So will die Politik die Flucht aus dem Geldsystem stoppen

Die Bundesregierung beugt sich dem Druck der EU-Kommission und  streicht steuerliche Sonderkonditionen für den Kauf von Gold und Silber. Grund ist der zunehmende Trend  zur Altersvorsorge mit Edelmetallen.

 

Die Gesetzgebung sieht für 2013 eine umfassende Änderung zur Umsatzsteuer auf Rohstoffe wie Gold, Öl und Gas vor. Im Oktober 2012 wurde die Rohfassung zur Gesetzesänderung aufgesetzt und wartet derzeit auf ihre Abnahme und Zeichnung. In der neuen Gesetzgebung wird erstmals zwischen unternehmerischen und privaten Importen unterschieden. Auch beim Silberankauf wird sich die Umsatzsteuer erhöhen.

Bisher war der Privatankauf weitestgehend in Deutschland und Österreich von der Umsatzsteuer befreit. Wer nun in Edelmetall investieren möchte, wird eine steuerliche Belastung mit 171 Prozent Erhöhung akzeptieren und in Kauf nehmen müssen. Grund hierfür ist die große Menge an Importen, da Gold und Silber seit der Eurokrise als hochwertige und sichere Investitionen genutzt werden. Vor allem Bürger ohne großes Budget konnten mit der Anlage in Edelmetallen für den Lebensabend vorsorgen und sich aufgrund der günstigen Steuer ein attraktives und vor Inflation geschütztes Polster anlegen.

Die Altersvorsorge in Form von Rohstoffen wird durch die Steuererhöhung von der Politik erschwert und könnte sich daher eher für gut betuchte Investoren eignen. Eine Vermögensdiversifikation wird erschwert und eine Begründung auf Harmonisierung mit dem EU Recht erbracht. Die EU Kommission hatte gegen Deutschland geklagt und um Absetzung der Sonderkonditionen gebeten. Diesem Druck hatte die Politik nichts entgegenzusetzen und musste sich zu Gunsten der europäischen Harmonie beugen.

Flucht aus dem Geldsystem soll unattraktiver werden

Der eigentliche Grund für steuerliche Änderungen und Erhöhungen in hohem Maße liegt darin, das Geldsystem zu erhalten und eine Flucht daraus zu unterbinden. Durch die Eurokrise und Angst der Bevölkerung vor einer Inflation galten Rohstoffe als besonders sichere und auch für den kleinen Mann adäquate Investition. Aber auch die Einfuhrbestimmungen ändern sich, was vor allem Importe aus Drittländern betrifft.

Goldpreis in Dollar und Euro ab 1999

Der Gesetzentwurf wurde bereits im Jahr 2012 verfasst, tritt aber erst nach vollständiger Ausarbeitung und Prüfung in Kraft. Überwachungsdokumente sollen vor allem bei Eisen- und Stahlerzeugnissen keine übergeordnete Rolle mehr spielen. Anders verhält es sich bei Gold, wo es unterschiedliche Ansätze, aber noch keine vollständige Einigung auf ein Gesetz gibt. In der Außenwirtschaftsverordnung werden aktuelle Änderung nach deren Bestätigung zu finden sein, wobei es für den Importeur keine positiven Änderungen sein werden.

Da das Geldsystem stabil gehalten werden soll, müssen Investoren in Rohstoffe viel mehr Meldeformulare ausfüllen und sich steuerlich auf eine Erhöhung einstellen. Die Politik möchte so unterbinden, dass vor allem günstige Ankäufe aus dem Ausland zur Flucht aus dem Geldsystem genutzt und Investitionen in großem Stile nicht mehr in Geldwerte, sondern in Rohstoffe wie Öl, Gas oder Edelmetall erfolgen werden. Vor dem Import sollten sich Interessenten aktuell informieren und so vermeiden, bei der Einfuhr unerwartet hohe Kosten oder gar ein Strafverfahren wegen fehlender Meldung zu begünstigen. (Weitere wissenswerte Informationen über umsatzsteuerliche Änderungen lesen sie unter die-warenwirtschaft.de)