Auch Tschechien wählt die EU ab

Europaparlament in Straßbourg / https://pixabay.com/de/stra%C3%9Fburg-europaparlament-1880071/ Europaparlament in Straßbourg / https://pixabay.com/de/stra%C3%9Fburg-europaparlament-1880071/
Nach Österreich nun Tschechien: Die jüngsten Wahlen waren Ohrfeigen für jene, sich an Europa, das sie für sich so triumphal beanspruchen, versündigt haben.

Nach der Nationalratswahl in Österreich folgt nun der nächste „Rechtsruck“ innerhalb der EU: Tschechien hat vergangenes Wochenende ein neues Parlament gewählt und sich für EU-skeptische und Islam-kritische Parteien entschieden, die bislang regierenden Sozialdemokraten wurden abgestraft. Parallelen zu vorherigen Wahlen in anderen EU-europäischen Ländern sind nicht zufällig. Überall in dieser politischen Vereinigung einiger, aber nicht aller europäischen Staaten gärt und brodelt es, wächst der Widerstand gegen EU-Zentralismus und Multikulti-Ideologie. Die bürgerlich-freiheitlich-patriotischen Kräfte gehen gestärkt aus den Abstimmungen hervor. Der „Brexit“ markiert dabei nur einen Meilenstein.

Nach dem Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag und den damit verbundenen historischen Niederlagen der einstigen Volksparteien, sind die Ereignisse in Österreich und Tschechien weitere Zeichen, die das Ende der EU einläuten, unüberhörbar jedenfalls für die Bürger. Das Ende einer „Union“, die sich vornehmlich durch Bürokratie, Bevormundung und finanzielle Überversorgung ihrer Strippenzieher „auszeichnet“ und die Länder Europas nicht verbindet, sondern sie trennt.

Der Wirklichkeit schon lange entrückt

Indem die verantwortlichen Posteninhaber in Brüssel, Luxemburg und Straßburg sich in abstoßender Eitelkeit anmaßen, den Mitgliedsstaaten eine unvernünftige und selbstzerstörerische Politik der nationalen Auflösung, einhergehend mit illegaler Massenmigration, aufzuzwingen. Die Mitglieder der EU sind deswegen alles andere als miteinander harmonisch. Weil es auf der einen Seite Staatschefs gibt, die die ideologische Überhöhung der EU-Funktionäre eifrig und ohne Reflektion mittragen und die Souveränität nur allzu gerne abgeben wollen, gegen den Willen des Volkes und es auf der anderen Seite Staaten gibt, welche ihre Selbständigkeit schätzen und bewahren. Gerade die Osteuropäer wollen sich nicht wieder in eine Zwangsvereinigung begeben.

Überhaupt herrscht dort oben im von uns allen finanzierten EU-Elfenbeinturm eine erstaunliche Geschichtsvergessenheit, um nicht zu sagen Ignoranz gegenüber der Welt und Arroganz gegenüber den Menschen. Die gewachsenen, verschiedenen und unterschiedlichen Länder und Regionen Europas mit der politisch-korrekten Brechstange zu nivellieren, noch dazu durch die Wiederauflage des bisher immer konsequent gescheiterten sozialistischen Experiments, können wohl nur Politiker versuchen, die der Wirklichkeit schon lange entrückt sind.

Dazu kommt der Euro, dieses von Anfang an fehlkonstruierte Zwangskorsett einer Einheitswährung, die die Mitglieder gegeneinander aufgebracht hat. Für die einen ist der Euro zu schwach, für die anderen ist er zu stark. So hängt der Süden Europas am Tropf der Steuergelder des Nordens. Allen medienwirksam inszenierten „Rettungen“ dieses augenscheinlich monetären Fehlgriffs unglaublichen Ausmaßes zum Trotz werden alle paar Monate neue Sondergipfel zur weiteren Infusion in den toten Körper einberufen.

Eine Lüge

Das ist Insolvenzverschleierung auf höchstem Niveau, für die noch unsere Enkel werden malochen müssen. Jene Staaten, die Wert auf solide Haushalte legen und nicht im Euro-Poker mitspielen, wollen verständlicherweise auch erst gar nicht in das Vergnügen der vermaledeiten Euro-Mitgliedschaft kommen. Keiner, der mit einem gesundem Menschenverstand ausgestattet ist, kann es ihnen verdenken. Und dann gibt es da noch „ewige Querulanten“ wie die Schweiz und Norwegen, die nicht einmal der EU angehören und „dennoch funktionieren“. Realisten sagen, sie funktionieren gerade „deswegen“.

Was die fatale Entwicklung der EU bzw. ihrer ideologischen Machthaber und Helfershelfer derart akut gefährlich für die Bürger macht, ist das Aushebeln von Gesetzen im Rahmen der illegalen Einwanderung vornehmlich islamisch geprägter Kulturen und die Blindheit für die gesellschaftliche Sprengkraft dieser Geschehnisse. Denn nicht nur werden die Sozialsysteme ins Wanken gebracht, sondern die innere Sicherheit, das von den EU-Granden stets deklarierte Gut, beginnt zu verschwinden, vom Vertrauen in den Rechtsstaat ganz zu schweigen. Was ist ein Staat ohne Sicherungssysteme, ohne Recht und Gesetz und mit einer von oben oktroyierten Multikulturalisierung sich widersprechender Gesellschaften, für all diejenigen, welche diese Systeme erwirtschaften? Er ist ein sogenannter failed state!

Was wird aus den europäischen Vorzeigeerrungenschaften wie Rechtsstaatlichkeit, Vernunft, Bildung, Gleichberechtigung und Säkularisierung, wenn diese im Namen einer vor Selbstgerechtigkeit aus allen Poren triefenden Scheinmoral, die in Wahrheit Machtmissbrauch ist, in den Geschichtsbüchern verschwinden und nicht mehr gelebt werden? Die Antwort lautet: eine Lüge!

Es reicht ein für allemal!

Die Europäische Union, soll heißen, ihre größenwahnsinnigen Anführer, ihre Nutznießer und Jubelchöre haben sich an Europa, das sie für sich stets so triumphal beanspruchen, versündigt. Die Wahlergebnisse der letzten Wochen und Monate sind die Antwort darauf. Wer Europas Regionalität und Geschichte leichtsinnig oder bewusst gefährdet, übergeht und vernichtet und die Menschen als plumpe, Steuern zahlende, zu lenkende Masse behandelt, hat seine Existenzberechtigung ad absurdum geführt und für immer verwirkt. Die EU gehört abgewickelt, zu Gunsten eines Europas der souveränen Vaterländer.

Die unsägliche Beschäftigungstherapie offensichtlich gelangweilter, überbezahlter Brüsseler Beamter, die uns mit Regeln zur Gurkenkrümmung geißeln, uns mit Vorschriften zu Staubsaugerleistungen und den Bräunungsgraden von Pommes schikanieren und uns mit ihrem einfältigen Vielfaltsgeschwätz traktieren, sind dann „nur“ der Gipfel des teuren wie unnützen Treibens. Es reicht ein für allemal.

Diese EU ist am Ende.

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Über Nadine Hoffmann

Nadine Hoffmann ist Diplombiologin und freie Autorin. Als letztere schreibt sie Meinungsbeiträge, in denen sie Politik analysiert und kommentiert. Ihre eigene politische Heimat fand sie in der AfD. Der Thüringer Landesverband wählte sie als Beisitzerin (ehrenamtlich) in den Landesvorstand. Weitere Artikel

18 Kommentare zu Auch Tschechien wählt die EU ab

  1. Der Wahlsieger in Tschechien ist bereits im Medienhauptstrom als „umstrittener Rechtspopulist“ einsortiert. Er ist superreich und „so etwas, wie ein tschechischer Donald Trump“.

    Gerade Nichtgewählte Entscheider mokieren sich besonders stark über den „Rechtsruck“
    Aber, wie soll denn ein schon lange andauernder, permanenter Linksdrall korrigiert werden?

  2. hubi stendahl // 24. Oktober 2017 um 10:24 // Antworten

    „Diese EU ist am Ende.“

    Stellt sich die Frage, ob die im Artikel beschriebenen Vorgänge bis heute geplant waren und das ohne Zweifel bevorstehende Ende DIESER EU damit ebenfalls Teil der Planung war, um eine EU 2.0, eine EU der zwei Geschwindigkeiten aus dem Hut zu zaubern.

    Denn die Realität zeigt uns ein Frankreich, dass mittlerweile gesetzlich einen Dauer-Ausnahmezustand festgelegt hat. Eine BRD, in der die freie Meinung nur noch dann frei ist, wenn sie der offiziellen Doktrin entspricht. Ein Österreich, in dem der neue Popstar Kurz zur weiteren Integration eine europäische Armee aufbauen will, was nur geht, wenn die Basiskompetenzen (Geld und Sicherheit) der Staaten abgegeben werden.

    Und dass die Balkanstaaten sich gegen die Massenflutung wehren, auf die Vorzüge der EU Zahlungen aber nicht verzichten wollen/können, zeigt nur, dass die wenig beachteten Hinweise seit 2014 auf ein „Europa der zwei Geschwindigkeiten“, zu Unrecht aus dem Blickfeld geraten sind.

    Ja, „diese EU ist am Ende“, aber keinesfalls auf dem Weg zu einem Europa der Völker, sondern m.E. eher auf zwei Geschwindigkeiten getrimmt, um im ersten Schritt die „Willigen“ (korrupten) einzukaufen, die von den Strippenziehern im Hintergrund lanciert werden und im zweiten die verschuldeten und abhängigen Kleinstaaten über Erpressung und Farbenrevolutionen zur Räson zu bringen.

    Der angebliche Rechtsruck in den europäischen Staaten ist in diesem Zusammenhang nichts als eine Nebelkerze. Leicht erkennbar am Beispiel der FPÖ, die in ihrem Wahlprogramm die Fragen der Internationalisierung aller Lebensbereiche mit Wattebäuschen anfasst, während man griffige Parolen ohne Aussagekraft im Wahlprogramm 2017 verwendete:

    http://diepresse.com/mediadb/fpoe2.pdf

    Auch bei der AFD sehen wir viele Lücken hinsichtlich des Bezugs zur NATO, hinsichtlich der Reformierung des Geldsystems.

  3. Die eingesetzten Marionetten wie Macron und Merkel werden nicht zulassen dass die EU zerfällt, da ihre Befehlshaber dies nicht wollen.
    Sie werden unter allen Umständen versuchen dies zu verhindern.

  4. diese drecks eu mitsamt ihren Politiker, welche nicht vom Volk gewählt wurden, muss weg. aber nicht vorher, bevor sie vor ein ordentliches gericht, mit richtern die im namen des volkes urteilen.
    keine deutsches gericht,da diese gerichte alle gegen deutsches recht urteilen.

  5. Grande Finale // 24. Oktober 2017 um 10:43 // Antworten

    Ich wage mal eine Prognose für 2018: Sollte tatsächlich eine „Jamaika“-Futtertrog-Verteilung zustandekommen, wird die CSU verschwinden und die CDU wird über kurz oder lang den Weg der DC / Italien gehen.

  6. Ein hervorragender Artikel.
    Diesem ist nur noch hinzuzufügen:

    „DIE PARISER ERKLÄRUNG“ vom 7.Oktober 2017
    unterzeichnet u.a. von Robert Spaemann und Ryszard Legutko
    www.thetrueeurope.eu

  7. Schon lange zeigt uns die Natur, wie man komplexe Systeme organisiert und stabilisiert. Dabei wird nur zentral gesteuert, was dezentral nicht zu meistern ist. Und alles dezentralisiert, was „lokal“ geregelt werden kann. Je komplexer das System, desto dezentraler funktioniert es und desto großer die Reduktion von Steuerkompetenzen.

    Sicher gibt es einen evolutionären Druck, es auch auf allen Organisationsebenen des Menschen der Natur gleichzutun.

    Ein Europa, das überhaupt keine zentrale Steuerung mehr hat und keine gemeinsamen Standards, ist genauso abzulehnen, wie ein uniformer Ameisenstaat.

    Die @Autorin sollte sich -gerade als Biologin- eigentlich darüber im Klaren sein, dass die Polemisierung eines im Grunde systemtheoretischen und kybernetischen Problems nicht zielführend ist.

    Doch offenichtlich geht es auch der @AfD – Vertreterin nicht um objektive Fragen der Organisation und Steuerung, sondern vielmehr um Emotionalisierung und Manipulation.

    Muss es bei der Dikussion solch wichtigster Themen wirklich so blöde zugehen?

  8. http://www.rottmeyer.de/volker-schnabel-warum-soll-ich-eigentlich-noch-steuern-zahlen/

  9. “Die Lösung der Weltkrise”:

    • pedrobergerac // 24. Oktober 2017 um 21:51 // Antworten

      @Zitrone
      @hubi
      Eine sehr gute Erklärung und sehr richtig.
      Aber die Ursachen dafür gehen noch weit tiefer.

      https://www.pravda-tv.com/2017/10/macht-und-geschichte-aspekte-der-neuen-weltordnung/

    • Mei, mei, nichts für ungut, aber es wäre ein netter Zug da noch ein paar verständliche tags einfließen zu lassen. Dann könnte man sich das eine oder andere verkneifen.

  10. Wenn man ein politisches Gebilde erweitern, also „wachsen“ lassen will, dann geht das nur auf der Basis autonomer und autarker Regionen, die sich (wie Organe) arbeitsteilig ergänzen. Das bedeutet, dass einerseits eine jede Region die Existenzmittel seiner Bewohner sichert, andererseits bedarfsorientiert aber spezielle Produkte und Dienstleistungen anbietet. Wie Organe in einem Organismus.

    In der Tat haben wir inzwischen genug schlechte Erfahrungen mit dem Zentralismus, der in der Geschichte noch nie funktioniert hat, weil die Entscheidungswege zu lang und die Übermittlungsgeschwindigkeit für Weisungen und feedback zu lang sind. Zentralismus bedeutet Ineffizienz und Trägheit, wenn er zuviele Steuerkompetenzen an sich ziehen will.

    Der Eurokraten – Wasserkopf ist so unfinanzierbar wie ineffizient. Genauso wie seinerzeit die Parteidiktatur im Ostblock.

    Dieses System wird und muss zusammenbrechen, weil es wider die Natur ist.

    Man kann diesen Crash noch mit allerlei Betrug und Gewalt hinauszögern.

    Aber er ist unvermeidlich.

    • M.M.n. gehen Sie hier knapp an dem Wesentlichen vorbei, denn es scheint mir weniger die langen Wege als die systembedingte Unmöglichkeit die zur Verantwortung zu ziehen, die Urheber der jeweiligen Miseren sind. Wäre dies möglich sähe vieles anders aus – wobei speziell die EU eine Struktur besitzt, die man verantwortlich als feudal bezeichnen müßte.

      • waltomax // 24. Oktober 2017 um 17:12 //

        Hallo @Heinss,

        zur Verantwortung ziehen können Sie nur auf der Basis von Transparenz und den Informationen, die Ihnen zufließen. Wenn da nichts ankommt, haben Sie keine Basis zur Kontrolle.

        M.E. kann man nicht oft genug betonen, dass es sowohl der Kenntnis fundamentaler Ordnungsmuster als auch Regeln der Steuerung bedarf, auch um ein Gemeinwesen zu gestalten.

        Leider zeigt auch die PARISER ERKLÄRUNG, dass deren gutmeinende Urheber nichts davon verstehen. Sie verechseln den wünschenswerten Einfluss von Autorität mit der Legitimität von Hierarchie im Allgemeinen.

        Der Keim erneuten Scheiterns!

    • . . .
      ZITAT @ waltomax:
      .
      „Zentralismus bedeutet Ineffizienz und Trägheit…“
      .
      BINGO!
      .
      Wobei die Deutschen anschaulich erkennen konnten – daß auch kleine Länder wie Bremen oder Berlin – durch kriminelle Führer besonders schnell & tief abstürzen können.
      .
      Denn auch ein RIESEN-Reich wie China kann selbst zentralistisch geführt – schneller an die Welt-Spitze kommen, als der bisherige Rekord-Halter USA – WENN DIE FÜHRUNG GEISTIG GESUND IST.
      .
      Noch wichtiger als die bestmögliche ORGANISATION der Führung – ist also die AUSWAHL der Führung – um Psychopathen & Kriminelle sicher auszuschließen!
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      DAS kann nur gelingen, wenn endlich begriffen wird – daß es ZWEI Arten von Menschen gibt – KONSTRUKTIVE & DESTRUKTIVE.
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      HIER werden derzeit die größten Fehler gemacht, die zu KRIMINELLEN KRIEGEN, MASSEN-MORDEN, MASSEN-FLUCHT, MASSEN-TERROR & ALLGEMEINEM CHAOS FÜHREN.

      • . . .
        Die von unseren deutschen Polit-Parasiten völlig zu UN-RECHT so verherrlichten USA – terrorisieren derzeit 25 Prozent ALLER GEFANGENEN MENSCHEN WELTWEIT – in ihren privaten amerikanischen MASSEN-GEFÄNGNISSEN.
        .
        Leider laufen die echten MASSEN-MÖRDER wie Clinton, Bush & Obama dennoch frei herum, und verbreiten weiterhin FAKE-news in der LÜGEN-Presse der Komplizen & Helfers-Helfer der staatlichen MÖRDER-BANDEN.

  11. TRITT IHNEN JESUS CHRISTUS ALS GÖTTLICH – WEISE AUTORITÄT GEGENÜBER, DIE IHNEN DIE FREIHEIT ZUR ENTSCHEIDUNG ÜBERLÄSST, ODER ALS RÖMISCHER PANKRATOR?

  12. Die EU ist am Ende, hoffentlich!

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