So wird Migration politisch gelenkt
So wird Migration politisch gelenkt

So wird Migration politisch gelenkt

Graffitti auf dem Plaster der Straße Unter den Linden in Berlin © Foto und Illustration GEOLITICO Graffitti auf dem Plaster der Straße Unter den Linden in Berlin © Foto und Illustration GEOLITICO
Milliardär George Soros, NGO’s und EU-Institutionen wollen jeden an der Grenze aufnehmen, ob er verfolgt wird oder nicht. Ziel ist die Überwindung des Nationalen.

Auf die öffentliche Debatte und das politische Handeln in der gegenwärtigen „Flüchtlingskrise“ hat die Organisation PRO ASYL einen großen Einfluss. Sie ist mit lokalen Flüchtlingsräten in der Breite des Landes verankert und über tätige Mitglieder mit Kirchen, Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Menschenrechtsorganisationen verbunden; ihr Einfluss reicht bis in Parlament und Regierung, und ihre Stellungnahmen und Kampagnen sind in den Medien ständig präsent. Sie ist eine starke meinungsbildende Macht.

Doch anders als der Name suggeriert, geht es ihr unterschiedslos um Schutz und Hilfe von allen Ankommenden, gleichgültig, ob sie einen rechtlichen Asylgrund haben oder aus anderen Gründen in unser Land wollen. Pro Asyl fordert die Zulassung einer unbegrenzten und unbeschränkten Einreise, auch von Migranten. Da es die demographische Entwicklung und die Humanität gebiete. Daher tritt sie für ein Europa der offenen Grenzen ein, das jedem, der den Schengen-Raum betritt, ohne Ausnahme ein Asylverfahren ermöglichen müsse. Das dürfe jedoch unter keinen Umständen mit einer Abschiebung, sondern müsse immer erfolgreich oder zumindest mit dem Verbleib der geflüchteten Person in Europa enden.

Menschenrecht gegen Menschenrecht

Das Asylverfahren dient also nur als Legitimationsschleuse für alle. „Jeder Mensch, der an den Grenzen Europas ankommt, muss ein rechtsstaatliches Asylverfahren bekommen“, forderte der Geschäftsführer von Pro Asyl Günter Burghardt am 8.7.2015 gegenüber der „Welt“, die ihn als „Deutschlands mächtigsten Asyllobbyisten“ bezeichnete.[1] Das bedeutet, ohne dass es gesagt wird, eine Aufweichung und Ausweitung des bisherigen Asylbegriffs „und im Ergebnis den totalen Asylstaat, der sich bei einer Einwanderung ohne Obergrenzen nur noch um die Organisation der Integration kümmern kann und muss“, wie es Friederike Beck pointiert formuliert,[2] also das, was inzwischen in Deutschland praktisch der Fall ist. Die organisierte Gemeinschaft eines Volkes soll keine Macht mehr darüber haben, zu bestimmen, wer in ihr Wohngebiet zuziehen darf und wen sie in ihre Gemeinschaft und materiellen Errungenschaften aufnehmen will. Das derart hypertrophierte, unbegrenzte „Menschenrecht“ des Fremden soll höher stehen als das Menschenrecht der Bewohner auf Selbstbestimmung.

Hinter Gründung, Aufbau und Entwicklung von Pro Asyl steht der evangelische Theologe und Soziologe Jürgen Miksch (75). Er sieht sich selbst von der Flucht seiner Familie 1945 aus Breslau geprägt, die er als 4-Jähriger miterlebte. Flucht und Flüchtlinge als solche sind das Thema seines Lebens. Flüchtlinge wiesen immer auf Entwicklungen und Veränderungen hin, schreibt er in einem Artikel vom 24.9.2015. Und dafür findet er in der Religionsgeschichte viele Beispiele:

„Geflüchtete Menschen machen Geschichte. Das gilt seit Jahrtausenden. Abraham war Flüchtling und prägte den Monotheismus. Moses, Jesus oder Muhammad hatten ihre Fluchtgeschichten. Die Ausbreitung von Religionen und neuen Erkenntnissen erfolgte durch Flüchtlinge. Flüchtende Menschen sind Botschafter für Veränderungen.“ [3]

So sei es auch in der Gegenwart. Islamische Staaten steckten in Krisen, Kriege und Hunger kämen hinzu. Flucht und Migration vieler Menschen hätten Folgen für die Aufnahmeländer wie auch für die Herkunftsländer. Sie veränderten die Gesellschaft und könnten Humanität und Menschenrechte stärken – in beiden Richtungen.

Veränderung an sich ist also danach schon etwas Positives und Wünschenswertes, ohne Rücksicht darauf, was sich denn wie und in welche Richtung verändert. Als ob es keine Veränderungen zum Schlechten, zum Bösen gäbe. Muslimische Migranten sorgten für die Ausbreitung ihrer Religion und damit von neuen Erkenntnissen. Das ist in diesem verklärten Gedankengang schon für sich positiv – eine Bereicherung eben.

Was der Islam grundlegend als totalitäre Machtansprüche enthält, die der europäischen Entwicklung zu Freiheit und Selbstbestimmung der Individualität polar zuwiderläuft, liegt nicht im Erkenntnisbereich des Jürgen Miksch. So setzte er sich schon 1980, während seiner Zeit als Ausländerreferent und Oberkirchenrat im Kirchenamt der EKD in Frankfurt/Main offen für eine multikulturelle Gesellschaft in Deutschland ein, in der die verschiedenen Religionen und Kulturen friedlich nebeneinanderleben können sollen.

Gründung und Wirken von Pro Asyl

„Angesichts der vorherrschenden rassistischen Stimmung gegenüber Asylsuchenden“ vereinbarten im November 1985 René van Rooyen, der Vertreter des Hochkommissars für Flüchtlinge der Vereinten Nationen für Deutschland – also von der Organisation, die zu den globalen Planern der Massenmigration gehört[4] – und Jürgen Miksch die Bildung einer bundesweiten Flüchtlings-Organisation. Diese Organisation wurde dann im September 1986 mit weiteren Mitarbeitenden aus Kirchen, Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Menschenrechtsorganisationen als Bundesarbeitsgemeinschaft Pro Asyl gegründet.[5]

Zur Finanzierung der Arbeit wurde 1988 der Förderverein Pro Asyl e.V. geschaffen. „Er realisiert konkrete Hilfsmaßnahmen für Flüchtlinge, die Einzelfall- und Rechtshilfe sowie Projekte, Dokumentationen und Recherchen. Er organisiert politische Kampagnen, die Informations- und Öffentlichkeitsarbeit und die Vernetzung mit nationalen und internationalen Hilfs- und Menschenrechtorganisationen.“[6] Die Einnahmen des Fördervereins lagen 2014 bei 3.421.000 €, von denen 38,7% aus den Beiträgen der 18.000 Mitglieder kamen und 56,6% aus Spenden, deren Namen aber nicht genannt werden.[7]

Die Ziele von Pro Asyl sind mit denen des US-Multimilliardärs George Soros identisch. Denn die multikulturelle Gesellschaft von Pro Asyl und die offene Gesellschaft von Soros sind das gleiche; und beide fordern die grenzenlose Einwanderungsmöglichkeit jedes Menschen in das Land seiner Wahl, ohne Einspruchsmöglichkeit des jeweiligen Staates. Es wäre ein Wunder, wenn George Soros nicht zu den Sponsoren und Förderern von Pro Asyl in Deutschland gehören würde. So gehört Pro Asyl auch zu den 450 Partnerorganisationen des von Soros initiierten Spendennetzwerkes EPIM, die mit Finanzen ausgestattet werden. Friederike Beck hat 67 von ihnen namentlich aufgelistet.[8]

Am EPIM-finanzierten Projekt „Zugang zu Schutz – ein Menschenrecht“ z.B. ist neben anderen europäischen NGOs auch Pro Asyl beteiligt.[9] Eine im Rahmen dieses Projekts entstandene Broschüre von Pro Asyl „Das Asylverfahren an deutschen Flughäfen“, wurde außer von der 2002 für die Finanzierung mittel- und langfristiger Projekte gegründete „Stiftung Pro Asyl“, die aber noch kein großes Finanzvolumen aufweist, hauptsächlich von EPIM „gefördert“.[10]

Pro Asyl und der European Council on Refugees and Exiles

Pro Asyl ist Mitglied im European Council on Refugees and Exiles (ECRE) mit Sitz in Brüssel und dadurch europaweit vernetzt. Der ECRE ist nach Wikipedia „eine paneuropäische Non-Profit-Organisation, die 90 asylunterstützende Organisationen in 38 Ländern bündelt und die europäische Agenda hinsichtlich einer offenen Einwanderungspolitik zu beeinflussen sucht“. Er wird finanziert von u.a. dem Soros-Spendernetzwerk EPIM, der Europäischen Kommission und dem Hochkommissar der UN für Flüchtlinge (UNHCR). Neben PRO ASYL sind aus Deutschland auch die Caritas, das Deutsche Rote Kreuz, die Diakonie und der Paritätische Gesamtverband ECRE-Mitglieder.[11]

Allein entlang der Balkanroute, der bis vor kurzem Hauptfluchtroute nach Deutschland, sind von der Türkei, über Griechenland, Bulgarien, Serbien, dem Kosovo, Ungarn und Österreich rund 30 ECRE-Mitglieder angesiedelt. In Griechenland z. B. gibt es nach den Recherchen von Friederike Beck drei ECRE-Mitglieder: den Greek Council for Refugees (Griechischer Flüchtlingsrat), Aitima und Klimaka. Friederike Beck schreibt:

„Auf der Website des Griechischen Flüchtlingsrates grüßen uns zwei alte Bekannte und ein neuer »Player«. Der ,Griechische Flüchtlingsrat’ wird unterstützt von George Soros’ Open Society Foundations, dem Spendennetzwerk der Zwölf EPIM und World Jewish Relief.
George Soros’ Open Society Foundations finanziert dem Griechischen Flüchtlingsrat ein groß angelegtes griechenlandweites Überwachungsprojekt (Laufzeit März 2015‒September 2016), welches das Verhalten der Behörden und der die Flüchtlinge aufnehmenden Gemeinden protokollieren soll. Ziel ist die Aufnahme von Flüchtlingen zu verbessern, ihre Akzeptanz in der griechischen Bevölkerung zu erhöhen und für die Zukunft mittels Lobbyarbeit Verbesserungen durchzusetzen.
Ein EPIM-finanziertes Projekt (September 2015 bis Mai 2016) will beim griechischen Flüchtlingsrat NGO-Personal schulen, um Lobbyarbeit dahingehend zu betreiben, dass Festnahmen bei illegalem Grenzübertritt in Zukunft nicht mehr durchgeführt werden.
World Jewish Relief, eine jüdische Hilfsorganisation mit Sitz in London, finanziert normalerweise vor allem jüdischen Gemeinschaften in Not. … Interessant ist, dass sich die jüdische Hilfsorganisation im letzten Quartal 2015 auch für Flüchtlinge in Griechenland und der Türkei engagierte.
Neben Essen, warmer Kleidung, Schlafsäcken, Unterbringung, medizinischer Hilfe bezahlte man den Flüchtlingen auf dem »langen und mühseligen« Weg nach Zentraleuropa auch Gutscheine für den Transport. …
Die Unterstützung der Massenflucht aus Syrien … stellt faktisch eine nicht unbedeutende Unterstützung der Gegner des syrischen ´Regimes´ dar. … Die Flüchtlinge, in ihrer großen Mehrheit junge Männer im wehrfähigen Alter, die mittlerweile nach Zentraleuropa verpflanzt wurden, können nunmehr weder zum Militärdienst, noch zum Wiederaufbau Syriens herangezogen werden, was auf eine Schwächung des strategischen Gegners hinausläuft.“

Welcome to Europe (w2eu)

Ein außerordentlich aktives Netzwerk zur Hilfestellung für die Flucht nach Zentral- und Nordeuropa ist die mit Pro Asyl verbundene Initiative w2eu. Nevroz Duman, bei „Jugendliche ohne Grenzen“ und „Campaign Boostcamp“ für Kampagnen geschulte Aktivistin[12], ist Mitbegründerin von w2eu und inzwischen auch Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Pro Asyl. Als Ansprechpartner in Deutschland listet w2eu neben u. a. Pro Asyl die Flüchtlingsräte in den Bundesländern auf, die zugleich Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Pro Asyl sind.

Im September 2015 deckte ein Reporter des Fernsehsenders Sky-News auf, dass w2eu in Griechenland 25.000 „Migranten-Handbücher“ verteilt hatte mit dem Titel „Wie komme ich am besten nach Europa“. Dieser spezielle Reiseführer diente in arabischer Sprache der Aufklärung über Reisewege nach Europa, Rechte in den EU-Staaten, Tipps über die speziellen Sozialsysteme und wie man sie anzapft, Telefonnummern, Landkarten und Ratschläge auf dem Weg in die EU.[13]

Ein paar Tage später griff sogar die Tagesschau diese Aufsehen erregende Sache auf und befragte – natürlich eher verständnisvoll – das Vorstandsmitglied der Bundesarbeitsgemeinschaft Pro Asyl Nevroz Duman, die man als Mitgründerin von w2eu benannte. Bezeichnend war ihr Satz:

Uns eint, dass wir an ein Recht auf Bewegungsfreiheit glauben. Und wenn Flüchtlinge sich dieses Recht nehmen möchten, trotz geschlossener Grenzen und Zäune, dann unterstützen wir sie dort, wo sie uns brauchen.“[14]

Also auch gegen das geltende Recht der Völker. Friederike Beck bemerkt dazu:

„Es hat sich seit Jahren schon im Umfeld von PRO ASYL eine Kultur der Geringschätzung des Rechtsstaates und des offenen Gesetzesbruchs breitgemacht, die dem Motto folgt: »wir haben die bessere Moral, wir sind die besseren Menschen« und »was Recht ist, bestimmen wir«. Diese Haltung wird von staatlichen Institutionen ebenfalls bereits seit Jahren offen goutiert und mit Fördergeldern und Preisen belohnt. Würde sich irgendein anderer gemeinnütziger Verein derart über geltendes Recht stellen, hätte man ihm – mindestens – längst die Gemeinnützigkeit aberkannt.“

Auf die Frage, wie sich die Initiative w2eu finanziert, wich Nevroz Duman mit „von Spenden“ aus, und nannte lediglich die Menschenrechtsorganisation „medico international“ als Finanzier der verteilten Broschüren. Der Hinweis auf die enge Verzahnung mit dem vom Soros-Spendennetzwerk direkt und über ECRE indirekt unterstützten Pro Asyl-Konzern unterblieb.

Forum Menschenrechte

Pro Asyl setzt sich auch intensiv für die Menschenrechte der Flüchtlinge und Immigranten ein. Wer kann das schlecht finden? Aber der Wohlklang des Wortes Menschenrechte wird instrumentalisiert, um in seiner Aura ein unbegrenztes „Recht auf Bewegungsfreiheit“ (Nevroz Duman), also auf Einwanderung jedes Migranten in das Land seiner Wahl, ohne Einspruchsmöglichkeit der betreffenden Rechtsgemeinschaft, zum allgemeinen Menschenrecht hochzustilisieren, das ihm dann völlige Rechtsgleichheit mit der angestammten Bevölkerung, also auch sofortigen Zugriff auf deren soziale Netze garantiert. Die Absolutheit eines individuellen Rechtes, soll das Recht und die Vertragsfreiheit einer bestehenden Gemeinschaft, Aufnahmevereinbarungen mit denen zu treffen, mit denen sie auch einverstanden ist, außer Kraft setzen.

Pro Asyl ist Mitglied des „Forums Menschenrechte“, eines Zusammenschlusses von 50 überregional tätigen Menschenrechtsorganisationen, „die sich für einen … umfassenden Menschenrechtsschutz einsetzen – weltweit, in einzelnen Weltregionen, Ländern und in der Bundesrepublik Deutschland.“ Pro Asyl – Geschäftsführer Günter Burkhardt gehört dem 8-köpfigen Koordinierungskreis des Forums an.[15] Pro Asyl koordiniert – nach eigenen Worten – „regelmäßig stattfindende Gespräche von Mitgliedsorganisationen des ›Forums Menschenrechte‹ mit Abgeordneten des Innenausschusses des Deutschen Bundestages“.[16] Sie haben sich also selbst und assoziierten NGOs eine Vermittlerfunktion in Menschenrechtsfragen zuerkannt, die bis in die Gesetzgebung hineinreicht.

Der Innenausschuss des Bundestages berät zu Fragen von Ausländer- und Asylpolitik und bereitet wichtige Gesetzesvorhaben vor, bevor diese im Plenum beschlossen werden können. Der Pro-Asyl-Lobbykonzern gilt dem Innenausschuss des Deutschen Bundestages als „sachverständig“ und seine Vertreter, allen voran sein Geschäftsführer Günter Burkhardt, für den es bei der Flüchtlingsaufnahme keine Obergrenzen geben darf, üben über die „regelmäßig stattfindenden Gespräche“ und schriftliche Stellungnahmen starken Einfluss auf die Gesetzgebung aus. Friederike Beck resümiert:

„Beim Asyllobbyismus (handelt es sich) mittlerweile um eine knallharte Ideologie (…), die es nicht kümmert, dass das Asylrecht zu Tode geritten und faktisch in ein Recht für alle auf freie Niederlassung in der EU umgewidmet wird – denn ,kein Mensch ist illegal´. (Anm. d. Red.: Das ist gezielter Gefühlsnebel; es geht ja um das illegale Handeln.) Der Migrationslobbyismus von weiten Teilen der Parteienlandschaft bis zu Kirchen, Gewerkschaften und PRO ASYL will ein anderes Land, einen anderen Staat. Die Gesetze unseres Landes und das Gemeinwohl stehen der ,grenzenlosen Ideologie´ dabei nur (noch ein wenig) im Wege.“

Kampf gegen Rassismus und Islamfeindlichkeit

Widerstände in der Bevölkerung gegen ihre Bevormundung werden von den Herrschenden bekämpft, indem sie nicht oder kaum auf die Argumente der Menschen eingehen, sondern diese ausgrenzen und diffamieren.[17] Diese Methode beherrschen auch die Akteure von Pro Asyl. In Publikationen, Aktionen und Kampagnen schwingen sie drohend die Keulen der Ausländerfeindlichkeit, des Rassismus, des Rechtsextremismus und der Islamfeindlichkeit.

Wie in allen Ländern gibt es auch in Deutschland Rechtsextreme, Nationalisten, denen die weiße Rasse und darin die eigene Nation als das höchste gelten und die sich strikt gegen den Zuzug aus anderen Völkern und erst recht aus anderen, „minderwertigeren“ Rassen wenden. Aber es handelt sich um einen relativ kleinen Prozentsatz, demgegenüber die große Mehrheit nicht fremdenfeindlich und rassistisch eingestellt ist.

Doch wer aus Sorge um den Erhalt des eigenen demokratischen Gemeinwesens und der eigenen Kultur das Ausmaß des Zuzuges von nicht asylberechtigten, kaum integrierbaren Migranten kritisiert und damit die ideologischen Ziele von Pro Asyl infrage stellt, wird als „rechtspopulistisch“ im Sinne von rechtsextrem light eigestuft. „Rechtspopulismus ist Rassismus und Menschenfeindlichkeit im bürgerlichen Gewand“, wie es in einem Infoblatt heißt.[18] Jürgen Miksch wird in dem schon zitierten Artikel vom 24.9.2015 noch konkreter, indem er appelliert, für die Mehrheit müsse deutlich bleiben, dass Sarrazin, Pegida, NPD, AfD, Politically Incorrect und andere Menschenfeinde auf der Verliererstraße laufen.“

Das ist eine begrifflich nicht gedeckte Ausweitung des Wortes Rassismus, die nicht nur einem verrotteten Denken entstammt, sondern als bewusste Diffamierung seelische Gewalt im öffentlichen Raum bedeutet. Nach der eigenen obskuren Terminologie müsste sie als „Rassismus“ und „Menschenfeindlichkeit“ bezeichnet werden. Wer im christlichen Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

Pro Asyl organisiert diesen Kampf auf breiter Front und ist Partner im „Netz gegen Rassismus“, einem losen Zusammenschluss von „Nichtregierungsorganisationen in Deutschland, die gegen Rassismus und ethnische Diskriminierung arbeiten“, das vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) koordiniert wird. Das Netz ist Partner des „Europäischen Netzwerkes gegen Rassismus“ (ENAR), das von den Open Society Foundations des George Soros, der EU und dem Joseph Rowntree Charitable Trust, einem Mitglied des von Soros initiierten Spenden-Netzwerkes EPIM finanziell gefördert wird. Friederike Beck fasst ihre Tätigkeit so zusammen:

„ENARs Arbeit besteht darin, ´spezifische Formen von Rassismus´ und rassistische Gewalt in Diskursen zu identifizieren, sowie Lobbyarbeit im Europaparlament zu betreiben. Die rassistische Gewalt in Diskursen besteht nicht selten darin, dass man mit den Argumenten einer Organisation des Lobbyverbundes nicht konform geht oder dem Rechtsstaat Geltung verschaffen möchte. Was Rassismus genau sein soll, bleibt ENARs Geheimnis. Das hat Methode: Je nebulöser und umfassender der Rassismus-Begriff angelegt ist, desto mehr Bedarf besteht für die Arbeit der NGO.
Dementsprechend möchte die ENAR-Gruppe Andersdenkende weiträumig verfolgen lassen und träumt ganz offensichtlich von einem EU-weiten antirassistischen Polizeistaat. Dazu will die Organisation erreichen, dass die EU gegen jene EU-Mitgliedstaaten wegen Regelverstoß juristisch vorgeht, welche die EU-Gesetze zur Bekämpfung von Rassismus noch nicht durchgesetzt haben. Deutschland hat die Gesetze angenommen. ENAR fordert einen EU-weiten legalen Rahmen, der rassistisch motivierte Verbrechen definiert und verfolgt und gesetzlich zu ihrer Untersuchung verpflichtet sowie solchermaßen definierte Verbrechen härter bestraft.“

„Willkommenskultur“

Auf die Entwicklung einer großen Aufnahme- und Hilfsbereitschaft weiter Bevölkerungskreise für die Flüchtlinge und Migranten im Rahmen der vielgerühmten „Willkommenskultur“ hat Pro Asyl, auch über die personell mit der Organisation verbundenen Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften und Kirchen, starken Einfluss genommen. Bereits im März 2014 veröffentlichte man eine Handreichung „Refugees wolcome! Gemeinsam Willkommenskultur gestalten“, in der den Bürgern, in ihrer christlichen Nächstenliebe angesprochenen, viele Anregungen zum persönlichen Engagement gegeben werden. Wer kann dem seinen Respekt versagen?

Doch auch hier gilt der Willkommensruf ohne Unterschied allen Ankommenden, denn allen wird eine Asylberechtigung unterstellt. Alle fliehen irgendwie, wenn nicht vor Krieg und Verfolgung, dann vor Armut und Not. Und „Flucht ist kein Verbrechen.“ (Nein, aber ihre Förderung) Doch die Folgen dieser unbegrenzten Zuströme bedenkt man nicht oder macht sich verklärte Vorstellungen von kultureller und menschlicher Bereicherung. Wer hat noch einen Begriff von der zu erhaltenden deutschen Kultur, die eine sie pflegende und fortzuentwickelnde homogene Gemeinschaft voraussetzt? (vergl. „Die Deutschen in der Sackgasse“)

Henryk M. Broder schrieb am 25.8.2015 in der „Welt“:

     „Was wir derzeit importieren, sind nicht nur „ethnische“, also kulturelle und religiöse Konflikte, sondern, um mit Marx zu reden, auch eine „industrielle Reservearmee“, für die es keine Beschäftigung gibt und keine geben wird, das Lumpenproletariat von morgen und übermorgen. Was unser Urteilsvermögen trübt, sind die Bilder, die wir täglich sehen: von der griechisch-mazedonischen Grenze, aus Calais am Ärmelkanal, aus Freital und Heidenau in Sachsen. Wer angesichts solcher Bilder kein Mitleid empfindet, der hat kein Herz, wer aber nur Mitleid empfindet, von dem er sich mit einer Spende befreit, der hat keinen Verstand.“[19]

Liebe ohne Weisheit wirkt zerstörerisch. Es würde schon zur Weisheit gehören, zu durchschauen, wie man als Erfüllungsgehilfe an den Fäden von Globalplayern gezogen wird, denen es auf dem Weg zu einer Weltregierung darum geht, die Einzelstaaten via übernationale Organisationen wie EU, UNO, NATO usw. zu entmachten und das Widerstandspotential der Völker durch Massenmigration zu durchmischen und aufzulösen.

 

Anmerkungen

[1] http://www.welt.de/politik/deutschland/article143755570/Bei-Fluechtlingsaufnahme-gibt-es-keine-Obergrenze.html

[2] http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/friederike-beck/betreutes-fliehen-george-soros-und-das-netzwerk-um-pro-asyl.html

[3] https://www.evangelisch.de/inhalte/125144/24-09-2015/gastbeitrag-von-juergen-micksch-fluechtlingshilfe-als-jahrhundertaufgabe

[4] https://fassadenkratzer.wordpress.com/2016/04/02/globale-planung-der-massenmigration/

[5] https://www.proasyl.de/hintergrund/25-jahre-pro-asyl-die-geschichte-der-organisation-im-ueberblick/

[6] https://www.proasyl.de/foerderverein/

[7] https://www.proasyl.de/wp-content/uploads/2015/12/PRO_ASYL_Taetigkeitsbericht_2014-2015.pdf

[8] http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/friederike-beck/das-netzwerk-fuer-migration.html

[9] https://vimeo.com/74189625

[10] file://localhost/I/%5CF%C3%BCr%20Fassadenkratzer%5CEntw%C3%BCrfe%20f%C3%BCr%20Fassadenkratzer%5CDas%20Asylverfahren%20an%20deutschen%20Flugh%C3%A4fen

[11] http://www.ecre.org/alliance/members/profiles.html

[12] http://www.campaignboostcamp.de/blog/newroz-duman-aktivistin-mit-herzblut/

[13] http://www.epochtimes.de/politik/welt/migranten-handbuch-auf-insel-lesbos-verteilt-fluechtlingsstroeme-als-migrationswaffe-zur-destabilisierung-a1270534.html

[14] https://www.tagesschau.de/inland/fluechtlinge-hilfe-seite-interview-101.html

[15] http://www.forum-menschenrechte.de/1/ueber-uns/

[16] https://www.proasyl.de/unser-netzwerk/

[17] file:///I:/F%C3%BCr Fassadenkratzer/%C3%96ffentliche Gewalt durch das Wort.docx

[18] file:///C:/Users/Herbert/Documents/Kommentare/Entw%C3%BCrfe f%C3%BCr Fassadenkratzer/Rechtspopulismus ist Rassismus und Menschenfeindlich-

[19] http://www.welt.de/debatte/henryk-m-broder/article145576852/Wer-nur-Mitleid-empfindet-der-hat-keinen-Verstand.html

Über Herbert Ludwig

Herbert Ludwig war viele Jahre Lehrer an einer Freien Waldorfschule. Er befasst sich schwerpunktmäßig mit den inneren und äußeren Bedingungen der Entwicklung des Menschen zur Freiheit und mit den Hintergründen der „europäischen Integrationsbewegung“, woraus seine Schrift „EU oder Europa?“ und Artikel auf seiner Webseite hervorgegangen sind Kontakt: Webseite | Weitere Artikel