/2015/09/beaengstigender-chart-warum-der-kollaps-anders-sein-wird-als-die-menschen-denken/

      Die Zentralbanken sind gezwungen frisches Geld in Umlauf zu bringen, wobei sie mit ihren Rechenmodellen und statistischen Grundlagen niemals den Markt und die zukünftigen Wirkungen korrekt abschätzen können. Die einzige stumpfe Waffe um die Umlaufgeschwindigkeit zu erhöhen ist neues Geld zu „drucken“ und / oder die Zinssätze, über die sich Geschäftsbanken refinanzieren, weiter zu senken. Beide Maßnahmen stellen aber immer nur temporäres Stoppen der stockenden Geldfrequenz dar, sodass am Ende die Geschäftsbanken die Liquidität bei der ZB parken, weil die Nachfrage in Form von Krediten nicht mehr vorhanden ist. Auch die FED arbeitet so, sodass die Banken über Unmengen von Liquidität verfügen, die sie bei ihrer ZB parken, weil keine ausreichende Nachfrage nach Krediten vorhanden ist. Es folgt die Sachkapitalzerstörung oder die Liquiditätsfalle, wie sie Keynes bezeichnete.

      Der Kapitalismus, die aktuelle neosozialistische Ökonomie des teilweisen Rückverteilens zur Verzögerung des Niedergangs, hat dabei zu einem Sozialstaat geführt, deren Last der fleißige Mittelstand über immer höhere Steuern zu stemmen hat, denn die Geldelite hat die Macht an sich gerissen und vagabundiert mit ihrem Kapital um die Welt. Sie zahlt nicht und das einmal herausgelegte Zentralbankgeld kann nicht mehr sterilisiert werden.

      Macht bedeutet in diesem Zusammenhang, dass eine kleine Clique darüber entscheidet, ob eine Sachkapitalzerstörung und Neuaufbau zur Erhöhung des lebensnotwendigen Zinsfuß´auf 3-5% oder der Gang in die Liquiditätsfalle (bibl. Armaggeddon, modern MadMax Szenario) Wirklichkeit wird. Ob im Atomzeitalter diese kleine Clique so verrückt ist und sich für den ersten Weg entscheidet ist noch nicht raus. In der Vergangenheit war es stets der Krieg.

      Diese Zinsgeldökonomie ist zivilisatorisches Mittelalter und das müssten die ehrlich Bemühten wie Sarah Wagenknecht zunächst verstehen, denn ihre Empfehlungen sind das Papier nicht wert, auf die sie gedruckt sind. Wer aus dem religiösen Dogma dieser widernatürlichen Ökonomie nicht zunächst geistig vollständig aussteigt und nach neuen Ansätzen sucht, der wird nie fündig und ist damit Teil einer Antithese, wie sie von den Schattenmächten erwünscht sind. Nicht von ungefähr sind auch alle Religionen einschl. Hinduismus an dieses hierarchische Konzept gekoppelt worden und Teil des Systems.

      Diese Schattenmächte brauchen das System, egal ob gedeckt (z.B. Gold oder Vollgeld) oder ungedeckt als FIAT Geld, um ihre Macht auszuüben und ihre Ziele innerhalb der Globalisierung zu erreichen.

      Die Zivilisation (auch die globale) ist eine gute Idee, wir sollten nur schnell damit anfangen.

  5. Zitrone // 17. März 2017 um 13:06 //

    Andreas Popp prägte den Begriff „Danistakratie“. Darunter versteht man die „Herrschaft
    des Wuchers“, die sich über den einfachen Menschen erhebt. Vermieter in ganz Deutschland,
    kosten die Macht des Herrschers, die er/sie über den Mieter hat, derzeit aus, wie nie zuvor.

    Die Preise die ein Herrscher/Vermieter ansetzt, orientieren sich nicht mehr am gesunden Menschenverstand, sondern an einer unermesslichen Gier, einer Sucht nach immer mehr
    Mammon.

    Den Schlund weit aufgerissen, wartet der Vermieter bei mind. 50 Bewerbern pro Bude,
    auf den einen Dummen, bzw. meist Bietenden, den Mietwucher Akzeptierenden.

    Dabei sieht der Herrscher des Wuchers nicht den Menschen vor sich, der ein Dach über
    dem Kopf benötigt, sondern einen Geldautomaten, der gefälligst den letzten Pfennig
    auszuspucken hat.

    Hinzu kommen spezielle Bedingungen, die der ausgepresste Mieter zu erfüllen hat.

    Wehe er besitzt ein Haustier! Keine Chance, denn dieses scheixxt, ebenso wie der Mieter
    mitten aufs Parkett, reißt die WC-Schüssel oder die Tapeten aus/von der Wand, usf..

    Vertrauen gegen Vertrauen, wurde von Schufa- und Selbstauskunft abgelöst.

    Versucht der Mieter, den Vermieter im Preis zu drücken, leidet der Vermieter unsäglich und
    spricht von einem unseriösen Angebot. Gäbe er die Wohnung günstiger ab, wäre dies eine
    menschliche, keine unseriöse Geste, allerdings nur im Sinne des Mieters.

    Der Vermieter denkt gar nicht daran, seine menschliche Seite zu präsentieren, befehligt ihn
    doch die Macht über alle Wohnungssuchenden, die er süffisant auskostet. Er taxiert den
    Suchenden, der bereits mit eingezogenem Kopf und flehenden Augen antrabt, wie ein
    unschuldiges Fohlen.

    Kürzlich störte sich ein Vermieter an der e-mail Adresse eines verzweifelten Mieters,
    weil sie nicht den üblichen, einfallslosen 0/815 Kürzeln entsprach, allerdings erst
    nach dem der Mieter, nach sechs Stunden Autofahrt und Übernachtungskosten, wieder
    zu Hause ankam. Vorher fiel dem Vermieter, die e-mail Adresse nicht ins trübe Auge.

    Eine Maklerin tönte großspurig, wie Makler nun einmal sind, die dreistündige Fahrt
    lohnte sich, das Haustier sei diesmal erwünscht und werde geliebt. Von der Übernahme
    der Benzinkosten, wollte sie im Nachhinein nichts wissen, das Risiko liegt ganz klar, beim
    Mieter.

    Ach ja, eine fünfundzwanzig Jahre alte, nie renovierte Wohnung ist selbstredend nicht
    Sache des Vermieters. Nein!!!

    Der heutige, ewig gestrige Vermieter, will nicht 900,- Euronen, in die gute alte DM
    um rechnen, denn bereits vor 20 Jahren wurden ihm für die selbe Wohnung 1800,- DM
    geboten. Wer’s glaubt…

    Ein Carport könnte der Vermieter evtl. bauen, allerdings steigt die Miete dann um sage und
    schreibe 150,- Taler/€, sprich 300,- DM, für einen Stellplatz. Man gönnt sich ja sonst nichts!

    Übrigens ist man als Deutscher, ergo als schon länger hier Lebender, kein Einheimischer mehr,
    wenn man nicht im selben Ort oder womöglich in einem anderen Bundesland wohnt.

    Igitt auf diese Weise bekommt man das Objekt der Begierde nie. Wie kannst Du Dösbaddel
    aber auch in einem anderen Land wohnen. Bayern ist eben nicht Baden-Württemberg!

    Die Bude kriegt nur einer, der höchstens 5km im Umkreis wohnt, dessen Miete das
    Landratsamt zahlt und ja, u.a. auch der Mietsuchende, der bereits seit fünf Jahren wie
    ein „Straßenköter“ (Köter-Rasse) quer durchs Land hechelt.

    • hubi stendahl // 17. März 2017 um 13:48 //

      @Zitrone

      Zitat:
      „Die Preise die ein Herrscher/Vermieter ansetzt, orientieren sich nicht mehr am gesunden Menschenverstand, sondern an einer unermesslichen Gier, einer Sucht nach immer mehr Mammon.“

      Das ist genau falsch herum gedacht.

      Der gesunde Menschenverstand, insbesondere im Hinblick auf die inhärente Überlebensstrategie jedes Einzelnen, misst nicht nach einem Prinzip genug oder zu viel. Der gesunde Menschenverstand orientiert sich an den vorgefundenen Möglichkeiten und den darin enthaltenen Chancen, seinen Gewinn zu maximieren.

      Sie verwechseln hier m.E. Ursache und Wirkung. Ursache ist nicht etwa der Vermieter, der den Rahmen nutzt, um eine Maximierung seines Gewinns zu erreichen, Ursache ist der Rahmen der sich ihm bietet, sich völlig normal zu verhalten, in dem er die Möglichkeiten die sich ihm bieten ausschöpft.

      Wofür sonst gibt es einen Staat, wenn nicht dieser die Rahmenbedingungen im Sinne des Volks festlegt, statt für die sie beherrschende kleine Clique von Finanzjongleuren.

      Ich habe ja oben geschrieben, dass eine Heilung kaum mit Appellen oder dem Glauben an das „Gute“, was immer das sein soll, möglich ist. Eine Heilung funktioniert nur, wenn wir den Menschen und dessen Eigenschaften wieder lernen zu verstehen, sodass ein Rahmen konstruiert werden kann, der solche Auswüchse gewissermaßen automatisch verhindert.

      • „Der gesunde Menschenverstand orientiert sich an den vorgefundenen Möglichkeiten und den darin enthaltenen Chancen, seinen Gewinn zu maximieren.“

        Das ist ganz sicher kein gesunder Menschenverstand. Das ist vielmehr der Verstand eines Homo oeconomicus, also eines Psychopathen.

        „Ursache ist nicht etwa der Vermieter, der den Rahmen nutzt, um eine Maximierung seines Gewinns zu erreichen, Ursache ist der Rahmen der sich ihm bietet, sich völlig normal zu verhalten, in dem er die Möglichkeiten die sich ihm bieten ausschöpft.“

        Der Rahmen ist einer, der von Psychopathen für Psychopathen gemacht wurde, aber innerhalb dieses Rahmens verhält sich der Homo oeconomicus tatsächlich rational. Außer natürlich, wenn er einen Mieter nur deswegen ablehnen würde, weil der aus einem anderem Bundesland kommt oder dessen Elektropostadresse nicht gefällt. Das wäre für einen Homo oeconomicus ausgesprochen bekloppt. Aber es entspricht den Motivationen, die Menschen haben können, die an anderen Geisteskrankheiten leiden.

        „Wofür sonst gibt es einen Staat, wenn nicht dieser die Rahmenbedingungen im Sinne des Volks festlegt, statt für die sie beherrschende kleine Clique von Finanzjongleuren.“

        Unser Staat macht das irgendwie genau andersherum. Obwohl es auch richtigherum möglich wäre. Eigentlich schreibt ihm das Grundgesetz genau das vor. Nur interessiert das unsere Eliten nicht. Das Stimmvieh ist seltsamerweise nichtmal dafür bereit, ihnen einen Denkzettel zu verpassen.
        乱馬
        (Ranma)

      • Conrath // 18. März 2017 um 11:25 //

        @Ranma

        Ihre Begründungen sind schmerzlich lückenhaft bis unterbestimmt. Es fehlt echte Konsistenz. Da Sie es offensichtlich selber nicht sehen wollen, Kritik nicht annehmen, setzten Sie Ihre Vermutungen eben haltlos in die Welt, schade für jemanden, der sich doch der angewandten Wissenschaft auch gerne annähert. –

        „Das ist ganz sicher kein gesunder Menschenverstand. Das ist vielmehr der Verstand eines Homo oeconomicus, also eines Psychopathen.“ Zitatende R.

        Sie setzen also tollkühn und begründungsfrei Ökonomie schlechthin mit Psychopathie gleich, Ranma! Sie sind damit selbstausweislich kein ernsthafter Denker und wenn Sie diese Vermutung, die niemandem eigenintuitiv erspart bleibt, wir sind eben innen drin ‚Sozialwesen‘, dann auch noch kompensativ zur Unterstellungen anderer nutzen: ‚Ludwig ist XY, oder rechtsradikal oder linksargumentierend…‘, dann zeigen Sie Ihre noch nicht entwickelte Ethik, im Umgang mit Fragen und Formen der Unterstellung, schade.

      • hubi stendahl // 18. März 2017 um 12:50 //

        @Ranma

        Zitat:
        „Der Rahmen ist einer, der von Psychopathen für Psychopathen gemacht wurde, aber innerhalb dieses Rahmens verhält sich der Homo oeconomicus tatsächlich rational.“

        Der Homo Oeconomicus ist ein Mensch, dessen Handeln sich AUSSCHLIEßLICH am persönlichen wirtschaftlichen Vorteil orientiert. Entstanden auf der genetischen Basis des inhärenten Überlebenswillens über die derzeit „hippe“ Sozialisierung im neomarxistisch kapitalistischen Umfeld durch Umerziehung. Das ist der anonyme individuelle Vermieter in aller Regel nicht. Er folgt dem Gesetz von Angebot und Nachfrage, das im sozialistischen Umfeld vom Staat derzeit manipuliert wird und deshalb zu die vorgenannten Zustände erst ermöglicht.

        Das negieren Sie, weil Sie glauben, dass der bessere Mensch (hier Vermieter) sein Angebot (hier Wohnung) nach altruistischen Maßstäben anzubieten hat. Was immer das nach Ihren ganz persönlichen Maßstäben bedeuten soll. Hieran dürften Sie bereits bemerken, dass Ihre Argumentation nicht zu Ende gedacht ist, denn der Vermieter steht nicht als Stellvertreter für eine Gruppe, sondern als handelndes Individuum im Raum. Das ist ein großer Unterschied.

        Genetisch ist der Mensch auf Überleben „programmiert“. Überleben bedeutet, seine Eigenschaften an die Folgegeneration so häufig wie möglich weiterzugeben. Dazu gehört selbstverständlich auch der Kampf innerhalb jeder Population um den besten Platz. Ein Teil dieses „Kampfes“ stellt das intelligente und bessere Wirtschaften gegen den Konkurrenten dar, weil dies das Überleben hilft zu sichern (vgl. Richard Dawkins, Das egoistische Gen). Ein völlig normaler Vorgang, wären wir nicht im zivilisatorischen Mittelalter mit unserem System (Rahmen) des Wirtschaftens, dass Sie auf die falsche Fährte gelockt hat.

        Nun sind wir mittlerweile noch einen Schritt weiter und wissen, dass unser Weltbild nach Dawkins erweitert werden muss. Hier gibt es in Bezug auf die Vererbungslehre neue Ansätze, die zu einem holistischen Weltbild führen, was hoffen lässt, dass der Mensch das zivilisatorische Mittelalter verlassen kann. Dem Menschen, dem man bis dato genetisch (in kurzfristiger Sicht) Unveränderbarkeit attestierte, wird nun auch über relativ kurze Zeiträume genetische Anpassung zugestanden, was auf das Verhalten natürlich großen Einfluss hat. Das hat auch Folgen für Ihre Forderung nach altruistischer Handlungsweise eines Wirtschaftsteilnehmers. Nur nicht im Hier und Jetzt, sondern in Folgegeneration. Man nennt es auch Entwicklung.

        Neueste Untersuchungen belegen, dass über die Epigenetik auch erworbene Strukturen weitervererbt werden (DNA-Methylierung), was Auswirkungen auf den Phänotyp zT in den nächsten Generationen hat.
        Experimentalphysiker können heute den quantenmechanischen Welle-Teilchen-Dualismus schon bei Molekülen mit über 60 Atomen nachweisen
        (Doppelspaltexperiment). Es wird an Biophotonen als Informanten in der Zelle, im Organismus geforscht. Rupert Sheldrake stellte die Hypothese von morphogenetischen Feldern auf, die Quantenphysiker wie Hans Peter Dürr unterstützen. Und Robin Dunbar zeigt mit Studien auf, dass der Mensch über eine (persönliche) Reichweite von etwa 180 Menschen verfügt, was der Globalisierung der aktuellen Art entgegensteht (vgl. Dunbar Zahl).

        Was hat das mit dem „Oeconomicus“ zu tun?

        Ganz einfach. Es bestehen Gefahren und Chancen für die Menschheit. Die Gefahr besteht darin, dass der Mensch sich durch den derzeitigen Umerziehungsprozess und damit verbundener genetischer Anpassung zu einem „Oeconomicus³“ entwickelt, aber auch die Chance, dass er das zivilisatorische Mittelalter verlässt und einen Weg prosperierenden Zusammenlebens findet, deren Verwirklichung m.E. in der Abschaffung hierarchischer Religionen, Umbau und Verkleinerung des Staatsapparates und einer chancengleichen Geldordnung besteht. Insofern sollte die Forderung nach heuchlerischem Altruismus einer Forderung nach Ausgleich weichen.
        Dass der Vermieter nach geglückter Anpassung im positiven Sinne dann aber zu seinem Nachteil handelt, das sollten Sie nicht erwarten.

    • Conrath // 17. März 2017 um 14:24 //

      …und, liebe Frau Zitrone,

      wenn das nicht klappt, mit der Geschichte, dann gibt es heute so etwas:
      https://youtu.be/FrPrW4OFoHc oder
      https://tinyurl.com/l94ojgz oder
      reich erben, Lotto spielen, Wintercampingplatz,…

    • Karl Bernhard Möllmann // 17. März 2017 um 17:05 //

      . . .
      Zitrone klagt:
      .
      „Den Schlund weit aufgerissen, wartet der Vermieter bei mind. 50 Bewerbern pro Bude,
      auf den einen Dummen, bzw. meist Bietenden, den Mietwucher Akzeptierenden.“
      .
      Hätten wir FREIHEIT – dann hätte genau DIESE Gier dafür gesorgt – daß ratzfatz statt EINER Wohnung für FÜNFZIG Bewerber, plötzlich 150 Wohnungen auf 50 Bewerber warten . . .
      .
      UND schon gehen die Preise in die andere Richtung.
      .
      Vor FREIHEIT haben besonders Psychopathen panische ANGST – DARUM immer wieder & überall PLAN-WIRTSCHAFT – und DARUM 50 Bewerger auf 1 Wohnung!
      .
      Kaufen Sie sich ein Geschichtsbuch über die PLAN-WIRTSCHAFT der DDR – dann kapieren Sie ganz schnell – WARUM es nur 1 Trabbi gab für ein paar Tausend Interessenten . . .
      .
      WENIGER Polit-Bankster & FREIER Markt – und schon wird bei Wohnungs-Bedarf ein paar Monate geklotzt – und das Problem ist gelöst!
      .
      Nur echte Psychopathen haben ANGST vor der FREIHEIT.
      .
      Weil man das aber nicht laut sagen kann – kommt die TARNUNG der Psychopathen in’s Spiel:
      .
      Die gefederte Spring-Drossel brütet gerade – DARUM darf nicht gebaut werden!
      .
      Die Klima-Erwärmung „erkältet“ sich – DARUM darf nicht gebaut werden!
      .
      Die Maurer atmen zuviel CO² aus – DARUM darf nicht gebaut werden!
      .
      Deutschland ist überbevölkert – DARUM darf nicht gebaut werden!
      .
      Baulärm macht krank – DARUM darf nicht gebaut werden!
      .
      Bauen zerstört die Natur – DARUM darf nicht gebaut werden!
      .
      Bauen fördert die Erderwärmung – DARUM darf nicht gebaut werden!
      .
      WER die kerngesunde Lust am GELD-VERDIENEN mit der panischen ANGST des Psychopathen VERWECHSELT – der nur zerstören & verletzen will – DER AKZEPTIERT DIE GUT GETARNTEN, KRIMINELLEN RECHTFERTIGUNGEN, WARUM DIE MENSCHEN UNTER WOHNUNGS-NOT LEIDEN MÜSSEN!

    • „Dabei sieht der Herrscher des Wuchers nicht den Menschen vor sich, der ein Dach über dem Kopf benötigt, sondern einen Geldautomaten, der gefälligst den letzten Pfennig auszuspucken hat.“

      Mit anderen Worten: Der Vermieter sieht nur die Aufgaben, die er als Vermieter hat. Er versucht nicht noch zusätzlich das Sozialamt zu ersetzen oder andere staatliche Aufgaben zu übernehmen.

      „Der Vermieter denkt gar nicht daran, seine menschliche Seite zu präsentieren, befehligt ihn doch die Macht über alle Wohnungssuchenden, die er süffisant auskostet.“

      Manche Vermieter präsentieren vielleicht deshalb keine menschliche Seite, weil sie Kapitalgesellschaften sind, die naturgemäß keine menschliche Seite haben. Es gibt noch weitere mögliche Motive, nicht nur das süffisante auskosten von Macht, die einen befehligt.

      „Er taxiert den Suchenden, der bereits mit eingezogenem Kopf und flehenden Augen antrabt, wie ein unschuldiges Fohlen.“

      Hier kommen wir zum Kern der Sache. Der Vermieter kann nichts dafür, daß der Suchende bereits in so einer Haltung antrabt, die für jeden von Macht befehligten eine Provokation ist. Hier muß man sich fragen, woher diese Haltung kommt! Die Antwort darauf sollte klar sein: Weil Art.20(1)GG (http://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_20.html) nicht eingehalten wird. Legislative und Exekutive sind also verantwortlich, aufgrund ihres verfassungswidrigen Verhaltens. Art.20(1)GG gilt unabhängig davon, welche Partei die Mehrheit hat. Das heißt, es kommt hier nicht auf das Wahlverhalten an, sondern darauf Verfassungsschutz und Verfassungsgericht einzuschalten. Natürlich sind dem Riegel vorgeschoben, damit keiner auf den Gedanken kommt, daß der Staat dem Bürger zu dienen habe.

      „Ach ja, eine fünfundzwanzig Jahre alte, nie renovierte Wohnung ist selbstredend nicht Sache des Vermieters. Nein!!!“

      Ein sozialer Staat, um den es sich bei der BRD laut Art.20(1)GG handelt, käme nicht umhin Leerstand massiv zu besteuern. Noch wichtiger wäre es zwar, genügend Wohnungen zu bauen, aber auch dabei nehmen leerstehende Wohnungen den Platz weg. Man könnte sie noch enteignen, aber dann müßte der Sozialstaat den Schmarotzer auch noch entschädigen statt von ihm zu kassieren.

      „Übrigens ist man als Deutscher, ergo als schon länger hier Lebender, kein Einheimischer mehr, wenn man nicht im selben Ort oder womöglich in einem anderen Bundesland wohnt.“

      Im Süden Deutschlands machen diese Erfahrung viele, auch außerhalb der Wohnungssuche. In Bayern ist man da nicht viel anders als in Baden-Württemberg. Das ist nicht neu, sondern hat Tradition. Es ist eine dämliche Tradition. Selbst ein Homo oeconomicus würde sich nie so verhalten. Die dämliche Tradition würde die Wohnungssuche sogar dann erschweren, wenn sich der Staat an Art.20(1)GG hielte und es genügend Wohnungen für alle gäbe. Darum wäre es sinnvoll, wenn Wohnungen direkt vom Staat vermietet würden. Wenn er genügend davon bereithielte, dann müßte er im Fall erhöhten Bedarfs nicht immer wieder Turnhallen zweckentfremden.
      乱馬
      (Ranma)

      • Zitrone // 18. März 2017 um 09:06 //

        @Ranma

        “Mit anderen Worten: Der Vermieter sieht nur die Aufgaben, die er als Vermieter
        hat. Er versucht nicht noch zusätzlich das Sozialamt zu ersetzen oder andere
        staatliche Aufgaben zu übernehmen.”

        Es geht gar nicht darum das Sozialamt zu ersetzen, sondern um ein gesundes
        Maß. Dies kann nicht darin liegen, eine Wohnung mit 60qm für 800,- Euro
        anzubieten.

        Wie man an diesem Beispiel sieht, spiegelt der Vermieter den derzeitigen Zustand
        in Politik, Wirtschaft, usw.. In allen Bereichen sehen wir kranke, gegen das Leben
        gerichtete Entscheidungen, wie eine entmenschlichte Gesellschaft mutiert.

        “Hier kommen wir zum Kern der Sache. Der Vermieter kann nichts dafür, daß der
        Suchende bereits in so einer Haltung antrabt, die für jeden von Macht befehligten
        eine Provokation ist.”

        Diese Beispiel war überspitzt ausgeführt. Allerdings bin ich überzeugt, daß es
        Wohnungssuchende gibt, die eine Provokation darstellen…

  6. Nun ja, solche Artikel kommen immer mal wieder. Natürlich liegt so manches im argen.. und so manche Weltregion hätte eine Landreform dringend nötig.. zum Beispiel die BR.

    Nur, wird in solchen netten Artikeln eben völlig ausgelassen, dass die meissten Menschen die ich kenne, mit ihrem Statut als Lohnempfänger völlig zufrieden sind… und nicht im Traum daran denken, sich das Leben durch Selbständigkeit zu erschweren.

    Selbständigkeit bedeutet Kampf, Disziplin und Durchhaltevermögen.. daneben braucht es auch noch Kreativität und Weitsicht…. nun ja so manches, was der auf dem Sofa lebende und Chips fressende, Drogen und Alkohol konsumierende, normale Bürgerdarsteller nicht eben mit bringt.

    Vielleicht sollte man die Sache auch einmal von dieser Seite her sehen. Insofern kann man da ja gerade zu sagen, dass die oben beschriebenen Bürgerdarsteller ja regelrecht Glück haben, als Ware der Reichen, überhaupt noch überleben zu können… die Alternative wäre schlicht und einfach zu verhungern.

    • Falkenauge // 17. März 2017 um 18:13 //

      @dragaoNordestino
      Jeder Mensch befindet sich in Entwicklung. Sie sehen nur auf die unteren Erscheinungs- und Verhaltensformen und bilden daraus ihr pessimistisches Menschenbild. Die Wirklichkeit kann nur durch Ideale verändert werden.

      „Jeder individuelle Mensch, kann man sagen, trägt, der Anlage nach, einen reinen idealischen Menschen in sich, mit dessen unveränderlicher Einheit in allen seinen Abwechslungen übereinzustimmen, die große Aufgabe seines Daseins ist.“
      Friedrich Schiller)

      „Behandle die Menschen so, als wären sie, was sie sein sollten, und du hilfst ihnen zu werden, was sie sein können.“
      (Johann Wolfgang von Goethe)

      „Lebe mit deinem Jahrhundert, aber sei nicht sein Geschöpf; leiste deinen Zeitgenossen, aber was sie bedürfen, nicht was sie loben.“
      (Friedrich Schiller)
      Ihr Lob wird sich dann schon ändern.

      Gruß

      • @Falkenauge

        Jeder Mensch befindet sich in Entwicklung. Sie sehen nur auf die unteren Erscheinungs- und Verhaltensformen und bilden daraus ihr pessimistisches Menschenbild.

        Ja schon möglich.. Wobei je nach Interesse die Entwicklungen eben verschieden ausfallen… Die einen entwickeln sich hier und die anderen dorthin… und manchmal schaden oder nnützen sich die verschiedenen Entwicklungen.

        Jedoch glaube ich nicht, dass der Mensch der seit tausenden von Jahren, in seiner grossen Menge abhängig lebt, dies gezwungener massen tut. Allenfalls gezwungen durch das Rudelgeschöpf Verhalten.

  7. Conrath // 17. März 2017 um 14:02 //

    Hallo Frau Zitrone, auf Wohnungssuche?

    Tja, das Problem fängt nicht bei den Maklern an, auch nicht bei der eingestellten Vorsorge des sozialen Wohnungsbaus. Es gab Zeiten, wo pro Jahr in DE mehr als 1 Mio. Wohnungseinheiten gebaut wurden, habe selber daran mitgewirkt.

    It’s the economy-structure, stupid, das hatte Steiner auch schon auf dem/ seinem ‚transsinnlichen Schirm‘ gehabt (KBM übersetzt das hatte er auch schon gedacht, Denken erschöpft sich nicht im Sinnlichen, konstruiert es und übersteigt es, siehe Kurt Port/ Husserl,…).

    Lassen Sie Freunde von sich suchen, mit ner guten Geschichte, die Schwester muss jetzt hier hinziehen, weil…, das trifft dann die Sentimentalität des Homo Oeconomicus (KBM, das sind keine Nicht-Heteros, letztere kennt der Wahrig nicht).

  8. Observer_1 // 17. März 2017 um 15:36 //

    In Bezug auf das hier angerissenen Thema gibt es selbstverständlich mehrere Zugänge. Ich persönlich halte es mit dreien: Zum einen den, welchen Goethe in seinem Faust (Teil I, Nacht), beschreibt http://universal_lexikon.deacademic.com/317644/Was_du_ererbt_von_deinen_V%C3%A4tern_hast,_erwirb_es,_um_es_zu_besitzen .

    Zum anderen den der ultimativen Erkenntnis, das ein einmal der Allgemeinheit überlassenes Land (Gut etc.) auf Dauer nicht mehr bestellt, bestenfalls ganz schlecht bewirtschaftet wird, und in der Regel mit einer großen Hungersnot endet.

    Der dritte folgt der Erkenntnisphilosophie des Nationalökonomen, Juristen, Staatswissenschaftler und Philosophen Leopold Kohr (* 5. Oktober 1909 in Oberndorf bei Salzburg; † 26. Februar 1994 in Gloucester, England) : „Wo immer etwas fehlerhaft ist, ist es zu groß“ … „Die Größe – und nur die Größe! – ist das zentrale Problem der menschlichen Existenz, im sozialen und im physischen Sinn“ https://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_Kohr .

    • Conrath // 17. März 2017 um 19:15 //

      @Observer

      Ja
      und Leopold Kohr hat es wirklich verdient immer wieder erwähnt zu werden. Wichtig ist, dass eben in kleineren Einheiten auch echte Befugnisse verhandelt und entschieden werden können, zukünftig und nicht nur Peanuts wie Haltestellenhäuschenrenovierungsplanung und Fernwanderwegbeschilderungsalternativen.

      Staatsunmittelbare (den Kantonen der Schweiz vergleichbare) Kohr-Gebietskörperschaften, die sich in Maximalgrößen von/ für ca. 5 Millionen Teilhaber/ Eigentümer, organisieren und dann gemeinsam(!) für eine allgemeine Friedensordnung (im Sinne von Kant, KBM > Kantezeigen passt!) einstehen (Kohrallianz).

      Vielleicht kommt ja Kanton sprachlich von Kant oder Kant von Kanton (KBM) 😉 ? Diese Kohr-Staaten könnten dann einen Chorus (kommt von Raum im Altgriechischen) der partizipativen (teilnahmeorientierten) Geldordnung aufbauen und garantieren. –

      Grüßend

    • „Zum anderen den der ultimativen Erkenntnis, das ein einmal der Allgemeinheit überlassenes Land (Gut etc.) auf Dauer nicht mehr bestellt, bestenfalls ganz schlecht bewirtschaftet wird, und in der Regel mit einer großen Hungersnot endet.“

      Seit dem Ende des sogenannten Realexistierenden Sozialismuses ist das bekannt. Nun wäre es Zeit, die Utopien der Landreformer daran anzupassen. Die Einführung des Grundeigentums bei der Seßhaftwerdung bleibt die Urkatastrophe der Menschheitsgeschichte und ging mit der Erfindung des Krieges einher. Also darf der Zustand nicht bleiben wie er ist, aber ihn wieder so zu machen wie er mal war, das ist auch keine Lösung.
      乱馬
      (Ranma)

      • Observer_1 // 18. März 2017 um 12:26 //

        Ranma // 18. März 2017 um 03:14: … haben Sie zu Ihrer These „Die Einführung des Grundeigentums bei der Seßhaftwerdung bleibt die Urkatastrophe der Menschheitsgeschichte“ auch irgendwelche Hinweise, Beweise?

        Darüber hinaus tun Sie so, als ob das Individuum (ganz gleich welcher Gattung, Rasse oder Weltanschauung) niemals einem Überlebenskampf ausgesetzt (gewesen) wäre. Einen solchen gibt es vermutlich schon seit Adam und Eva, jedenfalls spätestens nach der Vertreibung aus dem Paradies.

        Die Erfindung des „Krieges“ geht somit auf das Recht zur Notwehr bzw. auf das natürliche Recht zurück, sein Leben und das zum Überleben notwendige Hab und Gut (und wenn es nur ein kleiner, selbstangelegter Gemüsegarten, oder eine „Hundshütte“ zum Übernachten ist) ggf. verteidigen zu dürfen. Bis dato gibt es jedenfalls auf unserem Planeten bedeutend mehr Grund und Boden, als zur Ernährung aller Menschen erforderlich ist, allzuviel davon liegt m.W. sogar brach.

  9. Conrath // 17. März 2017 um 15:44 //

    Lieber Herr Ludwig

    an guten Vorschlägen und Versuchen mangelt es ja nicht, das zeigt auch Ihr Übersichtsartikel.

    Sie zitieren S. Wagenknecht: „Abbe hielt in den Statuten programmatisch fest, dass es nicht einseitig um einen möglichst hohen Gewinn gehen könne, sondern um „die Steigerung des wirtschaftlichen Gesamtertrages, welchen diese Unternehmungen dem ganzen in ihnen vereinigten Personenkreis, die Stiftung als Unternehmer einbegriffen, mit Aussicht auf längeren Fortbestand noch zu gewähren vermögen.“

    Es gibt viele Beispiele, die zeigen, dass ein Unternehmen, welches in einem gewissen Umfang allen, oder mehreren gehört, bzw. wo der Vermögenskapitalstock im Kern stillgelegt wurde, der privaten (KBM > raubenden!) Nutzung Einzelner damit entzogen wurde, der Betrieb oder Konzern dennoch munter und vor allem ‚wettbewerbsfähig‘, weiter bestehen kann, wenn er bedarfsgerecht von motivierten Menschen betrieben wird.

    Das alles kann einmal genutzt werden, wenn wir die direkten Kurzschlussverbindungen zwischen Banken, Lobbyisten und Parteien/ Massenmedien-Häusern (KBM > Propagandakonzernen, Meinungsknochenmühlen) aufheben können. Dann wird es viele bewährte Modelle geben, die weiterentwickelt, zur neuen Normalität gehören werden und die Kinder dann fragen lassen, mit etwas Gruseln, die heute Jungen, dann Alten: ‚Habt ihr das denn nicht doof gefunden, solche Geldregeln, die nur wenigen nützen, der Mehrheit dauerhaft schaden?‘

    Felix Martin beschreibt das Hauptparadox (Eigenwiderspruch) der Geldordnung. Einerseits vermittelt die jetzige staatlich bevorzugte Privatgeldordnung die Sicherheit für getätigte Investitionen, Erfindungen, Fleiß und Anstrengungen. Andererseits ist diese staatliche Privatordnung nicht in der Lage, sich den ständigen Änderungen in der Gesellschaft wirklichkeitsgemäß (echte, nicht künstliche Bedürfnisse und Arbeitsverhältnisse betreffend) anzupassen, was dann dem festes Verharren im Bestand, widerspricht.

    Wenn die Mehrheit nicht zunehmenden Wohlstand (KBM > Commonwealth!) ernten kann, dann, weil das System in seinem Beharren zu starr ist, nicht auch die stetigen Veränderungen organisiert und deswegen seit 400 Jahren, durchschnittlich alle 10 Jahre zu heftigen Brüchen der Konjunktur und des Leistungsaustauschs genötigt ist. Das wird erst überwunden, wenn alles den echten Veränderungen der Menschen angepasst wird, nicht andersherum, wie heute. Das Grundbedürfnis war zu allen Zeiten, seit Beginn der Arbeitsteilung sehr ähnlich, nämlich die Doppelforderung nach existentieller Sicherheit und Freiheit/ Freiraum. –

    Heute werden fast alle Menschen durch das starre Geld-Leistungs-Buchungssystem und Zinspyramidenspiel (ein dummes, falsches Spiel) herum geschuppst und erfahren noch Schlimmeres.

    Der Staat alleine hat die Tendenz zum Moloch oder zur Beamtenmaschine zu werden. Daher sind Kopplungen gefragt, die freie Betätigung aller mit einer Fortschreibung und Beaufsichtigung von Ordnung harmonieren. Heute sterben aber bereits die Marktrelationen ab und es gibt einen allgemeinen Regress zurück zu einer Zeit der Fürsten-, jetzt Großmonopolkonzernstrukturen, siehe dazu den russischen Autor Andrej Fursow, ‚Die Welt von morgen‘ in drei Teilen auf Vineyardsaker.de.

    Vielen Dank für Ihren Beitrag

    • Karl Bernhard Möllmann // 18. März 2017 um 08:55 //

      . . .
      Con ratlos stichelt:
      .
      – (KBM > raubenden!)
      – (KBM > Propagandakonzernen, Meinungsknochenmühlen)
      – (KBM > Commonwealth!)
      .
      WAS soll der Quatsch – mir UNGEFRAGT Worte in den Mund zu legen – die ich nicht einmal benutze . . . ?
      .
      Mag ja angehen – daß Sie gern die GEOLITICO-Nanny spielen & hiermit für „betreutes Denken“ werben wollen – aber erstens lasse ich mich von NIEMANDEM entmündigen, und zweitens denke ich SELBST viel lieber, und drittens stolpern Sie für meinen Geschmack viel zu oft über einfachste LOGIK-Denk-Fehler . . .

      • Conrath // 18. März 2017 um 11:15 //

        @KBM

        Logik (als inneres Moment des Denkens) ist das, was wir alle immer wieder fehlerhaft betreiben, das stimmt, da sind wir uns einig, lieber KBM.

        Errare humanum est, (sed in errare (errore) perseverare diabolicum) oder Irren ist menschlich, aber auf Irrtümern zu bestehen ist teuflisch!

      • Karl Bernhard Möllmann // 20. März 2017 um 19:41 //

        . . .
        ZITAT @ Conrath:
        .
        „…auf Irrtümern zu bestehen ist teuflisch!“
        .
        WARUM bestehen Sie dann auf Irrtümern wie diesem:
        .
        „Logik (als inneres Moment des Denkens) ist das, was wir alle immer wieder fehlerhaft betreiben…“
        .
        Und WARUM unterstellen Sie mir zu UNRECHT – daß wir uns angeblich „einig sind“?
        .
        Ich gebe mir die allergrößte Mühe – möglichst KEINE Irrtümer zu verbreiten.
        .
        DAZU gehört wesentlich mein BEMÜHEN – einfache & klare Worte zu benutzen – die nach Möglichkeit JEDER verstehen kann.
        .
        Sie dagegen glänzen gern mit selten gebrauchten Fachworten und exotischen Begriffen, die zumindestens ich nicht verstehe – und die mich sehr oft daran hindern – Ihre Beiträge zu lesen . . .
        .
        Mag ja Ihre Absicht sein . . .
        .
        Ich habe aber die Absicht BEST MÖGLICH verstanden zu werden – und wenn jemand NICHT versteht – dann bemühe ich mich um Klärung.
        .
        Also mich bitte in Zukunft nicht mit Ihren Ideen, Aussagen & Methoden in ein & denselben Topf rühren . . .
        .
        Ich bin ein einmaliges UNIKAT.

  10. Zitrone // 17. März 2017 um 21:48 //

    @hubi stendahl 17. März 2017 – 13:48 Uhr

    “Der gesunde Menschenverstand, insbesondere im Hinblick auf die inhärente
    Überlebensstrategie jedes Einzelnen, misst nicht nach einem Prinzip genug oder
    zu viel.“

    Was hat die Überlebensstrategie des Einzelnen, mit Mieten zu tun, die in den letzten Jahren
    um mind. 150% gestiegen sind? Vermietet wird in der Regel eine geerbte Wohnung oder eine,
    die man als Geldanlage nutzt.

    Wie Sie sehen, geht es nicht ums Überleben, sondern u.a., um ein leistungsloses Einkommen,
    welches für manche nicht hoch genug sein kann.

    “Der gesunde Menschenverstand orientiert sich an den vorgefundenen Möglichkeiten und
    den darin enthaltenen Chancen, seinen Gewinn zu maximieren.”

    Nach Ihrer Theorie (Gewinnmaximierung), liegt der Geldadel ja genau richtig. M.E. hat dieses
    System der Maximierung nichts mit einem gesunden Denken zu tun, es basiert wohl eher
    auf Raffgier.

    “Sie verwechseln hier m.E. Ursache und Wirkung. Ursache ist nicht etwa der Vermieter,
    der den Rahmen nutzt, um eine Maximierung seines Gewinns zu erreichen, Ursache ist
    der Rahmen der sich ihm bietet, sich völlig normal zu verhalten, in dem er die Möglichkeiten
    die sich ihm bieten ausschöpft.”

    Wer sonst, als der Vermieter könnte Ursache sein? Keiner zwingt die Vermieter, nur an
    die Maximierung ihres Gewinnes zu denken. Muß ich die “Möglichkeiten” nutzen, um
    diese bis zum Exzess auszuschöpfen?

    Benutzte ich meinen gesunden Verstand, sähe ich nicht nur meine “Möglichkeiten”,
    sondern auch die Not der Mieter.

    “Wofür sonst gibt es einen Staat, wenn nicht dieser die Rahmenbedingungen im Sinne des
    Volks festlegt, statt für die sie beherrschende kleine Clique von Finanzjongleuren.”

    Wozu sollte ich auf den Staat warten, wenn ich selbst einen gesunden Menschenverstand
    besitze? Setzte ich diesen ein, könnte ich eigenständig im Sinne des Volkes handeln.
    In kleinen Bereichen ist dies durchaus möglich, wie z.B. mitzuhelfen, den Mietwucher
    zu stoppen. Dabei könnte ich als gutes Beispiel voran gehen.

    “Ich habe ja oben geschrieben, dass eine Heilung kaum mit Appellen oder dem Glauben
    an das „Gute“, was immer das sein soll, möglich ist. Eine Heilung funktioniert nur,
    wenn wir den Menschen und dessen Eigenschaften wieder lernen zu verstehen,
    sodass ein Rahmen konstruiert werden kann, der solche Auswüchse gewissermaßen
    automatisch verhindert.”

    Heilung braucht keinen staatlichen Rahmen! Heilung kann/muß vom Einzelnen ausgehen.
    Nähme sich dieser in seinem Verlangen nach immer mehr etwas zurück, bremste sich
    sozusagen aus freien Stücken selbst, gäbe es viele “Auswüchse” erst gar nicht.

    • Conrath // 18. März 2017 um 11:03 //

      @Zitrone

      „Wer sonst, als der Vermieter könnte Ursache sein? Keiner zwingt die Vermieter, nur an
      die Maximierung ihres Gewinnes zu denken. Muß ich die “Möglichkeiten” nutzen, um
      diese bis zum Exzess auszuschöpfen?“ Zitatende Z.

      Das stimmt nicht, Frau Zitrone, Hubi regt nur an, das Problem als ein, auch allgemeines, zu verstehen und zu behandeln, mein Kommentar war auch so gemeint, denn Minihäuser können zu inflationären Preisen irgendwann nicht mehr gekauft werden, genauso wenig wie Wasser und Brot!

      Denken Sie nur, der Vermieter hat Kinder, die in fremden Städten studieren und dort Wuchermieten latzen müssen, dann hat sich erst der Kreis geschlossen, er ist zur Mieteinkunftserhöhung genötigt, nicht immer, klar, aber im systemischen Sinne schon.

      Also ‚Ganzheitlichkeit First‘, wie Herr Trump es zurzeit vormacht oder versucht. Wie weit er kommt ist eine andere Frage.

      • Zitrone // 22. März 2017 um 07:34 //

        @Conrath

        Ich verstehe sehr wohl „das Problem“! Denken Sie nur, ich kannte einmal Vermieter,
        allerdings von Ferienappartements, die diese anfänglich zu einem akzeptablen
        Preis pro Tag vermieteten.

        Nach der €uro Umstellung, stieg dieser Preis allmählich um sage und schreibe
        450%. Im ganzheitlichen Sinne, mußte nämlich das teure Nobel-Internat des
        Sohnes, die vier Nobelkarossen, plus Oldtimer, Segelboot, etc. etc. bezahlt
        werden.

        So gesehen, bleibt die von Ihnen angesprochene „Ganzheitlichkeit“ fortwährend
        im räuberischen Dauer-Modus und der kapitalistische Kreis schließt sich erneut.

        Entsprechend diesem Beispiel, existiert noch der politische Kandidat, der
        sich für Windindustrieanlagen einsetzt. Dieser sieht selbstredend keine
        Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt, hat er doch persönlich einen derartigen
        Windpark, sozusagen vor der Haustüre.

        Allerdings befindet sich die Haustüre des Politmenschen, ausgerechnet
        in ca. 15km Entfernung zum Windpark. Passt irgendwie zu Trumps Ausspruch
        oder dem guten, alten, deutschen Sprichwort: „Jeder ist sich selbst der
        Nächste.“

      • Conrath // 22. März 2017 um 09:06 //

        Ja, Frau Zitrone,

        und ganzheitlich ist ja vom Klang her eher als Gutmenschenwort zu assoziieren, aber Sie kennen ja den Unterschied zwischen losem Vorstellen und reinem Denken, dank Rudi und ein ganzheitlicher, die Quellen auswertender, Historiker tut einfach nur seine Arbeit, wenn er das Entstehen von Kriegen beschreibt oder ein ganzheitlicher Soziologe, auf die vielen nichtentfalteten Fähigkeiten einer Gesellschaft verweist, die unter ihrer mangelhaften Allokation von Vermögensteilhabe leidet. Somit ist ganzheitlich ’nur‘ der normale Betriebsmodus des Denkens schlechthin. Wir benennen oft ‚etwas‘ als Denken, was gar keines ist! That’s the problem.

        Ja, es gab bis zu den 90-igern in Österreich/ DE Unterabteilungen der Wirtschaftspolitik (W-Ministerium), die anhand ständig aktualisierter Datenbestände Empfehlungen für eine sogenannte Kreditlenkungssteuerung herausgaben, damals Stand der praktischen Politikanwendung. Dann wurde das neoliberal einfach komplett abgeschafft und als großer Fortschritt an die Mehrheit verkauft, die aber selber gar nichts mit dem Begriff ‚Kreditlenkung‘ anfangen konnte.

        Unpolitik oder schlechte Politik ist eben nicht an lechts und rinks feststellbar, detektierbar, wie Forist Falkenauge ja auch parallel anmerkt, sondern schlicht an dem Vorsatz alles entweder:

        a) ganzheitlich, also denkbar überprüft oder
        b) vorsätzlich nichtganzheitlich, also nichtprüfbar zerstückelt
        mit den Betroffenen zu kommunizieren.

        Diese Kommunikation wird dann, regelmäßig nach jeder Wahlschlappe, euphemistisch als ‚schlechte Kommunikation‘ verkauft, was sie in Wirklichkeit gar nicht ist, wenn man von der Absicht ihres Gebrauchs (maximale Verwirrung), nicht ihrer Wirkung, ausgeht (eingetretene Verwirrung). So wird immer wieder Ursache mit Wirkung ‚v o r s ä t z l i c h‘ vertauscht!

        Ihr Kommentar hat mich verwundert und zu ironischer Antwort verleitet, weil ich von Ihnen schon zusammenhängende Schlussfolgerungen erwartet hätte, Ihre Darstellung aber genauso in jeder Fernsehsendung oder einem Sternartikel hätte stehen können, eben als Darstellung eines ‚Nichtzusammenhangs‘. Das ist ja das teuflische Kommunikationsmuster oder kürzer:

        Heutige Politik setzt bewusst auf maximal ‚verunreinigtes‘, nicht erklärendes verwirrendes, vorsätzlich in Teile zerlegtes und damit vorsätzlich unvollständiges Denken.

      • Zitrone // 23. März 2017 um 08:05 //

        @Conrath – 22. März 2017 – 09:06 Uhr

        „Ihr Kommentar hat mich verwundert und zu ironischer Antwort verleitet,
        weil ich von Ihnen schon zusammenhängende Schlussfolgerungen erwartet
        hätte, Ihre Darstellung aber genauso in jeder Fernsehsendung oder einem
        Sternartikel hätte stehen können…“

        Im Gegensatz zu Fernsehsendung und Sternartikel, beruht mein Kommentar
        auf wahrheitsgemäßen Angaben/Erfahrungen.

        Meine Darstellung bezog sich u.a., auf die von Herrn Stendahl formulierte
        „Überlebensstrategie“. Um zu Überleben, benötigt der Mensch allerdings
        weder Nobelkarossen, Segelboote oder anderen Firlefanz, welcher sich
        dann in Wuchermieten ausdrückt.

        Wuchermieten entstehen eben durch die unterschiedlichsten Spielarten,
        ganzheitlich betrachtet.

      • Conrath // 23. März 2017 um 09:20 //

        Hallo Frau Zitrone

        Vielleicht bin ich nur zu blöde, sehe keine Strategie in Ihrem Erstkommentar. Das Problem ist mAn doch, vom Machtaspekt her von unten gesehen, dass der eine mehr, der andere weniger, Reserven hat und sich so, – ohne Solidarität – , einer nach dem anderen aus dem Spiel schleichen muss/ wird.

        Denken Sie an ‚Mensch-Ärger-Dich-Nicht‘, hat ja ein Anthro erfunden?! Es nützt der Seele, wenn mensch sich nicht ärgert, auch wenn er kurz vor dem sicheren Farbhafen noch Geschmissen wird. Einer nach dem anderen geht als Verlierer von Bord/ vom Spielbrett, hofft noch auf ein weiteres Spiel/ Leben. Und wer hält noch etwas länger durch im realen Leben? Genau(,) der, der mehr Wohnraum hat, als er selber zu bewohnen braucht und weitervermieten kann!

        Wo soll da eine Strategie sein, was erwarten Sie von dem Mitspieler, mitten im realen imperialistischen Kriegsmonopoly?

        Hätten Sie rechtzeitig angefangen mit mehreren Menschen eine Wohngenossenschaft aufzubauen oder dieser beizutreten, wäre es eine verhandelbare Strategie (siehe dazu WaltoMax Ausführungen und mein Vorschlag zu den vielen, kleinen, unsinkbaren(!) Gemeinschaftsinitiativen hierzu). Und das braucht ja keine isolierte Graswurzelveranstaltung zu bleiben/ werden, sondern kann, wenn es wieder kräftige ‚Organisationsressourcen‘ gibt, die neu aufgebaut gehören, zu einem, für die Mehrheit positiven Flächenbrand werden, zerstörend nur für das NWO-Konzept der Grenzenlosigkeit und Zerschlagung aller gewachsenen Formationen. Das Globalgeldkonzept sieht vor, dass jeder Einzelne, als Einzelner(!), in ein unlösbares Schuldverhältnis zur Hyperschattenfinanzkrake wird (> Franz Hörmann führt es aus).

        Solidarität und Ihre Organisation, wird aber nicht vom Himmel fallen, aber die Ideen und Möglichkeiten dazu schon (der Himmel ist ja nicht ‚l e e r‘, wird sogar von uns mittbewohnt*, jede Nacht neu), siehe zur Organisationsfrage das neue Wisnewski-Interview:
        https://kenfm.de/gerhard-wisnewski-verheimlicht-vertuscht-vergessen-2017/

        Sie grüßend und ohne Solidarität bleibt der Caravan oder Wohngeld oder bei Freunden auf der Couch schlafen, reih um und Solidarität aufbauen. Das mit der Solidarität ist wie eine endlose thematische Turingschleife, niemand entgeht ihr, wir spielen das M-Ä-D-N sehr lange, bis wir es kapiert haben werden. –

        *Ein Teilproblem ist immer schon durch existenziell-natürliche Basisteilhabe gelöst, eine Wohnung im Hause Gottes steht für jeden bereit – nein nicht zynisch, sondern tröstlich gemeint.

        Nachtrag M-Ä-D-N hat ja für jeden der vier Mitspieler je zwei sichere Wohnungen, eine protzige, die er nur mit Mühen im Wettbewerb erreicht und eine, die ihm immer wieder zugewiesen wird, also, passt doch alles. Und die Himmelswohnung/ Basis wird nur mit Sechsen verlassen, hmmm die Anthros sind schon welche…

      • Conrath // 23. März 2017 um 09:23 //

        Fehler korrigiert:

        Das Globalgeldkonzept sieht vor, dass jeder Einzelne, als Einzelner(!), in ein unlösbares Schuldverhältnis zur Hyperschattenfinanzkrake gezwungen wird vertikal, nach und nach (> Franz Hörmann führt es aus).

      • Karl Bernhard Möllmann // 23. März 2017 um 11:14 //

        . . .
        Conrath wird (verdächtig) einfach:
        .
        „Heutige Politik setzt bewusst auf maximal ‚verunreinigtes‘, nicht erklärendes verwirrendes, vorsätzlich in Teile zerlegtes und damit vorsätzlich unvollständiges Denken.“
        .
        Andere nennen das noch einfacher: „GEHIRN-Wäsche“
        .
        Wieder andere nennen das kurz & knapp: „LÜGE“
        .
        Daryl nennt das: „NEBEL-KERZEN“
        .
        Ich liebe den Ausdruck: „TARNUNG“
        .
        Wir meinen aber alle das GLEICHE – Politik ist nicht AUFRICHTIG – und FALSCHE Daten sind genauso verwirrend für den Bürger, wie GEHEIME Daten.
        .
        OHNE die richtigen, die echten Daten – kann aber kein Bürger die richtige Entscheidung treffen – gemeint ist, die richtige WAHL treffen.
        .
        Fazit:
        .
        LÜGEN & GEHEIME „Dienste“ sind ein verdeckter ANGRIFF auf das VOLK & zugleich ein verdeckter ANGRIFF auf die Demokratie!

  11. „Es handelt sich bei einer solchen Klinik also um einen reinen Reparaturbetrieb für Nutzmenschen.“

    Angesichts der Tatsache, daß es sich beim Menschen (Homo sapiens sapiens) um ein Tier im zoologischen Sinn handelt, ist es nur konsequent, daß auch Menschen als Nutzvieh gehalten werden.
    乱馬
    (Ranma)

  12. Ganz seltsam finde ich übrigens, daß Herbert Ludwig hier den Sozialisten gibt, während sein eigener Blog eher eine rechtsextreme Plattform ist. Kann natürlich sein, daß ihm das nur entglitten ist. Dann ist es aber seltsam, daß die Kommentare dort genau dann geschlossen werden, wenn jemand zum Thema zurückzukehren versucht.
    乱馬
    (Ranma)

    • Zitrone // 18. März 2017 um 09:38 //

      @Ranma

      Seltsam finde ich eher Ihre Aussage, der Blog von Herrn Ludwig sei eine „rechtsextreme
      Plattform“. Der Blog von Herrn Ludwig ist m.E., eine der wenigen, wirklich guten Plattformen
      im Netz.

      • Ja, ich fürchte da hast du wohl Recht. Ich wollte eigentlich nur sagen, daß er dort Leute mit fremdenfeindlichen Ansichten zu frei agieren läßt. Herbert Ludwig selbst würde ich wegen seines anthroposophischen Hintergrundes als eher leicht links und in der Nähe ernsthafter Sozialdemokraten einordnen, wenn die Kategorien nicht veraltet wären. Ich gehöre nichtmal zu denen, die Steiner Antisemitismus unterstellen, nur weil er zeitgemäß noch nicht an der heutigen Judenverehrung teilgenommen hatte und die Anthroposophen sich schwertun, dagegen zu argumentieren.

        Ich war davon ausgegangen, daß ich sowieso weitgehend ignoriert werde und wies darum auf eine kleine Sache auf übertriebene Weise hin. Ich hatte nicht erwartet, daß das von so vielen Leuten so aufgefaßt wird, wie das geschehen ist. Würde mehr gegen Fremdenhaß zensiert, dann wäre das vor allem mehr Zensur und darum wohl auch nicht viele besser. Ich habe es übertrieben, tut mir leid!
        乱馬
        (Ranma)

    • Karl Bernhard Möllmann // 18. März 2017 um 09:46 //

      . . .
      Ranma stochert im Nebel:
      .
      „Ganz seltsam finde ich übrigens, daß Herbert Ludwig hier den Sozialisten gibt, während sein eigener Blog eher eine rechtsextreme Plattform ist.“
      .
      DANN schauen wir mal ganz GENAU hin:
      .
      Die allgemeine GEHIRN-Wäsche der „LÜGEN-Presse“, auche „FAKE-news“ von Donald Trump genannt – verortet die NAZI’s in die RECHTE Ecke.
      .
      Die gleichen GEHIRN-Wäscher verordnen ALLES – von sozial bis SOZIALISMUS – in die LINKE Ecke.
      .
      Der Ursprung dieser „NEBEL-KERZE“ (copyright: Daryl) – war die NSDAP von Adolf Hitler.
      .
      NSDAP steht für:
      .
      – National
      – Sozialistische
      – Deutsche
      – Arbeiter
      – Partei
      .
      ALSO LINKS (Sozialistische & Arbeiter) UND RECHTS (National & Deutsch)
      .
      Man dürfte also mit dem GLEICHEN Recht – die NAZI’s auch nach LINKS-EXTREM verordnen – wie nach RECHTS-EXTREM.
      .
      Die ECHTEN Nazis waren also BEIDES – RECHTS & LINKS – aber VOR allem anderen waren Sie eine echte PSYCHOPATHEN-Partei, die von panischer echter ANGST getrieben, und blind vor WUT, unser Vaterland an die Wand gefahren hatte . . .
      .
      Spätestens HIER merkt man wie blöd – weil UNGENAU & FALSCH – diese Aufteilung von Wählern nach LINKS & RECHTS ist.
      .
      DAS Spiel ist also ein FALSCHES Spiel – und wir sehen hier Psychopathen am Werk – denn DIESE NEBEL-KERZEN sind vorsätzlich & mit voller ABSICHT einzig & allein zur DIFFAMIERUNG anderer Meinungen eingesetzt!

    • Falkenauge // 18. März 2017 um 10:49 //

      @Ranma
      Ein solch primitives Links – Rechts – Denken hätte ich Ihnen gar nicht zugetraut, noch dazu, ohne die ja schlimme Bezeichnung „rechtsextrem“ zu begründen.

      Der obige Artikel ist übrigens inhaltlich unverändert, nur mit anderer Überschrift zuvor auch auf meinem Blog erschienen.

      Die Kommentarfunktion wurde von mir zwischenzeitlich – wie ich auch schrieb – aus gesundheitlichen Gründen, konkret wegen einer operativen Behandlung im Krankenhaus, auf 1 Woche eingeschränkt.

      Mit diesem gehässigen Kommentar haben Sie sich als Kommentator selbst disqualifiziert.

      • „Die Kommentarfunktion wurde von mir zwischenzeitlich – wie ich auch schrieb – aus gesundheitlichen Gründen, konkret wegen einer operativen Behandlung im Krankenhaus, auf 1 Woche eingeschränkt.“

        Vom Krankenhaus schon, vom Rest hast du nichts geschrieben. Nichtmal von einer operativen Behandlung. Verständlich wäre es durchaus, sich deswegen zurückzuhalten. Nicht so verständlich ist es, wenn man unverändert bei Geolitico und auf dem Gelben Forum aktiv ist, neue Artikel auf den eigenen Blog stellt und nur die Kommentare auf dem eigenen Blog abstellt.

        Rechts und links sind als politische Begriffe zwar überholt, aber mir ist noch keine bessere Bezeichnung als Rechtsextremisten eingefallen für Leute, die über brennende Asylantenheime jubeln, egal wer die angezündet hat.
        Ranma

      • @Falkenauge:

        Daryl faßte meinen Kommentar so auf, daß ich dich persönlich hätte angreifen und als rechtsextrem bezeichnen wollen. Falls du das auch so verstanden hast, dann tut mir das leid, denn so war das nicht gemeint. Ich fand nur, daß du einigen ausländerfeindlichen Kommentaren nicht entschieden genug entgegengetreten bist. Weswegen ich das schließlich schon ab und zu übernommen hatte. Und weil ich wirklich nirgends einen Hinweis gefunden hatte, daß die Kommentarfunktion nun auf eine Woche begrenzt ist, vermutete ich einen Zusammenhang damit, daß weitere Kommentare von mir nicht veröffentlicht wurden. Also hat Daryl wohl Recht und ich muß um Entschuldigung bitten.
        Ranma

      • Conrath // 20. März 2017 um 09:13 //

        @Ranma

        Wo jubelt Herr Ludwig über brennende Asylheime, hallo?

        Ich vermute eher, dass Sie aufgrund eines schlampigen Denkstils auch das sogenannte ‚Kontaktschuldargument‘ einsetzen, was ein Pseudo- und Kampfargument ist. Dieser hat mit jenem gesprochen oder das wurde dort auf den Seiten XY publiziert und muss daher XY sein, also simples Assoziieren, was Sie ja anderen Themen gegenüber auch anwenden. Ohne klares Denken ist Politikehrgeiz schnell Politikmüll, Herr Ranma!

        Herr Ludwig argumentiert Themen, die auch andere Kreise argumentieren, daraus dann Ableitungen zu machen, entspringt leider nur dem unmethodischen Verfahren des Mainstreams.

        Genau diesem Mainstream aber gilt die Kritik aller(!) Autoren hier auf Geolitico und der Mehrzahl der Kommentatoren, Ausnahmen bestätigen diese Regel und ich finde es sehr wichtig, offen zu bleiben für alle!

        Für mich ist auch ein Reichsbürger ein Mensch mit vollen Rechten den ich ernst nehme, respektiere und mit dem ich Argumente wechsele, wie mit einem tibetischen Buddhisten oder positivistischen Materialisten oder Veganer, CDU-ler oder AfD-Aktiven, DKP-Mitgliedern oder…. Ich setze nicht die Personen herab, mit denen ich im Dialog stehe, sondern streite mich oder verbünde mich, mit ihren tragfähigen Argumenten und glaubwürdigen Absichten und Handlungen, so bin ich sozialisiert worden, das ist offene Gesellschaft, nicht Gesinnungsterror wie Kerlchen vom Format Mass es nun ummodeln wollen.

        Wer für mich allerdings offen sichtbar kriminell handelt und gut argumentiert, den würde ich darauf hinweisen und der Tat nicht zustimmen! Mitwissen und Duldung von Straftaten gilt aus guten Gründen als ein strafbewährtes Fehlhandeln (StGB), da erst endet dann alles Argumentieren und ist dann unmittelbare, angemessene Notabwehr gefragt und gefordert, von jedem Bürger!

        Sie unterstellen Herrn Ludwig unbegründet eine unkritische Nähe zu politischen Verbrechern (Brandstifter sind das, egal wie sie das begründen) und merken es noch nicht einmal!?

        Ich würde Sie abmahnen, wenn Sie so eine Unterstellung weiterhin öffentlich machen, oder eben sperren. –

      • Falkenauge // 20. März 2017 um 16:12 //

        @Ranma
        Zitate:
        „Ganz seltsam finde ich übrigens, daß Herbert Ludwig hier den Sozialisten gibt, während sein eigener Blog eher eine rechtsextreme Plattform ist.“
        „Daryl faßte meinen Kommentar so auf, daß ich dich persönlich hätte angreifen und als rechtsextrem bezeichnen wollen. Falls du das auch so verstanden hast, dann tut mir das leid, denn so war das nicht gemeint. Ich fand nur, daß du einigen ausländerfeindlichen Kommentaren nicht entschieden genug entgegengetreten bist. Weswegen ich das schließlich schon ab und zu übernommen hatte. … Also hat Daryl wohl Recht und ich muß um Entschuldigung bitten.“

        Nicht nur Daryl und ich haben das so verstanden, sondern auch alle, die hier dankenswerterweise darauf reagiert haben.
        Die nachträgliche Reduktion des Vorwurfs einer „eher rechtsextremen Plattform“ auf die Begründung, dass ich „einigen ausländerfeindlichen Kommentaren nicht entschieden genug entgegengetreten sei“, ist nicht überzeugend. Selbst wenn das stimmen würde, wird mein Blog damit nicht zu „einer rechtsextremen Plattform“. Ich kann mich aber auch an solche Kommentare nicht erinnern, allenfalls, dass der grenzenlose Einlass von Fremden kritisiert wurde, was nicht ausländerfeindlich ist. Erst recht weiß ich von keinen Kommentaren bei mir, dass „brennende Asylantenheime bejubelt“ worden seien.

        Dass sich der dem primitiven Links – Rechts -Schema entstammende Vorwurf des „Rechtsextremismus“ aber auch auf meine Artikel bezieht, ergibt sich z. B. aus Ihrem Kommentar zu meinem Fassadenkratzer-Artikel „Fortgesetzter Verfassungs- und Gesetzesbruch der Regierenden“ vom 25.1.2017, in dem Sie schreiben:

        „Soll das einer der Artikel gewesen sein, für die du viel Vorbereitungszeit brauchst? Das hättest du wirklich einfacher haben können: einfach die Netzseite einer beliebigen rechtspopulistischen Partei aufsuchen, kopieren, einfügen, fertig. Den Unterschied würde wirklich niemand bemerken!“

        Was soll das heißen? Damit soll ich doch mit sogenannten „Rechtspopulisten“ (womit allgemein Rechtsextreme gemeint sind) gleichgesetzt werden, da ich ja dasselbe schreibe wie diese. Nach dieser merkwürdigen Logik ist man also ein Rechtspopulist oder Rechtsextremer, wenn man sich mit demselben Thema befasst. Auf die Wahrheit kommt es nicht an. Primitiver gehts nicht.

        Es liegt ja auf derselben erbärmlichen Argumentationsebene, mich wegen des obigen Artikels als „Sozialisten“ zu bezeichnen. Wenn ich also in der Analyse (meine Lösungen sehen sowieso anders aus) zum selben Ergebnis wie die Sozialisten komme, bin ich ein Sozialist? Dass beide in diesem Punkt Recht haben könnten, liegt wohl außer Reichweite Ihres Denkvermögens.

        Für mich ist daher Ihre Entschuldigung bisher nicht glaubhaft begründet.

      • @Conrath:

        Kontaktschuldargument. Seit langer Zeit mal wieder ein neues Wort gelernt. Ich befürchte, daß ich darauf wohl hereinfallen kann. In einer Zeit, in der fast alle Juristen Störerhaftung für verfassungskonform, legal und seriös halten, während ich sicherlich nicht weniger naiv bin als jene Fachleute.

        Mit Reichsbürgern habe ich auch schon ganz sachlich argumentiert. Inzwischen frage ich mich, ob das eine gute Idee war. Unseren Staatsorganen und den Medien gelten die Reichsbürger inzwischen als eine Art Terroristen.

      • @Falkenauge:

        „Nicht nur Daryl und ich haben das so verstanden, sondern auch alle, die hier dankenswerterweise darauf reagiert haben.“

        Ich mußte nicht erst alle lesen, um zu bemerken, daß ich weit übers Ziel hinausgeschossen war. Ihr kamt mir sonst nie so empfindlich vor. Als hier beispielsweise dragaoNordestino als Päderast verunglimpft wurde, was ich zweimal mitbekam, da sprang ihm niemand zur Seite.

        „Selbst wenn das stimmen würde, wird mein Blog damit nicht zu „einer rechtsextremen Plattform“.“

        Natürlich nicht. Das war eine Übertreibung.

        „Ich kann mich aber auch an solche Kommentare nicht erinnern, allenfalls, dass der grenzenlose Einlass von Fremden kritisiert wurde, was nicht ausländerfeindlich ist.“

        Damals ging es ziemlich heftig zu und ich war dem heftig gegenübergetreten, was dich damals noch nicht gestört hatte. Wenn sich ein Mensch in einer Situation befindet, in der er ganz sicher verrecken wird, falls ihm keiner hilft, dann braucht man den nicht aktiv zu töten. Beide Fälle führen zum Tod des Betreffenden. Wenn man genau das allen Fremden wünscht, dann wüßte ich wirklich nicht, was das anderes sein sollte als fremdenfeindlich. Seehofers Obergrenze will das AsylRECHT außer Kraft setzen und ist fremdenfeindlich. Man kann nicht die Zeit zurückdrehen und die Fluchtursachen abstellen, die zwei Jahre in der Vergangenheit liegen. Es bestehen betreffs der bereits auf der Flucht Befindlichen wirklich nur noch die Optionen, sie entweder aufzunehmen oder böswillig deren Tod in Kauf zu nehmen. Letzteres ist ausländerfeindlich, menschenfeindlich, unchristlich und noch einiges andere und ich werde nicht aufhören, genau darauf hinzuweisen. Falls du mich dafür sperren mußt, dann tu das!

        „Was soll das heißen? Damit soll ich doch mit sogenannten „Rechtspopulisten“ (womit allgemein Rechtsextreme gemeint sind) gleichgesetzt werden, da ich ja dasselbe schreibe wie diese.“

        Nein, das sollte heißen, das du dir viel Arbeit hättest sparen können. Der Artikel war einfach der qualitative Tiefpunkt auf deinem Blog seit ich den lese. Aber du bemerkst richtig, daß ich mich immer schon recht drastisch ausdrücke. Was bisher noch keinen gestört hat.

        „Wenn ich also in der Analyse (meine Lösungen sehen sowieso anders aus) zum selben Ergebnis wie die Sozialisten komme, bin ich ein Sozialist?“

        Sollte ich auf die selben Ergebnisse wie Sozialisten kommen, dann bezeichne zumindest ich mich selbst schon als Sozialisten. Was übrigens der Fall ist.

        „Für mich ist daher Ihre Entschuldigung bisher nicht glaubhaft begründet.“

        Was will ich da machen?
        Ranma

      • Conrath // 21. März 2017 um 10:08 //

        @Ranma

        „Ich mußte nicht erst alle lesen, um zu bemerken, daß ich weit übers Ziel hinausgeschossen war. Ihr kamt mir sonst nie so empfindlich vor. Als hier beispielsweise dragaoNordestino als Päderast verunglimpft wurde, was ich zweimal mitbekam, da sprang ihm niemand zur Seite.“ Zitatende R.

        Doch, einige schon, aber Sie lesen/ denken ja nicht, wenn vorne C. steht. U.a. habe ich darauf hingewiesen, dass die politische Frage, ob höhere Strafen zielführend sind oder andere Maßnahmen ergänzend erforderlich sind oder beides, ja nicht bedeuten, dass man dann das StGB nicht achtet, also selber Handlungen gutheißt oder gar Kindesmissbrauch vollzieht. Wer aber schon das Etikett ‚Päderast‘ verteilt, wo es um die Ausgestaltung von Recht geht, also eine politische Frage bewegt wird und dann in Gesinnungsmeinungsterror verfällt, hat eben das Ziel verfehlt oder wieder einmal nicht Sachen behandelt, sondern Personen vorgeschoben, immer das gleiche, doofe, alltägliche, a-/ antipolitsche Spiel.

      • Falkenauge // 21. März 2017 um 21:29 //

        @Ranma
        Da Sie (ich bleibe bei dem distanzierenden Sie) mehrfach Ihr Bedauern ausgedrückt haben, übertrieben zu haben und weit übers Ziel hinausgeschossen zu sein, will ich Ihre Entschuldigung annehmen, obwohl sich Ihr Urteiel im Links-Rechts-Schema nicht geändert hat und bei Gelegenheit auch wieder ausufern kann.

        An „Zitrone“ schrieben Sie: „Herbert Ludwig selbst würde ich wegen seines anthroposophischen Hintergrundes als eher leicht links und in der Nähe ernsthafter Sozialdemokraten einordnen, wenn die Kategorien nicht veraltet wären.“

        Es ist ein Unsinn. Das lineare Links- Rechts-Schema war noch nie sinnvoll. Es ist doch offensichtlich, dass eine Vielzahl von politischen Standpunkten und Auffassungen in ihrer Komplexität nicht hintereinander auf eine eindimensionale Linie angesiedelt werden können. So werden nur diffuse Gefühlswallungen erzeugt, in die jeder seine eigenen Vorstellungen hineinlegt, zumeist aber die, die von der veröffentlichten Meinung gerade vorgegeben werden. Es ist im Grunde absurd. Es kann prinzipiell nicht der Charakterisierung der politischen Ausrichtungen und Parteien dienen, sondern eher ihrer gegenseitigen schlagwortartigen negativen Kennzeichnung und Diffamierung. „Rechts“ und „links“ sind Kampfbegriffe im politischen Unterholz.

        Zudem sind die parteipolitischen Standpunkte, die immer nur einen Aspekt für das Ganze ausgeben, zumeist ideologisch verhärtet und verhindern als Machtansprüche geradezu eine gemeinsame Erkenntnisbemühung, die alle Seiten einer Sache einbezieht. Jede Sache hat viele Seiten, und „nur das Ganze ist die Wahrheit“, wie Hegel bemerkte. Und nur um ihre Erkenntnis geht es mir, was schwer genug ist. Das hat hubi stendahl ganz richtig beschrieben.

        Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie mir den „“allen Fremden den Tod wünschenden“ Kommentar nennen würden, damit ich ihn löschen kann, denn ich meine, ich hätte so einen damals gelöscht.

        Dass die Forderung einer Obergrenze fremdenfeindlich sei, bestreite ich. Sie differenzieren nicht zwischen Asylberechtigten und Wirtschaftsmigranten. In meinem Artikel, den Sie so schwach finden, ist das ausführlich behandelt.

        Dass ich ihn mir einfach bei „Rechtspopulisten“ hätte holen können, um Arbeit zu sparen, ist ja ausweichende Sophistik. Hätte ich das gemacht, hätte ich mich gerade dem Vorwurf des „Rechtsextremismus“ ausgesetzt. Da ich ihn, nach Studium eines verfassungsrechtlichen Buches, selbst verfasst habe, ist er in Ihren Augen genau so schlecht, wie von „Rechtspopulisten“. Also … . Sie wollen die logischen Konsequenzen Ihrer eigenen Worte nicht zugeben.

        „Aber du bemerkst richtig, daß ich mich immer schon recht drastisch ausdrücke.“
        Solche selbstgefälligen harten Urteile sind mir generell zuwider.

    • Hallo @Ranma,

      @Ranma // 18. März 2017 um 03:25
      (…)Ganz seltsam finde ich übrigens, daß Herbert Ludwig hier den Sozialisten gibt, während sein eigener Blog eher eine rechtsextreme Plattform ist. Kann natürlich sein, daß ihm das nur entglitten ist…

      Nach solchen Sätzen, @Ranma, stellt sich eher die Frage, WAS alles in IHRER Birne alles schief gelaufen sein muss, bzw. IHNEN „entglitten“ ist!!?
      Unglaublich! Der Blog von @Herbert Ludwig gehört definitiv zu den besten, aufklärerischen Seiten, die man im Netz finden kann. Ausgerechnet gegen solche Blogs die perfide „Nazi-Keule“ zu schwingen, ist an Dummheit und Bösartigkeit wohl kaum zu übertreffen!

      Was denken Sie sich dabei, @Ranma? Geht es eventuell um persönliche Diffamierung des Blogbetreibers, weil Sie sich für etwas „rächen“ wollen – und dann so billig, aus der (geglaubten) „Anonymität“ und mithilfe eines unbedeutenden Nicks, mit so perfiden Verunglimpfungen um sich werfen? Das ist ganz schlechter Stil – und ebenso wirkungslos.
      Bitten Sie bei @Herbert Ludwig um Entschuldigung – ansonsten verschwinden SIE aus diesem Blog!

      Daryl

      • Conrath // 19. März 2017 um 13:10 //

        @Daryl

        Unbegründete Zuschreibungen weisen meistens auf einen akuten Argumentenotstand hin, der damit überspielt werden soll. Nur in seltenen Fällen ist dies echtes, klinisch-psychotisches, Verhalten.

        Ranma gefällt sich in der Rolle des Beurteilers, die aber eigentlich gar keine ‚Rolle‘ sein kann, nur eine Fähigkeit/ Kompetenz, da nur die Argumente selbst für oder gegen sie sprechen, unter Absehung der Person.

        Was wer ist, kann, hat, welche Herkunft, Farbe, Geschlecht und Lieblingsfilme der Argumentierende bevorzugt, ist gegenüber der Dignität seiner Argumente ziemlich nebensächlich bis bedeutungslos.

        Natürlich hilft es in Kontexten zu beurteilen, aber es sind notwendig immer nur Vorurteile, die die tiefere Schlüssigkeit des Vorgetragenen nicht treffen, nur Bereichszuordnungen ermöglichen.

        Und jeder, der die Geschichtslügen des Mainstreams hinterfragt, bekommt früher oder später die Nazikeulenerfahrung gratis geschenkt. So auch Herr Ludwig und das sogar von Anthros, die Steiner noch nichtmals ordentlich kennen, aber gerne voll in die transatlantische Kritik mit einsteigen. Ich hatte das hier schon vor einigen Wochen erwähnt. Man schaue sich dann nur an, was diese Keulenschwinger an Beurteilung, etwa zur Entstehung des Maidans oder Syrienangriffskrieges, öffentlich verhandeln und sofort wird die Gleichung deutlich:

        Keulennutzung (anstelle echter Argumente) geschieht aus Mangeln an solchen, wenn die eigenen Positionen oder Interessen ernsthaft angegriffen werden.

        Bei Ranma sehe ich eher eine gefühlt-gewünschte Erklärerrolle, die er aber so nicht durchhalten kann. Ersatzweise kommt er dann mit solchen, unterstellenden, willkürlichen Ersatzargumenten, was für mich Merkmale der Unsicherheit und leider auch des unreflektierten Neids gegen andere Argumente, sind.

        Der eine genießt es, der andere neidet das bessere Argument. So ist es mit uns Menschen. Ich zahle gerne den ‚Sokratischen Kaufpreis‘ für den Genuss und die Aneignung der besseren Argumente, nämlich zu wissen, dass ich nie hinreichend genug weiß, von Platons Sokrates verkürzt zu:

        ‚Ich weiß das ich nichts weiß‘,

        was nur Trottel als – äääh Alder, ich hab keinerlei Durchblick – verstehen und von uns Schülern damals noch verlängert wurde mit dem obligatorischen Motto zu: ‚… – und davon ganz viel!‘

    • Sehr geehrter Leser, Sie diffamieren unseren Autor. Geolitico arbeitet seit Jahren mit Herrn Ludwig zusammen und übernimmt fast alle seine Beiträge, die immer um eine große inhaltliche Tiefe bemüht sind. Herr Ludwig hat sich zu keiner Zeit politisch weder rechts- noch linksextrem geäußert. Es ist infam, ihm so etwas zu unterstellen. Eine Entschuldigung wäre sicher angebracht.
      Ihre Redaktion

      • Ich finde übrigens auch, daß Geolitico Fremdenfeindlichkeit nicht entschieden genug gegenübertritt. Woher sollte die Wahrnehmung, daß Fremdenfeindlichkeit so sehr um sich greift, daß sogar die etablierten politischen Parteien zum Ruck nach rechts gezwungen wären, sonst kommen wenn nicht von Plattformen wie dieser? Sicherlich nicht von den paar Bots auf Twitter und ohne jemals Twitaudit zu fragen, obwohl doch jeder weiß, daß auf Twitter hauptsächlich Bots aktiv sind? Auch hier fühle ich mich deswegen gebraucht.
        Ranma

      • Karl Bernhard Möllmann // 20. März 2017 um 19:53 //

        . . .
        Ich finde übrigens auch, daß Ranma Fremdenfeindlichkeit nicht entschieden genug gegenübertritt. Woher sollte die Wahrnehmung, daß Fremdenfeindlichkeit so sehr um sich greift, daß sogar die etablierten politischen Kommentatoren zum Rock gegen Ranma gezwungen wären, sonst kommen wenn nicht von Plattformen wie dieser? Sicherlich nicht von den paar Bots von Ranma und ohne jemals Twitaudit zu fragen, obwohl doch jeder weiß, daß unter Ranma hauptsächlich Bots aktiv sind? Auch hier fühle ich mich deswegen als hätte ich Ranma’s Kraut geraucht.

    • hubi stendahl // 19. März 2017 um 13:39 //

      @Ranma

      „Dann ist es aber seltsam, dass die Kommentare dort genau dann geschlossen werden, wenn jemand zum Thema zurückzukehren versucht.“

      Ich bin seit Jahren interessierter Leser auf Ludwigs Internetpräsenz. Weder habe ich je erlebt, dass dort aus politischen Gründen Kommentarfunktionen geschlossen wurden, noch konnte ich aus den interessanten Beiträgen von Herrn Ludwig eine politische Positionierung in links oder rechts verorten.

      Im Gegenteil. Nach meiner Auffassung bemüht sich Herr Ludwig mit hohem Wissenshintergrund der Wahrheit zum Sieg zu verhelfen und ist dabei deshalb so erfolgreich, weil er gerade in keine Schublade links oder rechts passt. Man findet in ihm einen Seitenbetreiber, der mit besonders profundem Wissen um die deutsche Geschichte, insbesondere der jüngeren philosophisch anthroposophischen Vergangenheit, den selten einfachen Themen, eine verständliche Sprache verleiht. Für die Beiträge auf Geolitico vielen Dank.

      Was ist Ihrer Meinung nach links oder rechts?

  13. Ist es nicht merkwürdig, daß der Nutzmensch wieder ein Thema ist, eines von vielen, das die Nutzung der uns bereits gegebenen demokratischen Rechte als Problemlösung nahelegt, aber es niemals Thema ist, wieso das nicht geschieht?
    乱馬
    (Ranma)

  14. Nureingast // 18. März 2017 um 10:36 //

    Solange man die eigene Spezies permanent als Nutz-, Wahl- und Stimmvieh sieht und auch so bezeichnet, wird man auch so behandelt werden.
    Es ist das tief verankerte Selbstbild, dass andere die Kontrolle und Macht über einen haben lässt – that´s all.

  15. Conrath // 18. März 2017 um 10:54 //

    Oui, c’est ça, antwortete der Wald.

  16. @Observer_1:

    „Darüber hinaus tun Sie so, als ob das Individuum (ganz gleich welcher Gattung, Rasse oder Weltanschauung) niemals einem Überlebenskampf ausgesetzt (gewesen) wäre. Einen solchen gibt es vermutlich schon seit Adam und Eva, jedenfalls spätestens nach der Vertreibung aus dem Paradies.“

    Genau, seit der Vertreibung aus dem Paradies, einer Metapher für die Seßhaftwerdung. Im Schweiße seines Angesichts soll er sein Brot essen. Oder so. Das Brot weist bereits auf den Ackerbau hin. Auf dem Acker ackert der Mensch bis ihm der Schweiß übers Gesicht und auch sonst über viele Körperstellen läuft. Ganz klar, die Seßhaftwerdung ist die Vertreibung aus dem Paradies. Kain und Abel erfinden dann den Krieg. Würden Kain und Abel nicht stellvertretend für ganze Völker stehen, sondern hätten wirklich nur diese beiden Menschen existiert, dann wären bereits nach dieser biblischen Geschichte keine Menschen mehr übrig gewesen.

    „Die Erfindung des „Krieges“ geht somit auf das Recht zur Notwehr bzw. auf das natürliche Recht zurück, sein Leben und das zum Überleben notwendige Hab und Gut (und wenn es nur ein kleiner, selbstangelegter Gemüsegarten, oder eine „Hundshütte“ zum Übernachten ist) ggf. verteidigen zu dürfen.“

    Ja, natürlich. Von Natur aus ist der Mensch ein Nomade. Manche sind es immernoch (sogenannte primitive Völker) und manche sind es wieder (Wanderarbeiter). Nur diejenigen, die es nicht sein wollen und irgendwo seßhaft sind, müssen seit der Seßhaftwerdung ihren Grund und Boden verteidigen. Als die Idee des Eigentums an Boden noch für alle Menschen unvorstellbar war, da gab es logischerweise auch keine Notwendigkeit dieses Eigentum zu verteidigen.

    „Bis dato gibt es jedenfalls auf unserem Planeten bedeutend mehr Grund und Boden, als zur Ernährung aller Menschen erforderlich ist, allzuviel davon liegt m.W. sogar brach.“

    Ja, das ist auch wichtig, daß mal darauf hingewiesen wird. Wer heute hungert, der wird in Wahrheit ermordet, wie schon der UN-Beauftragte für Ernährung, Jean Ziegler, festgestellt hat. Die Welt ist keineswegs überbevölkert! Es wäre sogar genug Boden und auch jetzt schon genug Nahrung (die bis dato immer wieder verbrannt wird, weil man nicht weiß, wohin damit) vorhanden, um das Doppelte bis Dreifache der heutigen Weltbevölkerung zu ernähren. Darüberhinaus könnte man noch jede Menge brachliegendes Ackerland aktivieren. Ein Teil davon liegt beispielsweise deshalb brach, weil es vermint ist. Das ist eine häufige Ursache für brachliegendes Ackerland im ehemaligen Jugoslawien. Nachdem der Krieg dort vorbei ist und industriell hochentwickelte Länder in der Nähe liegen, könnte man leicht Abhilfe schaffen. Gaddafi ließ auf Staatskosten Felder in der Wüste Libyens bewässern, seit dem Krieg dort dürfte es damit vorbei sein. Am meisten zusätzlichen Ackerboden würde man dadurch gewinnen, wenn man die Massentierhaltung beendete, für die auf fast zwei Dritteln der Äcker weltweit Futter angebaut wird. Es gibt also tatsächlich dermaßen viel Ackerboden, daß man nicht nur alle Menschen ernähren könnte, sondern man könnte auch jede Menge Baugebiete ausweisen, Bodenschätze fördern und überhaupt alles machen, um alle Menschen am Wohlstand teilhaben zu lassen. Dann wäre immernoch Ackerboden übrig. Was jetzt noch fehlt, das ist politischer Wille. Beim Wahlvolk wahrscheinlich sogar vorhanden, aber einmal alle vier Jahre den Wahl-o-maten benutzen und dann zum nächstgelegenen (meistens keine fünfhundert Meter) Wahllokal gehen, das ist ja sooo beschwerlich. Oder kennt der Wahl-o-mat gar nur menschenfeindliche Parteien?
    乱馬
    (Ranma)

    • Conrath // 20. März 2017 um 09:20 //

      @Ranma

      Sie springen von Observers ‚Adam und Eva Metapher‘ zu kriegsbedingt ungenutztem Ackerland, merken Sie denn nicht, wie sprunghaft unvollständig Sie hier argumentieren/ denken?

      Das stand doch nicht zur Frage. Und die Verteilungsfrage ist nicht die Frage/ das Thema nach seelischer Gesundheit! Alles wechselwirkt miteinander ja, aber dann fangen Sie doch an, das sauber methodisch zu behandeln, also getrennte Fragen stellen und diese dann wieder zusammenführen, so ist es völlig unbrauchbar, weil durcheinander gemixt. –

      • @Conrath:

        „Sie springen von Observers ‚Adam und Eva Metapher‘ zu kriegsbedingt ungenutztem Ackerland, merken Sie denn nicht, wie sprunghaft unvollständig Sie hier argumentieren/ denken?“

        Observer_1 hat doch selbst das brachliegende Ackerland erwähnt. Da habe ich einfach nur die Gelegenheit genutzt, auf Lösungen hinzuweisen, die heute ohne weiteres möglich wären.

        Aber die historische Ironie, daß erst der Ackerbau zu Kriegen führte und viel später der Krieg das Ackerland unbebaubar macht, die fällt mir jetzt erst auf.

        „Und die Verteilungsfrage ist nicht die Frage/ das Thema nach seelischer Gesundheit! Alles wechselwirkt miteinander ja, aber dann fangen Sie doch an, das sauber methodisch zu behandeln, also getrennte Fragen stellen und diese dann wieder zusammenführen, so ist es völlig unbrauchbar, weil durcheinander gemixt. –“

        Also entweder hängen die Themen zusammen, dann ist es sinnvoll sie zusammen zu behandeln, oder sie hängen nicht zusammen.
        乱馬
        (Ranma)

    • Observer_1 // 20. März 2017 um 10:06 //

      … steht es Ihnen selbstverständlich frei, sich auf lebenslange Wanderschaft zu begeben, sich bei anderen zu verdingen, oder sich beeren- und pilzesammelnd zu ernähren. Sie werden allerdings anderen Menschen zugestehen müssen, nicht so steinzeitlich leben zu wollen wie Sie.

      Die Metapher von der Vertreibung aus dem Paradies ist ein Faktum, und keine Metapher. Das (kommunistische) Paradies, von dem sie offensichtlich träumen gibt es nicht, ein solches hat es nie gegeben. Es gibt es weder in der Welt der Affen, von denen Sie vermeinen abszustammen, noch in jener der einfachen Vielzeller die sich aus den Eukaryoten weiterentwickelten und deshalb gegenüber einer Reihe von Fressfeinden (Prädatoren) besser geschützt sind.

      • Conrath // 20. März 2017 um 11:27 //

        @Observer & Ranma

        „[…] in jener [Welt – oder Gesellschaftlichkeit] der einfachen Vielzeller die sich aus den Eukaryoten weiterentwickelten und deshalb gegenüber einer Reihe von Fressfeinden (Prädatoren) besser geschützt sind.“ Zitatende R.

        Genau
        und wenn wir es nicht naturalistisch überinterpretieren, sondern als Phänomen nehmen, dann beginnt dort bereits Vergesellschaftung, nach hier biologischem Vermögen (Vorform des Wirtschaftens schlechthin) und nach biologischer Symbiose (Vorform von Handlungsabstimmung und daher des Rechtlichen).

        Und alle echten kategorialen Dyaden oder echten, wechselwirkenden Antagonisten, haben ihren Erklärungsanteil auch in/ ab der Archeo-Biologie.

        Sind Vielzeller nun die ersten Kommunisten oder Sozialisten? Oder sind sie, funktional genau dazwischen, aus beiden Formenfeldern zusammengesetzt, in ihren Merkmalen, in der ‚Form‘ ihres Erscheinens?

      • „… steht es Ihnen selbstverständlich frei, sich auf lebenslange Wanderschaft zu begeben, sich bei anderen zu verdingen, oder sich beeren- und pilzesammelnd zu ernähren. Sie werden allerdings anderen Menschen zugestehen müssen, nicht so steinzeitlich leben zu wollen wie Sie.“

        Danke dafür, mir das freizustellen. Jedoch will ich garnicht steinzeitlich leben. Ich will in einer Star-Trek-Welt leben. Damit die Menschheit sich so weit weiterentwickeln kann, müssen ihr die Fehler bewußt werden, die in der Vergangenheit und schon mit der Seßhaftwerdung beginnend gemacht wurden. Wenn ich häufig genug und drastisch genug darauf hinweise, dann führt das vielleicht zu einer schnelleren Bewußtwerdung und das wiederum zu einer schnelleren Weiterentwicklung, so daß ich vielleicht noch ein kleines bißchen Star-Trek-Welt miterleben darf.

        „Die Metapher von der Vertreibung aus dem Paradies ist ein Faktum, und keine Metapher. Das (kommunistische) Paradies, von dem sie offensichtlich träumen gibt es nicht, ein solches hat es nie gegeben.“

        Wie kann die Vertreibung aus dem Paradies ein Faktum sein, wenn es das Paradies selbst nie gegeben hat?
        乱馬
        (Ranma)

    • Karl Bernhard Möllmann // 21. März 2017 um 08:33 //

      . . .
      ZITAT @ Ranma:
      .
      „Es gibt also tatsächlich dermaßen viel Ackerboden, daß man nicht nur alle Menschen ernähren könnte, sondern man könnte auch jede Menge Baugebiete ausweisen, Bodenschätze fördern und überhaupt alles machen, um alle Menschen am Wohlstand teilhaben zu lassen.“
      .
      BINGO!
      .
      Warum nicht gleich so?

      • Observer_1 // 21. März 2017 um 09:16 //

        … wäre in diesem Zusammenhang wissenwert, was Sie hier mit BINGO, und „alle Menschen am Wohlstand teihaben … lassen“ konkret besprechen möchten.

        Ist das i.M.n. ein Auftrag zur Veröffentlichung und Vergemeinschaftung von Bodenresourcen sowie Gütern aller Art (i.W. das Gedankenmodell des Marxismus-Leninismus), zu einer besseren pro-Kopf- Umverteilung ungesehen der individuellen und anteilig erbrachten Leistung und getragenen Mitverantwortung, oder zur Anmahnung individueller Pflichten hinsichtlich der Erschließung und Nutzung der vorhandenen Resourcen?

      • Observer_1 // 21. März 2017 um 09:26 //

        @Ranma // 21. März 2017 um 03:40 … ist die Vertreibung aus dem Paradies folglich ein Paradoxon … nach der Bibel und der Glaubenslehre hat sie einerseits stattgefunden, andererseits aber nicht, weil es ein solches Paradies, in dem angeblich stets und ohne jedes Zutun reichlich Milch und Honig fließt, nach der Common-Sense-Philosophie nicht geben kann.

      • Conrath // 21. März 2017 um 09:31 //

        @KBM

        Nur zur Stützung Ihres Argumentes mit dem Ackerboden und der ungenutzten Bebauungsmöglichkeit.

        Vorausgesetzt wir hätten hier auf Mutter Erde vernunftgesetzte Regeln des Zusammenlebens, ‚dann‘ könnten wir bereits jetzt die gesamte Menschheit und noch ein, zwei Milliarden Geistseelenträger_innen (für die geistige Welt ist der Genderismus einzig zutreffend, nicht für uns Leibliebenden) also etwa 10 Milliarden Menschen, locker und städtebaulich- und umweltangemessen und baukünstlerisch wertvoll (mit Expertise von Kollegen Kustos) aufgelockert, in ‚Parkstädte‘ mit großen, unbewohnten Freiflächen dazwischen, auf dem Festlandsockel von England komfortabel leben. Notwendige Industrie und Verkehr, verschwinden weitgehend unterirdisch, die teilweise terrassierten Wohnlandschaften wären großzügig bemessen, eine einzige Stadt auf 250.000 km² mit, wie gesagt, wunderschönen Naturparks und vielen Wasserflächen dazwischen, mindestens auf 150.000 km² lockert alles rhythmisch auf. Dazu nehmen wir nur ca. ein Zwanzigstell! der strukturellen Konzentration (städtebaulich gesehen) von den Kreuzfahrtschiffen der Großschiffsklasse https://www.youtube.com/watch?v=o6VU4Cb67J0 an. Der Rest der Erde könnte weitgehend unbewohnt oder als Ressourcenraum mit vielen Tieren genutzt werden.

        ‚Könnte‘, es ist eine Modellvorstellung, die anregen soll, nicht immer von der übervollen Erde zu quatschen. Übervoll ist sie nur, wenn wir sie unvernünftig nutzen, wie bisher und das in die Zukunft extrapolieren (das Wort kennen Sie ja, lieber KBM 😉 )

        Lernen, Verwaltung und Pflegedienstleistungen wären in der Wohnstruktur integriert. Für die Architekt_innen unter den Lesern, es wäre das völlige Gegenprogramm zur ‚Charta von Athen‘ der Architektur, aber bereits mit den heutigen Mitteln, biologisch einwandfrei zu realisieren.

        Nun, es muss nicht der englische Festlandsockel sein, klar, aber es ist ein anschauliches Beispiel und wo es doch jetzt schon den Brexit gibt, könnte die Insel doch auch komplett geräumt werden, als Wiedergutmachung für schlechte Kryptopolitik in den letzten 250 Jahren. Und Frau May wird dann die königliche Sonderbeauftrage für die Planung und Reinhaltung aller öffentlichen Toiletten im Lande.

      • Karl Bernhard Möllmann // 21. März 2017 um 14:00 //

        . . .
        ZITAT @ Conrath:
        .
        „…könnten wir bereits jetzt die gesamte Menschheit und noch ein, zwei Milliarden … also etwa 10 Milliarden Menschen, locker und … komfortabel leben.“
        .
        Auch DAS ist eine UNTER-Schätzung.
        .
        Ich habe mal mit meiner Schul-Mathematik ZWEI (2) Zahlen ausgerecnet:
        .
        – Landfläche der Erde geteilt durch 7 Milliarden Menschen
        – Landfläche Deutschland geteilt durch 80 Millionen Menschen
        .
        Das Ergebnis war ziemlich erstaunlich:
        .
        Wenn wir die ganze Erde so dicht besiedeln wie Deutschland – dann haben 35 Milliarden Platz, wie in Deutschland . . .
        .
        Da Deutschland aber dringend Einwanderung braucht – wären es eher 50 Milliarden – die locker Platz auf der Erde hätten . . .
        .
        Ein paar Studenten haben New York zum Maßstab genommen – da „passten“ die 7 Milliarden Menschen der Welt dann locker in den Staat Texas – und der Rest des Planeten wäre Menschenleer . . .
        .
        Es wird also mit Zahlen GELOGEN – weil man Rechtfertigungen für MASSEN-MORD sucht – denn das „Establishment“ träumt von nur noch 500 Millionen Menschen . . .
        .
        Das wären dann nur noch 3 oder 4 Millionen für ganz Deutschland . . .
        .
        Die Einen lieben Menschen . . .
        .
        Die Anderen hassen Menschen . . .
        .
        ZWEI (2) Arten von Menschen . . .
        .
        Ich denke bei MONTE CARLO als Vorbild – hätten locker 500 Milliarden Menschen Platz & Spaß auf diesem Planeten . . .
        .
        DAS ist wie beim Beton – es kommt darauf an, was man daraus macht . . .
        .
        Auf JEDEN Fall LÜGT die Globalisten-Sekte und schürt vorsätzliche PANIK mit FALSCHEN Zahlen . . . !

      • Conrath // 21. März 2017 um 14:55 //

        @KBM

        Richtig, es wird mit Zahlen gelogen, dass sich die Balken biegen. Niemand möchte die englische Insel so intensiv nutzen, aber mit Zahlen immer Angst machen, das gelingt prächtig. Und mal ehrlich, wer nicht berufsbedingt mit Zahlen umgeht, für den ist doch alles was etwa eine Millionen übersteigt viel zu viel.

        Das Frühstück, heute Morgen in DE kostet ca. 3,00 Euronen pro Zunge und Gaumen, also rund eine Viertelmilliarde Euronen, einfach so aufgegessen, hallo schämt ihr Euch nicht, nein nicht wegen der ungleich ausfallenden Mahlzeiten auf dieser runden Erde, sondern wegen der Rechenschwäche?!

        Ginge DE jetzt unter, wenn wir morgens bereits für eine halbe Milliarden frühstücken würden? Man beziehe diese Zahl einmal auf die anderen Milliarden, die das GEZ-Kinderfernsehprogram so auf Lager hat und staune. Und ein Frühstück vor 10 Millionen Euro, für alle, ja geht, eine Scheibe trockenen Toast oder Zwieback oder eine halbe Scheibe Gouda, ohne Brot, Butter und Getränk, geht doch, reicht doch, das Beispiel, oder? Klar, wir brauchen eine App die Millionen/ Milliarden anschaulich umrechnet!

        Als damals Taschenrechner mit gesonderter %-Funktion auf den Markt kamen, Ende 70-iger Jahre da ahnte ich bereits, oh,oh,oh, das geht nicht gut. Wie rechnete denn damals jemand mit einem kleinen oder programmierbaren Casio? 17 % von 356 = hmmm 17 % ist dezimal geschrieben (hä was meint der Oberlehrer?) einfach nur 0,17 und 3,5 % wird dann zu so etwas umgeformt(!): 0,035 und das wird dann mit der Summe multipliziert, also 0,17 x 356 = 60,52 oder 0,035 x 356 = 12,46 hmmm, nix App, Kopf ist App oder irgendwann ab/ oder aus.
        Alle Kopfrechner im Lande grüßend, es wird vielleicht die politische Sperrspitze in DE, jeder der Prozentrechnen kann, darf Mittwählen, das wäre doch mal eine Neuerung. Und wer Trigonometrie kann, aus dem Stand, 20 Jahre nach dem Abi, der/ die wird sofort Staatssekretär_in. Die weibliche Form macht dann wieder Kaffee, das geht also auch nicht. Ein Land retten ist gar nicht so einfach, wie es aussieht, lieber KBM 😉 .

  17. „Traurig, weil Sie bereits viele interessante Themen ansteuern/ beitragen, dann aber die Gründlichkeit fehlen lassen.“

    Ich bin ein Generalist, genau. Kein Spezialist. Wer kann einem Spezialisten schon folgen, wenn der über sein Fachgebiet redet? Vor allem, wenn er dabei auch noch gründlich ist? Ich könnte wohl schon gründlicher sein, aber ich gehe meistens davon aus, daß sowieso kaum auch nur zur Kenntnis genommen wird, was ich schreibe. Da soll sich dann der Aufwand in Grenzen halten. Also ich schlage selten mal etwas nach und viele Dinge, vor allem Quellenangaben, kenne ich dann doch nicht auswendig. In populärwissenschaftlichen Büchern wird auf solche Dinge sogar absichtlich verzichtet und die verkaufen sich trotzdem.
    乱馬
    (Ranma)

  18. „Sie setzen also tollkühn und begründungsfrei Ökonomie schlechthin mit Psychopathie gleich, Ranma!“

    Nein, nicht die Ökonomie, sondern nur den Homo oeconomicus.
    Ranma

    • Conrath // 20. März 2017 um 08:49 //

      @Ranma

      Sie weichen lediglich aus, Ihr Argument, auch in einem zusammengesetzten Nomen, dann als Partikel dieser Kombination, bleibt doch weiterhin ‚unterspezifiziert‘ (also unbegründet), ist nicht hinreichend argumentiert und belegt, Sie denken da einfach nicht weit genug, sorry, bzw. verwechseln Sprache und sprachgeleitetes Vorstellen, mit dem ‚begrifflichem Denken‘ und das schon ziemlich lange hier im Blog.

      Ich nehme das nicht persönlich und will Sie auch nicht angreifen, aber wenn Sie das Korrekturangebot komplett missachten, ist ein Dialog dazu wenig hilfreich, oder?

      Und durch reine Masse ist dann auch nichts mehr zu erreichen, erinnern Sie sich an ähnliche Erfahrungen mit guten Lehrern in der Schule, Fachschule, im Betreib oder sonst wo.

      Der Mensch ist ‚immer‘ in einem ökonomischen (also wirtschaftlichen Sinne) ‚u n d‘ in einem rechtlichen (fundamental-natürlich bis zeittypisch der Gesellschaft entsprechend) Sinne mit den Anderen und durch die Anderen bestimmt. Die Du’s in der Welt lassen uns erahnen, dass wir auch ein Du sind, das einzige, was wir mit ich ansprechen, was sich so ab dem zweiten, dritten Lebensjahr einstellt.

      Darin liegt bereits die Leistung des ökonomisch-rechtlich aktiven Menschen. Willkür in der Begriffsbildung schadet der eigenen Entwicklung und verhindert echte Kooperation (mangelnde Vertragsfähigkeit/ Verlässlichkeit).

      Sie grüßend

      • „[…] bzw. verwechseln Sprache und sprachgeleitetes Vorstellen, mit dem ‚begrifflichem Denken‘ und […]“

        Wittgenstein: ‚Die Grenzen deiner Sprache sind die Grenzen deiner Welt.‘

        Wittgenstein: ‚Wer fremde Sprachen nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen.‘

        Den anerkannten Autoritäten der Philosophie ist völlig klar, daß es nur sprachgeleitete Vorstellungen gibt und kein begriffliches Denken. Wer fremde Sprachen lernt, dem fällt das auch auf.

        „Ich nehme das nicht persönlich und will Sie auch nicht angreifen, aber wenn Sie das Korrekturangebot komplett missachten, ist ein Dialog dazu wenig hilfreich, oder?“

        Schon. Zählen die ewigen Streitgespräche zwischen Conrath und KBM oder zwischen Conrath und hubi stendahl oder zwischen Conrath und sonstwem auch zum Korrekturangebot? Oder fasse ich die doch besser als Hinweis auf, daß außer langen Dialogen nichts herauskommen wird?

        „Und durch reine Masse ist dann auch nichts mehr zu erreichen, erinnern Sie sich an ähnliche Erfahrungen mit guten Lehrern in der Schule, Fachschule, im Betreib oder sonst wo.“

        Gute Lehrer? Gibt es die? Die Lehrer an meiner Schule würde ich zwar nicht als schlecht bezeichnen (solche gab es an der Schule meines Bruders, daher habe ich eine ungefähre Vorstellung von einem wirklich schlechtem Lehrer), aber vor allem als originell bis geradezu sonderbar. Hätte mein Geschichtslehrer jedoch nicht Shakespeares Dramen als historische Quelle verwendet, dann wäre völlig unbewiesen, ob mir je aufgefallen wäre, daß ich nicht alles glauben darf, was mir eine Autoritätsperson erzählt. Daher bin ich nicht neidisch auf jene, die gute Lehrer hatten. Es ist für den Lernenden umso besser, je weniger ihn ein Lehrer beim lernen stört.
        乱馬
        (Ranma)

  19. „Der Homo Oeconomicus ist ein Mensch, dessen Handeln sich AUSSCHLIEßLICH am persönlichen wirtschaftlichen Vorteil orientiert.“

    „Das ist der anonyme individuelle Vermieter in aller Regel nicht.“

    Darf ich daraus Zustimmung ableiten, daß der Homo oeconomicus nicht nur von mir als Psychopath angesehen wird?

    „Er folgt dem Gesetz von Angebot und Nachfrage, das im sozialistischen Umfeld vom Staat derzeit manipuliert wird und deshalb zu die vorgenannten Zustände erst ermöglicht.

    Das negieren Sie, weil Sie glauben, dass der bessere Mensch (hier Vermieter) sein Angebot (hier Wohnung) nach altruistischen Maßstäben anzubieten hat.“

    Das scheint mir eher das zu sein, was Zitrone andeutete. Ich meinte dazu, daß der Vermieter dieser Aufgabe nicht nachkommen kann und das eher eine staatliche Aufgabe ist. Der private Vermieter kann nach welchen Maßstäben er will seine Wohnungen anbieten. Dieser Geschäftszweig würde nur sehr schnell unrentabel, wenn es genügend Wohnungen gäbe. In einem sozialem Staat müßte es genügend Wohnungen geben, stattdessen gibt es in Schland sogar Obdachlose. Also kommt der Staat seinen Aufgaben aus Art.20(1)GG nicht nach.

    „Es wird an Biophotonen als Informanten in der Zelle, im Organismus geforscht.“

    Ich weiß von gerademal einem Biophotonenforscher und der wird vom Rest der gesamten Wissenschaftsgemeinde ignoriert. Wir sind hier also nichtmal beim Stadium des Auslachens angekommen.

    „Rupert Sheldrake stellte die Hypothese von morphogenetischen Feldern auf, die Quantenphysiker wie Hans Peter Dürr unterstützen.“

    Nach einigen unnötigen, aber richtigen Ausführungen muß natürlich das kommen. Rupert Sheldrake stellt keine Hypothese von morphogenetischen Feldern auf, sondern die Biologie kennt seit einer Ewigkeit das Thema Morphogenese und hat vor über hundert Jahren den Begriff des Feldes aus der Physik entführt, ohne ihn mit Inhalt füllen zu können. Soll das dem Physiker Hans Peter Dürr nicht aufgefallen sein? Dem dürfte vielmehr aufgefallen sein, daß Sheldrake wenigstens versuchte, den biologischen Feldbegriff mit einem Inhalt zu füllen. Der Begriff den Sheldrake für seine Theorie prägte ist ‚morphische Resonanz‘. Damit ist eigentlich kaum etwas erklärt und innerhalb der Biologie gehört sie nicht zu den plausibleren Theorien. Außerhalb der Biologie scheint der Pflanzenphysiologe Sheldrake mit seiner Theorie jedoch einige Erfolge vorweisen zu können, vor allem in der Psychologie und in der Parapsychologie. Von da aus war es nur noch ein kurzer Rutsch in die Esotheke, von der sich Sheldrake zwar distanziert, aber von wo aus viele Sheldrakianer allen möglichen Unfug über die ganze Welt verbreiten.

    Über die hiesige Akzeptanz des bekennenden Atheisten Dawkins bin ich erstaunt.

    Über eine Reichweite von hundertachtzig Menschen verfüge ich nicht. Eher über eine persönliche Reichweite von wenigen Kilometern.
    Ranma

    • hubi stendahl // 20. März 2017 um 09:22 //

      @Ranma

      Zitat:
      „Das scheint mir eher das zu sein, was Zitrone andeutete. Ich meinte dazu, dass der Vermieter dieser Aufgabe nicht nachkommen kann und das eher eine staatliche Aufgabe ist.“

      @Zitrone hat den Zusammenhang auch nicht verstanden, weil sie wahrscheinlich nicht die volks-und betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge durchblickt. Was nicht weiter schlimm ist; Ich kann auch keine Statik für ein 8-geschossiges Gebäude errechnen. Ihre Äußerung ist zusammen mit den weiteren Ausführungen aber ein Widerspruch in sich.

      Nicht der Staat hat die Aufgabe das Leben der Menschen zu regeln, sondern der Mensch selbst muss wieder Eigenverantwortung übernehmen. Dass es zu wenig Wohnungen gibt, liegt nicht in der Tatsache begründet, dass der Staat keine bauen lässt, das wäre Kommunismus, es resultiert daraus, dass der Staat zugunsten der ihn beherrschenden Oligarchie in die natürlichen Vorgänge von Angebot und Nachfrage eingreift und dadurch die natürlichen Rahmenbedingungen verfälscht, denn knapper Wohnraum bedeutet hohe Rendite, vornehmlich für die Immobilienkonzerne. Private Kleinvermieter hängen nur daran. Sie bestimmen die Knappheit und damit den Knappheitsaufschlag nicht.

      Wäre der Markt aber frei, so würde sich automatisch ein Angebot einpegeln, dass der Nachfrage entspricht, was die Position des Nachfragers/Mieters deutlich stärkt und die Preise senkt. Obdachlose sind übrigens ein schlechtes Beispiel, da ganz unterschiedliche Gründe zum „Tippelbruder“ führen. Ich weiß das, weil meine Frau und ich hier zeitweise caritativ tätig sind. Besser ist das banale Beispiel des Obsthändlers, dessen Angebotsstand gerade leer wird und in Erwartung weiterer Nachfrage verzweifelt versucht neues Obst heranzuschaffen. Derzeit entscheidet die Brüsseler Kolchosenwirtschaft mit Auflagen und Subvention bzw. Strafzahlungen nämlich darüber, ob ein Produkt gewünscht ist oder nicht. Diese Zentralsteuerung ist der Kern des Übels, dem Sie mit noch mehr Staat auf den Leib rücken wollen. Dann werden auch die Äpfel des Obsthändlers teurer, weil eine Zentralsteuerung die in der Zukunft liegende Nachfrage nie vorhersehen kann. Da gibt es Butterberge, die nach Russland verschenkt werden und es fehlen daraufhin Kühe, die die Fleischnachfrage befriedigen, sodass das Fleisch teurer wird.

      Zitat:
      „Nach einigen unnötigen, aber richtigen Ausführungen muß natürlich das kommen. Rupert Sheldrake stellt keine Hypothese von morphogenetischen Feldern auf, sondern die Biologie kennt seit einer Ewigkeit…..“

      Vielleicht fangen Sie zunächst an, seine populärwissenschaftlichen Bücher zu studieren. Ich beginne mal aus “ Die Theorie des morphogenetischen Feldes“ bzw. Das schöpferische Universum. Oh, hoppla, da nennt der doch frech sein Buch „die Theorie des morphogenetsichen Feldes“ obowohl der Herr @Ranma das ganze Gegenteil feststellt. Seite 120, Text: “ In Abb 11 A sind verschiedene Übergangsstadien zwischen dem morphogenetischen Kern“….usw. Nun sind Sie dran: Sagen wir Seite 296, 2. Absatz “ Hill folgerte daraus……….. Übernehmen Sie und vervollständigen Sie.

      Sehen Sie, dass ist das Problem der Schwarmintelligenz, die von einigen so hoch gelobt wird. Sie zieht den Einzelnen auf den Durchschnitt. Und im Internet auf jenes Niveau, dass Sie mit aus der Luft gegriffenen Äußerungen zum Besten geben. Sie haben das Buch nicht gelesen und plappern irgendwelches „Wissen“ Dritter nach, Hauptsache es verhindert, Ihr einmal angelerntes persönliches Weltbild zu zerstören.

      Diese Feststellung stütze ich auf ihre Behauptung, dass Sheldrake ein „Pflanzenpysiologe“ sei. In Wahrheit studierte Sheldrake in Cambridge Biologie und Biochemie, später an der Harvard University Philosophie. wikipedia meint: „In A New Science of Life (1981) stellt Sheldrake seine Hypothese der formgebenden Verursachung vor, die die Existenz von so genannten morphogenetischen Feldern postuliert…..,“

      Bestimmt alles nur Verschwörungstheorie!

      Zitat:
      „Ich weiß von gerade mal einem Biophotonenforscher und der wird vom Rest der gesamten Wissenschaftsgemeinde ignoriert“

      Wenigstens haben Sie hier dem Leser die Entscheidung überlassen, ob das tatsächlich stimmen könnte. Ich weiß nämlich von mehreren dutzend Wissenschaftlern aus verschiedenen Fachgebieten, die in diesem Feld forschen. Woran mag das wohl wieder liegen?

      Immer ergebnisoffen bleiben, dann wird´s auch was mit dem Mehrwert. Sie verschenken sonst Zeit, die Sie auf dem Sportplatz verbringen könnten.

      • Conrath // 20. März 2017 um 15:27 //

        @Hubi

        Sachlich völlig zutreffend, und ich habe alle Sheldrake Bücher immer mit großem Interesse gelesen, auch das neuste ins deutsche übersetzte.

        Und zu den Biophotonen gibt es längst, überall auf der Welt, Expertenteams. Die Anwender sind oft Forscher in anderen Bereichen oder Großmärkte, die die Frische von Ware durch Absorptionsmessungen prüfen können. In DE hinkt man etwas hinterher, nun ja. Aber Popp hat da etwas ganz wesentliches gefunden, eine Brücke, die lange gesucht wurde. Auch die Nervenenden funktionieren mit Biophotonenübertragungen. Die ersten Zusammenhänge kennen die Neuronenspezialisten bereits. Man ist dort längst aus der Phase der losen Basisannahmen und groben Modellbildung herausgekommen.

        Schwierig und herausfordern ist weiterhin, dass wir im Prinzip mit allen Messungen von physiologischen Prozessen, immer nur den Empfänger, nicht den Sender und nicht den eigentlichen Verarbeitungsprozess des Senders, erreichen können, letztere lassen sich daher nur indirekt erschließen. Geschieht das mit anspruchsvollen, nachvollziehbaren Modellbildungen, dann geht es wieder einen kleinen Schritt weiter im Erkennen.

        Aber dieses großspurige eben Mal zur Seite stellen ganzer neuer Unterbereiche, ist entweder naiver Laienart und Unkenntnis geschuldet oder schlechter Stil des 19. Jahrhunderts, den oft fachfremde Forscher dann noch an diese neueren Ergebnisse und ihre Diskussionen herantragen.

      • hubi stendahl // 20. März 2017 um 18:52 //

        @conrath

        Zitat:
        „Schwierig und herausfordern ist weiterhin, dass wir im Prinzip mit allen Messungen von physiologischen Prozessen, immer nur den Empfänger, nicht den Sender und nicht den eigentlichen Verarbeitungsprozess des Senders, erreichen können, letztere lassen sich daher nur indirekt erschließen.“

        Danke für die Ausführungen, es ist auch mein Wissenstand. Dass unsere Generation als Zeitzeuge dabei sein darf, wie an der Schwelle der Informationsübertragung vom Sender zum Empfänger gearbeitet wird, halte ich für ein großes Geschenk. Was sich unsere Ahnen seit tausenden Jahren über Philosophie und Religion versuchen zu erschließen, könnte in wenigen Jahrzehnten zusammen mit der Wissenschaft vielleicht zu einem neuen Weltbild führen. Das ist wirklich spannend.

    • hubi stendahl // 20. März 2017 um 09:51 //

      @Ranma

      „Darf ich daraus Zustimmung ableiten, daß der Homo oeconomicus nicht nur von mir als Psychopath angesehen wird?“

      Nein. Der „Homo Oeconomicus“ ist eine Metapher für bestimmte Handlungen. Er kann und soll den Menschen in der Gesamtheit seines Wirkens nicht abbilden.
      Kein Mensch handelt nur nach dem Prinzip der Ökonomie, die sich stets verändernd, menschengemacht ist. Anderereits handelt kein Mensch ohne ökonomische Hintergedanken. Der Mensch handelt immer aus einem Mix genetisch vorgegebener Attribute und sozial erlernter „Kompetenz“. So gesehen gibt es 7.5 Milliarden Individuen, die unterschiedlich handeln. Was in diesem Zusammenhang „Kompetenz“ ist, entscheiden „Führer“ im Hintergrund. Zur Zeit hat die ökonomische Komponente lediglich Übergewicht, nimmt man das derzeit überdeckte natürliche Verhalten (Programmierung) des Menschen zum Maßstab. Denn der Mensch ist in aller erster Linie ein soziales Wesen.

      Während die genetisch beeinflussten Handlungen sich über lange Zeiträume unverändert einbringen, sind die sozial erlernten (z.B. Gehirnwäsche) in sehr kurzen Zeiträumen geeignet, die Handlungen und Denkweisen am Zeitgeist orientiert zu manipulieren.

      In diesem Zusammenhang empfehle ich als Einstieg „Edward Barnays“ und Ivy Lee, die in der Neuzeit eine wichtige Rolle hin zum Bild des „Homo Oeconomicus“ spielten. Spannend.

      https://www.amazon.de/Propaganda-Die-Kunst-Public-Relations/dp/3936086354

    • Conrath // 20. März 2017 um 10:16 //

      @Ranma

      Auch hier weichen Sie einem ernsthaften Diskurs aus, in der inhaltlichen Entgegnung zu Dritten (und als technische Kritik, warum schreiben Sie nicht, wem Sie gerade antworten einfach klar vorne hin)?

      Inhaltlich gehen Sie nicht auf den, von mir vorgeschlagenen, größeren Zusammenhang ein, der nicht nur einige marginale neovitalistische Synthesen umfasst, wie der populäre Erfolgsautor Sheldrake. Ich hatte vor einigen Wochen die wissenschaftstheoretisch zutreffenden Arbeiten bereits hier genannt, etwa die Linie der Anthropologen, die auf Nicolai Hartmann aufbauend, diesen fortführend, mit dem Problem der Teleologie in der Biologie und ihren Theoriemodellen(!) konfrontiert. Wenn Sie hier also Pauschalitäten dazu ablassen, erinnere ich Sie nochmals an diese Arbeit (9783487150260), kenne den Autor persönlich und schätze ihn, er ist nur stellvertretend für einen Neuansatz in den Wissenschaften genannt worden, von mir, kann gerne eine Liste ergänzen, aber nur, wenn Sie sich diszipliniert um das Thema bemühen, sonst verliere ich nur Zeit damit.

      Kernfrage ist und bleibt, wie lässt sich, methodisch hinreichend begründet, Teleologie mit den empirischen Befunden der Archeo-Biologie und Biologiesystematik verbinden? Mit einer kurzen Zurückweisung von Sheldrake ist es nicht getan oder einem Pauschalverweis auf Esotherik. Sie sind dann bald methodisch so armselig unterwegs, wie die Sportsfreunde von Psiram, lieber Ranma, und zwar was Ihre Argumentation betrifft! Ihnen will ich das persönlich nicht unterstellen, wie Psiram durch Fremdfinanzierung auf alles Abweichende angesetzt zu werden und die loseren Vermutungsränder wegzubeißen, denn das ist ja das Ergebnis der Psiram-Positivisten, allerdings Taschenformat-Positivisten, ohne eigene Beiträge in der Forschung, bezahlte kleine Wadenbeißer, weil sie eben nicht höher springen können, Modell- und Methodendiskurse gar nicht in ihrem Minisortiment führen.

    • Karl Bernhard Möllmann // 20. März 2017 um 12:47 //

      . . .
      ZITAT @ Ranma:
      .
      „Der Homo Oeconomicus ist ein Mensch, dessen Handeln sich AUSSCHLIEßLICH am persönlichen wirtschaftlichen Vorteil orientiert.“
      .
      „Darf ich daraus Zustimmung ableiten, daß der Homo oeconomicus nicht nur von mir als Psychopath angesehen wird?“
      .
      Auch wenn ALLE so denken – wird der fundamentale DENK-FEHLER – nicht plötzlich zur „wissenschaftlichen Erkenntnis“.
      .
      JEDES HANDELN – daß sich „AUSSCHLIEßLICH am persönlichen
      wirtschaftlichen Vorteil orientiert“ zu kriminalisieren – würde die Schöpfungs-Geschichte auf den Kopf stellen, und den „GESUNDEN MENSCHEN-VERSTAND“ gleich mit über Bord werfen.
      .
      DAS ist WILLKÜR.
      .
      Ich kann ein ganzes Imperium bauen und mich dabei „AUSSCHLIEßLICH am persönlichen wirtschaftlichen Vorteil orientieren“ – OHNE dabei VERBRECHEN gegen andere Menschen, gegen Tiere oder gegen die Umwelt zu begehen!
      .
      ODER:
      .
      Ich kann NICHTS bauen und mich dabei NICHT „AUSSCHLIEßLICH am persönlichen wirtschaftlichen Vorteil orientieren“ – UND dabei dennoch JEDE MENGE VERBRECHEN gegen andere Menschen, gegen Tiere oder gegen die Umwelt begehen!
      .
      Wenn einer Multi-Milliardär wird – weil er WERTVOLLE Wohnungen, Autos oder Waschmaschinen für die Menschen baut – dann ist er KEIN Psychopath.
      .
      Wenn einer Pleite ist – weil er FALSCHE Gerüchte erfindet, Rufmord betreibt, FALSCHES Zeugnis ablegt, Menschen denunziert & beklaut – DANN spricht alles dafür, daß er ein Psychopath sein könnte . . .
      .
      Einzig & allein die ABSICHT andere zu verletzen & zu zerstören – ist ein Indiz auf Psychopathie – und diese ABSICHT erkennt man daran, daß um diesen Psychopathen herum ALLES zusammenbricht, inklusive der beteiligten Menschen . . .

    • Conrath // 21. März 2017 um 08:45 //

      @Ranma

      Ihre Ausführungen zur Schule versöhnen mich wieder.

      Klar kann an Shakespeare der konkrete historische Verlauf Englands erläutert werden, aber nur, wenn die Lehrerin/ der Lehrer seinen Schülern die Abläufe auch anschaulich bieten kann. S. handelt von den Rosenkriegen, der Absetzung von Henry III und dem damit gegebenen großen gesellschaftlichen Umbruch und wurde gerade wegen seiner, so schön und zutreffend verpackten, Kritik an den Großen und Mächtigen, so vom Volk geliebt. Aber Vorsicht, die alten Übersetzungen sind schlecht und Altenglisch so schwierig zu verstehen, wie das Alemannisch des Gottfried von Straßburg. Man lese es daher zweisprachig.

      Und glauben Sie wirklich, Wittgenstein mit diesen beiden Zeilen zu erfassen?

      Haben Sie denn Mal von seiner Kehre gehört, dem Bruch des späten mit dem frühen Wittgenstein? Wenn nicht, dann melden Sie sich zum Seminar an, meine Email gibt es zuverlässig über unseren guten Geschi-Lehrer Herrn Ludwig. Arbeiten Sie in seinen Epochen einfach besser mit und schmieren nicht immer Ihre Kaugummis unter den Tisch und gucken nicht so viel aus dem Fenster in die Ferne.

      Und ist denn aus Ihrem Herrn Bruder was geworden, haben nur Sie diese, schulisch erworbene, Theorieabscheu?

      Sie grüßend, Ihr Conradius auf/ mit Sendung

      • Geschichte Englands? Heinrich III? Das wäre fast noch genial gewesen. Gaius Iulius Caesar war da Thema! Außerdem haben wir nicht das Theaterstück gelesen, sondern erst später habe ich erfahren, was aus welcher Quelle stammte oder frei erfunden war.

        Zwischen mir und meinem Bruder sind die Fähigkeiten sehr ungleich verteilt. Ich habe zwei linke Hände, während mein Bruder nichtmal Anleitungen liest. Dementsprechend hat er sich mit der Hauptschule begnügt und hätte sich auch die gerne noch erspart. Er hatte dort einen Englischlehrer, der irgendwann einfach mal aus Lehrermangel dazu verdonnert worden war, Englisch zu unterrichten. Daß keiner der Lehrer Englisch konnte, das interessierte dabei nicht. Also der Englischlehrer meines Bruders konnte kein Englisch, außer was er sich im Laufe der Zeit sozusagen ‚learning on the job‘ selbst beibrachte.

        Wittgenstein habe ich nicht erfaßt. Ich mag die besagten beiden Zeilen, weil sie tatsächlich exakt beschreiben, was man beim lernen von Fremdsprachen erfährt. Für manche ist eine Sprache nur ein Kommunikationsmittel. Aber das geht zur Not auch mit Händen und Füßen. Für mich ist eine Sprache vor allem ein Speicher der Erfahrungen und der Weisheit eines Volkes.
        Ranma

  20. „Wenn einer Multi-Milliardär wird – weil er WERTVOLLE Wohnungen, Autos oder Waschmaschinen für die Menschen baut – dann ist er KEIN Psychopath.“

    Aber auch kein Homo oeconomicus, worauf die Motivation ‚für die Menschen‘ deutlich verweist.
    Ranma

  21. @hubi stendahl:

    „Nicht der Staat hat die Aufgabe das Leben der Menschen zu regeln, sondern der Mensch selbst muss wieder Eigenverantwortung übernehmen.“

    Das wäre eine Möglichkeit, falls mal jemand einen überzeugenden Vorschlag hätte wie der Staat zu entmachten ist. Ich behaupte von dem Ansatz also nicht, daß er schlecht wäre, sondern nur, daß er undurchführbar ist.

    „Dass es zu wenig Wohnungen gibt, liegt nicht in der Tatsache begründet, dass der Staat keine bauen lässt, das wäre Kommunismus, es resultiert daraus, dass der Staat zugunsten der ihn beherrschenden Oligarchie in die natürlichen Vorgänge von Angebot und Nachfrage eingreift und dadurch die natürlichen Rahmenbedingungen verfälscht, denn knapper Wohnraum bedeutet hohe Rendite, vornehmlich für die Immobilienkonzerne.“

    Das läßt sich kaum bestreiten. Aber lassen sich die Immobilienkonzerne und die den Staat beherrschende Oligarchie entmachten?

    „Obdachlose sind übrigens ein schlechtes Beispiel, da ganz unterschiedliche Gründe zum „Tippelbruder“ führen. Ich weiß das, weil meine Frau und ich hier zeitweise caritativ tätig sind.“

    Das macht die Obdachlosen nicht zum schlechten Beispiel. Sie sind ein deutlich sichtbarer Beweis dafür, daß wir nicht in einem sozialem Staat leben. So selbstverständlich wie man Flüchtlingen helfen muß, so selbstverständlich darf man die eigene Bevölkerung nicht schlechterstellen falls man nicht unbedingt Revolten produzieren will.

    „Besser ist das banale Beispiel des Obsthändlers, dessen Angebotsstand gerade leer wird und in Erwartung weiterer Nachfrage verzweifelt versucht neues Obst heranzuschaffen.“

    Es gibt hier einen Unterschied, der entscheidend sein könnte. Obst kann es beliebig viel geben. Wohnungen muß man auf Grundstücke stellen. Die sind das einzige Gut, das tatsächlich begrenzt ist, so daß tatsächlich ein Mangel entstehen kann. Der Obsthändler hat dagegen nur einen temporären Engpaß.

    „Diese Zentralsteuerung ist der Kern des Übels, dem Sie mit noch mehr Staat auf den Leib rücken wollen.“

    Weil es keinen überzeugenden Vorschlag gibt, wie der Staat diese Macht verlieren könnte, deshalb bleibt als Option, die Flucht nach vorn anzutreten. Der Staat ufert, egal ob ich das will oder nicht, immer weiter aus. Wenn das schon so sein muß, dann soll er wenigstens etwas nützliches tun anstatt die Überwachung immer weiter auszubauen.

    „Vielleicht fangen Sie zunächst an, seine populärwissenschaftlichen Bücher zu studieren.“

    Du meintest hoffentlich, sich solle selbst solche schreiben. Sonst wäre der Vorschlag vollkommen absurd. Mit einem Kollegen kann ich mich auf fachlicher Ebene austauschen, falls ich das für nötig halte.

    „Sie haben das Buch nicht gelesen und plappern irgendwelches „Wissen“ Dritter nach, Hauptsache es verhindert, Ihr einmal angelerntes persönliches Weltbild zu zerstören.“

    Ironischerweise ist jenes das einzige von Sheldrakes Büchern, das ich tatsächlich gelesen habe. Trotzdem werde ich jetzt nicht mein Exemplar holen, um den Lückentext zu vervollständigen. Stattdessen erinnere ich daran, daß es sich dabei um eine Übersetzung eines nur populärwissenschaftlichen Werkes handelt. Eigentlich hätten trotzdem jedem, der es gelesen hat, meine Ausführungen über morphogenetisches Feld und morphische Resonanz bereits geläufig sein müssen. Im Gegensatz zu jenen, die nur sheldrakianische Bücher über Sheldrake lesen.

    „Diese Feststellung stütze ich auf ihre Behauptung, dass Sheldrake ein „Pflanzenpysiologe“ sei. In Wahrheit studierte Sheldrake in Cambridge Biologie und Biochemie, später an der Harvard University Philosophie.“

    Und doch gilt er den meisten als Pflanzenphysiologe, weil er nunmal auf diesem Gebiet gearbeitet hat, vor allem als er auf seine Theorie kam, die ihn berühmt machte. Was jedem unweigerlich auffallen muß, der sein Buch gelesen hat. Aber wenn er Biologie, Biochemie und Philosophie studiert hat, dann steht er mir fachlich noch näher als wenn er nur Pflanzenphysiologe wäre. Möglicherweise teilt er sogar meine Idealvorstellung, daß ein Biologe ein Generalist sein sollte.

    „Bestimmt alles nur Verschwörungstheorie!“

    Vielmehr charakteristisch für das Qualitätsniveau, zu dem Wikipedia mittlerweile degeneriert ist. Sie war ein wirklich gutes Nachschlagewerk bevor sie fest in die Hände einer Cliqué von wenigen Administratoren gelangte. Also damals, als Internetquellen in wissenschaftlichen Publikationen kaum akzeptiert wurden.

    „Wenigstens haben Sie hier dem Leser die Entscheidung überlassen, ob das tatsächlich stimmen könnte.“

    Natürlich habe ich das.

    „Ich weiß nämlich von mehreren dutzend Wissenschaftlern aus verschiedenen Fachgebieten, die in diesem Feld forschen. Woran mag das wohl wieder liegen?“

    Das würde ich allerdings auch gerne wissen! Mag sein, daß ich mich aufgrund des weitgehenden Ignorierens dieser Teildisziplin in dieser mal wieder auf den neuesten Stand bringen muß. Würdest du mir zu diesem Zweck einige Namen der Wissenschaftler aus den verschiedenen Fachgebieten nennen?

    „Immer ergebnisoffen bleiben, dann wird´s auch was mit dem Mehrwert. Sie verschenken sonst Zeit, die Sie auf dem Sportplatz verbringen könnten.“

    Ein weiser Rat. Ich wünschte, ich hätte tatsächlich so viel Zeit, daß ich etwas davon auf dem Sportplatz verbringen könnte.
    Ranma

    • Conrath // 21. März 2017 um 10:53 //

      @Hubi & Ranma

      Sie, Hubi argumentieren: „„Nicht der Staat hat die Aufgabe das Leben der Menschen zu regeln, sondern der Mensch selbst muss wieder Eigenverantwortung übernehmen.“
      Das wäre eine Möglichkeit, falls mal jemand einen überzeugenden Vorschlag hätte wie der Staat zu entmachten ist. Ich behaupte von dem Ansatz also nicht, daß er schlecht wäre, sondern nur, daß er undurchführbar ist.“ Zitatende H.

      Und ja, genau da liegt auch methodisch der Hund begraben, Konzepte zur Entmachtung des Staates gibt es viele, welche sind auszuwählen?

      Ich vermute, dass es:
      – superstabile gesellschaftliche Zusatzeinrichtungen sein müssten, wie ein unsinkbares Boot mit Schaumstoff in den Hohlräumen, so dass selbst ein Leck nicht gleich den Untergang bewirkt. Das ist die Hauptforderung Primat 0/ Priorität 1 > relative, bzw. höchste Unkaputtbarkeit muss das Konzept, bzw. seine Teilelemente haben.
      – diese superstabilen Elemente (super-XY)müssen kompatibel sein mit den bisherigen, sozialverträglichen Einrichtungen, die allerdings von einer wahnsinnigen Privatisierungselite langsam zerstört und ausgeweidet werden können (gefährdete, gute Institutionen/ Gesetze > guten-XY)
      – für alle gute-XY sollte dann jeweils ein Plan angefertigt werden, die super-XY an die guten-XY anzuschließen, diese bildlich gesprochen ‚über Wasser‘ zu halten, komme was wolle. Jeder kann sich schnell selber schon mal die Liste der guten-XY zusammenstellen:
      [Familie, Gemeinde, THW, Kreisbehörden, Feuerwehr/ Polizei/ Lehrer (Ranma setzt da etwas anderes ein) Genossenschaften für Wohnen, Arbeiten, Gesundheit, Verkehr, gute Firmen (die Unternehmensleitungen sind aufgefordert mitzumachen Abbe-2.0), Gewerkschaften die ihren Mitgliedern treu sind, Kirchen, wenn sie brav mitmachen und ihren Kirchengott in der Sakristei aufbewahren, Vereine (die/ wir Deutschen lieben Vereine) die es kapieren, Wasserwerke, kleine und mittlere Stromproduzenten, usw…] und zur Absicherung kann sich jeder auch die Gefahrenliste zusammenstellen mit dickem Fragezeichen in Rot!:
      [Alle NGO-Gruppen (gründlich durchleuchten, reinigen, aber nicht einfach mitmachen lassen), Bankenvertreter (außen den bisher schon alternativen, wenn sie Soros abschwören), Industrieverbände (da nur Einzelpersonen, die den Durchblick haben und nicht untergehen wollen), Presse (dito), Parteien (dito), Behördenvertreter (dito), usw…

      Nun kommen die parallelen Maßnahmen mit geringerer Priorität, die aber immer im Hinblick auf Primat 0, oder weil es besser klingt ‚Primat-Zerro‘, als Titel für die Aktion zur Umgestaltung unseres Heimatplaneten, unser Haus soll schöner (friedlicher,…) werden.

      Der Witz bei einem Priorisieren aller Maßnahmen liegt in seiner taktisch-strategischen Effizienz. Die Einzelaktionen können, jede für sich und jederzeit vorangebracht werden, wie im Krieg, es ist ja auch ein Weltbürger_innen-Binnenkrieg und sind doch zu koordinieren, wirken gemeinschaftlich. Und genau das muss jedem daran Beteiligten, freiwillig beteiligten, von sich aus klar sein. Diese Sicherheit ist die Grundausrüstung in diesem Weltbürgerkrieg und nicht die Fesseln der Gesinnungsgeschmäckler. Sie wollen nur die Welt besser konsumieren, scheren sich nicht um ein Weltverständnis, was zu einem Neuaufbau der Gesellschaft beitragen kann, sondern suhlen sich in der Kritik an anders Konsumierenden und anders Glaubenden. – – –

      Echte zusätzliche Hilfe wird wohl nur von der RF/ SOZ und, natürlich-existenziell, von der geistigen Welt zu erwarten sein, realistisch bewertet.

  22. @Conrath:

    „Auch hier weichen Sie einem ernsthaften Diskurs aus, in der inhaltlichen Entgegnung zu Dritten (und als technische Kritik, warum schreiben Sie nicht, wem Sie gerade antworten einfach klar vorne hin)?“

    Weil ich festgestellt habe, daß es weitere Leute von der Teilnahme an der Diskussion abhält, wenn ein bestimmter Name am Anfang steht.

    „[…] Problem der Teleologie in der Biologie […]“

    Die Biologie kennt kein Problem der Teleologie.

    „[…] nochmals an diese Arbeit (9783487150260), […]“

    Was ist das für eine Zahl? Eine ISBN?

    „[…] , sonst verliere ich nur Zeit damit.“

    Wie schön, daß du nun selbst das Problem als ein solches erkannt hast, das mich so oft plagt.

    „Kernfrage ist und bleibt, wie lässt sich, methodisch hinreichend begründet, Teleologie mit den empirischen Befunden der Archeo-Biologie und Biologiesystematik verbinden?“

    Wieso sollte man das überhaupt wollen?

    Psiram hat zwar ein Minisortiment und ist wahrscheinlich fremdfinanziert, aber ihre naturwissenschaftlichen Erläuterungen haben Hand und Fuß. Dadurch ist Psiram sehr nützlich, um Scharlatanen auf die Spur zu kommen. Manche betrachten alles als falsch, was Psiram sagt und das auch noch deshalb weil es Psiram ist, die (/ das?) etwas sagt. Tatsächlich ist jedoch ungefähr achtzig Prozent davon richtig. Unbestritten kann die Zuordnung zu den entweder achtzig Prozent oder zu den übrigen zwanzig Prozent schwierig sein. Obwohl in den meisten Fällen die vorhandenen Vorurteile, wo sie vorhanden sind, klar ins Auge springen. Zum Beispiel bei Psirams Kritik an der Astrologie, die sich nur die abstrusesten Prognosen allerlei Scharlatene vornimmt, aber nicht eine einzige allgemeine Regel aus der Astrologie. Wenn man sich jedoch darüber informieren wollte, ob die abstrusen Prognosen von Scharlatanen eintreffen, dann liefert Psiram da sinnvolle Informationen.
    Ranma

    • Conrath // 21. März 2017 um 08:22 //

      @Ranma

      „Die Biologie kennt …[…]“ Zitatende R.

      Wirklich, ‚d i e‘ Biologie im Singular?

      Entweder sind Sie im Erstsemester Ihres Lieblingsfaches rausgeflogen oder aber haben sich noch nie mit dem Problem der permanenten Suche und Rekonstruktion eines einheitlichen Erklärungsansatzes in der Tiefe ernsthaft befasst.

      So notwendig die ‚eine‘ Biologie und die jeweils mit sich ‚einigen‘ anderen Schwesterdisziplinen, also die ‚eine‘ Naturwissenschaft (die eine Wissenschaft überhaupt) ja wäre, als Ziel(!), so schwierig gestaltet sich die Durchführung konkret dahin zukommen.

      Und vermutlich halten Sie auch die Frage J.G. Fichtes für überholt, nach der ‚Möglichkeit der Einheit des Wissens überhaupt‘ (Wissenschaftslehre Fichtes in mehreren Anläufen) heute noch zu suchen. Wenn Sie sich nun zur Methodiksuche bekehren empfehle ich Ihnen diese Habil-Schrift von Rebecca Paimann (382603208X). Dann aber sind Sie nur ein glückseeliger Schläfer in diesem Bereich.

      Die Einheit der Wissenschaft ist in der Methode zu suchen, permanent und in jeder einzelnen Fragestellung! Genau das macht in praxi unmöglich, ein Gebiet wirklich absolut zu kennen und zu verstehen. Einen Überblick haben ist etwas ganz(!) anderes, als sich um die Anschlussfähigkeit von Methoden zu bemühen. Aber es gibt in der Wissenschaft eben auch Arbeitsteiligkeit, wie im Rest der Gesellschaft und daher ist jemand, der wirklich denkt, es gibt nur eine ‚Biologie der Nichtteleologie‘ nicht Vertreter dieser einen Biologie, sondern lediglich, mehr oder deutlich weniger (bis nichts) beitragend, Befürworter (oder kritikloser Anhänger) eines theoretischen Modells, welches versucht ohne Telos (Eigenbestimmung/ Eigendasein) auszukommen. Er ignoriert oder leugnet den tatsächlichen Theorienwettstreit, bzw. verkürzt diesen durch einen Blackbox-Pseudo-Argumentefreihalter, hier ist es die Systemselbststeuerungsannahme. Ihre Vertreter können nicht näher bestimmen ‚was‘ denn diese Steuerung vornimmt, das verdeckt/ verhüllt diese Blackbox gerade. Ähnlich ist unsere VWL mit Blackboxannahmen verstellt, das nur angedeutet.

      Sie Ranma, fallen dadurch auf, dass Sie die im Thema liegenden Bestimmungen, aber gar nicht kennen, sondern immer wieder ersatzweise umdeuteln und das bereits als schlüssiges Denken nehmen, in einer Form von willkürlicher (teleologischer!) Selbstbefangenheit.

      Hubis Theoriehinweis zur ‚Lage‘ der Bettler, wird bei Ihnen (in sprachlichem Anknüpfungsspiel) zu einer ‚Beurteilung‘ der Obdachlosen. Sie bemerken noch Nichtmals, wie unsauber Sie in ihrem meinenden Denken Schlüsse ziehen, die Lagebestimmung mit einer Personenallgemeinbestimmung ‚schlicht‘ verwechseln!). Dies zieht sich leider komplett durch Ihren schriftlichen ‚Selbstausweis‘ hindurch, den jeder Text eben darstellt, der über eine reine Sachweiterleitung hinausführt, Philosophen sprechen da von Selbstreferenz. Ich halte Sie nach wie vor für einen Technikanwender, nicht aber theoretisch-praktischen Arbeiter (sagte der Oberlehrer und knallte das Aufsatzheft deutlich hörbar aufs Pult, dem Schüler stieg immerhin der Puls und sein Unterbewusstes schwor nächstens doch mehr zu lernen).

      Und wenn vorne ein C.. vorsteht, braucht man gar nicht weiter nachdenken oder argumentieren.

      Richtig, Ranma, aber da beschreiben Sie nicht den Allgemeinmodus bestimmend-schließenden Denkens, sondern Ihre Bevorzugung des bloßen Meinens, bekräftigen, dass Sie nach Person und eben nicht, nach Argument entscheiden. Was wollen Sie dann eigentlich, einfach nur Meinungen absetzen? Ist ja nicht verboten, nur ist bloßes Meinen eben nicht anschlussfähig, in unserer Lage aber auch nicht politisch.

      Das ist der Flaschenhals des Politischen schlechthin.

      Ich schreibe es nur so ausführlich, weil Sie mir eine Steilvorlage für die ‚Verführbarkeit von Menschen‘ geben, die zwar deutlich weiter als bis drei zählen können, aber sich um Widersprüchlichkeiten nicht weiter bemühen, zumindest nicht in dem Masse, wie es Ihnen Gott, den die Biologie ohne Telos eh nicht kennt, eigentlich ermöglicht – von den Voraussetzungen her.

      Und ich meine nicht den machterhaltenden Gott der Kirchen, sondern den der freien Menschen, darunter viel Wissenschaftler, die lange Liste können Sie sich selber heraussuchen. –

      Der Clou von det jaanzen, wir haben ja auch waschechte Berliner an Bord, ist aber, dass die streng reduktiv-positivistischen Wissenschaftler (zu denen ich Ranma (noch) nicht zähle, da bisher kein Theorieverständnis erkennbar ist), dafür dann einen Ersatzgott haben, es ist der ‚Gott der Statistik‘ und(!) des Zufalls. Die Griechen haben ihm sogar einen eigenen Namen gegeben, es ist – nun ja die Frauen punkten schon wieder – die Göttin Tyche!

    • Karl Bernhard Möllmann // 21. März 2017 um 08:41 //

      . . .
      Con ratlos schimpft über Ranma:
      .
      „Auch hier weichen Sie einem ernsthaften Diskurs aus, in der inhaltlichen Entgegnung zu Dritten (und als technische Kritik, warum schreiben Sie nicht, wem Sie gerade antworten einfach klar vorne hin)?“
      .
      Offensichtlich gibt es Ranma doppelt – denn ich finde seine letzen Kommentare richtig Klasse!

      • Conrath // 21. März 2017 um 09:00 //

        @KBM

        Meine Kritik bezog sich gerade nicht auf den Abschnitt Ranmas, dem Sie zustimmen, ich übrigens auch. Das Problem, lieber Herr KBM ist doch, auch hier erkennbar, es gibt ‚keine‘ einheitliche Personenbeurteilung (Meinungsbeurteilung) sondern alle Teilelemente einer persönlichen Meinungen gehören, thematisch unterschieden, auf den Tisch der Prüfung!

        Tisch?

        Ja Tisch! Stellen Sie es sich bildlich so vor, wie beim Zoll!
        Wir laden unseren Meinungsrucksack vor dem freundlichen Zollpersonal aus und gehen dann gemeinsam durch, was ‚was‘ (eigentlich) ist, fertig!

        Geschieht dies freiwillig methodisch, ist es Wissenschaft. Geschieht es freiwillig spielerisch ist es Literatur. Ist es ein Gebot, dann hat es mit Gesetzen zu tun, die andere für uns vorsehen und schaue ich nie in den Rucksack hinein, dann reise ich nicht oder lasse andere für mich reisen (Ende der Metaphernfahnenstange).

        Ich weiß, dieses Bild ist für alle abschreckend, die innen drin echte Freischärler und Anarchisten geblieben sind – gefühlt jedenfalls und immerfort so argumentieren: ‚Mein Bauch gehört mir‘ und dann fleißig abtreiben, ach neee, ich meinte anstelle von Bauch diesen oberen, halsgetragenen, teilbeharrten Abschluss, aber es musste mal gesagt werden, musste mal raus.

        Ich Sie auch

    • Karl Bernhard Möllmann // 21. März 2017 um 08:49 //

      . . .
      Der „doppelte“ Ranma lobt Psiram:
      .
      „Dadurch ist Psiram sehr nützlich, um Scharlatanen auf die Spur zu kommen“
      .
      So,so . . . ?
      .
      Nach allem, was ich weiß – ist Psiram die Mutter aller FAKE-news – betrieben von den westlichen GEHEIM-Diensten zur Verteidigung der diversen Verbrechen der Globalisten-Sekte . . .
      .
      Aber die Psiram-TARNUNG ist offensichtlich Welt-Klasse – wenn sogar ein „Generalist“ darauf herein fällt . . . ?

      • Zitrone // 21. März 2017 um 11:19 //

        @KBM

        Zu Psiram:

        „Die unvorstellbare Gehässigkeit, sowie das unverkennbare Zynismus und
        die Menschenverachtung von Esowatch/Psiram sprechen auch eindeutig
        in der Antwort von Stefan Laurin und seinem Kollegen Sebastian Bartoschek
        (aus dem Mobbing-Netzwerk GWUP/Psiram) auf den Protestbrief eines
        Ärztevereins nach dem Selbstmord des von Esowatch/Psiram zu Tode
        gemobbten Journalisten Claus Friztsche […] wird über seinen Tod hinaus
        von Esowatch/Psiram gehetzt.“

        „Was sind denn das für Menschen? Was für unvorstellbare Abgründe offenbaren
        sich in der Gesellschaft bei dem Tod eines Mobbing-Opfers… “

        https://www.quant-vital.de/kritik-an-psiram-eh-esowatch-diffamierung-mit-system.html

  23. Auch von dort:
    „Wann genau sich Psiram von der »kritischen Website« zum pseudowissenschaftlichen Mobbingunternehmen gewandelt hat, ist schwer auszumachen…“

    Psiram hat also, seit ich das letzte Mal dort nachgeschaut hatte, erheblich an Qualität eingebüßt und ganz neue Tiefen erreicht. Ich kannte die GWUP zwar als Versammlung von Androiden, aber die waren nicht bösartig. Nur uninteressant für Leute, die kein materialistisches Weltbild haben und den materialistischen Teil nicht nochmal erklärt brauchen. Hätte ich nicht gedacht, daß es mit denen so weit abwärts gehen kann und man eine Quelle, die früher das Vertrauen vieler Wissenschaftler genoß, heutzutage erst noch überprüfen muß.

    Besonders schade, daß die Homöopathiegegner zur Zeit den öffentlichen Diskurs zu gewinnen scheinen, so daß der Gesetzgeber es wohl bald schwieriger machen wird, Homöopathie zu praktizieren.

    Ich muß nun in mich gehen und überprüfen, ob ich eine gespaltene Persönlichkeit habe.
    Ranma

    • Karl Bernhard Möllmann // 22. März 2017 um 09:36 //

      00

      • Conrath // 22. März 2017 um 09:59 //

        @Ranma % KBM

        Deswegen predige ich hier und mache einen auf Oberlehrer, obwohl ich die früher, bis auf ganz wenige Ausnahmen, nicht mochte.

        Wir alle, jeder der nicht zu einem klaren Denken (zurück-)findet, spaltet sich von innen her und zwar mit jeder weiteren, unvollständigen Entscheidung die er/ sie trifft.

        Das stimmt, wir wissen es auch und von daher sollten wir uns ‚jetzt‘ freuen und versuchen mit immer weniger Spaltungen in unseren Denkschlüssen und zwischen Denken und Fühlen, auszukommen. Ganz abschaffen, von jetzt auf gleich, wäre der nächste Fehlschluss.

        Nein, wir brauchen Einsicht, dass es eine Gefahr ist und dann die Ruhe, diese ‚nach und nach‘ abzustellen, je entspannter, desto besser und Rückschläge sollten wir einrechnen, dann können wir sie auch viel besser überwinden.

        Übrigens raten das alle guten Profis auch z.B. bei der Abgewöhnung des Rauchens.

        Ich Euch auch

        KBM, haben Sie Ihre Lesebrille liegen lassen, oder was war das > 00 ?

  24. Die wirkliche Matrix, in der sich die halbwegs zivilisierte Menschheit seit 3200 Jahren befindet, braucht keine „Maschinen“ wie im Kinofilm „Matrix“ bildlich dargestellt, sondern ist „nichts weiter“ als die Summe aller Vorurteile und vorgefassten Meinungen, die der „Normalbürger“ nötig hat, um „diese Welt“ für die „beste aller möglichen Welten“ zu halten. Wie weit das von der Wahrheit entfernt ist, hatte schon im 19. Jahrhundert der Philosoph Friedrich Nietzsche erkannt. Obwohl ihm das erforderliche Basiswissen noch fehlte, kam er zu einem ganz erstaunlichen Ergebnis:

    „Diese ewige Anklage des Christentums will ich an alle Wände schreiben, wo es nur Wände gibt, – ich habe Buchstaben, um auch Blinde sehend zu machen… Ich heiße das Christentum den Einen großen Fluch, die Eine große innerlichste Verdorbenheit, den Einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist, – ich heiße es den Einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit…“
    (Der Antichrist, 1888)

    Es muss betont werden, dass dieses Zitat nicht als Beschimpfung, sondern als das Resume einer umfassenden und ehrlichen Analyse zu verstehen ist. Wer für die ungeheure Perversion dessen, was sich bis heute „Christentum“ nennt, die passenden Worte finden will, hat es außerordentlich schwer. Hätte Nietzsche erfahren können, um wieviel giftiger, heimlicher, unterirdischer und kleinlicher sich der Racheinstinkt nach heutigem Wissen darstellt, wären wohl auch ihm die Buchstaben ausgegangen. Glücklicherweise ist der Schandfleck nicht unsterblich, sondern steht kurz vor dem Ende, sodass es an der Zeit ist, den Fluch aufzulösen.

    Perversion bedeutet Umkehrung, und in diesem Fall wurde die Lehre des Jesus von Nazareth in ihr Gegenteil verkehrt. Nicht die gesamte bisherige Science-Fiction Literatur, sofern es sich um positive Utopien handelt, könnte einen Eindruck von der überwältigenden Großartigkeit einer alternativen Gegenwart vermitteln, in deren Vergangenheit die Erkenntnis des Jesus von Nazareth schon zu dessen Lebzeiten praktisch angewendet worden wäre. Man stelle sich vor, der heutige Stand des Wissens und der Technologie wäre bereits im dritten oder vierten Jahrhundert erreicht worden, während Armut und Krieg schon genauso lange überwunden und Umweltverschmutzung und -zerstörung niemals Thema gewesen wären. Von dort aus noch einmal siebzehn Jahrhunderte in die alternative Zukunft zu extrapolieren, wäre nicht einmal für die äußersten Grenzen des Möglichen noch zulässig. Was Jesus entdeckte, lange bevor es in „dieser Welt“ schon vor einem Jahrhundert wiederentdeckt und aufgrund militanter Blödheit bis heute nicht verwirklicht wurde, ist nichts Geringeres als der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation.

    • Conrath // 5. April 2017 um 16:58 //

      Lieber Stefan,

      Ihr Nietzscheverständnis berührt.

      Ja: „[es] wären wohl auch ihm die Buchstaben ausgegangen.“ Zitatende S.

      Und dennoch wird Ihnen Jesus zum Creator Mundi: „[Er] entdeckte, lange bevor es in „dieser Welt“ schon vor einem Jahrhundert wiederentdeckt und aufgrund militanter Blödheit bis heute nicht verwirklicht wurde, ist nichts Geringeres als der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation.“

      Meinen Sie damit Jesus, als der, im 4. Jahrhundert verchristete (durch kaiserlich-römische Salbung erhöhte), Gott, der als zweiter, erneuerter Adam (Menschheitsrepräsentant/ neue Menschheit), kam und damit die Menschheitsentwicklung, samt ihrer Technikfertigkeit-/ Fähigkeit (Techne, altgr. τέχνη), von Grund auf ’n e u‘ machte, erneuerte, (siehe, ich mache alles neu)?

      Der Christuismus machte aus dem lebendigen, henologischen Zeitorganismus der überseienden, intelligiblen, Wesenswelt, eine späte Gotteskonstruktion, einen verspäteten Kairos-Logos (griech. Καιρός). Das findet sich noch in der Poiesis (altgriech. ποιέω) des Novalis (Friedrich von Hardenberg) und bei Hölderlin.

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