Juncker bringt den Tod auf Raten

Zwei Euro EZB © GEOLITICO Zwei Euro EZB © GEOLITICO
Juncker will die Eurozone erweitern. Das hat verheerende Folgen für den deutschen Steuerzahler. Und nach der Wahl kommt der Schuldenschnitt für Griechenland.

 

„Man kann die Realität ignorieren, aber man kann nicht die Konsequenzen der ignorierten Realität ignorieren.”
Ayn Rand

 

Wir können nur noch mit dem Kopf schütteln und sind fassungslos. Mittlerweile scheint sich der totale Realitätsverlust unter den EU-Granden in den Elfenbeintürmen in Brüssel breit zu machen. Anders lässt sich der Plan von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, den Euro in der gesamten Europäischen Union einführen, also auch in den ärmeren osteuropäischen Ländern, nicht erklären.

Ferner sollen alle EU-Länder der Schengenzone ohne Grenzkontrollen beitreten, wie EU-Diplomaten vor Junckers Grundsatzrede im Europaparlament sagten. Obendrein soll die EU weiter wachsen: Bis 2025 könnte sie um die 30 Mitglieder haben. Finanzminister Wolfgang Schäuble findet die Idee gut.

Bundesfinanzminister Schäuble unterstützt die Pläne von EU-Kommissionspräsident Juncker – knüpft eine Erweiterung der Eurozone jedoch an die Erfüllung bestimmter Kriterien.“

Moment mal: Hat man nicht schon mal „bestimmte Kriterien“ gehabt und diese rigoros gebrochen? Waren diese Kriterien nicht Grundlage für die Währungsunion? Maastrichter Kriterien? Lissabonner Vertrag? No-Bail-Out-Klausel etc. pp . Allesamt wurden diese Gesetze und Kriterien verletzt und gebrochen.

Wieso soll es dieses Mal funktionieren? Seit Jahren gibt es innerhalb der EU von oberster Stelle Vertragsbrüche am laufenden Band…..

Ökonomische Fakten

Offensichtlich haben die politischen Eliten den Ernst der Lage immer noch nicht erkannt. Weder die Griechenlandkrise noch die Banken- und Finanzkrise, der Aufstieg der populistischen Parteien in ganz Europa noch die seit Jahren schwelende Eurokrise oder der Brexit haben zu einem dringend notwendigen Umdenken geführt.

Schauen uns wir die selbigen einmal an um zu sehen: Ein Blick auf die ökonomischen Fakten spricht eine deutliche Sprache und zeigt auf, dass es tatsächlich keineswegs so prächtig in der EU läuft wie es uns Herr Juncker und Konsorten berichten.

Entgegen der vielen Jubelmeldungen sehen wir die Lage in Europa keinesfalls positiv – sondern lieber realistisch. Einerseits sind die Zinsen weiterhin bei 0 Prozent und werden dort auch noch sehr lange bleiben. Andererseits steigen die Preise. Gegenwärtig haben wir eine Inflationsrate bei 1,8 Prozent. Der Internationale Währungsfonds (IWF) fordert, dass sich deutsche Sparer für längere Zeit trotz Nullzinsen mit stärker steigenden Preisen abfinden sollen.[1] Wir fragen uns jedoch, warum wir das tun sollen?

Die irrsinnige EZB-Notenbankpolitik hat den deutschen Sparer bisher bereits über 436 Milliarden Euro gekostet und macht es den jungen Menschen immer schwerer, adäquat für das Alter vorzusorgen. Nach wie vor versucht die EZB und die nationalen Notenbanken die Krise mit der Druckpresse zu lösen. Bis Ende des Jahres hat die EZB knapp 2,2 Billionen Euro aus dem Nichts erschaffen. Mittlerweile hat das Volumen der EZB-Bilanzsumme unter der Ägide von Mario Draghi selbst die US-Notenbank FED überholt. Und es wird fleißig weitergedruckt, momentan 60 Milliarden Euro pro Monat.

Es läuft nicht gut!

Niemals in der Geschichte der Menschheit wurde eine Krise nachhaltig mit der Notenbankpresse gelöst. Sollte es in der Eurozone tatsächlich so prächtig laufen, dann könnte das Aufkaufprogramm umgehend gestoppt werden und der Leitzins erheblich erhöht werden. Beides wird jedoch nicht geschehen. Hätten wir beispielsweise einen Zinssatz von fünf Prozent, dann wäre Finanzminister Schäubles „Schwarze Null“ passé, und Frankreich, Spanien, Italien, Portugal und Griechenland hätten erhebliche bis unvorstellbare Probleme sich an den Märkten zu refinanzieren.

Bilanzsummen / Quelle: querschüsse/friedrich & weik

Bilanzsummen / Quelle: querschüsse/friedrich & weik

Ein weiteres Indiz dafür dass es in einigen Ländern Europas wirtschaftlich eben nicht gut läuft, verrät uns ein Blick auf die Target2 Verbindlichkeiten. Diese haben unbeachtet einen neuen Rekordstand erreicht. Ganz vorne dabei ist unsere solide Bundesbank mit neuem Rekordstand von 852 Milliarden Euro. Auch hierfür haften im Übrigen wir Bürger! Es ist also nicht von der Hand zu weisen, dass es in Deutschland kontinuierlich auf- und in Spanien und Italien weiterhin abwärts geht.

Target 2 / Quelle: querschüsse/friedrich & weik

Target 2 / Quelle: querschüsse/friedrich & weik

Südeuropa kommt nicht auf die Beine

Unserer Ansicht nach handelt es sich hierbei keinesfalls um ein nachhaltiges Geschäftskonzept. Das Geld werden wir nie wieder sehen. Ob man sich in Anbetracht dessen über den Exportweltmeistertitel – welchen wir zum Teil selber finanzieren – freuen sollen, sei einmal dahingestellt. All dies wird uns vor der Bundestagswahl natürlich nicht erzählt. Es werden vielmehr Nebelkerzen geworfen und Nichtigkeiten besprochen.

Zweifellos ist der Euro viel zu schwach für uns und viel zu stark für den Süden Europas. Deutschland wird immer stärker und Südeuropa immer schwächer. Im Zins- und Währungskorsett des Euros werden die Länder Südeuropas keinesfalls mehr auf die Beine kommen.

Sollten zukünftig auch noch Länder mit im Verhältnis zu Deutschland äußerst schwachen Volkswirtschaften wie Bulgarien und Rumänien in die Eurozone kommen, dann hilft ein Blick nach Griechenland, um zu erkennen, was diesen Ländern blühen wird. Griechenland ist nach wie vor bankrott. Dennoch erhält das Land laufend neues Steuergeld. Wie kann es sein, dass im Falle von Griechenland seit Jahren Insolvenzverschleppung betrieben wird?

Wie können wir erwarten, Geld von Griechenland zurückzubekommen, wenn nicht einmal Deutschland als Exportweltmeister in Rekordjahren mit Rekordsteuereinnahmen und Rekordüberschüssen einen Cent Schulden zurückbezahlt? Lächerlich sind die Gewinne (1.34 Milliarden Euro), die Deutschland mit den Griechenlandanleihen verdient hat. Sie stehen in keinem Verhältnis zu den gegenüberstehenden Risiken des faktisch bankrotten Landes. Der Schuldenschnitt Griechenlands muss und wird kommen – jedoch erst nach der Bundestagswahl.

Nichts dazugelernt

Sinst knallt's_ Matthias Weik, Marc Friedrich, Götz Werner

Sinst knallt’s_ Matthias Weik, Marc Friedrich, Götz Werner

Waren die Krisen der letzten Jahre nicht heftig genug? Hat man denn gar nichts dazugelernt? Der Euro funktioniert nicht! Nun will man die destruktive Währungsunion auf weitere Volkswirtschaften ausweiten, besser wäre es, wenn wir anfangen würden, Länder von ihr endlich zu befreien (Griechenland, Italien, Spanien, Frankreich etc.), um den Menschen und der Wirtschaft zu helfen. So ist es nur ein langsamer volkswirtschaftlicher Tod auf Raten.

Bei so viel Weltfremdheit und Realitätsverlust darf man sich nicht wundern, wenn populistische Kräfte in Europa immer stärker werden und die nächsten Wahlen vielleicht sogar gewinnen.

Die Lage in Europa keinesfalls so rosig wie es uns Herr Junker darstellt. Es ist Zeit umzudenken und nicht noch mehr vom Gleichen zu fordern, von dem heute hinlänglich bekannt ist, dass es nicht funktioniert. Entweder hält die Realität Einzug bei der EU – „Sonst knallt’s“

 

Anmerkung

[1] https://www.welt.de/wirtschaft/article165603770/www.welt.de/themen/iwf

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Über Marc Friedrich und Matthias Weik

Matthias Weik und Marc Friedrich schrieben 2012 zusammen den Bestseller “Der größte Raubzug der Geschichte“. Es war das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2013. Auch mit ihrem zweiten Buch, „Der Crash ist die Lösung“, haben Sie wieder das erfolgreichste Wirtschaftsbuch 2014 geschrieben. Am 24. April 2017 ist ihr viertes Buch „Sonst knallt´s!: Warum wir Wirtschaft und Politik radikal neu denken müssen“ erschienen, das sie gemeinsam mit Götz Werner (Gründer des Unternehmens dm-drogerie markt) geschrieben haben. Kontakt: Webseite | Facebook | Weitere Artikel

36 Kommentare zu Juncker bringt den Tod auf Raten

  1. Klasse Artikel. Genau das habe ich auch gedacht. Danke für Ihre wertvolle Arbeit Herr Friedrich und Herr Weik.

    Wird geteilt.

  2. Junker: Man setzt eine Forderung in die Welt, kommt kein nennenswerter Widerspruch/Aufschrei, führt man es Stück für Stück durch – so daß niemand es richtig mitkriegt. Anschließend ist es nicht mehr rückgängig zu machen.
    So ist es mit dem Euro für Deutschland gegangen und ebenso mit dem ESM, dem ausschließlich von den Gouverneuren zu handhabenden 800 Milliarden Topf unserer Steuergelder, über die wir keine Vollmacht mehr haben. Und so geht es weiter – im Sinne der mächtigen Globalisten des militärisch industriellen Komplexes.
    Die EU als in jedem Bereich – auch im Migrationsbereich – US-hörige Marionette. Alle Altparteien haben sich diesem Versklavungskonzept untergeordnet, alle bis auf eine Alternative.
    Aber wir haben ja bald – noch – eine Wahl.

  3. MutigeAngstfrau // 15. September 2017 um 14:17 // Antworten

    Deutschlands Tod ist längst geplant. Billigend in Kauf wird bei dieser satanischen Agenda der Tod vieler Menschen auf europäischem Boden genommen.
    Die Herrschaften zerstören seit Jahrhunderten nicht nur die wirtschaftlichen Grundlagen, sondern gleich ganze Gebiete, um ihren Reichtum zu mehren und ihre Macht zu zementieren.

    In diesen Kommentarstrang passt sehr gut das neueste Video eines anderen, extrem mutigen Bankfachmannes – Torsten Schulte.
    Er gehört zu denen, die in diesem untergehenden Land eine klare Stellung beziehen und damit inzwischen nicht nur die ökonomische Existenz, sondern auch ihr nacktes Leben gefährden.

    Zu seinen wichtigsten Botschaften gehört hier die Benennung der unheilvollen Rolle einer anderen „deutschen Mutti“ – Hilde Springer -, die mit anderen Medienzaren das deutsche Volk in der Abwärtsspirale der medialen Verblödung gefangen und somit in trügerisch-tödlicher Sicherheit hinsichtlich der auf uns zukommenden Verwerfungen hält.

    • Danke @MutigeAngstfrau, für das Einstellen des Videos.

      Es zeigt klar und deutlich, dass wir mittlerweile von einer Demokratie soweit entfernt sind wie der Kaiserpinguin vom Eisbären.

      Möge dieser mutige Mann Thorsten Schulte einen sehr aufmerksamen Schutzengel haben!

    • Nicht vergessen sollte man Liz Mohn mit der asozialen steuerfinanzierten Bertelsmann-Stiftung sowie dem Bertelsmann-Konzern.

  4. Bei so viel Weltfremdheit und Realitätsverlust darf man sich nicht wundern, wenn populistische Kräfte in Europa immer stärker werden und die nächsten Wahlen vielleicht sogar gewinnen.

    Der Kampfbegriff „populistisch“ ist schon lange durchschaut, der dient ausschliesslich dazu, die andere (politische) Seite zu diskreditieren ohne auch nur ein Argument vorgebracht zu haben, warum „populistisch Kräfte“ vorgeblich schlecht sein sollten.

    Dass die repräsentative Demokratie nicht funktioniert bzw. über die Jahre gekapert und somit unbrauchbar gemacht wurde ist kein Geheimnis, ich persönlich würde viel lieber die schweizer Form der direkten Demokratie wahrnehmen wollen, aber das traut man den Bürger nicht zu oder zumindest wird dies so behauptet, der Nachweis lässt weiterhin auf sich warten.

    Die „populistischen Kräfte“ sind vielleicht deshalb so populär, weil die Deutsche Einheitspartei durchschaut und vielfach für nicht mehr aktzeptabel empfunden wird, eine Schimäre auf die gut verzichtet und ersatzlos gestrichen werden sollte – aber ganz bestimmt nicht so, wie von Eichelburg beschworen, der Mann scheint von Sinnen zu sein.

    Der ganze von der EU betriebene Wahnsinn kann nur dann funktionieren, wenn die Migrationsagenda mit der bekannten Umvolkung weiterhin (erfolgreich) betrieben werden kann, dann spielt die Identität keine Rolle mehr und die zu befürchteten Toten werden lange vergessen sein – irgendwann in der nächsten Dekade.

    Aktuell versuchen Franzosen & Deutsche die Bruttoumsätze des Internethandels mit 5 % zu besteuern, also 19 respektive 20 % + 5 %, neues Geld muss her, so wie in der Endphase eines untergehenden Systems welches sich mit Händen und Füssen gegen seinen Untergang wehrt und nicht versteht, dass das auch sein Ende sein wird.

    https://www.armstrongeconomics.com/world-news/taxes/germany-france-want-to-tax-gross-sales-on-the-internet/

    • Wenn Friedrich und Weik von

      „spricht eine deutliche Sprache“

      reden, dann mögen sie bitte erklären, was sie hier mit dem platzierten Ausdruck „populistische Parteien“ eigentlich sagen wollen:

      „Weder die Griechenlandkrise noch die Banken- und Finanzkrise, der Aufstieg der populistischen Parteien in ganz Europa noch die seit Jahren schwelende Eurokrise oder der Brexit haben zu einem dringend notwendigen Umdenken geführt.“

      Und noch eindeutiger hier:

      „Bei so viel Weltfremdheit und Realitätsverlust darf man sich nicht wundern, wenn populistische Kräfte in Europa immer stärker werden und die nächsten Wahlen vielleicht sogar gewinnen.“

      Dieses mittlerweile vom Mainstream durch Neusprech (George Orwell) verdrehte Schlacht-/Kampfwort „populistische“ Partei sollte mal gründlichst definiert werden.

      populistisch bedeutet: Eigenschaft, die man Menschen vorwirft, die anderen nach dem Munde reden, die also das sagen, was andere hören wollen.

      Aha, und was wissen wir aus den vermerkelten Jahren? Die Kanzlerin betreibt Politik nach Umfragen; genau das ist populistisch.

      Dieser Zusammenhang ist aber wohl im Artikel nicht gemeint:-p

      Daher bleiben wir beim Jargon der Mainstreampresse sowie der Mainstreamboys Friedrich und Weik; da wird Populismus der „rechten, braunen“ Gesinnung zugeordnet. Man spricht davon, dass sich Populismus an den „Rändern der Demokratie“ häuft und man hört ja weitaus mehr von „rechtspopulistischen Parteien“ als von „linkspopulistischen Parteien“. Also brennt sich in unserem Gehirn die Verknüpfung ein, dass Populismus mit rrrääääächts zu tun hat. Und rechts geht ja gar nicht. Gaaaanz schlimm. Pfui.

      Vordergründig geht es hier im Artikel um die EU, den Euro und Verschuldung und was hat das mit „populistischen Kräften“ zu tun? Der Subtext ist entscheidet:

      „…wenn populistische Kräfte in Europa immer stärker werden und die nächsten Wahlen vielleicht sogar gewinnen.“

      Au weia, jetzt könnte doch eine Partei wie die AfD möglicherweise noch mehr Stimmen bekommen, als es sich unsere etablierten Parteien jemals in ihren Betonköpfen hätten vorstellen können.

      Da spannt man dann gerne mal auch solche Finanzboys vor den Karren.
      Ist klar, Boys, wer ein BGE unterstützt ohne schlüssige Erklärungen und Orban, Le Pen und Putin zu Feindbildern erklärt, Stimmen aus dem Volk als „populistisch“ im negativen Sinne verschreit, der liebt nun wahrlich keine Revolutionen (AfD und ähnliche) und dient dem Establishment. Ist schon klar.

      Gute Nacht Teletubbies

      • hubi Stendahl // 16. September 2017 um 08:21 //

        @Rosi

        „Da spannt man dann gerne mal auch solche Finanzboys vor den Karren.“

        So spät und soviel Wut? Schlecht für die Nachtruhe, liebe Rosi.

        Ich glaube nicht, dass die „Finanzboys“ einem bewusst inszenierten Einsatz von interessierter Seite folgen. M.E. folgen sie einfach ihrem persönlichen Nutzen, was sich in den Büchern ohne Wert und Gefahr für die Elite, ausdrückt. Denn bei echter Kritik gibt es keine Interviews mehr. Gibt es keine Intereviews gibt es keine Kohle. Gibt es keine Kohle, gibt es keine Armani „Pullöverchen“. Schauen Sie sich das Outfit einmal genau an.

        Die gekauften Redakteure der transatlantischen Presse nutzen sie gerne als Antithese, schließlich muss auch mal was Pseudokritisches in die Schlagzeilen.

        Der Begriff Populismus kommt aus der Literatur und stammt aus Frankreich. Erstmals, abgeleitet von Population, wollte man dem Volk durch Verwendung eines realistischen Stils, ohne idealisierende oder polemische Verzerrungen eine Realitätsnähe vermitteln, fern von abgehobener Literatur, mit ihren psychologisierenden Wirkungen unter Verwendung von Allegorien von bodenständigen Menschen nicht verstanden wurden. Populismus war insofern tatsächlich volksnahe Bodenständigkeit, angelehnt auch am linken Autor J.Paul Sartre, der sogar mal eine Preis dafür bekam.

        Erst um 1970 innerhalb der 68er Bewegung, tauchte der Begriff im Zusammenhang mit der Politik als Kampfbegriff vollständig verdreht auf. Denn jetzt waren „Räächte“ Populisten, die sich nicht nur einer einfachen Sprache mit realitätsnaher Beschreibung bedienten, was neutrale politische Standorte mit einschließt, jetzt konnte ein Populist nur jemand sein, der diese Sprache benutzt, um rechtes böses Gedankengut mit einfacher Sprache an den Mann zu bringen sucht. Daraus entwickelte sich mit zunehmender Zentralisierung /Globalisierung speziell im Europa der Frankfurter Schule der Begriff zu einem Kampfbegriff.

        Ein linker kann also nie Populist sein, denn er lebt und denkt in einem „höherwertigen“ Universum. Ein Universum, das zum Fundament für ein militantes gnadenloses Bekämpfen jedes Andersdenken führen MUSSTE. Heute ist es Realität und wir werden in den nächsten Jahren, sollte keine brauchbare Opposition zustande kommen, Orwells Visionen bei weitem übertreffen. Also, gehen Sie zur Wahl. Es ist die letzte (kleine) Chance.

  5. Sämtliche nicht korrumpierte Ökonomen mahnten vor Einführung des Euro, dass in der Historie noch keine Währungsunion -schon gar nicht mit Fiat-Geld und ohne gemeinsame fiskalische Grundlage- über längere Dauer funktioniert hätte. Was wurden sie nicht dafür als Ewiggestrige, Defätisten, Nationalisten oder noch Schlimmeres vom Mainstream diskreditiert, die saftige Quittung dafür wird dem (deutschen) Steuerzahler demnächst präsentiert werden.
    Aber, seien wir ehrlich, er hat es auch nicht anders verdient. Wenn die etablierten Parteien, die das Volk seit über 70 Jahren belügen und verstärkt in den letzten 30 Jahren verraten, immer noch ca.80% der Wählerstimmen auf sich vereinigen, muss man sich schon ernsthaft fragen, wes (gehirngewaschenes) Geistes Kind diese 80% sind. Mir ist klar, dass auch die AfD nicht der Heilsbringer sein wird -da stellte sich die Frage, ob das überhaupt irgendeine Partei in einem fremdbestimmten Alliiertenkonstrukt sein könnte- aber zumindest würde der Umvolkungsprozess wohl etwas verlangsamt werden können. Ob ein langsames Siechtum besser wäre, lasse ich auch mal dahingestellt, ein „failed state“ wird Deutschland in jedem Fall werden.
    Damit findet auch der uralte Kampf zwischen „Goten“ und „Joten“, der schon zu Atlantis` Zeiten -dass es Atlantis gab, steht außer Frage, sämtliche Hochkulturen der Antike hatten althochdeutsch als Sprachstamm- begann, mit der Zwangschristianisierung der Germanen, die noch ein reines Verhältnis zu Schöpfer und Natur hatten, fortgeführt wurde und dem (mit allen perfiden Mitteln der Propaganda erzwungenen) Krieg gegen Deutschland von 1914-45 inklusive anschließender gründlicher Umerziehung, sein unglückliches Ende.
    „Niemand ist mehr Sklave, als der sich für frei hält, ohne es zu sein“ sagte Goethe zurecht, aber der vollkommen indoktrinierte Deutsche -der trotz der (noch) vorhandenen Möglichkeiten der Information im Internet all die perfiden Lügen(märchen) und Anschuldigungen gegen seine Vorfahren bedingungslos glaubt- wird wohl auch die Abschaffung des Bargelds und das Implantieren des Chips von der Hochleistungsjournaille so schön geredet bekommen, dass er sich glücklich wähnt, im „freien Westen“ zu leben.

  6. Die Wirtschaftsposterboys Weik und Friedrich können wahrscheinlich noch drei Bücher schreiben ohne geschnallt zu haben, worum es bei der EU wirklich geht.

    • @Wayne

      „Die Wirtschaftsposterboys Weik und Friedrich können wahrscheinlich noch drei Bücher schreiben ohne geschnallt zu haben, worum es bei der EU wirklich geht.“

      Gehen Sie davon aus, dass die beiden sehr wohl „geschnallt“ haben wo der Hase hinläuft. Was wäre ihre Alternative? In Thailand hinter einer Kamera zu sitzen und die neuesten Nachrichten auf einem Youtube-Kanal veröffentlichen? Davon kann man keine Goldklumpen kaufen, kein schönes Haus in Kalifornien nach dem Crash beziehen. Einzige Bedingung: Texte mit Wasch mich, aber mach mich nicht nass.

      Wer die Bücher kauft, in denen prinzipiell nichts steht, so wie im obigen Artikel, hätte besser an ein Waisenhaus in Indien gespendet. Da kommen wenigstens je nach Organisation 10-20 % der Spende beim Empfängerkind an.

  7. waltonius maximus // 15. September 2017 um 21:18 // Antworten

    Warum geht alles so weiter, wie bisher? Waum reagieren die sog. Eliten nicht und wenden das Unheil ab?

    Na ganz einfach! Denen fällt nichts Besseres mehr ein. Die sind völlig am Ende ihres Lateins. Denn wer sich zuerst bewegt, ist tot!

    Wenn es „von oben“ eine Änderung geben sollte, dann könnte diese nur um den Preis eines weitgehenden Verlustes aller Privilegien und Pfründe geschehen. Und das wird nicht stattfinden.

    Es geht also so weiter! Wie lange? Bis es aufhört, weil es nicht mehr geht.

    Denn es ist einfach ein SCHEIXX-System. Da gibt es nichts mehr zu retten.

    Was kann man tun? Wenig. Sicher werden einige Dosen Ravioli die Rettung bringen.

  8. Demnächst sind Wahlen. Und Merkel wird es wieder werden. Eine gruselige Vorstellung. Die Endzeitkanzlerin wird uns schon schaffen.

  9. Es hat immer schon beste Ideen und Lösungsvorschläge gegeben.
    Aber alle scheitern am Menschen.

    Das könnte so etwas wie das letzte Wort sein…

  10. Mensch Walto, Sie altes Gehänge …

    Hier was von mir zu Aufheiterung

    https://youtu.be/Oeaq8FA4rCk

  11. Die irrsinnige EZB-Notenbankpolitik hat den deutschen Sparer bisher bereits über 436 Milliarden Euro gekostet und macht es den jungen Menschen immer schwerer, adäquat für das Alter vorzusorgen.

    Ja nun, dies tönt absolut wahnsinnig… nur stimmt dies auch.? Zumindest norberthaering.de ist nicht dieser Meinung und ich denke norberthaering.de hat recht, diese Aussage als falsch zu brandmarken.

    Von wegen deutsche Sparer leiden unter EZB-Politik

    Die deutschen Sparer sind die Hauptleidtragenden der Niedrigzinspolitik der Notenbanken, heißt es immer wieder. Sie bekommen keine Zinsen mehr auf das Ersparte. Das stimmt, ist aber nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Wer Vermögen hat, profitiert massiv von der EZB-Politik. Der Grund für die Kritik aus Deutschland liegt ganz wo anders.

    Was man für sein Erspartes bekommt, hängt stark davon ab, wie man es anlegt. Während es für Giro- und Sparguthaben und für Anleihen kaum noch etwas gibt, haben Immobilien, Aktien und Betriebsvermögen in den letzten Jahren kräftig an Wert zugelegt, angetrieben insbesondere von den niedrigen Zinsen. Immerhin drei Viertel des Bruttovermögens der Deutschen, also des Vermögens vor Abzug der Schulden, besteht aus Immobilien und Betriebsvermögen. Im vermögensmäßig mittleren Fünftel der Bevölkerung liegt der Immobilienanteil bei gut der Hälfte, in der gehobenen Mittelschicht und bei den Wohlhabenden bei knapp 70 Prozent. Bei den Reichen beträgt er nur knapp 60 Prozent. Weil diese aber knapp ein Viertel ihres Vermögens in Betriebsvermögen halten, haben sie den höchsten Sachvermögensanteil am Portfolio.

    Festverzinsliche Anlagen haben nur bei den unteren 40 Prozent in der Vermögensverteilung einen höheren Anteil als das Sachvermögen.

    Im mittleren Fünftel ist der festverzinsliche Anteil mit unter 30 Prozent nur halb so hoch wie der Sachvermögensanteil, bei den Reichen liegt er gar nur bei gut zehn Prozent.

    Weil aber Sachvermögen durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und ihrer Anleihekäufe stark im Wert gestiegen ist, haben allenfalls die unteren 40 Prozent einen Nachteil. Allerdings ist deren Vermögen so gering, dass dieser Nachteil kaum ins Gewicht fällt.

    A ha und nun.?

    http://norberthaering.de/de/27-german/news/834-sparer

    • Karl Bernhard Möllmann // 16. September 2017 um 07:54 // Antworten

      . . .
      ZITAT @ Norbert Häring:
      .
      „Weil aber Sachvermögen durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und ihrer Anleihekäufe stark im Wert gestiegen ist, haben allenfalls die unteren 40 Prozent einen Nachteil.“
      .
      DAS liest man in der BILD dann so:
      .
      „Die Reichen werden immer reicher – die Armen werden immer ärmer.“
      .
      Genau DAS ist aber hoch brisanter sozialer Sprengstoff – der irgendwann explodieren wird – wenn die Politik nicht GEGEN-steuert!
      .
      HIER kommen Norbert Häring, Marc Friedrich und Matthias Weik zu einer übereinstimmenden ANALYSE – nur bei der Konsequenz aus dieser Analyse – gehen die Meinungen auseinander.
      .
      Während Norbert Häring die Schere zwischen arm & reich verharmlost:
      .
      „Allerdings ist deren (der „Armen“) Vermögen so gering, dass dieser Nachteil kaum ins Gewicht fällt.“
      .
      HIER kommen Marc Friedrich und Matthias Weik eben zu einem anderen Schluß:
      .
      „Entweder hält die Realität Einzug bei der EU – „Sonst knallt’s“
      .
      Mein Fazit:
      .
      DragaoNordestino sieht KEIN Licht am Ende des Tunnels – und hält die derzeitige Dominanz der kriminellen „pax americana“ & auch alle ihre europäischen Vasallen für NICHT THERAPIERBAR.
      .
      Marc Friedrich und Matthias Weik gehören dagegen zu den ewigen Optimisten – die IMMER einen Ausweg sehen – und genau DESHALB ihre Vorschläge zur THERAPIE der schwerkranken EU abliefern.
      .
      BEIDE spielen aber ZUKUNFTS-MUSIK – und da ich kein Hellseher bin – fragen wir lieber Doris Day:
      .

      • @K.B.M.

        BEIDE spielen aber ZUKUNFTS-MUSIK – und da ich kein Hellseher bin – fragen wir lieber Doris Day:

        Wenn man etwas analysiert, sollte man so weit wie möglich im realen bleiben um zu brauchbaren Resultaten zu kommen…… im Falle der EZB-Politik sind es eben nur im geringen Mass die Sparer die leiden, wie norberthaering.de herausarbeitet….

        Wer ist es dann, denn ein grosser Widerstand ist doch sichtbar und wird auch noch durch den Mainstream angeheizt (FAZ, ZEIT unsw)

        Fazit von norberthaering.de

        Geschädigt durch die Niedrigzinspolitik der EZB werden die Banken und Versicherer, vor allem die deutschen. Die Banken können bei den meisten ihrer Kunden keine Negativzinsen durchsetzen und können daher ihre gewohnten Zinsmargen bei Nullzinsen nicht dauerhaft aufrecht erhalten. Die Versicherer, die überwiegend im festverzinslichen Bereich anlegen (müssen), leiden unter niedrigen Renditen auf ihr Anlagekapital.

        Deutsche Banken und Versicherer halten in großem Umfang deutsche Staatsanleihen. Diese sind für Wertsteigerungen nicht auf die EZB-Käufe angewiesen. Je weniger Unterstützung die EZB Krisenländern gibt, desto mehr Fluchtkapital geht in Bundesanleihen und treibt deren Preise nach oben.

        Auch Untenehmen mit Konkurrenten in Italien, Spanien und zum Teil Frankreich würden profitieren, wenn die EZB die dortigen Zinsen relativ zu den deutschen weniger nach unten drücken würde. Denn dann würde die Differenz in den Finanzierungskosten wieder größer, was den deutschen Unternehmen einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil gäbe. Den könnten sie nutzen, um den Konkurrenten Marktanteile abzunehmen, oder um diese gleich günstig aufzukaufen.

        Ist es nicht interessant, was uns da wieder einmal für ein nettes Spiel vorgeführt wird………

    • @dragao

      „Von wegen deutsche Sparer leiden unter EZB-Politik“

      Häring:
      „Während es für Giro- und Sparguthaben und für Anleihen kaum noch etwas gibt, haben Immobilien, Aktien und Betriebsvermögen in den letzten Jahren kräftig an Wert zugelegt,………..“

      Hören Sie doch mit der Spinnerei auf, immer reflexartig irgendwas daher zu quatschen von dem Sie nichts verstehen.

      Häring bejaht doch in seinem Artikel die Tatsache, dass der Sparer durch die Nullzinspolitik geschröpft wird. Warum fragen Sie also ob das stimmt? Dass er dabei auch die weiteren Seiten dieser Politik beleuchtet, kann man doch nicht ernsthaft in dieser Art miteinander verknüpfen.

      Für Sie als Flachdenker:

      Stellen Sie sich einen Kontoauszug vor, der eine linke und rechte Seite, je nach Liquidität der Position zeigt. Auf der einen Seite summiert sich ihr Vermögen, mit Bares, Gold, Immos, Aktien etc., auf der anderen ihre Schuld mit Hypotheken, Krediten usw. Welche Frage stellen Sie sich nun zuerst? Genau. Wie setzen sich die einzelnen Positionen hinsichtlich ihrer Liquidisierung und ihres Risikos zusammen?

      So jetzt zu Häring:

      80 % der Deutschen sind Sparer. Aber nur 3-5 % Aktienbesitzer. 44 % sind Immobilieneigentümer eines selbst genutzten Hauses. Fällt ihnen was auf?
      Richtig. Sie sind jetzt in der zweiten Ebene des Denkens angekommen. Im obigen Artikel wird die Masse angesprochen, Häring betrachtet den Geldwertfluss INSGESAMT. Das eine schließt das andere nicht aus. Auch Häring bestätigt, dass der Sparer massiv verliert.

      Nun könnten Sie, falls die Kapazität ausreicht, weitere Ebenen betreten. Z.B. die Ebene der Wertigkeit auf der Vermögensseite. Wenn die Vermögensblase platzt, z.B. die steigenden Immobilienpreise in den gesuchten Stadtrandlagen, dann verringert sich auch das Vermögen, bzw. der Saldo von Vermögen zu Schuld. Das verstehen Sie doch, oder? Und wenn die überbewerteten Aktien der 3-5 % Aktienbesitzer in D wieder korrigiert haben, dann war es nix mit ihrem sinnfreien daher Gequatsche. Und die Korrektur der Aktien beginnt gerade.

      Denken Sie vorher über die Sachzusammenhänge nach und liefern Sie ein logisches Konstrukt. Dann macht es Sinn Ihre Beiträge zu lesen.

  12. Die Autoren von „Sonst knallt’s“ werden hier plötzlich sehr akzeptiert. Ganz anders als sonst. Ob das an den dieses Mal zum besten gegebenen alternativen Fakten liegt? Es ist keineswegs so, daß man nun mehr Länder im Euro haben will, sondern die Teilnahme sämtlicher EU-Länder, außer Großbritannien und Dänemark, wurden schon vor der Einführung des Euro vertraglich festgelegt. Desgleichen ist auch vertraglich festgelegt, daß alle EU-Länder irgendwann dem Schengen-Raum beitreten werden. Weitere Länder in die EU aufzunehmen hat sich Juncker ebenfalls nicht ausgedacht, sondern das wurde einigen Ländern, vor allem auf dem Balkan, bereits zugesichert.

    Was hat Juncker also wirklich getan? An die bereits bestehenden Verträge erinnert und sich gegen die Diskriminierung osteuropäischer Länder (wo weniger Kakao in der Schokolade sein soll) ausgesprochen und weiter nichts!
    らんま

    • Karl Bernhard Möllmann // 16. September 2017 um 08:41 // Antworten

      . . .
      Wichtiger als alle strategischen Überlegungen darüber, WER nun WAS will mit der EU – ist die Beendigung des „FAKE-war on terror“ – den inzwischen auch Donald Trump in Syrien wieder anheizen lässt mit noch besser GETARNTEN WAFFEN-LIEFERUNGEN an die TERROR-Gruppen in SYRIEN von über 2 Milliarden US-Dollar . . .
      .
      https://needtoknow.news/2017/09/pentagon-manipulating-paperwork-hide-trail-weapons-rebels-terrorists-syria/
      .
      US-Präsident Donald Trump ist endgültig vom kriminellen US „Establishment“, der Sekte der Globalisten, ÜBERWÄLTIGT & ENTMÜNDIGT – die US Demokratie ist mausetot – und DAS sollte uns zu denken geben . . . !

  13. Mir kommt das Ganze wie die Muppet Show vor: ein paar zutreffende Argumente werden verquirlt zu einer Soße, die Dagobert Duck für appetitlich hält.
    Mich beschleicht inzwischen der Verdacht daß das ganze Geschäft um die BT (bis auf manche Splitterparteien) inszeniert ist, für jeden Geschmack was dabei, aber wen interessierts, welche Fahne auf dem Sarg liegt in dem unsere Gesellschaft zu Grabe getragen wird.
    Das erste, das mir zu dem Artikel einfiel (nicht von der Argumentation, sondern der Zielrichtung) war daß wir doch (fast) den hier öfter geforderten „Idealzustand“ zinslosen Kapitals haben. Fast wie im Islam. Nu doch nicht? Da geben Nadelstreifen doch zu denken – aber ob sich das lohnt?

    • @Heinss

      war daß wir doch (fast) den hier öfter geforderten „Idealzustand“ zinslosen Kapitals haben. Fast wie im Islam. Nu doch nicht?

      Interessant nicht war…. diejenigen die sonst am meisten das Maul aufreisen und gegen den Zins wettern, werden jetzt bei der aktuellen EZB Politik gerade zu hysterisch.

      Übrigens die Bundesbank erzählt, dass in den 70er, 80er und anfangs 90er, negative Realzinsen sogar eher die Regel als die Ausnahme waren…… Hmmm, das passt nun wohl auch wieder nicht in die Schubladen …..

      • Darum ging es also der deutschen Wirtschaft so gut (jedenfalls sehr viel besser als heute) in den 1970ern und den 1980ern?
        らんま

      • hubi Stendahl // 17. September 2017 um 09:14 //

        dragao

        Zitat:
        „Interessant nicht war…. diejenigen die sonst am meisten das Maul aufreisen und gegen den Zins wettern, werden jetzt bei der aktuellen EZB Politik gerade zu hysterisch.“

        „aufreißen“

        Was Sie nicht verstanden haben ist die Tatsache, dass es sich hier um ein systemisches Problem, also ein Problem INNERHALB des bestehenden Systems handelt. Das hat mit dem Zins als Preis für die Überlassung zunächst nichts zu tun.

        Die Zinskritiker sehen den (Ur) Zins als Verursacher der Krisen, weil er dafür sorgt, dass es attraktiver ist, Geld zu horten, als es dem Geldkreislauf zuzuführen. Aber das hat wohl keinen Sinn weiter zu erörtern.

        Sie verwechseln wieder Ursache und Wirkung. Und die folgende Behauptung ist mal wieder völlig daneben:

        Zitat:
        „Übrigens die Bundesbank erzählt, dass in den 70er, 80er und anfangs 90er, negative Realzinsen sogar eher die Regel als die Ausnahme waren…“
        Das ist gelogen oder Sie haben es von einem Lügner:

        Realzinsen werden nach unterschiedlichen Methoden ermittelt. Diese stimmen nie, ich betone, nie mit der Realität überein. Können Sie auch nicht. Deshalb gibt es verschiedene Methoden der Ermittlung, die sich meist an der sogenannten „Fisher-Parität“ orientieren
        ( nicht festmachen). Die Bundesbank verwendet eine solche Methode und gibt gemäß unten angeführtem Bundesbank-Link wie folgt an:

        Realzinsen ab 1960 Bundesbank:

        1960 – 1968 = 2.01 %
        1969 – 1978 = 2.14 %
        1978 – 1986 = 3.46 %
        1986 – 1994 = 4.58 %
        1994 – 2001 = 2.29 %

        Klicken Sie sich auf Seite 13 der Pdf vor, dort finden Sie die Tafel:

        https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Monatsberichtsaufsaetze/2001/2001_07_realzinsen.pdf?__blob=publicationFile

        Mir ist schleierhaft, warum Sie stets das Gegenteil von Wahrheit einstellen. Steckt da System dahinter, wie bei Juncker?

        Ich erzähle etwas, warte bis keiner reagiert und erzähle wieder Blödsinn. Kommt Widerstand, dann reagiere ich einfach nicht mehr.
        So ähnlich macht es Juncker doch auch, oder?

        Mensch @dragao. Lassen Sie´s doch einfach und beteiligen Sie sich sinnvoll. Und wenn Sie in Spezialbereichen Fragen haben, dann fragen Sie. So macht das Sinn. Die Logik hätte ihnen schon sagen müssen, dass über drei Jahrzehnte negative Realzinsen niemals „die Regel“ sein können. Dann wäre der Zusammenbruch längst da gewesen.

      • @stendahl

        negative Realzinsen sogar eher die Regel als die Ausnahme waren…“

        Mir ist schleierhaft, warum Sie stets das Gegenteil von Wahrheit einstellen. Steckt da System dahinter, wie bei Juncker?

        Nun wer weis, wer hier lügt ganz offensichtlich gibt es dazu mehrere verschieden Angaben…. Ich denke, Sie lügen wie des öfteren….beziehungsweise arbeiten gerne mit alternativen Fakten…..

        https://www.ing-diba.de/image/ueber-uns/wissenswert/realzins/realzins-500px.jpg

        http://media1.faz.net/ppmedia/aktuell/4210900704/1.4061411/media_in_article_small_original/hq/infografik-verzinsung.jpg

      • Ach ja Sie alternativer FAktenverdreher

        @stendahl

        und hier ist der Artikel dazu

        https://www.ing-diba.de/ueber-uns/wissenswert/realzins/

        Die Grafik ist aus einer Studie der Bundesbank vom Herbst 2015

      • Greenhoop // 17. September 2017 um 12:44 //

        @Dragao

        http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/geldpolitik-der-ezb-der-deutsche-sparer-wird-gar-nicht-betrogen-meint-mario-draghi-14061157/infografik-verzinsung-14061411.html

        Die FAZ Tabelle erscheint mir nicht korrekt, denn die Berechnung der Bundesbank Zinsstatistik wurde 2003 geändert:

        Die frühere Bundesbank-Zinsstatistik wurde mit Ablauf des
        Referenzmonats Juni 2003 eingestellt. An ihre Stelle trat die nach
        einheitlicher Methode in den Ländern des Euroraums ab Januar 2003
        erhobene EWU-Zinsstatistik. Auf Grund konzeptioneller Unterschiede sind die Ergebnisse beider Statistiken nur beschränkt miteinander vergleichbar.

        Die frühere Bundesbank-Zinsstatistik erfragte die am häufigsten in einem zweiwöchigen Berichtszeitraum (d.h. in den beiden mittleren Wochen eines Monats) im Neugeschäft mit inländischen Nichtbanken vereinbarten Zinssätze sowie Prolongationen und Änderungen früherer
        Zinsvereinbarungen. Die Zinssätze für Spareinlagen wurden als
        ungewichtetes arithmetisches Mittel aus den innerhalb der Streubreite liegenden Zinsmeldungen errechnet. Die Streubreite wurde ermittelt, indem jeweils 5% der höchsten und niedrigsten Sätze ausgeschaltet wurden.

        In der neuen EWU-Zinsstatistik sind die „Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist mit Mindest-/ Grundverzinsung“ in den „Einlagen von privaten Haushalten mit vereinbarter Kündigungsfrist bis 3 Monate“ enthalten. Diese Kategorie enthält jedoch auch weitere zugehörige Produkte, u. a. auch Spareinlagen, für die Treue- und/ oder Wachstumsprämien gewährt werden. Der Zinssatz wird als volumengewichtete Durchschnittsverzinsung des gesamten Spareinlagenbestandes zum Monatsende berechnet, d. h. nicht für das Neugeschäft allein wie in der früheren Bundesbank-Zinsstatistik.

        Die Einbeziehung der Spareinlagenvarianten sowie die Erfassung von „Altkontrakten“ aus früheren Hochzinsphasen führte dabei in der Periode der Doppelerhebung von Januar bis Juni 2003 zu einem um rund 1 1/2 Prozentpunkte höheren Durchschnittszinsniveau in der EWU-Zinsstatistik im Vergleich zum früheren Standard-Spareinlagenprodukt in der Bundesbank-Zinsstatistik.

        …und weiter…

        Diese Kategorie enthält jedoch auch weitere zugehörige Produkte, u. a. auch Spareinlagen, für die Treue- und/ oder Wachstumsprämien gewährt werden. Der Zinssatz wird als volumengewichtete Durchschnittsverzinsung des gesamten Spareinlagenbestandes zum Monatsende berechnet, d. h. nicht für das Neugeschäft allein wie in der früheren Bundesbank-Zinsstatistik.

        Also dürfte ausschlaggebend sein:
        – Erfassung *weiterer* (höherverzinslicher) Produkte
        – Auswertung als *Volumen*- Gewichtung
        – Auswertung des gesamten *Bestandes*

        Immer schön informieren, bevor eine Statistik ungeprüft übernommen wird.

      • @greenhoop

        Die FAZ Tabelle erscheint mir nicht korrekt, denn die Berechnung der Bundesbank Zinsstatistik wurde 2003 geändert:

        Ja richtig, diese wurde entschärft, dass es nicht so auffällt…. Fakt ist, dass auch zu DM Zeiten die Realverzinsung für Sparguthaben des öfteren im Negativ war….

        Denn was bringt es, wenn die Verzinsung á la Alternativ Fakter @Stendahl bei 2 % liegt, die Inflation und andere Kosten aber bei 3%…..

        Wenn dann der selbe Alternativ Fakter auch noch schreibt:

        hubi Stendahl // 17. September 2017 um 09:14

        Die Logik hätte ihnen schon sagen müssen, dass über drei Jahrzehnte negative Realzinsen niemals „die Regel“ sein können. Dann wäre der Zusammenbruch längst da gewesen.

        dann kriegt man schon den Eindruck, dass sich der MAnn völlig in seiner verqueren Logik verrannt hat…. oder eben bezahlt wird um aufhetzende Alternative Fakten zu verbreiten….

        …. übrigens da habe ich schon des öfteren darauf verwiesen, Schock-Strategie ist genau das was der Alternativ Fakter betreibt…

      • Greenhoop // 17. September 2017 um 20:48 //

        @Dragao

        Sie haben nicht richtig gelesen, nicht die Bundesbank Tabellen, sondern die der FAZ sind wohlmöglich nicht richtig. Lesen Sie nochmals genau.

      • @greenhoop

        Sie haben nicht richtig gelesen, nicht die Bundesbank Tabellen, sondern die der FAZ sind wohlmöglich nicht richtig.

        Versuchen wir es hier….

        https://www.ing-diba.de/image/ueber-uns/wissenswert/realzins/realzins-500px.jpg

        Die GRafik ist von: © Deutsche Bundesbank; SLJ Macro Partners; Thomson Reuters; A.Z.-Grafik Walter

        der dazugehörende Artikel:

        https://www.ing-diba.de/ueber-uns/wissenswert/realzins/

      • Greenhoop // 17. September 2017 um 21:24 //

        @Dragao

        Sie haben die Erklärung nicht verstanden, obwohl ich diese nur für Sie in fetten Buchstaben herausgearbeitet hatte.

      • @greenhoop

        Sie haben die Erklärung nicht verstanden, obwohl ich diese nur für Sie in fetten Buchstaben herausgearbeitet hatte.

        Ja nun, da kann man nichts machen…. Fantasieren Sie weiter

  14. Holger Burkhard // 17. September 2017 um 10:47 // Antworten

    Man kann Junker nur dankbar sein, dass er „die Katze aus dem Sack“ läßt. Unmittelbar vor der „Wahl“ in D weiß naheezu jeder noch staatstragende Deutsche aus bitterer EU-Erfahrung, was somit auf ihn persönlich zukommt.
    Junkers saudämliche Äußerung wird Merkel und Chultz vermutlich hunderttausende, wen nich Millionen Stimmen kosten. Danke, Monsieur Junkers, einen größeren Gefallen konnte er der AFD nicht tun.

  15. Ich bin neu hier und der Artikel wurde mir von einer guten Freundin wärmstens ans Herz gelegt. Dafür bin ich dankbar. Ich bin schockiert über so viele Fakten die ich schon immer befürchtet habe. Aber auch das wir so etwas nicht in den Normalen Medien lesen. Wird uns so viel Wahrheit nicht zugetraut? Hat man Angst vor einem mündigen Bürger? Auch die Bücher der beiden Autoren waren wir leider zuvor nicht bekannt. Dies wird sich nun ändern und ich freue mich auf die Lektüre. Weiter so!

  16. Auch Juncker ist lediglich ein Befehlsempfänger.

    http://krisenfrei.de/das-ende-der-demokratie-wie-wir-sie-kennen/

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