Trump macht alte Medien stark

Zeitungsstapel © GEOLITICO Zeitungsstapel © GEOLITICO
Alle Welt glaubt, Trump sei ein Segen für Twitter & Co. Weit gefehlt! Sein Populismus macht die alten TV-Sender und Zeitungen stärker und reicher als je zuvor.

Über Jahre sanken in den USA die Auflagenzahlen der großen Tageszeitungen, die Einschaltquoten der Fernsehsender schrumpften. Dafür hatten Blogs und der konservative TV-Kanal „Fox News“ Konjunktur. Doch dann kam Donald Trump und bescherte den Medien, die er beschimpft und von seinen Pressekonferenzen ausschließt, das Geschäft ihres Lebens. Oder anders gesagt: „Trump sales.“

Wo immer er auftaucht, zieht Trump alle Aufmerksamkeit auf sich. Er polarisiert nicht nur, seine Unberechenbarkeit in politischen Entscheidungen, seine Rücksichtslosigkeit Freunden und Gegnern gegenüber, die Geschichten um seine Russland-Kontakte, die von ihm geschürte Frucht vor Handelskriegen verschaffen ihm eine Aufmerksamkeit, wie sie zuvor keinem anderen US-Präsidenten zuteil wurde. Ob aus Furcht, aus Neugier oder aus begründetem politischen Interesse: Die Menschen wollen keine seiner Botschaften verpassen und suchen diese vor allem in den traditionellen Medien.

Eine Milliarde für CNN

So ließ sich Leslie Moonwist, Chef der Sendergruppe CBS, unlängst zu dem Trump-Bekenntnis hinreißen:

„Er mag nicht gut für Amerika sein, aber er ist verdammt gut für CBS.“[1]

Im Wahlkampf stiegen die Einschaltquoten der Sender um bis zu 150 Prozent, wenn über Donald Trump berichtet wurde oder seine Reden live zu sehen waren. Und der Erfolg hält an. CNN meldete für die ersten drei Monate dieses Jahres einen weiteren Anstieg der Zuschauerzahlen um 36 Prozent. Damit bescherte Trump dem Sender in diesem Zeitraum einen Gewinn von 1,1 Milliarden Dollar.

Auch die New York Times, die in den vergangenen zehn Jahren immer wieder durch Verluste selbst in die Schlagzeilen geriet, meldet dank Trump erstaunliche Erfolge. Ausgerechnet die Zeitung, die der US-Präsident am meisten hasst, verkaufte im ersten Quartal dieses Jahres rund 300.000 Digitalabos mehr. Das ist ein Anstieg um 16 Prozent und damit der stärkste Zuwachs in der Geschichte der New York Times.[2] Trump macht Zeitungen und Fernsehsender wieder stark, die ihn aufs Schärfste bekämpfen. Die Menschen wenden sich wieder den Medien zu, die Trump beinahe täglich mit Häme überzieht.

Der Kern dieses großen Geschäfts ist der Skandal. Ein Skandal, von dem letztlich beide Seiten profitieren. Trump gewinnt, weil die Massenmedien seine Provokationen und Botschaften unters Volk bringen. Laut einer aktuellen Umfrage des PEW-Instituts würden ihn über 40 Prozent der Amerikaner heute noch einmal wählen. Im November 2016 hatten sie ihn mit 46 Prozent der Stimmen ins Weiße Haus gebracht.

Ein abgekartetes Spiel?

Die Medien gewinnen durch höhere Quoten, die ihnen wiederum steigende Abo- und Werbeeinnahmen bescheren. Dieser Präsident ist ein Segen für die Medien, die seit über einem Jahrzehnt vor allem durch ihre Nähe zu den politischen Entscheidungsträgern und ihre Verankerung im Establishment auffielen.

Ob Trump Amerika wieder „groß machen“ wird, wie er im Wahlkampf versprochen hat, sei einmal dahingestellt. Die etablierten Medien, die das Vertrauen der Menschen in den vergangenen Jahren gründlich verspielten, führt er jedenfalls zu alter Größe zurück. Damit stärkt er die schwindenden Kräfte des Establishments, das er angeblich bekämpfen will. Ist diese Entwicklung eine zwangsläufige Folge von Trumps Populismus? Oder ist sie ein abgekartetes Spiel? Jedenfalls stehen jene alten Kräfte wieder, sollten Trump sich aus dem Präsidentenamt verabschieden müssen.

 

Anmerkungen

[1] http://www.hollywoodreporter.com/news/leslie-moonves-donald-trump-may-871464

[2] http://www.deutschlandfunkkultur.de/weltzeit.978.de.html

Print Friendly, PDF & Email
Über Thomas Castorp

Thomas (Hans) Castorp blickt vom Zauberberg herab auf die Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Fragenstellungen. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

30 Kommentare zu Trump macht alte Medien stark

  1. Deutscher im Exil // 26. Mai 2017 um 16:09 //

    Das beweist nur, daß es alternative Medien in den VSA noch nicht in signifikantem Umfang gibt. Das ist nicht neu.

    Anders: Interessierte haben faktisch keine andere Wahl, sich zumindest grob zu informieren als in den System-Medien.

    Ferner sind Bildung und Grad der politischen Bewußtheit in den VSA so dramatisch niedriger als in den meisten Teilen Europas (wo der Grad der poltitischen Bewußtheit immer noch viel zu niedrig ist), so daß alternative Medien es sehr schwer haben, erfolgreich zu sein.

    Das sind die Nachteile der „splendid isolation“ vom „rest of the world“.

  2. ZwieStein // 26. Mai 2017 um 16:41 //

    Zumindest liest man in ameikanischen alternativen Medien Dinge, die man den „schlauen“ Deutschen vorenthält.

  3. Daxberger Sepp // 26. Mai 2017 um 18:06 //

    Das mit dem Bodensatz ist gut dazu zählt auch einer der Hausierer Jungen Namens Goldman aus Knetzgau
    Wie richtig erwähnt die meisten Auswanderer aus Europa vornehmlich aus Deutschland hatten in der Heimat keine Chance.

  4. Zitrone // 26. Mai 2017 um 22:02 //

    Eklat beim evangelischen Kirmes Tag!

    Nein, Trump war nicht vor Ort, man einigte sich einstimmig auf Obama, den ehe-
    maligen Chorknaben der VSA.

    Auf dieser Veranstaltung führt sich der schweigende Michel selbst vor! Er/Sie schweigt
    auch dann noch, wenn sich ein mutiger Aussenseiter traut, dieses Schweigen zu brechen.

    Liebe Kinder, gebt fein acht, usw..

    Diese Leute nennen sich “Christen”, wählen garantiert im September das eiskalte Händ-
    chen, haben mit Sicherheit die neuste Bibel von Netzdurchsetzungs-Minister Rottweiler
    auf dem Nachtisch und beten jeden Abend dafür, daß die Lüge siegen möge.

    • hubi stendahl // 27. Mai 2017 um 09:11 //

      @Zitrone

      Danke für das Einstellen des Videos.

      Ja @Zitrone; auf dem Podium sitzen sie, die Pharisäer (Schweinepriester) und Sadduzäer (Politiker = Hofnarren des Kapitals), denen sich Jesus von Nazareth mit einem neuen Konzept in den Weg stellte.

      „Ich habe Feuer auf die Welt geworfen, und siehe, ich bewahre es, bis sie brennt.“

      Immer wieder gab es im steten Wandel und Kampf Menschen wie Jesus von Nazareth, immer wieder wurden sie verflucht, abgewehrt, verlacht oder getötet. Und die Welt brennt bis heute.

      Wir werden auch wieder Zeiten sehen, in denen der mutige Zwischenrufer im Video während der heuchlerischen Schweigeminute nicht so glimpflich davon kommt. Auch solche Zeiten gab es und wird es wieder geben. Zeiten, in denen die sich mit dem Kapital gemein machenden Heuchler dieser Sekten und sein Oberhaupt, der jesuitische Papst, ihre satanische Fratze zeigen werden.

      Das wird dann den nächsten Martin Luther hervorbringen und wir werden sehen, inwieweit die Ideen eines Jesus von Nazareth, im Klartext vermittelt, einem großen Teil der Menschheit ihre Berufung bewusst werden lässt und die Heuchler auf dem Podium vertreibt.

      • Zitrone // 27. Mai 2017 um 09:57 //

        @hubi stendahl

        Diese Pharisäer können doch nur deswegen dort sitzen, weil es Menschen gibt,
        die den Raum füllen, in dem hochgestapelt wird. Die einen sitzen oben, die
        anderen unten.

        Jene die unten sitzen, haben noch nicht einmal das nötige Bewusstsein hierfür!
        Wäre der Raum leer, hätten diese Typen niemanden mehr der ihnen zuhört.

        Deren Publikum hat sich selbst zu einem reinen Beobachter ohne Kenntnis
        degradiert. Dort sitzen im Grunde keine Menschen, sondern leere Hüllen,
        die sich alleine deshalb heilig und gut fühlen, weil sie den Kirchentag besuchen,
        ähnlich den Bahnhofsklatschern.

        Würden jene, die sich evangelische “Christen” nennen, ihren Denkapparat
        einschalten, müssten sie sich über die Folgen ihres Handelns klar werden.

        Aber wieso sollten derart blockierte, unfreie Geister, über das Prinzip von Ursache
        und Wirkung bei sich selbst reflektieren, wenn es diesen nicht einmal bei den Pfaffen,
        Journalisten oder Politmarionetten gelingt, welche sie einfach so gewähren lassen,
        ohne zu wissen was sie tun?

      • MutigeAngstfrau // 27. Mai 2017 um 10:47 //

        Nun beruhigt Euch mal wieder, Ihr habt doch gehört, was Käseperson gesagt hat:
        Zwei deutsche Großeltern auf jeder Seite kommt aus der Braune Ecke.
        Also ab mit Euch auf die stille Treppe und Maul halten!

      • MutigeAngstfrau // 27. Mai 2017 um 10:51 //

        Und noch ein Wort zum Kirchentag:
        Der Oberbomber der kriegslüsternsten Welteroberer aller Zeiten gibt sich die Ehre auf einem kirchlichen Oberstelldichein. Was für ein Irrsinn der Heuchelei!
        Und die geistig völlig herunter gewirtschafteten Schafe mähen vor Begeisterung Halleluja.

        Wäre nicht schon die Verleihung des Oberdynamitpreises mit dem orwellsch verdrehten Titel „Frieden“ bis in die nächste Steinzeit nicht mehr zu toppen , müsste man nun dies als Gipfel des Irrsinns bezeichnen.

      • Zitrone // 27. Mai 2017 um 11:14 //

        @MAF

        Ist dann auch die Frau mit den stinkenden Füssen eine Nazischlampe?

        http://www.journalistenwatch.com/2017/05/27/margot-kaessmann-jeder-deutsche-mit-deutschen-eltern-ist-ein-nazi/

      • Zitrone // 28. Mai 2017 um 09:04 //

        Hier ein weiteres aussagekräftiges Video zum bunten und coolen
        Kirchentag-Event. Diesmal bekommt man keine Fußwaschung
        (Jesuiten-Papst) vorgeführt, sondern den hirngewaschenen
        Homunkulus.

      • Conrath // 28. Mai 2017 um 09:45 //

        Frau Zitrone,

        vielleicht wird aus diesem Kirchenkulturkrampf ja noch mal was ganz anderes, wie die CIA-Drogen-Psychokultur dialektisch in die Antivietnambewegung und freie Alternativen umschlug. Die Geschichte ist voll von solchen Überraschungen. Der jetzige Input des tiefen Gutmenschengesinnungswahns ist ekelig, also könnte durch die vernünftigen Transformatoren und Multiplikatoren in sein pures Gegenteil (des Beabsichtigten) umgewendet werden.

        Grüßend
        (hier sind die Alpen dunstverdeckt, aber nicht verschwunden, was ja nicht jeder auseinander hält)

  5. MutigeAngstfrau // 27. Mai 2017 um 07:02 //

    Weshalb werden Kommentare von Deutscher im Exil und Waltomax zunächst freigeschaltet und dann herausgelöscht?

    • Karl Bernhard Möllmann // 27. Mai 2017 um 12:30 //

      . . .
      DAS ist mir auch schon „passiert“.
      .
      Am besten GEOLITICO fragen WANN & WARUM das Deutsche Grundgesetz verletzt wird – denn eine Zensur findet NICHT statt – jedenfalls dann nicht, wenn wir uns an das Grundgesetz halten!
      .
      ABER Psychopathen aller Art – HASSEN die Freiheit – also müssen wir immer & überall wachsam sein!

  6. Karl Bernhard Möllmann // 27. Mai 2017 um 12:22 //

    . . .
    ZITAT @ Thomas Castorp:
    .
    „Die Menschen wollen keine seiner (Trump) Botschaften verpassen und suchen diese vor allem in den traditionellen Medien.“
    .
    DAS ist kompletter Quatsch – wie die folgende Harvard-Studie beweist!
    .
    https://needtoknow.news/2017/05/harvard-study/
    .
    Zwischen 80 & 93 Prozent der untersuchten Medien berichten NEGATIV über Donald Trump – bleiben also MAXIMAL zwischen 7 & 20 Prozent Berichterstattung über Trump’s „Botschaften“ . . .
    .
    In den USA läuft eine komplett ANDERE Geschichte zwischen dem „DEEP STATE“, den MEDIEN & Donald Trump – über die Sie HIER informiert werden:
    .
    https://www.thenation.com/article/are-we-witnessing-a-coup-operation-against-the-trump-white-house/
    .
    http://www.counterpunch.org/2017/05/18/fast-and-furious-now-theyre-really-gunning-for-trump/

    • hubi stendahl // 27. Mai 2017 um 21:18 //

      @KBM
      Zitat:
      „Zwischen 80 & 93 Prozent der untersuchten Medien berichten NEGATIV über Donald Trump….“

      ….und den Vogel schießt die ARD ab, wie Thomas E. Patterson, Bradlee Professor of Government and the Press ermittelte: 98 % negative Berichte in den ersten 100 Amtstagen:

      https://shorensteincenter.org/news-coverage-donald-trumps-first-100-days/

      Übrigens hat er heute seinen Stinkefinger genutzt und die Klimasekte vorgeführt.

      Fr.Merkel war so amused, dass sie sich auch noch verplapperte. Sie outete sich damit, dass sie den Klimaschwindel klar als Steigbügel für die Globalisierung benannte. Nicht etwa das Klima muss also gerettet werden, sondern die Globalisierung ihrer Auftraggeber, mit dem Klimaschwindel als Werkzeug:

      The Paris deal isn’t just any other deal. It is a key agreement that shapes today’s globalization,” Merkel said, describing discussions with Trump about climate change “very unsatisfying.”

      frei übersetzt:
      Der Pariser Deal ist nicht nur irgendeine Vereinbarung. Es ist eine Schlüsselübereinkunft, die die heutige Globalisierung prägt, sagte Merkel und beschrieb Diskussionen mit Trump über den Klimawandel als “ sehr unbefriedigend“.

      http://www.breitbart.com/big-government/2017/05/27/merkel-mad-trump-declines-endorse-paris-climate-agreement/

      Wenn für Merkel „Diskussionen mit Trump sehr unbefriedigend“ sind, dann ist das für ihr Volk schon mal tendenziell befriedigend. Das Volk weiß es nur nicht.

      Wenn parallel die Mainstream-Wissenschaftler darüber diskutieren, ob der CO² Anstieg zu 1,5 oder zu 3,5 % auf menschliche Einflüsse zurückzuführen ist, bei einem Gesamt-Temperaturanstieg (also 100%) von 0,5 % in den letzten hundert Jahren, dann hätte ein Grundschüler (Volksschüler) vor 30 Jahren leicht ermitteln können, dass hier andere Faktoren zu mindestens 96,5 % beteiligt sein müssen. Z.B.:

      die Solaraktivität, die Bahnparameter der Erde (Milankovic – Zyklen), Vulkanismus,- Plattentektonik, Meeresströmungen, Jet-Strömungen der Atmosphäre, die Magnetosphäre und deren Änderungen, magnetische Umpolungen
      Ionosphärenänderungen und Wechselwirkungen mit der Sonne u.v.m.

      WÜRDE MAN SICH UM DIE SCHÄDEN DER GLOBALISIERUNG, STATT UM DAS HERUMPFUSCHEN AN DER NATUR KÜMMERN, WÄRE SCHON VIEL GEWONNEN.

      Wenn das Merkel nun zum Gefecht der Globalisierer bläst und dafür mit offenem Visier antritt, also freiwillig zu erkennen gibt, dass die Klimalüge ausschl. ihren Auftraggebern als Werkzeug dient, dann hat sie folglich alle anderen Entscheidungen und Gesetzesbrüche auf der Basis der Hauptzielsetzung, der unkontrollierten, zerstörerischen Globalisierung getroffen.

      Wenn ich unsere Gesetze richtig verstehe, dann gehört sie mit ihrer Mischpoke in den Parlamenten und Kirchentagen nicht auf ein Wahlpodium, sondern in den Knast, und zwar sehr sehr lange. Und diese Säuferin aus Hannover, die sich Christ schimpft, sollen sie gleich mit einbuchten, wenn sie einheimische Menschen unter Generalverdacht stellt und dabei heuchlerisch christliches Gedankengut vortäuscht. Luther jedenfalls würde kotzen.

      • MutigeAngstfrau // 27. Mai 2017 um 21:52 //

        Zumindest auf Twitter erntet diese unsägliche Käseverkündigungsperson einen Sturm der Entrüstung.
        Mal schauen, ob sich nicht doch der Widerhall dieser gigantisch dämlichen Unverschämtheit ein wenig weiter ins Volk frisst.

        Das Klimalügengewandel wird wohl leider für die meisten einfach nur zum Gebirge der aufgeschichteten Verarschungen, die zur Wahrheit geworden wurden, hinzukommen.

      • Conrath // 27. Mai 2017 um 23:07 //

        @Hubi, KBM, MAF, Zitrone

        Ja die ,Schlüsselübereinkünfte‘ der Globalisierung, hier gleich mit mehreren Argumenten widerlegt und Trumps Team scheint diese Übereinkünfte komplett zu wenden. Zeitungen mögen ein letztes finales Aufbäumen erleben, wie es oft bei Todkranken vorkommt. Ein Strohfeuerchen, mehr nicht.

      • hubi stendahl // 28. Mai 2017 um 09:00 //

        @MutigeAngstfrau

        Zitat:
        „Mal schauen, ob sich nicht doch der Widerhall dieser gigantisch dämlichen Unverschämtheit ein wenig weiter ins Volk frisst.“

        Käßmann ist auch nur ein Ausdruck von Dekadenz in einer sehr späten Phase des Wandels. Ja, es wird dabei immer unverschämter, aber auch intelligenzfreier hinsichtlich sozialer und emotionaler Intelligenz. Dummheit (Kaßmann) trifft Ignoranz (Volk).

        „Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: ‚Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht.“

        Der Treppenwitz ist, dass sie als typische „Aufsteigerin“ mit Connection zu einem selbsternannt elitären Netzwerk, selbst einer rein deutschen Familie entspringt. Sie bezichtigt sich damit gewissermaßen selbst.

        Man erinnere sich an die Aufdeckung der Alkoholfahrt in Hannover, bei der sie mit 1,54 Promille und einem Beifahrer, der zu ihrem Glück wahrscheinlich Schröder war, eine lächerliche Strafe von 30 Tagessätzen, also einem Monatsgehalt und ein paar Monate Führerscheinentzug hinnehmen musste (sie hatte ja Dienstwagen). Der Beifahrer wurde nie offiziell öffentlich.

        Das eiserne Schweigen um den Beifahrer vergisst eine mafiöse Connection nicht. Deshalb ist sie nach Rücktritt vom EKD Posten nicht etwa dort wo sie hingehört, in der Versenkung, sondern mehr denn je im Rampenlicht. Mit Netzwerkern im Rücken wie Gerhard Schröder, Klaus Meine, Lena Meyer-Landrut, Philipp Rösler, Ursula von der Leyen, Carsten Maschmeyer und seine Veronica Ferres, sowie vielen andere wie Götz von Fromberg Anwaltskollege von Schröder und Verteidiger der Hells Angel Hannover, die für ihn das ihm gehörende Rotlichtmilieu kontrollierten, die man auf den ersten Blick nicht in der „Hannover-Connection“ vermutet und einem „Schweigegelübde“ zum seinerzeitigen Beifahrer, damit kann man nicht abstürzen. Auch diesmal nicht.

        In der „Bunten-Republik“ ist in dieser Spätphase linker Dekadenz wegen anerzogener debiler Ignoranz alles möglich. Da heißt es, die Nieten an die Schwachstellen; bis sie reißen. Aber das dauert noch.

      • Conrath // 28. Mai 2017 um 09:21 //

        @Hubi

        Dekadenz hat keine Richtungen, das so zu vereinfachen wäre selber dekadent. Ansonsten volle Zustimmung zu Ihrer sehr realitätsnahen Einschätzung des tiefen Hannovers.

        Danke

      • MutigeAngstfrau // 28. Mai 2017 um 11:05 //

        Sehenswert: Gerhard Wisnewski im Gespräch mit Michael Vogt über Volksverhetzung, Rassismus, Meinungsfreiheit und den beängstigenden Zustand der nicht legitimierten Staatssimulation auf deutschem Boden.
        ( 65 Minuten)

        http://quer-denken.tv/tabuthema-rassismus-gegen-deutsche/

      • hubi stendahl // 28. Mai 2017 um 15:25 //

        @Mutige Angstfrau

        Danke für die Verlinkung des Videos. Im Interview des einstündigen Videos von Michael Vogt beleuchtet in der ersten Hälfte Wisnewski die aktuelle Situation des Rassismus bzw. §180STGB richtigerweise in der Art, dass er so angewandt wird, dass nur noch das nicht rassistisch ist, was hilft, die BRD abzuschaffen. Im Klartext: Deutschland verrecke oder still loving Volkstod usw sind Meinungen und fallen nicht unter den §180.

        Das kann jeder der noch bei Sinnen ist, der ein wenig politische Bildung besitzt, auch ohne dieses Video abschätzen und real täglich miterleben.

        Interessanter fand ich die zweite Hälfte des Videos, in dem analysiert wird, wo dieser Selbsthass seinen Ursprung hat. Nämlich bei den Alliierten und vornehmlich bei den Briten. Ich hatte diesen Zusammenhang, auch mit der Erfindung des „Bomber Harris, do it again“ Syndroms, bereits in Vorkommentaren schlüssig auf die Briten zurückgeführt, die dies während der Wende geradezu hysterisch durch die Medien jagten. Auch der Hinweis darauf, dass die Vorkommnisse mit dem ursprünglichen linken Gedankengut eines Rudi Dutschke nichts mehr zu tun haben und er wohl heute rechtsradikal wäre, fand ich bemerkenswert.

        Ich habe selbst lange recherchiert um herauszufinden, wer die Antifa und die anderen Deutschlandhasser vorwiegend finanziert. Auch ich bin bei den Briten gelandet. Deshalb bin ich überhaupt nicht überrascht, dass der Präsident des Verfassungsschutzes selbst involviert ist.

        Sie wissen ja; all das ist Teil des Gesamtplans, der nach wie vor läuft. Jetzt mit Kurz in Österreich und Macron in Frankreich.

        @conrath

        Zitat:
        „Dekadenz hat keine Richtungen, das so zu vereinfachen wäre selber dekadent.“

        Mir ist klar, dass sich Ihnen als „Linker“ (was ist das eigentlich?) bei der Verbindung des Begriffs Dekadenz, den wir mal mit gesellschaftlichen Verfall übersetzen wollen, mit dem Begriff „links“ die Nackenhaare wölben. Nur kann ich nichts dafür, dass Sie es trotz hohem Bildungsstand einfach nicht schaffen, sich aus einer ideologischen Ecke zu befreien. Wenn ich aus der Betrachtung des Humanisten im ursprünglichen Sinne, also ohne politische Überlackierungen, die heutigen Vorkommnisse versuche zu beschreiben und dabei den Begriff Dekadenz mit links verbinde, dann, um dem Leser verständlich näher zu bringen, wo die Verursacher, im Sinne der heutigen Verwendung der Begriffe, zu suchen sind.

        Dies scheint mir für den Informationstransport sinnvoller, als eine unverstandene endlose Aneinanderreihung von wissenschaftlichen Traktaten in´s Netz zu stellen, die ohnehin niemand lesen mag. Mit Ihrer linken halb linken, halb rechten oder konservativen Gesinnung habe ich aus der Sicht des Humanisten ohnehin kein Problem, weil ich mich nicht zugehörig fühle zu einer Partei. Ist eine Beschreibung eines Umstands erforderlich, wie in unserem Fall der schleichende Niedergang der Gesellschaft, so entscheidet der kluge Adressant, wie er den Adressaten am besten erreicht. Ich versuche damit die Roths, Fischers, Cohn-Bendits oder Merkels zu assoziieren und denke, dass das mit der heutigen Begriffsverwendung sehr gut passt. Sie können gerne eine wissenschaftliche Ableitung fertigen und separat veröffentlichen; vielleicht wird ja ein Buch daraus.

      • Conrath // 28. Mai 2017 um 22:11 //

        @Hubi

        Zentralismus und unreflektierte Machtpolitik ist dekadent und menschenverachtend, verkennt sich selbst, so ist das und jeder kann dann einer entsprechend anschaulich geführten Argumentation folgen, das liegt in den unveräußerlichen Fähigkeiten des ‚homo sapiens sapiens‘, ist nicht meine Erfindung, lieber Hubi, das ist Ihnen hoffentlich auch sonnenklar.

        Nun ist linker Zentralismus (Machtbürokratie, zu kurz denkender Linkskeynesianismus) dekadent, aber genauso ist ein pseudo-wertender Konservatismus (als rechter Zentralismus und Machtstaat), dekadent, genau wie ich formulierte.

        Formuliere ich ausführlicher, dann ist es zu schwer (komplex) um es lesend zu verstehen, mache ich es hingegen zu kurz, dann überwiegen die Missverständnisse, hmmm, fast wie ein ‚verhextes Etwas‘. –

        Aber ich lasse mich da nicht aus meiner Seneca-Ruhe vertreiben und schreibe daher parallel am Buch, klar doch, das muss raus, sonst wird einem noch ganz anders zumute, Ihre Anregung trifft es.

        Und die derzeitige Doktrin ist ja nur eine, noch dazu völlig wahnwitzige, transatlantische Sonderauslegung von ‚quae unicuique ante Germaniae“, also der Variante der Gretchenfrage nach der ursprünglichen Bestimmung Germaniens, was nicht/ nie mit Deutschland deckungsgleich ist/war, sondern die ‚mindermächtigen Kleinstaaten und Monarchien des deutschen Sprachgebiets grob umfasste, genauer, ab dem Münsteraner Friedensschluss.

        Da früher die Historikergilde streng zweigeteilt war, es Leute wie Kurt Flasch eben nicht geben konnte, die Geschichtsschreiberlinge je nach ihren Brötchengebern geteilt in kirchenreichsrechtliche und kaiserreichsrechtliche Fraktionen, aufgespalten waren, ist das Geschichtsmaterial immer(!) erst darauf hin zu bestimmen und auszugleichen, von welcher Seite in welchem Interesse aufgeschrieben.

        Schon damals galt also der Grundsatz, sich nicht mit einer Einzelpartei gemein zu machen, wie Sie es ja auch, nach Ihrem Fortgang von der Tante SPD, gemacht hatten. Ja, mensch wird dazu schließlich gezwungen. Und heute soll die Braut ‚Bundesstaat Deutschland‘ schöngemacht werden. Alles was ihr Brautkleid besudelt gehört zerniert und verfolgt, wie es halt in einem echten Religions-Gesinnungskrieg üblich war/ ist. So sind die unerbittlichen Braut- und Hochzeitsmacher, das ist alte europäische Politiktradition. Ich finde es auch grässlich und dazu völlig unzeitgemäß, es ist eine Hochzeit mit einer ‚Leiche‘. Wir alle sind die Bräutigame dieser Konzernschickse und Kriegsliebhaberin, sie treibt es mit jedem, wie eine rechte Insektenkönigin es eben tut/ tun muss. –

        Und daher ist immer zu fragen, wer formuliert ein Ziel, wann, wen betreffend und in welchem Interesse?

        Sie wieder aus den Ruhrbergen grüßend

  7. „Er mag nicht gut für Amerika sein, aber er ist verdammt gut für CBS.“

    Nur weiter so, Mr. Moonves und allen anderen Bossen von Zion-Media. Immer schön die Millionen und Milliarden zusammenraffen und der Wirtschaft entziehen bis das gesamte Publikum nur noch aus White-Trash besteht, das in Trailerparks rumhockt.

    In den amerikanischen Städten rosten gerade Tausende von Zeitungskästen vor sich hin als passendes Symbol für hoffentlich nicht nur den Niedergang der Zeitungsbranche, sondern des ganzen Landes.

  8. waltomax // 28. Mai 2017 um 10:17 //

    Was bringt es dem Narren, wenn andere Narren ihn nachäffen oder über seine Narrheit berichten? Es bringt Schlagzeilen und die Ablenkung der Gaffer vom Wesentlichen.

    Mehr Text kann GEOLITICO von meiner Seite leider nicht mehr zugestanden werden.

    Ich werfe meine Perlen doch nicht vor den systemkonformen Löschzwang.

    • Deutscher im Exil // 28. Mai 2017 um 12:34 //

      Ich werde hier gar nichts mehr publizieren, nachdem meine zwei sehr sachlichen und Wahrheiten enthaltenen Kommentare zensuriert wurden, die in absolut keiner Weise irgendwie strafrechtlich relevant waren.

      Dafür ist mir meine Zeit zu wertvoll!

      Adieu!

      • waltomax // 28. Mai 2017 um 12:42 //

        Wir kennen nur noch Hofberichterstattung und Systemkonformismus.
        Das sei nicht beklagt, sondern als Krankheit zum Tode gesehen. In Deutschland herrscht inzwischen wieder der Mief der Adenauerzeit.

      • MutigeAngstfrau // 28. Mai 2017 um 13:24 //

        Ich finde es schade, dass die Redaktion das im Verborgenen tut.

        Die Geschichte der Khasaren verdient auf jeden Fall eine genauere Betrachtung, ebenso wie im Besonderen diejenige des vergangenen Jahrhunderts. Und zwar unermüdlich.
        Einfach Weglöschen ist alles andere als hilfreich und dient der uns knechtenden Obrigkeit.
        Sollte der Blog durch eine Diskussion dieser Themen Maas-Regelungen erfahren, so könnte das der Kommentatoren-und Lesergemeinde ja mitgeteilt werden.

  9. waltomax // 28. Mai 2017 um 17:09 //

    „Volksverhetzung“ unterstellt das Volk als blöde Masse, das von einigen wenigen verhetzt werden kann, weil es völlig unreflektiert ist und keinen eigenen Wilen hat.

Kommentare sind deaktiviert.