Als Wähler duldsam bis unterwürfig

Menschen in der Friedrichstraße © GEOLITICO Menschen in der Friedrichstraße © GEOLITICO
Nicht Parteien und Politiker, sondern der Bürger ist für die Demokratie verantwortlich. Geht sie vor die Hunde, kann er sich nicht herausreden. Wie mündig sind wir?

Demokratie erfüllt dann idealerweise ihren Zweck, wenn das Volk seine Herrschaft auch zu nutzen weiß. Wenn die Bürger selbstbestimmt und mündig entscheiden. Und um das gleich vorab zu sagen: Demokratie ist nicht, was linksgrünen Vorstellungen dient, sondern was die Bürger wollen.

Ein Staatsvolk, welches unüberlegt wählt, ohne Voraussicht oder gar nicht agiert, sich lenken und steuern lässt, statt selbst zu entscheiden, mag zwar dem Namen nach in einer Demokratie leben, es entzieht sich jedoch seiner Verantwortung und verhält sich nicht im besten Sinne demokratisch. Vernunft und Verantwortungsgefühl sollten ja nicht nur bei den gewählten Repräsentanten walten, im Falle der indirekten Demokratie, sondern auch bei denen, die diese Volksvertreter in ihre Ämter heben, bei den Bürgern.

Die Klugheit der Bürger ist gefragt

Eine aufgeklärte Demokratie lebt daher von wachen, interessierten und aktiven Menschen, die ihre Entscheidungen selbständig abwägen und überlegt handeln. Das betrifft das Wählen, kommunale Bürgerentscheide, Demonstrationen, Petitionen, Spenden, Foren oder Anfragen an Abgeordnete und mehr, also die ganze Bandbreite dessen, was dem Volk an Instrumenten zur Verfügung steht, die Demokratie lebendig zu gestalten.

Vernünftiges, verantwortungsbewusstes Verhalten ist erforderlich, um die Volksherrschaft mündig umzusetzen. Dies gilt natürlich ebenso für die direkte Demokratie, die Volksentscheide auf Bundesebene zulässt (was den deutschen Bürgern verwehrt bleibt); hier ist die „Klugheit“ seitens der Bürger ebenso gefragt.

Sie merken sicher schon, worauf ich hinaus will, auf den Unterschied zwischen dieser beschriebenen Idealform und der deutschen Wirklichkeit. Unsere Demokratie ist nämlich nicht idealtypisch, wenn überhaupt, dann könnte man sie als politisch-korrekte Veranstaltung mit demokratischem Anstrich bezeichnen. Das liegt zum einen an den Regierenden, zum anderen aber – und das ist der ausschlaggebende Punkt – an den Bürgern selber.

Beispiele und Belege dafür kennen fast alle. Wenn ein Bürger eine Partei wählt, weil er diese immer gewählt hat, ohne das Parteiprogramm zu kennen und unabhängig von der tatsächlichen Leistung dieser Partei, dann ist das ein Fall von unaufgeklärter Demokratie. Kreuzt ein Wähler eine Person auf dem Wahlzettel an, nur weil diese ihm oder ihr irgendwie sympathisch erscheint, so ist das ein Akt des unmündigen Urnengangs.

Es geht um die eigene Verantwortung

Denn demokratische Mündigkeit bedeutet, dass eine Stimme aufgrund Informiertheit und im Bewusstsein über die eigene Verantwortung für sich selbst oder die Gesellschaft abgegeben wird, nicht wegen irgendwelcher durch die Presse herbeigeschriebenen Beliebtheitswerte einer Politprominenz. Mündig zu sein heißt vor allen Dingen, dass sich jeder Wähler im Klaren ist, welche Partei für welches Zukunftsmodell steht. Dass man gegebenenfalls bürgerfeindlichen Entwicklungen durch seine Stimme auf dem Wahlzettel oder auf der Straße entgegenwirken kann und muss. Aufgeklärtheit heißt in erster Linie Selbständigkeit im Denken und Handeln. Sich das Denken abnehmen zu lassen („betreutes Denken“) ist der erst Schritt in die unaufrichtige Demokratie.

Das betrifft nicht nur die Wähler. Die Nichtwähler machen inzwischen einen großen Teil der Wahlberechtigten aus. Freilich, es gibt keinen Wahl-Zwang. Jedoch ist es schwer vorstellbar, dass in den Angeboten der vielen auf dem letzten Bundestagswahlzettel gelisteten Parteien nicht auch das eine oder andere für Nichtwähler dabei gewesen wäre. Vorausgesetzt natürlich, ein Nichtwähler informiert sich über das, was die Parteien so fordern und umsetzen.

Zudem ist es mitnichten so, dass Nichtwählen oder das Abgeben einer ungültigen Stimme denen „da oben“ einen Denkzettel verpasst, denn das deutsche Wahlsystem beschäftigt sich nur mit den Stimmen, die gültig oder tatsächlich abgegeben wurden. Aus diesen werden dann die Verhältnisse berechnet. Eine ungültige Stimme wandert in den Papierkorb. Sie ist auch für die Regierenden vollkommen uninteressant. Jeder Wahlberechtigte sollte sich daher genau überlegen, ob er sein demokratisches Recht in den Mülleimer werfen will.

Der Bürger bezahlt, was er liest oder sieht

Es geht aber nicht nur um das Nichtwählen. Teile der Bevölkerung scheinen trotz der destruktiven Veränderungen in Deutschland, trotz der irrsinnigen Altparteienpolitik kein Interesse an Politik zu haben. Was gemeinhin als Politik(er)verdrossenheit bezeichnet wird. Hier entsteht ein negativer Kreislauf, der durch die Bürger selbst am Laufen gehalten wird: Je weniger ich mich engagiere, desto mehr Narrenfreiheit genießen die Volksvertreter, desto verdrossener werde ich und bringe mich noch weniger ein.

Als Folge dieser Vorgänge steht dann die Lebenswirklichkeit der Bürger der politischen Parallelwelt der Machthaber gegenüber, wie es in Deutschland genau der Fall ist. Diese Vorgänge sind von den „Repräsentanten“ sogar gewollt, sie etablieren dadurch ihren Einfluss. Das Ergebnis der Demokratiemüdigkeit ist eine Scheindemokratie.

Zur aufrechten Demokratie gehört zudem eine unabhängige Vierte Gewalt. Inwieweit deutsche Medien wirklich objektiv sind, ist an dieser Stelle zweitrangig. Was der Systempresse dient, sind Bürger, die ihr glauben (wollen), ohne die angebotenen Informationen zu hinterfragen, mit der Realität abzugleichen, sich gegebenenfalls selbst ein Bild zu machen und zu reflektieren.

Die Zeitung mit den vier großen Buchstaben würde nicht bestehen, wenn es nicht fast zwei Millionen Bürger gäbe, die sie immer wieder kaufen. Ideologisch abgedriftete, ehemalige Qualitätsmedien könnten nicht existieren, wenn es nicht genügend Menschen gäbe, die sie finanzieren. Und die per Zwangsabgabe alimentierten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wären schon längst auf echten Wettbewerb und ungefilterte Berichterstattung umgestiegen, hätten all die zur „Demokratieabgabe“ Gezwungenen einen neutralen Informationsdienst, frei von altpolitischem Dünkel eingefordert, gegen Rundfunkräte voller Politiklobbyisten oder gegen die GEZ geklagt.

Der Bürger, der hier Konsument ist, hat viel mehr Macht, als es ihm bewusst ist. Er nutzt sie nur nicht. Weil es ihm nicht klar ist oder nicht klar sein will. Das wiederum gibt den Meinungsmachenden in Politik und Presse mehr Macht darüber, die Menschen mittels des eigenen Apparates und der Medien zu desinformieren und zu manipulieren. Zu dieser Steuerung gehört auch, den Bürgern zu suggerieren, dass es an der Handlungsweise der Herrschenden keine Zweifel geben könne, wodurch das Volk klein gehalten wird.

Andere wären längst auf den Barrikaden

Was wir erleben, ist nichts anderes als ein scheindemokratischer Ablauf, der das Auseinanderdriften von Volk und Volksvertretern (inklusive Vierter Gewalt) erzeugt. Das Ergebnis wird dann „komischerweise“ auch von den unmündigen Bürgern beklagt, die Teil und Mitursache dieser Demokratiesimulation sind. Gegen dieses Meinungsmonopol hilft nur die Meinungsfreiheit der Bürger.

Auch von der Möglichkeit direkte Anfragen an den zuständigen Abgeordneten zu schicken, wird kaum Gebrauch gemacht. Der Bundesbürger regt sich nicht einmal dann, wenn er spürt, dass seine Kinder um ihre Zukunft betrogen werden. Was den Bundesbürgern im Rahmen der Euro-Krise „von oben“ auferlegt worden ist, hätte Franzosen, Italiener und Briten schon längst auf die Barrikaden gebracht.

Der Blick auf Nachbarländer oder andere demokratische Staaten kann hilfreich sein, um sich selbst klarzumachen, dass es Alternativlosigkeiten in der Politik wie Gesellschaft nicht gibt. Es sind auch andere Wege möglich. Auch wenn diese politischen und demokratischen Weichenstellungen in anderen Ländern wie in den USA den deutschen Chefideologen nicht gefallen, sie sind von den Bürgern gewollt. Das nennt man Demokratie: Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung, Meinungsfreiheit statt Sprechverbote, Mündigkeit statt Untertänigkeit.

An der Wirklichkeit orientieren

Kurzum: Die deutsche Demokratie-Realität führt den Begriff der Demokratie ad absurdum. Dagegen sollte der Bürger handeln, wenn ihm die demokratische Politik am Herzen liegt. Engagement ist erforderlich. Demokratie gibt schließlich nicht nur Rechte, sie besteht gleichfalls aus Pflichten für sich selbst, für die Kinder oder für die Gemeinschaft. Mögen diese Aufgaben nur moralisch oder philosophisch sein, sie sind da und orientieren sich nicht an ideologischen Vorstellungen, sondern an der Wirklichkeit. Wähler, die sich einer Ideologie beugen oder sich aus dem politischen Leben zurückziehen, bewirken den demokratischen Zerfall. Am Ende ist Nichtstun genauso gefährlich wie ideologische, bürgerfeindliche Verblendung.

Es gibt einen Zeitpunkt, an dem Duldsamkeit in Unmündigkeit und Untertanentum übergeht, an dem das Einfordern direkter Mitbestimmung nötig wird. Es wird höchste Zeit Deutschlands Demokratie mit Leben zu füllen!

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Über Nadine Hoffmann

Nadine Hoffmann ist Diplombiologin und freie Autorin. Als letztere schreibt sie Meinungsbeiträge, in denen sie Politik analysiert und kommentiert. Ihre eigene politische Heimat fand sie in der AfD. Der Thüringer Landesverband wählte sie als Beisitzerin (ehrenamtlich) in den Landesvorstand. Weitere Artikel

56 Kommentare zu Als Wähler duldsam bis unterwürfig

  1. hubi stendahl // 21. März 2017 um 10:26 //

    Nadine Hoffmann

    Zitat:
    „Es wird höchste Zeit Deutschlands Demokratie mit Leben zu füllen!“

    Wenn es denn eine gäbe. Verständlich, dass Sie als Mitglied einer Partei (das kommt von Partei ergreifen) die Reste demokratischer Abläufe aufnehmen und darum kämpfen wollen. Indes ist der durch die juristischen, sozialen und Geld politischen Rahmenbedingungen vorgegebene Spielraum derart minimal, dass ein Erfolg von vornherein ausgeschlossen sein muss. Eine Partei wie die AFD stellt insofern nicht mehr als eine Antithese im Konzept der Hegelschen Dialektik dar.

    Die westlichen sogenannten Demokratien, egal ob Präsidialsystem oder andere indirekte Systeme, wurden im Rahmen der fortschreitenden Technisierung und Automatisierung von den Kapitalhaltern nicht etwa ins Rennen geschickt, um den Menschen, orientiert an ihren seelischen und materiellen Bedürfnissen, ein besseres Leben zu ermöglichen. Sie wurden installiert, weil sich herausstellte, dass Lohnsklaven (die Masse) besser funktionieren, wenn sie das Gefühl haben, an der Gestaltung des Zusammenlebens und der erwirtschaftenden Güter teilzuhaben. Das nennt der Vater der Massenpsychologie Gustav Le Bon „die Massenseele“.

    Das Missverständnis besteht darin, dass nicht etwa die Masse (auch eine Partei) mehr Geist besitzt als der Einzelne. Es ist gerade umgekehrt. Die Masse nimmt nicht den Geist, sondern die Mittelmäßigkeit auf, was auch in der Politik dazu führt, dass sie als banales Vernebelungs- und Umverteilungsinstrument als Masse der Mächtigen agiert. Jüngster Beweis ist die Wahl von Schulz zum Parteivorsitzenden mit 100 % der Stimmen. Diese banale Erkenntnis macht die große Masse (Volk, Staat etc.) zu einem leichten Opfer für jene, die seit Jahrtausenden, als Sklavenhalter in der dem jeweiligen Zeitgeist geschuldeten Herrschaftsform, die Massen dirigieren.

    Der Begriff Demokratie hat heute also nichts (mehr) mit freier und freiwilliger Teilhabe zu tun. Die heutigen indirekten Demokratien sind das Ergebnis der technologischen Entwicklung der letzten 200 Jahre, aus Feudalsystemen heraus entwickelt und die stark zunehmende Erosion der letzten 30 Jahre ist der Tatsache geschuldet, dass die Entwicklung der Informationsgesellschaft der herrschenden Klasse keine andere Möglichkeit ließ, als die ohnehin an den geistig seelischen Bedürfnissen gemessenen geringen Freiheiten der Untertanen, weiter zu beschneiden.

    Mit den zunehmenden Verwerfungen, teils bewusst herbeigeführt, teils aus der „unbewussten Massenseele“ heraus gesteuert manifestiert, wird der Gang in ein faschistoides System kaum aufzuhalten sein. Dabei ist es egal, ob innerhalb des Systems Herr Trump in den USA den Massen als Clown vorgesetzt wird oder Frau Merkel, die vor Jahrzehnten bereits auf ihre Aufgabe vorbereitet wurde, die Rolle der Nebelkerzen-Werferin zu übernehmen. Auch die AFD oder Frankreichs France Nationale kann nicht leugnen, dass sie als Teil des Herrschaftssystems bestenfalls Einäugige unter Blinden darstellen.

    In diesem Sinne muss jeder selbst entscheiden, ob er Teil des Systems bzw. der Masse sein will und seine Bedürfnisse versucht durch eine Wahl einer ihm genehmen Partei zu verbessern oder ob er zu der Auffassung kommt, dass er als Individuum seinen ganz individuellen regionalen Weg, unter Verzicht Partei zu ergreifen, gehen will.

    • Conrath // 21. März 2017 um 11:11 //

      Lieber Hubi, liebe Frau Hoffmann,
      liebe Frau und Herr Lachmann und alle weiteren Aktiven

      Hubi Stendahl hat, meiner Auffassung nach, recht.

      Ich hätte es nicht besser formulieren und auf den Punkt bringen können und würde mich sehr freuen, wenn Sie und weitere Menschen die versuchen, die Parteiendemokratie vom Reichstag aus aufzukrempeln, auch hier im Kommentarforum hin- und wieder mitschreiben würden und kommunikativ deutlicher als bisher, in Erscheinung treten könnten.

      Ich garantiere Ihnen nur, wie ein treuer Schäferhund jedem meine (mittlerweile teilüberbrückten) Zähne zu zeigen, der die Diskussion mit unpolitischen und ablenkenden Anhaftungsargumenten bekämpfen sollte und ich vermute, dass sich daran noch weitere, zähnetragende Foristinnen und Foristen, beteiligen werden/ würden.

      Es ist grotesk und beweist auch, was Hubi oben ausgeführt hat, dass zugelassene Parteien und Parteimitglieder in Deutschland wieder verfolgt werden, ja mittlerweile eine richtige Jagd stattfindet.

      Es wird daher wieder Zeit, liebe Mittleser, dass wir unsere heutigen, zu Randgruppen gestempelten Mitmenschen, ‚b e s c h ü t z e n‘ (was nicht Kritiklosigkeit bedeutet! für die anderen Oberlehrer draußen, sie sollen ruhig kommen und sich auf einiges semantisch Beachtliches gefasst machen!!)

      So wie damals der, unter britischem Geheimschutz stehende, Österreicher die Minderheiten im DR angegriffen hatte, Roma, Sinti, Schwule, Ostjuden, Zeugen Jehovas, Anthros und später West-/ und Deutschjuden usw…

      Es wird Zeit den Heuchlern und Gesinnungsterroristen das üble Geschäft zu vermiesen.

      • Conrath // 21. März 2017 um 11:41 //

        Und noch etwas.

        Heute haben wir Äquinox, Tagundnachtgleiche, der astronomische Frühling beginnt, Tag und Nacht dauern gleichlang, die Erde steht zur Sonne in einer 90° Position zur ekliptikalen Achsenneigung, bzw. deren Projektion auf der Sonnen- Erdbahnebene.

        In etwas mehr als 6 Monaten werden wir das nächste Heucheltheater in Berlin sehen. Gegen den Willen der Mehrheit wird die Nato aufgerüstet, für den nächsten Kriegsuntergang, diesmal nicht konventionell von den Seelower Höhen ausgehend, im Finale, sondern atomar beleuchtet und ausgestrahlt!

        Das ist neu und das Heucheltheater ist es leider nicht, es ist gewohnte Übung, seit es repräsentative Demokratiemachtfestspiele gibt, zunächst als Klassen-, dann als Männer- und schließlich als allgemeines Wahlzuschauerrecht installiert und betrieben. Fehlt noch das Kinder- und Zuzugswahlzuschauerrecht, was ja noch kommen kann, denn wer braucht schon so etwas Läpisches wie Abrüstung und Schließung von Ramstein, wenn auch Säuglinge bald CDUSPDGRÜNLINKS wählen dürfen?

      • Conrath // 21. März 2017 um 16:35 //

        Eine sehr gute Seminareinheit über echtes, vorsätzliches Bildungsgeschwurbel gibt es von Udo Brandes, anhand der letzten Scobelsendung, sauber dargestellt und beispielhaft analysiert:
        http://www.nachdenkseiten.de/?p=37500#more-37500

        So sieht staatlich zwangsfinanzierte Gehrinwäsche aus, sie macht auf Pseudokritik mit dem Gehabe studierter Profession und Expertise und ist doch nur wieder ein beispiel für unsere Sammlung des dummen Naturalismus.

        Die Auflösung, Endgleichung kommt ganz am Schluss. Wenn die Bildungsbürger Ungleichheit mit unterschiedlichen Ansprüchen der Gesellschaftsteilhabe – sprich Armut als Natur der Nichtgleichheit – verwechseln, dann zeigt sich wieder der echte Wert eines zu übenden gedanklichen Widerstandes gegen solche falschen Naturalisierungen, die ja die auch strukturelle Verarmung der Mehrheit rechtfertigt. Die Umkehrung gilt nicht, da kann ich Hubi beruhigen. Nein, die Menschen werden nie gleich sein, brauchen sie auch nicht, aber Nichtgleichheit ist nicht das Privileg zu extremer Vermögensungleichheit.
        Noch kürzer:

        Elastizität von Fähigkeitswettbewerb, ja!
        Preis der Bildungs-/ Fähigkeitsungleichheit, naturalisiert in gesellschaftliche Armut, nein!

    • Hugo Schön // 24. März 2017 um 13:28 //

      Sie machen Werbung für Wahlen? Das Bundesverfassungsgericht hat festgestellt, dass alle Wahlen seit 1956 ungültig sind. Das Bundesverfassungsgericht hat festgestellt, dass unser Wahlsystem verfassungswidrig ist. Im Grundgesetz gibt es keinen Geltungsbereich. Es werden Nazigesetze angewandt. Durch Teilnahme an Wahlen legitimiere ich Mörder und Verbrecher, außerdem mache mich strafbar!

  2. Nemesis // 21. März 2017 um 10:34 //

    Direkte Mitbestimmung ist nicht erwünscht und nicht vorgesehen und jegliches Begehren in diese Richtung wird vom bestehenden System mit verschiedenesten Methoden bekämpft.

    Quo Vadis Germany ?

    Warum nach Jahrzehnten noch als „Feindstaat“ mit vielen Nationen, nicht nur den VSA ?

    Warum die strikte und unumstößliche Mitgliedschaft in der NATO ?

  3. waltomax // 21. März 2017 um 10:42 //

    Parteien wirken an der politischen Willensbildung mit. Keine Rede ist davon, diese hätten ein Monopol darauf. Das bedeutet, die politische Willensbildung könne auch außerhalb des Systemes der Politschranzen erfolgen und sei nicht darauf angewiesen, sich in einer Ochsentour durch die Parteienhierarchie durchzusetzen.

    Es darf ernstlich bezweifelt werden, dass Parteien heutzutage überhaupt noch die geeignete Bühne darstellen, politische Vorstellungen und Programme durchzusetzen.

    Wenn es eine Änderung des Sytemes geben kann, dann muss diese auf der Ebene der Kommunen erfolgen, also von der Basis her. Schon oft wurde diesbezüglich das Prinzip erwähnt, wonach zu dezentralisieren wäre, was immer nur möglich sei. Und zentrale Steuerkompetenzen nur sehr eingeschränkt und von sehr schlanken Institutionen ausgeübt werden sollten.

    Die Einstellung, alles habe sich über Parteienhierarchien abzuwickeln, die der sog. Bürger zyklisch zu legitimieren habe, ist abzulehnen.

    Schließlich gibt es momentan keine einzige Partei, welche Kardinalthemen, wie z. B. eine Reform des Geldwesens, den Austritt aus der NATO sowie den Abzug der Besatzer thematisierten. Auch die hier hochgejubelte AfD nicht.

    Die Parteien sind und bleiben was sie sind. Ein Marionettentheater, bei dem der Tiefenstaat die Fäden zieht.

    Ich werde den Teufel tun und dieser Bande meine Stimme geben. Meine Stimme dient einzig und allein der Propagierung eines dritten Weges fern des Raubtierkapitalismus und dem dazu dualen Staatsmonopolismus, wie er im real existierenden Sozialismus die Arbeiter nicht minder unterdrückte und ausbeutete.

    Dem politischen Anarchismus gehört die Zukunft, da nur dieser die Heterarchie als grundlegenden Ordnungsbegriff überhaupt kennt und als Alternative gegen die ubiquitäre Hierarchie zu setzen hat.

    Es gibt dafür historische Beispiele, wie die anarchistische Kommune in Barcelona während der Spanischen Bürgerkrieges, die sowohl vom Faschismus als auch vom strukturanalogen Stalinismus bekämpft wurde.

    Ich lasse mich bestimmt nicht in präformierte Schubladen treiben, indem ich Parteien wähle, die in jedem Falle nur den Interessen des Großkapitals dienen.

    Die Parteiendemokratie ist tot, da sie nichts repräsentiert, als nur noch die eigene Korruption.

    • Die „Geld“-Leute + untergeordnete profitierende Lakaien-Schar = Profitierer sollen sich weiterhin nützliche Idioten importieren, die Sie legitimieren um Demokratie zu simulieren; es reichen da schon ein paar Prozentchen über 5 um dann GROKO zu spielen.
      Das ist wie Kinderpost —spielen. Ein Staat wird ja schon simuliert.

      Jeder der nicht wählen geht –kann sich wenigstens noch ohne sich zu schämen im Spiegel betrachten obwohl er in der Anstalt lebt.

      • waltomax // 21. März 2017 um 17:13 //

        „Staats- oder Demokratie-Simulation“ trifft es präzise. Da haben Sie recht.

    • hubi stendahl // 21. März 2017 um 18:50 //

      Hallo @waltomax,

      Zitat:
      „Ich lasse mich bestimmt nicht in präformierte Schubladen treiben, indem ich Parteien wähle, die in jedem Falle nur den Interessen des Großkapitals dienen.“

      Defacto geht es darum zu verstehen, dass der einzelne Mensch nicht mehr sich selbst erkennt, sondern sich einer anonymen Masse zugehörig fühlt, ohne es inhaltlich kommunizieren zu können (Sie und leider wenige Weitere ausgenommen). Der Trick ist, dass diese Herrschaftssysteme seit Urzeiten in verschiedenen Varianten als (Aufwärts) -Entwicklung verkauft werden. Die Wahrheit ist, dass es ECHTE demokratische Systeme in Ordnungsstrukturen seit Menschen denken gab, jedoch vor 8000 Jahren ein zunächst schleichendes Ende fanden. An einigen archaischen Stämmen können wir es heute noch bewundern.

      Mit dem Aufkommen technologischer Fähigkeiten und der Arbeitsteilung gewannen Herrschaftssysteme die Oberhand, weil niemand wusste, wie man Vorratshaltung und sozialen Ausgleich, mit den vorhandenen Ordnungsstrukturen in Einklang bringt (noch ohne liquides Geld). Vor allem weil der Mensch nicht verstand, die technischen Entwicklungen in ein sozial lebenswertes Umfeld zu implementieren. So sind wir heute nicht weiter, als es die Juden unter Moses waren, als er die erste zusammenhängende Jurisdiktion und Wirtschaftsgesetze erließ (5 Bücher Moses, die später verfälscht wurden, um sie dem jeweiligen Zeitgeist anzupassen, in dem zunächst JHWE (um 1000 v.Chr.), später Elohim (um 550 v.Chr.) zur tragenden Figur wurden).

      Leider haben wir heute das Problem, dass die „MASSE“ über diese langen Zeiträume sowohl genetisch, als auch über soziales Erlernen mit Religionen und Überhöhungen von heldenhaften Figuren, nicht mehr fassen kann, dass eine Beherrschung des Menschen durch den Menschen nicht Gott bzw. Natur gegeben ist. Dennoch fühlt sich heute nahezu jeder einer bestimmten
      Masse zugehörig, sodass es einer kleinen Clique, einmal die Macht über Medien und Geld inne, leicht fällt, Massen zu steuern. Ob das ein Fußballverein mit einem gehypten Ronaldo oder die Zugehörigkeit zu einer Partei, mit einer zur „Mutti“ verklärten Marionette ist. Überall werden Hierarchien ALS NOTWENDIG VORAUSGESETZT.

      Warum ist das so?

      Der Einzelne verhält sich als Teilnehmer einer Masse nie als Individuum, sondern folgt den Vorgaben der Masse. In dieser Masse empfindet er sich als Teil einer unüberwindbaren Macht, die er als Einzelner nie ausleben könnte. Es sind auslebbare Triebe, die für die führende Clique immer nützlich sind ( z.B. übertriebenes altruistisches Verhalten vs. Sex mit Kindern, was dem Einzelnen, nicht der Masse, sofort als widersprüchlich auffallen würde).

      Der Einzelne opfert seine Wünsche der zugehörigen Gesamtheit. Während er als Einzelner Bewusstsein, Vernunft und Logik einsetzen würde, um sich der Lösung einer Sache zu widmen, ist er als Angehöriger einer Masse bereit, seine eigentliche Erkenntnis der Masse zu opfern. Er befindet sich in einer Art Hypnose, in der er seine bewusste Persönlichkeit auslöscht und durch das Unbewusste der Masse ersetzt. Das Unterscheidungsvermögen ist verloren gegangen.

      Seine Hauptmerkmale sind also: Schwinden der bewussten Persönlichkeit, Vorherrschaft des unbewussten Wesens, Leitung der Gedanken und Gefühle durch Beeinflussung und Übertragung in die GLEICHE Richtung, Neigung zur unverzüglichen Verwirklichung der eingeflößten Ideen. Der Einzelne ist nicht mehr er selbst, er ist ein Automat geworden, dessen Betrieb
      sein Wille nicht mehr in der Gewalt hat.

      Würden diesen einfachen Zusammenhänge die Menschen verstehen, sie wären sofort geheilt. Das Hindernis ist der verwurzelte Glaube, dass ein Zusammenleben in Gemeinschaften nur in hierarchischen Strukturen möglich sei. Ein Irrglaube, der als Religion wie eine Monstranz von Generation zu Generation weitergetragen und von interessierter Seite gepflegt wird.

      Deshalb gehe ich davon aus, dass eine Dezentralisierung nur dann auf absehbare Zeit Chancen auf Verwirklichung hat, wenn eine ausreichende Menge von Menschen in sich hineinhört, in Folge sich wieder erkennt und dem System seine Energie entzieht.

      Im folgenden Link, hat jemand die o.e.verheerenden Wirkungen auf den einzelnen „Gutmenschen“ als Beispiel für eine Masse, auf einem JPEG-Bild mit der Abb. eines Hirns, wunderbar zusammengefasst.

      https://lh3.googleusercontent.com/-lubHbC62wcs/VmabrKEBpvI/AAAAAAAAR-c/M7A0pgLPtPM/w1060-h782/Funktionsweise_GutmenschHirn.jpg

      • Conrath // 21. März 2017 um 20:56 //

        @Hubi

        Ja, es ist/ war ein langer Weg von den Anfängen der Sesshaftwerdung bis zu unserer Neuzeit. Ich denke aber, dass jeder Mensch sich als Mitglied einer Gruppe empfinden kann im positiven, geistigen Sinne, wie im abgelaufenen und älteren, eigentlich überholten Sinne einer bloßer Massenzugehörigkeit.

        Beides trifft doch zu mischt sich im Informationszeitalter und wir lernen alle gerade neue Bündnisformen kennen. Das das am Anfang holprig und ungeschickt aussieht, na ja, Hubi, ist normal. Von mir gibt es Filme, wie ich ungeschickt meine ersten Gehversuche mache, peinlich, habe früher immer den Vorführraum verlassen, egal, irgendwann ging ‚er‘ dann endlich, ich hatte auch noch einen O-Bein-Watschelgang, bis zum dritten Lebensjahr, hat sich alles ausgewachsen.

        Wir sollten die Anfangsschwierigkeiten zwar nicht übersehen, aber auch nicht überschätzen und gleich mutlos werden. Wer kann es sich schon leisten wirklich mutlos zu sein? Dafür gibt es doch viel zu viele Kinder und Jugendliche hier. Die Mitteljungalten dürfen sich ruhig etwas unbeliebt machen, das gab es früher auch schon, wenn die aktive Arbeitsteilnahme zurückgefahren wurde, heute für beide Geschlechter, klar doch, war mehr Kraft für die Gemeinschaft da.

        Und wie gut die Aussichten sind, lest doch bei Analitik. Da kann ein Ministerbübchen wie ‚Heiko der Maßlose‘ nicht wirklich viel anrichten, auf mittlere Sicht, hoffen und vermuten dort viele:
        http://analitik.de/2017/03/20/trumps-spiel-mit-deutschland-und-der-eu/#comment-6663

      • Conrath // 22. März 2017 um 07:24 //

        @Hubi
        Ja, es ist/ war ein langer Weg von den Anfängen der Sesshaftwerdung bis zu unserer Neuzeit. Ich denke aber, dass jeder Mensch sich als Mitglied einer Gruppe empfinden kann im positiven, geistigen Sinne, wie im abgelaufenen und älteren, eigentlich überholten Sinne einer bloßer Massenzugehörigkeit.
        Beides trifft doch zu mischt sich im Informationszeitalter und wir lernen alle gerade neue Bündnisformen kennen. Das das am Anfang holprig und ungeschickt aussieht, na ja, Hubi, ist normal. Von mir gibt es Filme, wie ich ungeschickt meine ersten Gehversuche mache, peinlich, habe früher immer den Vorführraum verlassen, egal, irgendwann ging ‚er‘ dann endlich, ich hatte auch noch einen O-Bein-Watschelgang, bis zum dritten Lebensjahr, hat sich alles ausgewachsen.
        Wir sollten die Anfangsschwierigkeiten zwar nicht übersehen, aber auch nicht überschätzen und gleich mutlos werden. Wer kann es sich schon leisten wirklich mutlos zu sein? Dafür gibt es doch viel zu viele Kinder und Jugendliche hier. Die Mitteljungalten dürfen sich ruhig etwas unbeliebt machen, das gab es früher auch schon, wenn die aktive Arbeitsteilnahme zurückgefahren wurde, heute für beide Geschlechter, klar doch, war mehr Kraft für die Gemeinschaft da.
        Und wie gut die Aussichten sind, lest doch bei Analitik. Da kann ein Ministerbübchen wie ‚Heiko der Maßlose‘ nicht wirklich viel anrichten, auf mittlere Sicht, hoffen und vermuten dort viele:
        http://analitik.de/2017/03/20/trumps-spiel-mit-deutschland-und-der-eu/#comment-6663

      • hubi stendahl // 22. März 2017 um 10:12 //

        @conrath

        Zitat:
        „Ich denke aber, dass jeder Mensch sich als Mitglied einer Gruppe empfinden kann im positiven, geistigen Sinne, wie im abgelaufenen und älteren, eigentlich überholten Sinne einer bloßer Massenzugehörigkeit.“

        Hier ist für mich entweder ein böser Fehler oder ein Missverständnis enthalten, wenn Sie das Gruppenempfinden konträr gegenüberstellen, nämlich einerseits im „positiv geistigen Sinne“ und andererseits im „älteren überholten Sinne“. Eine solche Gegenüberstellung halte ich für unzulässig. Sie transportieren damit den Glauben, wir hätten seit 10Tsd Jahren eine Art Aufwärtsentwicklung hinter uns gebracht. Möglicherweise machen Sie diese Idee an der Tatsache fest, dass wir technologische Errungenschaften aufeinandergestapelt haben, die heute zur Raumfahrt geführt haben.

        Das ist ein Trugschluss.

        Stellen Sie sich die Frage, ob die Erfindung des Smartphones auf der Basis der bereits bekannten Funktechnologie eine größere kognitive Leistung war, als die erste planbare Nutzung des Feuers vor etwa einer Million Jahre. Stellen Sie sich die Frage, wie eine 4.000 Jahre alte Schrift, das Ur-Sanskrit, dessen Ausdrucksmöglichkeiten als Transporteur geistiger Prozesse unerreicht ist, zu einer angeblichen Aufwärtsentwicklung passt. im Gegenteil, die Schrift ist permanent herunter bis auf das heutige Englisch simplifiziert worden.
        Eher ist also das Gegenteil richtig.

        Es ist also „nur“ eine Zwangsläufigkeit, dass der Mensch auf jede Technik eine Weiterentwicklung aufsetzt und dabei an Schüben partizipiert, wie die Aufklärung unter christlicher (nicht religiöser) Weltanschauung des 18. und 19th Jahrhunderts in Europa und tlw. in den USA.

        Die Frage ist also, ob wir uns durch die zwangsweise technologische Entwicklung im Widerspruch zur menschlichen Entwicklung, orientiert an der Natur befinden und deshalb (geistig-seelisch) auf der Stelle treten, weil wir eine harmonische Lösung des Miteinanders im Gegensatz zu früheren Epochen vor der Zeit er Arbeitsteilung (noch) nicht gefunden haben.

        Mein Ansinnen war es darüber aufzuklären, wie im zeitlichen Kontext der letzten 10.000 Jahre B.C. der Mensch sich unter schrittweiser Hergabe seiner eigentlichen Natur, an die technische Entwicklung anpasste und mittels Werkzeugen wie Religion und Herrschaftskonstrukten (bisher ohne Lösung) versuchte, ein prosperierendes Zusammenleben von Gruppen zu realisieren. Nun drängt die Zeit. Wir leben im Atomzeitalter.

      • Conrath // 22. März 2017 um 15:34 //

        @Hubi

        Man könnte die Doppelbewertung als Spitzfindigkeit verstehen, klar. Ich nutze sie allerdings aus meinem besten Erkennen, was ja dennoch fehlerhaft sein könnte, aber hier einer sogenannten Doppelbestimmung, oder einer überkreuz-doppelten Prozessrichtung, entspricht und zwar unter den bereits vorherigen, hier dargestellten, Prämissen:

        – Der Mensch/ alle Lebewesen die hier sichtbare physiologische Prozesse unterhalten sind auch noch einmal in einen anderen (Empfängerseite),
        – zweiten Prozessstrom eingebunden (Senderseite).

        Um letzteren gegen Verwechslung zu sichern, könnte man diesen zweiten Prozessstrom in Anknüpfung an Sheldrake auch ‚Sheldrake-/ Morphologischen-Prozess nennen, ich würde ihn am liebsten ‚Intelligiblen Gegenstrom‘ nennen (bei Fichte ist es der zweite, von drei Zeitbegriffen, mit je unterschiedlichen Zeitsinnigkeiten), denn er wurde sowohl von Goethe, als auch von Kant und anderen Forschern, schon vielfach beschrieben, etwa von Paracelsus oder von dem Kolloidchemiker Wilhelm Ostwald. Modellmäßig ist es das Gegenstück zu der hier sichtbaren Entwicklung der letzten 10/ 14.000 Jahre, also dem empirischen Normalstrom der Zeit. Beide Prozesse sind komplex miteinander verbunden!

        Und es gibt tatsächlich einige sehr merkwürdige Fakten/ Phänomene, die nicht leicht durch eine schrittweise, sagen wir banale, diesseitige Erfahrung/ Entwicklung alleine ihre angemessene Erklärung finden können. Beginnend bei der außermenschlich gegebenen Kambrischen Explosion, finden wir vergleichsweise, nahezu perfekt ausgearbeitete Fertigkeiten oder Systeme in der Kultur. Dazu gehören auch die Symbolschriften Zahlen/ Buchstaben und ihre Grammatik, aber auch komplette Sozialordnungen. Sie sind, soweit wir das aus dem großen Abstand rekonstruieren können, tatsächlich wie aus einem Block entstanden. Eine Grundidee, die das ganze umfasst, so auch die ältesten Schriften und die damit unmittelbar gegebene Philosophie und Abstraktionsfähigkeit!

        Man hätte ja erwarten können, dass die Menschen erst mal 2.000 Jahre herum stammeln und probieren. Nein, die nüchternen, Archeologenseelen machen uns mit den Fakten bekannt, dass alle Kulturtechniken, ‚so to say‘, vom Himmel gefallen sind, ob die topologisch anspruchsvoll verwickelten 3D Steinquaderpuzzle, überhaupt viele Architekturformen, oder das riesige Göbeli-Teke-Umfeld, die Altpyramiden außerhalb von Ägypten, Rechenverfahren, Schmelz- und Veredelungstechniken, komplexe 4D Muster bei den Arabern, usw…
        Als ich von diesen Sachen als Jugendlicher erfuhr, hatte ich den Eindruck, die Forscher wären Spielverderber. Alles sollte es schon gegeben haben und die Bionik war auch weiter als unsere Technik, kannte etwa Türen, bei Spinnenarten gegeben, nur das Rad-Achsen-Lagersystem hat man noch nicht gefunden, vielleicht bald im Nanoumfeld der Biophotonenforscher, mal abwarten, es war schon Gegenstand des jüngsten Nobelpreises.

        Aber wie kann sich mensch auf das alles einen Reim machen, sprich, gibt es eine Modellannahme, die alles umfasst, mit minimalem Widerspruchspotential?

        Wenn wir die vergleichende Mythologie hinzunehmen, dann ist auffällig, dass alle Menschen ihre kosmologischen Weltbilder zwar anthropomorph darstellten, aber damit einheitlich auf eine Art von ‚Grundsystem‘ abzielten. Es ist die geschichtete Welt des Diesseits, einer Zwischenwelt des lebendigen Kräfteflutens und einer Welt eherner Symbole, die als eigentliche Wirk- und Wohnstätte für alle drei(!) Weltschichten angenommen wurde. Überraschend, weil wir heutigen eher für jede Welt je einzelne Gesetzmäßigkeiten suchen würden. Aber bei den Neuplatoniker Proklos und Damaskios, findet sich dieser Modellzusammenhang gerade zu perfekt ausgearbeitet! Nicht ohne Grund hat sich die katholische Kirche hier bedient.

        Jedenfalls, wie man es auch wendet und dreht, es muss eine Art von Gesamtentwicklung geben, die nur auf allen drei Schichten wechselwirkt und die den empirisch-darwinistische Prozess mit einem, sagen wir Morphem- oder Henaden-Prozess, unmittelbar verschränkt. Der Austrag dieser beiden antagonistischen Prozesse geschieht unmittelbar auf eine dritte, lebendige Trägerebene (der Geistesgegenwart > KBM). Sie spart auf und aus, was alles so wechselwirkend miteinander prozessiert und geschieht. Die Veden hatten diese dritte Entität bereits als Karmaessenz beschrieben, die Renaissancewissenschaftler nannten es ‚Astrales Fluid‘ oder Äther usw., bis in die Gegenwart.

        Jedenfalls gibt es keinen grundsätzlichen Widerspruch der Henologie von Proklos mit einer vereinheitlichten Quantengravitationsdynamik der Gegenwart.

        Was also müsste sozusagen die dritte Dimension in der Entwicklung sein, wenn bereits zwei Prozesse antagonistisch wechselwirken? Es müssen immer wieder, von einzelnen Lebewesen neue(!)/ neu-alte oder existentiell-neu-alte, Erfahrungen gemacht werden, die diese dann für sich nutzend auch zur ihrer eigenen(!) Verfügung haben.

        Gleichzeitig haben aber auch andere Mittlebewesen Anteil an der Erfahrung. Und die Art von machbaren Erfahrungen selbst wandelt sich wohl auch im Laufe der empirischen Zeit (unserer Normalzeitsinnigkeitsrichtung > 10.000 BC zu 22.3.2017). Der entgegengesetzte Prozess-Sinn variiert dabei eine Art von Urform (dritte Ebene, meinetwegen Hypermatrix, besser aber Pneuma > griechisch für den wehend-sprechenden Äther) in ihren mannigfaltigen Variationen und Varietäten. Also, dieses Pneuma ist in der Lage, alle gemachten Erfahrungen und Entwicklungen, selber nochmals zu bewahren, wie eine absonderliche Landschaft des Möglichen.

        Und diese Landschaft ist offensichtlich von hierarchisch-heterarch lebenden Wesenheiten/ Gottheiten/ Henaden/ schöpferischen Prinzipien – bewohnt – , was ja nur eine Umschreibung sein kann, da die Sprache in ihren Wittgensteinschen Lagern und Angeln dabei schon mächtig ächzt und stöhnt. Es lässt sich alles eben nur über Ketten von Analogien beschreiben, die aber in sich exakt ableitbar sind, vergleichbar einem modernen Baumdiagramm in der Boolschen Begriffssymbolik. Von der behaupten Leutchen, vom Schlage der Psirambrüder, ja auch nicht, dass es die nicht gibt/ geben kann, nur weil sie nicht simpel zu veranschaulichen ist. –

        Lieber Hubi, wenn Ihre Urururururenkelin den Pythagoras versteht, dann ist es einerseits, inhaltlich die gleiche Aufgabe wie heute, oder vor 2.500 Jahren, aber konkret, als lebendige Erkenntnis, doch etwas ganz Neues, so Einmaliges. Das erscheint paradox, ist es aber nicht. Gleiches in ewiger (äonischer > endlicher) Variation kann, seit Cantor auch mathematisch, erfasst werden. K. Gödel hat die endliche Seite dieses Variationskontinuums erfasst und Gerhard Gentzen (3764365749) dazu das Gegenstück. Fragen Sie mich von welcher Seite, übrigens aus allen hier von mir zitierten Büchern, ich welchen Abschnitt in 5 Minuten abschreiben soll.

        Also, es gibt eine unmittelbare, permanente Rückkopplung zwischen dem Zukünftigen (Hinzugekommenen) im Vergangenen und dem Vergangenen im Zukünftigen (Verzukünftigten). Das alles ist eine Erweiterung des McTaggartschen Zahlen-Zeit-Konzeptes. Sie ‚erklärt‘ dass es eine Entwicklung der Entwicklung gibt, also Entwicklung².

        Und im Sozialen ist es die Variation von Liebesfähigkeit und Organisation, die sich langsam weiterentwickelt, aber nicht äußerlich, sondern durch und mit uns selbst. So gibt es ‚ein‘ inneres ‚Entwicklungs-Wir‘ und seine äußeren, variativen Gegenformationen, alle Arten von Wir-Massen in der Geschichte.

        Oder anders, es gibt eine empirische und eine überempirische Geschichte, alle diese Formulierungen konvergieren miteinander. –

      • Conrath // 22. März 2017 um 16:29 //

        Conrath // 22. März 2017 um 15:34 //
        Der Kommentar wartet auf Freischaltung.

        @Hubi

        Man könnte die Doppelbewertung als Spitzfindigkeit verstehen, klar. Ich nutze sie allerdings aus meinem besten Erkennen, was ja dennoch fehlerhaft sein könnte, aber hier einer sogenannten Doppelbestimmung, oder einer überkreuz-doppelten Prozessrichtung, entspricht und zwar unter den bereits vorherigen, hier dargestellten, Prämissen:

        – Der Mensch/ alle Lebewesen die hier sichtbare physiologische Prozesse unterhalten sind auch noch einmal in einen anderen (Empfängerseite),
        – zweiten Prozessstrom eingebunden (Senderseite).

        Um letzteren gegen Verwechslung zu sichern, könnte man diesen zweiten Prozessstrom in Anknüpfung an Sheldrake auch ‚Sheldrake-/ Morphologischen-Prozess nennen, ich würde ihn am liebsten ‚Intelligiblen Gegenstrom‘ nennen (bei Fichte ist es der zweite, von drei Zeitbegriffen, mit je unterschiedlichen Zeitsinnigkeiten), denn er wurde sowohl von Goethe, als auch von Kant und anderen Forschern, schon vielfach beschrieben, etwa von Paracelsus oder von dem Kolloidchemiker Wilhelm Ostwald. Modellmäßig ist es das Gegenstück zu der hier sichtbaren Entwicklung der letzten 10/ 14.000 Jahre, also dem empirischen Normalstrom der Zeit. Beide Prozesse sind komplex miteinander verbunden!

        Und es gibt tatsächlich einige sehr merkwürdige Fakten/ Phänomene, die nicht leicht durch eine schrittweise, sagen wir banale, diesseitige Erfahrung/ Entwicklung alleine ihre angemessene Erklärung finden können. Beginnend bei der außermenschlich gegebenen Kambrischen Explosion, finden wir vergleichsweise, nahezu perfekt ausgearbeitete Fertigkeiten oder Systeme in der Kultur. Dazu gehören auch die Symbolschriften Zahlen/ Buchstaben und ihre Grammatik, aber auch komplette Sozialordnungen. Sie sind, soweit wir das aus dem großen Abstand rekonstruieren können, tatsächlich wie aus einem Block entstanden. Eine Grundidee, die das ganze umfasst, so auch die ältesten Schriften und die damit unmittelbar gegebene Philosophie und Abstraktionsfähigkeit!

        Man hätte ja erwarten können, dass die Menschen erst mal 2.000 Jahre herum stammeln und probieren. Nein, die nüchternen, Archeologenseelen machen uns mit den Fakten bekannt, dass alle Kulturtechniken, ‚so to say‘, vom Himmel gefallen sind, ob die topologisch anspruchsvoll verwickelten 3D Steinquaderpuzzle, überhaupt viele Architekturformen, oder das riesige Göbeli-Teke-Umfeld, die Altpyramiden außerhalb von Ägypten, Rechenverfahren, Schmelz- und Veredelungstechniken, komplexe 4D Muster bei den Arabern, usw…
        Als ich von diesen Sachen als Jugendlicher erfuhr, hatte ich den Eindruck, die Forscher wären Spielverderber. Alles sollte es schon gegeben haben und die Bionik war auch weiter als unsere Technik, kannte etwa Türen, bei Spinnenarten gegeben, nur das Rad-Achsen-Lagersystem hat man noch nicht gefunden, vielleicht bald im Nanoumfeld der Biophotonenforscher, mal abwarten, es war schon Gegenstand des jüngsten Nobelpreises.

        Aber wie kann sich mensch auf das alles einen Reim machen, sprich, gibt es eine Modellannahme, die alles umfasst, mit minimalem Widerspruchspotential?

        Wenn wir die vergleichende Mythologie hinzunehmen, dann ist auffällig, dass alle Menschen ihre kosmologischen Weltbilder zwar anthropomorph darstellten, aber damit einheitlich auf eine Art von ‚Grundsystem‘ abzielten. Es ist die geschichtete Welt des Diesseits, einer Zwischenwelt des lebendigen Kräfteflutens und einer Welt eherner Symbole, die als eigentliche Wirk- und Wohnstätte für alle drei(!) Weltschichten angenommen wurde. Überraschend, weil wir heutigen eher für jede Welt je einzelne Gesetzmäßigkeiten suchen würden. Aber bei den Neuplatoniker Proklos und Damaskios, findet sich dieser Modellzusammenhang gerade zu perfekt ausgearbeitet! Nicht ohne Grund hat sich die katholische Kirche hier bedient.

        Jedenfalls, wie man es auch wendet und dreht, es muss eine Art von Gesamtentwicklung geben, die nur auf allen drei Schichten wechselwirkt und die den empirisch-darwinistische Prozess mit einem, sagen wir Morphem- oder Henaden-Prozess, unmittelbar verschränkt. Der Austrag dieser beiden antagonistischen Prozesse geschieht unmittelbar auf eine dritte, lebendige Trägerebene (der Geistesgegenwart > KBM). Sie spart auf und aus, was alles so wechselwirkend miteinander prozessiert und geschieht. Die Veden hatten diese dritte Entität bereits als Karmaessenz beschrieben, die Renaissancewissenschaftler nannten es ‚Astrales Fluid‘ oder Äther usw., bis in die Gegenwart.

        Jedenfalls gibt es keinen grundsätzlichen Widerspruch der Henologie von Proklos mit einer vereinheitlichten Quantengravitationsdynamik der Gegenwart.

        Was also müsste sozusagen die dritte Dimension in der Entwicklung sein, wenn bereits zwei Prozesse antagonistisch wechselwirken? Es müssen immer wieder, von einzelnen Lebewesen neue(!)/ neu-alte oder existentiell-neu-alte, Erfahrungen gemacht werden, die diese dann für sich nutzend auch zur ihrer eigenen(!) Verfügung haben.

        Gleichzeitig haben aber auch andere Mittlebewesen Anteil an der Erfahrung. Und die Art von machbaren Erfahrungen selbst wandelt sich wohl auch im Laufe der empirischen Zeit (unserer Normalzeitsinnigkeitsrichtung > 10.000 BC zu 22.3.2017). Der entgegengesetzte Prozess-Sinn variiert dabei eine Art von Urform (dritte Ebene, meinetwegen Hypermatrix, besser aber Pneuma > griechisch für den wehend-sprechenden Äther) in ihren mannigfaltigen Variationen und Varietäten. Also, dieses Pneuma ist in der Lage, alle gemachten Erfahrungen und Entwicklungen, selber nochmals zu bewahren, wie eine absonderliche Landschaft des Möglichen.

        Und diese Landschaft ist offensichtlich von hierarchisch-heterarch lebenden Wesenheiten/ Gottheiten/ Henaden/ schöpferischen Prinzipien – bewohnt – , was ja nur eine Umschreibung sein kann, da die Sprache in ihren Wittgensteinschen Lagern und Angeln dabei schon mächtig ächzt und stöhnt. Es lässt sich alles eben nur über Ketten von Analogien beschreiben, die aber in sich exakt ableitbar sind, vergleichbar einem modernen Baumdiagramm in der Boolschen Begriffssymbolik. Von der behaupten Leutchen, vom Schlage der Psirambrüder, ja auch nicht, dass es die nicht gibt/ geben kann, nur weil sie nicht simpel zu veranschaulichen ist. –

        Lieber Hubi, wenn Ihre Urururururenkelin den Pythagoras versteht, dann ist es einerseits, inhaltlich die gleiche Aufgabe wie heute, oder vor 2.500 Jahren, aber konkret, als lebendige Erkenntnis, doch etwas ganz Neues, so Einmaliges. Das erscheint paradox, ist es aber nicht. Gleiches in ewiger (äonischer > endlicher) Variation kann, seit Cantor auch mathematisch, erfasst werden. K. Gödel hat die endliche Seite dieses Variationskontinuums erfasst und Gerhard Gentzen (3764365749) dazu das Gegenstück. Fragen Sie mich von welcher Seite, übrigens aus allen hier von mir zitierten Büchern, ich welchen Abschnitt in 5 Minuten abschreiben soll.

        Also, es gibt eine unmittelbare, permanente Rückkopplung zwischen dem Zukünftigen (Hinzugekommenen) im Vergangenen und dem Vergangenen im Zukünftigen (Verzukünftigten). Das alles ist eine Erweiterung des McTaggartschen Zahlen-Zeit-Konzeptes. Sie ‚erklärt‘ dass es eine Entwicklung der Entwicklung gibt, also Entwicklung².

        Und im Sozialen ist es die Variation von Liebesfähigkeit und Organisation, die sich langsam weiterentwickelt, aber nicht äußerlich, sondern durch und mit uns selbst. So gibt es ‚ein‘ inneres ‚Entwicklungs-Wir‘ und seine äußeren, variativen Gegenformationen, alle Arten von Wir-Massen in der Geschichte.

        Oder anders, es gibt eine empirische und eine überempirische Geschichte, alle diese Formulierungen konvergieren miteinander. –

      • Conrath // 22. März 2017 um 18:55 //

        Hallo Hubi ,dieser Kommentar wurde zweimal vom System nicht aufgenommen.

        Man könnte die Doppelbewertung als Spitzfindigkeit verstehen, klar. Ich nutze sie allerdings aus meinem besten Erkennen, was ja dennoch fehlerhaft sein könnte, aber hier einer sogenannten Doppelbestimmung, oder einer überkreuz-doppelten Prozessrichtung, entspricht und zwar unter den bereits vorherigen, hier dargestellten, Prämissen:

        – Der Mensch/ alle Lebewesen die hier sichtbare physiologische Prozesse unterhalten sind auch noch einmal in einen anderen (Empfängerseite),
        – zweiten Prozessstrom eingebunden (Senderseite).

        Um letzteren gegen Verwechslung zu sichern, könnte man diesen zweiten Prozessstrom in Anknüpfung an Sheldrake auch ‚Sheldrake-/ Morphologischen-Prozess nennen, ich würde ihn am liebsten ‚Intelligiblen Gegenstrom‘ nennen (bei Fichte ist es der zweite, von drei Zeitbegriffen, mit je unterschiedlichen Zeitsinnigkeiten), denn er wurde sowohl von Goethe, als auch von Kant und anderen Forschern, schon vielfach beschrieben, etwa von Paracelsus oder von dem Kolloidchemiker Wilhelm Ostwald. Modellmäßig ist es das Gegenstück zu der hier sichtbaren Entwicklung der letzten 10/ 14.000 Jahre, also dem empirischen Normalstrom der Zeit. Beide Prozesse sind komplex miteinander verbunden!

        Und es gibt tatsächlich einige sehr merkwürdige Fakten/ Phänomene, die nicht leicht durch eine schrittweise, sagen wir banale, diesseitige Erfahrung/ Entwicklung alleine ihre angemessene Erklärung finden können. Beginnend bei der außermenschlich gegebenen Kambrischen Explosion, finden wir vergleichsweise, nahezu perfekt ausgearbeitete Fertigkeiten oder Systeme in der Kultur. Dazu gehören auch die Symbolschriften Zahlen/ Buchstaben und ihre Grammatik, aber auch komplette Sozialordnungen. Sie sind, soweit wir das aus dem großen Abstand rekonstruieren können, tatsächlich wie aus einem Block entstanden. Eine Grundidee, die das ganze umfasst, so auch die ältesten Schriften und die damit unmittelbar gegebene Philosophie und Abstraktionsfähigkeit!

        Man hätte ja erwarten können, dass die Menschen erst mal 2.000 Jahre herum stammeln und probieren. Nein, die nüchternen, Archeologenseelen machen uns mit den Fakten bekannt, dass alle Kulturtechniken, ‚so to say‘, vom Himmel gefallen sind, ob die topologisch anspruchsvoll verwickelten 3D Steinquaderpuzzle, überhaupt viele Architekturformen, oder das riesige Göbeli-Teke-Umfeld, die Altpyramiden außerhalb von Ägypten, Rechenverfahren, Schmelz- und Veredelungstechniken, komplexe 4D Muster bei den Arabern, usw…
        Als ich von diesen Sachen als Jugendlicher erfuhr, hatte ich den Eindruck, die Forscher wären Spielverderber. Alles sollte es schon gegeben haben und die Bionik war auch weiter als unsere Technik, kannte etwa Türen, bei Spinnenarten gegeben, nur das Rad-Achsen-Lagersystem hat man noch nicht gefunden, vielleicht bald im Nanoumfeld der Biophotonenforscher, mal abwarten, es war schon Gegenstand des jüngsten Nobelpreises.

        Aber wie kann sich mensch auf das alles einen Reim machen, sprich, gibt es eine Modellannahme, die alles umfasst, mit minimalem Widerspruchspotential?

        Wenn wir die vergleichende Mythologie hinzunehmen, dann ist auffällig, dass alle Menschen ihre kosmologischen Weltbilder zwar anthropomorph darstellten, aber damit einheitlich auf eine Art von ‚Grundsystem‘ abzielten. Es ist die geschichtete Welt des Diesseits, einer Zwischenwelt des lebendigen Kräfteflutens und einer Welt eherner Symbole, die als eigentliche Wirk- und Wohnstätte für alle drei(!) Weltschichten angenommen wurde. Überraschend, weil wir heutigen eher für jede Welt je einzelne Gesetzmäßigkeiten suchen würden. Aber bei den Neuplatoniker Proklos und Damaskios, findet sich dieser Modellzusammenhang gerade zu perfekt ausgearbeitet! Nicht ohne Grund hat sich die katholische Kirche hier bedient.

        Jedenfalls, wie man es auch wendet und dreht, es muss eine Art von Gesamtentwicklung geben, die nur auf allen drei Schichten wechselwirkt und die den empirisch-darwinistische Prozess mit einem, sagen wir Morphem- oder Henaden-Prozess, unmittelbar verschränkt. Der Austrag dieser beiden antagonistischen Prozesse geschieht unmittelbar auf eine dritte, lebendige Trägerebene (der Geistesgegenwart > KBM). Sie spart auf und aus, was alles so wechselwirkend miteinander prozessiert und geschieht. Die Veden hatten diese dritte Entität bereits als Karmaessenz beschrieben, die Renaissancewissenschaftler nannten es ‚Astrales Fluid‘ oder Äther usw., bis in die Gegenwart.

        Jedenfalls gibt es keinen grundsätzlichen Widerspruch der Henologie von Proklos mit einer vereinheitlichten Quantengravitationsdynamik der Gegenwart.

        Was also müsste sozusagen die dritte Dimension in der Entwicklung sein, wenn bereits zwei Prozesse antagonistisch wechselwirken? Es müssen immer wieder, von einzelnen Lebewesen neue(!)/ neu-alte oder existentiell-neu-alte, Erfahrungen gemacht werden, die diese dann für sich nutzend auch zur ihrer eigenen(!) Verfügung haben.

        Gleichzeitig haben aber auch andere Mittlebewesen Anteil an der Erfahrung. Und die Art von machbaren Erfahrungen selbst wandelt sich wohl auch im Laufe der empirischen Zeit (unserer Normalzeitsinnigkeitsrichtung > 10.000 BC zu 22.3.2017). Der entgegengesetzte Prozess-Sinn variiert dabei eine Art von Urform (dritte Ebene, meinetwegen Hypermatrix, besser aber Pneuma > griechisch für den wehend-sprechenden Äther) in ihren mannigfaltigen Variationen und Varietäten. Also, dieses Pneuma ist in der Lage, alle gemachten Erfahrungen und Entwicklungen, selber nochmals zu bewahren, wie eine absonderliche Landschaft des Möglichen.

        Und diese Landschaft ist offensichtlich von hierarchisch-heterarch lebenden Wesenheiten/ Gottheiten/ Henaden/ schöpferischen Prinzipien – bewohnt – , was ja nur eine Umschreibung sein kann, da die Sprache in ihren Wittgensteinschen Lagern und Angeln dabei schon mächtig ächzt und stöhnt. Es lässt sich alles eben nur über Ketten von Analogien beschreiben, die aber in sich exakt ableitbar sind, vergleichbar einem modernen Baumdiagramm in der Boolschen Begriffssymbolik. Von der behaupten Leutchen, vom Schlage der Psirambrüder, ja auch nicht, dass es die nicht gibt/ geben kann, nur weil sie nicht simpel zu veranschaulichen ist. –

        Lieber Hubi, wenn Ihre Urururururenkelin den Pythagoras versteht, dann ist es einerseits, inhaltlich die gleiche Aufgabe wie heute, oder vor 2.500 Jahren, aber konkret, als lebendige Erkenntnis, doch etwas ganz Neues, so Einmaliges. Das erscheint paradox, ist es aber nicht. Gleiches in ewiger (äonischer > endlicher) Variation kann, seit Cantor auch mathematisch, erfasst werden. K. Gödel hat die endliche Seite dieses Variationskontinuums erfasst und Gerhard Gentzen (3764365749) dazu das Gegenstück. Fragen Sie mich von welcher Seite, übrigens aus allen hier von mir zitierten Büchern, ich welchen Abschnitt in 5 Minuten abschreiben soll.

        Also, es gibt eine unmittelbare, permanente Rückkopplung zwischen dem Zukünftigen (Hinzugekommenen) im Vergangenen und dem Vergangenen im Zukünftigen (Verzukünftigten). Das alles ist eine Erweiterung des McTaggartschen Zahlen-Zeit-Konzeptes. Sie ‚erklärt‘ dass es eine Entwicklung der Entwicklung gibt, also Entwicklung².

        Und im Sozialen ist es die Variation von Liebesfähigkeit und Organisation, die sich langsam weiterentwickelt, aber nicht äußerlich, sondern durch und mit uns selbst. So gibt es ‚ein‘ inneres ‚Entwicklungs-Wir‘ und seine äußeren, variativen Gegenformationen, alle Arten von Wir-Massen in der Geschichte.

        Oder anders, es gibt eine empirische und eine überempirische Geschichte, alle diese Formulierungen konvergieren miteinander. –

  4. waltomax // 21. März 2017 um 10:50 //

    „Der Kommentar wartet auf Freischaltung.“

    Da fällt mir ein, warum ich hier eigentlich nicht mehr schreiben wollte.

  5. Greenhoop // 21. März 2017 um 11:21 //

    In diesem Sinne muss jeder selbst entscheiden, ob er Teil des Systems bzw. der Masse sein will und seine Bedürfnisse versucht durch eine Wahl einer ihm genehmen Partei zu verbessern oder ob er zu der Auffassung kommt, dass er als Individuum seinen ganz individuellen regionalen Weg, unter Verzicht Partei zu ergreifen, gehen will.

    Letzterer ist der von mir präferierte Weg, weil sich einerseits die Masse nicht informieren lassen möchte und lieber träge die weniger werdenden, aber durch Umverteilung noch vorhandenen Zuwendungen als Kompensation akzeptiert.

    Ein Blick zurück in das aktive „Wahlleben“ ließen mir vor Jahren keine anderen Wahl, als sich von der Illusion des Mitentscheidens zu verabschieden und den Tatsachen in die Augen zu sehen. Fortan war nur individuelle Weg gangbar, die Nerven (nicht nur die eigenen) schonender und vor allem friedlicher Pfad hin zur Erkenntnis, dass das Leben immer selbst gemeistert werden sollte.

    Davon einmal abgesehen bin ich der festen Überzeugung, dass sämtliche Parteien dem System gehören, ansonsten dürften diese gar nicht mitspielen. Dass in der AfD mit Sicherheit viele „Überzeugungstäter“ vorhanden sind möchte ich gar nicht absprechen, aber durch die zwangsläufige Unterwanderung und den öffentlichen Diffarmierungen, wird sich auch diese Partei zerlegen.

    Letzte Woche – kurze Diskussion am CDU Wahlstand – alles nur 100%ige Mitläufer, Teil der Deutschen Einheitspartei.

  6. neutralen Informationsdienst, frei von altpolitischem Dünkel eingefordert, gegen Rundfunkräte voller Politiklobbyisten oder gegen die GEZ geklagt.

    Ja mit einigen sehr guten Anwälten kann man gegen den „Scheinstaat BRD + das Verfassungsgericht (?) “ klagen, die Aussicht den Prozess zu gewinnen wäre sehr hoch. Jedoch wollen das die Profiteure ? = Anwälte, lieber lassen die sich vom Verfassungsgericht bezahlen besser Scheinregierung und tuen was ? nichts .
    Gesetze müssten nach 1950 alle–als ungültig erklärt werden–Profitierer würden zu Tätern ; Das Sie das nicht gewußt haben —könnte keiner sagen, alle an den Schaltstellen haben das gewußt.

    Das Kohlsche “ Ich kann mich nicht erinnern „–dann geben wir Ihnen Zeit in einem Sibirischen Lager in Magadan sich zu erinnern–10 Jahre Zeit.

    Ist es nicht einfacher in der Idiotie-zu leben ( es sich bequem zu machen ) auf einer weiblich-männlich transsexuellen Gender–„Animal-Farm“ ; in einem Idioten-Staat mit willigen Produktions-Sklaven von überall her ( die sich gegenseitig eins aufs Maul hauen wie damals als der Arbeiter noch neben der Maschine schlief und seine Alte fickte ) an einem Produktionstandort als Staat getarnt ? Rollenverteilung wird stündlich vergeben “ Hey—wer spielt heute das Schwein ? “ Siggi –Du ? Er braucht aber noch ein Gegenpart—das muß Gendermässig stimmen, denn erst dann erkennt der Idiot die „Heile Welt“ . Nun los Angie mach Du den Gegenpart heute; Piggin ist Dein Name.
    In der Idiotie ist nichts defeniert; alles ist nichts und kann alles sein.Ziele ändern sich nach Laune des Idioten.

    “ Der Idiot will Harmonie „–sollte ein Teil seines geprägten Weltbildes nicht stimmen rebelliert der geprägte Idiot; geprägt wie eine Münze. Unveränderlich innerhalb seiner Generation. Nur die Launen täglich ändern sich–die werden als Intelligenz gewertet in der Idiotie–es ist dann ein creativer Idiot aus Deutschland—das sind die intelligentesten –so sagt man in Europa.

    („betreutes Denken“)
    Der Idiot wird ja auch betreut, man erklärt Ihn aber gleichzeitig in den Werbenachrichten als sehr intelligenten Idioten mit einer Staatsbürgerschaft einer Identität. Deutsche sind intelligente I……; so die Werbenachricht; nur das I wird bei den I-ten ausgeklammert. “ Das kann nicht sein „, man schaut weg klammert aus —steckt sofort den Kopf in den Sand—solche schweren Themen aber auch—muß das denn sein. „Warum belästigen Sie mich damit ?“ Gehen Sie doch dahin wohin die Sonne nicht hinscheint–so die Antwort dieser Zeitgenossinnen.

    Männer mit dem hysterischen Verhalten gegenderter Frauen und umgekehrt–Hey–sind wir hier alle Schwul geworden—Ihr Tucken-Volk so schreit es aus Putins TV;(Übersetzung ) Nato Nato Nato—wer kämpft den da ? Schentschin ( Frauen ) alte Männer ? dann der Ruf Nato—-Impotent Impotent Impotent.

    Man schaltet Deutsches Fernsehen an–oh lange nicht genossen ganze 8 Monate nicht. Eine Sendung Naturkundefilm–Marietta Slomka kommentiert–wie eine Lehrerin die einem Doofen was erklären will. Mit übertönen und untertönnen so richtig schön Deutsch gackende Frau . Quack Quack Quack–Erziehungs-TV auf allen Kanälen oder Idioten-TV. Von Idioten für Idioten. Von Zombies für Zombies.
    Sexualstraftäter wurden anfang des 18 JH lobotomisiert oder kastriert–liebe Deutsche TV-Fangemeinde setzt euch doch so vor den Deutschen TV–um das Programm zu ertragen, am besten noch 3 Flaschen Bier intus—dann ist das zu ertragen.

    Im Jahre 1990 sprach man anders auf der Straße als heute–nach 27 Jahren hineingeführt in die Idiotie.

    Die Nichtwähler machen inzwischen einen großen Teil der Wahlberechtigten aus.

    Welche Wahl hat man den ? Wahl A, B, C—-von wem werden die bestimmt ? Von den Parteien, wer kontrolliert die Parteien ? Geld ? Geld bezahlen die Parteien und bestimmt den Kandidaten.
    Wer bestimmt das Ziel der Kandidaten ? A, B, C haben dasselbe Ziel das von „Geld“ bestimmt wird nur der Weg ist unterschiedlich.

    Gibt es da eine Wahl ? Ist das Demokratie ? Ist das frei ? Ist das frei von Idiotie ?
    Es werden nur die bestimmt die die heutigen Richtlinien ( wie verhalte ich mich im Idioten-Stadel ) vorgeben. Alle anderen werden aussortiert.
    Es sind nur die die Vorgeben wieviel man jährlich auf den Tisch packen muß um an dem Spiel “ Die Reise nach Jerusalem “ im Idioten-Stadel teilnehmen zu dürfen und sich dann noch ganz toll fühlen auf die Schulter zu klopfen.
    Man nennt das im Volksjargon “ über die Runden kommen “
    Jedoch drehen die FÜhrer von Idioten-Stadel immer an der Steuerschraube und erfinden neue Steuern– “ damit es Ihnen so richtig gut geht “

    Wie gut man doch ist– was man alles so schafft–nicht wahr Angie ? Aber ob die das noch mitbekommt –oder Der „Ich bin der Martin “

    “ Lassen Sie mich doch in Ruhe —in meiner Idiotie—ich fühle mich hier im Idioten-Stadel so wohl und suhle mich förmlich darin “ Mein Mann der Voll-I. geht jeden Tag 10 STD zur Maloche um das Idioten-Stadel aufrechtzuerhalten.

    Resüme:
    Jeder in Idioten-Stadel hat eine Lebensleistung erbracht bis zum momentanen Minute:
    Früher war die Lebensleistung eines jeden abgeischert durch gemeinsame Werte Kultur-Nation- Grenzen ( die es zu vertreidigen gilt ) Zukunft der Kinder; Stände; Erbfolge etc.
    Dies wurde von einer Frau außer Kraft gesetzt, denn was immer schon galt und ungeschriebenes Gesetz einer Kultur aus sich selbst heraus war und ist—gilt nicht mehr–von heute auf morgen.

    Die Gesetze der Idiotie–täglich veränderbar wurde von einer Idiot-kratin verändert.

    Somit gelten oben genannte tausende Jahre alte Kultur-Gesetze aus sich selbst heraus nicht mehr. Gesetze werden beliebig ausgelegt von den Profiteuren. Bevölkerungen innerhalb des Staates unterstehen unterschiedlichen Gerichtsbarkeiten. Ein 4 Klassen Recht wurde still und heimlich eingeführt. Der letzte Schritt geht an die Enteignung ganzer Klassen innerhalb des Volkes mittels EZB. Man nennt das Kaufkraftverlust.

    Frage ist ? Lohnt es sich für die Nachkommen in einer Idiotie in einem Idioten-Staat zu leben–in dem es keine defenierten Gesetze gibt in der Kultur nichts zählt–in der eine Lebensleistung von heute auf morgen je nach Dünkel einfach kaputt gamscht oder geduldet wird–ja nach Zuneigung zum System; Siehe Cornelius Gurlitt.

    • weil alles wegzensiert wird was nicht passt.

      Weil es man sich im System bequem gemacht hat—vom System bezahlt wird auch diese hier.

      selbst zu den Desinformierern gehört zu den Nebelkerzen schmeißern.

      Punkt . Gut erkannt.

    • Conrath // 21. März 2017 um 17:11 //

      @Gast1

      Und was bitte ist jetzt Ihr Beitrag/ Vorschlag?

      „Man schaltet Deutsches Fernsehen an–oh lange nicht genossen ganze 8 Monate nicht. Eine Sendung Naturkundefilm–Marietta Slomka kommentiert–wie eine Lehrerin die einem Doofen was erklären will. Mit übertönen und untertönnen so richtig schön Deutsch gackende Frau . Quack Quack Quack–Erziehungs-TV auf allen Kanälen oder Idioten-TV. Von Idioten für Idioten. Von Zombies für Zombies.“ Zitatende Gast1

      Nein, man/ mensch schalte es aus, bzw. nicht/ nie mehr an, 8 Monate waren zu kurz, lieber Gast1. Lesen Sie gute Bücher, die Slomka bringt Sie sonst um den Verstand, uns alle, ja dieses Säuseln, Sie finden es überall. Und die Alternativvideos auf den vielen, beliebten neuen Kindergartenkritiksendern im Netz, beginnen dann immer mit diesen musikalischen Intros, mit Planetenbildchen, die man maximal beim nächsten, echten Weltuntergang erträgt, aber doch nicht jedes Mal, wenn wieder ein Stäubchen Wahrheit, dick verpackt in Internetbildfluten, unter die Leute gebracht wird.

      Ich zensiere keine Klassenarbeiten mehr, wenn Ihr nicht bessere Lektüregewohnheiten annehmt, das ist eine Drohung!

      Und Gast1, ehrlich, was haben Sie denn erwartet? Eine Bernhard Grzimek-Tiersendung, so etwas wie hier:
      https://www.youtube.com/watch?v=dvWD4MwkZrg

      Das gibt es nicht mehr, man beachte den grauen Anzug erwachsenen Ernst des Tierverstehers und das Internet unterscheidet sich, jedenfalls bei den bewegten Bildern, nicht sonderlich von Slomkas Säuselstimmchen und den trockenen Hustenwitzen der GEZ-Tagesschau Charme- und Stimmungsbolzen, vor ihren Großwandbildschirmen daher tappend.

      Wie stilistisch beruhigend war dagegen die Tagesschau von vor 20 Jahren oder die Wochenschau, bis Ende August 39. Lest Bücher, echte Sachbücher zu den wichtigen Themen!!

  7. Argonautiker // 21. März 2017 um 12:19 //

    Solange Steuern nicht auf die Basis der Freiwilligkeit gestellt werden, werde ich nicht wählen, weil egal was ich wähle, erteile ich dem Gewählten damit die Befugnis, danach zu tun was auch immer er will, denn die Parteien sind leider nicht an ihr Parteiprogramm gebunden. Da nützt es also auch nichts, das Parteiprogramm zu lesen. Da macht sich die Autorin was vor.

    Das System was es zu kippen gilt, steht meines Erachtens leider über dem Politischen System. Damit meine ich das System, was den Ämtern überhaupt erst eine Machtposition erteilt, die kein Mensch zu leisten fähig ist, und ihn zum Übermenschen deklariert, obwohl er das nicht ist, und ihn zusätzlich mit einer so genannter amtlichen Immunität ausstattet. Das heißt der Positionsinhaber eines Amtes ist für seine Taten quasi nicht zur Verantwortung zu ziehen.

    Wenn zum Beispiel ein Verteidigungsminister Milliarden in den Sand setzt, weil,…, was auch immer, dann haftet er nicht dafür. Wenn ein Richter einen Menschen zu unrecht verurteilt, dann haftet er nicht dafür. Etc. etc. Es ist egal wen sie Wählen, solange dieses System besteht, welches Ämter mit Macht ausstattet, dann statten Sie damit dem Gewählten mit einer Macht über den einfachen Menschen aus, ohne das dieser die Möglichkeit hätte sich dagegen zu wehren, geschweige denn, daß der Amtsinhaber denn wirklich ein Übermensch ist, der er aber sein müsste, um dem Amte gerecht zu werden.

    Der Mensch ist dadurch zum Objekt der Ämter geworden. Dieses System ist grundsätzlich falsch. Der Mensch sollte hingegen seine Souveränität wieder erlangen. Diese erlangt er aber nicht, wenn er einen Partei wählt, und mit der Wahl gleichzeitig bestätigt, daß er dieses System für legitim erklärt, daß Ämter über den Menschen stehen, und Menschen zu Befehlsempfängern der Amtsinhaber machen.

    Wir brauchen keine Gesetzgeber, weil kein Mensch dazu in der Lage ist Gesetze zu machen, sondern wir brauchen Gesetzeshüter, die die bestehenden Gesetze der Wirklichkeit den Menschen erklären, damit ein auskömmliches Miteinander möglich ist. Dazu braucht man aber kein Amt, daß einen über den Anderen stellt, sondern einen Verstand, der einen befähigt, die Menschen zu einem gegenseitigen liebevollen und Respektvollen Miteinander zu bewegen.

    Amtspersonen, die ungestraft strafen dürfen, werden dies Qualität nie in sich auszubilden vermögen, weil sie nicht in der Bewertung durch die Bewerteten stehen.

    Aber gehen Sie ruhig wählen, und erteilen Sie damit Menschen die Legitimation zu Amtspersonen zu werden, die alle Rechte auf ihrer Seite haben, aber nie zur Rechenschaft für ihre Amtshandlungen gezogen werden können, aber vollen Zugriff auf ihr Dasein haben.

    Wählen Sie.

    • Bernhard // 21. März 2017 um 15:14 //

      Und in 55 Jahren, wenn die Wahlbeteiligung bei unter 10 % liegt, wird sich die Welt von Heute auf Morgen ändern ???
      Bestechende Logik……………………

    • Conrath // 21. März 2017 um 15:15 //

      @Argonautiker

      „Solange Steuern nicht auf die Basis der Freiwilligkeit gestellt werden, werde ich …[…]“ Zitatende A.

      Ja, wirklich?

      Vielleicht lesen Sie nochmals bei oder zu Kropotkin, was der unter Anarchie verstand und wie diese schrittweise und durchdacht erreicht werden kann.
      Fahren Sie denn freiwillig nur an geraden Tagen auf der Autobahn rechts, sonst nicht?

      Jede unserer Handlungen sollte so gestaltet und durchdacht sein, dass sie auch von allen anderen Menschen erfolgen könnte. Wenn alle freiwillig irgendwas zahlen, ‚Modell Sloterdijk‘, dann vielleicht in einer neuen Geldordnung (OSBEEE), die aber keinerlei Steuern mehr benötigt. Vorher schon Steuern weglassen ist wie Spazierengehen in der Wüste, ohne Wasservorräte.

      Viel Spaß dabei.

  8. Rosario // 21. März 2017 um 13:30 //

    Es ist wohl schon bekannt, kann aber nicht oft genug wiederholt werden.

    „Es gibt kein gutmütigeres und kein einfältigeres Volk als das Deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie, und für eine Parole die man ihnen gab, verfolgen sie ihre eigenen Landsleute mit mehr Verbitterung als ihre eigentlichen Feinde.“

    Napoöeon Bonaparte

    Die Demokratie findet man höchstens in der Schweiz.

    • hubi stendahl // 22. März 2017 um 08:10 //

      @Rosario

      „Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“

      Dieses Zitat stammt beweisbar nicht von Bonaparte, sondern vom Zeitgenossen Joseph Görres, deutscher Philosoph und Herausgeber des Rheinischen Merkur. Er hat es damals Napoleon aus politischen Gründen Napoleon untergeschoben.
      Es erschien im Mai 1814 in der von Görres herausgegebenen Zeitung Rheinischer Merkur in den Ausgaben Nr. 51, 52, 54, 56, 61 und sollte mithelfen, die deutschen Leser sowohl gegen die französische Knechtschaft zu empören, als auch den Deutschen im allgemeinen ihre Schwächen, ausgesprochen aus dem Munde ihres Besatzers, drastisch vorhalten.

      Zitat:
      „Die Demokratie findet man höchstens in der Schweiz.“

      Die Schweizer hatten eine andere, aber auch nicht kriegsfreie Entwicklung. Mag es an der topografischen Lage liegen oder am langen Kampf zwischen den Kaiserreichen Österreich und Frankreich, in deren Mitte dieses kleine Land als regulativ lag. Die andere Historie, bringt auch ein anderes Verständnis von Zusammenleben. Heute ist die Schweiz aufgrund der Kaperung durch die Geldelite auch keine Demokratie mehr im strengen Sinne. Ein paar Volksbefragungen, machen noch keinen demokratischen Diskurs und schon gar keine Teilhabe.

      • Conrath // 22. März 2017 um 09:39 //

        @Hubi

        Ins Schwarze getroffen, exactement, Chapeau!

        Aber wir haben Napoleon die neue Zivilrechtsordnung zu verdanken, die Badenser hatten sich so daran gewöhnt, dass von Ihnen dann auch die erste Reichseinigungsbewegung ausging, das Hambacherfest.

        Der böse und auch schon, wie Hitler unter britischem Einfloss handelnde Bismarck, hat dann die Doppelspaltung Mitteleuropas betrieben, erst die Norddeutschen von den Habsburg-Süddeutschen getrennt und dann 3 Jahre später die beiden Karlsnationen strittig positioniert in Versailles.

        Oh Engeland denke ich an Dich in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht, sehr frei nach dem Düsseldorfer Genie, nein nicht F.H. Jacobi, sondern Heinrich der (H)eine…

        Ja, dieser Hass auf sich selbst, wo kommt der her? Ist er uns auch kräftig zugeführt worden, lange vor dem letzten großen Frankfurter Gehirnwäscheversuch?

        Die regsamen Bewohner der kulturfruchtbaren, sogenannten mindermächtigen Staaten Mitteleuropas hatten, bis 1806, viel Übung in fürstlich-religiöser Toleranzeinübung. Seit dem ist der Gedanke von großen oder wieder zersplitternden, Nationen immer wieder als Fremdkörper erlebt worden und auch von den Engländern, die ja Erfinder der modernen Handelsgroßnation waren, induziert worden.

        Eigentlich waren die Bewohner dieser Ministaaten (reinkarnativ) schon weiter, als der Rest der Bevölkerungen, in ihren absolutistischen Staatskonstrukten. Hierin ähnelt sich das Waldriesenreich Russland mit der mindermächtigen Gruppe aus 37 Parzellenstaaten. Sehen wir in der Vergangenheit bereits die Zukunft einer anarchistischen Friedensordnung mindermächtiger Staaten und ihrer Verbündungen?

        Genies brauchen immer auch chaotisch-unbestimmte Freiräume um so richtig starten zu können, man nehme die Biographie Rousseaus um ein lebendiges Beispiel dafür zu haben, aber es gibt hunderte andere Beispiele. Und diese Mindermacht dann einzuebnen, heute wieder mit der Kalergi-EU, ist eben ein Verbrechen an der Genieentfaltung der Menschheit. Und das darf natürlich nicht in eine echte Politik gegossen werden. Wo kämen wir denn da noch hin, wenn wir nicht Panzer und Luxusautos, die sich ja immer mehr angleichen, kostenfrei in die Welt exportieren, mit einem Überschuss (Kopfschuss?) zu unseren Ungunsten(!?), sondern geniale Konzepte, vom Kühlschrank, über das Röntgengerät und Raketen zu echten Innovationen, also Marx/ Engels-2.0, Leibniz/ Kant-3.0, drunter geht’s nicht, exportieren würden?? –

      • Karl Bernhard Möllmann // 22. März 2017 um 10:00 //

        . . .
        Conrath doziert:
        .
        „Genies brauchen immer auch chaotisch-unbestimmte Freiräume um so richtig starten zu können…“
        .
        JEDER Mensch braucht FREIRAUM – um RICHTIG starten zu können!!!

      • Karl Bernhard Möllmann // 22. März 2017 um 10:30 //

        . . .
        Conrath fragt:
        .
        „Wo kämen wir denn da noch hin, wenn wir nicht Panzer und Luxusautos … sondern geniale Konzepte … also Marx/ Engels-2.0, Leibniz/ Kant-3.0 … exportieren würden??“
        .
        Noch „BEDINGUNGSLOSER“ als „bedingungslose Kapitulation“ kann ja nicht wirklich funktionieren . . . ?
        .
        AUTOS können wir BESSER als die ganze Welt !
        .
        Nur DARUM kauft die ganze Welt unsere Weltklasse-AUTOS !
        .
        Philosophie die FUNKTIONIERT können wir Deutschen NICHT – bisher war das Ergebnis immer nur Unterdrückung von irgendwem & irgendwas – echte FREIHEIT konnte Amerika schon immer besser als wir . . .
        .
        „Schuster bleib bei Deinen Leisten“ – das sagt der kluge VOLKS-Mund.
        .
        FREIHEIT ist nichts – was Philosophen für ANDERE Menschen liefern können!
        .
        FREIHEIT hat man – indem man Psychopathen erfolgreich aus dem EIGENEN Leben heraus hält – DA KANN MAN SCHEITERN, ODER VORBILD WERDEN!
        .
        Echte FREIHEIT kann man nur vorleben.

      • Conrath // 22. März 2017 um 16:41 //

        @KBM

        Sie haben mich nicht verstanden, Freiräume und chaotoische Freiräume sind schon konkret anders. Daraus kann kein mechanischer stellenwertgleicher Umkehrschluß gezogen werden, etwa Nichtgenie braucht vollständige Ordnung oder keinen Freiraum, das ist ein sinnfreier Umkehrschluss, bzw. ist eine rein sprachlogische, mechanische Auswechslung von Partikeln im Satzgefüge (Pseudoschluss).

        Aber oft brauchen eben bestimmte Menschen einen höheren Grad an Unbestimmtheit, den sie sich karmisch dann auch verschaffen, also es geht um den Vergleich konkreter Biographien und ihren Bedingungsmustern, um nicht mehr und nicht weniger.

      • Rosario // 24. März 2017 um 13:30 //

        @hubi stendahl
        Danke für den Hinweis. Es macht die noch immer aktuelle Feststellung nicht unwahrer, auch wenn sie nicht von Napoleon sondern nur von Görres stammt.

        Die Schweiz ist zumindest demokratischer als manches, was sich auch demokratisch nennt. Möglicherweise liegt dies auch an Rousseaus „Gesellschaftsvertrag“ den man dort kennt und am Vorhandensein einer Eidgenossenschaft.
        Was Volksbefragungen betrifft, so sollte man hierzulande wenigstens erst einmal versuchen den Mut zu so etwas aufbringen.

  9. das ist die BRD im Jahre 2017; Heidelberg vor ca. 3 Wochen

    jeder der nicht parriert wird– hingerichtet ! So nennt man das was da zu sehen ist—eine andere Defenition gibt es nicht.
    Das Video wird wohl bald gelöscht werden.

    mach Dir selber ein Bild

    https://www.youtube.com/watch?v=1YmnDgQq1VY

    Der Film hat den Unteritel:

    Oh ausversehen geschehen; das kann doch mal passieren; ich kann mich an nichts erinnern; ich war zum Zeitpunkt psychisch krank, ich bin doch nur eine kleine Frau.

    “ Ich kann mich an nichts erinnern „—lebten Sie denn je Herr Opfer ?

  10. Skyjumper // 21. März 2017 um 14:47 //

    Ich kann leider nur sagen: „Bravo Frau Hoffmann, Sie haben vollkommen Recht“.

    Doch alleine schon an den Kommentaren hier, von denen die sicherlich für sich in Anspruch nehmen den Durchblick zu haben, das System zu verstehen und echte Demokratie zu wollen …… allein da zeigt sich schon warum wir ein System haben wie wir es haben. Und warum es sich auch nicht ändern wird.

    Ja, auch die 80-jährige Omi Musterfrau trifft eine Mitschuld. Doch die wahrhaft schuldigen sind die Hubi Stendahls, die Conraths, die Greenhoops und die Argonautiker. All jene die die heute und jetzt vorhandenen Waffen des Widerstands verschämen und als unzureichend bezeichnen. Hätte der Steinzeitmensch seinerzeit ähnlich über den Faustkeil gedacht würden wir heute noch mit morschen Stöckchen rumfuchteln.

    Wer nicht wählt ist schuld an der Misere. „Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen.“

    • hubi stendahl // 21. März 2017 um 19:55 //

      @Himmelsstürmer

      Zitat:
      „Wer nicht wählt ist schuld an der Misere. „Das Böse triumphiert allein dadurch, dass gute Menschen nichts unternehmen.“

      Meinen Sie das so, wie es gerade in den USA im I.Akt vorgespielt wird? In dem der MASSE von 50 % ein neuer „Messias“ „geschenkt“ wurde, weil sie sonst auf die Barrikaden gegangen wäre und an dem sie sich abarbeiten können? Vor 8 Jahren nach Busch wurde den anderen 50 % ja auch ein „Messias“ geschenkt. Sind Sie schon alt genug, um die Errungenschaften dieses „Messias“ in Erinnerung zu rufen?

      Niemand der Nichtwähler sollte Ihnen als Wähler die „Schuld“ geben, wenn´s mal wieder nicht klappt nach der nächsten Wahl. Denn sie (klein geschrieben) wissen es nicht besser. Sie sollten den Nichtwählern aber auch nicht die „Schuld“ zuweisen, nur weil die es ablehnen, sich zum Narren machen zu lassen, denn einfachste Mathematik sollte klar machen, dass die Chance einer umfangreichen notwendigen gesellschaftlichen Renovierung durch eine AFD unmöglich ist, denn auch innerhalb dieser PARTEI befinden sich unterschiedliche Strömungen, die, einmal gewählt, nach einem Kompromiss nur im nachstelligen Kommabereich meine Interessen vertreten wird. Hinzu kommt die notwendige Koalition, die weiter verwässert. Da steht im Parteiprogramm: Nato ja, Euro jein, Geldssystem bleibt, Wehrpflicht ja, Transatlantisches Bündnis ja, maßvolle Einwanderung??, was ist das?? Familie als Leitbild ja, Atomkraft wieder einführen ja, Bankenkrise?? nichts?? Vereinfachung Steuersystem ja, keine Konzepte zu finden, bis auf übliche Versprechungen niedrige Einkommensbezieher entlasten und bla bla.

      Also. Sie mögen hierin ein Alternative sehen. Andere nicht. So ist das, so lange Menschen aus den wenigen Freiheiten noch die Wahl haben.

      • heiner philip // 22. März 2017 um 11:03 //

        Es kommt nicht darauf an, was in einem Programm FÜR JEDEN EINZELNEN AKZEPTIERBAR steht, denn das ist gar nicht möglich. Sondern es kommt auf den impetus der Partei an, den eine erfolgreiche Wahlbeteiligung auslöst. Es gibt keine Partei, die für alle Wähler alle Wünsche gemeinsam in ihrem Programm auflistet und auch damit lebt. Merke: Je mehr allgemeine Wünsche in Partei-Programmen drinstehen, desto eher ist gewährleistet, das Niemand etwas bekommt.
        Nichtwähler vergrössert die Chancen der Majorität. Wählen mindert das automatische Mehrheits-Bilden. Am Besten ist so zu wählen, das keine echten Mehrheiten mehr automatisch zustande kommen. Selbst die so oft verfemte WEIMAR- Lösung ist besser als jahrelange Mehrheiten. Nicht-regieren ist besser als jeden Tag UNSINN produzieren. Die meisten gesetze oder gestzesänderungen werden in der BRD sowieso OHNE Parlament gemacht! Ja, die werden einfach ins BGBl geschrieben.. siehe Änderungsgesetze 2007 / 2008, Art 23 1990! usw

    • Skyjumper // 22. März 2017 um 09:53 //

      @hubi stendahl

      Ja, ich bin schon alt genug um all die von Ihnen erwähnten angeblichen Messiase mitbekommen zu haben, und auch schon 1-2 mehr. Von daher stimme ich Ihnen hinsichtlich der Fehlschläge absolut zu.
      Ein Wähler kann Fehler machen, er kann getäuscht werden, seine Erwartungen können enttäuscht werden. Es steht ihm dann (noch) eine ganze Palette von mehr oder weniger sinnvollen Reaktionsmöglichkeiten zu, von denen nicht die geringste die ist sich hinterher lautstark zu beschweren.

      Ein Nichtwähler tut einfach nichts, beschwert sich trotzdem und erwartet trotzdem das sich was ändert. Mit welchen Recht? Wer sollte denn etwas ändern wenn nicht er? Die Frösche im Sumpf?

      Der Nichtwähler hat das von Frau Hoffmann doch ziemlich klar umrissene System nicht verstanden. Oder, schlimmer noch, er hat es verstanden und wählt trotzdem nicht, dass ist (meine persönliche Sicht der Dinge) dann Beihilfe für den Mist den wir überall sehen können.

      Es geht beim Wählen nicht ausschließlich ums Gewinnen. Es geht auch um Stimmenanteile, es geht um darauf basierende Parteienfinanzierung, es geht um Meinungsmitteilung.

      Sie glauben dass eine Renovierung durch die AFD unmöglich ist? Ja, ich auch. Aber ich wäre ehrlich gesagt heute schon ganz froh wenn es nicht noch weiter bergab geht. Und das traue ich jeder Partei zu die als „Bedrohung“ auftaucht. 30 bis 40 % Nichtwähler hätten das Potenial einiges zu bewegen ….. nicht dadurch dass die von Ihnen gewählte Partei tatsächlich in Regierungsverantwortung kommt, aber dadurch dass die Kandidaten der letzten beiden Listenplätze bei den Etablierten plötzlich ihren Zugang zu den Fleischtöpfen bedroht sehen und plötzlich anfangen nachzudenken wie das am besten verhindern können.

      • hubi stendahl // 22. März 2017 um 22:18 //

        @skyjumper

        Zitat:
        „Ja, ich auch. Aber ich wäre ehrlich gesagt heute schon ganz froh wenn es nicht noch weiter bergab geht.“

        Ich habe Ihre Motivation verstanden und finde jedes Engagement im Verhältnis zu Heuchlern und Wegsehern auch grundsätzlich lobenswert.

        Wichtig war mir darauf hinzuweisen, dass es auch andere Sichtweisen geben kann, die z.B. die parlamentarischen Demokratien als Vernebelungsinstrument verstehen und mit ihrem Ansinnen nicht vereinbaren können. Vor 25 Jahren hätte ich dem Umbau aus dem laufenden Prozess noch eine Chance gegeben. Nach der Machtübernahme nach dem Mauerfall durch eigens vorbereitete Trojaner des Ostens und der vom CIA unterwanderten Grünen, die sich tief in die Strukturen des Staats eingefressen haben, sehe ich keine Möglichkeit mehr. So wie heute auf MMNEWS z.B. auch Andreas Popp, dessen Sichtweise ich im Großen und Ganzen teile:

        http://www.mmnews.de/index.php/politik/104216-nicht-waehlen1

        @heiner philip

        „Die meisten Gesetze oder Gesetzesänderungen werden in der BRD sowieso OHNE Parlament gemacht! Ja, die werden einfach ins BGBl geschrieben.. siehe Änderungsgesetze 2007 / 2008, Art 23 1990! usw“

        Was deutlich macht, dass das System am Ende ist. Welchen Sinn also macht es, einer Partei, die für einen Teil von max. 20% der Bevölkerung Partei ergreift, ein Kreuz zu vergeben, um dann im Kasperltheater in Berlin an max. 150 Tagen der zur Verfügung stehenden jährlichen Arbeitszeit unter Gähnen die Sessel bepupsen zu lassen.

        Gerade komme ich mit meiner Frau von einem Schauspiel heim, dass wir vorzeitig verlassen haben. Nach dem dritten Bashing von Trump unter Jubel der Zuschauer in einem Stück, dass bereits viele Jahre alt ist und insofern keinerlei Bezug zu Trump hatte, wurde ich wieder einmal bestätigt, dass in diesem „verwalteten vereinigten Wirtschaftsgebiet“, das man auch BRD nennt, nicht mehr geht.

        „verwaltetes vereinigtes Wirtschaftsgebiet“ de jure oder de facto?:

        https://dejure.org/gesetze/GG/133.html

    • Argonautiker // 22. März 2017 um 11:08 //

      @ Skyjumper

      Ich würde schon wählen, wenn es da etwas gäbe, was ich will, und wenn Politiker eben auch in der Pflicht ständen, ihr Parteiprogramm auch umzusetzen. Und wenn sie es nicht täten, man sie auch voll in Regress gezogen werden können.

      Warum sollten Politiker eine Ausnahme im Tauschwesen machen? Wenn man jemanden für etwas bezahlt, dann hat man Anspruch darauf, daß er das, was man in Auftrag gegeben hat, auch in Gänze umsetzt, und nicht nur versucht das umzusetzen.

      Wir hatten ja schon des Öfteren das Vergnügen miteinander, Ihnen sollte in meinem Fall eigentlich klar sein, daß ich durchaus für das Tuende bin. Nicht wählen heißt jedoch noch lange nicht, daß man nichts tut.

      Dieses System stimmt eben schon im Ansatz nicht, deswegen muß man es auch schon im Ansatz ändern, weil man sonst nur Stellschräubchendreherei am grundsätzlich Falschen betreibt.

      Das Problem beim Ändern des Ansatzes ist, daß man es nicht im Ganzen ändern kann ohne Gefahr zu laufen, daß man eher alles zerstört, anstatt ändert. Deshalb sollten grundsätzliche Änderungen des Systems eben auch von kleinen Gemeinschaften ausgehen, die dann in dem Maße wachsen können, wie es die Abwanderung vom Falschen eben hergibt.

      Um das friedlich zu vollziehen, setzte das voraus, daß sich das Falsche eben auch dazu bekennt, das Grundsätzlich was falsch läuft, und den Machtverlust nicht scheut, und Anderes auch anders machen ließe, sodaß es zur neuen Keimbildung kommen könnte, anstatt neue Ansätze mit noch mehr Zwang unter das Falsche zwingen zu wollen.

      Die AfD hat nun wirklich keinen neuen Ansatz. Und jemand der ins Parteiensystem geht, stimmt zumindest eben diesem Parteiensystem als Solches zu, und das halte ich eben wegen ihrer Mehrheitsdefinition, die nichts anderes ist, als das Recht des Stärkeren, schon für falsch, und endet in genau dem, was Sie tun, im sich selbst reinwaschen durch Schuldzuweisen.

      Es wäre durchaus denkbar, daß Gemeinwesen eben nicht durch Parteien auf der Jagd nach Mehrheiten auszuüben, sondern durch direkten Auftrag der Einzelnen.

      Sehr Vereinfachtes Beispiel zu einer Gemeinschaft aus 100 Leuten:
      10 Menschen wollen, daß ihre Abgaben zu 50% in Bildung, 20% in Verteidigung, 10% Forschung, 20% in Sonstiges fließen. 1er möchte, daß seine Abgaben zu 100% in was auch immer fließen. 30 Menschen wollen, es wieder anders. Und der Rest möchte es wieder anders. Daraus ergibt sich ein Schlüssel, und der wird Anteilsmäßig genau so umgesetzt.

      Ich könnte noch sehr viele andere Möglichkeiten aufzählen, weil Leben eben auf der Suche nach Neuen Erfahrungen ist. Und da liegt wohl auch das Haupt Problem, des derzeitigen Systems. Es nimmt an, es gäbe ein richtigstes System, und das gälte es zu finden. Und man nimmt weiter an, daß man es wohl am ehesten durch eine Mehrheit finden könnte, dem sich dann der Rest unterordnet.

      Nichts ist der Wirklichkeit des Lebens jedoch ferner. Leben ist Entwicklung, und gerät durch jedes System in Gefangenschaft desselben.

      Schauen sie sich nur die Organisation eines jeden Organismus an. Bestehend aus Milliarden von einzelnen Zellen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, wird dieser Organismus niemals so regiert, daß sich eine einzelne Zelle einer Mehrheit unterwerfen müßte, weil es einfacher ist alles Gleich zu machen und dann von oben herab zu regieren.

      Das Gehirn erteilt nicht nur Befehle, sondern es erhält auch welche, und es tut gut daran, jeden einzelnen umzusetzen, und sich nicht nur nach Mehrheiten zu orientieren, denn ein Organismus hält sich ein Gehirn, und wird nicht durch es erschaffen.

      Ein Organismus, der sich nur an den Bedürfnissen seiner Mehrheiten orientierte, stürbe, das wäre nur eine Frage der Zeit, und das große Sterben fängt gerade aus dem Grunde der Vernachlässigung seiner Minderheiten an, die nun ihrerseits eine Mehrheit zu erreichen suchen.

      AfD und wie sie nicht alle heißen. Leider wollen die auch nur Macht und keine lösende Kooperation. Warum sollte ich etwas wählen, was ich für ebenso falsch halte?

      • Skyjumper // 22. März 2017 um 13:43 //

        Hallo @Argonautiker

        Ja, wir hatten das Thema schon das ein oder andere mal an anderer Stelle. Von daher kennen Sie ja auch meine Gegenargumentation. Verkürzt gesagt gibt es 2 Wege der Systemveränderung, friedlich oder gewalttätig. Wer es gewalttätig versuchen möchte sollte vorher zumindest den friedlichen Weg versucht haben. Der friedliche Weg wiederum kann ausschließlich mit den Mitteln des vorhandenen System begangen werden. Und das wichtigste Mittel im vorhandenen System sind nun einmal Wahlen, so unbefriedigend das auch sein mag.

        „Warum sollte ich etwas wählen, was ich für ebenso falsch halte?“

        Wenn das tatsächlich Ihre Meinung ist, und ich lege die Betonung dabei auf „ebenso“, dann folge ich Ihnen in Ihrer Argumentation. Ergibt sich jedoch in Ihrer Betrachtung eine Wertungshierachie (und davon gehe ich eigentlich aus) der zur Wahl stehenden Parteien, würde ich wiederum sagen dass es Ihre Schuldigkeit wäre das Ihrer Wahrnehmung nach am wenigsten falsche zu wählen.

        Es gibt in unserer Welt nunmal nicht nur schwarz und weiß. Und in keiner friedlichen Gesellschaft kann man es dem Einzelnen zu 100 % recht machen.

        Ja, ich teile die meisten der hier vorgebrachten Bedenken hinsichtlich der Unvollkommenheit unseres Wahlsystems. Ja, ich persönlich betrachte unser vorhandenes System längst nicht mehr als Demokratie, sondern als Parteienoligarchie. Ich kann nur unter keinem Gesichtspunkt erkennen, wie ausgerechnet Nichtwählen etwas Verändern könnte, geschweige denn zum Besseren wenden könnte.

      • Argonautiker // 24. März 2017 um 11:36 //

        @skyjumper

        Das Nichtwählen hat im Grunde nicht mehr oder weniger Chancen etwas zu bewirken, wie das Verteilen der Stimmen auf kleine Parteien. Letztendlich würde Beides im Besten Falle nur dahin führen, daß die Infragestellung der Etablierten irgendwann so Groß ausfällt, daß sie einfach nicht mehr so weiter machen könnten.

        Das kollektive Nichtwählen würde meines Erachtens jedoch eher das zum Ausdruck bringen, daß man mit dem System per sè nicht mehr einverstanden ist. Das Wählen von kleinen Parteien, drückt eben aus, das man mit dem Parteiensystem wohl schon übereinstimmt, und nur die derzeitigen Partei nicht die Richtigen sind.

        Ein kollektives Nichtwählen, würde meines Erachtens übrigens auch mehr Einen, als das Verteilen der Stimmen auf kleinere Parteien. Ein gemeinsames, „wir wollen das nicht mehr“ hat glaube ich mehr Kraft, als ein zerplittertes aufgeteilt sein in kleinere Parteien ohne zu erkennenden Konsens.

        Das mit der „Parteienoligarchie“ haben Sie übrigens schön definiert. Ich denke, daß wir uns in wesentlichen Punkten eigentlich viel zu nahe sind, um in gegenseitige Ablehnung zu gehen. Ich fürchte, wir werden Beide mit unserer jeweiligen Weise nicht mehr viel ausrichten.

        Das Umschichten von Geld in Sachwerte ist seit Lehman enorm vorangeschritten. Das Geldfluten für die Einen, bei gleichzeitiger Verknappung für die Anderen hat Wirkung gezeigt In den Letzten Jahren wurden riesigen Mengen Sachwerte und vor allen Dingen Land an die Großinvestoren veräußert.

        Das sind alles Zeichen dafür, daß es nicht mehr lange dauern kann, bis man das alte System opfert, weil man die Basis für das Neue bereitet hat. Und es wird auch dieses mal nicht ohne Krieg abgehen, weil erst die Zerstörung für die Überlebenden die Notwendigkeit schafft dann wieder Kredit geneigt zu sein, um sich etwas aufzubauen. Es ist deprimierend, aber es ist so, und das gilt es auszuhalten.

        Sie haben Recht, theoretisch hat man zwei Möglichkeiten, man kann das System friedlich oder mit Gewalt ändern. Wenn man realistisch ist, hat man aber diese Zwei Möglichkeiten aber doch nicht, weil, wenn die Machthabenden den friedlichen Weg gar nicht wollen, weil es ihnen mehr bringt, wenn alles zerstört wird, dann haben Sie die friedliche Möglichkeit nicht.

        Sie haben aber auch die gewaltvolle Möglichkeit derzeit (noch) nicht, weil sie da auf jeden Fall unterliegen werden, weil Gewalt derzeit für illegal erklärt wurde. Im Krieg, wenn Gewalt wieder teilweise legal wird, da werden sich dann die Chancen wieder auf tun.

        Man könnte nun meinen, ich möchte den Krieg propagieren, nein das will ich nicht, aber wenn die Mächtigen unbedingt Krieg wollen, dann kriegen sie ihn, da sollten man nicht zu Blauäugig sein. Und um das klar zu erkennen, daß sie ihn wollen, braucht man sich die politischen Landschaft doch mal nur seit ein paar Jahren anzuschauen.

        Erst pöbelt man rum, dann kommen die Gegenseitigen Sanktionen. Die Sanktionen bei gleichzeitigem rüsten müssen, machen es für die Schwächeren auf Dauer dann so eng, daß sie sich entweder unterwerfen, oder angreifen müssen, weil das Land sonst inwendig zu instabil wird und zerfällt.

        Leider wird also weder Wählen noch Nichtwählen daran mehr was ändern.

        Beste Grüße

      • Conrath // 24. März 2017 um 12:28 //

        @Argonautiker & Skyjumper

        „Man könnte nun meinen, ich möchte den Krieg propagieren, nein das will ich nicht, aber wenn die Mächtigen unbedingt Krieg wollen, dann kriegen sie ihn, da sollten man nicht zu Blauäugig sein.“ Zitatende A.

        Ich stimme allen Ihren Überlegungen zu. Die noch offene realistisch-plausible Option ist daher mAn nur noch die, dass etwas ganz unvorhergesehenes in DE/ in der EU, passiert, eine Art von ‚Schwarzer Schwan Ereignisfall‘ oder Hilfe von außen kommt, konkret durch andere EU-Länder in Verbindung mit Putin und dem Trump-Team, welches ja als größer anzunehmen ist, als die Person Trump.

  11. Post für Schäuble. Eine Rechnung vom SPIEGEL ist dabei. Man möchte gerne dafür kompensiert werden, das man weiter der Regierungslinie treu bleibt, was scharenweise Leser und und somit Werbekunden kostet. Eine weitere Rechnung kommt von Aldi. Diese wollen dafür kompensiert werden, das sie weiterhin die Dose Ravioli für 1,39 Euro verkaufen, und dadurch zum sozialen Frieden beitragen.

    Schäuble wollte neulich mal ausloten, wie weit er gehen kann mit seiner völlig absurden Aeusserung, man bräuchte Migranten um einer Inzucht in Europa entgegen zu wirken. Zu seinem Verdruss ist die Reaktion eher zaghaft ausgefallen und er wohl gerade überlegt, wie er noch draufsatteln kann. Dafür werden die zunehmend stümperhaft inszenierten Amokläufe wie in Múnchen, Berlin oder Heidelberg zu seiner Freude vom Grossteil der Bevölkerung geschluckt, denn was Onkel Hofer in der Taggesschau verkündigt muss schliesslich stimmen. Wer behauptet, als Politiker könne man nicht auch mal Spass haben ? Wenn das Volk den Politikern diesen Spass genommen und das Gefeixe ein Ende hat, ist es auf dem richtigen Weg.

    • Libelle // 21. März 2017 um 22:42 //

      Apropos kompensieren.
      Sollte es nach Gabriel/SPD geht soll die EU jetzt noch stärker von der BRD „kompensiert werden“ als bisher.
      Er meint tatsächlich wir zahlen noch nicht genug, da wir ja auch dafür sorgen müssen dass die Exporte in die anderen EU-Länder weiterhin florieren um die Arbeitsplätze in der BRD zu erhalten.
      Leider vergaß er dabei zu erwähnen dass die Gewinne aus den Exporten überwiegend den Konzernen zu Gute kommen.
      Und dass genau diese Konzerne Lohndumping betreiben wo sie können (mit Hilfe der vielen „Zugereisten“ wird dies auch immer einfacher) und die Steuern für höhere EU-Beiträge sicher nicht von diesen Konzernen bezahlt werden. Die rechnen sich in den Hochsteuerländern wie der BRD doch immer arm und verschieben die Steuerschulden in Niedrigsteuerländer.
      Dies ist also wieder einer dieser „Verräterpackung“ der USPD (unsoziale Partei Deutschlands).
      Denn die Zeche zahlt wieder allein der kleine Mann zu Gunsten des Kapitals und der Hochfinanz.

      Ach ja. Und bei der Maut ist diese miese Partei auch schon wieder eingeknickt.

  12. Karl Bernhard Möllmann // 22. März 2017 um 09:14 //

    . . .
    ZITAT @ Nadine Hoffmann:
    .
    „Demokratie erfüllt dann idealerweise ihren Zweck, wenn das Volk seine Herrschaft auch zu nutzen weiß. Wenn die Bürger selbstbestimmt und mündig entscheiden.“
    .
    Ein einfacher, klarer & logischer Satz.
    .
    Es geht also darum – „selbstbestimmt“ und „mündig“ zu „entscheiden.“
    .
    Da WESTLICHE Bürger von GEHEIM-Diensten regiert werden – deren Absichten & Ziele völlig im DUNKELEN liegen, und mit der vom Volk gewählten Regierung oft nicht das GERINGSTE zu tun haben, wie wir am Beispiel Amerika’s tagtäglich vorgeführt bekommen – wäre die ABSCHAFFUNG ALLER GEHEIM-Dienste der ERSTE Schritt zu einer Echten Demokratie.
    .
    Historiker wie Dr. Daniele Ganser sollten genau HIER ihre Forschungen ansetzen – ob nicht GEHEIM-Dienste genau zu diesem Zwecke gegründet wurden – die DEMOKRATIE von Anfang an auszuhebeln & zu untergraben?
    .
    NIEMAND kann ein Problem analysieren und eine ENTSCHEIDUNG treffen – wenn er nicht vorher ALLES über dieses Problem weiß – inklusive aller Details über DIESE bestimmte Sache.
    .
    Kein Arzt kann eine voll verschleierte Frau auf eine mögliche Schwangerschaft untersuchen – OHNE ihren Körper anzufassen – um alle möglichen Untersuchungen zu machen . . .
    .
    Solange besonders wichtige ENTSCHEIDUNGEN der „Arbeit“ einer Regierung vollkommen verschleiert werden & so im Dunkeln liegen – kann auch kein einziger Bürger „selbstbestimmt“ und „mündig“ entscheiden!
    .
    GANZ IM GEGENTEIL!
    .
    Einem Menschen wichtige Informationen NICHT zu geben, sie ihm also vorzuenthalten – ist ja gerade die Definition der UN-MÜNDIGKEIT – der Bürger ist also bereits durch die schlichte EXISTENZ eines GEHEIM-Dienstes de fakto ENTMÜNDIGT.
    .
    Weil Nadine Hoffmann DIESEN zentralen URSACHE – WIRKUNG Zusammenhang für das Thema des „mündigen Bürgers“ in der Demokratie komplett unterschlägt – verfehlt sie dieses Mal den KERN des Thema’s – und verliert sich dann leider in 1001 Nebensächlichkeiten . . .
    .
    Zur Aufmunterung und als Motivation für Nadine sei noch einmal die weltberühme Kennedy-Rede vor der US-Presse am 27. April 1961 erwähnt – die den charismatischen US-Präsidenten zwar damals sein Leben kostete – ABER FÜR UNS ÜBERLEBENDE DER SCHLÜSSEL ZUM VERSTEHEN IST!
    .
    Original mit Untertiteln:
    .
    https://www.youtube.com/watch?v=MX9hBpCvEzg
    .
    Deutsche Übersetzung:
    .
    https://www.kla.tv/index.php?a=showtodaybroadcast&blockid=8855&id=10117&autoplay=true
    .
    Das Geständnis eines der DREI (3) am Kennedy-Mord durch die CIA beteiligten CIA-Killer’s:
    .
    http://www.business-reframing.de/der-spektakulaerste-mord-des-20-jahrhunderts/
    .
    WENN wir die damalige Situation trotz erstklassiger BEWEISE – immer noch nicht kapieren – DANN wird das gleiche wieder passieren, denn Donald Trump steht derzeit unter dem DAUER-FEUER seiner kriminellen amerikanischen GEHEIM-Dienste, die JEDE Form von Demokratie ad absurdum führen!

  13. heiner philip // 22. März 2017 um 10:52 //

    „..gegen Rundfunkräte voller Politiklobbyisten oder gegen die GEZ geklagt…“ Guter Vorschlag, wirklich… wo vor welchem Gericht soll welche Klage eingereicht werden? Jeder einigermassen vernunftbegabte Richter wird solch eine Klage an die Verwaltungsgerichte abwimmeln und was dort rauskommt weiss man: NICHTS. Weiss Frau Hoffmann nicht, das wir Besatzungsland sind und Richter NICHT freu oder unabhängig sind, sondern geführt werden, ebenso wie die Staatsanwälte. Wir haben zwar das GG, doch das ist nur Makulatur! Die Regierung selbst verstösst jeden Tag gegen das GG. Wir müssen endlich akzeptieren, dass wir NICHT souverän sind. Dass wir NICHT rechtlich am RECHT und GESETZ hängen, sondern an der Besatzungsmacht, ihren Direktiven, Anweisungen und Empfehlungen. Die mutual friends and longlasting partners haben hier die Macht und der STAATSFUNK ist willkommen!

  14. heiner philip // 22. März 2017 um 10:54 //

    sorry, Schreibfehler: das wir Besatzungsland… muss mit ß geschrieben werden- meine Äuglein sind sehr schlecht…

  15. Hausfrau // 22. März 2017 um 19:03 //

    www.youtube.com/watch?v=rOzKqfH-YhE

  16. Zitrone // 23. März 2017 um 11:31 //

    Video-Auszug:

    „Also was die reine Willkür anbetrifft, haben wir natürlich Staaten wie Nordkorea …,
    hier werden von Staatswegen nur wenige Leute im Jahr umgebracht, also die man
    umbringen lässt durch befreundete Geheimdienste, damit die Deutschen das nicht
    machen, aber die Zustände, was die reine praktische Rechtslosigkeit anbetrifft,
    ohne dass man jetzt mal die schlimmen Folgen wie Tod und schwere Körperverletzung
    betrachtet, die sind in Deutschland sehr schlimm … und England, Frankreich, Spanien
    haben es besser, auch die skandinavischen Länder. Dort herrscht eine größere
    Rechtstreue und eine größere Bindung der Staatsgewalt an das, was Recht und Unrecht ist.“

  17. @Conrath:

    Ich lasse mich dieses Mal nicht provozieren, ich lasse mich nicht provozieren, ich lasse mich nicht provozieren, ich lasse mich nicht provozieren…

    An der kambrischen Explosion ist garnichts rätselhaft. Als die ökologischen Nischen nicht besetzt waren, da war die Ausbreitung in selbige hinein noch leicht und schnell möglich.

    Bionik hat nur milliarden Jahre Vorsprung vor der Leistung menschlicher Ingenieure.

    Das muß reichen. Denn ich lasse mich nicht provozieren, ich lasse mich nicht provozieren, ich lasse mich nicht provozieren…
    Ranma

    • Conrath // 24. März 2017 um 07:45 //

      Guten Morgen Ranma

      Drei Stunden später als üblich, was ist los? Der geheime Dienst fragt schon besorgt nach Ihnen. Endlich ein Lebenszeichen, ein ziemlich rätselhaftes noch dazu. 😉

      Am Bohrschen Atommodell ist auch nix rätselhaftes, aber welche der Modellvorstellungen bevorzugen Sie denn für die kambrische Aussiedelungsphase? Und welchem Erklärungswert schenken Sie ihr derzeitiges höchstes Vertrauen, in welcher Hinsicht, mit welchen Argumenten?

      Sie wissen jetzt doch, dank des kleinen Proseminars immerhin, dass in der Formulierung der Prämissen alles steckt, nicht wahr?

      Und die Vielzahl der Atommodelle, der kosmologischen Modelle, alles kein Grund zur Panik, bzw. kein Anlass für/ zu künstliche(r) Aufregung, kann alles Stück für Stück ‚erarbeitet/ erfragt‘ werden.

      Ich Sie auch und die Zirrostratuswolken hat schon zu Goethezeiten die Forscher bewegt, eine gute Arbeit für alle Chemtrailer:
      https://www.google.de/search?q=wolkenkunde+goethezeit&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b-ab&gfe_rd=cr&ei=Fb_UWIGoG9OCkgWvyoGIBA übrigens nimmt Herr Ludwig hierzu Vorschläge für die einzelnen Epochenarbeiten noch entgegen, wer will, kann sich bei mir dazu eintragen lassen, Liste bitte weiterreichen.

      Danke

  18. @Argonautiker:

    Es ist sehr traurig mitanzusehen wie trotz all der vielen Aufklärer, die sich auch hier angeblich tummeln, kaum jemand weiß wie unser System funktioniert. Die tatsächlichen Unterschiede zwischen Nichtwählen und dem Wählen unbedeutender, kleiner Parteien sind folgende:

    1. Es gibt neben der Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament noch eine Hürde von einem halbem Prozent für die Parteienfinanzierung. Wer nicht darüber kommt, muß den Wahlkampf von privater Seite finanzieren. Wer darüber kommt, kann praktisch Ausgaben in beliebiger Höhe erstattet bekommen, obwohl der Posten im Haushalt insgesamt begrenzt ist! Das heißt, wer kleine Parteien wählt, die zwischen einem halbem und fünf Prozent erreichen, der nimmt den großen Parteien direkt Geld weg!!!

    2. Bei der letzten Bundestagswahl wurden vierzehn Prozent der gültig abgegebenen Stimmen (einschließlich meiner) einfach weggeworfen, ohne jeglichen Ersatz und ohne jegliche Entschädigung. Genau dieser Verzerrungseffekt der Fünf-Prozent-Hürde führt dazu, daß das Verfassungsgericht das Wahlgesetz schon mehr als einmal kritisiert und für ungültig erklärt hat. Der Bundestag wurde aufgefordert, ein gültiges Wahlgesetz zu schaffen. Zwar hält er sich nicht daran, aber uns Wähler der kleinen Parteien wäre nichtmal öffentlich gemacht worden, daß das Wahlgesetz ungültig ist, weil es sich nicht an die Verfassung hält, worüber letztendlich auch die öffentlich-rechtlichen Massenmedien berichteten.

    3. Wahlbezirke sind ziemlich klein, für manche Wahlen wird sogar das Dorf, in dem ich wohne in zwei Wahlbezirke aufgeteilt. Das bedeutet ein Sehen und Gesehenwerden. Dadurch kann man betonen, daß einem Demokratie wichtig ist. Man sollte das zelebrieren. Auch wenn man in der Wahlkabine einen großen Smiley quer über den Wahlzettel malt. Wichtiger ist, daß man im Wahllokal gesehen wurde, damit man danach glaubwürdig einfordern kann, daß sich Abgeordnete gefälligst für die Interessen des Wählers einzusetzen haben. Man hat im Zweifelsfall immer genau den gewählt, von dem man gerade etwas fordert. Aus genau dem Grund sind die Wahlen geheim. Diese Funktion der Wahl war nämlich den Gründern des Grundgesetzes völlig klar gewesen. Kann diese Funktion wirklich schon vergessen worden sein?
    Ranma

    • Conrath // 25. März 2017 um 08:48 //

      @Ranma

      „wer kleine Parteien wählt, die zwischen einem halbem und fünf Prozent erreichen, der nimmt den großen Parteien direkt Geld weg!!!“ Zitatende R.

      Eine mögliche, aber auch nur halbschlaue Idee. Denn der Aufwand sollte nicht unterschätzt werden. Habe selber mal mitgewirkt in einem Wahlbezirk über 7 % Stimmen zu holen, der Landesdurchschnitt lag bei 2 oder 3 %, müsste nachschauen, jedenfalls braucht es dafür viele Helfer. Und Geld haben die Parteien eh genug, die großen.

      Eine wirklich gute Empfehlung zur Teilnahme an Wahlen gibt es nicht, weil alles auf eine Erpressung des Üblen mit dem noch Schlechteren herausläuft. Das geringere Übel ist vermutlich die Motivoption für mindestens ein Drittel aller Wähler, wenigstens schwache Signale zu senden, aus dem Schlauchboot der Schiffsbrüchigen, mitten in der politischen Seenot.

    • Argonautiker // 26. März 2017 um 07:14 //

      @ Ranma

      Eben Ranma, eben,…, weil das mit der Finanzierung so ist, wird jeder der dort ins Parteiensystem hinein geht, das System auch stützen, denn wenn sie erst mal abhängig von den öffentlichen Geldern wären, wenn es diese 1/2% Hürde nicht gäbe, dann sind sie es auch, folglich würden auch Sie das System fortan selbst weiter stützen müssen, weil sie sonst ihren eigenen Ast absägen, und das ist äußerst schwer.

      Wirklich schreiben/sagen können sie nur dann alles, wenn ihr Sagen/Schreiben, nicht abhängig vom öffentlichen Geld ist, was zuvor per Zwang eingetrieben wurde. Eine Staat, der seine Steuern per Zwang und nicht per echter Zustimmung erhebt, wir niemals auf dem Boden der Freiheit stehen können, weil er sich damit zur Voraussetzung für den Menschen macht, was er nicht ist.

      Die Voraussetzung für den Menschen ist die Schöpfung/Entwicklung. Von der entfernt sich der Mensch durch den Staat immer mehr, weil dieser sich zu seiner Voraussetzung gemacht hat, obwohl er es nicht sein kann, weil es ohne Menschen keinen Staat gäbe, folglich kann ein Staat nie die Voraussetzung für den Menschen sein, zu dem er sich aber mittels Regeln gemacht. Der Diener hat sich zum Herrn gemacht, während er ständig beteuert zu dienen.

      Das ginge auch anders, weil jeder Unternehmer seine Einkünfte eben auch auf freiwilliger Basis machen muß, und das auch funktioniert, oder kennen sie sonst einen Unternehmer/Dienstleister, den man per sé für etwas zahlen muß, ob man seine Leistung nun gut, oder schlecht findet, oder in Anspruch nimmt oder nicht? Eigentlich nicht. Allerdings werden es immer mehr. GEZ, Versicherungen, und die Strassennutzungsmaut winkt auch schon.

      All das hat sich, sobald es zur Pflicht wurde, extrem verschlechtert. Sie würden sich auch verschlechtern, wenn Sie in ihrem Tun nicht in der unabhängigen Bewertung durch Andere stünden, sondern man Sie per se bezahlen müsste. Ich auch.

  19. @Conrath:

    Hier lesen einige Leute mit, die älter sind als ich. Die sollten schon lange vor mir verstanden haben wie kostbar Lebenszeit ist. Würdest du mal erklären, warum man kostbare Lebenszeit dafür investieren sollte, sich mit der kambrischen Explosion zu befassen? Ist die nicht eigentlich völlig unwichtig?

    Ich könnte echte Rätsel der Biologie aufzählen. Aber das wäre sinnlos. Im besten Fall noch, würdest du doch das bisher Unbekannte mit Theologie aufzufüllen versuchen.

    Teleologie ist übrigens eine Disziplin der Theologie, hat nichts mit Abgrenzung zu tun, sondern mit dem Zweck der Schöpfung und ihrer Entwicklung, also sozusagen den Hintergedanken Gottes. Der Name kommt vom altgriechischen telos, welches Ziel bedeutet.

    Ich sehe keinen Grund dazu, die Wissenslücken der heutigen Biologie mit Theologie aufzufüllen und dazu wahrscheinlich noch mit Versatzstücken aus der Esotheke. Viel sinnvoller dürfte sein, die Wissenslücken zuzugeben, damit die Forschung voranschreiten kann, sobald wieder Forschung betrieben werden wird. In allen anderen Wissenschaftsgebieten muß man es auch so machen. Nur so ist Fortschritt irgendwann mal wieder möglich.
    Ranma

    • Conrath // 25. März 2017 um 09:56 //

      @Ranma

      “ Ich könnte echte Rätsel der Biologie aufzählen.“ Zitatende R.

      Na Ranma, dann mal ran da,

      erzählen Sie doch, nur los, tischen Sie uns einige offene Fragen auf, wenn es die bei Ihrem Biologieverständnis noch gibt. Sind es eher Rand- oder auch Grundsatzfragen?

      Grüßend, ja und auch jüngere können täglich in die Anderwelt abberufen werden, also egal, schießen Sie los.

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