Merkel und Gabriel auf Crashkurs
Merkel und Gabriel auf Crashkurs

Merkel und Gabriel auf Crashkurs

SPD-Chef Sigmar Gabriel © GEOLITICO SPD-Chef Sigmar Gabriel © GEOLITICO
TTIP,Visa für Türken, Elektroautos und Islam: In jedem Punkt stehen Kanzlerin Merkel und ihr Vize Gabriel gegen Volkes Meinung. Der Wochenrückblick im „Sonntagspanorama“.

Liebe Leserinnen und Leser, Putin gibt es jetzt auch als gegenständlichen Lautsprecher:

 

Merkel ist kein bisschen leiser. Die Bundesregierung prüft zurzeit die Übernahme der Führung eines in Litauen stationierten NATO-Bataillons durch die Bundeswehr:

„Entgegen anderslautenden Behauptungen der Kanzlerin wäre damit der faktische Bruch der NATO-Russland-Grundakte aus dem Jahr 1997 verbunden; das wiederum liefe auf eine neue Eskalation des Konflikts zwischen dem Westen und Russland hinaus. Die Grundakte sieht vor, dass die NATO östlich ihres angestammten Bündnisgebiets aus der Zeit des Kalten Kriegs nicht substantielle Kampftruppen dauerhaft stationiert.“[1]

CO2 ist gut

Der respektable Journalist und Buchautor Franz Alt, der sich nach eigener Aussage schon seit 30 Jahren mit der Energiewende beschäftigt, berichtet auf seiner Homepage Sonnenseite von einer NASA-Studie[2], nach der hohe CO2-Emissionen die Welt teilweise um 50 % grüner gemacht haben.

In der Studie heißt es:

„Das verstärkte Wachstum, das auch die Nahrungsmittelproduktion umfasst, kann zu grundsätzlichen Veränderungen im Wasser- und Kohlenstoffkreislauf führen. Auch ist es der Grund dafür, dass immer mehr CO2 für längere Zeit aus der Atmosphäre entfernt wird. Das sorgt für ein langsameres Ansteigen der Konzentration dieses Klimagases. Zu einer Umkehr kommt es allerdings nicht.“

Nach Auffassung der NASA nähern wir uns der höchsten Kohlendioxidkonzentration der vergangenen 500.000 Jahre.

Die Alternative für Deutschland (AFD) sieht es in ihrem Grundsatzprogramm ähnlich:

„Das Klima wandelt sich, solange die Erde existiert. Die Klimaschutzpolitik beruht auf untauglichen Computer-Modellen des IPCC (Weltklimarat). Kohlendioxid (CO2) ist kein Schadstoff, sondern ein unverzichtbarer Bestandteil allen Lebens. Der IPCC versucht nachzuweisen, dass die von Menschen gemachten CO2-Emissionen zu einer globalen Erwärmung mit schwerwiegenden Folgen für die Menschheit führen (…) Solange die Erde eine Atmosphäre hat, gibt es Kalt- und Warmzeiten. Wir leben heute in einer Warmzeit mit Temperaturen ähnlich der mittelalterlichen und der römischen Warmzeit. IPCC und deutsche Regierung unterschlagen die positive Wirkung des CO2 auf das Pflanzenwachstum und damit auf die Welternährung. Je mehr es davon in der Atmosphäre gibt, umso kräftiger fällt das Pflanzenwachstum aus.“[3]

Seit Beginn der industriellen Revolution ist die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre um mehr als 40% angestiegen. Die Welternährungsorganisation FAO, geht davon aus, dass die Viehhaltung weltweit für 14,5 Prozent aller Treibhausgase verantwortlich ist. Das entspricht etwa dem Klimagasausstoß von Fahrzeugen und Flugzeugen zusammen, berichtet die Deutsche Welle.

Donald Trump: Folter wirkt

Obwohl alle einschlägigen Studien besagen, dass das Erpressen von Informationen durch Folter nicht zielführend ist, behauptet Donald Trump das Gegenteil.

Auch wenn sich Donald Trump noch viel härtere Maßnahmen als Waterboarding vorstellen kann, bedeutet das noch lange nicht, dass Trump keine Chance bei der Präsidentschaftswahl hat. Nach einer Reuters/Ipsos-Umfrage lehnen nur 15 % der Amerikaner Folter vollständig ab. Fast zwei Drittel der Befragten billigen Folter, um Informationen von verdächtigen Terroristen zu bekommen.[4] Gibt es auch irgendwelche Tugenden, die die Amerikaner in Donald Trump hineinproijezieren könnten?

Das schwarze Schaf der Woche

Schwarzes-Schaf / Quelle: Claus Folger

Schwarzes-Schaf / Quelle: Claus Folger

„Angela Merkel weiß, was Emigration ist. Sie gehörte als Pfarrerstochter in der DDR zu den inneren Emigranten. Sie schaut auf ihr Land mit dem Blick einer inneren Emigrantin.“
Kein Verstand und irgendwie christlich bzw. merkelhuldigend. Das Ergebnis ist das neue Buch von Franz Alt „Flüchtling. Jesus, der Dalai Lama und andere Vertriebene. Wie Heimatlose unser Land bereichern“, dem das Zitat oben entnommen wurde.

Allerdings schaut nicht nur die Bundeskanzlerin mit dem Blick einer inneren Emigrantin auf Deutschland. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel ist schon lange in der inneren Emigration versunken. Denn:

  • Die Mehrheit der Deutschen ist gegen TTIP. Merkel und Gabriel sind dafür.
  • Die Mehrheit der Deutschen ist gegen eine Visafreiheit für türkische Staatsbürger. Merkel und Gabriel sind dafür.
  • Die Mehrheit der Deutschen ist gegen eine Kaufprämie für Elektroautos. Merkel und Gabriel sind dafür.
  • 60 Prozent der Deutschen sind laut einer repräsentativen Umfrage durch das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap der Ansicht, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört. Die zwei Eingebildeten sagen „doch“.

Schlechte Umfragewerte schüren Rücktrittsgerüchte. Der Postillon fasst beim Bundesminister für Wirtschaft nach:

„Sie wollen also auch nicht zurücktreten, wenn die SPD noch weiter abrutscht und in Umfragen unter 20 Prozent fallen sollte?
Sigmar Gabriel: Es wäre völlig unverantwortlich, ausgerechnet dann zu gehen, wenn es mit der Partei bergabgeht.
Verstehe. Würden Sie also erst zurücktreten, wenn es wieder aufwärtsginge?
Sigmar Gabriel: Sind Sie wahnsinnig? Dann würde ich selbstverständlich bleiben, weil mir der Erfolg ja Recht geben würde.“

Österreichs Bundeskanzler Faymann ist unterdessen wegen fehlender Rückendeckung in seiner Partei (SPÖ) von allen seinen Ämtern zurückgetreten. In seiner Rücktrittsrede geht er noch einmal auf Österreichs Rolle als Schleuser ein, die Flüchtlingen außerhalb Österreichs ein Asylrecht hat finden lassen:

„Ich habe im vergangenen Jahr ebenfalls eine große Herausforderung zu meistern gehabt. Es sind viele Menschen auf der Flucht, sei es mit oder ohne Asylgrund, durch unser Land gezogen. Es war die enge Abstimmung mit Deutschland und Schweden, die bedeutet hat, dass Hunderttausende Flüchtlinge weiter in Deutschland, in Schweden, in anderen Ländern ein Asylrecht gefunden haben. Es sind 95 Prozent weitergezogen.“

Österreich rückt weiter massiv nach rechts. Die Rechte kehrt zurück an die Macht.

Putsch in Brasilien! Der Senat setzt Präsidentin Dilma Rousseff ab. Die junge Welt beschwert sich, „dass im Falle Brasiliens fast immer unterschlagen wird, dass sich die Vorwürfe gegen Rousseff (Buchhaltungstricks, Anm. d. A.) auf ihre letzte und nicht auf ihre gegenwärtige Amtszeit beziehen – das Instrument des Impeachment soll aber die Absetzung von Politikern ermöglichen, die ihr Amt aktuell missbrauchen.“ – Neuer Agrarminister soll der weltgrößte Sojaproduzent Blairo Maggi werden. Nach Ansicht des WWF droht dem Amazonas-Regenwald nun großflächige Abholzung.

Das weise Schaf der Woche

Weißes-Schaf Quelle: Claus Folger

Weißes-Schaf Quelle: Claus Folger

„Wer eine ausschließlich an der christlichen Maxime orientierte Politik propagiert und die für einen Staat konstitutiven verfassungsrechtlichen, ökonomischen und soziologischen Kategorien als fremdenfeindlich negiert, sollte der Bevölkerung klar sagen, dass dadurch nicht nur das Risiko von Terroranschlägen steigt, sondern auch eine Destabilisierung und letztlich das Kollabieren des Staates die Folge sein wird.“
Ein Leser der Zeitung Evangelisches Frankfurt wendet sich gegen die Parole Kirche gegen AFD.

Mein Lektüretipp der Woche:

Laut einer Studie sind tausende aus Syrien und dem Irak geflohene Christen in deutschen Flüchtlingsheimen Gewalt und Drohungen ausgesetzt. Sicherheitspersonal und muslimische Flüchtlinge sollen für die Übergriffe verantwortlich sein.[5]

 

Anmerkungen

[1] german-foreign-policy.com http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59357

[2] http://www.sonnenseite.com/de/wissenschaft/nasa-studie-hohe-co2-emissionen-haben-die-welt-gruener-gemacht.html

[3] https://www.alternativefuer.de/wp-content/uploads/sites/7/2016/03/Leitantrag-Grundsatzprogramm-AfD.pdf

[4] http://www.reuters.com/article/us-usa-election-torture-exclusive-idUSKCN0WW0Y3

[5] http://www.dw.com/de/verfolgte-christen-auch-hier-in-gefahr/a-19244088