Die Geldpläne der Großmächte
Die Geldpläne der Großmächte

Die Geldpläne der Großmächte

Gold Nuggets / Wikipedia: This work has been released into the public domain by its author, Aramgutang at English Wikipedia. This applies worldwide.https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Native_gold_nuggets.jpg Gold Nuggets / Wikipedia: This work has been released into the public domain by its author, Aramgutang at English Wikipedia. This applies worldwide.https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Native_gold_nuggets.jpg
Nordamerika, Europa, Russland, China basteln an einem neuen multilateralen Finanzsystem, in dem Gold eine zentrale Rolle spielt. Das Schuldgeld bleibt jedoch. Ein Gastbeitrag von „dixie cup“.

Die Welt ist seit 2007 eine andere geworden. Gewohnte wirtschaftliche Wirkungszusammenhänge erklären nicht mehr die Realität. Wir leben in einer Zeit der ungekannten gegenseitigen Abstimmung der wichtigsten Zentralbanken der Welt. Sie alle eint nur ein Ziel: Den Übergang zu einem multilateralen monetären System ohne weiteren großen Finanzcrash zu gestalten. Und sie liegen damit im Plan.

Der chinesische RMB ist nun Teil der Sonderziehungsrechte (SZR), der US-Dollar kollabiert nicht, eben so wenig der EUR. Stattdessen wird Gold demnächst in den exklusiven Klub der SZR aufgenommen.

Über Gold wird weder im Mainstream noch in den alternativen Medien seriös berichtet. Wir sind derart konditioniert, dass wir kreischenden Informationsschnipseln und emotional aufgeladenen Überschriften nachrennen, die nur den jeweiligen Webseitenbetreibern als Klickfutter dienen, um die nächsten Werbeeinnahmen zu erhaschen. Viele Menschen nehmen diese „Informationen“ als Grundlage für Investitionsentscheidungen.

Der politischste aller Rohstoffe

Gold. Zweifelsohne das Magischste aller Metalle. Viele streben nach ihm, den wenigsten hat es Glück und Reichtum gebracht, dem Rest Gram und Verderben. So kann es auch dieses Mal laufen.

Was sind die Gründe hierfür? Mit linearem Denken, unseren gewohnten Denk- und Erklärungsmustern für die Zeit vor 2007, kann man in der neuen, von Zentralbanken konstruierten Welt viele Entwicklungen nicht mehr erklären. Viele Menschen erkennen zwar die neue Realität, weigern sich jedoch beharrlich, sie zu akzeptieren. Dazu erstickt die Angst vor Inflation bzw. die Gier, jener Fiebertraum nach schnellem Reichtum, den letzten Funken Rationalität.

Gold ist (neben Öl) der politischste aller Rohstoffe. Um Gold scharen sich die größten Propagandageschichten und raffiniertesten Täuschungen der Geschichte. Kaum ein anderes Thema ist mit derart vielen Dogmen und Lügen eingemauert.

Es wird uns wie ein Naturgesetzt eingehämmert, dass die bisher geförderte, weltweite verfügbare Goldmenge angeblich bei ca. 160.000 Tonnen liegt. Uns wird erzählt, der Goldpreis werde durch Förderkosten, Lieferengpässe oder die weltweite Nachfrage nach Goldmünzen, Goldschmuck o.ä. beeinflusst.

Wer sich eine optionale Meinung etwa zur weltweit verfügbaren Goldmenge holen will, dem seien zwei Bücher empfohlen. George M. Taber berichtet in seinem Buch „Chasing Gold“ davon, dass um 1940 fast alle Nationen Europas ihr Gold Richtung Nordamerika verschifften. Nachdem sich Hitler das Zentralbankgold von Österreich und der Tschechoslowakei unter dem Nagel riss, sind die anderen Nationen aufgewacht und brachten ihr Gold eilig Richtung Nordamerika in Sicherheit. Mit dem Ergebnis, dass zum Ende des zweiten Weltkrieges über 80% der europäischen Goldvorkommen in den USA lagerten.

Ein zweites, viel wichtigeres Buch zum Thema tatsächlich verfügbare Goldmenge ist: „Gold Warriors, America`s Secret Recovery of Yamashita`s Gold“ von Sterling & Peggy Seagrave. Von 1895 bis 1945 zogen 50 Jahre (!) lang japanische Truppen mit unglaublicher Brutalität durch ganz Asien und stahlen in einem gigantischen Raubzug große Teile von Asiens Gold. Sie brachten es nach Japan und zum Kriegsende in Hunderte geheime Untergrundverstecke in den Philippinen und in Indonesien. Die Autoren führen 272 Quellen zur Verifizierung ihrer Aussagen an, sie liefern viele Fakten, die im Zuge von Gerichtsverfahren in den USA festgestellt wurden.

Perfekt gestrickte Lüge

Wer sich die Mühe macht und die in den Büchern genannte Goldmenge notiert, der wird am Ende aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Die 160.000 Tonnen sind nur ein Bruchteil des weltweit existierenden Goldes. Der weitaus größte Teil der global verfügbaren Goldmenge wird offiziell nicht dokumentiert. Der Wahrheit kommt man wohl ein Stück näher, wenn man die 160.000 Tonnen mit einem unteren oder mittleren zweistelligen Faktor multipliziert. Der Löwenanteil dieses Gold lagerte zum Ender der 1940er Jahre in den USA.

Warum sind diese Informationen wichtig? Wenn sie stimmen, zeigen sie, dass alle im Mainstream und in den alternativen Medien kolportierten Informationen zum Thema Gold nur Bruchstücke der Wahrheit sind, die allesamt dazu dienen, die Leute auf eine falsche Fährte zu führen.

Und wer sich in dieser perfekt gestrickten Lüge verfängt und daran glaubt, dass die weltweiten Schulden nur mit einem Goldpreis von $ 10.000 oder besser noch $ 50.000 pro Unze getilgt werden können oder wer die Welt nun kurz vor dem ultimativen Finanzcrash wägt, weil Trump Gold zurück ins monetäre System holt, der könnte sich eines nicht allzu fernen Tages in die Reihen jener Enttäuschten einreihen, die niemals an eine Entkopplung des Schweizer Franken vom Euro glaubten (und damit viel Geld verloren) oder nie den BREXIT für möglich hielten.

Diese beiden Ereignisse zeigen überdeutlich, dass die Regeln nach 2007 andere sind. Jedes der zwei Ereignisse wurde von Risikoprofis der Finanzwelt mit einer „Six Sigma“ Ausfallwahrscheinlichkeit bewertet. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass sie eintreten ist 1 Mal in 1.000 Jahren. Nun sind jedoch binnen zwei Jahren gleich zwei Ereignisse eingetreten, die für eine Zeitspanne von 2.000 Jahren reichen sollten. Das Entscheidende: Das Finanzsystem ist nicht zusammengebrochen. Es gab jeweils ein paar Tage etwas Unruhe und danach lief es wie gewohnt weiter. Mit dem Preis für Gold wird ähnliches passieren.

Welche Entwicklung ist wahrscheinlich?

Der unbestrittene Abfluss von Gold von West nach Ost hat mit der Begleichung von Schulden, resultierend aus alten staatlichen Goldanleihen, etwas zu tun. Er hat etwas mit der Hinterlegung von RMB-Anleihen zu tun, welche die Shanghai Gold Exchange ausgibt. Und er hat etwas mit der Vorbereitung der wichtigsten Wirtschaftsnationen auf das neue multilaterale Finanzsystem zu tun: Gold wird sinnvollerweise in jenen Regionen gelagert, die weltwirtschaftlich eine Rolle spielen.

Es wirkt der Stabilität und Sicherheit des monetären Systems entgegen, wenn fast das gesamte Gold an einen einzigen Ort lagert, wie bisher in den USA. Russland benötigt erhöhte Goldvorkommen, da es ein globales Powerhouse für Erdgas und Erdöl ist und damit Handel treibt. China benötigte hohe Goldvorkommen, da seine Wirtschaft mittlerweile zu den stärksten der Welt zählt und die Wirtschaft von Produktion auf Dienstleistung umbaut. Indien muss Goldvorkommen aufbauen, da seine Wirtschaft immer stärker wird.

Die 1.3 Milliarden Inder übernehmen von China große Teile der produzierenden Industrie. Vor diesem Hintergrund ist auch die aktuelle Konfiszierung von Gold in Indien zu sehen. Die bisherigen Vorräte reichen nicht, um ein ausgeglichenes, gleichwertiges Mitglied im neuen multilateralen Finanzsystem zu sein.

Selbstverständlich verbleibt auch eine signifikante Menge Gold in den USA. Deren Wirtschaft wird in kurzer Zeit wieder auf die Beine kommen. Deutschland (auch Holland und Österreich), sie alle holen das Gold heim, weil sie wichtige Pfeiler in der Weltwirtschaft sind. Deutschland ist Exportweltmeister und braucht physisches Gold im Land um seine Ungleichgewichte mit den Handelspartnern zu klären (Target- Salden).

Gold wird sehr bald ein moderater Bestandteil der SZR werden. Möglicherweise entscheidet man das bereits bei einem Meeting auf Trumps Anwesen in Mar-A-Lago Anfang 2017. Die Aufnahme von Gold in die SZR verhindert eine zu starke Abwertung des USD (der auch Bestandteil der SZR ist) und er wird eine grundlegendere, sichtbare Stabilität in das internationale Finanzsystem bringen und dies beruhigen. Die weltweiten Schulden werden langsam abgebaut.

Und wenn sich das internationale System beruhigt, wenn der dritte Weltkrieg abgesagt ist, was heißt das für den Preis von Gold?

Dazu ein Blick auf den Langfristchart von Gold:

Quelle: http://www.macrotrends.net/1333/historical-gold-prices-100-year-chart

Quelle: http://www.macrotrends.net/1333/historical-gold-prices-100-year-chart

 

Das Schuldgeldsystem bleibt

Wir können davon ausgehen, dass mit der Rückführung von Gold in das monetäre System der Preis für Gold wieder festgesetzt bzw. in einem engen Preisband gehalten wird. So wie es bis 1971 der Fall war.

Wir wissen aus der Geschichte, dass der Goldpreis Jahrzehnte gleich bleiben kann, bestimmt per Dekret durch einige wenige Banker. Auch ein Weltkrieg ist nicht zwingend ein Grund für einen astronomischen Goldpreis. Während des ersten Weltkrieges lag der Preis um die $19 pro Unze, während des zweiten Weltkriegs bei konstant $34,06.

Welcher Preis für die Unze Gold festgelegt wird, wissen natürlich nur die Insider. Ich halte, gerade bei Blick auf den Langfristchart, einen Preis im unteren bis mittleren dreistelligen USD-Bereich für realistisch. Nicht zu tief, um der Eigenschaft der ultimativen Schuldentilgung durch Gold gerecht zu werden. Die weltweiten Schulden müssen natürlich sinken, sollen aber nicht verschwinden. Auch mit (in geringem Umfang goldgedeckten) SZR bleibt es weiterhin ein Schuldgeldsystem. Eine umfassende Tilgung der weltweiten Schulden etwa mit einem Preis von $ 5.000 ist daher nicht gewollt, es wäre systemwidrig.

Das einzige Szenario, in dem sich Gold in astronomische Höhen bewegt, ist der Kollaps einer nationalen Währung in den wirtschaftlichen Randgebieten der Welt bspw. durch einen regional begrenzten Krieg wie in der Ukraine oder in Syrien. Oder die gegenwärtigen Turbulenzen in Venezuela oder Indien. Aber was nützt uns in Deutschland ein astronomischer Goldpreis von 40.000 ukrainischen Hrywnja oder 14.000 venezolanischen Bolivar, wenn der Europreis für die Unze Gold von diesen Entwicklungen abgekoppelt ist?

Herren des Geldes riskieren keinen Weltkrieg

Die wirtschaftlich starken Regionen der Welt, Nordamerika, Europa, Russland, China und Japan sind mit ihren Währungen in den SZR vertreten. Sie bestimmen das neue multilaterale Finanzsystem. Sie legen die Regeln fest. In diesen wirtschaftlichen starken Gebieten werden bald physische Goldvorkommen liegen, deren Größe dem Anteil ihrer Währung im SZR-Korb entspricht und die dem Anteil der jeweils regionalen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bezogen auf die Weltwirtschaftsleistungsfähigkeit gleichkommt. Die Goldvorkommen dienen zum Ausgleich der Handelsungleichgewichte im kommenden wirtschaftlichen Aufschwung.

In den Kernregionen des neuen multilateralen Finanzsystems wird es bis zu dessen Vollendung weder Krieg noch Hyperinflation und auch keine astronomische Goldpreise geben. Derlei Ereignisse sind nur für die Randzonen wahrscheinlich und auf diese begrenzt. Schließlich bestimmen die Herren des Geldes über Krieg und Frieden. Sie werden den Verlust Ihrer Vermögen, die hauptsächlich in den Kernregionen liegen, nicht mit einem Weltkrieg riskieren.

 

Quellen

  1. capitalistexploits.at/podcasts/, Todd Harrison: “The usual valuation metrics no longer work”
  2. philosophyofmetrics.com/the-end-that-never-came-freepom/
  3. philosophyofmetrics.com/the-greatest-deal-of-all-time-a-trump-gold-standard/
  4. philosophyofmetrics.com/the-golden-sdr-agenda/
  5. George M. Taber, Chasing Gold, 2014
  6. Sterling & Peggy Seagrave, Gold Warriors, America`s Secret Recovery of Yamashita`s Gold, 2003

 

 

 

43 Kommentare zu Die Geldpläne der Großmächte

  1. Der Artikel kommt zu rechten Zeit. Der Verfasser hat den richtigen Riecher.

    Es scheint, als hätte man in Geheimdiplomatie die Claims endgültig abgesteckt.

    Dem großen Rahmen des Artikels ist m.E. zu folgen. Wobei die Spekulation, dass ein Vielfaches an Gold in den Tresoren der Zentralbanken lagert, zu spekulativ ist. Dies ist aber auch unwichtig, da weitere Rohstoffe durchaus die Lücke zur Deckung der Special Drawing Rights schließen könnten.

    Als unwahrscheinlich erachte ich die Annahme, dass man mit der SDR/SZR -Konstruktion auf eine langfristige Entschuldung des Systems setzt. Wenn das Schuldgeldsystem in vorliegender Form erhalten werden soll, dann lässt sich eine Entschuldung ohne Kreditkontraktion bzw. Zusammenbruch des Geldkreislaufs auch mit Deckung des Papiergelds nicht verhindern.

    Dass Trump sich die Goldman Größen Mnuchin und Ross in sein Kabinett geholt hat zeigt m.E. unverblümt, dass man an einer geplanten Direktentschuldung und Neustart des Dollar 2.0 arbeitet. Große Teile der Guthaben müssen auf jeden Fall als Spiegelbild der Schulden weg. Was der Artikelverfasser nicht bedacht hat, ist die Tatsache, dass mit Erholung der Volkswirtschaften die Zinsen steigen werden. Daran kann auch eine ZB nichts ändern. Bei den derzeitigen Verschuldungsgraden ist aber ein Anstieg von nur ein Prozent das Ergebnis ein sofortiger Kollaps des Systems.

    The sky is the limit funktioniert also auch mit Rohstoff-Deckung in dieser Phase nicht mehr. Dass das Schuldgeldsystem bleibt, dürfte wohl jedem nach der Wahl „Trumpfs“ klar geworden sein. Das aber geht nur mit einem geplanten Zusammenbruch, für den die entsprechenden Notstands – Gesetze in den führenden Volkswirtschaften ja bereits installiert wurden. Letzte Vorbereitungen sind derzeit im Gange.

    Eine multipolare Weltordnung der Dreiteilung mit einer unipolaren Geldordnung mit Sitz in NY und London. Chapeau! Zumindest ist vorläufig der WK III abgesagt und der unsägliche Trend zum Faschismus über einen verdeckten Sozialismus ist gestoppt. Scheinbar haben die Geldbesitzer gemerkt, dass sie dabei auch nicht schadlos davon kommen.

    • Karl Bernhard Möllmann // 14. Dezember 2016 um 16:29 // Antworten

      . . .
      ZITAT @ Hubi Stendahl:
      „Scheinbar haben die Geldbesitzer gemerkt, dass sie dabei auch nicht schadlos davon kommen.“
      .
      Ich denke eher – die Geldbesitzer haben gemerkt – daß WIR ANGEFANGEN HABEN ZU BEGREIFEN – WIE DER GEHEIME HASE LÄUFT . . .
      .
      Entweder sie kehren zurück zu RECHT & GESETZ – oder sie sind Geschichte . . .

    • Denkmodell contrs Hard-Facts // 18. Dezember 2016 um 12:20 // Antworten

      Warum gibt es keine Journalisten, die aufklären, anhand konkreter Fakten, was wirklich gespielt wird (z.B. Was treiben die EU und Staatsdiener wirklich?) ? Warum brauchen wir erst Jahre, um Denk-Modelle zu entwerdfen, die die Realität abbilden, halbwegs?

  2. Es steht fest, dass es bei Edelmetallen keine Preisfindung über einen freien Markt gibt. Über die Entwicklung der manipulierten Preise zu spekulieren, ist müßig.

    Wer heute vernünftig Edelmetalle kauft, der unternimmt dies aus Gründen der Werterhaltung und nicht der Spekulation wegen. Während die Inflation die Ersparnisse frißt und der Anleger sein Kapital durch Minuszinsen verliert, bleibt der intrinsische Wert von Edelmetallen immerhin erhalten. Auch wenn man keine Zinsen bekommt.

    Woher der Autor es nimmt, es werde einen Wirtschaftsaufschwung geben, bleibt sein Geheimnis. Nach den Lehren Kondratieffs befinden wir uns in einem nach ihm benannten „Winter“, gekennzeichnet durch Innovationsmangel, gesättigte Märkte und Preisverfall. Und epochale Erfindungen zum Start eines Kondratieff- Frühlings sind nirgendwo in Sicht.

    Die Verschuldung der privaten und öffentlichen Hände ist in den meisten Industriestaaten geradezu „transgalaktisch“ und lähmt neue Investitionen.

    Das wüste Gelddrucken der Zentralbanken hat keinen neuen Bedarf an Waren und Dienstleistungen begünstigt. Bei den in Staats- und Betriebsanleihen angelegten Summen hätte man einen Effekt schon lange sehen müssen.

    Das Schuldgeldsystem wird aufgrund seines wahnwitzigen Missverhältnisses zu realen Gütern implodieren. Wenn Gold und Silber nach einem „Reset“ im Preis fallen sollten, dann werden deren Anleger immerhin noch etwas haben, währen der Rest in den leeren Eimer kuckt.

    Wieviele Ebenen der Retter und der zu Rettenden will man denn noch einziehen? Nun retten wir schon den IWF. Und dann?

    • @waltomax

      Ja, der Autor macht einen entscheidenden Fehler. Er glaubt offenbar, dass nach der (technischen) Pleite der Zentralbanken, der IWF gewissermaßen als Clearingstelle die Liquidität ünbernimmt und verschwinden lässt.

      Die Sichtweise ist nachvollziehbar, wenn man die letzten 4-5 Jahre mit der Einrichtung des RMB in den Währungskorb betrachtet.

      Der Fehler liegt nicht etwa in der technisch durchaus denkbaren Abfolge, sondern in der völligen Negierung der am Wirtschaftskreislauf Beteiligten. Es ist eine rein technische Betrachtung.

      Was offen bleibt sind 2 Fragen:

      1) der IWF ist noch lange nicht in der Verfassung über Nacht Billionen zu
      sterilisieren. Wie soll die Zeit bis dahin überbrückt werden?

      2) Die Märkte sind kein mathematisches Kunstprodukt, in dem mal eben ein
      paar Billionen Dollar Überschuss über den IWF weggezaubert werden
      können. Menschen reagieren auf ein System mit Vertrauen oder Ablehnung.

      Es wird also richtig spannend bei diesem Experiment. Ich denke auch, dass man bei den derzeitigen Preisen (Produktionskosten um 900,– Dollar) nichts falsch machen kann. Man sollte eben nur nicht glauben, dass man mit den kommenden Verwerfungen als Goldeigner ausgesorgt hat, wie Sie richtigerweise konstatieren. Es (auch Silber bei diesen Preisen) war stets eine Versicherung und wird es auch zukünftig sein.

      • @Hubi

        Gold und Silber dienten in der Geschichte bisher immer als Wertmaßstab. Ihre Kaufkraft konnte man als weitgehend konstant betrachten. Die Währungen waren es, die Gold gegenüber auf- oder abwerteten. Die Münzverschlechterung versuchte sich im Betrug, sich einen bestimmten Warenwert durch minderes Metall zu krallen. Es scheint immer um ein „leistungsloses“ Einkommen zu gehen, das manche sich verschaffen wollen. Auf Kosten anderer.

        Interessant erscheint mir Ihre Feststellung, dass auch ein durch sonstige Rohstoffe gedecktes Schuldgeld den Wirtschafts-zusammenbruch nicht aufhalten könnte.

        In der Tat werden Waren und Dienstleistungen, die keiner braucht, nicht nachgefragt. Und schon gar nicht auf Kredit erworben. (Vor allem dann nicht, wenn der Konsument pleite oder schon verschuldet ist.) Aber auch auf der Angebotsseite wird niemand Investitionen tätigen, um Dinge anzubieten, die schlecht oder gar nicht abzusetzen sind. Einen Kredit dafür zu nehmen, wäre Selbstmord.

        Die mangelnde Kreditnachfrage bedeutet insgesamt den Abriss der Genese von Schulden und damit den Verfall der spiegelbildlichen Guthaben, die keine Rendite mehr einfahren.

        Der Anlagenotstand bedingt die schrittweise Löschung überhängenden Kapitals durch negative Zinsen.

        Egal, was für Währungskörbe da geflochten und gefüllt werden mögen: Es ist einfach zuviel Kapital da, das – Kondratieff bedingt- keine Renditen mehr findet, egal, wie man es splittet.

        Und ein System, das man dauernd retten muss, ist ohnehin für den A.

      • hubi stendahl // 14. Dezember 2016 um 14:10 //

        Hallo @waltomax

        „Und ein System, das man dauernd retten muss, ist ohnehin für den A.“

        Ganz Ihrer Meinung. Diese Situation scheint der Artikelverfasser aber offenbar nicht zu sehen. Vielleicht äußert er sich ja konkretisierend zu seiner Idee und zu seiner interessanten Sichtweise im allgemeinen.

      • hubi stendahl // 14. Dezember 2016 um 14:46 //

        @dragaoNordestrino

        Zitat:
        „Woher der Autor es nimmt, es werde einen Wirtschaftsaufschwung geben, bleibt sein Geheimnis.“

        Im Artikel heißt es:
        „Deren Wirtschaft wird in kurzer Zeit wieder auf die Beine kommen.“ „Deren“ bedeutet im Kontext mit dem Artikel die USA. Die USA dürfte auch @waltomax gemeint haben, der bereits in früheren Kommentaren darauf hinwies, dass es sich nur um Strohfeuer handeln kann.

        Ihre Überlegung, hier Südamerika, Afrika und Eurasien ins Spiel zu bringen, ist zwar löblich, aber hier nicht gemeint:

        „Nun @Waltomax, dies sehe ich nicht so. In Zentral-Eurasien, Afrika und Südamerika gibt es noch jede Menge Leute (ein paar Milliarden), die den Wohlstandsbaum hinaufklettern werden.“

        Reines Wunschdenken. Leider mit nichts unterlegt. Mit welcher Industrie und welchen ausgebildeten Arbeitskräften wollen Sie denn auf absehbare Zeiträume (ohne Protektionismus) dort ein Wirtschaftswunder installieren? Genauso wichtig. Wer soll beim kommenden Protektionismus mit welchem Geld die zweitklassigen Waren wo kaufen?

        Nochmal:

        In diesem Zins-Schuldgeldsystem mit Wachstumszwang dient Afrika den Protagonisten in Zukunft nach wie vor als Rohstofflieferant; wie bisher. Wir werden weitere Zerstörungen und Verwerfungen erleben, die sich nach Ursachenforschung allesamt auf das fehlerhafte Geldkonstrukt zurückführen lassen werden, in dem 0,1 % der Weltbevölkerung mittels System die Macht haben, ganze Kontinente in´s Fegefeuer zu schießen. Europa würde zwar verarmen, weil die Umverteilung global betrachtet von diesem Rostoff armen Kontinent wegführt (vornehmlich nach Eurasien), aber ein Kuchen bleibt immer gleich groß und er wird ein kleines Stück weiter nach Eurasien bzw. Asien bewegen.

        Zitat:
        „Wenn die Erstwelt-Wohlstandsbesitzer dies nicht einsehen können, werden diese automatisch und Unwiederruflich von hunderten von Millionen, ja vielleicht Milliarden Menschen aus Afrika, Zentraleurasien und Südamerika überrannt werden.“

        Zunächst müssen Sie die Kontinente unterschiedlich beurteilen wie oben. Eine Völkerwanderung aus Eurasien oder Zentralasien wird es nicht geben. Es werden die Märkte der Zukunft. Welche unmenschliche Lösung uns für Afrika präsentiert werden wird, möchte ich aus Pietätsgründen hier nicht thematisieren.

        Mit diesem System, egal ob es nach der Machart des Artikelverfassers, nach Ihrer früher einmal favorisierten keynesianischen Variante oder nach meiner IWF Variante aus meinem kürzlichen Artikel weiter geführt wird, können wir uns auf diesem endlichen Planeten mit unendlichem Geldwachstum, auf das „blaue Wunder“ vorbereiten. Soviel steht fest.

    • @waltomax

      Woher der Autor es nimmt, es werde einen Wirtschaftsaufschwung geben, bleibt sein Geheimnis.

      Nun @Waltomax, dies sehe ich nicht so. In Zentral-Eurasien, Afrika und Südamerika gibt es noch jede Menge Leute (ein paar Milliarden), die den Wohlstandsbaum hinaufklettern werden.

      Ich weiss die Ressourcen sind endlich.. was wiederum bedeutet, dass der nette Clan der Erstwelt-Wohlstandsbesitzer, ein wenig von den Höhen des Wohlstandsbaumes herunterkommen muss.

      Wenn die Erstwelt-Wohlstandsbesitzer dies nicht einsehen können, werden diese automatisch und Unwiederruflich von hunderten von Millionen, ja vielleicht Milliarden Menschen aus Afrika, Zentraleurasien und Südamerika überrannt werden.

      So ist das… man nehme dies besser zur Kenntniss. Abschottung bringt ausser Krieg, gar nicht. Die Affen für die deutsche Mark (AfD) und Ähnliche, sollte man deshalb eher nicht beachten, zumindest dann, wenn man weiter Handel betreiben und im Frieden leben möchte.

      • Revolution // 14. Dezember 2016 um 14:14 //

        Von welchen Stern sind Sie denn heruntergestiegen, um solch einen Mist „Die Affen für die deutsche Mark (AfD) und Ähnliche,…“ zu manifestieren. Sind Sie der Messias, der die Welt erlösen kann? Das heißt also nach ihrer Logik, alle Grenzen öffnen und alle hereinlassen? Und alles wird gut? Ob Abschottung oder keine, es wird auf jeden Fall eine Konfrontation geben. Und nicht vergessen, sie gehören auch zum „netten Clan der Erstwelt-Wohlstandsbesitzer“.

      • @ Revolution

        Und alles wird gut? Ob Abschottung oder keine, es wird auf jeden Fall eine Konfrontation geben.

        Dass muss nicht so kommen… Zumindest dann nicht, wenn die Wohlstandsbesitzer begreifen würden, dass man nicht mit subvensionierten und zu Dumpingpreisen hergestellten Waren (Billiglöhner, EinEurojoper, Leiharbeiter), fremde Märkte per korrumpierenden Freihandelsverträgen überschwemmen kann.

        Und Ja doch, Affen f die Deutsche Mark.. den wohin würde den das nette Deutschland seine Exportweltmeisterwaren liefern, wenn dieses Deutschland, nicht mehr ohne Grenzen, vom Euro profitieren würde.?

        Abschottung führt ins nichts.! Hilft vieleicht den jeweiligen nationalen Eliten über ein paar weiter Jahre… jedoch für den Otto Normalo im Beispiel der BRD, wird mit der AfD gar nichts zu holen sein… im Gegenteil. Die AfD ist nichts weiter als ein National Neoliberaler Gesangsverein

      • @Dragao: Natürlich gäbe es weltweit noch genügend Bedarf. Einem jeden wäre zumindest zu wünschen, er verfüge über seine Existenzmittel in genügender Weise. Doch nicht einmal das ist erfüllt.

        Wie es aussieht, ist der reiche Norden sehr daran interessiert, die Rohstoff – Staaten unterhalb der industriellen Schwelle zu halten, selber zu produzieren und die „Veredelung“ zu besorgen. Denn dann wäre der Wohlstand dahin.

        Wird man teilen? Nein, man wird weiterhin zum Massenmord greifen, sprich zum Krieg, um die Bewohner der Rohstoffländer zu dezimieren.

        Vom Standpunkt der Psychopathen im Pyramidion aus ist eine Reduktion der Weltbevölkerung auf eine halbe Milliarde zwingend notwendig und wird auch kommen.

        Wie dem entgegenzutreten sei, füllte ein eigenes Kapitel.

  3. Die Hinweise zur Goldmenge usw. sind interessant. Den restlichen Ausführungen kann ich aber nicht folgen. Es fehlen Belege und Zusammenhänge, so dass die Logik nicht greift.

    Einige Beispiele:
    „China benötigte hohe Goldvorkommen, da seine Wirtschaft mittlerweile zu den stärksten der Welt zählt und die Wirtschaft von Produktion auf Dienstleistung umbaut. Indien muss Goldvorkommen aufbauen, da seine Wirtschaft immer stärker wird.“

    Wieso sollte der Zusammenhang so sein? Es gibt längst keine Goldbindung mehr und Kanada hat z.B. (angeblich) alle seine Goldreserven aufgelöst, weil es glaubt die nicht mehr zu benötigen:
    http://finanzmarktwelt.de/27421-27421/

    Oder:
    „Deutschland ist Exportweltmeister und braucht physisches Gold im Land um seine Ungleichgewichte mit den Handelspartnern zu klären (Target- Salden).“

    Das ist ja schon vage formuliert „zu klären“. Meines Wissens hat das Ausland Schulden per Target, wozu braucht Deutschland da Gold? Zumal die Target-Salden alle in Euro geführt sind? Klingt irgendwie unlogisch. Aber vielleicht bin ich nicht auf der richtigen Abstraktionsebene? Bitte erklären.

    „Sie legen die Regeln fest. In diesen wirtschaftlichen starken Gebieten werden bald physische Goldvorkommen liegen, deren Größe dem Anteil ihrer Währung im SZR-Korb entspricht und die dem Anteil der jeweils regionalen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit bezogen auf die Weltwirtschaftsleistungsfähigkeit gleichkommt. Die Goldvorkommen dienen zum Ausgleich der Handelsungleichgewichte im kommenden wirtschaftlichen Aufschwung.“

    Das wäre dann aber eine Art Goldstandard (oder nicht?) der bisherige SZR-Währungskorb erfüllt die Aufgabe des Ausgleiches ja nicht. Und dass ein Überschußland wie Deutschland da mitmacht, glaube ich keine Sekunde lang.

    Der Goldstandard ist aber seinerzeit auch nicht umsonst gescheitert, da die Theorie dazu unterkomplex ist (sie berücksichtigt z.B. Kredite nicht, ähnlich wie die „innere Abwertung“, was zu einer Wirtschaftsdepression führen kann):
    https://de.wikipedia.org/wiki/Goldstandard#Theorie_des_Goldautomatismus

    • – Der Goldstandard ist aber seinerzeit auch nicht umsonst gescheitert, da die Theorie dazu unterkomplex ist …

      … oder was auch immer. Der Goldstandard scheiterte spätestens in jener Epoche zum 1. Mal, als der erste Homo sapiens Gold verdünnte und erfolgreich als reines Gold verklickerte. Seither wiederholt sich das Szenarium unkaputtbar, es wurden nur neue Mittel zum alten Zweck entwickelt, z.B. “Kreditstandard” statt Goldstandard. Kann man aber auch verdünnen, nur anders. Ganz neu im Sortiment: Digital.

      Ich schreib jetzt nicht extra dazu, was von der MASSE in der Schlaufe zu erwarten ist.

      Die Amis auf Kurs
      Grüsse
      kosh

      PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

  4. @Hubi & Andu Kulu

    Der Autor behandelt das FED-Schuldgelddiktat (ab 1971) als (annähernd) geschlossenes System, was es definitiv nicht ist/ sein kann. –

    Ankerwährungsgeschäfte, wie der noch teilweise US-kontrollierte Ölmarkt, Zwangskäufe von Militärtechnik, oder Schwarzgelsammlung (Panama Papers u.ä.) – mit Ausblick auf weitere Zinserhöhung durch die FED, haben schon eher mit den Versuchen zu tun, den Goldhandel zu beeinflussen und den Schuldgeld-Todespatienten noch etwas am Tropf ‘überleben‘ zu lassen durch:

    a) OTC-Goldhandel größeren Umfangs zu Preismanipulationen und
    b) [klassische] Vortäuschung von Goldbeständen flankiert von verschiedenen Restriktionen
    c) Verbot des Goldgroßbesitzes/ -Handels für US-Bürger´, bzw.
    d) Gold als Notreserve für den Wiederbeginn nach einem Währungsschnitt.

    d) wurde nie in Frage gestellt, als letzte Sicherheitsoption, wie jede Sacheigentumsunterlegung/ -diversifikation, wie Grund- und Boden, Infrastrukturen, sonstige Rohstoffzugriffsmöglichkeiten, Wegelagerei (Autobahnprivatisierung zugunsten der Versicherungswirtschaft) oder ewige Dienstleistungsoligopole (Mircrosoft),.

    Der Autor versucht eine Systemkritik und verhandelt dabei zugleich pragmatische Überlegungen rund um das gelbe Metall. Tatsächlich geht die Frage nach dem nächsten Weltgeldsystem aber doch in eine andere Richtung/ Dimension.

    Wird das Schuldgeldsystem verlassen/ überschritten oder zwangsweise durch Untergang obsolet, ist bei gleichzeitiger Zunahme der weltweiten Arbeitsteiligkeit und Forschungsanwendung (trotz großen Innovationsnachholbedarfs i.S. Kondratieffs) nicht mit einem allgemeinen Regress zu einem Naturalgeld oder der Wiederkunft eines Physiokratismus, zu rechnen. Manche Anlegerstrategien sehen zwar so aus, sie machen auch Sinn, weil Basisbedarfsnähe immer das Risiko mildert, aber es ist kein eigentliches, nutzbares Transformationsmerkmal, hin zu einem Nichtknappheits- oder nur teilweisen (demokratisch gesteuerten) Knappheits-Geldbilanzsystem i.S. von Hörmann et al., die Systemkritik ist daher mMn unterkomplex verhandelt, wie oben ja bereits vermerkt wurde.

    • Ja, es wird passieren, was passieren muss (die Frage ist lediglich was 🙂

      Ich habe früher gerne über Demokratie, Geldsystem und Ökonomie diskutiert, sich gedanklich einem Optimum anzunähern, macht mir immer noch Spaß. Aber es ist erkennbar sinnloser geworden.

      Wir haben nichts zu sagen, die Mehrheit wird nichts tun, wie sie immer nichts tut, solange man sie füttert (man kann ihr das auch nicht vorwerfen, so war es schon immer, Teil der menschlichen Natur halt).

      Es gilt nur noch abzuwarten und dabei zu versuchen, die Gedanken der mafiösen Organisatoren zu erraten, damit man selbst ein bisschen schneller als die Masse reagieren kann…

      • Andu Kulu // 16. Dezember 2016 um 14:40 //

        Sorry, dieser Kommentar war eigentlich für „kosh“ gedacht. Irgendwie gewöhnungsbedürftig die antworten-Funktion im Kommentar-Kopf unterzubringen.

  5. Die Eliten sollen „den Verlust ihrer Vermögen, die hauptsächlich in den Kernregionen liegen, nicht mit einem Weltkrieg riskieren“?
    Das erinnert mich stark an „Es wird keinen Ersten Weltkrieg geben, weil die diversen Königshäuser alle miteinander verwandt sind und außerdem der Welthandel ja sooo völkerverbindend ist…“
    Reines Wunschdenken!

    • Die Eliten riskieren den WeltKRIEG seit geraumer Zeit, aber nicht auf eigenem Boden. Warum? Weil im Unterschied zum 1. WK die Atomkraft dazwischen gefunkt hat. Kein Atomstaat kann es riskieren, den Erstschlag führen und der käme so sicher wie das Amen in der Kirche über denjenigen, der den Boden eines anderen Atomstaats betritt.

      Man mag es den 3. oder 4. WK, je nach Lesart in- / exklusive kalter KRIEG, der KRIEG gegen den Terror ist ein WeltKRIEG oder Teil eines einzigen WeltKRIEGs – ein KRIEG der Welt gegen die Welt ohne Ende bis zum Ende.

      Aber eben nur dort, wo unter Ausschluss des Atomrisikos noch was zu KRIEGen ist. M.a.W. ein permanenter WeltKRIEG im streng ökonomischen Sinn der Risikominimierung – effektiv und effizient. Die Nummerierung dient allenfalls der Übersicht, oder desinformativen Zwecken um zu vernebeln, dass die WeltKRIEGe nichts miteinander zu tun haben.

      Die Amis auf Kurs
      Grüsse
      kosh

      PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

  6. Der Verfasser des Artikels glaubt scheinbar, Gold sei 1971 lediglich aus einer Laune heraus entmonetarisiert worden?

    Spätestens seit dem Imperium Romanum verschwand immer ein Teil des Goldes aus dem Geldkreislauf. Wenn heute antike (oder auch mittelalterliche oder neuzeitliche) Schätze gefunden werden, dann handelt es sich dabei um einst verschwundenes Gold. Seit der Antike ist bekannt, daß Gold sich manchmal aus dem Wirtschaftssystem verabschiedet und es darum inoffizjell mehr Gold gibt als offizjell. Jedoch taucht es nur sehr selten wieder auf. Darum kann man es einfach nicht in eine wirtschaftlich relevante Zahl miteinrechnen.

    Wollte man wirklich wieder zu einer Goldwährung zurückkehren, dann müßte man entweder neue Quellen für Gold erschließen oder zuverlässige Methoden finden, um das einst verschwundene Gold aufzuspüren, zu konfiszieren und einzusammeln. Nicht zur Goldwährung zurückzukehren ist für alle Staaten, ohne Ausnahme, der deutlich einfachere Weg.
    Ranma

    • Gold, als relatives Wertaufbewahrungsmittel, bleibt immer in Konkurrenz zu anderen Sachwert(anlag)en. Alle Sachwerte korrespondieren mit der wirtschaftlichen Gesamtlage (besser Gesamtfunktion- ihren vier Funktoren). Dies nicht zu verstehen, heißt die elementarsten Zusammenhänge nicht zu kennen oder zu ignorieren.

      Die kombinierte US-Repatriierung von Schwarzgeld (Stichwort Panama-Papiere), also in der Regel weltweiten, un- oder teilversteuerten Einnahmen aus Produktion und Dienstleistung, ‚dient‘ der zinssatzerhöhenden FED momentan zur Liquidierung von Gläubigergutschriften. Damit stabilisiert die FED ihre neuen Couponausreichungen [Gutschriften] gegen direkte Inflationierung [Inflation oberhalb des akzeptierten/ erwünschten Inflationskorridors zur weiteren stillen (infrastrukturellen) Umverteilung zwischen arm u. reich].

      Jede! Finanzspielregel ist immer (siehe Anm. zu 4Q-AGIL) über mindestens 4! vollständige, unabhängige Funktionen definiert/ zu beurteilen, ansonsten wird unterkomplex beurteilt und das eigentliche Finanzstrukturhandeln, ein Pokerspiel, bei dem eine Hand auch die Regeln während des Spiels verändert, ‚anderen‘ überlassen. –

      Diese ‚anderen‘ haben sich abgewöhnt dem Rest dafür zu danken, so blöde zu sein und begrifflich so weit hinterher zu hinken, das dieses Spiel immer wieder fruchtet, einseitig fruchtet.

      Vereinfach gesagt:

      Gold kann lokal/ begrenzt ein ‚Liquiditätsrettungsanker‘ sein – im Allgemeinen ist es jedoch ’nur‘ ein Liquiditätsdämpfer (Stoßdämpfer gegen Volatilität), da immer alle vier Liquiditätsstufen interagieren – ‚müssen‘. Es ist maximal wie eine Art von Schwungradmasse, zur Reduktion unkontrollierbarer Volatititätslaunen.

      Wer Segeln kennt, weiß (vom Hörensagen) die Funktionsweise des Kreiselkompass und aus Erfahrung die Stabilisierungsfunktion von Schwert und Kielgewicht, kennt das Flattern vor der Winddrift.

      Geldfunktionen, ohne den Menschen, sind wie Luftbewegungen. Jede Drift kann genutzt werden, wenn ein Nutzer da ist, ansonsten spielt der Wind mit allem, was er bewegen kann. Erst der Mensch gibt, als Quintessenz aller Driften, den Kurs an, ist sein eigener Auto-Kybernet. Eine Autokybernetik ‘hat‘ hingegen kein Ziel. Mein Navi beansprucht nicht irgendwohin oder nach Hause zu gelangen.

      Deswegen ist der ‘pentane Mensch‘ immer Ausgang und Ziel des viergliedrigen Geldes und Silber- oder Goldschätze verändern dies nicht, geben dem Ziel ihre Drift mit, mehr nicht. –

      Erst das Konzept des Informationsgeldes bezieht Quelle- und Mündung dieser Kräfte mit ein, es ist der Menschenmenschen, als nie ein Einzelner. Die Gelddrift korrespondiert immer nur mit der Drift zwischen zwei und mehr Menschen. Ein vergessener oder ungehobener Goldschatz ist kein Schatz, ist funktionslos. Erst die Spekulation um/ über seine Existenz setzt auf der Liquiditätsstufe zur Geldmenge M0 alle Verhältnisse zu den anderen Geldaggregationen (M1,2,3) frei.

      Strukturell hat zu diesem Thema, der Relation von 1:3 in 4, Reinhard Brandt neue Untersuchungen dargelegt unter: ‘Die Macht des Vierten‘ (978-3-943556-39-1). Er zeigt, dass es sich bei vielen Quaternären um ein archetypisch-kategoriales, wiederkehrendes Muster menschlicher Kulturleistungen handelt.

      Der Goldsicherung vergleichbar ist daher immer auch (nur!) eine Investition in alle Marktangebote/ Titel gleichzeitig (Indexanlage), entsprechend ihrer Gewichtung. Sonderziehungsrechte sind, strukturell gesehen auch (nur!) eine Form relativ großer Indexabbildung. Die SZR erfasst aber viele Bereiche eines erweiterten Welt-BIP’s überhaupt nicht.

      Es gibt keine Rettung durch ein System, sondern nur Rettung des/ der System(s)/e durch den Menschenmensch. –

      Wenn die Staaten des BRICS- und des Shanghai-Prozesses, parallel über eigene Goldförderung, eigene Clearingsysteme und goldene Währungsstoßdämpfer verfügen können, dann machen sie alles richtig, um das Volatilitätswillkür-Diktat von 1971, auszubremsen.

      Militärisch bremsen sie ja ebenfalls die Nato-Überkapazitäten ein, sogar recht elegant. –

      • hubi stendahl // 15. Dezember 2016 um 09:43 //

        @conrath

        Zitat:
        „Die Gelddrift korrespondiert immer nur mit der Drift zwischen zwei und mehr Menschen. Ein vergessener oder ungehobener Goldschatz ist kein Schatz, ist funktionslos. Erst die Spekulation um/ über seine Existenz setzt auf der Liquiditätsstufe zur Geldmenge M0 alle Verhältnisse zu den anderen Geldaggregationen (M1,2,3) frei.“

        Wenn Sie das etwas nachvollziehbarer in Worte hätten kleiden können, wäre eine Reaktion auf ihren Kommentar denkbar gewesen. Welche Zielgruppe verfolgen Sie eigentlich? So jedenfalls wird man sich nur wundern, was einen Kommentar eher überflüssig macht. Wie wäre es mit:

        Ein Geldsystem als Mediator einer zwischenmenschlichen Beziehung, hier wirtschaftlicher Leistungsaustausch, ist nie ein naturgegebenes Ereignis, sondern stets von zwei oder mehr Menschen gemacht. In diesem Kontext ist ein versteckter Goldschatz nicht mehr als eine Luftnummer, Phantasie, weil der nicht zur Verfügung steht. Erst die Spekulation um das Gold, setzt in der ersten Stufe MO (Bargeld, Sichtguthaben) die weiteren Stufen (M1,2,3 (Bargeld, Giralgelder und Anlagen aller Art)) frei, die verschiedene Zusammenfassungen der Gelddefinition darstellen. Das würde die Frage in den Raum stellen, was Geld eigentlich ist.

        Immer hin versteht man dann, was sie vermutlich sagen wollen.

        Übrigens ist Hörmanns Geld ebenfalls mit großen Problemen behaftet. Es fängt bei der Sicherheit an, geht über die Freiheit des Einzelnen und hört bei soziologischen Problemen auf. Mit Abarten der kommenden Blockchain-Technologie sind die Verwerfungen, die seit der Arbeitsteilung entstanden, nicht mit einem elektronischen Fingerschnipp zu lösen.

      • Karl Bernhard Möllmann // 15. Dezember 2016 um 10:21 //

        . . .
        ZITAT @ Conrath:
        „…ist der ‘pentane Mensch‘ immer Ausgang und Ziel des viergliedrigen Geldes…“
        .
        Leider hat Conrath heute seine sexgliedrigen Latten nicht alle am Zaun – weil ihm die siebengliedrige Tasse im Schrank abhanden gekommen ist – dafür spielt der neungliedrige Fuchsschwanz mit ihm 13-gliedriges Ping-Pong, was in Conrath’s unendlichgliedriger Sonderwelt keine Rolle spielt, da der eingliedrige Verstand immer wieder doppelgliedrige Aussetzer zu verkraften hat . . .

      • @Hubi

        Ich widerspreche Ihnen nicht bei Ihrer Anmerkung, mir fehlt manchmal die Zeit, es noch fasslicher zu formulieren.

        In der Sache selbst sehe ich bisher keine Differenz zwischen uns (soweit es um die Beurteilung des bestehenden geht) und Hörmann behauptet ja garnicht, dass eine Transformation (und Akzeptanz bei den Beteiligten – uns allen! – da genau steht doch der noch unbewegliche Pferdefuß!) des gewachsenen Geldaufschreibesystems (also einschließlich der Werterfassungsbilanzierungsregeln) mit einem Fingerschnipp erledigt sei.

        Das Gegenteil wird von ihm propagiert/ argumentiert. Er hat mehrere Pfade zu einer echten System-Transformation aufgezeigt, die sogar parallel beschritten werden können, etwa durch einen ersten Systemaustausch/ -Verbund von bisher regionalen Parallelwährungen. Ergänzt könnte dies werden etwa durch die OSBEEE-Finanzierung von bereits sachlich-institutionalisierten Personenansprüchen/ Versorgungsrechten gegenüber dem Staat wie:
        Bildungsteilhabe, Gesundheits-/ Altersgrundversorgung, Wohnungsnotversorgung und im Weiteren durch allgemeine Dividenderechte, etwa der Form, ein Recht auf Verkehrsmobilität zu schaffen usw…

        Diese Teilhabeformen und ihre Finanzierungsmöglichkeit!, sind ‚konkrete‘ Elemente einer, etwa 10-jährigen, Transformation, hin zu einem Informationsgeld.

        Es überwindet dann das Langzeitparadigma und Diktat der künstlichen Verknappungskreditierung/ Geldmengensteuerung, so wie wir es, seit Jahrhunderten gewachsen, heute ’noch‘ überall vorfinden.

  7. …aha…

  8. Dank an alle Kommentatoren für Ihre konstruktiven und kritischen Anmerkungen!

    Nachstehende noch einige Äußerungen zu den wichtigsten Kritikpunkten:

    -> Die Aufnahme von Gold in das SZR-System soll die globale Entschuldung stoppen und in einen leichten Sinkflug bringen.

    Gold ist der ultimative Schuldentilger. In meinen Augen ist das Committment der Finanzeliten die SZR mit bis zu 10% Gold zu hinterlegen der Einsicht und Notwendigkeit geschuldet, den Schuldenberg langsam abzutragen. Nur bis zu einem gewissen Level, mehr nicht. Das man damit „etwas“ Luft aus dem System ablässt (Kreditkontraktion) ist m.E. nicht kritisch und muss in Kauf genommen werden.

    Nebeneffekte von QE 1-3 sind, dass einige Wirtschaftssektoren künstlich aufgeblasen wurden (u.a. Immobilien, Aktien). Um die institutionellen Investoren (TBTF) am Leben zu erhalten, kauft bspw. die japanische Notenbank den ohnehin aufgeblähten Aktienmarkt in Japan letztlich ganz auf.

    Die völlig überteuerten Aktien werden auf die jap. Zentralbank geleitet, welche wiederum durch Herausgabe von Staatsanleihen denominiert in SZR diese überteuerten „Vermögenwerte“ zum IWF schiebt.

    Es ist entscheidend zu akzeptieren, dass die in der Vergangenheit ausufernde „Finanzialisierung der Realwirtschaft“ diesen Schuldenberg aufbaute.

    Jedes Gramm reales Kollateral wurde zig Mal verwendet, um neue Papierwerte heraus zu geben. Damit ist die Verschuldung „lediglich“ ein BILANZPROBLEM im Gegensatz zu einem echten realwirtschaftlichen Problem.

    Der Trick: Der IWF ist nun eine rein private Organisation, welche keine Bilanz erstellen muss. Die Papierschulden verschwinden beim IWF, indem dieser die SZR herausgibt. In anderen Worten. Die in den wichtigsten FIAT-Währungen denominierten Schulden werden durch Herausgabe von SZR-Staatsanleihen auf die SZR und damit auf den IWF übertragen. Die Bilanzen der wichtigsten Zentralbanken bereinigt man somit schrittweise.

    Die Zinsen können proportional mit zunehmender Herausgabe von SZR-Staatsanleihen steigen. Die somit steigende SZR-„Geldmenge“ stellt die dringend notwendige Liquidität zur Verfügung. Der Goldanteil in den SZR sichert die ultimative Tilgung einiger Schulden, das leichte Abtragen des Schuldenberges. Somit werden die Staatshaushalte entlastet und können die wachsende Zinslast tragen.

    Kurz zum Thema Wirtschaftsaufschwung:

    Die Welt steht an der Schwelle von etwas ganz Großem. Technologien verschmelzen, die bisher unabhängig voneinander erforscht wurden. Biologie, Medizin, Computerwissenschaften, künstliche Intelligenz, erweiterte Realität, Robotertechnik, 3D-Drucktechnik u.a. werden eins und katapultieren die Menschheit in das 22. Jahrhundert.

    Der Produktivitätsgewinn durch diese neuen Technologien wird massiv ausfallen und ist nur mit dem Quantensprung im Zuge der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert zu vergleichen. Die Vorteile durch das Aufkommen des Internets werden im Vergleich dazu nur wie ein Glimmen am Horizont erscheinen.

    Eine Unmenge an Anwendungen steht kurz vor Serienreife. Autos werden fahrerlos gesteuert, im Supermarkt und Fast-Food-Bereich bezahlen wir bereits an Automaten statt bei Menschen an der Kasse, Flugzeuge fliegen autark ohne Pilot. Das ist nur die Spitze des Eisberges, jene Entwicklungen, die der Normalbürger schon zu sehen bekommt. Auf futurism.com ist eine gute Übersicht zu finden. Man ahnt, wie massiv sich die Welt verändern wird.

    Durch diese Produktivitätsgewinne, welche natürlich in den entwickelten Gebieten in Nordamerika, Europa, Japan und China stattfinden, können genau jene Länder ihre Staats-Schulden abbauen. „Zufällig“ sind diese Gebiete mit ihren Währungen auch im Währungskorb der SZR vertreten. Hier schließt sich der Kreis.

    Allerdings:

    Millionen Menschen, die heute als Taxifahrer, LKW-Fahrer, Postfahrer, im Servicebereich, an den Kassen und in anderen Dienstleistungsjobs arbeiten, werden durch die Technologierevolution ihrer Arbeit beraubt. Dieses Riesenheer gilt es künftig ruhig zu halten, soziale Spannungen sollen vermieden werden.

    Und dafür wird das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE eingeführt). Ein großer Teil der Bevölkerung bekommt dann Geld für Nichtstun. Was auf dem ersten Blick wie ein erstrebenswerter Zustand daher kommt, entpuppt sich beim genauen Hinsehen als eine düstere und profane Zukunft. Die UNO 2030 Agenda nennt diesen Weg „social governance“.

    Um zukünftig überleben zu können, wird man gezwungen, „soziales Vermögen“ aufzubauen. Anpassung an die Verhältnisse und das Abnicken der offiziellen Meinung werden wichtige Bestandteile des „sozialen Vermögens“ sein. Letzlich teilt der Staat das BGE den Bürgern zu, sofern diese sich obrigkeitskonform verhalten.

    Der Faustische Pakt heißt: Muck nicht auf, halte Deine Klappe, dann bekommst Du weiterhin das BGE.

    VG, dixie cup

    • Neulich las ich eine interessante Hypothese:

      aus http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=423560
      – Die Masse ist nicht ohnmächtig: Das Individuum ist ohnmächtig gegenüber der Masse

      In Verbindung mit Ihrer Prognose …

      – Letzlich teilt der Staat das BGE den Bürgern zu, sofern diese sich obrigkeitskonform verhalten.

      … und gemessen an Ihrer und @Conraths Detailtreue würde ich das so formulieren: Wir – die MASSE – sind der Staat. Ergo teilt die MASSE das BGE sich selbst zu, indem wir – die MASSE – das Individuum ohnmächtig resp. obrigkeitskonform halten. Zuweilen als Sozialkontrolle oder Sozialdruck beschrieben.

      @Conrath schreibt:

      – Diese ‚anderen‘ haben sich abgewöhnt dem Rest dafür zu danken, so blöde zu sein und begrifflich so weit hinterher zu hinken, das dieses Spiel immer wieder fruchtet, einseitig fruchtet.

      MACHT Dank überhaupt Sinn? So ohnMÄCHTig das Individuum gegenüber der MASSE ist, so ohnMÄCHTig sind individuell diese ‚anderen‘, es sei denn sie berücksichtigen die MASSEnpsychologie – Individualpsychologie für Individuen, MASSEnpsychologie für die MASSE, zumindest im System Homo sapiens.
      Diese ‚anderen‘ ist zu vermuten, fliegen weitgehend unter dem Radar der MASSE, während sie MASSEnpsychologisch agieren, denn jede Exponierung erhöht deren Risiken. Aus den gleichen Gründen sind sie vermutlich auch so schlau und steuern die Transformation der Gesellschaft in beherrschbaren Gewässern, um die nautischen Metaphern aufzugreifen.

      Um einem absehbaren Kommentar vorzugreifen, wenn diese ‚anderen‘ Psychopathen sind, bedeutet das nur, dass sie sozial-evolutionär betrachtet erfolgreich eine ökologische Nische besetzt haben – ganz im Sinne evolutionärer Betrachtungen: Ohne Wertung.

      Die Amis auf Kurs
      Grüsse
      kosh

      PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

    • Schon 1988 hat der Economist (Rothschild) vorausgesagt, dass es eine Welt(leid)währung geben wird. Nun steht sie vor der Tür und selbst Kritiker hier im Forum merkt man verhaltenes Jubeln an und freuen sich über ein dummes leistungsloses Einkommen, dass ja zwangsweise eingeführt werden muss, weil die Menschen sich ohne eine Entwicklung zur führerlosen Rikscha in die Steinzeit zurück entwickeln würden.

      Mein Eindruck ist, dass die Menschheit sich seit 3000 Jahren zurück entwickelt. Dafür reicht es schon sich die sprachliche Eleganz früherer Zeiten mit dem heutigen Englisch zu vergleichen. Es wäre sicher interessant einmal den Menschen und seine Bedürfnisse zu beschreiben.

      https://socioecohistory.wordpress.com/2014/07/26/flashback-1988-get-ready-for-a-world-currency-by-2018″-the-economist-magazine/

      Zitat:

      „Die Papierschulden verschwinden beim IWF, indem dieser die SZR herausgibt“.

      Na ja, ganz so einfach ist das nicht.

      1) Dimensionen

      Wussten Sie, dass der gesamte weltweite Aktienmarkt rund 65 Billionen Dollar umfasst? Wenn er, wie derzeit rund 20 % überbewertet ist (zumindest nach dem Shiller Index), dann reden wir schon mal über 13 Billionen Dollar Schulden bzw. Guthaben die verschwinden müssten.

      Wussten Sie, dass das aber nur rund 25 % der gesamten weltweiten Marktkapitalisierung ist und der Rest u.a. im Anleihemarkt oder festverzinslichen Papieren steckt?

      Welchen Zeitraum haben Sie sich denn vorgestellt, in dem mal eben 50 bis 60 Billionen Dollar aus den Märkten verschwinden OHNE DAS ES MORD UND TOTSCHLAG GIBT? Sonst geht es kaum, denn Sie gehen ja davon aus, dass das Schuldgeldsystem mit Zinsumverteilung bleiben soll.

      Mach meiner Auffassung ist ihre mathematisch konstruierte und betriebswirtschaftlich-buchhalterische Variante technisch absolut denkbar. Aber ich denke, dass Sie es versäumt haben die politische Situation zu berücksichtigen, denn dem IWF sind 189 Staaten angeschlossen, die sich derzeit nicht vollständig einig sind. Der erste und wichtigste Punkt ist die Sperrminorität der USA, die von China und Russland und einigen anderen sicher nicht akzeptiert wird. Auch die EU, wäre sie ausnahmsweise einmal einig, könnte mit Sperrminorität auftreten.

      Nimmt der IWF z.B. 2,5 Billionen Dollar „Überkapazität“ aus den Märkten, müsste dies China genauso gefallen wie etwa den Vereinigten Staaten. Ist das heute bereits denkbar?

      Die Wahrheit scheint mir zu sein, dass der Wirt die Rechnung ohne den Gast gemacht hat. Ich folge Ihnen in der Annahme, dass man mittelfristig eine Lösung nach Ihrer Idee anstreben könnte. Daran dürften die selbsternannten Eliten ein gleichartiges Interesse verfolgen. Die notwendige Vorbereitungszeit dafür ist aber sehr sehr lang. Die SZR kommen ja nicht aus dem NICHTS sondern orientieren sich immer an der Leistungsfähigkeit der Staaten. Die Aufgabe der Weltwährung (nicht leit) nimmt der IWF ja bereits jetzt wahr, wenn auch nur im bescheidenen Maße. Die Devisenreserven in SZR sind derzeit so bei 10-15 % bei den Staaten. Die BRD derzeit bei 20 % in Gold und 15 % in SZR.

      Die brennenden Märkte aber halten kaum mehr 5 oder 10 Jahre durch. Vergessen Sie nicht, dass die Zentralbanken nicht ewig Schrottanleihen kaufen können, um die Märkte zu stabilisieren. Deshalb glaube ich auch eher an einen kontrollierten Zusammenbruch, bei dem der Zwang aus Richtung IWF zur unipolaren Währung viel einfacher durchsetzbar wäre.

      Ihre Feststellung, dass der IWF als einzige Institution Geld schaffen kann, ohne eine Gegenbuchung zu benötigen, ist auf jeden Fall eine wichtige Erkenntnis.

  9. @dixie cup

    „Damit ist die Verschuldung „lediglich“ ein BILANZPROBLEM im Gegensatz zu einem echten realwirtschaftlichen Problem.“ Zitatende D.C.

    Ja, klar.

    Und natürlich wird der beginn des Informations[geld]zeitalters alles andere als nur rosig werden, da ist Ihre Zukunftsskepsis berechtigt.

    Dennoch wird ein Zusammenspiel unter gesellschaftlichen Regeln seine beständige Weiterentwicklung beinhalten. Ich sehe die Tendenz zu einer weltweiten, regionalen Nannystaatlichkeit ebenfalls auf uns alle zukommen.

    Nun ja, damit müssen wir eben zurecht kommen. Dafür wird die Zahl der heißen Kriege und Arbeitsaussperrungen,…, die Not unter Brücken zu schlafen insgesamt gemildert. Eine souveräne Gesellschaftlichkeit braucht dennoch vermutlich mehrere Generationen/ Wiederverkörperungen.

    Dazwischen wird es auch neue Nannyanmaßungen geben, ganz sicher.

    • @kosh

      Dankbarkeit im Allgemeinen ist sehr sinnvoll, sogar für erlittenes Unrecht, wenn daraus gelernt wurde/ wird und es irgendwie gestoppt, gewendet, werden konnte.

      Ich meinte den Dank oben allerdings zynisch. Tja, da haben Sie mich erwischt, Zynismus ist problematisch, weil er dem Zyniker ein falsches Überheblichkeitsgefühl vermittelt.

      Ich wollte sagen, Leute, macht es den Gelegenheitsdieben doch nicht so/ zu einfach, schließt wenigstens die Türen ab, macht sichere Gesetze, nicht welche mit riesigen Schlupflöchern und Sollbruchstellen, das war der Kontext.

      Zur Frage Masse gegen Individuum. Ist das überhaupt ein echter (ontologer) Antagonismus?

      Ich glaube nein und zwar aus mehreren Gründen:

      Der Einzelne ist auch zugleich Teil der Masse, es geht also um Rollenverständnis und Souveränität im Umgang mit Rollenwechseln und Verschiebungen. Alles einmal selber original zu erfahren ist dabei wichtig und kann zu echter Reifung führen.

      Wo beginnt Masse, bei drei oder mehr Leuten, wenn ich sie nicht mehr alle kenne, oder sie nicht mehr sehen/ zählen kann?
      Wie ist der Unterschied zu der anonymen Masse der Mitrezipienten in den modernen Medien?
      Wenn 8 Millionen Tatortzuschauer, 10% der in DE Lebenden, das gleiche Abenderlebnis haben und am nächsten Tag darüber sprechen oder Furcht und Propaganda parallel konsumiert werden oder auch deutlich wird, bei dieser Tagesschaulüge machen jetzt 15 Millionen Menschen wie ich auch, eine Faust in der Tasche oder schreien laut Lüge.

      Die verschiedenen Massenerscheinungsweisen sind noch gar nicht erforscht. Le Bon hat als beruflicher Außenseiter damit dankenswerterweise begonnen. Vor ihm ist Eduard von Hartmann mit seiner ‘Philosophie des Unbewussten‘ und sein Leser Freud, mit dem Thema konfrontiert worden. P.J. Goebbels hatte dazu Feldforschung betrieben (Dissertation) und diese reichlich praktisch angewandt.

      Viel Neues ist seitdem nicht hinzugekommen, außer einigen technischen Erweiterungen.

      Festzuhalten ist, dass wir zugleich Masseteilnehmer, Massebeobachter, Individuum und Person sind. Letzteres unterscheidet sich erheblich; es würde aber in der genaueren Erklärung den Rahmen sprengen.

      Individuum ist annäherungsweise mit der Rechtsperson zu umschreiben, die Nutznießer und Opfer staatlicher Bevormundung und Anspruchszuweisung ist.

      Mit der Persona verbindet sich das (offenbare) Geheimnis (i.S. Goethes u. der neueren nichtreduktionistischen Anthropologie), dass etwas durch diese Instanz hindurch tönt, hindurch klingt. Freud, Jung und Viktor Frankl, die drei Wiener Seelenschulen, beschreiben die Person als einen mehrschichtigen, lebendigen Verbund. Das Selbst, das ES und das Ego-Ich wechselwirken. Ist das schon (eine) Masse?

      Es ist immer schon psychische Gruppierung, der Mensch als erste Kleingruppe, Zelle!?

      Pathologisch ist/ wird es erst, was in dieser Beziehung, die Bewegung erstarrt und die freie Kommunikation und Interaktion mißlingt, vom bewussten und vom unbewussten Pol ausgehend!, als den beiden echten Antagonisten (also einem ‘Personen-Paar‘ und seinen vielen Seelengeschöpfen auf Zeit).

      Das nichtmehr Zusammenwirken des Verbundes wird dann als Spaltung erfahren/ beschrieben. Es ist aber keine horizontale Spaltung in zwei gleichartige Teile, sondern immer eine vertikale, funktionshierarchische Trennung oder teilweise Trennung/ Konkurrenz.

      Und die meisten Laien- wie Expertendiagnosen lauten immer noch auf Schizophrenie, also Spaltungssymptome.

      Die eigentliche Soziopathie ist hingegen die Funktionsschwäche innen/ außen, eigen/ fremd nicht angemessen trennen/ verbinden zu können. Vom Säuglingsalter an lernen wir in hochkomplexer Weise gelingenden Umgang miteinander in der Gruppe. Das Misslingen mag dann als Krankheit oder sonst was, tituliert werden, wichtig dabei ist, wir sind nie von diesem Ge- oder Misslingen absolut getrennt, sind darin immer irgendwie komplex einbezogen. Benennungen alleine helfen dann nicht, wenn kein neues Gelingen erreicht/ angestrebt wird.

  10. Karl Bernhard Möllmann // 15. Dezember 2016 um 19:03 // Antworten

    . . .
    Der €URO ist Heute auf den NIEDRIGSTEN Stand seit 13 Jahren gegen den US-Dollar gefallen – EUROPA im Niedergang !

    • Karl Bernhard Möllmann // 15. Dezember 2016 um 19:13 // Antworten

      . . .
      Oder anders herum das Gleiche:
      .
      Mit dem vn der Globalisten-Sekte verschmähten Donald TRUMP – setzt der US-Dollar zum Höhenflug an – und die US-Börsen auf REKORD-Kurs . . .
      .
      Und auf GEOLITICO spielen die Theoretiker Ping-Pong mit neunmal klugen Worten – die außer ihnen selbst – niemand versteht & deshalb niemand benutzt . . .

    • Hallo KBM,

      Wenn es nicht der Vorbote eines gewollten Crashs ist, würde ich raten in der Nähe der Parität einen Optionsschein, also eine Call auf den Euro zu kaufen. Der Dollar ist damit deutlich überbewertet. Ist natürlich keine Beratung, sondern eine Empfehlung aufgrund der Indikationen die sich einschließlich Elliot Wellen Theorie ergibt. Dass Fundamentaldaten und Elliot 1:1 zusammenpassen ist selten. Hier passt im Moment eigentlich alles. Ich bin allerdings aus ethischen Gründen bei so einer Zockerei, die wir auch bei Rohstoffen (auch Gold) noch sehen werden, nicht dabei.

      • Karl Bernhard Möllmann // 16. Dezember 2016 um 09:46 //

        . . .
        Hubi schreibt:
        “ Ich bin allerdings aus ethischen Gründen bei so einer Zockerei … nicht dabei.“
        .
        Ich auch nicht.
        .
        Dennoch „sehe“ ich – daß Amerika mit Donald TRUMP am Steuer – das komplett chaotisierte, zerstrittene Europa mit vollem Karacho überholen & hinter sich lassen wird.
        .
        In Europa werden die BESTEN für „verrückt“ erklärt (zum Beispiel die „Raser“ vom ADAC) – in Amerika weiß man sie zu erkennen – und an die SPITZE der jeweiligen Bereiche zu setzen.
        .
        Diesen Wettstreit der Talente gewinnen wir derzeit nur (noch) im Fußball – doch auch DAS wird sich (Kliensmann sei DANK) in Kürze ändern – wir in Europa lieben unser bequemes SOFA zu sehr.

  11. Wie kommt das, daß all jene, welche die Einführung des Bedingungslosen voraussagen, immer zugleich heftige Bedingungen voraussagen, die an das Bedingungslose geknüpft werden?
    Ranma

    • Karl Bernhard Möllmann // 16. Dezember 2016 um 10:04 // Antworten

      . . .
      Das „BEDINGUNGSLOSE GRUND-EINKOMMEN (BGE) ist die größte LÜGE des Jahrhunderts.
      .
      WIE der Hase auf Planet Erde läuft – DAS hat der liebe Gott bereits bei der Schöpfung knallhart festgelegt!
      .
      OHNE atmen geht beispielsweise garnichts!
      .
      DAS ist bereits die erste BEDINGUNG!
      .
      Und die WICHTIGSTE Bedingung für ein auskömmliches Miteinander in Harmonie von mehreren Milliarden Menschen, Tieren, Pflanzen etc. – das ist der ausbalancierte EXCHANGE!
      .
      GEBEN & NEHMEN muss immer in PERFEKTER Balance sein.
      .
      DAS ist ein von Gott oder von der Natur vorgegebenes GESETZ.
      .
      Sozusagen ein GRUND-GESETZ des Lebens auf diesem Planeten.
      .
      ALLE politischen Visionen – die DIESES Grund-Gesetz mißachten & verletzen – haben immer nur zu KRIEG & CHAOS geführt.
      .
      „Bedingungsloses Einkommen“ ist also eine GEISTES-KRANKE Forderung – die zu einem echten Psychopathen „passt“, oder zu einem hartgesottenen KRIMINELLEN und seiner Erpressung von „Schutzgeldern“ oder anderer BEUTE aus kriminellen Raub-Zügen aller Art.
      .
      Ein harmonisches MITEINANDER in einer Gesellschaft, die ÜBERLEBEN will, setzt voraus – DASS DIE EWIGEN NATUR-GESETZE DIESES PLANETEN BEKANNT SIND & RESPEKTIERT WERDEN – wenn man das totale CHAOS & den KRIEG irgend wann einmal überwinden will!

    • @Ranma

      Das Problem öffentlicher Diskurse ist, dass sie oft ohne Disziplin geführt werden und Begriffsklärungen nicht systematisch erfolgen oder durchgehalten werden.

      Betrachtet man, wie viele Teilhaberechte es tatsächlich in der Geschichte bereits gegeben hat, merkt man sofort, dass es nicht reicht von Bedingung und Nichtbedingung einer Teilhabe zu verhandeln, sondern es konkret immer nur um veränderte Bedingungen, in einem zeittypischen Gesamtrahmen ging/ geht.

      Erst die Definitionsschlamperei führt dann dazu, dass aneinander vorbeigedacht und vorgestellt wird.

      Die Bedingungslose Versorgung mit Muttermilch setzt die Annahme des Säuglings in einer Familie oder Versorgungsgruppe voraus. Diese setzt den Verbund von Versorgungsgruppen voraus usw…

      Das Recht beispielsweise auf eine erste, kostenfreie Schulbildung, ist ein bedingtes, bedingungsloses Teilhaberecht. Wer etwa einer weltanschaulich verfolgten Gruppe angehörte, hatte dieses Recht nicht. Dennoch ist bedingungslose Erstausbildung im Prinzip, in vielen Staaten realisierte Praxis.

      Die gesamte 2010-Rechte-Transformation (Blair-Schröder Papier) in DE, ist in ihrem Kern eine Stillhalteprämie und ein Preis, der für die Freihaltung der Straßen von Hungerdemonstrationen,… bezahlt wird.

      Eine Gesetzesfolgeabschätzung kann heute nicht ohne Behinderung oder Boykott durch die politischen Eliten stattfinden. Im verein mit Schöffengremien ließen sich nämlich schrittweise die Lebensbedingungen, auch in DE/Ö/CH, weiter positiv verändern und zwar nicht nur indirekt, als überschätzter Trippledown-Effekt einer prosperierenden Wirtschaft, sondern in einer ‘parallelen Verschränkung‘ zur Wirtschaftstätigkeit.

      Die massenhafte Freisetzung von Arbeitsplätzen, durch Industrie-/ Dienstleistung-4.0, setzt eine parallele Gestaltung von dazu passenden ‘4.0-Teilhabeformen‘ voraus.

      Via Informationsgeld oder schrittweiser Bildung neuer Teilhabefelder, kann und muss dies erfolgen.

      Wer alles nur durch die Brille der gelenkten Marktwirtschaft der 50- bis 0-er Jahre sehen will/ möchte, entdeckt in diesen neuen Rechtspotentialen nur das Alte und kommt dann zu der Sicht, dass die Gesellschaftsformation untergeht, was ja eine sehr unspezifische Vorstellung, Begrifflichkeit ist, noch dazu angstbesetzt.

      Oft geht nämlich nicht Europa oder eine Epoche unter, sondern nur ihre alte Formationen, bzw. Teile derselben, die nicht mehr gesellschaftsfähig sind.

      Genauso können aber auch bereits langsam entwickelte Formationen älteren Ursprungs, etwa die Genese des SZR-Systems, natürlich weiter ausgebaut und mit anderen Entwicklungen verschränkt werden.

      „Die Aufgabe der Weltwährung (nicht leit) nimmt der IWF ja bereits jetzt wahr, wenn auch nur im bescheidenen Maße. Die Devisenreserven in SZR sind derzeit so bei 10-15 % bei den Staaten. Die BRD derzeit bei 20 % in Gold und 15 % in SZR.“ Zitatende H.

      Ja.

      Der Ausbau dieser Struktur wird im Detail und regional, zwar immer wieder durch Manipulationen und Dysfunktionen behindert und erschwert, aber nicht komplett unmöglich gemacht. –

      Ich sehe den SZR-Komplex als einen Volatilitätsdämpfer, neben weiteren anderen. Und es war immer so, dass sich verschiedene Handelsrechte parallel entwickelten. Eine weltweite Bestanderfassung von Vermögensrechten ist auf Dauer nicht zu umgehen. Denken wir dabei strukturell an das Liegenschaftskataster wie es sich in 200 Jahren in DE entwickelt hat. Die ´heute noch manipulierenden Großvermögenden, möchten kein Vermögenskataster und lassen eher das Märchen von der bösen NWO gegen ein sinnvoll geführtes Teilhabekataster antreten und sponsern entsprechende Schriftsteller.

      Tatsächlich ist es wichtig dabei, daran zu denken, dass Rechtsentwicklung und Dienstleistung-Handel sich nie vollständig getrennt entwickeln können (und dürfen, siehe Hubi Stendahl oben) und nur als echte Antagonisten fruchtbar sein können. Verordnete Wirtschaft und verwirtschaftetes Recht bilden dann regelmäßig Entwicklungssackgassen, die es zu vermeiden gilt.

      Die Gesamtentwicklung ist aber immer so stark gewesen (was historisch gut dokumentiert ist), diese Wurmfortsetze zu überspringen und nicht in einer ‚Grenzformation‘ stehen zu bleiben.

      Ideologien verhandeln aber vorwiegend Grenzformationen. Das ist im Ganzen auch wichtig und richtig so, ist aber dennoch mMn mit der ‚List‘ der interagierenden Gesamtentfaltung verbunden. Ideologien sind so gesehen, Nährstoffträger und Entwicklungskatalysatoren, für die weitere Ausdifferenzierung von viergliedrigen Gesellschaftsformationen des ‘Menschenmenschen‘, dieser wird zu neuen Formen von Vertragsformen finden müssen, die wirtschaftliche Gesamtentfaltung nicht behindern und daher auch nicht rechts- oder wirtschaftseinseitig sein dürfen.

  12. @hubi stendahl

    Danke für Ihren Kommentar. Lassen Sie mich kurz darauf antworten.

    Ihre Zitate

    „Wussten Sie, dass der gesamte weltweite Aktienmarkt rund 65 Billionen Dollar umfasst?“

    „Welchen Zeitraum haben Sie sich denn vorgestellt, in dem mal eben 50 bis 60 Billionen Dollar aus den Märkten verschwinden OHNE DAS ES MORD UND TOTSCHLAG GIBT?“

    Ich habe gesagt, dass „etwas Luft aus dem Aktienmarkt“ gelassen wird. Und nicht der komplette Aktienmarkt mit 65 Billionen.

    Diese weltweite „Überkapazität“, wie Sie es nennen, wird meiner Ansicht nach, in den wirtschaftlichen Randzonen herausgenommen. In jenen Ländern, deren Währung NICHT IN DEN SZR vertreten sind. Die wirtschaftlichen Kerngebiete (Nordamerika, Europa, Japan, China zum Teil) bleiben verschont.

    Schauen wir uns um:

    In Brasilien bricht seit längerem der Aktienmarkt ein. Gefolgt von Venezuela. Indien ist an der Reihe. Dazu Saudi Arabien. Ukraine sowieso. In den Randzonen „brennen die Märkte“

    Addieren Sie hier die Verluste und wir sind sicher bei einer „ordentlichen Zahl“. Ich denke, da wurde „etwas Luft herausgelassen“. In den Schwellenländern. Inflation. Steigende Preise für Gold – in der Inlandswährung.

    Meiner Ansicht nach folgen weitere Aktienmärkte im Nahen Osten und ggfs. in Südafrika.

    „Vergessen Sie nicht, dass die Zentralbanken nicht ewig Schrottanleihen kaufen können, um die Märkte zu stabilisieren.“

    Die Zentralbanken kaufen überwiegend keine Schrottanleihen. Der japanische Aktienmarkt, der zurzeit munter von der jap. Notenbank aufgekauft wird, besteht bspw . nicht aus Schrottanleihen. Sondern aus „lediglich“ völlig überteuerten Unternehmens-Aktien, denen jedoch reale Wert zugrunde liegen.

    Der „Schrott“ wird auf die Randzonen gelenkt und die Verluste den dortigen Leuten und Institutionen in die Schuhe geschoben.

    VG, dixie cup

    • @ dixie cup

      Der „Schrott“ wird auf die Randzonen gelenkt und die Verluste den dortigen Leuten und Institutionen in die Schuhe geschoben.

      Ich kann Ihnen nur zustimmen..Danke.

      Ganz nebenbei, da solls in den Erstweltwohlstandsgegenden noch Leute geben die sich tatsächlich wundern, dass aus den misshandelten Aussenzonen Migrationswellen ins Kernland der Wohlstandgegend rollen.

  13. @Karl Bernhard Möllmann:

    „ALLE politischen Visionen – die DIESES Grund-Gesetz mißachten & verletzen – haben immer nur zu KRIEG & CHAOS geführt.“

    In Geschichte war ich schon immer schlecht. Welcher Krieg folgte auf den Allmenderaub? Von wann bis wann dauerte er an und wer nahm daran teil?

    @alle:

    Wieso steht dem Volk bis heute keine Entschädigung für den Allmenderaub zu?
    Ranma

    • Karl Bernhard Möllmann // 17. Dezember 2016 um 10:57 // Antworten

      . . .
      ZITAT @ Ranma:
      „In Geschichte war ich schon immer schlecht.“
      .
      DAS hängt vielleicht mit den ewigen FÄLSCHUNGEN der Geschichte zusammen . . . ?
      .
      Mich hat „Geschichte“ in der Schule nur angeekelt & zu Tode gelangweilt.
      .
      BIS ich eines Tages vom päpstlichen Konzil von NICÄA hörte, wo im Jahre 325 NACH Jesus von Nazareth – seine Zeugnisse von der REINKARNATION des Lebens auf diesem Planeten – vom damaligen Papst aus der BIBEL heraus GEFÄLSCHT wurde!
      .
      DAS hat mich elektrisiert!
      .
      DIESEN MEGA-BETRUG an den Lehren von Jesus von Nazareth haben weder Juden noch Christen bis zum heutigen Tage aufgedeckt und/oder korrigiert.
      .
      Seitdem ich diese Art der FÄLSCHUNG auf praktisch ALLEN Gebieten der angeblichen „Geschichte“ der Menschheit zu entdecken begann – wird „Geschichte“ plötzlich lebendig & sehr aufregend.
      .
      Nur FAKE-Geschichte ist also zum Einschlafen . . .
      .
      ECHTE Geschichte – BEFREIT VON DEN LÜGEN DER KRIMINELLEN & PSYCHOPATHEN, DIE NUR IHRE EIGENEN VERBRECHEN DURCH LÜGEN TARNEN – ist dagegen extrem spannend, weil logisch und weil man von einer spannenden Erkenntnis zur nächsten getragen wird . . .

  14. @Karl Bernhard Möllmann:

    „Seitdem ich diese Art der FÄLSCHUNG auf praktisch ALLEN Gebieten der angeblichen „Geschichte“ der Menschheit zu entdecken begann – wird „Geschichte“ plötzlich lebendig & sehr aufregend.“

    Das kann ich tatsächlich aus eigener Erfahrung nachvollziehen. Ich stellte an der Uni fest, daß meine Kommilitonen an ihren Schulen oft völlig anderes gelernt hatten als ich. Viel von dem Geschichtsunterricht, den ich genossen hatte, basierte auf der Bibel oder auf Shakespeare. Weitere dubiose Quellen, einschließlich bloßer Phantasien meiner Lehrer, sind wahrscheinlich. Seit ich das feststellte, ist Geschichte schon viel interessanter. Das gute Zeug ist aber nur online zu finden und dazu auf wenige Internetseiten konzentriert, auf die man nicht zu jedem Thema sofort stößt.

    So lernte ich auch nur durch das Internet über den Allmenderaub. Das ließ aber noch Fragen offen. Ließen sich ganze Völker tatsächlich etwas so heftiges wie den Allmenderaub gefallen ohne sich auch nur irgendwie zu wehren? Dann braucht man sich nicht wundern, daß bei jeder gegen das Volk gerichteten Gemeinheit weiterhin stillgehalten wird.

    Aber die Kirche bekommt bis heute und vertragsmäßig sogar bis ans Ende der Ewigkeit Entschädigungen für die Säkularisierung. Wieso bekommt das einfache Volk keinerlei Entschädigung für den Allmenderaub?
    Ranma

  15. “ die niemals an eine Entkopplung des Schweizer Franken vom Euro glaubten (und damit viel Geld verloren) oder nie den BREXIT für möglich hielten.

    Diese beiden Ereignisse zeigen überdeutlich, dass die Regeln nach 2007 andere sind. Jedes der zwei Ereignisse wurde von Risikoprofis der Finanzwelt mit einer „Six Sigma“ Ausfallwahrscheinlichkeit bewertet.“

    Das stimmt ja einfach nicht. Die Wahrscheinlichkeit eines Brexits wurde als sehr hoch eingeschätzt, alle Umfragen deuteten einen sehr knappen Ausgang an. Und über die Freigabe des Schweizer Frankens wurde vor der Freigabe viel diskutiert.

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