USA droht schwere Wirtschaftskrise

Krise USA / Trumptower / Quelle: Pixabay, lizenezfrei Bilder und Grafiken, open library: https://pixabay.com/de/photos/der-trump-tower-geb%C3%A4ude-stadt-3325245/ Krise USA / Trumptower / Quelle: Pixabay, lizenezfrei Bilder und Grafiken, open library: https://pixabay.com/de/photos/der-trump-tower-geb%C3%A4ude-stadt-3325245/
 

Die Risikoindikatoren für die US-Wirtschaft steigen auf Höchstwerte: Der Abschwung hat das Potenzial, sich ganz schnell zu einer großen Krise zu entwickeln.

Viele Anleger glauben, dass der kleine Rückschlag, den die Aktienmärkte Anfang August erlebt haben, schon wieder vorbei ist. Nach dem Motto: „Trump wird es schon richten“. Doch dem ist nicht so, denn treffsichere Frühindikatoren signalisieren auch in den USA eine Rezession, und die fundamentale Bewertung der US-Börse ist weiterhin extrem hoch. Das zeigen unisono alle bewährten Kennzahlen der Fundamentalanalyse, darunter die Aktienmarktkapitalisierung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP).

Diese Kennzahl wird häufig als Buffett-Indikator bezeichnet, weil der amerikanische Starinvestor sie nach der Baisse Anfang der 2000er Jahre ausdrücklich empfahl. Sie sei die einzige makroökonomische Kennzahl, so Buffett damals, die jeder Anleger kennen und verfolgen sollte.

Historische Überbewertung

Wie in den Jahren 2000 und 1929 zeigt dieser „Buffett-Indikator“ jetzt also erneut eine historische Überbewertung an. Im ersten Fall halbierte sich anschließend der S&P 500, während es an der NASDAQ und mit dem DAX sogar um mehr als 70% abwärts ging. Im zweiten Fall kam es zu einem weltweiten Aktiencrash von 50%, der sich aber lediglich als der Auftakt einer verheerenden Baisse entpuppte, in deren Verlauf die Aktienkurse 90% ihres Wertes einbüßten.

Diese wichtige und bewährte Kennzahl der fundamentalen Bewertung hat inzwischen sogar das Hoch des Jahres 2000 überschritten. Quelle: St. Louis Fed / Claus Vogt

Diese wichtige und bewährte Kennzahl der fundamentalen Bewertung hat inzwischen sogar das Hoch des Jahres 2000 überschritten. Quelle: St. Louis Fed / Claus Vogt

Wenn die fundamentale Bewertung von ihren kürzlich erreichten Höchstwerten auf ein Niveau zurückkommt, das bisher noch in jeder Baissephase erreicht wurde, dann wird sich der S&P 500 Index dritteln. Ich rede hier ausdrücklich nicht über ein Worst-Case-Szenario, sondern darüber, was in allen früheren Zyklen geschehen ist.

Risikoindikatoren sind auf Höchstwerte gestiegen

Deshalb sollten Anleger die hohe Überbewertung nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern sich darüber Gedanken machen, wie sie Geld verdienen können, wenn es tatsächlich dazu kommen sollte.

Der DAX und zahlreiche andere Indizes, darunter der wichtige US-Banken Index und der auf 2.000 Aktien basierende US-Nebenwerte Index Russell 2000, befinden sich bereits in einer Baisse. Jetzt deutet alles darauf hin, dass der S&P 500 und der Dow Jones Industrial Average sehr bald nach unten folgen werden.

Denn meine Risikoindikatoren sind auf Höchstwerte gestiegen, und meine Rezessionsmodelle signalisieren auch für die USA einen Konjunkturabschwung, der Donald Trump im Wahlkampf höchst ungelegen kommen dürfte. Aufgrund der massiven ökonomischen Ungleichgewichte und Fehlentwicklungen der vergangenen Jahre hat dieser Abschwung sogar das Potenzial, sich ganz schnell zu einer großen Krise zu entwickeln.

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Über Claus Vogt

Claus Vogt ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Krisensicher Investieren“. Zusammen mit Roland Leuschel schrieb er die Bücher „Das Greenspan-Dossier“, „Die Inflationsfalle“, „Bitcoin & Co. - Finte“ oder „Neugestaltung des Geldsystems?“. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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Wayne Podolski
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Neulich hing schon im Pentagon folgender Anhang am Schwarzen Brett …

Teilnehmer für Krieg gesucht

Veraltete Infrastruktur ? Zu viele nutzlose Esser ?

Ein mehrwöchiges Dauerbombardement könnte Abhilfe schaffen, durchgeführt durch unser in Kriegserfahrungen unerreichtes Kompetenzteam. Die professionell vorbereitete Begleitung einer Propagandakampagne ist selbstverständlich, wie auch der Wiederaufbau durch darauf spezialisierte U.S-Firmen.

Haben wir Ihr Interesse geweckt ? Dann richten Sie Ihre Bewerbung bitte schriftlich an: 1400 Defense Pentagon, Arlington, VA 20301

hubi stendahl
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hubi stendahl

@Wayne “Ein mehrwöchiges Dauerbombardement könnte Abhilfe schaffen, durchgeführt durch unser in Kriegserfahrungen unerreichtes Kompetenzteam.” Das ist sicher als Satire gedacht, denn Sie wissen, der ganz große Krieg fällt aus; es gäbe dabei keine Gewinner. Auch nicht die “Elite”. Wir sehen hier einen Kampf des Konservatismus gegen eine zentralisierwütige Macht der internationalen Konzerne ohne Rücksicht auf Verluste. Der Konservatismus einschl. Tea-Party wird in den USA durch Trump und neuerdings für GB durch Boris Johnson repräsentiert, während alle anderen Gipfelteilnehmer beim heutigen G7 Treffen als Marionetten unter der Fuchtel des westlichen Kapitals stehen, das im Tarngewand des Unterstützers des Kulturmarxismus als internationale… Read more »

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vier
Gast
vier

@Wayne Podolski: “Ein mehrwöchiges Dauerbombardement könnte Abhilfe schaffen, durchgeführt durch unser in Kriegserfahrungen unerreichtes Kompetenzteam. Die professionell vorbereitete Begleitung einer Propagandakampagne ist selbstverständlich, wie auch der Wiederaufbau durch darauf spezialisierte U.S-Firmen.” Ist doch klasse für die drei Trümmer-Girl’s aus DE. Gleich mal ein paar Beratungsfirmen für 250 Millionen € dransetzen, eine globale Ausschreibung zelebrieren- inkl. Probebomben- und dann dafür sorgen, dass den Auftrag die “Richtigen” bekommen- Hauptsache es funktioniert NICHTS, wie angegeben- und aus dem “mehrwöchigem Dauerbombardement” wird- oh wundersame Welt der alles könnenden propagandaerprobten Polit-Zauberinnen: ein FLUGHAFEN in Vladivostok und das noch vor 2029- scheißegal das der dann 1,0… Read more »