Wenn Politik das Denken ersetzt

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Was wir politischen Diskurs nennen, ist primitives assoziatives Mitschwimmen in der veröffentlichten Meinung und offenbart nur die Abwesenheit eigenen Denkens.

„Ich bin weder links, noch rechts;
ich denke selbst.“

Ein Blogger

Die Bezeichnung von politischen Auffassungen als „links“ oder „rechts“ geht auf die 1789 im Zuge der Französischen Revolution entstandene Französische Nationalversammlung zurück, in der auf der linken Seite (vom Präsidenten aus) die revolutionären, republikanischen, verändernden Kräfte saßen, während auf der rechten Seite die mehr für den Erhalt der politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse eintretenden, der Monarchie freundlich gesinnten Vertreter ihre Sitze hatten. An die Stelle der festgefügten hierarchischen Sitzordnung in der Versammlung der feudalen Generalstände, trat die Auffächerung in ein Meinungs- und Auseinandersetzungs-Spektrum zwischen zwei Polen, zwischen denen sich dann noch weitere Differenzierungen bildeten.

Von Frankreich aus breitete sich die Links-Rechts-Sitzordnung in ganz Europa aus. In Deutschland konstituierte sich das Paulskirchen-Parlament von 1848 nach ihrem Muster. Die republikanischen Abgeordneten, die einen sofortigen Sturz der damaligen Monarchie forderten, saßen links und die Befürworter einer konstitutionellen Monarchie rechts. Auch die Parteien im Deutschen Bundestag sind nach diesem Schema platziert. Die Linkspartei, die die politische Richtung sogar zu ihrem Namen gemacht hat, sitzt ganz links vom Bundestagspräsidium, dann folgen SPD, die Grünen, die CDU/CSU und ganz rechts vormals die FDP. Wo die AfD in die Landtage eingezogen ist, wird sie rechts von der FDP angesiedelt.

Kampfbegriffe im politischen Unterholz

Dieses quantitative, räumliche Nebeneinander der Parteien in den Parlamenten wurde nun von den Politikern und Medien allgemein in ein lineares geistiges Spektrum abstrahiert, in das alle politischen Parteien, Gruppierungen und Einzelpersonen in der Gesellschaft wie in ein Prokrustesbett gepresst werden. Und an den linken und rechten Enden wurden zusätzliche Abstufungen mittels der Attribute radikal und extrem angefügt. Hieraus ergibt sich die heute gängige Skala: linksextrem – linksradikal – links – Mitte – rechts – rechtsradikal – rechtsextrem (vgl. Wikipedia: Politisches Spektrum).

Mit dem polaren Schema links-rechts werden die verschiedensten Gegensätze assoziiert: egalitär – elitär; progressiv – konservativ; internationalistisch – nationalistisch; sozialistisch – kapitalistisch oder auch basis-demokratisch – hierarchisch. Alle Ausrichtungen sind in sich wieder sehr vielschichtig, mitunter schwer voneinander abgrenzbar und treten auch als Mischungen auf. Wie soll man wissen, was mit links oder rechts jeweils gemeint ist?

Es ist offensichtlich, dass eine Vielzahl von politischen Standpunkten und Auffassungen in ihrer Komplexität nicht hintereinander auf eine eindimensionale Linie angesiedelt werden können. So werden nur diffuse Gefühlswallungen erzeugt, in die jeder seine eigenen Vorstellungen hineinlegt, zumeist aber die, die von der veröffentlichten Meinung gerade vorgegeben werden. Es ist im Grunde absurd.

Die SPD bezeichnet sich in ihrem Parteiprogramm als „linke Volkspartei“, derweil auch kritisch von „rechten Sozialdemokraten“ berichtet wird. Die CDU, früher allgemein als rechts-konservativ eingestuft, hat einen linken Arbeitnehmerflügel und wird heute insgesamt in der Mitte oder gar links gesehen. Aber auch im Liberalismus wird zwischen einem „linken“ und einem „rechten Flügel“ unterschieden: Sozialliberale gelten als „Linke“, Nationalliberale als „Rechte“.

Der Nationalsozialismus in seinen diversen Ausprägungen wird heute von vorneherein der extremen Rechten zugerechnet, obgleich er zahlreiche Elemente sozialistischen Ideengutes hat. Das gleiche gilt für den Faschismus, der ursprünglich aus einem massiv nationalisierten italienischen Sozialismus entstammte. In neuerer Zeit sehen wir die extrem links verorteten Antifaschisten gegen alles, was sie als rechts betrachten, mit Methoden und Mitteln vorgehen, die eindeutig faschistischen Gewalt-Vorbildern gleichen, so dass diese Terrorgruppen auch als Linksfaschisten bezeichnet werden.

Das politische Rechts-Links-Schema kann prinzipiell nicht der adäquaten Beschreibung oder Charakterisierung der politischen Ausrichtungen und Parteien dienen, sondern eher ihrer gegenseitigen schlagwortartigen negativen Kennzeichnung und Diffamierung. „Rechts“ und „links“ sind Kampfbegriffe im politischen Unterholz.

Der Kampf um die Deutungshoheit

Dieses Schlagwort-Kampffeld hat noch viel tiefer gehende Auswirkungen. Es verhindert eine fruchtbare erkenntnismäßige Auseinandersetzung um die rechten Wege gesellschaftlicher Gestaltung zum Wohle aller. Jeder ernsthafte Entwurf gesellschaftlicher Veränderung, setzt die Erkenntnis der bestehenden Verhältnisse und ein Idealbild voraus, nach dem die Realität gerechterweise verändert werden soll. Aber was heißt Erkenntnis? Jeder steht einem Problem zunächst von einem bestimmten Stand- oder Gesichtspunkt aus gegenüber, von wo er, wie z. B. gegenüber einem Haus, nur eine Seite sieht. Andere stehen woanders und blicken auf andere Seiten derselben Sache. Natürlich sehen sie Verschiedenes, das sich nur scheinbar widerspricht, in Wahrheit aber zur Gesamt-Wirklichkeit ergänzt.

Sozialisten blicken auf die Situation der benachteiligten Arbeitnehmer, die für den Profit weniger Kapitaleigentümer ausgebeutet werden, und wollen diese entmachten. Liberale haben die unternehmerische Freiheit im Auge, die erst große Leistungen ermögliche und auch ihre Belohnung verdiene. Sozialdemokraten schauen auf den Staat, der die Arbeiter gesetzlich schützen und über Steuern zum Ausgleich ein Sozialsystem finanzieren soll. Jede Seite hält ihre Beobachtungen und Gedanken für richtig und die damit nicht übereinstimmenden der anderen für falsch, so dass sich die verschiedensten Auffassungen wie monolithische Blöcke gegenüberstehen, zumal die anderen ja nicht als wohlmeinende Erkenntnissuchende, sondern als Gegner um die Macht betrachtet werden.

Parteien (lat. pars = Teil) vertreten von vorneherein weltanschauliche, politische, wirtschaftliche oder kulturelle Teil-Interessen, die sie durch möglichst viele Vertreter im Gesetzgebungsverfahren des Parlamentes und in der Regierung durchsetzen und zu den allein bestimmenden machen wollen. Es handelt sich um organisierte Gruppeninteressen, die primär nicht das Ganze, das Wohl und die berechtigten Interessen aller, sondern Einseitigkeit, Egoismus und Macht eines Teiles im Auge haben.[1] Parteien sind in ihrem Machtstreben auf Konfrontation und Kampf angelegt, was durch das unsinnige polare Links-Rechts-Schema noch schlagwortartig verschärft wird. Parteien sind daher Feinde eines freien und umfassenden Erkenntnisbemühens einer demokratischen Gesellschaft um die rechten Wege gerechter Gemeinschaftsgestaltung.

Das Streben nach Wahrheit

Die Wirklichkeit ist viel größer und umfassender als die schmale Seite, die wir durch unseren augenblicklichen Gesichtspunkt gerade erfassen. Halten wir diese für die volle Wirklichkeit, leben wir im Vorurteil und in der Illusion. Kommen mehrere Menschen zusammen, kommt objektiv eine Vielfalt von Gesichtspunkten und Seiten der Sache zusammen. Denn jeder steht biographisch an einem anderen Ausgangspunkt, von dem die Perspektive seines Wahrnehmens und Denkens bestimmt wird. In einem gemeinsamen Erkenntnisbemühen kommt es darauf an herauszufinden, von welchem Gesichtspunkt der andere spricht, und anzuerkennen, dass dieser ebenso berechtigt und notwendig ist wie der eigene. Falsch sind seine Gedanken nur, wenn sie auch von diesem Gesichtspunkt aus irrtümlich sind.

Wer sich mit seiner eigenen Ansicht zufrieden gibt, auf ihre unbedingte Gültigkeit pocht und daneben keine andere duldet, hat nicht den Willen zur Wahrheit. Es geht ihm in unbewusstem Egoismus um die alleinige Deutungshoheit. Oder – noch schlimmer – er verfolgt bewusst bestimmte Ziele, die nur erreichbar sind, wenn die eigene Ansicht als die einzig korrekte medial abgesichert, alle abweichenden Ansichten ignoriert oder dadurch aus dem Feld geschlagen werden, dass er gar nicht auf sie eingeht, sondern denjenigen, der sie äußert, als Menschen moralisch diskreditiert und verächtlich macht. Doch förderlich ist nur, wenn alle Aspekte einer Sache zu einem Gesamtbild zusammengestellt und daraus Handlungsinitiativen entwickelt werden. Denn „nur das Ganze ist die Wahrheit“ (Hegel).

Um auf das obige Beispiel zurückzukommen: Selbstverständlich ist die Forderung des Sozialismus objektiv berechtigt und notwendig, die Ausbeutung der Arbeitnehmer zu beseitigen, die auf einem Abhängigkeitsverhältnis vom Unternehmen beruht, das wiederum aus dem Privateigentum am Unternehmenskapital entsteht. Das heißt, das Privateigentum muss in eine neue Form eines sozial gebundenen Eigentums übergeleitet werden.

Die Forderung der Liberalen nach der unternehmerischen Freiheit ist aber ebenso berechtigt. Das bedeutet, dass das neue Eigentum am Investitionskapital etwa kein Staatseigentum sein darf, sondern weiterhin ein individuelles Eigentum, über das der unternehmerisch Tätige zur Realisierung seiner unternehmerischen Ideen frei verfügen können muss. Aber die Früchte davon, die Gewinne, können nicht allein in seine Taschen fließen.[2] Auch all die Forderungen der SPD nach gesetzlichem Schutz der Arbeitnehmer sind berechtigt, indem Arbeitszeit, Kündigungen, Lohnhöhe etc. an rechtliche Standards gebunden werden. Aber man muss sogar noch weitergehen und in der Betriebsverfassung alle Betriebsangehörigen, die unternehmerisch Leitenden wie die übrigen Mitarbeiter, im Verhältnis zum Unternehmen rechtlich auf eine Ebene stellen.

Wem es um die Erkenntnis und Förderung des Ganzen geht, was ja eigentlich das Normale sein sollte, der wird von Konservativen und Neoliberalen als Sozialist und Linksextremer und von Linken gleichzeitig als Neoliberaler und Rechter beschimpft, was natürlich absurd ist. Er ist in dieser irrsinnigen Schablone gar nicht unterzubringen.

Die einseitigen Argumente in der Massenmigration

Nehmen wir noch ein anderes Beispiel. In der sogenannten Flüchtlingskrise sind vor allem SPD und Grüne aus humanitären Gründen für eine unbegrenzte Aufnahme von Flüchtlingen, zu denen sie stillschweigend aber auch die großen Massen der Migranten zählen. LINKE nehmen die Invasion als selbstverschuldetes Schicksal Europas, dessen Länder nicht nur im Kolonialismus, sondern auch heute die afrikanischen Länder ausbeuteten und verarmen lassen. Nationalkonservative fordern geschlossene Grenzen zum Schutz der nationalen Identität und des Nationalstaates.

Hier tauchen drei verschiedene Aspekte der Sache auf, die alle Berechtigtes in sich tragen. Indem sie aber ins Extrem getrieben, verabsolutiert und die jeweils anderen Aspekte ausgeklammert werden, wird man der Wirklichkeit nicht gerecht, die eben nicht aus nur einer Seite besteht. Neben asylberechtigten Flüchtlingen auch Migranten grenzenlos aufzunehmen, ignoriert und bricht das bestehende Recht und führt zu Zuständen des Staates, in denen er schließlich selbst nicht mehr helfen kann. Die Schuld der westlichen Industriestaaten an der Ausbeutung und Verarmung Afrikas ist in der Tat ein großes Problem, das international gelöst werden muss. Es wird aber nicht dadurch gelöst, dass große Teile insbesondere der jungen Bevölkerung der dortigen Lösung entzogen werden.

Die Identität des bisherigen Volkes muss bei fortdauernder Massenimmigration allmählich verloren gehen. Das Volk hat aber einen Anspruch auf seinen verfassungsmäßigen Schutz. Ein globales Menschenrecht auf freizügige Niederlassung gibt es nicht, und es könnte auch nicht das verfassungsmäßig garantierte Recht der angestammten Bevölkerung auf Selbstbestimmung aufheben. Die Existenz des deutschen Volkes mit einer eigenen kulturellen Identität zu leugnen, ist kulturgeschichtliche Ignoranz und Dummheit, die auf ideologischer Verblendung, also auf Abwesenheit von Erkenntnis oder böswilliger Absicht beruht.

Andererseits ist das Beharren auf dem Nationalstaat eine konservative Einseitigkeit, die zu Recht kritisiert werden kann, weil sie auf überholten Vorstellungen von Nationalismus anfälligen ethnischen Gemeinschaften beruht und ignoriert, dass das Volk keine Bluts-, sondern eine Seelen-, sprich Kulturgemeinschaft ist, die zwar überwiegend an die folgenden Generationen weitergegeben wird, aber nicht auf dem gemeinsamen Blut beruht.

Ein Staat als Rechtsgemeinschaft könnte auch mehrere Völker umfassen, wenn aus ihren unterschiedlichen Kulturen gemeinsame Rechtsvorstellungen hervorgehen. Das Hauptproblem ist aber der nationale Einheitsstaat, der von Frankreich ausgehend auf der Fiktion beruht, die Nation habe einen einheitlichen Willen, der auf allen Lebensgebieten in regelnde Gesetze gefasst werden müsse. Diese Fiktion des einheitlichen Regelungswillens hat die oligarchische Herrschaft von wenigen zur Folge und hebt im Wirtschafts- und Kulturleben die Selbstbestimmung der dort Tätigen weitgehend auf.

Es soll ja hier keine umfassende Behandlung dieses Themas erfolgen, sondern nur angedeutet werden, wie komplex es ist und dass es darauf ankommt, den verschiedenen Aspekten gerecht zu werden und sie zum Bild der ganzen Wirklichkeit zusammen zu führen, um daraus nach Lösungen zu suchen. Aber wer eben dies versucht, wird aus den entsprechenden Winkeln nacheinander als linksextrem, linksradikal, rechts und rechtsextrem eingestuft. Was ist er denn nun? Es ist verrückt.

Stupidität der Oberflächlichkeit

Eine zentrale Aufgabe, die sich der Anthroposoph Rudolf Steiner stellte, war die genaue Erforschung der menschlichen Erkenntnis, ihres Zusammenhanges mit der Wirklichkeit und der Möglichkeiten, sie auf übersinnliche Welten auszudehnen. In der Einleitung zu seinem Buch „Vom Menschenrätsel“ schrieb er:

„Zwei voneinander abweichende Gedankenrichtungen können ihrem Wesen nach oftmals nur dadurch begriffen werden, daß man ihre Verschiedenheit so ansieht wie die Verschiedenheit zum Beispiele zweier Bilder eines Baumes, die von zwei Richtungen her durch einen Photoapparat aufgenommen sind. Die Bilder sind verschieden; aber ihre Verschiedenheit beruht nicht auf dem Wesen des Apparates, sondern auf der Stellung des Baumes zum Apparat. Und diese ist etwas ebenso außerhalb des Apparates Liegendes wie der Baum selbst. Die Bilder sind beide wahre Ansichten von dem Baume. Das Abweichende zweier Weltanschauungen hindert nicht, daß beide die wahre Wirklichkeit zum Ausdrucke bringen. – Die Wirrnis der Ideen entsteht, wenn die Menschen dieses nicht durchschauen. Wenn sie sich zu Materialisten, Idealisten, Monisten, Dualisten, Spiritualisten, Mystikern oder gar Theosophen machen, oder von anderen gemacht werden, und damit ausgedrückt werden soll: man käme nur zu einer wahren Ansicht über die Quellen des Lebens, wenn man seine ganze Denkweise im Sinne eines dieser Begriffe abstimmt. Aber es ist die Wirklichkeit selbst, die von der einen Seite her durch materialistische Ideen erkannt sein will; von einer anderen durch geistgemäße, von einer dritten als Einheit (Monon), von einer weiteren als Zweiheit.
Der denkende Mensch möchte durch eine Vorstellungsart das Wesen der Wirklichkeit umfassen. Und wenn er bemerkt, daß er dieses umsonst unternimmt, so behilft er sich damit, daß er sagt: Alle Vorstellungen über die Wurzeln des wirklichen Lebens sind persönlich (subjektiv) gestaltet, und das Wesen des «Dinges an sich» bleibt unerkennbar. — Aus wie vielen Verwirrungen des Gedankenlebens heraus führte doch die Erkenntnis, daß gar mancher Mensch über eine von der seinigen abweichende Weltanschauung so spricht, wie einer, der das von einer Seite her aufgenommene Bild eines Baumes kennt, und der, gestellt vor ein von anderer Seite her erhaltenes, nicht zugeben will, daß dies ein «richtiges» Bild desselben Baumes ist!“[3]

Rudolf Steiner schärfte den Anthroposophen schon für die gewöhnliche Alltagserkenntnis die größte Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit ein. Er warnte vor der Autorität dessen, was „öffentliche Meinung“ genannt wird. Niemals solle das eigene Denken halbbewusst sich selbst überlassen, sozusagen unbewacht gelassen werden; insbesondere sollten nicht die in der Öffentlichkeit gängigen Redensarten und Worte gebraucht werden, bei denen man nicht genügend nachdenkt.[4]

Aber selbst Anthroposophen oder solche, die sich dafür halten, entblöden sich nicht, einen anderen bedenkenlos in dieses politische Links – Rechts – Kampfschema zu pressen: für den einen ist er ein Linker, für den anderen ein Rechter, ein Rechtsextremer gar, ein Nationalist. Es ist, sehen wir von dem verleumderischen Charakter ab, ein primitives assoziatives Mitschwimmen in der veröffentlichten Meinung, das nur die völlige Abwesenheit eigenen verantwortlichen Denkens offenbart.

Dabei verfällt man sogar in den verbreiteten Vorstellungs-Mechanismus, jemanden, der in einem Punkt mit der Auffassung der Sozialisten oder der Nationalisten übereinstimmt, deswegen als „Links- bzw. Rechtsextremen“ zu bezeichnen. Man ist aber doch nur ein Sozialist oder Nazi, wenn man einer ist und nicht, wenn man einen ähnlichen Hut trägt oder eine punktuelle Erkenntnis bestätigt, zu der ja jeder Mensch kommen kann, gleich welcher Weltanschauung er sonst angehört.

Es genügt schon, einen bei Kommunisten (fälschlicherweise) als rechtsextremen Geschichts-Revisionisten verschrienen Historiker als Redner einzuladen, eine national-konservative Zeitung zu lesen oder sich mit einem Thema zu befassen, das auch bei „rechtsextremen“ Parteien auf der Tagesordnung steht, um in den Ruf eines „Rechtsextremisten“ zu geraten. Es ist ein oberflächlich-assoziativ verlaufendes, verlottertes Denken, das Anthroposophen disqualifiziert, sich als solche bezeichnen zu können, da sie von der Einhaltung der zentralen Erkenntnisbedingungen, die Rudolf Steiner als Grundlage der Anthroposophie aufgezeigt hat, weit entfernt sind.

Sie schwimmen gedankenlos mit in dem, was als „Öffentliche Meinung“ so wirkt, dass sich von außen ein „Intellekt wie eine Art öffentlicher Macht unter den Menschen ausbreitet, … der sich die Menschen fügen sollen, wie eine Art objektiver, außer den Menschenseelen wirkender Macht.“ [5]

„Wir schützen uns am besten dadurch, wenn wir uns immer mehr und mehr bestreben, ein klares und genaues Denken zu entfalten, so genau wie möglich zu denken, nicht einfach so hinzuhuschen im Denken über die Dinge, wie das heute gerade gesellschaftlicher Usus ist. … Eine solche Selbsterziehung sollte derjenige, der es mit den Aufgaben der Zeit ernst nimmt, gerade in  solchen Intimitäten in ganz hervorragendem Maße in Angriff nehmen.“ (Anm.4)

Anmerkungen

[1] Vergl. GEOLITICO: „Parteien sind Brutstätten der Machtsucht

[2] Vergl. GEOLITICO: „Die ungezügelte Macht des Kapitals

[3] Rudolf Steiner: Vom Menschenrätsel S. 14 f

[4] Vgl. Rudolf Steiner GA 254 S. 176

[5] a.a.O., S. 174

Über Herbert Ludwig

Herbert Ludwig war viele Jahre Lehrer an einer Freien Waldorfschule. Er befasst sich schwerpunktmäßig mit den inneren und äußeren Bedingungen der Entwicklung des Menschen zur Freiheit und mit den Hintergründen der „europäischen Integrationsbewegung“, woraus seine Schrift „EU oder Europa?“ und Artikel auf seiner Webseite hervorgegangen sind Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

47 Kommentare zu Wenn Politik das Denken ersetzt

  1. Karl Bernhard Möllmann // 4. April 2017 um 09:30 // Antworten

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    „Wenn Politik das Denken ersetzt“ – DANN jagt die Polizei eine Handvoll „Raser“ auf deutschen Straßen – statt sich mit dem um Faktor 10 bis 20 HÖHEREN Risiko für Leib & Leben beim Besuch eines „normalen“ Deutschen Krankenhauses zu beschäftigen . . .
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    In Trontheim in Norwegen werden Deutsche Bürger erst DANN in ein Krankenhaus eingelassen – wenn sicher ist, daß sie weder ein Deutsches Krankenhaus betreten haben – noch sich in diesem Deutschen Krankenhaus mit dem MRSA-Keim infiziert haben . . .
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    Und unsere Deutschen Denkern fällt NICHTS dabei auf . . . ?
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    Gut daß Herbert Ludwig ein echter Steiner-Fan ist – und kein typischer deutscher Akademiker-Trottel – der die Hand vor Augen nicht erkennen kann . . . !

    • Karl Bernhard Möllmann // 4. April 2017 um 09:56 // Antworten

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      ZITAT @ Georg Wilhelm Friedrich Hegel:
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      „…nur das Ganze ist die Wahrheit“
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      DANK sei Herbert Ludwig dafür – uns auf diese WICHTIGE Reise zu schicken – endlich auch den politischen Diskurs mit einem GANZHEITLICHEN Blick & Ansatz zu führen!
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      Amerikanisches „Scheuklappen-Denken“ durch die „Dollar-Brille“ – führt regelmäßig zu Wohlstand UND in den menschlichen Abgrund – höchste Zeit für freie Denker zum UM-Denken!

      • Conrath // 4. April 2017 um 10:01 //

        @KBM

        Ein Hegelwort aus Ihrer Tastatur ist aber eine echte Schote, ein Witz, lieber KBM, wo Sie doch so gerne mit vier Lieblingsthemen (+ mechanischer Wort-, nicht Begriffsklärung) hausierend, ein prächtiges Beispiel für ganzheitliches, umfassendes, wie bewegliches Denken bringen.

      • Karl Bernhard Möllmann // 4. April 2017 um 10:58 //

        . . .
        Con ratlos verwechselt wieder einmal URSACHE & WIRKUNG, wenn er schreibt:
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        „Ein Hegelwort aus Ihrer Tastatur ist aber eine echte Schote, ein Witz, lieber KBM“
        .
        DAS „Hegelwort“ stammt ursprünglich von Georg Wilhelm Friedrich Hegel!
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        Herbert Ludwig hat diesen Satz von Georg Wilhelm Friedrich Hegel ZITIERT in seinem erstklassigen Artikel:
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        „Wenn Politik das Denken ersetzt“
        .
        DIESER Satz von Georg Wilhelm Friedrich Hegel hat beim NACH-Denken bei mir – als „WIRKUNG“ – zu (m)einer Sie offensichtlich schockierenden Erkenntnis geführt.
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        WAS ich bei Ihnen gelegentlich locker als „ratlos“ oder als „Quatschologie“ identifiziere – nennt Herbert Ludwig in seinem glänzenden Artikel:
        .
        „…ein oberflächlich-assoziativ verlaufendes, verlottertes Denken…“
        .
        DIESES „verlotterte Denken“ sehe & bewerte ich NICHT als Ihre persönliche „Schuld“ – DAS sehe, höre & lese ich immer wieder in breitesten akademischen Kreisen verbreitet – also eher als allgemeinen „Bildungs-Notstand“ in Deutschland, denn als besonderes Markenzeichen von Conrath . . .
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        „Passend“ zu meinen Beobachtungen aus der Medizin – sehe ich Herbert Ludwig’s glänzende Beobachtungen aus der Politik!
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        Und die Medizin, und die allgemein in Deutschland verbreitete UNFÄHIGKEIT – Hamer’s sensationelle Entdeckungen auch nur zu studieren, zu überprüfen & wissenschaftlich im Doppel-Blind-Versuch zu TESTEN – war nur der Auslöser meiner Erkenntnisse, weil die Medizin die geistige Heimat ist, aus der ich komme . . .
        .
        ABER die gleichen DENK-BLOCKADEN wie in der Medizin – entdecke ich nach & nach auch in anderen Gebieten – wobei die Medizin für unser aller ÜBERLEBEN, mir schon ein besonders WICHTIGES Gebiet zu sein scheint . . .
        .
        Also KEIN Grund für Panik-Attacken – liebster Conrath . . . !

    • @KBM, warum wieder dieser Themenwechsel?

      Sie schreiben immer nur zu Ihren 4 Lieblingsthemen, hier Medizinkritik (Stichwort Hamer)!

      Der Artikel behandelt etwas ganz anderes, lesen Sie ihn nochmals in Ruhe. Und das Sie gerne schnell fahren, wissen wir bereits, haben Sie zig-mal wiederholt, lieber KBM.

      • Conrath // 4. April 2017 um 11:38 //

        @KBM

        Sie unterschätzen den Ernst der Lage. Dieses, und andere Hegelzitate, sind hunderttausendfach im Umlauf, darum geht es nicht. Wenn Sie sich dort jedoch, als Wissender dort einreihen, ist es allerdings ein schlechter Witz.

        Herr Ludwig hat sich Jahrzehnte darin geübt ganzheitliche Positionen zu vertreten, was Sie gerade eben nicht machen!

        Deswegen weisen Sie mein Argument zu Ihrem Nichtdenken (nicht ausreichenden Denken) auch nicht wirksam zurück. Nur sollten Sie echtes Denken erst beherzigen, um es dann mit wem auch immer, in Zitaten anzuführen (gleichen Unsinn haben Sie sich mit Anatol Rapoport erlaubt). Aber es ist Ihre Freiheit, es genau so zu tun und eben dabei kein eigenständiges Denken zu praktizieren, sondern Meinungen zu ca. 5 Themen immer wieder gleich zu wiederholen, nach der Methode Papagei.

        Ich Sie auch,

        Sie Begründungsexperte höherer Art (vergessen Sie nicht Ihre Absicht, wenn Sie Macht hätten, dann würden Sie das ganze Bildungssystem, was Sie nicht kennen, abschaffen, radikal ändern, sonst was). Das reicht eigentlich seriös als Hybrisnachweis und der Gesamtduktus erinnert an fixe, wahnhafte Vorstellungen.

      • Karl Bernhard Möllmann // 4. April 2017 um 13:10 //

        . . .
        Hab‘ heute KEINE Lust – in Ihren heiligen Denk-Keller hinab zu steigen – Sie haben sich doch auch schon ganz OHNE mein bescheidenes Wirken SELBST ad absurdum geführt . . .
        .
        Und SORRY wenn ich nur 4 Lieblingsthemen habe – so gut wie sie mit nur EINEM Thema „Bildung“ bin ich halt noch nicht – obwohl auch meine Mama immer gepredigt hatte, ich möge mich bitte auf EIN Thema konzentrieren: „die Medizin!“
        .
        (Vielleicht hätte ich auch den Kochlöffel gebraucht, um auf Mama’s Linie zu kommen . . . ?)
        .
        Doch leider wird im richtigen Leben auch die Medizin heute von Psychopathen gesteuert und von Politikern als Schachbrett für zynische Macht-Spiele & Menschen-Versuche mißbraucht – SO DASS das WISSEN um die PSYCHOPATHEN als „VERSTECKTE ODER OFFENE ABSICHT ZU VERLETZEN ODER ZU ZERSTÖREN“ – JEDES Fachgebiet genau dann auf kriminelle Art & Weise DOMINIERT – wenn dieses WISSEN um die PSYCHOPATHEN unter uns weder bekannt ist, noch an unseren Universitäten und anderen Schulen gelehrt wird . . . ?
        .
        HIER liegt der Schlüssel versteckt – WARUM so intelligente Denker wie Sie NICHT verhindern konnten & können – daß waschechte KRIMINELLE diesen Planeten derzeit mal wieder an die Wand zu fahren versuchen . . .
        .
        Statt die ECHTE Gefahr zu erkennen & zu bekämpfen – haben Sie sich mit KBM mal wieder das FALSCHE Ziel für Ihre neunmalklugen Ober-Lehrer-Belehrungen ausgesucht!
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        DAS ist übrigends DAS zentrale Erkennungsmerkmal für echte PSYCHOPATHEN schlechthin!
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        Ein echter PSYCHOPATH attackiert immer das FALSCHE Ziel!
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        AUCH wieder extrem logisch.
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        GENAU DESWEGEN WERDEN DIE ZUSTÄNDE SCHLECHTER – STATT BESSER!
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        Würden unsere Macht-PSYCHOPATHEN von der Globalisten-Sekte das RICHTIGE Ziel in’s Visier nehmen – wäre das Goldene Zeitalter des WISSENS, des FRIEDENS, der FREIHEIT & last but not least des WOHLSTANDES für alle Ehrlichen längst bis in die letzen Ritzen von Afrika vorgedrungen – traurige Tatsache ist aber, daß unser „Bildungs-Establishment“ nach wie vor den FALSCHEN Feind rund um den Planeten mit Drohnen, GEHEIM-Diensten, Bomben, Soldaten & Internet-Trollen jagt, und genau DESHALB die Probleme NICHT gelöst werden, sondern sich von Tag zu Tag verschlimmern . . .
        .
        Wenn Sie nicht soviel ANGST vor Steiner, Hegel, Hubbard, Hamer & KBM hätten – dann würden Sie über das VOR-gedachte mal in Ruhe & OHNE VOR-Urteile NACH-denken – ich fürchte nur, genau DAS erlaubt der Kochlöffel nicht . . . ?

  2. pedrobergerac // 4. April 2017 um 10:14 // Antworten

    Politik ist eine Sackgasse.
    Politik polarisiert genauso wie Religion und wird nur zum Teilen um zu Herrschen mißbraucht.
    Was wir brauchen ist eine neue Philosophie und einen Plan, Psychopathen auszuschalten.

    • @Pedro

      Nein, Sie denken/ politisieren hier und zwar pauschal, das ist zunächst Ihr Problem. Sollen alle Menschen, wenn sie Ihren Satz gelesen haben, sich danach der Blumenzüchtung zuwenden?

      Wie naiv sind Sie? Schlechte und Scheinpolitik identifizieren, analysieren und durch gute Politik ersetzen, darum geht es, nicht sich selber in Vereinfachungen noch zu feiern als ‚Reduktionsheld des Augenblicks‘ und des kurzen Kommentars. Das läuft nur auf ein Ignorieren der Politik hinaus. Es gibt viele Sackgassen in der Politik, da würde ich Ihnen zustimmen, Pedro, aber nicht so herum, überdenken Sie das doch bitte ein zweites, drittes Mal.

      • hubi stendahl // 4. April 2017 um 12:19 //

        @conrath

        Zitat:

        „Wie naiv sind Sie? Schlechte und Scheinpolitik identifizieren, analysieren und durch gute Politik ersetzen, darum geht es, ….“

        Definition Naiv:
        „…so, dass jemand etwas nicht richtig einschätzt und sich in bestimmten Situationen nicht entsprechend verhält. Synonym: Einfältig!!“

        Nun frage ich mich, wer hier naiv bzw. einfältig ist!!!

      • Conrath // 5. April 2017 um 19:01 //

        @KBM

        Danke, bekomme eher selten Verse geschenkt, lieber KBM.

        Aber unter uns, ist Belesenheit denn schon an und für sich satanisch?

        So scheint mir der Refrain Ihres Gedichtes auszuklingen

        Und etwas ungerecht ist es auch noch, schließlich führt Hubi nicht gerade ein Leben ohne Lesen, wie Sie. Warum kreiden Sie ihm dies nicht an, zwei Massstäbe pochen in Ihrer Brust, ja!? Gefällt Ihnen seine Lösung besser? Wenn ja, dann ist es in Ordnung, aber dann sollten Sie auch nicht die Belesenheit, sondern die jeweilige Schlussfolgerung, die Hubi oder Conrath zieht, kritisieren oder gutheißen. –

        Verstehen Sie was ich damit meine, Ihnen raten will?

        Sie grüßend

    • hubi stendahl // 4. April 2017 um 12:03 // Antworten

      @pedrobergerac

      „Was wir brauchen ist eine neue Philosophie und einen Plan, Psychopathen auszuschalten.“

      Die Lösung ist ganz einfach und steht neben der Headline des Artikels. Ich nutze sie seit Jahrzehnten:

      „Ich bin weder links, noch rechts; ich denke selbst.“

      Das ist der Kern den es WAHR-zunehmen gilt.

      Jeder trägt auf wunderbare Weise – von der Natur angepasst – die geistigen Anlagen für diese wichtige Erkenntnis und die Anpassung an ein prosperierendes soziales Gefüge in sich. Man muss sich nur der Tatsache bewusst werden, dass man durch soziale gesellschaftliche Erlebnisse in Familie und Umfeld geformt wurde und dadurch das Bewusstsein für das ICH in seiner reinen Form zumindest teilweise durch „Überschreiben“ verloren hat.

      Dieses ICH war vor der „Überschreibung“ von der einzig parteilosen Instanz, der Natur, bereits für alle zukünftigen sozialen Lebensumstände vorbereitet.

      Jesus sah wie kleine Kinder gesäugt wurden: Er sagte zu seinen Jüngern. Diese kleinen Kinder, die gesäugt werden, gleichen denen, die ins Reich eingehen werden.

      Sie sagten zu ihm: Werden wir INDEM WIR KLEIN SIND sind ins Reich eingehen?
      Er antwortete:
      Wenn ihr die zwei zu eins macht und wenn ihr das Innere wie das Äußere macht und das Äußere wie das Innere und das Obere wie das Untere, und wenn ihr das Männliche und das Weibliche zu einem Einzigen macht, sodass das Männliche nicht mehr männlich und das Weibliche nicht mehr weiblich ist – wenn ihr das Auge durch ein anderes Auge ersetzt und eine Hand durch eine andere Hand und einen Fuß durch einen anderen Fuß, ein Bild durch ein anderes Bild – DANN WERDET IHR INS REICH EINGEHEN.

      Wobei „Reich“ nicht etwa als jenseitiges Paradies, sondern als Himmelreich auf Erden zu verstehen ist.

      Es ist also sinnlos, wenn wir Partei ergreifen, statt gemeinsam Lösungen zu suchen (Zwei zu Eins machen). Kinder heucheln nicht, sie lernen es erst von den Vorgenerationen (das Äußere wie das Innere). Zwei Geschlechter sind ein Produkt des größten Erfolgs der Natur zur Reproduktionsfrage. Deshalb gibt es, wider aller Beteuerungen unserer heute Verblendeten nur 2 Geschlechter. Sie als Zweiheit statt Einheit zu verstehen, liegt am falschen Verständnis von der Funktion der Sexualität und dem damit verbundenen sinnlosen Herrschaftsanspruch des einen Geschlechts über das andere (geistig das Männliche zum weiblichen und das Weibliche zum männlichen machen). Das innere Auge das heute „überschrieben“ durch die o.e. Sozialisierung, eine gefilterte WAHRnehmung hat, soll wieder zurück in die Reinheit des Auges, dass uns die Natur (Gott) mitgegeben hat. Die heutige HAND schlägt, die zukünftige soll reichen (siehe auch die Idee der Mantelteilung, die Ablehnung des mosaischen Auge um Auge, Zahn um Zahn und weitere Gleichnisse, die nicht etwa wörtlich sondern metaphorisch zu verstehen sind). Das gilt auch für das Bild, das durch ein anderes ersetzt wird. Es steht nicht von ungefähr am Ende des Logiens aus dem Thomas Evangelium. Am Ende steht ein neues MenschenBILD, das Geben und Nehmen wieder in Ausgewogenheit bringt und das Gegeneinander aufhebt.

      Wir brauchen also keine neue Philosophie, um die „Nichtverständigen“, die soviel Unheil produziert haben, loszuwerden. Jeder muss bei sich selbst anfangen, sodass sich ein allmählicher Umbau im Geiste ergibt.

      Jesus sagte: „Ich habe Feuer auf die Welt geworfen und ich hüte es bis sie brennt“

      Werdet wie er. Werft Feuer auf die Welt in dem Ihr die überschriebene Festplatte löscht und sie neu beschreibt. Hütet das Feuer, in dem Ihr Euch erkennt und danach handelt. Handelt Ihr danach, werden die destruktiven Elemente verschwinden.

      Aber es ist eben einfacher, der Kartenzahlung zu folgen, als ersten Akt vor dem Zähneputzen morgens das Smartphone anzuwerfen, seinen/ihren virtuellen (unbekannten) „Freunden“ auf Facebook sinnfreies Zeug zu schreiben und ein Spaßvideo zu konsumieren, bevor es ins tägliche Hamsterrad geht.

      Wir brauchen keine neue Philosophie, wir haben sie seit langer Zeit. Auch jene die nach Besserung dürsten, sind wegen Inaktivität Teil der Zweiheit, die sie kritisieren, aber selbst nicht verlassen wollen.

      Ich besitze drei Nokia 6230i a 15,– € und 6 Akkus auf Lager und sie funktionieren wunderbar. Wer ist noch so konsequent und sieht keinen Verzicht, wenn er ein Überwachungssmartphone ablehnt?

      • Conrath // 4. April 2017 um 14:00 //

        @Hubi

        Ja, richtig und gut zusammengefasst, Genderismus ist im Kern nur ein verkleideter ‚Machtanspruch‘! Prima auf den Punkt gebracht, Danke.

        „Zwei Geschlechter sind ein Produkt des größten Erfolgs der Natur zur Reproduktionsfrage. Deshalb gibt es, wider aller Beteuerungen unserer heute Verblendeten nur 2 Geschlechter. Sie als Zweiheit statt Einheit zu verstehen, liegt am falschen Verständnis von der Funktion der Sexualität und dem damit verbundenen sinnlosen Herrschaftsanspruch des einen Geschlechts über das andere (geistig das Männliche zum weiblichen und das Weibliche zum männlichen machen).“ Zitatende H.

        Die unter dem Jesuanismus zusammen gefassten Lebensweisheiten sind es wert bedacht und ausprobiert zu werden, wenn man sich zugleich vor den Grenzen hütet, die der Jesuanismus als/ in Alleinvertretung von Weisheit/ Gelingen und Rechtmäßigkeit, immer auch für sich rigoros beanspruchte, leider. Wird Jesuanismis jedoch, wie Buddhismus oder gute Existenzphilosophie, etwa bei Henri-Louis Bergson, undogmatisch und hermeneutisch, als kulturelle Metapher verwendet, überwiegt der Nutzen.

        Das gilt genauso für die Anthroposophie. Wird sie metaphorisch rekonstruiert, um ihren satanisch-naturalistischen Bestand an unreflektierten Übernahmen aus alten Religionen, gekürzt, dann ist sie eine Art von ‚angewandtem Goetheanismus‘. Ihre Methodik ist dann die einer schrittweisen, auch korrigierbaren(!), Phänomenologie. So verstanden und genutzt, beteiligt sie sich nicht (weiterhin) an Verteufelungen und haltlosen Zuordnungen, die es leider auch bei Steiner gibt (gab vor 3 Generationen), die aber seiner eigentlichen Anthroposophie widersprechen (teil der permanenten Selbstaufklärung des Menschen zu sein > Bewusstheit vom Menschsein). Deswegen ist Jesus mit Jesus zu erweitern und verstehen, genauso wie Hegel mit Hegel oder den vielen anderen Geistesgrößen und Beitragenden. Was wollten, konnten, sie jeweils beisteuern und was war dabei nur zeittypisch ausgeliehen und ist heute nicht mehr auf dem Stand aufgeklärter Wissenschaft?

        Aber Vorsicht mit den bloßen Namen und Bezeichnungen. Einfach nur das Wort Aufklärung oder zweite Aufklärung gebrauchen, reicht noch lange nicht, dass lässt sich deutlich an Bonneval zeigen. Das Gebiet der Forschung zur gesamten Aufklärung ist sehr groß. Ich habe nur einen kleinen Ausschnitt von ca. 80 Monographien dazu im Rahmen meiner Jacobistudien gelesen und kann abschätzen, dass es nur ein Bruchteil der Fachliteratur, nur zu diesem Spezialgebiet(!) ist. Daher lautet das ‚erste Gebot‘ Bescheidenheit, gleich gefolgt vom ‚zweiten Gebot‘, dem des: ‚Du sollst nichts weiter vertiefen ohne ausreichend-mächtiges, immer wieder sich erneuerndes, inneres, STAUNEN in Dir.

        Und das können wir alle, als Kinder, wenn wir noch nicht verbogen wurden und als Erwachsene, wenn wir uns, gegen den Mainstream, lebenslang weiterentwickeln, mit ‚entwicklungsfähigen (mitwachsenden) Begriffen‘, wie Steiner dies auch gelegentlich nannte. Er meinte dabei ein lebendiges, immer weiter steigerbares Begriffsleben, nicht eine vorsätzliche Veränderung. Der Satz des Pythagoras oder die Kreisfunktion kann dann etwa in über zwanzig verschiedenen Variationen verstanden werden, etwa auch als Divisionskreis mit den Formen der sog. Cassinischen Kurvengruppe. Oder ein Gärtner, der für Osmose und Lebensqualität des Mutterbodens erweiterte Begriffszusammenhänge findet usw, in jedem Lebensbereich, der Sternekoch, pädagogische Alltagskünstler (gesellschaftlich oft schwer unterschätzte Talente), usw…

      • Conrath // 4. April 2017 um 15:19 //

        @Hubi

        Nöö, ich bin nicht naiv, schlechte durch gute Politik ersetzen zu wollen.

        Wie das geht ist nicht einfach und nicht nur als Sprachakt miss zu verstehen, ja, aber dafür gibt es schließlich die breite Argumentation. Die verschwindet nicht in dem Moment, wo etwas klar und einfach gesagt wird (wie es ja KBM auch immer wieder fordert, dabei aber nicht bedenkt, dass begriffe nicht abgekürzt werden dürfen), auch wenn es äußerst schwierig ist in unseren Zeiten umgesetzt zu werden.

        Das Ziel bleibt oder haben Sie ein anderes, besseres Ziel anzubieten, etwa Politikverzicht? Dann heraus damit und auf die öffentliche Pinwand.

        Sie grüßend

      • hubi stendahl // 4. April 2017 um 16:17 //

        @conrath

        „Was wollten, konnten, sie jeweils beisteuern und was war dabei nur zeittypisch ausgeliehen und ist heute nicht mehr auf dem Stand aufgeklärter Wissenschaft?“

        Die Zeit spielt in meinem Anliegen aber eine ebenso untergeordnete Rolle, wie die Wissenschaften, die lediglich als geistiges Produkt Technologie aufeinanderstapelt oder Glauben versucht in vielen Facetten in Wissenschaften oder Religionen zu verwandeln.

        Zitat:
        „….wenn man sich zugleich vor den Grenzen hütet, die der Jesuanismus als/ in Alleinvertretung von Weisheit/ Gelingen und Rechtmäßigkeit, immer auch für sich rigoros beanspruchte….“

        Sie stapeln „Wissen“ in einer zeitlichen Entwicklung aufeinander. Das mache ich nicht. Die Menschen waren vor 2 oder 3.000 Jahre kognitiv wie materiell in der gleichen Situation wie heute. Zeit ist also bedeutungslos, sobald der Mensch sich wieder als Teil der Natur und nicht als außenstehender Designer versteht.

        Nach den uns bekannten Veden, dem daraus abgeleiteten Buddhismus (in der Zeit des Ur-Buddhismus), der griechische Philosophenschule und einiger kleinerer Strömungen kam jemand oder evtl. war es eine Gruppe mit Namen Joshua auf die Idee, die bisherigen Erkenntnisse zusammenzufassen, zu einem universalen und ZEITLOSEN, für ALLE les- und verstehbaren Werk. Es war derart gefährlich, dass man es zwar nicht mehr ganz aus der Welt schaffen konnte, dafür aber uminterpretiert übernahm. Das ist die banale Geschichte, die wir heute nicht mehr verstehen, weil selbst Gebildete diese Bildersprache nicht mehr in Gedanken kleiden können. Es kommt selbst bei Atheisten stets religiöser Stuss heraus.

        Die Unfähigkeit die Metaphern der Texte korrekt (ohne religiösen Firlefanz) zu lesen, die Uminterpretationen wieder ihrer ursprünglichen Bedeutung zuzuführen und die seit 2.000 Jahren zur Seuche mutierte religiöse Verblendung, die sogar Atheisten befallen hat, versperrt derzeit das Verständnis der tatsächlichen, zeitlosen Botschaft.

        Suchen Sie bitte einen Text, der zum heutigen „Zeitgeist“ als inkompatibel gilt. Sie werden keinen finden, sofern Sie nicht mit dem Virus des Neomarxismus verseucht wurden.

        Wenn Sie die Nag Hammadi Schriften, die Schriften, die es 325 n.Chr. nicht in die Bibel geschafft haben und die Bibeltexte isolieren, z.B. mit Word und Excel, dann stoßen Sie auch irgendwann auf die Konzeption die hinter dieser Gesamt-Botschaft stand. Und sie ist weltlich, wie die heutige Quantenphysik, denn dort wird auch mit der Metapher Gottesteilchen argumentiert und in aller Regel eine höhere Instanz nicht in Abrede gestellt.

        Wir aber müssten erst mal wieder anfangen an den Schulen Logik zu lehren, um einfachste Zusammenhänge zu erklären:

        23 Min. zu den Farbenrevolutionen und dem Kinderaufstand in Moskau vom Wochenende logisch erklärt; eine Logik, die selbst die Analphabeten der Frühzeit drauf hatten:

        https://www.youtube.com/watch?v=AhjpvLaOXeo&feature=youtu.be&t=1240

      • Conrath // 4. April 2017 um 22:22 //

        @Hubi

        Zunächst einmal vielen Dank, dass Sie nun doch etwas von Ihrer Überzeugung und Konzeption herauslassen. Implizit war einiges schon in Ihren Artikeln hier zu finden, aber nach meiner Sicht, in mehreren Bereichen divergierend. Einige meiner Rückfragen blieben zunächst unbeantwortet, was ja nun nachgeholt werden kann. Es geht nicht um lose Vermutungen, sondern veritable Modellvorstellungen und die sind immer besprechbar und abzuwägen, im Detail. –

        Vor jeder genaueren Prüfung würde ich immer eher die Außenseitermeinung oder die Dissidenten bevorzugen, instinktiv/ intuitiv, beide bekommen bei mir einen Vertrauensbonus. Dennoch, und das zeigte mir eben die Erfahrungen an den Anwendungswissenschaften, erst die Synthese, also das Zusammenfinden von Modellvorstellungen/ Erklärungen und die praktische Tauglichkeit und Anwendungsreife, entscheidet jeweils darüber, was bleibt und was ausgeschieden werden muss. Und so verfolge ich auch viele Auseinandersetzungen. Auch dort finden sich allerlei Vorabmeinungen, die dann widerlegt oder halt erweitert werden. Dabei aber sind wir schon mitten im Geschäft. Denn genau diese, sozial-theoretische, oft mehrfach hin- und hergehende Bearbeitung, steht für einen allmählichen Wissensfortschritt der nicht einfach eine buchhalterische Stappelung (Modell Blattablage) darstellt, sondern ein vielfach verknüpftes, interagierendes wettbewerben von geeigneten und weniger geeigneten, Modellvorstellungen, als Systemstreit, Prinzipienkonformität, Paradigma, usw…

        Insofern muss ich widersprechen.

        Nein, es gibt Wissenschaftsfortschritt in der Anwendung und Ausreifung von zeitlos-gültigen Grundvorstellungen, die Veränderung liegt somit, streng formuliert, wiederum in einem Faktorprodukt (eigentlich einem Fixpunktoperator) einer echten antagonistischen Dyade von Veränderung des Nichtveränderbaren. Letztere sind dann allerdings in einem Zustand beliebiger Kombinierbarkeit, denken Sie an die Geschichte der 9+1 (9 akzidentielle und 1 substanzielle Ousia/ Sein) Kategorien des Aristoteles, die durch Leibnitz (er suchte Kategorien die den ewigen Frieden in den Wissenschaften vermitteln), Wolff und schließlich Kant ihre gültige, nicht endgültige, Form bekamen, genauer, ihre bis heute ‚gültigste‘ Form. Denn wie auch schon J.G. Fichte umfangreich und anspruchsvoll in seiner Wissenschaftslehre aufzeigte, es gibt eine ‚Annäherung‘ an das Wissbare, an die Summe der Wissbarkeiten, an absolutes Wissen. Nie aber mehr. Das Absolute stellt dabei Konvergenzpunkte an einem kollektiven Wissenshorizont dar, jedoch keine absolute Gewissheit! Und nur diese Annäherung unterliegt einer positiven Weiterbildung innerhalb der Zeit.

        Schon Parmenides konnte die Divergenz von ewiger Ideengültigkeit und ständigem Detailfortschritt, aufzeigen, er lehnte die Realität des sinnlich Erscheinenden allerdings gerade ab, bzw. stufte sie herab. Bei Platon kam es hierbei zu mehreren Aporien, die unaufgelöst nebeneinander stehen bleiben konnten in einer Form von Gleichwertigkeit. Aristoteles wiederum Nachfolger der Sinnendinge und ihrer Eigenschaften ein, betonte die Welt der Sinnlichkeit als Eigentliches. Und so stufte er die Welt der Ideen teilweise als nachrangige Phänomene ein.

        Wenn es somit Fortschritt gibt (in dem einen Teil des Faktors des Gesamtprodukts), dann in der kollektiven, pragmatischen Durchdringung, Aufbereitung und Anwendung des Wissbaren insgesamt. Nehmen wir Windmühlen oder Archimedische Schrauben als Wasserschöpfwerke, sie sind konkretisierte Fortschritte immer gültiger Grundideen, auch als Gesetze gedacht. Gesetze ohne menschliche Gesetzgeber wurden dann der Natur nach dem Modell der Menschen zugesprochen. Daraus ergab sich immer auch eine Art von Mythos der Gesetze. Viele dieser Mythen wurden wieder und wieder verändert, überschrieben, weiter ausgeformt. Die Wissenschaftsgeschichte systematisiert den realen Verlauf, rekonstruiert ihn und findet dann im Nachhinein Erklärungen.

        Ich hatte ja schon gegenüber Ranma erwähnt, dass ein einzelner Forscher bereits mit der Übersicht über eine Gesamtdisziplin – in der Form der konkreten einzelnen Ausgestaltung, bei weitem überfordert sei/ ist. Das gilt auch für den Querschnitt alles Wissbaren und das hat Fichte nicht anders behandelt.

        Annäherungs- und Tendenzfortschritte bleiben daher zu diskutieren, kein absoluter Fortschritt, darin stimme ich wieder mit Ihnen überein. Nun werden Sie, wenn Sie Platontexte etwas kennen auch die jeweils möglichen, antagonistischen Darstellung, kennen. Sie lautet dann, in Anlehnung an Heraklits Fragmente, schon damals wurden immer wieder nur Abschriften zitiert ohne Sicherung der Quellen und die knapp 100 Textstücke geben allein nicht viel her. Dennoch ist die Konteridee zu Parmenides und Platon, die des lebendig bewegten, sich vollständig jederzeit ändernden Flusses (Bild für die Zeit). Der Fluss bleibt nur oberflächlich sich selbst gleich, wandelt sich in jedem Moment vollständig, aber nicht im Prinzip. Niemand kann je in den gleichen Fluss und hier, in den gleichen Annäherungs- und Tendenzfortschritt steigen, andererseits wissen wir, was unter Fluss gemeint/ bezeichnet wird, können es nach Merkmalen beschreiben, nicht nur benennen. Das Flussbett, der Strom selbst ist pure, beständige Änderung seiner selbst. Ja wir nennen nur, weil wir nicht jedes Wassermolekül einzeln in seiner Bewegung keinen, das Ganze abkürzend ‚Strom‘ oder ‚Fluss‘. Somit ist die Geltung von der einen Idee, bei Platon im Singular(!) zugleich bewegt ‚u n d‘ unbewegt. Platon bietet dann eine Servokonstruktion (Hilfe) an, indem er diese Aporie in ihrer vollen Zuständigkeit nur dem einen Schöpfer, des Wahren und Guten zukommen lässt, Aristoteles übernimmt aus diesem platonischen Modell dann seinen Leitbegriff des ‚unbewegten Bewegers‘, ein Begriff für einen nur noch funktional erlebten und gedachten Gott.

        Kurz gesagt:
        Es stimmt daher beides. In der Einheit der Idee sind alle möglichen Begriffskonvergenzen vereint. Ihre jeweiligen Kombinationen und die daraus entstehende, lebendige Vielfalt zwischen den sie hervorbringenden Nutzern und ihren jeweiligen Nutzen, schafft dann die Vielfalt ‚menschlichen Fortschritts‘ und ‚menschlicher Wissenszunahme‘. Und diese Aporie wird bereits in der vedischen Philosophie bekannt gewesen sein. Daraus kann aber keine veränderungslose, menschlich-gesellschaftliche, Praxis gefolgert werden, wie es etwa das Endresümee von Nietzsche und Heidegger war. Ihr Modell war der geschlossen Wiederholungskreislauf ohne jeden Fortschritt. Ein Modell für ein offenes Konzept wäre demgegenüber eine Spirale oder sogar gegenläufige Doppelspirale für jeden Prozesspunkt und auch das Prozessganze.

        Ich kann allerdings nicht die Sonderstellung des Buddhismus oder einer Jesuslehre sehen, da alle Propheten und Lehrer bemüht waren eine Synthese oder Summe ihres erreichbaren Wissens zu formulieren. Das ist bei den modernen Polyhistorikern nicht anders. Leibnitz und Goethe schon eingeschränkt, galten als die letzten, die noch eine Summenbildung anstrebten, erreichen konnten. Davon sind wir heute zunehmend weiter entfernt. Ob wir dies durch neue Gemeinschaftslernformen und Wissensauswahlformen ersetzen können, ist noch offen. In jedem Fall ist es ein Wandel und zugleich ein ewiges Gelten. Jede Geltung muss aber verifiziert werden und dabei bekommt sie jeweils einen Gültigkeitsbereich, ist nicht einfach universal gültig aus Merkmalen. Aber es gibt die Intuition, die an das Absolute näher heranreicht, aber nicht mehr nach Merkmalen mittteilbar ist, da endet dann das Erlebnis in singulärer Erfahrung. Kant beschreibt in seinem Opus postumum dann noch die Allgemeinheit dieses singulären Vermögens als ‚Intelligibilität schlechthin‘. Dieses Konzept schließt nach meiner Erfahrung alle anderen bisherigen Konzepte ein, das alte (dreiteilige) I Ging, die Henologie Platons in der Endredaktion von Proklos (Muster für die katholische Glaubenslehre) und auch die neueren Konzepte eines A.N. Whiteheads und die Nichtwidersprüchlichkeitsbeweise von Gerhard Gentzen und kosmologische Modelle, wie sie etwa von freien und praktisch-begabten Außenseitern wie Ripota ‚v i e l f a c h‘ formuliert werden:
        http://einstein.peter-ripota.de/

        Soweit zunächst zur Frage, gibt es Fortschritt im Wissen.

        Sie grüssend

      • hubi stendahl // 5. April 2017 um 12:42 //

        @conrath

        Zitat:
        „Daraus kann aber keine veränderungslose, menschlich-gesellschaftliche, Praxis gefolgert werden, wie es etwa das Endresümee von Nietzsche und Heidegger war…..“

        Meinen Text zur Erinnerung:

        „Die Menschen waren vor 2 oder 3.000 Jahre kognitiv wie materiell in der gleichen Situation wie heute. Zeit ist also bedeutungslos, sobald der Mensch sich wieder als Teil der Natur und nicht als außenstehender Designer versteht.“

        Sie haben diesen Text nicht (in meinem Sinne) verstanden, weil Ihre Betrachtung vom Standort außerhalb – statt als Teil der Natur (Gott) (der Dinge) – stattfindet. Typisch für einen „Frankfurter“. Sie müssen zwangsläufig zu der Annahme gelangen, dass innerhalb des in Rede stehenden Zeitraums steter Fortschritt stattfand, sich (weiter unten) dann aber widersprechen, in dem sie wie folgt argumentieren:

        „In jedem Fall ist es ein Wandel und zugleich ein ewiges Gelten.“

        Was nun? Fortschritt oder Wandel? Wandel erleben wir überall in der Natur und ist die Basis allen geistigen und damit verbundenen materiellen Lebens auf dem Planeten. Fortschritt ist eine Interpretationssache und wird heute allzu häufig aufgrund der materiellen Sichtweise, mit dem Aufeinanderstapeln technischer Entwicklungen verwechselt.

        Zitat:
        „..schafft dann die Vielfalt ‚menschlichen Fortschritts‘ und ‚menschlicher Wissenszunahme‘….“

        Ja was nun? Wandel oder Fortschritt? Nun, vielleicht wäre eine Interpretation, was Fortschritt eigentlich sein soll hilfreich? Ist es die stete Anpassung an veränderte Bedingungen in der Natur? Ist es die geistige Fortentwicklung oder eine profane Aufeinanderstapelung von technischen Neuerungen, die Sie als „Wissenszunahme“ etikettieren. Diesen „Fortschritt“ habe ich nie in Abrede gestellt. Ich halte es nur nicht für Fortschritt, dessen Wortcharakter positiv belegt wird und für allerlei unsinnige und zerstörerische Entwicklungen herhalten muss, sondern für Wandel.

        Ich vermeide zwar im Gegensatz zu Ihnen die dauernde Nennung von historischen Größen, da es zunächst nur vermittelt, dass man Bücher gelesen hat. Welchen Mehrwert man daraus zieht, macht sich aber nicht an der Menge der gelesenen Seiten fest, sondern ob man sich von überkommenen Denkweisen wie die des links – rechts -Dogmas lösen kann und beginnt selbst zu denken. Wie ich es seit 2008 im Internet versuche zu verdeutlichen. Trotzdem beispielhaft:

        Sie wissen, dass in den griechischen Schulen der Antike auch Literatur unterrichtet wurde. Auch Sokrates besuchte die Schulen. Mit dem Zutritt zu den großen alljährlichen Dionysos-Festspielen in Freilufttheatern mit bis zu 15.000 Zuschauern konnte er sich die Stücke ansehen, die Philosophie pur waren ansehen, die Aischylos, Sophokles oder Euripides hinterlassen hatten. Geistige Meisterwerke, deren Tiefe und Dichte erst wieder 2000 Jahre später von Shakespeare erreicht wurden. Gab es in der Zwischenzeit Fortschritt oder Wandel? Ist die Tatsache, dass seinerzeit nur Männer die Schulen besuchen konnten und auch die Zuschauer folgerichtig nur Männer waren, Fortschritt oder Wandel, wenn heute die Gleichberechtigung propagiert wird? Wird es Fortschritt sein, wenn wir in hundert Jahren über die heutigen gesellschaftlichen Wirkungen lachen und Frauen wieder mit Schleier herum laufen müssen? FORTSCHRITT GIBT ES ALSO NUR IM GEISTE!

        Zitat:
        Ich kann allerdings nicht die Sonderstellung des Buddhismus oder einer Jesuslehre sehen, da alle Propheten und Lehrer bemüht waren eine Synthese oder Summe ihres erreichbaren Wissens zu formulieren.“

        Ich schon, denn sonst hätten diese Lehren nie und nimmer 2 bzw. 2500 Jahre überleben und heute aktueller denn je sein können. Wer redet heute schon noch über Marcion, der seinerzeit größere Verbreitung fand als Jesus und Buddha zusammen.

        Ich hatte Ihnen die Frage gestellt, ob Sie in den zugänglichen, an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit fälschungsfreien Texten, die auf das „Konzept Jesus“ hinweisen, Stellen finden können, die nach 2.000 Jahren angeblichen „Fortschritts“, als falsch entlarvt werden können. Der Antwort sind Sie leider ausgewichen. Hierzu aus der Quantenphysik: „Wenn man Euch fragt: Woher seid ihr gekommen? antwortete er: Wir sind aus dem Licht (Geist) gekommen, von dort, wo das Licht durch sich selbst entstanden ist. Es war unvergänglich und es trat in ihrem Bild (Leib), in Erscheinung….“ und weiter: Wenn man Euch fragt: Was ist das Zeichen eures Vaters (Natur) an Euch? antwortet er: Bewegung und Ruhe ist es.“ Und das Beste zum Schluss: „Ich bin das Licht, das über allen ist. Ich bin das All. Das All ist aus mir hervorgegangen und das All ist zu mir zurückgelangt. Spaltet ein Stück Holz und ich bin da, hebt einen Stein und ihr findet mich dort“.

        Größenwahnsinn? Nö. Im Gegenteil, Demut und zeitlose quantenphysikalische Erkenntnis, die er an anderer Stelle derart konkretisierte, dass er jeden „Erwachten“ auf Augenhöhe sah ( ein früher Anarchist). Nils Bohr („wer über die Quantentheorie entsetzt ist, der hat sie nicht verstanden“) verwendete die von Ihnen propagierte wissenschaftliche Methode, Jesus schuf sich einen anderen Zugang. Der Unterschied ist, dass Nils Bohr im Gegensatz zu Jesus keine schlüssige komplette Theorie vorlegen konnte.

        Ohne Zweifel haben wir es geschafft, vom Pferd zu steigen, dann ein Fahrrad und danach ein Auto zunächst mit Tretmechanismus und später mit Verbrennungsmotor zu konstruieren und vielleicht verlassen wir einmal bemannt unser Sonnensystem auf der Suche nach neuen Welten, falls wir es in eine „Ying-Yang Gesellschaft schaffen. Ist das Fortschritt? Natürlich nicht, es ist Wandel, Transformation von Materie. So wie wir in Zukunft durch Röhren transportiert werden, um von Punkt A nach B zu kommen, die mit Luftdruck arbeiten und den individuellen PKW auf lange Sicht trotz weiterer „Aufeinanderstapelung“ von technischen Möglichkeiten verdrängen wird. Das ist aber kein Fortschritt, sondern Wandel. FORTSCHRITT FINDET NUR IM GEISTE STATT!

        Zitat:
        „Soweit zunächst zur Frage, gibt es Fortschritt im Wissen.“

        Nein gibt es nicht. Es gibt nur stete Wandlung und Veränderung im ewigen Kreislauf. Ob es Fortschritt ist, bleibt eine Frage der materiellen Interpretation, gekoppelt am interpretierenden Zeitgeist. Wenn Sie die materiellen Veränderungen als Fortschritt betrachten, nehmen Sie einen anderen Standort ein als ich, der eine FORTSCHREITENDE ENTWICKLUNG DER MENSCHHEIT IM EWIGEN KREISLAUF von einem anderen Standort betrachtet, der sich am „ewigen Licht/Geist“ orientiert, aus dem ein Teil unserer Existenz auf Zeit immer wieder Materie wird. Welchen Sinn sollte materielle Existenz sonst haben?

      • Mitspieler // 5. April 2017 um 14:13 //

        Vielleicht besteht der wahre revolutionäre Akt, der die Menschheit aus der Sklaverei befreien kann darin, einfach auf das Handy zu verzichten. Diese Überlegung ist nicht einfach nur daher gesagt, sondern beruht auf der Tatsache, dass der Mobilfunk-Markt der weltweit größte Markt ist und ständig wächst. Ebenso wie die funkgesteuerte Infrastruktur ständig ausgebaut wird, damit kabelloses W-Lan überall empfangen werden kann. Demnächst sogar über Satelliten. Diese Technik wird uns noch schwer zu schaffen machen, denn sie kann missbraucht werden und wird es auch.

        Gruß
        Der Mitspieler

      • hubi stendahl // 5. April 2017 um 15:11 //

        Zitat: „Diese Technik wird uns noch schwer zu schaffen machen, denn sie kann missbraucht werden und wird es auch.“

        Schön, dass jemand die Dimension erkannt hat. Die ernstzunehmenden Gutachten hinsichtlich der gesundheitsgefährdenden Strahlung sind zusätzlich zu erwähnen. Nicht nur die SAR-Werte beim telefonieren am Kopf, sondern auch die Sendemaste und der massive Ausbau wie von Ihnen angegeben, stehen mit Recht in massiver Kritik. Gutachten aus freier Gutachtertätigkeit, stehen Gutachten aus industriefinanzierten „Werken“ gegenüber, deren Interessenlage nur allzu deutlich herauszulesen ist.

        In unserem System wird erst produziert und dann der Schaden auf Kosten der Allgemeinheit abgewälzt. Klappt es nicht, werden im günstigsten Fall Bauernopfer präsentiert oder im NORMALFALL Verursacher konstruiert. Bezahlen muss immer der Geschädigte.

        Nun warten wir auf die nächste Bombe. Es sind die Akkus der kommenden PKW Generationen, deren Strahlung in Körpernähe noch nicht einmal ernsthaft untersucht wurde. Zumal diese exorbitant hohen Strahlungen durch die Konstruktion in einem faradayschen Käfig nicht entweichen können. Wachstum, Wachstum über alles:

        https://www.memon.eu/wirkt-memon/auto-elektrosmog-schutz/

      • Conrath // 5. April 2017 um 16:18 //

        @Hubi

        Vielen Dank für Ihre eingehende Themenbehandlung.

        „[…] Zeit ist also bedeutungslos, sobald der Mensch sich wieder als Teil der Natur und nicht als außenstehender Designer versteht.“ Zitatend H.

        Nun ist das wiederum ein Missverständnis, was bei solchen Fragen leider häufig zu finden ist. Ich betrachte ja gerade den Menschen nicht als den, von Natur und Vernunft, abgeschlossenen, also als den isolierten, Homo faber oder gar Homo creator, sondern sehe ihn überall, lebendig eingebunden, beschirmt und permanent begleitet, von der Intelligiblen Welt, die die Mehrzahl der ‚Frankfurter‘ nicht kannte, weder im Sinne Kants, noch als wirklichkeitsbestimmende, ontologische Konstitution. Das klammerten die Frankfurter aus und wenn ich Entwicklung und Nichtentwicklung, Bewegung und Nichtbewegung in eine Aporie einmünden lasse, stehe ich nicht anders da, als Parmenides, Platon, Paulus, Proklos, Pascal, Poincaré oder Pauli, dagestanden haben, vor dem menschheitlichen Paradox und der Aporie.

        Übrigens waren/ sind alle Genannten, soweit mir bekannt ist, bekennende Quaterniker, an die vierfache Prozesslichkeit der Welt, Glaubende, jeder etwas modifiziert; Pauli, zusammen mit C.G. Jung, auch in dem gemeinsamen, quaternären Konzept einer reellen Synchronizität, miteinander verbunden. –

        „Eine profane Aufeinanderstapelung von technischen Neuerungen, […] als „Wissenszunahme […]“ Zitatende H. – kann damit aber gerade nicht mehr gemeint sein.

        Da denkschreiben wir dann doch noch etwas aneinander vorbei. Der mathematische Topologe würde formulieren, da sind wir ‚windschief‘ zueinander (Inversion der Geradengemeinsamkeit des sich Schneidens/ einander Angehörens > Basisoperation einer maßfreien, höheren Geometrie).

        „[…] profane Aufeinanderstapelung von technischen Neuerungen […] als „Wissenszunahme“ […]“ Zitatende H.

        Nun gerade das eben nicht!

        Und wenn Sie sich erinnern, ich hatte mehrfach J.G. Fichtes Wissenschaftslehre, letzter Stand, 2 Jahre vor seinem Ableben erwähnt, wo das Verhältnis von Wissen und Glauben vertieft wird (der Glaubensanteil wurde von F. innerlich gegen F.H. Jacobi formuliert, sein spiritueller Sparringspartner). Dort findet sich das, bereits bei Proklos und Damaskios vorbereitete, Konzept einer trinären, nicht profanen, ontologische Zeitkonstitution (doppelte Wechselwirkungen auf eine Gegenwarts-Ewigkeitsebene bezogen!), auch bei Hedwig Conrad-Martius zu finden.

        Machen Sie mir bitte aber keinen Vorwurf, wie der ungebildete KBM (der sich auch noch mit seiner Unbildung brüstet), wenn ich diese Eckpunkte der ‚Kultur der Selbstverständigung der menschlichen Vernunft‘ öfters mal anspreche. Ich bin nicht für diese Komplexität verantwortlich, finde sie genau so vor, wie jeder andere, danach Suchende. –

        Und was den Frankfurter Materialismus angeht, da trifft sich unsere Kritik (nominalistischer Nihilismus bis nominalistisch-positivistischer Pragmatismus) in der entschiedenen Rückweisung dieser Denkschule! Ausnahmen gelten mAn für Sohn-Rethel (externer Frankfurter) und Rosenstock-Huessy (Akademie der Arbeit 1921/22, daselbst).

        Soweit hierzu.

        Sie entgegnen auf die Linie ‚Parmenides, Sokrates, Platon und Aristoteles‘, dass ja bereits vorher Aischylos und Sophokles das große Theater institutionalisiert hatten. Richtig! Nur wo widerspreche ich dem? Ich habe hier im Forum bereits angedeutet, dass die Orphischen u.a., Mysterien in die Athener Philosophenakademie Einzug gehalten hatten, was auch Mehrheitsmeinung unter den Philologen ist. – Ja, mit allem was kulturzivilisatorisch dazu gehörte. –

        Ich mag sehr die anspruchsvolle Reihe ‚Theatrum Scientiarium‘ des verstorbenen Helmar Schramm. Er stand, wie nur wenige, für eine lebendige, zentral verstandene Theaterwissenschaft, ja sogar Theater-Philosophie, obwohl ich alle Bindestrich Philosophie allgemein zurückweise. Jedenfalls zeigt er auf, wie an dem Leitbegriff des ‚Instrumentariums‘ und dazu können wir auch das Theater selber zählen(!), sich alle kulturellen Fähigkeitsfortschritte erst herausbildeten (die Instrumente Buchstabenlautschrift und Zahlenrechnen sind die wichtigsten, aber nicht einzigen, Kulturinstrumente). Fähigkeiten bildeten sich immer natürlich in der Vielfalt gegenseitigen Wechseleinflusses aus, aber der Gemeinschaft der frühen Steinzeitjäger mit den domestizierten Wolfshunderudeln. Ja, es gibt kulturellen Fortschritt auf der empirischen Zeitachse Aischylos > Shakespeare, wie sein Künstlername lautete (Edward de Vere, Earl of Oxford?). Shakespeare als berühmtester Nickname!? – er brachte den Fortschritt der untergründigen Staats- und Gesellschaftskritik, was ihn wiederum eint mit den, ca. 200 Messiassen, die der ausgewiesene Spezialist, Reinhold Mayer (protestantischer Theologe aus Tübingen), innerhalb der 3.000-jährigen Geschichte Israel auflistet und detailliert beschreibt (393337301).

        Nein, ich halte Buddha und Jesus nicht für natural-spirituelle Ausnahmeerscheinungen, das trennt unsere Sichtweisen!

        Ansonsten aber führen Sie gute Lebensphilosophie an, die nicht zu kritisieren ist, aber auch keinen Beleg für mehr, als gute spirituelle Literatur ist.

        Welche Quelle können Sie zu: ‚Quantenphysik,…,‘ benennen, ist es die Arbeit von:
        http://www.colling.lu/accueil_de.htm ‚Zweite Geburt‘ oder
        Su Mynonas ‚Bambushalle‘ oder eine andere Veröffentlichung?

        „Ohne Zweifel haben wir es geschafft, vom Pferd […] Fahrrad […] Auto […] und unser Sonnensystem auf der Suche nach neuen Welten [per Raumschiff verlassend], falls wir es in eine „Ying-Yang Gesellschaft schaffen. Ist das Fortschritt? Natürlich nicht, es ist Wandel, Transformation von Materie.“ Zitatende H.

        Na ja, das ist jetzt die nominale Auflösung. Sie definieren Wandel als Fortschritt, mich stört es nicht, aber es argumentiert eben nicht die Aporie der vielen P’s, siehe oben.

        Warum gerade der Konsonant ‚P‘, liebe Frau Zitrone? Lauteurythmisch, ich hatte es mehrere Jahre betrieben in einer semiprofessionellen AG, ist das ‚P‘ als Prozess die Schaffung einer Außengrenze, einer Pelle (Lippenlaut), etwas prallt ab, der Prahlhans führt vor, was er nicht selber ist, die ‚Philosophia perennis‘ praktiziert permanentes, personierendes (hindurch tönendes) perpetuierendes Denken.

        Und ich habe nichts gegen synkretistische Anschauungen und Versuche, die Welt zu verstehen und zu verändern, zu wandeln, inneren Fortschritt zu wagen usw…, solange auf satanisch-magische Natural-Zuschreibungen anderer verzichtet werden kann und zwar auch im gruppeninternen(!) Bereich, das ist mir wichtig und habe ich hier schon mehrfach thematisiert und mit vielen pppps abprallen lassen, mit weißmagischer, innerer Lauteurythmie. –

        Also, es ist mAn keine Anmaßung, solange es, für alle offenbleibend, argumentativ frei vertreten wird, auch künstlerisch angemessen, was einen wirksamen Schutz gegen alle faulen, nur verkopft-vorstellenden, ‚leichtfertigen‘, Abkürzungen und echten Anmaßungen, bietet. –

        Sie grüßend

      • Karl Bernhard Möllmann // 5. April 2017 um 18:12 //

        . . .
        ZITAT @ Con ratlos:
        .
        „Nein, ich halte Buddha und Jesus nicht für natural-spirituelle Ausnahmeerscheinungen, das trennt unsere Sichtweisen!“
        .
        Bildung, Bildung im Quadrat,
        Größen-Wahn und Denk-Spagat.
        .
        Hexen mit dem Löffel schlagen,
        Muß man nur den Conrath fragen.
        .
        „KRIEG dem Leben“ – sein Produkt,
        Andre sehen’s als verruckt . . .
        .
        Wie dem auch sei im Denk-Gestell,
        Dem Satan wär’s ein gut‘ Gesell!
        .
        TARNUNG bestens als „Gelehrter“,
        Macht er hier den Sitten-Wärter.
        .
        Der Bock zum Gärtner, alte Kiste,
        Wenn es Mensch nur langsam wüßte…?
        .
        FALSCHE Priester gibt es Viele,
        Nur LÜGEN und GEHEIME Ziele.
        .
        Quatschen leere hohle Worte,
        in’s Gesicht ’ne Sahne-Torte!
        .
        KEINE Ahnung von echten Dingen,
        Können nur von „Bildung“ singen.
        .
        Wer WISSEN will, braucht EIGENES,
        und nicht der Toten Schweigendes!
        .
        Denn Tote können sich nicht wehren,
        wenn kluge Scheißer sie entehren . . .
        .
        Und wenn sie nicht gestorben sind,
        dann dies Gedicht vom kleinen Kind . . .

    • pedrobergerac // 4. April 2017 um 21:29 // Antworten

      Hab ich noch vergessen.
      Wir müssen natürlich darauf achten, dass wir beim Blumenzüchten nicht pauschal denken/politisieren.

  3. “Jeder ernsthafte Entwurf gesellschaftlicher Veränderung, setzt die Erkenntnis
    der bestehenden Verhältnisse und ein Idealbild voraus, nach dem die Realität
    gerechterweise verändert werden soll.”

    Ja! Allerdings funktioniert dieses Vorhaben nur, in dem man zentralistische Systeme,
    wie beispielsweise die EU auflöst, da diese in großem Maße die Unterdrückung und
    Unfreiheit der Menschen fördert und des Menschen hohen Ideale von Freiheit
    nicht zulässt.

    Zur Zeit bildet sich in Europa, von Deutschland ausgehend, eine Art Nobel-Antifa.
    Gegründet von Dr. Daniel Rödel, unterstützt u.a. von grünen Politkern, die sich
    eindeutig für die EU, nicht für Europa, und gegen Regionalität ausspricht, ergo
    weiter an den Sonderinteressen dieses stalinistischen Konstrukts festhalten will.

    Um die Massen anzulocken, täuscht man diese wie gewohnt mit Orwell’s Neusprech:

    “Wir, die Initiatoren des Pulse of Europe, wollen einen Beitrag dazu leisten, dass es auch
    danach noch ein vereintes, demokratisches Europa gibt – ein Europa, in dem die Achtung
    der Menschwürde, die Rechtsstaatlichkeit, freiheitliches Denken und Handeln, Toleranz
    und Respekt selbstverständliche Grundlage des Gemeinwesens sind!”

    http://pulseofeurope.eu

    • „Erhellendes zu „Pulse of Europe“:

      http://www.nachdenkseiten.de/?p=37421

    • hubi stendahl // 4. April 2017 um 17:16 // Antworten

      @Zitrone

      „http://pulseofeurope.eu“

      Schlimm daran ist nicht, dass es diese Interessengruppe von internationalen Anwälten gibt, die eng mit der EU und in beraterischer Tätigkeit dafür ihre Interessen verfolgt. Schlimm ist, dass niemand mehr in der Lage ist (Sie und wenige ausgenommen) die banale Frage nach dem Initiator und dessen Interessen zu stellen! Dafür braucht es nun Aufklärer wie die Nachdenkseiten. Das ist das eigentlich Bedenkliche.

      Die Menschen sind nicht einmal mehr in der Lage, diese primitive lancierte Kampagne zu entschlüsseln. Mit lächerlichen 2 Klicks. Die Frankfurter Schule hat in der Umerziehung ganze Arbeit geleistet.

      Die Moskauer Demo vom Wochenende von vorwiegend Kindern wurde mit Entchen initiiert, um diese Zielgruppe über die „sozialen“ Medien zu angeln. Tausende machen solch einen Mist mit und können in Interviews nicht einmal artikulieren worum es eigentlich geht.

      Das ist der Tiefpunkt!

      • @stendahl

        Das ist der Tiefpunkt!

        Hauptsache Sie und andere nette Menschen hier, wissen um was es geht. Dass es tatsÄchlich Leute geben soll, die für ein vereinigtes Europa eintreten, das halten Stendahls & Co., für besonders hirngewaschen und verblödet.

        Netter Verein der alles besser Könner und Besserwisser.

      • hubi stendahl // 4. April 2017 um 21:23 //

        @dragaoNordestino

        „Dass es tatsächlich Leute geben soll, die für ein vereinigtes Europa eintreten, das halten Stendahls & Co., für besonders hirngewaschen und verblödet.“

        Nein. Ihr Zitat entspricht exakt meiner Kritik. Sie brauchen nur ein paar Klicks um festzustellen, wer der Initiator ist, wie er seine Botschaft in wessen Auftrag verkauft und welche Information die paar Demonstrierenden per Interview tatsächlich verstanden haben.

        Statt dessen palavern Sie von einem vereinten Europa von Ihrem Standort Brasilien, von dem Sie offenbar nicht einmal wissen, dass es 90 % der Europäer einschl. meiner Person gerne hätten, wenn es für die Menschen und nicht für ein paar Konzerne gemacht wäre. Das nennt man WinWin Situation.

        Machen Sie sich wenigstens die Mühe und recherchieren Sie die Finanziers und deren Interessen, statt sich reflexartig wie eine Bulldogge ohne Sinn auf Foristen zu stürzen. Das wäre ein Anfang.

  4. Wie der Artikel genauer ausführt, ist das Links-Rechts-Schema der politischen Richtungen längst überholt. Wie der Artikel jedoch schon zuvor gleichermaßen richtig feststellt, ist die Einordnung als links oder rechts davon abgeleitet, welche Partei neben wem im Parlament Platz nimmt. Die Parteifunktionäre sitzen vorne, die Leute der zweiten und dritten Reihe entsprechend dahinter. Es bleibt also tatsächlich nur eine Dimension der Einordnung und irgendwo muß man die Parteien einordnen, wenn jeder seinen festen Platz haben soll. Also müssen sich alle politischen Parteien schon selbst darum bemühen, sich irgendwo in das Links-Rechts-Schema hineinzuquetschen, damit die Abläufe im Parlament so bleiben können wie sie sind. Sinnvoller wäre natürlich eine Einrichtung wie im Senat der Republik bei Star Wars, wo sich die Parteien in drei Dimensionen einordnen könnten, wäre ihnen das wichtig. Nur befürchte ich, daß diese Konstruktion bei uns an technischen Schwierigkeiten scheitern würde. Also wird weiterhin eindimensional eingeordnet. Was soll man sonst auch machen?
    Ranma

    • Das Problem scheint mir also weniger ein politisches als ein architektonisches zu sein.
      Ranma

    • @Ranma

      Der Neuigkeitswert des Kommentars ist noch ausbaufähig, besonders sind Ihre Reflexionen zu ‚Star Wars‘. Es soll ja schon Leute geben, die sich mit Filmstoffen bereits sozialisiert haben. Iii pfuhi, was mit Sozialismus, igitt? Ich nicht, niii is ja ehkeelichh, was is das denn?

      Und jede Sozialisation hat eine lebendige, auch wechselnde Struktur. Die aus dem englischen Parlament stammende Sitzordnung war keine architektonische Fragestellung, sondern eng mit der kleinen Eiszeit* und deren Folgen verbunden, Great Transformation. Der Landadel als Basis des Feudalsystems hatte mit Ernteausfällen zu kämpfen. In deren Folge wurden die Kondominate (wieder was ehkeelichhes? > nein) von Ertragslosigkeit betroffen und zerfielen langsam. So wurde die mittelalterliche Stände- und Militärordnung einem tiefgreifendem Wandel unterworfen (Vernunft und Natur sind immer im Ganzen verwoben, Hubi). In der Reaktion davon [daher das Wörtchen > der Begriff (R)reaktionär] wurden die Hintersassen und Landlosen entrechtet und die kommunalen Gemeinschaftsflächen und Nutzenzugänge (Allmende > nicht der in Chile KBM) umzäunt und den Großgrundbesitzern zugeschlagen (näheres bei Karl Polanyi).

      Wie in Hilberts Hotel mussten die Sozialisierten, also die Mehrheit alle eine Stelle weiter rücken, umziehen, abwärts und aufwärts gleichzeitig!!

      Die berühmt berüchtigte, sich ewig öffnende Sozialschere, begann hier ihre (un-)seelige Arbeit. Die Massenverarmung der einen, links von den Kleinbesitzern im Parlament vertreten, die Kleinkondominate wurden zu Verwaltern des Massenelendes (oder > die Geburt der SPD aus dem Elend des englischen Frühparlamentarismus) und die rechts vertretenen Großgrundbesitzer, Hochadeligen (Ultramontane und CDU) zu den neuen, gleich von Anfang an mit der Aufgabe bereits überforderten Sachverwaltern der weiteren – langsamen – Entwicklung. (Hubi und andere glauben ja heute noch, dass es keine Entwicklung gibt > Lebensgefühl des Hochadels, alles bleibt wie es ist, das hatte auch Siddhartha Gautama so empfunden). Jedenfalls haben sich aus diesen neu-engelischen Verhältnissen, Grundmuster ergeben, nach denen auch die anderen Adelshochburgen in Europa sich zunehmend formierten usw… auch unter Matrix bekannt.

      Und jetzt noch zu den drei Dimensionen der Star Wars Krieger.

      Es ist schön, drei Dimensionen zu haben. Wenn man aber schon mit einer Dimension leicht überfordert ist, dann nützen auch nicht drei Überforderungen, es wären drei sich attackierende soziale Scheren, wenn Darth Vader nicht persönlich intervenieren würde.

      Und Ranma, wie bitte sollte dann die Zwischenform aussehen, für die ich ja immer wieder hier eintrete > quaternäre Teilhabegesellschaft (AGIL-Schema transformiert >…)?

      Ja es ist doch dann wohl die erforderliche (auch semantisch-funktionale) zweidimensionale Sitzordnung. Denn warum sollten sich die tendenziell arbeitslosen, repräsentativen Parlamentarier auch noch, wie auf der Kirmes, hoch und runter bewegen, während ihres Dreiviertelschlafes? Technisch wäre es kein Problem heute und die Architektur dazu lässt sich entwerfen, klar doch, schreiben Sie einen internationalen Wettbewerb aus und schauen Sie wie die Calatravas dieser Welt vor laute(r)/n guten Vorschlägen fast platzen. –

      Kürzer:
      Politik als Architekturproblem, eine schöne Steilvorlage, danke.
      Tatsächlich müssten sich echte Politiker in eine quadratische Formation versetzen, da dann sichtbar würde was es bedeutet:
      q) Interessen von unten links oder
      r) Interessen von oben rechts oder
      s) Interessen von unten rechts oder
      t) Interessen von oben Links zu vertreten oder im negativen eben nicht zu vertreten.

      Wichtig wären nämlich immer die beiden Diagonalbewegungen (antagonistische Doppelprozesse), die bei der permanenten Interessensausgleichung (das ist die Idee des echten, nicht nur geschauspielerten Parlaments) dann zum Zuge kommen, bevor der immer schon vorher abgefahren ist.

      Ich plädiere daher, zusammen mit Spindoktor Mr. Spock, vor dem hohen Rat der galaktischen Föderation, für die Einführung einer quaternären (heterarchen) Staatsordnung, die in vier Quadranten mitbestimmte Teilhabe ‚a l l e r‘.

      *Zum Nachweis hierzu:
      ‚Die Welt aus den Angeln‘, von Philipp Blom, (3446254587)

      • Die Punkte q) bis t) sind schon ein Fortschritt gegenüber dem bisherigen System. Trotzdem fehlt noch die dritte Dimension. Früher hätte ich mich nämlich als politisch oben eingeordnet, heute jedoch eher als vorne. Wäre ich in einer Partei, dann müßte die im dreidimensionalen Parlament mittig, vielleicht leicht links von der Mitte, aber vor allem vorne oben zu finden sein. Drei Dimensionen sind also schon notwendig.

        Falls das technisch wirklich leicht lösbar wäre, dann gäbe es längst Entwürfe dafür!
        Ranma

      • Das Parlament bei Star Wars taugt nicht als gutes Beispiel für eine technische Lösung, weil es eine ellipsoide Form hat und die gesamte Rundung ausgenutzt wird, ohne durch seitliche Wände begrenzt zu werden. Daher wären die Richtungen links und rechts nicht mehr eindeutig bestimmbar. Es muß also eine architektonische Lösung her, die sogar noch besser als die bei Star Wars ist. (Wobei ich sowieso vermute, daß dort nach der Herkunft der Senatoren eingeteilt wurde.)
        Ranma

      • Conrath // 6. April 2017 um 07:35 //

        @Ranma

        Sie verwechseln Dimensionen mit Ecken. Die [] können überlesen werden, machen das Beispiel nur etwas deutlicher:

        Im eindimensionalen Schema gibt es zwei Ecken (Enden) rechts, links und deren Übergang als eine Skala (Mitte), denken Sie an eine Gerade!

        [zwei aufeinander stehende Vektoren oder ein Vektorprodukt, im Beispiel für ein lineares Schema, etwa laut, mittel, leise]

        Bei zwei Dimensionen, denken Sie an eine Fläche, ein Quadrat, mit 4 Ecken ergeben sich 6 Skalen, davon 2 Diagonalskalen (etwa links unten und rechts oben) und 4 Randskalen (etwa rechts unten und rechts oben), die Skalen stehen dann in meinem Beispiel für den jeweiligen gemeinschaftlichen Ausgleich!

        Wenn Sie allerdings mit einem dreidimensionalen Spok-Parlament arbeiten würden, welches ja bereits 8 Interessensecken oder Lager hätte, gibt es nicht drei Skalen, wie Sie angenommen hatten (wenn Skala gleich Dimension wäre, was nicht zutrifft im Beispiel), sondern 28 Skalen!

        [6 x 4 Skalen für jede der 6 Würfeloberflächen + 4 raumdiagonale Skalen, zusammen 28 Skalen]

        Jetzt füllen Sie das noch mit anschaulichem Interessensausgleich und Interessenswettbewerb für die 8 Lager, da halte ich das ‚Modell Spok‘ zwar für architektonisch wertvoll, aber uns Erdlinge damit dann auch irgendwie überfordernd.

        Grüßend

      • Conrath // 6. April 2017 um 08:00 //

        @Ranma

        Sie verwechseln Dimensionen mit Ecken. Die [] können überlesen werden, machen das Beispiel nur etwas deutlicher:

        Im eindimensionalen Schema gibt es zwei Ecken (Enden) rechts, links und deren Übergang als eine Skala (Mitte), denken Sie an eine Gerade!

        [zwei aufeinander stehende Vektoren oder ein Vektorprodukt, im Beispiel für ein lineares Schema, etwa laut, mittel, leise]

        Bei zwei Dimensionen, denken Sie an eine Fläche, ein Quadrat, mit 4 Ecken ergeben sich 6 Skalen, davon 2 Diagonalskalen (etwa links unten und rechts oben) und 4 Randskalen (etwa rechts unten und rechts oben), die Skalen stehen dann in meinem Beispiel für den jeweiligen gemeinschaftlichen Ausgleich!

        Wenn Sie allerdings mit einem dreidimensionalen Spok-Parlament arbeiten würden, welches ja bereits 8 Interessensecken oder Lager hätte, gibt es nicht drei Skalen, wie Sie angenommen hatten (wenn Skala gleich Dimension wäre, was nicht zutrifft im Beispiel), sondern 28 Skalen!

        [6 x 6 Skalen für jede der 6 Würfeloberflächen + 4 raumdiagonale Skalen, zusammen 40 Skalen]

        Jetzt füllen Sie das noch mit anschaulichem Interessensausgleich und Interessenswettbewerb für die 8 Lager, da halte ich das ‚Modell Spok‘ zwar für architektonisch wertvoll, aber uns Erdlinge damit dann auch irgendwie überfordernd.

        Grüßend

      • Conrath // 6. April 2017 um 08:44 //

        @Ranma

        Also 8 Interessenlager haben 40 Ausgleichs- Kommunikationsskalen, nicht 28!

        [Dabei sind alle Kombinationen (2-er, 3-er, 4-er, bis 7-er Paarungen und deren Ausgleich, noch nichtmals erfasst]

        Wichtig bei dem Beispiel des Vierlagerparlamentes war mir, zu zeigen, dass lineares ‚Lechts-Rinks-Skalieren‘ nicht viel bringt, einfach schnell unterbestimmt oder manipulierbar ist. Korruption kann es auch in einem Vierlagerparlament geben, klar. Aber es wäre anschaulicher zu verstehen und wenn wir etwa das niederländische Parlament nehmen, ohne Prozenthürden, dann wird eine gewisse Unübersichtlichkeit von Anfang an gegeben, auch von allen erwartet. Es bilden sich dann, um die einzelnen Abstimmungsfragen, tendenziell jeweils unterschiedliche Gruppen, was ja auch die tatsächliche Vielfalt eher abbildet, aber bei einer rein repräsentativen Parlamentsvertretung, noch nicht viel ändern könnte, wenn diese weiterhin von Geld-/ Machtinteressen unsichtbar gelenkt werden kann. Auch das 4-Lagerparlament müsste daher ‚direktdemokratisch‘ (mit Dienel-Schöffen und Wahlomat) organisiert sein und mit einer neuen Geldordnung, ohne falsche Verknappung, arbeiten, um aus dieser Geheimniskrämerei und Miss- und Kriegswirtschaft, hinauszuführen.

        Zu empfehlen ‚Die Anstalt‘ vom 4. April, sie bietet guten Anschauungsunterricht zum Repräsentationsdemokratietheater (Vorsicht, ein Pleonasmus!):
        https://www.youtube.com/watch?v=MOfFdF_AYB0

        [q,r,s,t,q‘,r‘,s‘,t‘, die 8 Interessenslager können bereits 8! ‚Fakultät‘ = 40320 {1 x 2 x 3 x 4 x 5 x 6 x 7 x 8} verschiedenen Anordnungen kombiniert werden > jede Anordnung würde dann einer unterschiedlichen 8-er-Themenrangordnung entsprechen]

      • Conrath // 6. April 2017 um 09:07 //

        @Ranma

        Ellipsoide Formen könnten dann, durch polygonale, vorabbestimmte Skalen, als/ zu Nestern kombinierte Strukturen geformt werden.

        Dann hätten Sie eine Tendenz in Richtung Nervenmorphologie, aber nur, wenn sie auch noch flexibel wären!

        Es müssen aber sinnvolle, von allen mitgetragene, Begrenzungen vorgesehen werden, die einer Wahlomat-Themengliederung und unserem Grundgesetz, samt (ehemaliger) Gewaltenteilung und (ehemaligem!) Föderalismus,…, entsprechen.

        Dann ist die beste Sitzordnung gar keine feste mehr zu haben, sondern den spontan gefüllten ‚Schweizer Dorfplatz‘ oder die ‚Athener Agora‘, als alt-neues Leitbild zu verwenden.

        Und Athen hatte auch ‚Senatorenwahlrecht‘ und ‚Star Wars‘ ist keine echte Eutopie, auch da Vorsicht.

      • nathan // 6. April 2017 um 09:16 //

        @Conrath

        Herr Conrath gibt mal wieder Beispiele von abartigem Gedankenmüll, mit dem er hier die Seiten füllt und von Inhalten ablenkt.

        Ein dicker Minuspunkt im Psychogramm des Herrn Conrath.

      • Conrath // 6. April 2017 um 09:41 //

        @Nathan

        Ihr Kommentar sieht aber etwas nach Ablenkung aus, auch Sie brauchen sich nur an die offenen Fragen zu erinnern, schrecklich, nicht war, so ein Müll aber auch, an den man sich auch noch erinnern soll! Dann entmüllen Sie doch, sortieren Sie besser und werfen nicht alles auf einen Haufen, das fängt dann an zu stinken.

        Ich Sie auch

      • nathan // 6. April 2017 um 09:48 //

        @Conrath

        Zitat:
        „Ich Sie auch“

        Aber bitte nicht von Ihnen! Ich lehne jeden physichen Kontakt mit Ihnen ganz entschieden ab!

      • Conrath // 6. April 2017 um 10:12 //

        @Nathan

        Lenken Sie nicht wieder ab und Sie sind für Ihre Vorstellungen verantwortlich, nicht ich. Das vertauschen Sie hier.

        Ich kenne Sie doch gar nicht. Vielleich sind Sie eine bildhübsche, mitteljungalte Philosophiedozentin, die sich nur im Rollenspiel als ein ‚Nathan‘ gibt und perfekt genau Ihre Rolle einnimmt?

        Virtualität ist nicht die volle Wirklichkeit und Sie ärgern sich, weil Sie mich lieber als irgendwie konservativ oder linksliberal, aussortieren möchten, wie gewohnt.

        Stimmt’s oder habe ich Recht?

        Ich grüße Sie so, wie auch Sie gegrüßt werden, also (z.B.!) anständig

  5. Zitat:
    „Mit dem polaren Schema links-rechts werden die verschiedensten Gegensätze assoziiert: egalitär – elitär; progressiv – konservativ; internationalistisch – nationalistisch; sozialistisch – kapitalistisch oder auch basis-demokratisch – hierarchisch.“
    Wie man aus diesen (beispielhaften) Gegenüberstellungen sehen kann, fällt deutlich erkennbar nur EINE aus dem Rahmen: „internationalistisch – nationalistisch“.
    Alle anderen beziehen sich auf INNENPOLITISCHE Bestrebungen, die ausgehandelt werden können, um möglichst gerechte Zustände im Land zu erreichen und die von den bisherigen „links – rechts“ Zuordnungen abgedeckt waren.

    Bis vor einigen Jahrzehnten gab es die Gegenüberstellung „internationalistisch – nationalistisch“ überhaupt nicht, denn in den Parlamenten war man sich, im Auftrage des Volkes, einig, selbstverständlich nationalistisch zu sein, für seine Nation und Volk Regeln aufzustellen.

    Mit Einsatz der Globalisierung und Ablösung der EWG zur EU und offenen Grenzen wurde plötzlich in dieser „Gefahrensituation“ die Frage akut, wie man den Nationalstaat schützen kann. Diese Frage war aber nicht zugelassen oder zur Wahl gestellt, weil die „Internationalisten“ quer durch alle Parteien im unsouveränen Deutschland sich diesem Internationalismus voll unterworfen und der Staatenauflösung verschrieben hatten.
    Als CDU- oder SPD-Abgeordnete ins EU-Parlament gewählt, geben sie die Interessen für ihr eigenes Land am EU-Garderobehaken ab, um nur noch Politik FÜR die EU und GEGEN das sie gewählt habende Land zu machen. Bestes Beispiel: SPD-Schulz.

    Um ungestört seinen Weg, nur als Beispiel der Zwangs-Euro als fesselnde Vorstufe eines zu erzwingenden EU-Staates, vorangehen zu können, suchte man sich, zur kriminellen Ausgrenzung, das „Rechts“ für Nationalisten aus.
    Eine nationale Gesinnung, die früher normal war, wurde plötzlich als „System“-Auftrag kriminalisiert.

    Während sich bei dem „Links“-Begriff nichts geändert hat, wird für den „Rechts“-Begriff heute parallel die GENEHMIGTE sozialinnenpolitische „Rechts“-Definition gebraucht, aber auch als Ausgrenzung für die national Gesinnten, die sich nun der gesamten Bandbreite des bisherigen „Links-Rechts“-System, die sich den internationalistischen Bestrebungen unterworfen haben, gegenüberstehen. Wobei auch diesen „Rechten“ ganz genauso ein herkömmliches sozialinnenpolitisches „Links-Rechts“-System als Flügel innewohnt.

    Mit dieser medial aufgepushten Feindschaft den Nationalgesinnten gegenüber wird ein demokratischer Boden längst verlassen.
    Der Trick des „Systems“ ist nun, bei Wahlen z.B. Probleme hochzuspielen, die das sozialinnenpolitische System nach altem „Rechts-Links“-Gebrauch betreffen und sich zu profilieren, um den Wähler DARÜBER entscheiden zu lassen, wobei dem Wähler nicht bewußt werden darf, daß sie exclusiv INNERHALB des „internationalistischen Rechts-Links-System“ abstimmen (sollen) und sie sich gar nicht bewußt werden dürfen, daß sie damit das internationalistische System stützen, weil die etablierten Parteien eben ALLE diesem System angehören.
    Es darf also NIEMALS die Frage, gar der Gedanke, aufkommen, ob man ein internationalistisches oder ein national(istisch)es System will.
    Wenn es dann heißt, ihr habt ja diese Parteien gewählt, ist den Wählern eben die Systemfrage nicht bewußt gewesen, sie haben sich ja sozialinnenpolitisch nach altem zur Wahl aufgedrungenem System entschieden. Die verhängnisvolle TRAGWEITE wurde nicht offen zur Wahl gestellt.
    Nationale Parteinen wurden durch bewußte Diskriminierung (Rechts = Nazi) und Nähe zu Verboten als psychologisch „unwählbar“ ausgegrenzt.
    Eine offene Betrachtung dieses Spiels ist nicht erlaubt und wird deshalb nicht durchgeführt.
    Den Sachverhalt erkennen nur die, welche, aus unterdrückter Nationalgesinnung heraus, das Spiel durchschauen.

    Der „Rechts“-Begriff hat als 2 Ebenen:
    Innerhalb des sozialinnenpolitischen Systems (genehmigt)
    und als EIGENES Nationales System, dem internationalistischen „System“ gegenüberstehend, KRIMINALISIERT, weil nicht gewollt.
    Die erste, genehmigte, Begriffsdefinition ist universell und richtig, die zweite Begriffsdefinition dient nur der UNDEMOKRATISCHEN Ausgrenzung, Schmähung und Kriminalisierung und ist als bewußte (Schein-)Polarisierung im Sinne und innerhalb des herkömmlichen Systems vollkommen FALSCH!

    Wenn man den aufgezwungenen „Rechts“-Begriff, wie er heute diskriminierend angewendet wird, übernehmen wollte, müßte man klarstellend sagen:
    Nationales System (=Rechts) und Internationalistisches System (=Links) stehen sich gegenüber. Aber das würde nur zu der gewollten Verwirrung führen.
    Bei der staatlichen Mediendominanz steht man für die notwendige Klarstellung zwar auf verlorenem Posten, aber aufgeben darf und soll man die Aufklärung nicht, denn sie ist überlebenswichtig!

  6. @Nathan

    Ja, stimme Ihnen in diesem Punkt zu:

    „Mit Einsatz der Globalisierung und Ablösung der EWG zur EU und offenen Grenzen wurde plötzlich in dieser „Gefahrensituation“ die Frage akut, wie man den Nationalstaat schützen kann. Diese Frage war aber nicht zugelassen oder zur Wahl gestellt, weil die „Internationalisten“ quer durch alle Parteien im unsouveränen Deutschland sich diesem Internationalismus voll unterworfen und der Staatenauflösung verschrieben hatten.“ Zitatende N.

    Aber ist es überhaupt fraglich, dass die Berliner Republik eigentlich von Anfang an, nie souverän bestanden/ existiert hat? Denn der Kaufpreis für den DDR-Anschluss (formgleich zum Österreich-Anschluss 1938 > totale Unterwerfung), war das Euro-/ EU-/ Nato-Regime. Da sind wir uns doch einig und da liegt der Hase im politischen Pfefferspray, oder Herr NATHAN!

    Das ist Basiswissen, was für eine große, sehr notwendige, Querfrontbewegung, strategisch-organisatorisch genutzt werden sollte/ könnte, unter Hintanstellung aller anderen, Folgepunkte und Folgeforderungen.

    ‚Ja zur Berliner Friedenspolitik, innen wie außen‘,

    das würde als Mottobotschaft ausreichen, um alle inländischen Kräfte zu mobilisieren, das und damit Berlin überhaupt erst wieder Berlin wird und nicht ein verdruckstes, internationalisiertes, Weimar bleibt, mit einem pausbackig-grinsenden Bürokratenpräsidenten, der die EU-Konzerndiktatur ganz offensichtlich und reichlich schamlos, mit dem Wahlvolk verwechselt.

    • Das Bessere als Feind des Guten

      Der Reinentwurf sollte lauten:

      ‚Ja zur Berliner Friedensrepublik, innen- & außenpolitisch‘,

  7. „Wenn Sie allerdings mit einem dreidimensionalen Spok-Parlament arbeiten würden, welches ja bereits 8 Interessensecken oder Lager hätte, gibt es nicht drei Skalen, wie Sie angenommen hatten (wenn Skala gleich Dimension wäre, was nicht zutrifft im Beispiel), sondern 28 Skalen!“

    Von dem im Artikel vorgeschlagenen Gegensatzpaaren „egalitär – elitär; progressiv – konservativ; internationalistisch – nationalistisch; sozialistisch – kapitalistisch oder auch basis-demokratisch – hierarchisch“ benötigt jedes eine Dimension, es sei denn, daß sich manche Kombinationen gegenseitig entweder bedingen oder ausschließen würden. Eine egalitär-hierarchische Ecke wäre wohl ziemlich leer. Wenn wir sie weglassen, dann wird das Ganze auch noch asymmetrisch. Vielleicht können wir stattdessen einfach sinnvollere Gegensatzpaare finden? Also solche, die man als Fragen im Wahl-o-maten repräsentiert sehen will. Damit man eine Partei finden kann, mit deren Interessen und Ansichten man übereinstimmt. Nur weil mehr Parteien durch eine mehrdimensionale Einordnung berücksichtigt werden, ist das noch lange kein Grund, deren Anzahl wieder zu beschneiden. Ganz im Gegenteil, man könnte endlich die eigene Position genau bestimmen und anschließend sehen, ob es eine Partei gibt, die mit dieser Position übereinstimmt. Ich bin beispielsweise halblinks-extremvorn-obig. Sollte es keine solche Partei geben, dann kann und sollte ich mir überlegen, ob ich eine Partei unterstütze, mit der ich in zwei von drei Dimensionen übereinstimme, meinen Stimmzettel ungültig mache (Nichtwählen würde mich trotzdem zu vieler Möglichkeiten berauben, solange die Wahl geheim bleibt!) oder nach weiteren Leuten suche, mit denen ich eine eigene Partei gründen kann.

    Der Frosch sieht nur den eigenen Tümpel, der Adler ein großes Gebiet, darum ist je weiter oben, desto internationalistischer. Pro-EU-Bürger sind auf der oben-unten-Skala mittig angesiedelt. Ein Untenextremist möchte sein Dorf sogar von den Nachbardörfern unabhängig wissen und seine ideale Welt bestünde aus Stadtstaaten. Dem Obenextremisten reicht es nicht, die gesamte Welt zu vereinen, sondern er läßt auch noch Signale ins Weltall senden, damit wir möglichst bald von Extraterrestrischen gefunden werden. Die Welteroberer früherer Jahrhunderte sind zwar keine solchen Extremisten, aber klar der politischen Richtung oben zuzuordnen. Nehmen wir Napoleon als Beispiel.

    Napoleon wollte sein Reich ausdehnen, also ist er schonmal politisch oben. Zu seiner Zeit war die Zeit der Monarchie in Frankreich eigentlich schon vorbei. Trotzdem ließ er sich zum Kaiser krönen. Pro Monarchie ist die klassische politische Rechte, damit ist Napoleon oben-rechts in der mehrdimensionalen politischen Einordnung. Über seine Krönung heißt es, daß er dem Papst die Kaiserkrone aus der Hand riß und sie sich selbst aufsetzte. Damit wandte Napoleon sich von den Ideologen und der Ideologie ab, die früher hinter den Monarchen standen und daher politisch die Richtung hinten bekommen. Das wäre zur Zeit der früheren Könige Frankreichs völlig unmöglich gewesen und wurde nur akzeptiert, weil die Franzosen inzwischen doch schon ziemlich pragmatisch waren. Pragmatisch-technokratisch ist vorne. Napoleon ist also oben-rechts-vorn einzuordnen, natürlich mitsamt seinen Unterstützern. Doch sollte hier schon klar werden, daß auch diese drei Dimensionen nicht ausreichend sind. Auch ein Pro-Europäer kann oben-rechts-vorne zu finden sein, trotzdem wird er friedlich ausgehandelte Abkommen bevorzugen, während Napoleon seine Nachbarn einfach gewaltsam unterwerfen wollte. Schon brauchen wir eine vierte Dimension für die politische Einordnung. (Wir könnten sie früher für gewaltbereit wie schon immer in der Geschichte und später für utopisch-friedlich nennen; Napoleons Unterstützer wären also oben-rechts-vorn-früher.)

    Dabei ist nicht wichtig, wieviele Skalen man durch einen Hyperkubus ziehen kann, sondern wie wir den ins Parlament bekommen oder auch andersherum und dabei gleichzeitig dessen Funktionsfähigkeit erhalten, zum Beispiel durch immernoch herausgehobene Plätze für die Parteifunktionäre, was bei freier Platzwahl Schwierigkeiten bereitet.
    Ranma

    • @Ranma

      Sehen Sie Ranma, genau so geht politisches SELBSTEINWECHSELN, von dem unser guter Hubi gestern gesprochen hat (Netzers Günter vom Niederrhein). Im ewigen Kampf zwischen zwei ‚beliebigen‘ Seiten, den jeweils Stärksten und Zweitstärksten, das ist so ungefähr die leerste, semantisch gerade noch mögliche Formel, um ein Telos (ein ‚Strebensetwas‘) sinnvoll zu vertreten (sinnvoll nicht als ethisch wertvoll, sondern als verstehbares, auch korrigierbares Streben im Politischen überhaupt).

      Da unsere Welt, grob betrachtet, manche nennen es Matrix, gesellschaftlich wirksame Voreinstellungen und gemeinsame Erwartungen usw…, jedenfalls, da wir immer schon gegebene Ansprüche, Aushandlungen, Erinnerungen,… vorfinden, in der unsrigen finden wir (nur wenn gesucht wird) leider diesen einen überwiegenden Kampfmodus vor (seit ca. 5 – 6.000 Jahren), als abnehmende Partikulargewalt, dafür zunehmende Gewaltzentrierung ,innerhalb größerer Flächen (Gebietskörperschaften, Flüsse, Küsten- und Meeresabschnitte). Jedenfalls kristallisiert sich heraus, dass jeder der darin Lebenden tendenziell immer mehr vertikal, von oben her, regiert wird, sich immer weniger horizontal, unmittelbar, also familial, unter irgendwelchen Dächern vereinigen und versammel kann.

      Dieser Hauptmodus wird auch passenderweise in den Erfahrungsreligionen mit ‚Kampf aller gegen alle‘ beschrieben, was ja gar nicht möglich wäre, wenn sich nicht alle auf einem gemeinsamen! Ausgleichs-/ Kampfniveau/ Kampfschlachtfeld befänden! (gerade erfahre ich von dem CIA-Globalistenangriff auf Syrien)

      Dieses Niveau selber hat es aber an sich/ in sich!! Jeder darin Agierende (nach eigenem Telos/ Wille Handelnde), ist vertikal abhängig gemacht, hängt an einem ‚Etwas‘, nicht absolut, sondern alles immer nur als Haupttendenz und diese auf lange Zeit hin, erkennbar wirkend.

      Als Beispiel schauen wir uns zwei Telosträger, Menschen mit teilfreiem Willen, an. Beide sind, sagen wir, Samstagsmorgens arbeitsteilentlastet und trinken Kaffee, das soll ja vorkommen. Und beide erwarten einen relativ neutralen Tag, das Wetter draußen ist irgendwie, die Partnerbeziehungen auch, also ein Irgendwie halt. Beide wissen nicht, sie wohnen in der gleichen Straße, dass gleich der Postbote klingelt und wie bei der EAV, die Struktur der Matrix erklärt. Nicht das der Bote nebenberuflich Philosoph oder Wirtschaftsanalytiker wäre oder studierter Arbeitsbewegter/ Marxist, nein, es ist nur die freundliche, sehr attraktive Postbotin, mit dem langen Pferdeschwanz, der ihre Gelbe Monturvorteilhaft ziert. Jedenfalls werden die Beiden in unserm Beispiel, etwa 1 Stunde später, die Wirkung dieses vertikalen Hängens erleben! Was geschah?

      Einer erhielt (ich sage nicht welcher 😉 ) die Lottomitteilung/ Erbschaftsanzeige eines verstorben Millionärsgroßonkels/ versehentliche Milliardenüberweisung der KfW-Bank oder ähnliches. Und ihr ahnt es schon, der andere oder die andere, das Geschlecht konnte ich nicht erkennen, die Konkursanzeige, den Gerichtsvorladungstermin, eine Haftantrittsverfügung oder Kriegserklärung des ehemaligen Partners.

      Was soll an dieser Szene irgendwie erhellen, das Wetter tut es ja nicht?

      Nun, organisiert ist der leise Wechsel der Stimmungen und weiteren Lebensverläufe, dieser beiden Kaffeetrinkenden, dass diese Art von Glück/ Pech (der Name ist unwesentlich) auf einer Insel, wo man ganz alleine lebt, so nie stattfinden könnte (Flaschenpost gibt es nicht und von oben kacken nur Möven und rieselt feiner Meteorstaub, ohne WLAN), mehr nicht!

      Es ist die Vertikalität schlechthin, eine negative antisoziale Heliotropie. Jetzt der Vergleich mit einer Lage von vor 5.555 Jahren. Beide schlürfen ihren warmen Honigmet und dann erfahren sie, leibhaftig, dass ihr Clanboss oder die Stammmutter (wo gibt es noch 3 x m) gerade das Nachbardorf erfolgreich überrannt hatten. Der eine wird gebrandschatzt, der andere erhält die Nachricht, dass er/ sie den freigewordenen Bronzezeitbungalow des Nachbarclans jetzt auch mittnutzen kann, da die Bewohner geflohen/ getötet wurden. –

      Also, zunehmende Vertikalisierung von strukturierten Gewaltverhältnissen (KBM, Entschuldigung die sind komplex, es ist nicht meiner Willkür entsprungen) und zugleich Regression ‚aller‘ horizontalen Strukturgewaltverhältnisse. Einige nennen die horizontalen ziemlich euphemistisch ‚natürliche‘ Gewaltverhältnisse, aber das ist Geschmackssache, so wie warmer Met oder Kaffee…

      Es bleiben also, Herr Ranma, vertikale und horizontale Verhältnisse übrig, nach der Fundamentalanalyse und zwar als Hauptantagonismus des Sozialen (Politischgesellschaftlichen) überhaupt. Und nun versuchen wir das Parlamentsdesign so zu vergrößern, dass alle Erdbewohner, die laut bis 10 zählen können (natürlich rückwärts und mit verbundenen Augen), daran aktiv teilnehmen können (semantische Verallgemeinerung). Die weiteren Überlegungen haben Sie ja schon beigetragen heute Nacht, bei Ihnen vielleicht Nachmittag/ Abend?

      „[…] man könnte endlich die eigene Position genau bestimmen und anschließend sehen, ob es eine Partei gibt, die mit dieser Position übereinstimmt. Ich bin beispielsweise halblinks-extremvorn-obig. Sollte es keine solche Partei geben, dann kann und sollte ich mir überlegen, ob ich eine Partei unterstütze, mit der ich in zwei von drei Dimensionen übereinstimme, meinen Stimmzettel ungültig mache […]“ Zitatende R.

      Ja, irgendwie haben Sie das Wählen/ Teilnehmen verstanden, es ist mit eigenem Telos (Willen), nicht mit einer Wahlapp allein, zu erringen. Die App kann Wahlomat sein, aber das herum suchen in allen Dimensionen, ist nicht abzukürzen und das erst ist ‚wahlentscheidend‘ und zwar als Veränderungswählen, nicht als Verarschungswählen.

      Und, Hubi, nicht die Angebote allein, sondern, ganz wie im VWL-Paradies, ein Gleichgewichtsverhältnis von Nachfrage zu Angebot politischer Formen und Vereinbarungen (himmlisch-irdischer Neo-Keynsianismus oder so).

      Das als einmal als knappe Skizze des großen Parlamentsgebäudes, so groß, das alle reinpassen und das den Namen ‚Schloss von Rousseau‘ trägt, der sich mit dem Abschließen allgemeiner, ‚horizontaler‘ Verträge auskannte, aber seiner Zeit doch etwas voraus war. Sein Vorschlag, die vertikale Komponente zurückzufahren, hatte man ihm um die Ohren gehauen und als ‚Anarchie‘ denunziert. Dafür haben die Reichmächtigen seine Ideen abgekupfert und daraus eine ‚Anarchie des Vertikalen‘ geschaffen usw…

      Zum vertikalen Gewaltverhältnis durch das Kredit-Hyperzinsschuldgeldsystem trägt Franz Hörmann immer wieder lesbares und sehr nützliches, ‚Transformationswissen‘ vor.

  8. Eigentlich hatte ich erwartet, daß nun Vorschläge kämen, die Dimensionen des hyperkubischen Parlamentes durch andere Begriffspaare zu definieren.

    Außerdem habe ich jetzt auch die Sache mit den Polygonen und den Skalen verstanden. Man kann den geometrischen Körper zu einer zweidimensionalen Abbildung plattdrücken und alles, was sich dadurch ändert, ist, daß sich die Skalen, die im geometrischen Körper windschief zueinander waren, nun alle in der Mitte schneiden. Dadurch treffen sich mehrere Parteien in einer Mitte, zu der sie niemals gehören wollten. Ein fieser Trick, politische Positionen beeinflussen zu wollen. Die Ecken des Hyperkubuses vereinen jeweils mehrere Extrempositionen, daher dürften die Ecken die am wenigsten besetzten Abschnitte des Parlamentes sein. Dort könnte man Platz einsparen, aber dann muß man etwas ungefähr vierdimensional Sternförmiges im Parlament abbilden.
    Ranma

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