Augsteins ideologische Repression
Augsteins ideologische Repression

Augsteins ideologische Repression

Jakob Augstein © GEOLITICO Jakob Augstein © GEOLITICO
Jakob Augstein greift zur Faschismus-Keule: „Alle reden vom Rechtspopulismus – blanke Verniedlichung.“ Donald Trump, Marine Le Pen, AfD –  alles Faschisten.

Wie tief kann man sinken? Als Mensch, als Journalist? Wer dazu eine gewisse Vorstellung erworben hat, kann durch Jakob Augstein lernen, dass es immer noch ein Darunter gibt. Wie bei einem Senklot mit sehr langer Schnur geht es bei dem Freitag-Herausgeber, Spiegel-Autor und Namenserbe eines berühmten Nichtvaters in Tiefen, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

Nach Jahren antisemitischer Propaganda (Broder: „antisemitische Dreckschleuder“), Gerichtsverfahren gegen die eigene Belegschaft und regelmäßiger Hassbotschaften u.a. über seine Spiegel-online-Kolumne im Stürmer-Stil hat er nun mit einer so persönlichen wie katastrophalen Faschismus-Definition noch einen drauf gesetzt.

Das klingt dann so:

„Faschismus. Das Wort hatten wir lange nicht. Alle reden vom Rechtspopulismus – blanke Verniedlichung. Donald Trump ist kein Rechtspopulist – er ist ein Faschist. Marine Le Pen ist keine Rechtspopulistin – sie ist eine Faschistin.“

Augstein behauptet das einfach und meint nicht, es nötig zu haben, sich auf eine wissenschaftliche oder gebräuchliche Definition zu berufen oder wenigstens eine eigene zu definieren. Faschismus. Keule. Fertig. Ein demokratisch gewählter Präsident: Faschist. Bürgerliche Opposition: Faschistin. AfD: alles Faschisten. So ruiniert der offensichtlich immerhin von sich selbst überzeugte Eiferer nicht nur die Spielregeln des intellektuellen Austauschs, sondern vor allem das politische Klima im Lande.

Der Hass in seinen Worten

Er ist damit ein Brandstifter und Brunnenvergifter. Ausdrücklich konstruiert er den Gegensatz „seines“ Faschismus‘ zum Populismus:

„Wer Trump, die Brexiteers, Le Pen und die AfD und ihresgleichen nur als Rechtspopulisten bezeichnet, verwischt dieses entscheidende Merkmal der rechten Revolution.“

Man schaue wirklich genau hin, denn in dieser Aufzählung von Augstein-Faschisten gibt es nicht nur die üblichen Verdächtigen, sondern auch die breite britische Volksbewegung, die nichts anderes getan hat, als sich ein Stück nationale Unabhängigkeit von einem der Hauptakteure der Globalisierung, der EU, zu verschaffen.

Man weiß nicht, was schlimmer ist: der Hass, der aus seinen Worten spricht, oder die Plattheit, die er uns zumutet:

„Die Lust an der Unvernunft ist bis heute das große Gemeinsame aller faschistischen Bewegungen. Denn der Faschismus ist ja erst ein psychologisches Phänomen und wird dann zum politischen.“

Aha, aus einer Facette der menschlichen Natur, die jedes, aber wirklich jedes Phänomen unseres Zusammenlebens mitbestimmt, wird für Augstein beinahe naturgemäß unvernünftig ein Kriterium des Faschismus.

Und so geht es weiter, wenn er unter Bezugnahme auf Trump aufzählt:

„Der Hass auf das Fremde, die Furcht vor Veränderung, die Erniedrigung von Frauen, die Verachtung der Schwachen, die Verherrlichung der Starken, die Wut auf die Eliten, die man angeblich hinwegfegen will, denen man sich aber in Wahrheit andient – all das ist Faschismus, die Drohung nach Washington, nach Brüssel, nach Berlin, den Sumpf trocken zu legen.“

All dies sind aber sehr allgemeine Phänomene, die nicht einmal ansatzweise den Faschismus charakterisieren können und zudem auf Trump zum großen Teil nicht einmal zutreffen.

Edellinke Führerfigur

Das ist natürlich auch die zur Zeit gängige Methode des Mainstreams, politische Widersacher zu desavouieren, doch selten geschieht dies in einer derartigen Verbindung von Aggressivität und Unredlichkeit. Faschismus, das ist in Wirklichkeit unter anderem die Außerkraftsetzung der Bürgerrechte, ist Gewalt gegen unschuldige Minderheiten und Opponenten, ist Gesetzesmissbrauch. Es ist vor allem eine politische, organisierte Bewegung mit klaren ideologischen Vorstellungen und in der deutschen Variante mit zu Berge getürmten Leichen Unschuldiger. All davon ist in Augsteins Milchmädchenfaschismuslehre nicht die Rede, kann es auch nicht sein weil doch seine üblichen Verdächtigen noch gar nicht die Gelegenheit (und den Willen) hatten, derartige Strukturen aufzubauen.

Halten wir seinem Schwadronieren doch einmal eine sehr einfache und sachliche Faschismusdefinition entgegen, die ausdrücklich auch für Kinder (und damit vielleicht auch für Herrn Augstein) verständlich sein soll: [1]

„Der Faschismus zeichnet sich vor allem durch folgende Merkmale aus: Er ist in hohem Maße antidemokratisch und antikommunistisch. An der Spitze einer faschistischen Bewegung steht immer ein Führer, der von ‚seinem‘ Volk verehrt oder sogar verklärt wird (Führerkult). Der einzelne Mensch im Volk aber zählt nichts; im Mittelpunkt der Politik steht vielmehr das vermeintliche Wohl der sogenannten Volksgemeinschaft, hinter der alle Rechte, Wünsche und Bedürfnisse des Einzelnen zurückstehen. Eine faschistische Partei oder Bewegung herrscht alleine und diktatorisch (Einparteienstaat) und versucht, alle Bereiche des Staates und der Gesellschaft vollständig zu durchdringen. Auch ein übersteigerter Nationalismus, die Hervorhebung des eigenen Volkes als etwas ganz Besonderes, gehört zu den Merkmalen des Faschismus. Außerdem schließt der Begriff Faschismus immer auch eine hohe Gewaltbereitschaft ein. Und schließlich zeichnen sich faschistische Bewegungen zumeist durch einen starken Willen zur Macht aus und scheuen nicht davor zurück, diese Macht mit Gewalt zu erringen.“

Na Jakob, das hätten Sie doch auch mal googeln können. Dabei ist noch nicht einmal berücksichtigt, dass man Faschismus auch als historisches Phänomen begreifen kann, was den Begriff für die Jetztzeit sowieso obsolet macht. Das stört natürlich nicht jemanden, der von seinem Nichtvater Rudolf Augstein die Kontrolle über dessen 160 Millionen Euro schweres Erbe überlassen bekam, sich mit solchen Phrasen als edellinke Führerfigur zu gerieren.

„Erdbeereis ist voll fascho, ey“

Fakt ist, dass jeder, der den Begriff Faschismus, also die ultimate Bezeichnung für eine Herrschaftsform, die unsägliches Leid über die Welt gebracht hat, verwässert und sich mitschuldig macht, wenn neue, ähnlich schreckliche Herrschaftsformen zur Macht drängen. Dann gibt es nämlich keinen warnenden Begriff mehr, dieses Schreckliche in Worte zu fassen. Das ist wie in der alten Geschichte von dem Kind, das immer aus Spaß rief „Die Wölfe kommen“ und dann gefressen wurde, als sie wirklich kamen.

Der Missbrauch des Begriffs im Sinne einer inflationären Verwendung hat in der Tat eine lange Tradition. Das neue ist, dass sich damit jemand selber schriftlich in seiner ganzen extremen und extremistischen Unbedarftheit festnagelt. Dennoch ist Augstein nur ein Paradigma in einer rasanten Entwicklung, verallgemeinernd, dichotomisch und verlogen zu kommunizieren. Kürzlich erst geriet ich in einen Facebook-Thread, in dem der österreichische Präsidentschaftskandidat Hofer kurzerhand zum Faschisten erklärt wurde. Begeistert stimmte die Blase der Follower dem Autor zu, forderte Gesetzesänderungen, die solche Kandidaten verhindern, und gar Gefängnisstrafen.

Faschismus ist inzwischen also alles, was einem nicht gefällt. Erdbeereis ist voll fascho, ey. Es geht los mit rechtsaffin und rechtspopulistisch, weiter über rechtsradikal und rechtsextrem, um schließlich bei faschistisch zu enden, doch gemeint ist zunehmend dasselbe, weil der Intellekt der Verwender weitergehende Differenzierung entweder nicht ermöglicht oder aus strategischen Gründen nicht vorsieht.

Praktisch tritt es als negativer Kampfbegriff anstelle des ursprünglich wertfreien „konservativ“, steht also für alles, was sich nicht dem Diktat des bedingungs- und besinnungslosen sozialen „Fortschritts“ unterwirft. Dieser Fortschritt ist längst nicht mehr die klassische Variante, in der es letztlich um ideelle oder materielle Leistungssteigerung in unserem Zusammenleben ging. Das wird jetzt als Sozialdarwinismus oder Ähnliches verleumdet. Jetzt mutiert Fortschritt zum Anspruch, dass es allen Menschen jenseits jeder Machbarkeit gut gehen möge.

Faschismus ist nicht automatisch rechts

Weil dies aber nicht möglich ist, unter anderem, weil dem materielle Interessen und die Struktur des menschlichen Wesens an sich entgegenstehen, war diese Idee von Fortschritt von Anfang an dazu verdammt, eine zunehmend virtuelle Existenz zu führen. Wer sich damit begnügt, einer alten Frau über die Straße zu helfen, hat es leicht, mit seinem Altruismus noch in der Realität verankert zu sein. Wer für acht Milliarden Menschen gleich gute Lebensbedingungen anstrebt, hat die Realität nicht verstanden und muss in den Wahn ausweichen.

Einen Wahn übrigens, der dazu neigt, sich kollektiv zu organisieren und Feindbilder zu kreieren, wobei wir fast schon wieder beim Thema Faschismus sind. Faschismus in heutigen Spielform ist eben nicht automatisch rechts, allein deshalb, weil die Begriffe rechts und links längst nicht mehr greifen. Dies mag auch ein Grund sein, warum der Begriff im neolinken Milieu so beliebt ist: Die Illusion, Faschismus müsse automatisch „rechts“ sein, befreit sprachlich das eigene Tun von jedem Verdacht. Dabei steht solche Virtualität immer auf wackeligen Füßen und muss sich schon etwas einfallen lassen, um die Realität zu dominieren. Was wäre da mehr geeignet als Ideologie und Repression?

 

Anmerkung

[1] http://www.cpw-online.de/kids/faschismus.htm

Über Konrad Kustos

Kustos studierte Germanistik, Geografie und Publizistik an der Freien Universität und promovierte über das Spannungsfeld zwischen Unterhaltungsliteratur und Literaturliteratur. Viele Jahre arbeitete er als Journalist in leitenden Positionen bei großen Berliner Tageszeitungen. Der Schwerpunkt seiner publizistischen Arbeit lag bei der Architektur und dem Aufbau der neuen Hauptstadt nach der Wende von 1989. Als roter Faden durch seine Arbeit zieht sich die Verteidigung des Normalbürgers gegen elitäre Denkweisen sowie der Versuch, Ideologien zu enttarnen. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

33 Kommentare zu Augsteins ideologische Repression

  1. Dummes Zeug – muß man nicht kommentieren.

    • @G_F

      und warum halten Sie sich dann nicht an Ihre eigene Maxime? Wollen Sie die Mitforisten etwa dumm sterben lassen (so ganz ohne Argumente)?

      Aber halten Sie sich bitte an die Maxime, wenn Sie diesen Beitrag etwa als ’nichstsagend‘ beurteilen, wiederholen Sie nicht den gleichen Fehler.

    • MutigeAngstfrau // 27. November 2016 um 10:58 // Antworten

      Für einen solch hochwertigen Kommentar haben Sie sich ja genau den richtigen Nick ausgesucht, @ Grande Finale… So könnte sich das verlorene Kind zweier schwer zu definierenden Väter auch nennen.

      Konrad Kustos hat es schon sehr gut beschrieben, dieses sich für menscheitsrettend haltende Meinungsjoch, das unsere Schultern herunterdrückt und in diesem verlorenen Bürschchen einen geradezu deckungsgleichen Auswurf gefunden hat.

      Wir hatten den hier aber schon, und bei mir gesellt sich zum Dauerwürgereiz bei Erscheinen des Jungchens nun das Gähnen hinzu.

      Gute Nacht Deutschland im Fegefeuer der Frankfurtschulversager-Enkelgeneration.
      Nun fault es von innen – diese Feindschaft ist tödlich.
      Genialer Ansatz ist der Sieger-Demagogen, muss man schon sagen.
      Aber vielleicht….

      • hubi stendal // 27. November 2016 um 15:21 //

        @Mutige Angstfrau

        Zitat:
        #Gute Nacht Deutschland im Fegefeuer der Frankfurtschulversager-Enkelgeneration.“

        Aus wiki:“Augstein vertritt als alleinvertretungsberechtigter Dauertestamentsvollstrecker in der Gesellschafterversammlung des Spiegel-Verlags den 24-Prozent-Anteil der Familie Augstein, dessen Wert im Jahr 2015 auf rund 160 Mio. Euro taxiert wurde…“

        ….und weiter:

        „In Die Tage des Gärtners behandelt Augstein in Form eines Ratgebers zur Gartenarbeit die Fragen, die ihm dabei durch den Kopf gehen. Laut Nils Minkmar (FAZ) widerspricht das Buch der Erwartung, zum Einklang mit der Natur anzuleiten. Augstein fordere, die Natur zu BEHERRSCHEN….“

        Und schon sind wir tatsächlich bei der Frankfurter Gehirnwäsche -Anstalt, die man nie wieder los wird. Ein armer Mensch. Und dabei jeden Tag Languste auf Linsenbett an Asiapesto ist auch nicht der Brüller.
        Dann doch lieber eine Trashshow gespielt kontrovers gegen Nikolaus Blohme, selbst ehemals Spiegel Chefredakteur, auf Phoenix zur Vergeudung unserer GEZ Gebühren und zum Wohle des abgehängten Blohme, der wie Augstein aus der Kapitalverzinsung seines stehenden Kapitals den „Werktätigen“ derzeit durch Nullzins nicht mehr viel indirekt abpressen kann. Vielleicht hat er deshalb Theaterwissenschaften studiert.

  2. Erikaimaugenstein // 27. November 2016 um 10:20 // Antworten

    Ein gewisser Augstein, verglichen mit denen, die er angreift, ist ein armes, aber ganz böses Stück Mensch.
    Voller Gift und Galle, die er auskotzen muss. Wer sich entwickelt, lässt sich davon nicht mehr berühren.
    Der weiss um die letzten Zuckungen des Unrechts. Am Ende gehören Augst. und Merkel zusammen: Marke Auslaufmodell. Siehe 1989- manchmal geht es schneller als gedacht!

  3. Karl Bernhard Möllmann // 27. November 2016 um 11:04 // Antworten

    . . .
    Wenn Konrad Kustos unbedingt einen echten Faschisten outen will – dann sollte er diesen Hassprediger Jakob Augstein – als den einzigen wahren Faschisten in diesem speziellen Falle benennen !
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    Ich denke aber die traurige „Glanz-Zeit“ des Faschismus ist vorbei – weil seit dem zweiten Weltkrieg nicht nur Rudolf Augstein TIEFER gesunken ist – sondern die gesamte westliche Gesellschaft !
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    WER diese LOGIK verstehen will – der kommt um ein professionelles Studium der menschlichen EMOTIONEN nicht herum !
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    KEINER hat das derart professionell durchdrungen und VERSTANDEN – wie L. Ron Hubbard – DER SICH GENAU DESWEGEN ZUM ECHTEN FEIND NUMMER 1 ALLER ECHTEN FASCHISTEN GEMACHT HAT !
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    Denn wer das Spiel versteht – der tappt in keine Faschisten-Falle !
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    FASCHISMUS ist immer offen, immer ohne Visier, immer direkter ANGRIFF.
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    Derartig gepolte Psychopathen sind verhältnismäßig leicht zu identifizieren & auszurechnen – die GEFAHR kann man beherrschen – und jeder ausgeschlafene Bürger kann sich entsprechend schützen.
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    WAS Heute läuft ist schlimmer – weil es von der menschlichen EMOTION her DARUNTER liegt – GENAU DAS VERSTEHEN BISHER NUR PROFESSIONELL AUSGEBILDETE SCIENTOLOGEN !
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    Aber etwas kann auch jeder Dorf-Trottel verstehen:
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    WENN sich ein Mensch in einer EMOTION unterhalb von „OFFENEM ANGRIFF“ (Faschismus) befindet – DANN IST DAS NOCH WEIT GEFÄHRLICHER – DENN ES HANDELT SICH HIER UM VERDECKTEN FASCHISMUS, ALSO GEHEIM-FASCHISMUS der perfekt GETARNT als „Gutmenschentum“ oder als „demokratisch“ oder als angeblich „christlich“ oder als „intelligent“ oder „intellektuell“ oder „barmherzig“ oder „logisch“ daher kommt, weil man auf den ersten Blick nur die äußere TARNUNG erkennen kann . . .
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    DAS IST DER WEIT VERBREITETE ZUSTAND DES PLANETEN MOMENTAN !
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    Amerika, Israel & der Rest des Westens präsentiert sich als die angeblich „freie Welt“ mit Menschen-Rechten & Demokratie . . .
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    Doch angefangen beim GEHEIMEN CIA-Putsch 1953 im IRAN – ist ALLES NUR PERFEKTE LÜGE – auch wenn viele Bürger erst seit Julian Assange & Edward Snowden anfangen zu ahnen, WAS ALLES IM GEHEIMEN VÖLLIG ANDERS ABLÄUFT, ALS VON DER GEKAUFTEN & GLEICH GESCHALTETEN LÜGEN-PRESSE BERICHTET.
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    Nehmen Sie zum Beispiel: „GLADIO“ – die GEHEIME Mutter unseres heutigen Terrors.
    .
    DAS wirklich gefährliche an dieser GEHEIMEN EMOTION unterhalb des Faschismus (OFFENE Feindseligkeit) – die Scientologen salopp „1.1“ nennen, was für VERDECKTE oder VERSTECKTE Feindseligkeit steht („GEHEIME Feindseligkeit“ fände ich persönlich besser) – ist die TATSACHE, daß jede erfolgreiche Therapie als erstes in & mitten durch den darüber liegenden (offenen) Faschismus führt . . . !
    .
    Wenn also ein bisher getarnter GEHEIM-Faschist plötzlich OFFEN angreift – DANN weiß der Profi: „Jetzt beginnt die Heilung!“
    .
    In diesem Sinne zeigt uns Jakob Augstein erstmals OFFEN – was bisher hinter seiner sozialen TARNUNG verborgen war – diese ÖFFNUNG des Faschisten Augstein, ist also KEIN wirklicher Grund zur Besorgnis . . .
    .
    Im Gegenteil – noch mehr Kanal-Ratten werden in nächster Zeit aus ihren Löchern im Untergrund heraus klettern – und wir alle können lernen diese „VERSTECKTE Feindseligkeit“ in Zukunft schneller und vor allem treffsicher zu identifizieren !

    • Lieber Herr Möllmann,

      nein,

      „L. Ron Hubbard“ ohne Differenzierung?

      Es mag ja sein, dass dieser Autor in seiner frühen Jugend ebenfalls viel erlebt hat und sich gegen die Torturen behavioristischer Kriegspsychologie beim Militär gewehrt hat, das ist sicherlich der anständige und nachvollziehbare Anteil an Hubbards Lebensgeschichte. Aber alles weitere, ähnlich wie beim Freitagherausgeber, ist dann doch zumindest so problematisch, dass es nicht unerwähnt bleiben sollte.

      Behaviorismus und ‚Psychologie ohne Seele‘ kommt zwangsläufig zu dicken inneren Widersprüchen, die Sie zum Teil ja auch aufdecken. Aber Hubbard als Quelle ist dann eben notwendig zu differenzieren.

      Ab seiner mittleren Schaffenszeit wird alles recht plakativ, was nicht ausschließt, dass er dabei manches zurechtrückt und auch geradestellt und dennoch eine Sekte aufgebaut hat, mit Verkaufsschlagern, internem Verhaltenscodex, usw…

      Wie bei anderen Gurus auch, wird dann aber ein Niveau unterschritten, wo kein eigentlicher Diskurs mehr möglich ist, ähnlich wie bei Blavatsky, Gurdjieff,…

      Wenn Sie drauf bestehen auch bei Lenin, der vor lauter Systemdenken, da war er brillant, den eigentlichen, entwicklungsoffenen Menschen aus dem Blick verlor und später schwer erkrankte.

      Das alle diese Menschen nicht unserer Verachtung preisgegeben werden sollten, auf die lange Sicht, sollte eigentlich klar sein. Sonst hat man das Thema einer ausgleichenden Vorsehung noch nicht entdeckt/ bearbeitet und modern jesuanisch (Thema Stendahl), dem anderen keine Änderungsoption zuspricht.

      Hoffen wir, das uns andere, wenn es erforderlich ist/ wird, Besserung nicht absprechen, oder?

      • Karl Bernhard Möllmann // 27. November 2016 um 16:53 //

        . . .
        Hallo Conrath,
        .
        Wenn Sie mich schon PROVOZIEREN wollen – dann fragen Sie wenigstens vorher – ob ich Lust auf Ihre Spielchen habe !
        .
        Ansonsten klebe ich Ihnen das gleiche Etikett an – welches Konrad Kustos eigentlich für Hassprediger Rudolf Augstein vorgesehen hatte – denn Augstein liegt auch meilenweit daneben, mit seinen unterirdischen und unerwünschten Diagnosen.
        .
        Es reicht nicht, wenn Sie Ihr offensichtliches NICHT-WISSEN über die „tonescale in full“ von L. Ron Hubbard hinter unverständlichen, weil ungebräuchlichen Spezialausdrücken Ihrer Psycho-Sekte verbergen.
        .
        Hubbard hatte Zeit seines Lebens NIEMALS etwas mit einer Sekte zu tun – jedenfalls dann nicht – wenn man die korrekte „offizielle“ Definition von „Sekte“ benutzt.
        .
        Sie sind für mich ein leicht zu durchschauender PROVOKATEUR – und DARUM will ich auf Ihre vorsätzlichen PROVOKATIONEN nicht eingehen – suchen Sie sich andere intelligente Psychopathen für Ihre perversen Spiele!

      • @Möllmann

        Was ich sachlich annehme, dass sich Hubbard anfangs nicht ausgemalt hat, was mit seinen Berichten einmal passiert, wie es später in den letzten Jahren und nach seinem Tod weiterging, da sind wir einer Meinung.

        Ansonsten ist es besser sachlich, als persönlich, zu argumentieren, meinen Sie nicht auch? Ich glaube der frühe Hubbard hätte das ebenfalls unterschrieben, schauen Sie nach.

        Und gerne kritisieren Sie doch meine Meinung oder Argumente, das ist doch nicht verboten, aber Sie entscheiden es und es gibt ‚Selbstreferenz‘, etwas Schreckliches nur für Unreflektierte.

        Den Rest beruhigt dieser Begriff ungemein. Warum wohl?

        Finden Sie es doch selber heraus, alles vorsagen ist langweilig, mMn.

      • Karl Bernhard Möllmann // 27. November 2016 um 18:16 //

        . . .
        @ anonymer „Conrath“:
        .
        Sie schreiben hochgeschraubte NULL-Sätze wie diesen:
        .
        „Was ich sachlich annehme, dass sich Hubbard anfangs nicht ausgemalt hat, was mit seinen Berichten einmal passiert, wie es später in den letzten Jahren und nach seinem Tod weiterging, da sind wir einer Meinung.“
        .
        Lesen Sie Ihren eigenen Satz mal in Ruhe – wenn ich nur EIN Wort austausche – spätestens DANN sollten Sie Ihren NONSENS in aller Klarheit sehen können!
        .
        Hier kommt also IHR eigener Satz zu IHRER Er-Kenntnis:
        .
        „Was ich sachlich annehme, dass sich JESUS anfangs nicht ausgemalt hat, was mit seinen Berichten einmal passiert, wie es später in den letzten Jahren und nach seinem Tod weiterging, da sind wir einer Meinung.“
        .
        Wenn Sie tatsächlich „sachlich“ werden wollen – dann beschäftigen Sie sich mit Ihrer eigenen christlichen/jüdischen Kirche – und dem was daraus geworden ist und unter anderem zu Tausenden von Sekten in den letzten 2016 Jahren NACH Jesus von Nazareth geführt hat . . .
        .
        Hubbard hat mit dem Christentum und seinen unzähligen Abspaltungen, die man hochoffiziell „Sekten“ nennt – soviel am Hut – wie Original-Demeter Bioland-Kost mit billigem Fusel oder gepanschten Sekt aus dem Discounter zu tun hat.
        .
        Ansonsten ist es wie mit JEDEM Echo:
        .
        SO wie man in den Wald hineinruft – SO schallt es zurück . . .

      • @Möllmann

        „„Was ich sachlich annehme, dass sich Hubbard anfangs nicht ausgemalt hat, was mit seinen Berichten einmal passiert, wie es später in den letzten Jahren und nach seinem Tod weiterging, da sind wir einer Meinung.““ Selbstzitat

        Nun, das war biographisch gemeint. Hubbard wäre nicht der Erste, dem seine späteren Anhänger/ Fans auf die Füße fallen, das war/ ist gemeint. Denken Sie an Marx oder Paulus, ihre Arbeiten wurden Anstoß für Bewegungen die für die Gründer/ Erfinder nicht vorhersehbar waren. Lisel Meitner wäre vielleicht befangen gewesen bei der Ausarbeitung der physikalischen Kernspaltungstheorien usw…

        Kurz, Hubbard ist nicht komplett für alle Scientology-Aktivitäten verantwortlich zu machen, das geht daraus hervor, mMn.

      • Karl Bernhard Möllmann // 28. November 2016 um 10:04 //

        . . .
        BEVOR Sie hier den sciento-logischen Besser-Wessi spielen – machen Sie sich wenigstens mit den bisher bewiesenen GRUNDLAGEN vertraut, dieses bisher größten GEHEIM-Verbrechens der chrislich/jüdischen Globalisten-Sekte – die seit nunmehr 2016 Jahren JEDE Konkurrenz mit extremistischer GEWALT und völlig unsportlich aus dem Wege räumt . . .
        .
        Denn wir ALLE anderen sind laut TALMUD & TORA nur „GOJIM“, also nur „VIEH“ . . .
        .
        http://www.davidmiscavige.wikiscientology.org/text/Why_the_U.S._is_Slave_to_Israel_-_the_Scientology_Connection
        .
        Und WIE aktuell dieser KRIEG der angeblichen „Christen“ gegen den Rest der Welt (nicht nur gegen den Islam) ist – DAS könnten Sie auf den Georgia Guide Stones ablesen – DA HAT DIE GLOBALISTEN-SEKTE IHRE PERVERSEN ZIELE IN GRANIT VEREWIGT . . .
        .
        Der erste Schritt dieser angeblichen „Christen“ ist die REDUKTION der Menschheit auf nur noch 500 Mio – andere nennen sowas VÖLKER-MORD in bisher nicht gekannten Ausmaß . . .

      • Lieber Herr Möllmann,

        ich muss zugeben, bis vor ca. 7 Jahren hatte ich, in einem naturalistischen Sinne, an der Sonderrolle Jesu, selber festgehalten (mit kompliziertesten Annahmen), im Sinne der nachträglich geschaffenen Christusgottreligion (im Hinterzimmer eines kaiserlichen Notariats in Rom – tja die Rechtsanwälte/ Lobbyisten, war schon immer wirkmächtig), die nun etwa 17 Jahrhunderte Macht und Einfluss ausübt.

        Wenn Sie mich heute mit einem (i.d.S.) Notariatsreligiösen identifizieren, ist das voreilig, bzw. Sie kommen damit ein Jahrsiebt zu spät, egal.

        Lassen Sie uns einfach sachlich Argumente bewegen, einschließlich der nur introspektiv zugänglichen.

        Und die Zahl der Kulturen, Religionen und Menschen, für die das Fortleben und eine vorgeburtliche Existenz, denkbar und glaubwürdig ist, kann nicht überschaut werden, sie ist riesig, vermutlich sogar die Mehrheitsmeinung in der Welt.

        Welche Details es dazu gibt ist spannend, aber kann mMn nur in einer gewissen Ruhe behandelt werden. Mein Angebot ist nicht ein rhetorisch leeres, das sollten Sie mittlerweile anerkennen und ich habe nichts, was mir bei den Fragen einen Grundvorteil geben würde, gegenüber Mitforisten.

        Dass es auch innerhalb der vielen christlichen Bekenntnisse eine große Vielzahl von Annahmen und Vorstellungen, auch zur Metempsychose, gibt, setze ich voraus. Von Origenes bis zu den marginalisierten Orphikern, den kontrarömischen Origenes-Christen/ Bischoffssprengeln, den verschiedensten Ketzern und vielen Menschen innerhalb der Institutionen, gibt es differenzierte und ernstzunehmende Auffassungen, einschließlich der spirituell offenen Gruppen aus dem Bereich der anderen monotheistischen Religionen.

        Es hat sich so etwas wie ein Erfahrungswissen über die Verbindung von Dies- und Jenseitigkeit gebildet, wenn man Erfahrung und nicht Abgrenzungsdogmatik (die erfolgt fast ausschließlich um Macht- und Deutungshoheitsbereiche einzuzäunen) einmal zurück weißt.

        So gesehen ist für mich die konkrete Erfahrung eines Militärs Hubbard, eines Prof. Ratzingers oder Bischofs Origenes zunächst völlig gleichwertig, im Ausgang der Argumentation, ähnlich wie in der von Ihnen ja geschätzten Mathematik und Geometrie/ Dimensionenlehre. Sie wissen, das früher den bekannten vergangenen Namen immer auch neuere Texte ex post zugeschrieben wurden, was eine systematische Behandlung aller Argumente ja nicht ausschließt, siehe Wiederaufnahme der Euklidschen Axiome und Erweiterung des Parallelenaxioms.

        Ich habe mich langsam bis zum (katholischen) Heinrich Scholz (dem Logiker aus Münster und seiner Schüler) vorgearbeitet.

        Wenn dann ein Gemüsehändler aus Indien eine weitere Entdeckungen zum Primzahlaufbau beiträgt, werde ich ihn nicht weniger ernst nehmen, wie den, die amerikanische Fields Medaille ablehnenden, Russen Grigorij Perelman. Es zählt für mich nur das Argument, der Gültigkeitsumfang seiner Prämissen und die Anschlussfähigkeit seines widerspruchfreien Kontexthorizontes. Sonst nichts. –

        Gleiches gilt für Arbeiten im Bereich der Evolutionsforschung, politischen Soziologie usw…

        Ich mache da einfach keine Ausnahmen mehr und methodischen Kompromisse, außer wenn jemand total humorlos ist, aber das habe ich bei den interessanten Zeitgenossen bisher noch nicht gefunden.

      • @Möllmann

        Nachtrag Schreibfehler und 500 Millionen Erdbewohner als Politikziel

        Es sollte oben lauten:
        „tja die Rechtsanwälte/ Lobbyisten, waren schon immer wirkmächtig“

        Von diesem Monument habe ich schon Ende der 70-iger gelesen und mir damals bereits gedacht. Was für Knallkorken müssen das sein? Sie machen auf mysteriös, bauen eine Stele und durchdenken nichts.

        Dabei begrenzt (widerspricht) sich doch eine solche Botschaft von selbst, wenn man etwas nachdenkt und dem vertraut.

        Die Botschaft erreicht nur alle, vom Nihilismus tiefgründig entwurzelten, materialistisch Gesinnten (und Fühlenden).

        Wenn es keine Vorsehung gibt und keine Übersterblichkeit/ Vorgeburtlichkeit aller Menschen (sogar der 6-7 % zeitweiligen Psychopathen – die solche Stelen aufstellen) und keinen höheren menschenumgreifenden Zusammenhang des Wahren, Einen und Guten (i.S.v. Platon)als denkmöglichkeit annehmen, dann haben die Spender dieser Stele damit nur einen Beweis ihres debilen´, momentanen Egoismus gegeben.

        Und was haben/ hätten sie von einem Luxusleben ohne Übersterblichkeit?

        Sie können ihren ergaunerten Luxus und Reichtum doch nicht mitnehmen.

        Andererseits der Vorsehung so, per Vorstellung/ Unglauben ins Geschäft zu pfuschen, ist weder originell noch zielführend.

        Wissen wir, wieviele Menschheitsprozesse- Orte es gibt in der Welt?

        Ich weiß es nicht und die Wahrscheinlichkeit einer reinen, nur zufälligen kohlenstoffbasierten Bottom-up Entfaltung ohne komplementäre Top-down Anteile, ist extremst gering. Einige machen sich dann noch einen Zufallsgott zurecht oder nutzen Hilfsbegriffe wie Selbststeuerung (Peter Janich fragt dann, was soll sich denn da selber steuern > Widerspruch des strikten Anti-Teleologismus).

        Wie lange dauert es, bis sich ein Molekül-Steinhaufen zu so einer doofen Stele von selber, per Zufallssteuerung anordnet???

        Manche Reiche zelebrieren ihre Beschränktheit. Das sollte andere aber nicht daran hindern, dagegen zu halten und Unsinn auch als Unsinn zu behandeln.

        Es ist wie mit dem Zustand ‚Schwanger sein‘ so auch auch mit dem Zustand ‚S i n n‘, es gibt keine Zwischenstufen, ein Achtel Schwangerschaft oder ein Sechzehntel Sinn.

        Die Zurückweisung der Teleologie in der Sattelzeit und dann ab etwa 1825 zunehmend, hat merkwürdige Gedankengespenster erzeugt, mehr ist es nicht.

        Die Stelenbauer und Luxusmassenmordbefürworter werden sich mit ihrem persönlichen Transformationsereignis ‚irgendwann‘ ihren ‚unzureichenden‘ Intentionen stellen müssen, imaginieren Sie das zu dieser bekloppten Stele hinzu.

        Mir hatte es schon damals geholfen, meine Wut über diese Anmaßung in gesunden Grenzen (der Grenze zwischen Vernunft/ Unvernunft) zu halten.

  4. @Konrad Kustos

    „Wie bei einem Senklot mit sehr langer Schnur geht es bei dem Freitag-Herausgeber, Spiegel-Autor und Namenserbe eines berühmten Nichtvaters in Tiefen, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.“ Zitatende K.K.

    > der Tag gewinnt gerade an Struktur (i.S.v. Volker Pispers) schon hier herzlichen Dank.

    Ja, lach, grins,…, ein sehr langes Seil, gefühlt bis zum Nullpunkt von Mittelerde. Augstein d.J. scheint jetzt auf thymotische Selbststeuerung zu wechseln, seit ca. 2 Jahren!?

    Ihre Argumente und Anmerkungen stehen glasklar und jeweils selbsterklärend für sich. –

    Ich möchte nur noch ergänzend zu ähnlichen Lebensläufen von Intellektuellen anmerken, dass wohl der unbewusste Druck, mensch kennt in der Tiefe schon die faktisch-zentrierten Gegenargumente der Quellen, contra Ukraine- und Syrienwahnsinn, und muss dann und daher zu immer stärkeren Betäubungsmemen (innere Beruhigungsbilder) greifen, ein innerseelischer Vorgang mit Zuspitzung.

    Deswegen sehen wir, mit Ihrem Statusbericht mitten in einen mentaler Fiberschub.

    Ja, was soll dann noch begrifflich für echten Faschismus übrigbleiben, das ist die Frage?

    Dazu passend: Karl-Heinz-Deschner zur Rolle des Vatikans zu vier faschistisch angegriffenen Ländern > Spanien, Italien, Deutschland, Serbokroatien (9783894846107)oder Wolfgang Wippermann, Faschismus (9783896783677) und zur Übersicht:
    http://faschismustheorie.de/wp-content/uploads/2011/08/Wippermann_Faschismus-Alte-Theorie-und-neue-Definition_2011.pdf

    Oder vergisst der Jungautor gerade seine Jugendorientierung? Das passiert häufig beim sogenannten ‚karmischen Rollen‘ im Lebenslauf?

    Danke für Ihren Artikel

  5. Karl Bernhard Möllmann // 27. November 2016 um 11:17 // Antworten

    . . .
    SORRY, ich meinte natürlich, daß seit dem zweiten Weltkrieg nicht nur Jakob Augstein TIEFER gesunken ist . . .
    .
    Wollte nicht den Vater für seinen verkorksten Sohn an den Pranger stellen – RUDOLF AUGSTEIN ist ein anderer Fall!

    • @Möllmann

      „„GLADIO“ – die GEHEIME Mutter unseres heutigen Terrors.“

      Gladio ist planmässiges Ergebnis von politisch einflußreichen Handelnden.
      Warum laden Sie diesen Tatbestand (für die Interessierten gibt es seit Jahrzehnten dazu Material, angefangen mit RAF-Hintergrundberichten usw…) mit solcher Emphase auf.

      Gladio hat es nicht verdient verherrlicht zu werden, dass ist nämlich der unbewusste Kontraeffekt. Es waren sehr mittelmässige Helfer involviert, einige haben Kampfsport in abgelegenen Gegenden geübt, in ihrer Freizeit, Kisten vergraben, schon mal losgeballert und ihren Frauen was anderes erzählt, sich selber dabei toll und beschränkt fühlend. Es gibt Dokus dazu.

      Mutter von XYZ und noch GEHEIM, na ja, nicht wirklich.

      Und unsere Rauten-Angelina ist ja auch keine echte Mutti, Muddi, (erinnern Sie sich an die verstorbene Tatort-Schauspielerin), wenn schon, dann ist Frau Kassner eine rabiate Stiefmutter a la Gebrüder Grimm.

      • Karl Bernhard Möllmann // 27. November 2016 um 17:51 //

        . . .
        Allerliebster anonymer GEHEIM-PROVOKATEUR aka „Conrath“
        .
        Wenn ich schreibe:
        .
        „GLADIO“ – die GEHEIME Mutter unseres heutigen Terrors.“
        .
        Und Sie den SINN meines Satzes verdrehen und in sein genaues Gegenteil verbiegen zu:
        .
        „Gladio hat es nicht verdient verherrlicht zu werden…“
        .
        – mich also durch diese vorsätzliche Verdrehung meiner Worte der angeblichen „Verherrlichung“ von GEHEIM-TERROR anzuklagen versuchen – dann haben Sie sich in diesem Moment geoutet als feiger, weil anonymer AGENT PROVOKATEUR!
        .
        Meine Antwort an Sie als angeblich NEUEN GAST auf GEOLITICO:
        .
        Gehen Sie mir bitte in Zukunft aus der Sonne!
        .
        Ich will mit Ihnen KEINE Diskussion, ich erbitte KEINE Diagnosen, und ich brauche KEINE Ratschläge von Ihnen.

      • Guten Abend, Herr Möllmann,

        ich hatte Ihren Beitrag von 17:51 noch nicht gelesen.

        Mir ging es um Sprachkritik. Das wir beide gegen Gladio u.ä. Staatsterror sind, sollte der Kontext bereits hinlänglich zeigen/ gezeigt haben. Dagegen anzurennen ist schlicht ‘argumentationsfrei‘, lieber Mitforist.

        Ich hatte mich ’nur‘ an der Sprache gestoßen. Diese verbeamteten Gladioplaner und ihre Draußenspieler-Jüngelchen mit ‚Gladio als Mutter von XYZ zu würdigen, sprachlich zu würdigen, nicht ihnen intentional beizutreten, (wie kommen Sie auf letzteres?) war von mir gemeint. –

        So wie man von der Schlacht XYZ als ‚Mutter aller Schlachten‘ spricht, zu unrecht.

        Und Herr Möllmann, nehmen Sie es sportlich, ich sortiere Sie jedenfalls nicht so schnell aus, könnte ich ja, der M. ist Scientologe oder Fan von Hubbard und der W ist Anthroposoph oder XY ist Positivist. Was sollte das, Vorurteile pflegen und den eigenen Bestätigungsirrtum befördern?

        Argumentieren ist doch viel ergiebiger, als kurz irgendwo eine Hassemail reinknallen und die Füße danach epistemisch hochlegen.

        Wem das bereits reicht, der lässt sich eh nicht davon abbringen. Aber ich erlaube mir, dies als bloßes Entlastungsverhalten zu beurteilen, ohne positiven Mehrwert für den/ die Betroffenen.

        Wenn Sie meine Email haben wollen, dann fragen Sie Frau Lachmann, sie ist die Blogbetreiberin und ich habe nichts zu verbergen, das wegen Ihrer geheimnisvoll wirkenden Anspielung zur allgemeinen Anonymität.

        Also lassen Sie uns das römische Kurzschwert Gladio, es war für den Nahkampf geeignet, einfach begraben.

  6. Karl Bernhard Möllmann // 27. November 2016 um 11:40 // Antworten

    . . .
    ZITAT @ Konrad Kustos:
    „Faschismus ist nicht automatisch rechts.“
    .
    Eher schon automatisch links . . .
    .
    Wie in „NSDAP“ für national sozialistische Arbeiter Partei . . .
    .
    Wie in KPDSU und Massen-Mörder Stalin . . .
    .
    Wie in Massen-Mörder MAO . . .
    .
    Wie in Massen-Mörder Pol Pot . . .
    .
    Wie in Drohnen-Killer Obama . . .
    .
    Wie in Diktator Fiedel Castro . . .

  7. Der Artikel trifft ins Schwarze, oder besser gesagt: ins Tiefrote.

    Es war doch eigentlich schon immer so: Alles, was nicht ins Meinungssprektrum der Linksradikalen passt, ist für sie Faschismus. Da hat sich nichts geändert seit dem Auftauchen der radikalen K-Grüppchen an den deutschen Unis in den 70er-Jahren. Traurig nur, dass dies nun im Mainstream salonfähig ist.

  8. @Grinario

    Nicht ganz, die K-Gruppenschelte bezog sich auch auf andere Linke Gruppen, dann auf die RCDS, die Bürgerlichen usw…

    Faschismus war weitghehend für Springerpresse, Altnazis und Gelegenheitstäter ‚reserviert‘. Daneben war Imperialsimus in aller Kritiker Munde, etwa für den Vietnamkrieg der imperialistischen USA.

    Wenn nun der Nachwuchsmedienerbe austeilt, ist das schon etwas anderes.

    Er macht es heuer ohne jede ideologische (Abgrenzungs-)Not, anders als damals die verschiedenen K-Gruppen, in ihrem immerwährenden (gefühlten) Bruderzwist, taten.

  9. Augstein macht das, was seine Kanzlerin macht polarisieren und demonisieren. Das ist so wenn man keine Argumente oder Lust hat sich mit anderen Meinungen auseinander zu setzen.

  10. Wurde der schon mal auf seinen Geisteszustand untersucht? Erstaunlich, dass der überhaupt zitiert wird- da könnte ja gleich jeder Furz kommentiert werden.

  11. Faschismus antikommunistisch – vielleicht. Jedoch haben Kommunismus, National*sozialismus* und der in Italien und z.T. Spanien gewesene Faschismus gemeinsam, daß sich eine Staats- Clique anmaßt, sich über die natürlichen Bürgerrechte zu erheben und schlußendlich entscheidet, wer wie leben darf und wer nicht. So verschieden sind die Systeme da gar nicht – in Ausprägung und Intensität vielleicht – im Geiste nicht

  12. Angriff ist die beste Verteidigung seiner Millionen und Stellung. – Die Faschismusdefinition des Autors ist korrekt bis auf eines‘ , es muss nicht das eigene Volk sein, sondern eine gewählte volksgruppe, die idealisiert und zu Exponiertheit erhoben wird auf Kosten der anderen. Alle Merkmale der Definition treffen auf die Merkeldiktatur zu. Diesmal allerdings in Vergeltung andersherum. – Selbst die Außenpolitik stimmt mit dem deutschen Erfahrungsschatz überein, deutsche Panzer stehen wie vor 70 Jahren wieder vor der russischen Grenze.

    • @Edelweiss

      Meinten Sie, Augstein d.J. nutzt einen sektoriellen Faschismusbegriff?
      Also (von ihm eigentlich positiv besetzt) für faschisierte Bevölkerungsgruppen, Parteien, Korporationen und gibt dann das Teilinteresse für das Ganze aus?

      Es wäre dann, samt Kriegsspielzeug an der Ostgrenze (denn das entspricht nicht mehr der Lage von vor 75! Jahren (die RF steht ‚etwas‘ besser gerüstet da), ansonsten ist es eine merkwürdige ‚inverse‘ Erinnerung/ Widerholung der WK II Ereignisse (beides hätte dann ja wieder nahezu gleiche Hauptinteressenten/ verdeckte Sponsoren > angloamerikanischlevantinische)?

    • Der Faschismus in Italien, Polen, Spanien und Protgal hat mit dem Nationalsozialismus michts zu tun. Das sind zwei vollständig verschiedene Gesellschaftsmodelle.

  13. Es gibt eine alte Faschismusdefinition von Leuten, die es ganz genau wußten. Die Rede ist von der SED-Kreisleitung Riebnitz -Dammgarten aus dem Jahre 1962. Damals mußte man den Bürgern der DDR irgendwie erklären, warum die Berliner Mauer ein „antifaschistischer Schutzwall“ ist.
    Diese Definition wurde 1989 vom „Neuen Forum“ ungekürzt und unkommentiert als Flugblatt herausgegeben und jeder wußte, es war die kürzeste und treffendste Beschreibung der Zustände in der DDR.

    Faschismus ist:
    Der Idee zuliebe

    die Wahrheit beugen
    die Freiheit des Einzelnen beschneiden
    die Menschenrechte missachten
    die Religion zurückdrängen
    die Sprache des Herzens unterdrücken
    die Vernunft des Einzelnen missachten
    Menschen durch Angst voneinander isolieren
    sie in die Emigration treiben
    demütigen statt ermutigen
    Wahrheiten durch Propaganda ersetzten
    kultische Massenaufmärsche durchführen
    von Kindesbeinen an Feindbilder eintrichtern
    alle in Uniformen stecken
    das Bild des Führers in jeden Raum hängen
    eine arrogante Elitepartei organisieren
    ein allgegenwärtiges Sicherheitsauge installieren
    Kultur und Sprache missbrauchen
    sich für den Nabel der Welt halten

  14. Sorry, aber zwischen Faschismus und Nationalsozialismus besteht ein himmelweiter Unterschied. Ein Unterschied wie zwischen Himmel und Erde. Das sollte man immer auch bei allen Repliken berücjksichtigen.

    • Sicher ist es Ihnen nicht entgangen, dass es sich um ein Zitat aus DDR-Zeiten handelt. Dort wurde der Terminus „Nationalsozialismus“ weitestgehend vermieden um den „Sozialismus“ nicht im ungünstigsten Zusammenhang erwähnen zu müssen. Welches von beiden Himmel und welches Erde sein soll, vermag ich nicht einzuschätzen. Der wesentliche Unterschied bestand wohl darin, dass der Faschismus weniger antisemitisch war.
      Zudem lag es mir fern eine Replik zu verfassen, sondern vielmehr eine bescheidene Ergänzung.

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