Botschaft eines zerrütteten Italien
Botschaft eines zerrütteten Italien

Botschaft eines zerrütteten Italien

Polizei-Einsatz in Italien © Wolfgang Prabel Polizei-Einsatz in Italien © Wolfgang Prabel
Der Populismus ist kein Aufstand der Abgehängten. Ohne zehntausende Anführer und Multiplikatoren aus dem Bildungsbürgertum könnten diese sich nie artikulieren.

Kaum war die erste Hochrechnung zum italienischen Referendum veröffentlicht, als sich die Journalisten auf die Suche nach Interwievpartnern von der Straße machten. Da muß man möglichst fix die richtigen Leut finden, die die korrekte veröffentlichungswerte Meinung haben.

Prinzipiell kommen folgende Ursachen für Renzis Desaster in Frage: Die Sorge vor einem Demokratiedefizit, weil die Senatoren nicht mehr gewählt, sondern ernannt werden sollten. Oder der Unmut über die Massenanlandungen von Afrikanern. Der Frust wegen hoher Arbeitslosigkeit und Merkels Sparpolitik. Der Ekel vor dem Euro. Ein allgemeiner Unmut über die Korruptheit der regierenden Demokratischen Partei und wegen der Selbstbedienungsmentalität der Politiker im Allgemeinen.

Ein-Mann- und Familienbetriebe

Welche Ursache ist dem Lügenjournalisten die genehmste? Auf keinen Fall die Asylkrise! Die hat mit keinem Wahlergebnis irgend etwas zu tun! Auch der Euro ist für die schreibende und lügende Zunft eine heilige Kuh, genauso wie die sich selbst ermächtigende EU. Interwievpartner, die sich in diesem Sinne äußern, werden nicht gesendet. Also bleibt die Wirtschaftslage, die Arbeitslosigkeit. Wenn man von der Sparpolitik loskäme, mit einem Konjunkturprogramm, könnte man die Wähler doch noch einmal ein Jahr ruhigstellen. So das keynesianistische und vulgärmaterialistische Medienmantra.

Ein rasender Reporter hatte bald den Sechser im Lotto gefunden: Eine snobistisch aussehende Dame, die sich gegen Renzis Neoliberalismus aussprach. Na, es geht doch! Tatsächlich hatte der hartkommunistische Flügel von Renzis Regierungspartei die No-Seite unterstützt und war dem Ministerpräsidenten damit in den Rücken gefallen. Aber so sehr viele Verräter kamen gar nicht zusammen.

Der harte Kern der PD-Wähler wohnt traditionsgemäß in der Toskana und in der Emilia-Romagna. Das war die streng kommunistische Gegend, wo der Priester Don Camillo gegen den übermächtigen Bürgermeister Peppone kämpfte, und wo noch in den siebziger Jahren die Kommunistische Partei über 50 % der Wähler von sich überzeugte. Das waren beim heurigen Verfassungsreferendum die beiden einzigen Regionen mit einer SI-Mehrheit, wenn man einmal von den Tirolern absieht, die die ganze italienische Polittheatralik einfach nicht verstehen.

Reicher Norden, armer Süden

Von dieser roten Festung in der Mitte Italiens aus nahm die Zustimmung zur Reform nach Norden und Süden hin ab. Nun ist der Norden eine industrialisierte Gegend, der Süden weniger. Der Norden ist reich, der Süden nicht so sehr. Allerdings lohnt sich auch im Norden ein Blick hinter die Kulissen. Im vergangenen Jahr war mein Transporter liegengeblieben und ich suchte eine Werkstatt in einem Industriegebiet in Settimo bei Verona auf. Es gibt dort fast hundert Industriegrundstücke mit Hallen. Die einzige mit reichlich Personal war die OPEL-Werkstatt, in der mein Auto wieder flott gemacht wurde.

Die meisten Hallen hatten nur ein, zwei oder drei Beschäftigte mit wirklich reichlich Platz. Eine riesige Stahlhalle hatte beispielweise ein Magier gemietet, um seine Kulissen, Zauberstäbe und Requisiten abzustellen. Das wirkte wie ein Menetekel, eine warnende Botschaft. Es sieht auf den ersten Blick alles nach viel Power und Dampf aus, bei näherem Nachschauen entpuppt sich fast alles als Teil des italienischen Systems der Einmann- und Familienbetriebe, die miteinander kooperieren, um mittlere und größere Aufträge überhaupt bearbeiten zu können.

Ein fragmentiertes Land

Dieses industrialisierte Venetien hat mit fast 61,9 % No gestimmt, Friaul mit 61,0 %, die Lombardei mit 55,5 %, und Piemont mit 56,5 %.  Eine monokausale Erklärung, dass Industrialisierung und relativer Reichtum mit Zustimmung zu Renzis Reform korreliert, ist also schlicht falsch.

Eine weitere Hypothese: Die Asylkrise verunsichert die Italiener. Die Anlandungen von Booten finden in Süditalien statt, besonders in Sizilien. Dort haben 71,6 % mit No gestimmt und im Hauptanlandehafen Catania wurde der Rekordwert von 74,6 % erreicht. Süditalien und die Inseln sind natürlich sensibel, weil das die Gegenden waren, die vom Sklavenfang am meisten betroffen waren, und in denen der Kampf gegen die moslemischen Korsaren die große nationale Erzählung ist. In Sardinien wählten 72,2 % Renzi ab, in Kalabrien 67,0 % und in Apulien 67,2%. Aber auch das Unwohlsein mit den moslemischen Afrikanern ist keine Erklärung, die alleine wahlentscheidend war.

Das politische Stadt-Land-Gefälle in Italien ist nicht so ausgeprägt wie in Amerika. Dieser Haß der Landbewohner auf die städtischen Eliten ist in Italien nur im Durchschnitt vorhanden. In der Toskana waren auch ländliche Regionen für Renzi, in Rom dagegen stimmten 63,3 % gegen die Reform, in Napoli sogar 70,4 % und in Palermo 72,5 %. Man erkennt am Wahlergebnis, dass Italien noch nicht zusammengewachsen ist, wie Garibaldi das erträumt hatte. Das Königreich beider Sizilien im Süden und Venezien sowie Savoyen im Norden sind noch nicht wirklich integriert, weil sie ihre eigene Geschichte und Kultur haben. Das kulturelle Erbe Savoyens und Venetiens verwaltet die Lega Nord. Und im Süden, dem sogenannten Mezzogiorno haben immer Parteien dominiert, die gegen die Rotwein-Eliten der Toskana argumentiert haben. Das war eine Zeitlang nur Berlusconi, jetzt sind es auch Separatisten, Autonomisten und Grillini.

Letztlich mobilisierten die drei großen Blöcke: Die Demokratische Partei (PD), die 5-Sterne Bewegung und das rechte Zentrum (Berlusconi, Lega Nord und Fratelli d`Italia) ihre Stammwähler für oder gegen die Reform. Und die PD hat mit ihren Satelliten eben nur 40 % Zustimmung, die Grillinis können knapp 30 % mobilisieren und die Rechten kommen auf 25 bis 28 %. Und genau so ging das Referendum aus: 40 zu 60.

Die Anführer der Abgehängten

Denn die Anhänger von Renzis Regierungspartei sind ja eine Minderheit. Regieren konnte er nur mit Hilfe der Siegprämie. Die stärkste Partei, das war 2013 mit 29,5 % sein Parteienbündnis. Und das stärkste Bündnis bekommt nach dem italienischen Wahlrecht mindestens 340 Sitze und damit die Mehrheit.

Monokausale vulgärmaterialistische Erklärungen, wie die aus dem Zwangsfernsehen, sind nichts als hirnlose Agitation und billige Propaganda. Der sogenannte Populismus ist kein Aufstand der Abgehängten. Ohne zehntausende Anführer und Multiplikatoren aus dem Bildungsbürgertum wie Grillo und Salvini würden diese sich nie artikulieren können. Unterbelichtete Politiker glauben immer noch, fast allen Bürgern die Stimme mit Wahlgeschenken abkaufen zu können. Das war einmal. Als die verbündeten Systemmedien noch die Deutungsmacht hatten. Nicht einmal in Italien funktioniert das mehr.

Es war tatsächlich ein ganzes Bündel von Gründen, die die Wähler motiviert haben, mit No zu stimmen. Die Asylkrise und der Ekel vor dem Euro haben da ihren festen Platz. Diese beiden Themen werden von den Italienern natürlich auch mit Frau Dr. Merkel in Verbindung gebracht.

 

Über Wolfgang Prabel

Wolfgang Prabel über sich: "Ich sehe die Welt der Nachrichten aus dem Blickwinkel des Ingenieurs und rechne gerne nach, was uns die Medien auftischen. Manchmal mit seltsamen Methoden, sind halt Überschläge... Bin Kommunalpolitiker, Ingenieur, Blogger. Ich bin weder schön noch eitel. Darum gibt es kein Bild." Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

12 Kommentare zu Botschaft eines zerrütteten Italien

  1. hubi stendahl // 8. Dezember 2016 um 16:20 //

    „Wer sind heute die wirklichen Machthaber in Italien? Wer entscheidet tatsächlich über die einzuschlagenden politischen Richtlinien? Laut Gioele Magaldi, Groβmeister der Loge Oriente Democratico, sind es die Ur-Logen. In seinem erst kürzlich erschienen Buch Massoni – Società a responsabilità illimitata: La scoperta delle Ur-Lodges („Freimaurer – Gesellschaften mit unbeschränkter Haftung: Die Entdeckung der Ur-Logen“) beschreibt er diese ominösen Elitelogen, in denen der Ministerpräsident Matteo Renzi angeblich gerne aufgenommen werden möchte. Damit wäre er in erlesenster Begleitung, denn auch der Präsident der Europäischen Zentralbank Mario Draghi sowie der ehemalige Präsident der italienische Republik Giorgio Napolitano seien Logenbrüder der Ur-Loge Three Eyes.

    Weiter hier:

    https://www.heise.de/tp/features/Geheimes-Italien-3377313.html

    • waltomax // 8. Dezember 2016 um 16:47 //

      Das sind alles Arschlöcher.

      • hubi stendahl // 8. Dezember 2016 um 20:56 //

        Hallo @waltomax

        Zitat:
        „Das sind alles Arschlöcher.“

        Einverstanden. Aber ich wollte eigentlich nur deutlich machen, dass eine Abwahl von Renzi völlig unbedeutend ist. Die Macht dahinter spielt weiter ihre Karten. Es soll ja immer noch Zeitgenossen geben die glauben, dass der Mauerfall von ein paar tausend Aufwiegler realisiert wurde.

        So wie Traumtänzer glauben, dass Trump der Friedensengel wird. Man schaue sich nur seine Mannschaft an. Die würden gleich morgen im Iran einmarschieren. Und sie werden ihre Klientel im industrie militärischen Komplex, an der Wallstreet (Mnuchin) und die Globalisierer bedienen. Plan B.

        Schau ich mir die heutige Verlängerung der Staatsanleihen-Ankäufe durch Draghi an, die Rolle Weidmanns als Guter, kann einem nur noch großes Kino bewundern.

        750 Mrd. Target 2, 1.5 Billionen sonstige Bürgschaften und Eventualverbindlichkeiten. Dann die Migrantenflut. Ne weitere Billion auf 10 JAHRE.

        Es läuft alles weiter nach Plan. Mit der künstlich erzeugten Krise werden sie bald versuchen das GG zu kippen. Wahrscheinlich vor der Bundestagswahl.

  2. waltomax // 8. Dezember 2016 um 16:36 //

    Primitiv`…

    In der Jungsteinzeit wohnten einige Stämme am Bodensee. Die Häuser standen auf Stelzen im See. Man arbeitete 4 Stunden am Tag, den Rest der Zeit verbrachte mit anderen Dingen. Niemand wäre damals auf die Idee gekommen, ein Schuldgeld einzuführen, das die Gesellschaft in ein andauerndes quantitatives Wirtschaftswachstum zwingt. Man arbeitete damals für sein täglich Brot und eine sinnvolle Bevorratung für den kommenden Winter.
    Aus meine Zeit in Südafrika weiß ich, dass die Zulus immer nur solange bei den Weißen arbeiteten, bis sie auf absehbare Zeit genug Geld zum Leben hatten. Danach gingen sie heim zu ihren Familien und kehrten erst zurück, wenn das Geld langsam ausging.

    Kernbotschaft: Egal, ob in Italien oder anderswo! Es gibt keine dauerhaft expandierenden Märkte. Alles strebt Grenzwerten zu, die auf eine Sättigung hindeuten. In dieser Phase kann man nur optimieren, was quantitativ schon erreicht ist. Das meint qualitatives Wachstum.

    Es gibt also kein spezifisches Problem in Italien, sondern vielmehr ein generelles mit lediglich italienischer Ausformung. Denn die Grenzen des Wachstumes betreffen schließlich die ganze Welt.

    Besonders in der Emiglia gibt es zahlreiche Agrar – Genossenschaften, die bis auf den heutigen Tag erfolgreich wirtschaften und kooperieren.
    Dabei geht es kaum mehr um quantitative Zuwächse, sondern um den Erhalt des bestehenden Marktes und des erreichten Wohlstandes. Man kann auch ohne quantitativs Wachstum leben. Mit Qualität nämlich.

    Doch die blinde Profitgier, die ja schlussendlich auch der Vater des Schuldgelsystemes ist, will uns ständig einreden, wir müßten ständig mehr und mehr „wachsen“. Obwohl unsere eigenen Vorfahren ob einer solche blöden Forderung sich sicher an den Kopf gefasst hätten. Zudem gibt es auch in der Gegenwart Menschen, die ohne diese Konditionierung leben und einer solchen erst gar nicht verfielen.

    Der ach so primitive Steinzeitler vom Bodensee hätte einem Draghi sicher den Vogel gezeigt, ein exponentielles Wachstum durch Drucken wertlosen weil ungedeckten Geldes anschieben und erhalten zu wollen.

    Nun habe ich nicht das Privileg, in einem Hause im See zu wohnen und nur 4 Stunden täglich zu arbeiten. Denn das Seeufer ist durch Bonzen besetzt, deren Besitz zu erhalten und zu steigern ich in meiner Arbeit ständig gepresst werde. Auf Kosten meiner Gesundheit und meiner Familie, für die man am Bodensee vor Jahrtausenden mehr Zeit hatte, als ich.

    Wer ist da wohl primitiv?

  3. waltomax // 8. Dezember 2016 um 17:45 //

    Kann man die USA mit Griechenland oder Italien vergleichen? Nie und nimmer?

    Trump kann sein Infrastrukturprogramm nur verwirklichen, wenn er ausländische Investoren gewinnt. Denn eine Steigerung der Staatsverschuldung um 2 000 000 000 000 $$ für neue Brücken, Autobahnen, Flughäfen, Bahntrassen usw. wird der Dollar nicht mehr verkraften.
    Die US – Bonds würden wegen mangelnden Vertrauens in den Dollar abstürzen.

    Trump kann die Neuverschuldung nur in dem Maße reduzieren, in welchem er das Tafelsilber in der Form der US – Infrastruktur verkauft. An China und andere, auch an inländische Geldgeber selbstverständlich. Das ist durchaus mit der Situation der Griechen vergleichbar.

    Die US – Bürger wären also langfristig beim Benutzen der Infrastruktur Pacht, Miete oder Maut schuldig. Als „Lohn“ dafür, die Steuern für das Programm aufgebracht zu haben, um sich selber einige Jobs auf Zeit zu finanzieren. Denn auch die beteiligten Baufirmen zahlen demgegenüber nur noch 15 % an Steuern.

    Fazit: Trumps Programm ist eine Mogelpackung, die nur kurz einen gewissen Boom erzeugen kann, aber kein nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Danach sind die Bürger wieder ohne Job und müssen Geld dafür bezahlen, um beispielsweise die Autobahnen zu benutzen. Was sie vorher nicht mussten. Der Normalfall in Italien, Frankreich und auch bald bei uns.

    Gewinner sind einige Großaktionäre und Trumps Branche, also letztlich er und seine Freunde.

    Bleibt die Frage, ob es klug ist, seine Infrastruktur von ausländischen Geldgebern abhängig zu machen.

    • Karl Bernhard Möllmann // 9. Dezember 2016 um 10:12 //

      . . .
      WAS wir immer wieder vergessen – Brücken, Strassen, Schulen, Krankenhäuser etc. werden weder vom Dollar, noch vom Gold oder vom Kredit, oder vom kriminellen Polit-Bankster gebaut – sondern von Menschen, die Morgens um 5:00 Uhr früh aufstehen, und bereit sind den ganzen Tag über knallhart körperlich zu malochen!
      .
      Und DIESE Art von Menschen, wird seit Jahrzehnten im Westen unterdrückt, mißhandelt, entwertet & entwürdigt – und wenn TRUMP es schafft DIESE Menschen aus dem Dreck zu holen, aus dem kriminellen CIA-US-Drogen-Sumpf & aus der staatlich organisierten Kriminalität zu befreien – DANN hat er eine faire Chance den Spieß wieder umzudrehen!
      .
      Und DANN kann Donald Trump auch OHNE die „Nieten in Nadelstreifen“ sein Infrastrukturprogramm verwirklichen – genau so wie nach dem Krieg in DEUTSCHLAND die Trümmer-Frauen die ARBEIT gemacht haben – denn den Kriegs-Schutt haben auch in Deutschland weder Kredite, noch Polit-Bankster oder andere Klugscheißer weggeräumt, um daraus neue Häuser zu bauen . . .
      .
      Oder haben Sie schon mal einen Kredit richtig hart im Schweiße seines Angesichtes „malochen“ sehen . . . ? ? ? ? ?
      .
      Im allerbesten Fall kann ein Kredit zum malochen MOTIVIEREN !
      .
      Aber die ARBEIT machen am Ende immer die Menschen !
      .
      Selbst dann, wenn sie Roboter bauen, programmieren & als Werkzeug einsetzen !
      .
      Oder auch nicht – weil sie vom kriminellen Zentral-Kommittee der EU, und der ganzen internationalen Globalisten-MAFIA – komplett & chronisch DE-MOTIVIERT sind !

      • @ Karl Bernhard Möllmann

        und wenn TRUMP es schafft DIESE Menschen aus dem Dreck zu holen, aus dem kriminellen CIA-US-Drogen-Sumpf & aus der staatlich organisierten Kriminalität zu befreien…

        Ha Ha Ha… Trump, nun ja… sowie es aussieht, wird alles noch wesentlich schlimmer kommen. Schauen Sie sich unter folgendem Link die Psychopathenhorde an, die er für seine Regierung vorsieht. (Fotostrecke)

        http://www.fr-online.de/us-wahl/trump-team–hohe-posten-fuer-weisse-maenner,11442534,34929406.html

        Und DIESE Art von Menschen, wird seit Jahrzehnten im Westen unterdrückt, mißhandelt, entwertet & entwürdigt

        Mit derartigen Übertreibungen kommen wir nicht weiter.. im Gegenteil, werden unglaubwürdig.

  4. waltomax // 8. Dezember 2016 um 18:34 //

    Infrastrukturprogramm auch für Europa und damit Italien?

    Neue Straßen machen Sinn, wenn da Güter transportiert werden, Leute zur Arbeit fahren und wieder heim, Touristen kommen und gehen, Krankentransporte gut voran kommen und wenn Polizei sowie Militär beweglicher werden.

    Ohne eine selbsttragende Wirtschaft bleiben Autobahnen leer, auch dann, wenn sie neu sind.

    Was nutzt Trumps Infrastrukturprogramm also, das angeblich auch für Europa diskutiert wird?

    NIX.

    Denn es wird dadurch kein Wirtschaftsaufschwung bewirkt, der die neue Infrastruktur auch nutzen kann. Und Italien verfügt schon über eine weitgehend gute Infrastruktur.

  5. Seit meiner Kindheit habe ich Italien als DAS Land in Europa erlebt, in dem es keine Rolle spielt, wer in der Regierung sitzt. Die Quizfrage war, ob ein Regierungschef ein ganzes Jahr übersteht, geschweige denn die volle Legislatur.
    -> https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4sident_des_Ministerrats#Italienische_Republik_.28ab_1946.29

    Kaum vorstellbar, wie sie das im alten Rom geMACHT haben, bevor ein Kaiser den nächsten ablöste. Seit König Silvio hat die italienische Türklinkenkomödie zwar wieder an Dynamik verloren, aber Italien wäre nicht Italien, wenn sich viel mehr als nichts bewegen würde. Dass gemäss MASSEnmedien nun ausgerechnet die Finanzmärkte darauf reagieren sollten, wenn in Rom ein Sack Nudeln umfällt …

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

    PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

    • Karl Bernhard Möllmann // 9. Dezember 2016 um 10:24 //

      . . .
      ZITAT @ kosh:
      „…aber Italien wäre nicht Italien, wenn sich viel mehr als nichts bewegen würde.“
      .
      Offensichtlich WISSEN Sie weder was ein LAMBORGHINI ist – noch können Sie mit einem FERRARI etwas anfangen . . .
      .
      DAS sind nur zwei Beispiele für handwerkliche Meister-Leistungen der Italiener !
      .
      Die Italiener MISSTRAUEN der Politik & der Finanz-MAFIA – und DARUM lieben wir sie so sehr . . .
      .
      Aber Sie schreiben halt für die andere Seite der „MASSEnmedien“ und der „Finanzmärkte“ !
      .
      Genau DORT gehen halt unsere MEIN-ungen weit auseinander . . . !
      .
      Wenn in Tel Aviv ein Sack Reis umfällt – dann interessiert DAS auch kein Schwein . . .

      • Sehr geehrter @Karl Bernhard Möllmann

        – Offensichtlich WISSEN Sie …

        … wie immer alles besser, aber das MACHT nichts. U.a. deshalb kann ich so einiges aus Ihrer Feder nicht nachvollziehen, dennoch würde ich mich nur widerspenstig erdreisten Ihnen zu unterstellen, was Ihre Ziele sind oder für wen Sie schreiben. Aber Ihnen scheint es ein diskussionswürdiges “Argumentarium” zu sein, unverdrossen über Auftraggeber und dergleichen zu spekulieren. Zu Ihrem Verdruss bin ich nur bis zu einem gewissen Grad auf Ihrer Linie, abseits davon vertrete ich meine eigene Meinung. Von sich gegenseitig auf die Schulter klopfen und Einigkeit zu mimen, davon halte ich wenig, wenn Argumente stichhaltig sind dagegen umso mehr.

        Ich kann leider auch in diesem Fall nachvollziehen, was der Hinweis auf italienische Handwerkskunst damit zu tun hat, dass Italien überspitzt formuliert DAS Land in Europa ist, welches auch ohne Regierung funktioniert. Ihnen genügt auch eine Liste der Ministerpräsidenten nicht, deren Regierungszeiten über die Einarbeitungszeit nicht hinaus kommt und schon deshalb nichts geleistet haben kann. Nicht umsonst wirft man Italien wirtschaftspolitischen Stillstand vor, was ja per se nicht schlecht sein muss, ist aber so. Unter anderem deshalb würde ich an Ihrer Stelle daraus schliessen, dass ich eben gerade NICHT für …

        – … für die andere Seite der „MASSEnmedien“ und der „Finanzmärkte“ …

        … schreibe, weil Lamborghini & Co. TROTZ Regierungsunfähigkeit hervorragende Leistungen vollbringen, obwohl ich das genau genommen nicht aus persönlicher Erfahrung berichten kann, weil ich noch nie einen Traktor aus besagtem Haus gefahren bin.

        Die Amis auf Kurs
        Grüsse
        kosh

        PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

      • Um weitere Missverständnisse auf Metaebene zu vermeiden:

        “Ich kann leider auch in diesem Fall NICHT nachvollziehen”

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