Die Cannabis-Flüchtlinge der USA

Marijuhana als Medizin /By Medical.jpg: Coaster420 Purple_Goo.jpg: Coaster420 derivative work: Agent Agent (Medical.jpg Purple_Goo.jpg) [Public domain], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AMedical_cannabis.jpg Marijuhana als Medizin /By Medical.jpg: Coaster420 Purple_Goo.jpg: Coaster420 derivative work: Agent Agent (Medical.jpg Purple_Goo.jpg) [Public domain], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AMedical_cannabis.jpg
Cannabis wird inzwischen nicht nur in den USA mit wachsendem Erfolg als medizinisches Produkt eingesetzt. Dennoch müssen Patienten mit Strafverfolgung rechnen.

Obwohl in den USA bereits viele der 51 Bundesstaaten Cannabis legalisiert haben – sowohl für medizinische Zwecke, als auch für den Freizeitkonsum – kommt es immer wieder vor, dass Menschen wegen der Gesetzeslage in den restriktiven Bundesstaaten umziehen müssen. Um legal und kostengünstig an CBD Öl oder andere medizinische Cannabisprodukte zu kommen, nehmen Patienten Umzüge und hohe Kosten in Kauf.

Die nationale Regierung der Vereinigten Staaten hat, anders als viele Bundesstaaten, den Konsum von Cannabis, egal ob zu medizinischen Zwecken oder nicht, nicht gestattet. Obwohl also Staaten wie Kolorado, Alaska oder Kalifornien sogar den Konsum für den Freizeitgebraucht zugelassen haben, darf man rechtlich gesehen eigentlich kein Cannabis kaufen. Auf Bundesebene wird Cannabis nämlich nicht als medizinisches Produkt angesehen, sondern in erster Linie als Droge.

Mit einem Bein im Gefängnis

Um sich selbst oder ihre Kinder mit Cannabis – meist als letzte Behandlungsmethode – versorgen zu können, müssen daher derzeit viele Patienten einen Umzug in Kauf nehmen. Sie verlassen ihre Heimat, um sich legal und kostengünstig Cannabisprodukte kaufen zu können. Es geht ihnen nicht darum, sich an Cannabis zu berauschen, sondern darum, sicher, rechtmäßig und vor allem zuverlässig auf die benötigten medizinischen Produkte zurückgreifen zu können. Cannabis erweist sich vor allem bei Krankheiten wie Multipler Sklerose als Heilsbringer, weil es Krämpfe lösen und Schmerzen lindern kann.

Dass Menschen, die auf die Medizin angewiesen sind, als Kriminelle angesehen werden, verringert ihr Leid leider keineswegs. Auch Epilepsie-Patienten können von dem Medikament profitieren, dennoch ist die Situation in manchen Bundesstaaten existenzgefährdend. Wer erwischt wird, muss mit Gefängnis rechnen. In den USA werden fast keine Ausnahmen gemacht.

Zweierlei Recht auch in Deutschland

Auch in Deutschland gilt eine Art rechtliche “Doppelmoral”, was Cannabis betrifft. Zwar ist Cannabis in allen Bundesländern illegal. Wer aber mit geringen Mengen erwischt wird, muss sich um seine Zukunft keine Sorgen machen: Unbedeutende Mengen von Cannabis werden nicht verfolgt. In Berlin sind das immerhin bis zu 15 Gramm, die man so bei sich tragen kann, ohne belangt zu werden.

Im Jahre 2016 wurde endlich beschlossen, dass immerhin schwerkranke Patienten nun Cannabis auf Rezept bekommen. Die Kosten werden von der Krankenkasse zwangsweise erstattet! Das ist ein großer Schritt, auch wenn chronisch Kranke immer noch auf Ausnahmeregelungen für ihren “legalen” Konsum hoffen müssen – ähnlich wie in den USA.

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14 Kommentare zu Die Cannabis-Flüchtlinge der USA

  1. es fehlen zu vielen Einsatzmöglichkeiten noch Studien, leider

  2. . . .
    Weil es ZWEI Arten von Menschen gibt – gibt es auch ZWEI Maßstäbe – bei der Beurteilung von Marihuana!
    .
    Die geistig Gesunden aus fast allen Kulturen, wenn sie korrekt informiert sind, kennen Marihuana als segensreiches Heilmittel, bei sparsamem Gebrauch – weil es KEINE schädlichen Nebenwirkungen hat – wie die allermeisten legalen Drogen aus der Medizin, oder die alltägliche, aber höchst gefährliche, weil zudem einzige legale „Genuß-Droge“ wie zum Beispiel der IMMER schädliche Alkohol . . .
    .
    Kriminelle, Psychopathen & GEHIRN-Gewaschene laufen dagegen Sturm gegen Marihuana – entweder weil sie als Medikamenten & Alkohol „DEALER“ richtiges Geld verdienen – oder weil sie einfach „Spaß an der ENTMÜNDIGUNG & UNTERDRÜCKUNG“ ihrer Mitbürger haben . . .
    .
    Dementsprechend kursieren nach meiner Beobachtung in Deutschland fast nur FALSCHE Ideen zum Konsum von Marihuana!
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    Santa Cruz in California war die erste Stadt der Welt – die Marihuana für die medizinische Behandlung offiziell freigegeben & angewendet hat – mit sehr großem Erfolg, der ja die wissenschaftliche Grundlage für die derzeitige Legalisierung von Marihuana bildet.
    .
    Hier lernte ich an der UCSC (University of California Santa Cruz) 1969 den richtigen Umgang mit dieser uralten Kultur-Pflanze.
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    – Niemals ÜBER-dosieren!
    – Niemals mit Taback und/oder Alkohol MISCHEN!
    .
    In Deutschland werden dagegen von zugedröhnten Junkie’s riesige „Tüten“ gebaut, aus drei Blatt Zigaretten-Papier, wo Marihuana oder Haschisch grundsätzlich mit viel Taback gemischt wird . . .
    .
    Dazu wird nach meiner Beobachtung fast immer Alkohol getrunken . . .
    .
    Daher ist auch das seltsame & idiotische Ziel – sich „wegzuschießen“, nur noch vom „KOMA-Saufen“ am Ballermann etc. zu überbieten – was BEIDES eher nach vorsätzlicher DES-Information aus GEHEIM-Dienst-Kreisen „riecht“, denn nach ehrlichen & professionellen Therapie-Hinweisen – was auf jeden Fall mit der bei RICHTIGEM Gebrauch segensreichen Heilkwirkung von Marihuana NICHTS zu tun hat!

  3. hubi stendahl // 8. Oktober 2017 um 17:43 // Antworten

    In einer vornehmlich geistig gesunden Gesellschaft leben vornehmlich (geistig) gesunde Menschen; in einer kranken Gesellschaft leben vornehmlich (geistig) kranke Menschen.

    Kein gesunder Mensch würde sich vorsätzlich schädigen und kein gesunder Mensch würde Genussmittel oder Drogen pauschal ablehnen. Schon Paracelsus wusste, dass es auf die Dosis ankommt.

    Alkohol und Tabak sind seit Jahrtausenden bekannt. Weinanbau ist z.B. seit 13.000 Jahren (China) nachgewiesen. Ein Glas Wein hat einen besonders hohen Anteil Antioxidantien und kann einen erhöhten Blutdruck bis zu 7% senken. Ohne Nebenwirkungen versteht sich. Mit einem zweiten Glas dreht sich der Effekt, wie Forschungen gezeigt haben. Das gilt sinngemäß auch für das Rauchen.

    In einer kranken Konsumgesellschaft finden wir zunehmend Extreme. Die einen sind so verdreht, dass sie glauben, dass schon das riechen an einer Zigarette die Gesundheit beeinträchtigt, die anderen rauchen täglich 80 Zigaretten und glauben, es hätte keine Auswirkungen.

    Es ist also nur vergessen, dass niemand „ein Gläschen in Ehren“ muss verwehren. Auch (warmes) Bier z.B. hat in Verbindung mit anderen Stoffen heilende Wirkung:

    https://eatsmarter.de/ernaehrung/ernaehrungsmythen/warmes-bier-bei-erkaeltung

    Tabak ist eine Heilpflanze, die schon tausende Jahre verwendet wird. Erst in den letzten hundert Jahren wurde sie verteufelt, statt deutlich zu machen, dass sie für viele eine nützliche Heilpflanze sein könnte, vorausgesetzt, man hält sich an Paracelsus Empfehlung:
    „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht´s, dass ein Ding kein Gift sei.“ (aus Die dritte Defension wegen des Schreibens der neuen Rezepte).

    http://liquid-news.com/tabak-die-vergessene-heilpflanze/

    In diesem Sinne, ist Marihuana ein weiteres Heilmittel, dass in unserer kranken Gesellschaft, nach einer unreglementierten Freigabe, garantiert wieder missbraucht wird. Denn Marihuana hat den bösen Effekt, dass es bei Missbrauch die Immunabwehr signifikant reduziert.

    Was heißt das in Dosen?

    ! Glas Wein (inkl. Toxine), 5 vielleicht sogar 8-10 Zigaretten am Tag (trotz Kohlenstoffmonoxid und Teer) und dabei 2 Portionen THC (Tetrahydrocannabinol) in der Zigarette haben eher heilende, denn schädigende Wirkung.

    Die Leichtigkeit des Seins hat derzeit einer Verspannung Platz gemacht. carpe diem.

    • „Kaum zu glauben, aber wahr: Es werden Tierversuche für Zigaretten durchgeführt,
      um gesundheitliche Effekte neuer Zigarettentypen zu testen. Die Aussagekraft
      dieser Studien ist jedoch mehr als zweifelhaft.

      Beispielsweise bestritt die Tabakindustrie jahrzehntelang den kausalen Zusammenhang
      von Rauchen und Lungenkrebs, da durch Tierversuche bei Mäusen kein Zusammenhang
      festgestellt werden konnte. Dieser Zusammenhang ist mittlerweile wissenschaftlich
      belegt und anerkannt.

      Noch vor etwa 40 Jahren beinhaltete eine Zigarette im Wesentlichen nur Tabak.
      Heutzutage beinhaltet eine Zigarette aber hunderte weitere Zusatzstoffe wie
      Zucker, Glykol oder Kakao. Diese werden durch den Verglimmungsprozess beim
      Rauchen chemisch verändert, was zur Erzeugung einer Vielzahl von giftigen und
      Krebs erregenden Substanzen führt. Alleine durch den Verzicht auf all diese
      Zusatzstoffe könnte die Schädlichkeit des Rauchens verringert werden.

      Für diese Erkenntnis müsste nicht ein einziges Tier sein Leben opfern.“

      http://www.tierschutz4all.de/p/2014/03/9-petitionen-keine-tierversuche-fuer-zigaretten/

      • hubi stendahl // 8. Oktober 2017 um 19:29 //

        @Zitrone

        „Alleine durch den Verzicht auf all diese Zusatzstoffe könnte die Schädlichkeit des Rauchens verringert werden.“

        Es ginge noch viel einfacher, denn der Verbraucher entscheidet prinzipiell was er konsumiert. Es gibt ja Naturtabak, es interessiert nur niemanden, weil den Unterschied den Sie in Ihrem Kommentar berechtigterweise beschreiben, keiner mehr kennt. Das gilt auch für das Papier, sodass an Schadstoffen „nur“ noch Benzo(a)pren und Teer übrig bleibt. Leider übernehmen das Denken und die damit verbundenen kulturellen Sichtweisen im Sozialismus stets andere, sodass man mittlerweile bei dem Unsinn angekommen ist, dass der wöchentliche Besuch auf einer Kegelbahn bei Nichtrauchern für 2 Stunden nachhaltige Schäden durch ein paar Raucher hervorrufen kann.

        Dass das ohne Zweifel auch in hohen Dosen Krebs erregende Benzo(a)pyrene in allem Geräucherten (auch Fisch), bei jedem Grillfest und sogar im Trinkwasser vorhanden ist, wird einfach unterschlagen. Diese Dosen sind bei normalem Konsum ein Vielfaches höher, als das temporäre Passivrauchen auf einer Kegelbahn.

        Ich müsste sonst als Passivraucher seit Jahrzehnten tot sein. Beide Elternteile haben bis zu meinem Auszug 20-30 Zigaretten (selbstgedrehter Naturtabak) pro Tag geraucht. Sie wurden beide über neunzig.

        Immerhin kann man mit dem Hype die Raucher auf die Nichtraucher hetzen, den Befürworter von Cannabis auf den militanten Drogenjäger und den Alkoholgegner auf den mäßig trinkenden Weinliebhaber.

        So ergibt sich nie die Frage, wer ein Interesse daran haben könnte, dass sich die Menschen an sinnlosen Debatten reiben, statt sich mit den wichtigen Dingen des Lebens zu beschäftigen.

      • Zitrone // 9. Oktober 2017 um 08:13 //

        @hubi stendahl

        Für mich ist es nicht sinnlos, darauf hinzuweisen, wenn Irre mit wehr-
        losen Tieren Versuche anstellen, nur damit der verkommen, dekadente
        Mensch, mit „gutem Gewissen“ seine niederen Instinkte/Süchte
        befriedigen kann.

        Und nein, ich bin kein Veganer!

        https://totallyvegan.wordpress.com/2011/03/09/tierversuche-fur-zigaretten/

      • Zitrone // 9. Oktober 2017 um 08:20 //

        Ich verabscheue Tierversuche jeder Art!!! Die Barbarei des „Menschen“ kennt
        keine Grenzen. Ich empfehle an dieser Stelle, auch wenn es sich um Werbung
        handelt, die Produktpalette von Martina Gebhardt. Diese sind u.a. Demeter
        zertifiziert.

      • Zitrone // 9. Oktober 2017 um 08:24 //

        Experimente mit Affenbabys:

    • hubi stendahl // 9. Oktober 2017 um 10:15 // Antworten

      @Zitrone

      „Für mich ist es nicht sinnlos, darauf hinzuweisen, wenn Irre mit wehr-
      losen Tieren Versuche anstellen,………“

      Da haben Sie aber einen weiten Bogen spannen müssen um mir zu unterstellen, ich hätte Ihnen unterstellt, es sei sinnlos, auf den furchtbaren Umgang mit unseren Mitgeschöpfen hinzuweisen.

      Leiten Sie es daraus ab?

      „So ergibt sich nie die Frage, wer ein Interesse daran haben könnte, dass sich die Menschen an sinnlosen Debatten reiben, statt sich mit den wichtigen Dingen des Lebens zu beschäftigen.“

      Einen Bezug zu unserem Umgang mit unserer Umwelt im allgemeinen und zu Tieren im besonderen, kann ich beim besten Willen nicht feststellen und ist auch ausdrücklich nicht gewollt. Im Gegenteil. ich bin selbst Tierschützer in Aktion.

      Also, bitte wieder landen!

      • Zitrone // 9. Oktober 2017 um 11:11 //

        @stendahl

        “Da haben Sie aber einen weiten Bogen spannen müssen um mir zu unter-
        stellen, ich hätte Ihnen unterstellt, es sei sinnlos, auf den furchtbaren Um-
        gang mit unseren Mitgeschöpfen hinzuweisen.”

        Ich habe gar nichts unterstellt, auch wenn dies gerne von @Stendahl & Freun-
        den unterstellt/interpretiert wird!

        Ich habe lediglich aus Ihrem Text abgeleitet und wollte zum Ausdruck
        bringen, daß ich persönlich es als sehr wichtig erachte, auf entsetzliche
        Tierversuche und deren Auswirkungen hinzuweisen, dies zu debattieren,
        ergo diese Tatsache nicht zu verdrängen.

        In Anbetracht dessen, hätte ich von Ihnen als “Tierschützer in Aktion”,
        eine ganz andere Reaktion erwartet, spätestens nach ihrer ersten
        Antwort, auf die Verlinkung zu Tierversuchen für Raucher, aber da
        kam rein gar nichts.

        Siehe: hubi stendahl // 8. Oktober 2017 um 19:29 //

  4. @hubi Stendahl:
    „Ich müsste sonst als Passivraucher seit Jahrzehnten tot sein. Beide Elternteile haben bis zu meinem Auszug 20-30 Zigaretten (selbstgedrehter Naturtabak) pro Tag geraucht. Sie wurden beide über neunzig.“

    Ja, wäre es kein selbstgedrehter Naturtabak gewesen, dann wären deine beiden Elternteile viel früher gestorben und du dürftest seit Jahrzehnten tot sein. Nachdem du schon selbst auf den Unterschied hingewiesen hattest, ist es an der Stelle dann mindestens extrem unredlich, geradezu schon kriminell, die Eigenschaften selbstgedrehten Naturtabaks, den nach deinen eigenen Worten keiner mehr kennt, auf handelsübliche Zigaretten übertragen zu wollen. Die enthalten hunderte Zusatzstoffe und beim Verbrennungsprozeß entstehen nochmal hunderte weitere Stoffe, deren Chemie kaum bekannt ist und die in manchen Fällen tatsächlich schon beim schnuppern an der kalten Zigarette Nebenwirkungen auslösen können. Du vergleichst da also Äpfel mit Elefanten. Eines der wenigen über Zigarettenrauch bekannten Dinge ist, daß sich kalter Zigarettenrauch von noch heißem chemisch unterscheidet und der kalte, der auf die Passivraucher zuwabert, ungefähr dreimal so gesundheitsschädlich wie der heiße Zigarettenrauch ist. Dagegen würde es eine gewaltige Gegenwehr geben, wenn die Deutschen nicht nur eine willenlose Masse ignoranter Feiglinge wären. Ob Deutsche tun würden, was Amis tun, nämlich in einen anderen Staat ziehen (Das ist ein Versuch, zum Thema zurückzukehren!) für die Gesundheit ihrer Kinder?
    らんま

    • hubi stendahl // 9. Oktober 2017 um 10:07 // Antworten

      @Ranma

      Zitat:
      „….ist es an der Stelle dann mindestens extrem unredlich, geradezu schon kriminell, die Eigenschaften selbstgedrehten Naturtabaks, den nach deinen eigenen Worten keiner mehr kennt, auf handelsübliche Zigaretten übertragen zu wollen.

      Wenn „Du“ den Widerspruch in „Deiner“ Kritik erkennst, bist „Du“ einen ganzen Schritt weiter.

      Warum habe ich wohl den Unterschied zwischen Naturtabak und dem chemischen Müll, der derzeit vertrieben wird, thematisiert? Weil ich damit „unredlich und kriminell“ darauf aufmerksam machen wollte, dass jeder diese Chemiekeulen als Zigaretten konsumieren sollte?

      Erst nachdenken, dann schreiben! Auch eine selbst gedrehte Zigarette, mit nicht geblichenem Papier eingerollt, ist eine Zigarette!!!

      Zitat:
      „Die enthaltenen hunderte Zusatzstoffe und beim Verbrennungsprozess entstehen nochmal hunderte weitere Stoffe, deren Chemie kaum bekannt ist und die in manchen Fällen tatsächlich schon beim schnuppern an der kalten Zigarette Nebenwirkungen auslösen können. Du vergleichst da also Äpfel mit Elefanten.“

      Am besten nochmal in aller Ruhe und ohne emotional angelernte Reflexe lesen. Den ersten Teil, die Schädlichkeit des industriellen Chemietabaks, habe ich konkret bestätigt und auf Unterschiede zum Naturtabak hingewiesen. Der zweite Teil, die Behauptung, dass das „schnuppern an einer kalten Zigarette bereits Nebenwirkungen auslösen kann“, entspringt ausschließlich „Deiner“ angelernten Gehirnwäsche.

      Wenn es wirklich so wäre, dann dürftest „Du“ an kaum einem industriell aufbereiteten Lebensmittel schnuppern, schon gar nicht essen, ohne „Nebenwirkungen“ auszulösen. Ein Mitarbeiter an einem Hochofen, der bekanntlich ohne Atemmaske arbeitet, dürfte kaum ein mittleres Alter erreichen und die Bäckereifachverkäuferin an der durch ständige Staus geplagten Ausfallstraße der Großstadt, klebt für die Rente völlig umsonst, weil sie sie nie erreichen wird.

      @Ranma, die Dosis machts. IMMER.

      Alles völlig übertrieben und dient nur einem Zweck. Die Menschen in permanenter Angst zu halten.

      Wenn Du Dich mit den Anfängen des Hypes um das Rauchen beschäftigen möchtest, dann schau Dir die Hammond Studie von 1964 an, in der mit einer Statistik für Idioten, erstmals ein konkreter Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs hergestellt werden sollte. ich persönlich glaube zwar an diesen Zusammenhang; er ist aber bis heute nicht wirklich statistisch ordentlich aufgearbeitet. So fehlt z.B. ein Vergleich hinsichtlich der Lebensgewohnheiten der Raucher gegenüber Nichtraucher ebenso, wie der Einfluss der Art des Rauchens (Paffen oder Inhalieren), um nur 2 Indikatoren zu nennen. Da werden auch heute noch Hasen so lange zwangsinhaliert, bis sie Effekte zeigen.

      Artikel von 1/1964
      http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46162829.html

      Eine kürzliche weltweite Studie (einschl. Afrika)der WHO mit über 150.000 Probanden, hat interessante Ergebnisse gezeigt. Bei gleicher Menge Zigarettenkonsum erkranken die Afrikaner deutlich weniger an typischen Rauchererkrankungen als Europäer und Amerikaner. Es ist immer noch nicht geklärt, in wieweit meine These richtig sein könnte, dass Raucher insgesamt weniger wert auf ihre Gesundheit legen als Nichtraucher und damit den Grundstein für spätere Erkrankungen bereits legen (wenig Bewegung, schlechte Ernährung, zu viel Rauch). Diese Studie hat übrigens eine hohe Signifikanz für koronare Herzerkrankungen erst ab einem Konsum von 40 Stck./Tag feststellen können. Was immer die da ausgewertet haben.

      Das ist alles leicht zu eruieren. Es ist wie beim Klimamodell. Die Probanden werden so positioniert, dass das Modell nicht in Frage gestellt werden kann. Nur die Realität, zeigt dass die These nicht korreliert.

      Die Statistiker sprechen übrigens bei solchen Veröffentlichungen von Selektionsverzerrungen.

      https://data-science-blog.com/blog/2015/10/07/die-ueblichen-verdaechtigen-8-haeufige-fehler-in-der-datenanalyse/

      Mein Großvater starb nach Angabe meines Vaters übrigens mit 94 am Kamin, in einem Haus ohne Zentralheizung, mit der Presstabak-Pfeife im Mund.

      Der Realist würde nach der statistischen Relevanz fragen. Der Dummkopf stellt die Frage, ob er ohne Pfeife vielleicht hundert geworden wäre.

  5. @hubi Stendahl:

    „Ein Mitarbeiter an einem Hochofen, der bekanntlich ohne Atemmaske arbeitet, dürfte kaum ein mittleres Alter erreichen und die Bäckereifachverkäuferin an der durch ständige Staus geplagten Ausfallstraße der Großstadt, klebt für die Rente völlig umsonst, weil sie sie nie erreichen wird.“

    In der Tat, unser Wirtschaftssystem tötet Leute. Falls sie die Rente noch erreichen, dann sind die meisten gesundheitlich so weit ruiniert, daß sie ihren Ruhestand nicht mehr genießen können. Nur wenige sind privilegiert.

    „Eine kürzliche weltweite Studie (einschl. Afrika)der WHO mit über 150.000 Probanden, hat interessante Ergebnisse gezeigt. Bei gleicher Menge Zigarettenkonsum erkranken die Afrikaner deutlich weniger an typischen Rauchererkrankungen als Europäer und Amerikaner. Es ist immer noch nicht geklärt, in wieweit meine These richtig sein könnte, dass Raucher insgesamt weniger wert auf ihre Gesundheit legen als Nichtraucher und damit den Grundstein für spätere Erkrankungen bereits legen (wenig Bewegung, schlechte Ernährung, zu viel Rauch). Diese Studie hat übrigens eine hohe Signifikanz für koronare Herzerkrankungen erst ab einem Konsum von 40 Stck./Tag feststellen können.“

    Ich halte es auch für wahrscheinlich, daß Raucher wenig Wert auf Gesundheit legen. Das Ergebnis mit den Afrikanern überrascht mich nicht, einfach deswegen, weil Afrika weniger urbanisiert ist.

    „Die Statistiker sprechen übrigens bei solchen Veröffentlichungen von Selektionsverzerrungen.“

    Solche gibt es allerdings immer, wenn man Menschen oder sogar allgemein Lebewesen analysiert, die ihr Leben leben. Das könnten wir nun zum Vorwand nehmen, um sämtliche Erkenntnisse der Medizin, der Soziologie, der Psychologie und überhaupt aller Wissenschaften, die Eigenschaften des Menschen untersuchen, zu verwerfen. Wäre doch viel sinnvoller als stattdessen selektiv chemisches und toxikologisches Wissen zu verwerfen?
    らんま

    • . . .
      ZITAT @ Ranma:
      .
      „In der Tat, unser Wirtschaftssystem tötet Leute.“
      .
      Klar!
      .
      Aber genauso rettet unser Wirtschaftssystem auch Leben!
      .
      (Denken sie Sie nur an die rattenschnelle Notfall-Medizin im Sanka oder Heli – die OHNE Überfluß-Wirtschaft & high tech undenkbar ist!)
      .
      Viel WICHTIGER zur KLÄRUNG dieses Problems, ist aber die Frage nach der tatsächlichen URSACHE von Krankheit!
      .
      Die Antwort hat zwar auch viel mit dem Wirtschafts-System zu tun – WEIL WIR GRUNDSÄTZLICH NUR KRANKHEIT MIT HOHEM PROFIT DER ÄRZTE BELOHNEN – aber ist DAS eine Frage der Wirtschaft, oder eher eine Frage der kriminellen (UN-)LOGIK?
      .
      WÜRDEN wir Ärzte, Kliniken & ALLE im „Gesundheits-System“ tätigen Bürger – NUR FÜR GESUNDHEIT MIT PROFIT BELOHNEN – dann würden wir zum Beispiel weder Kita’s noch alleinerziehende Mütter fördern, den kontraproduktiven Impf-Terror unterbinden, den viel zu frühen Schul-Beginn, die Lern-Fächer und alle anderen GEWALT-Verbrechen an unseren Kindern bei Strafe verbieten, um sicher zu stellen, daß später möglichst ALLE Menschen in einem für sie OPTIMALEM LEBEN landen . . .
      .
      DANN hätten wir die Krankheits-Ursache Nummer 1 von 2030 laut WHO – die DEPRESSION – in kürzester Zeit für immer besiegt . . . !
      .
      Aber GESUNDHEIT interessiert kein Schwein in der angeblich „modernen“ Medizin – die sich allein auf das KRANKE FLEISCH konzentriert – die SEELE & den VERSTAND des Menschen aber äußerst brutal & professionell mit krimineller Gewalt UNTERDRÜCKT!
      .
      Es ist DIESE vorsätzliche Unterdrückung des WISSENS, die tötet – die angebliche, aber FALSCHE Ursache allein auf unsere Wirtschaft zu schieben – DAS ist nur die TARNUNG der raffinierten UNTERDRÜCKER, die ich DESHALB Psychopathen und/oder Kriminelle nenne, weil sie es wider besseres Wissen, also VORSÄTZLICH tun!

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