Das Web 2.0 wird vielfältiger

Aktuell werden neue Domainendungen nach und nach freigeschaltet. Mit „.berlin“ wurde Berlin zur ersten Hauptstadt weltweit mit einer eigenen Top Level Domain.

Domainendungen wie „.de“ oder „.com“ sind jedem Internet-User bekannt. Auch Adress-Endungen wie „.net“, „.org“ oder „.info“ begegnen einem im Internet tagtäglich. Sie haben über Jahre hinweg das Internet geprägt und werden dies auch in Zukunft tun. Dennoch befinden wir uns aktuell inmitten einer bahnbrechenden Erweiterung des Web 2.0, die nicht wenige Experten als eine kleine Internet-Revolution bezeichnen.

Aktuell wird das Internet um über 700 neue Domainendungen erweitert. Dieser Schritt war bereits über mehrere Jahre von der Internet Corporation for Assigned Names and Number (ICANN) – einer Non-Profit Organisation, die unter anderem das globale Domain Name System im Internet koordiniert – diskutiert worden. Im Juni 2011 gab die ICANN schließlich grünes Licht zur Erweiterung der verfügbaren Top Level Domains. Damit wurde dem rasanten Wachstum des World Wide Web seit der Jahrtausendwende Rechnung getragen.

Große Nachfrage nach den neuen Domains

Seit Ende letzten Jahres werden diese neuen Domainendungen nach und nach freigeschaltet. So hat Berlin erst vor ein paar Wochen ein kleines Stück Internetgeschichte geschrieben: Mit „.berlin“ wurde die deutsche Metropole zur ersten Hauptstadt weltweit mit einer eigenen Top Level Domain. Gerade Deutschland verfügt dabei über vergleichsweise viele solcher regionalen Domainendungen. Im Dezember 2013 war bereits „.ruhr“ für das Ruhrgebiet live geschaltet worden, weitere Adress-Endungen wie „.muenchen“, „.bayern“ und „.hamburg“ werden folgen.

Den Großteil der neuen Top Level Domains bilden jedoch die branchenspezifischen Adressendungen. Webseiten- und Webshopbetreiber werden künftig auch auf Domainendungen wie „.shop“, „.mobile“ oder „.immo“ zurückgreifen können. Wer sich allerdings eine solche neue Adresse registrieren lassen will, der sollte sich sputen, schließlich herrscht eine große Nachfrage nach den neuen Domains. Einen praktischen Service bietet dabei die Domainregistrierung von 1und1, die man unter http://hosting.1und1.de/domain-registrieren nutzen kann: Hier kann man die Verfügbarkeit der Wunschadresse sowohl bei den klassischen als auch bei den neuen Domainendungen automatisch überprüfen lassen und diese gegebenenfalls registrieren.

Positive Prognosen

Über das Potential dieser neuen Webadressen sind sich Experten indes noch uneins, schließlich handelt es sich um eine neue und in ihren Auswirkungen schwer abzuschätzende Entwicklung. Insgesamt sind die Prognosen jedoch positiv: So schätzt beispielsweise jeder fünfte deutsche Domainanbieter, dass die neuen Domainendungen in den nächsten Jahren bis zu 25 Prozent aller Domains ausmachen werden. Die Mehrheit der Domainanbieter rechnet allerdings mit einem Anteil bis zu 10 Prozent. Die Bedeutung klassischer .de und .com Domains wird also keinesfalls zurückgehen, dennoch ist das Potential der neuen Top Level Domains nicht zu unterschätzen. Statt auf exotische Wortspiele auszuweichen oder die bereits vergebene Wunschdomain für viel Geld zu erwerben, ist die Registrierung einer neuen Webendung in jedem Falle eine sinnvolle Alternative – besonders wenn sie zur regionalen, thematischen oder branchenspezifischen Ausrichtung der Website passt.

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