So plündern Politik und Konzerne den deutschen Steuerzahler

Offenbar soll das Volksvermögen in einem „Europäischen Schatzamt“ konzentriert werden. Private Vermögen bleiben vor dem Zugriff des Staates nicht verschont, schreibt LOTAR FLEISCHER*.

 

Bereits am 14. November 2012 veröffentlichte Christian Müller in der „baz-online“ einen bemerkenswerten Artikel unter der Überschrift „So verschieben Konzerne ihr Geld in Steueroasen“.

Warum ist dieser Artikel so bemerkenswert ?

Er liefert uns nicht nur Einblicke in die Welt der „Vermögenssicherung“ und „Steueroptimierung“ von Großkonzernen und „Vermögenden“, sondern ist gleichsam die „Blaupause“ der nur einen Monat später, am 20.12. 2012, in Vaduz/Liechtenstein gegründeten Car-Genossenschaft, die genau nach diesem beschriebenen Schema ALLE Vermögenswerte für JEDEN in Sicherheit bringt – und das ist nicht nur „Geld“.

Vermögenswerte sind Immobilien, Fahrzeuge, Maschinen, Schmuck, Hausrat und natürlich auch Edelmetalle.

BDI will europäisches Schatzamt

Nun kann ja nicht verteufelt werden, was dem Einen erlaubt und legal zugestanden wird, weshalb es wert sein dürfte, sich einmal näher mit dieser „Blaupause“ zu beschäftigen.

Wie ist die aktuelle Situation?

Nachdem nun auch der BDI, vertreten durch seinen Hauptgeschäftsführer Markus Kerber, völlig unverhohlen die Bildung eines „europäischen Schatzamtes“ fordert, in dem das Volksvermögen konzentriert werden soll, was der Plünderung des Staatsvermögens gleichkommt, und die katholische Kirche, vertreten durch ihren Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, den ideologischen „Segen“ derartiger Enteignungen erteilt hat, beginnt der Countdown der „Plünderung“ jeglicher Vermögen unaufhaltsam zu laufen.

Ein absoluter Optimist, wer den Beteuerungen der Politiker noch glaubt, private Vermögen blieben davon verschont.

Wie gestalten sich dann die weiteren „staatlich“ angeordneten Handlungen?

Schauen Sie sich doch im Bekanntenkreis um. Eine beliebige Geschäftssituation eskaliert zum Desaster, weil die ohnehin spärlich fließenden Einnahmen weiter zurückgehen und/oder durch ständig steigendes inflationäres Kostenwachstum die Zahlungsfähigkeit gefährdet. Die „guten“ Mitarbeiter verlassen Ihr Unternehmen wegen geringer Mehrvergütungen beim Wettbewerber, die Mängel der weniger qualifizierten Mitarbeiter zehren am guten Ruf Ihrer Firma und zwingen Sie nun immer häufiger zu Nachbesserungen.

Schleichender Niedergang

Der Niedergang ist vorgezeichnet. Allein, der Ausstieg aus dieser Misere kann von Ihnen nicht bewerkstelligt werden. Sie haben gelernt zu schreinern oder „Hausmeisterdienste“ zu verrichten. Sie können eine Großhandlung führen und Kunden gewinnen. Sie haben aber nicht gelernt, die Firma vor der „Staatsplünderung“ zu schützen. Sie schimpfen schließlich nur noch ohnmächtig auf „die da oben“ und verlieren mehr und mehr die Kontrolle über praktikable Maßnahmen.

Je mehr Sie sich um den Erhalt Ihres Vermögens sorgen, desto nachhaltiger verlieren Sie es – erst unmerklich langsam, dann den Teil, auf den Sie ja „notfalls“ noch verzichten können, dann verlieren Sie womöglich noch den Rückhalt in der Familie, und dann sind Sie im Kampf um den Erhalt Ihrer Existenz zerrieben und resignieren. Exitus. Zuerst für Ihr Vermögen. Und schließlich für Ihr Leben?

Es ist leicht daher gesagt, und nur wer schon mal „alles verloren“ hat, kann nachvollziehen, was hier geschildert wird. Es ist keine Utopie. Und leider kann JEDER davon getroffen werden. Eine kollektive Enteignung durch den Staat oder durch Banken wird sich künftig nicht mehr im akuten Zustand abwehren lassen.

Sicheres Fundament?

Wer immer noch nicht die Zeichen der Zeit erkennt, dass unser Leben in der Euro-Zone dem des Lebens im „Salon der Titanic“ gleicht und sich erst dann in Sicherheit bringen will, wenn der Konzertflügel samt Pianist ins Rutschen kommt, der wird dann keinen Halt mehr finden. Halt kann nur ein sicheres Fundament bieten.

Doch was ist ein sicheres Fundament für ein Vermögen aus Grundbesitz, Fahrzeugen und Maschinen, Bargeld und Edelmetallen?

„Sind Gold und Silber wirklich in der Lage, Vermögen zu schützen?“, fragt Julian D. W. Phillips am 06.08.2013 an der „Propagandafront“ des Internets. Wer die Frage so stellt, vergisst, daß Gold und Silber Vermögen sind, diese selbst sehr sorgsam geschützt werden müssen und andere Vermögenswerte, beispielsweise Immobilien, niemals schützen können.

Was ist dann ein sicheres Fundament? Das schuldenfreie Haus? Das eigene Auto – bezahlt und nicht geleast? Bargeld unter der Matratze oder im eigenen Safe? Das Gold als Schmuck der Partnerin oder im Tresor des Goldverwalters?

Zugriff des Staates

Nichts ist für einen „Staat“ verlockender als die „unbelastete“ Immobilie und/oder das florierende Unternehmen, sie lassen sich am leichtesten „privatisieren“ und zählen schließlich zum nicht „vermehrbaren Gut“. Das übrige Vermögen ist dann leicht zu finden und dessen Gebrauch als „Ersatzwährung“ leicht zu verbieten, Ihr Finanzamt und Ihre Banken kennen doch alle Ihre Transaktionen, also das „Woher“ und das „Wohin“ Ihre Vermögen geflossen sind.

Ein Narr, der glaubt, sein Vermögen sei ihm in Deutschland sicher und Niemand kenne seine Verstecke.

Damit fällt ein beliebiger „Staat“ in der EU-Zone als „sicheres Fundament“ für jegliche Vermögenswerte aus. Die Anhäufung von ca. 10 Billionen Schulden, also die ca. 30fache Summe eines deutschen Jahreshaushaltes, läßt bei allen involvierten Ländern Begehrlichkeiten nach jedem einzelnen Cent seiner Sparer aufkommen, gleichgültig ob „kollektives und/oder privates Volksvermögen“.

Erst wenn Ihnen nichts mehr gehört, wird man Sie in Ruhe (weiter schuften) lassen und noch vor dem Erhalt von „Ruhebezügen“ ethisch kritiklos und würdevoll entsorgen.

Vom Eigentum trennen

Also, dann TRENNEN Sie sich doch gleich von Ihrem Eigentum und warten Sie nicht, daß sich der Streß über viele Monate oder gar Jahre hinzieht, Sie Ihre Gesundheit deswegen ruinieren, die Familie zerbricht und Sie die Brücken in Paris unterhalb der Brückenbogen bevölkern müssen. Das Leben als Clochard dürfte keinesfalls so romantisch sein, wie es aus der Sicht von der Brücke herab nach unten im herbstlichen Bunt der untergehenden Sonne vermuten läßt.

Ich habe ja nicht gesagt, Sie sollen Ihr Eigentum weggeben, und hier sollten Sie nun lesen können. Ich sagte „trennen“ Sie sich vom Eigentum – und behalten Sie die Verfügungsgewalt, den Nutzen, den Besitz und – Ihr Vermögen. Eigentum ist „nur“ ein eigenständiger Begriff und kennzeichnet lediglich die RECHTLICHE Herrschaft. Eigentum ist also die Summe aus Besitz + Verfügungsgewalt + Nutzung + Vermögen.

Verlagern Sie also die rechtliche Herrschaft auf einen seriösen anderen „Eigentümer“, noch dazu in einem anderen Rechtssystem, meinetwegen auch meist abfällig als „Steueroase“ gebrandmarkt.

Nur dort gelingt Ihnen eine absolute und nachhaltige Sicherung Ihres Vermögens, wo immer Sie sich innerhalb einer gefährdeten Zone im Besitz Ihres Vermögens befinden.

Wirkliche Vermögenssicherung

Natürlich ist es nicht leicht zu verstehen, die „Rechtliche Herrschaft“ abzugeben und damit freiwillig auf Eigentum zu verzichten. Das ist doch genau der Punkt, der uns immer wieder von Banken und Sparkassen mit staatlicher Unterstützung eingehämmert wurde, während Großkonzerne genau diese Trennung in allen Bereichen jeglicher Vermögen kompromißlos vollziehen. Es ist die einzige Art nachhaltiger Vermögenssicherung – es gibt hierzu keine Alternative und damit hätte sogar unsere Bundeskanzlerin ausnahmsweise einmal nicht gelogen, wenn sie diese Tatsache verkündete. Wissen tut sie es und handelt ja bekanntlich selbst danach, wenn sie nicht nur duldet wozu die „Opposition“ lange Jahre vorher genau so die Konzerne animiert hat.

Vergessen Sie aber Konstrukte aus verschachtelten GbR- und GmbH-Gesellschaften, von Stiftungen im In- und Ausland – es sind keine geeigneten Systeme, Vermögen vor staatlicher Willkür und sukzessiver Plünderung zu sichern. Lesen und recherchieren Sie doch selbst, wenn Sie mir schon keinen Glauben schenken möchten, wie Großkonzerne Vermögen sichern – ausnahmslos in Trusts und Trusts ähnlichen Genossenschaften.

Flügel schlagende Kolibri-Stiftungen

Zahlen Sie doch Ihr Lehrgeld an „blaue Consultingfirmen“ und „Flügel schlagende Kolibri-Stiftungen“, um selbst festzustellen, daß Sie im Regen stehen, wenn Sie deren „Schutzschirme“ bräuchten.

Alle diesen „Systemen“ ermangelt es an der Trennung der RECHTLICHEN Herrschaft und damit an der absoluten Wirksamkeit einer Vermögenssicherung. Das ist der „Casus knacksus“, an dem sich Seriosität und Scharlatanerie unterscheiden. Fatal ist diese Erkenntnisgewinnung im Falle des „unabwendbaren Ereignisses“, wenn Sie selbst dabei in die Jahre gekommen sind und keine Chance mehr haben, „noch mal von vorne zu beginnen“.

Und nun zur Überschrift „So verschieben Konzerne ihr Geld in Steueroasen“:

Würde jeder Bürger, beispielsweise in Deutschland, sich von seinem „Eigentum“ trennen, dieses dem seit Jahrhunderten souveränen und auch von Despoten unangetasteten Fürstentum Liechtenstein in eine Genossenschaft  „übereignen“, wären diese Personen in Deutschland doch nicht mehr steuerpflichtig, „weil Ihnen ja nichts mehr gehört“ – oder ? Wie viele Milliarden Euro könnten auf diese Weise gespart werden?

Steuern sparen

Wenn nun 40 Millionen Kfz-Besitzer ihr Auto dem Fürstentum Liechtenstein in eine Genossenschaft „übereignen“, müßten diese doch keine Kfz-Steuer in Deutschland mehr entrichten, oder? Wie viele Milliarden Euro könnten auf diese Weise gespart werden?

Würde jede Immobilie in Deutschland an das Fürstentum Liechtenstein in eine Genossenschaft übereignet, würde doch keiner der Immobilien-„Besitzer“ Grundsteuer bezahlen müssen – oder? Wie viele Milliarden Euro könnten auf diese Weise gespart werden?

Wenn jeder Handwerksbetrieb in seine Bestandteile zerlegt würde und nach Liechtenstein übereignet würde, samt einer großen Zahl seiner Mitarbeiter und „Führungskräfte“, müßten doch für diese Teile keine „Abgaben“ mehr in Deutschland entrichtet werden – oder? Wie viele Milliarden Euro könnten auf diese Weise gespart werden?

Wenn also jeder Bürger in Deutschland seine „rechtliche Herrschaft“ über alle seine Vermögen beispielsweise über einen Trust oder eine trustähnliche Genossenschaft abträte, wäre doch Deutschland durch diese Bürger „enteignet“ – oder?

Angenommen, das Vermögen aller Deutschen wäre in einer liechtensteinischen Genossenschaft versammelt, in der jeder Deutsche dann auch Sitz und Stimme hätte,  bräuchten wir doch in Deutschland keine Finanzämter mehr und keine Finanzminister und auch keine Bundeskanzlerin und keinen Bundestag und keine …

Wie viele Milliarden Euro könnten auf diese Weise gespart werden?

Im „genossenschaftseigenen Daimler“

Perfide wäre dann, wenn sich die so von ihrem „Eigentum“ getrennten Personen dann bei der Bundesrepublik Deutschland als Hartz-IV-Berechtigte melden würden, Unterstützung wegen Armut erhielten und nach dem Empfang der „Stütze“  im „genossenschaftseigenen Daimler“ in die „genossenschaftseigene Villa“ fahren und zur Soiree bitten würden – oder ?

Wie viele Millionen müßte die Bundesrepubik dafür aufwenden?

Der deutsche „Steuerzahler“ müßte dieses Projekt nur noch seinen Politikern als „Sparmodell“ verkaufen können, denn genau nach dieser „Blaupause“ plündern Großkonzerne dumme deutsche Steuerzahler mit staatlicher Unterstützung.

*Lotar Fleischer ist Vorsitzender des Vorstandes Car-Genossenschaft eG

Print Friendly, PDF & Email