Debatte über digitale Zentralbankwährungen nicht erwünscht

Digitale Zentralbankwaehrungen / Staatsschuldenkrise droht / Geldentwertung / EZB Frankfurt / Schuldenkrise / Quelle: Pixabay, lizenzfrei Bilder, open library: https://pixabay.com/de/photos/frankfurt-ezb-2251537/ Digitale Zentralbankwaehrungen / Staatsschuldenkrise droht / Geldentwertung / EZB Frankfurt / Schuldenkrise / Quelle: Pixabay, lizenzfrei Bilder, open library: https://pixabay.com/de/photos/frankfurt-ezb-2251537/

Die Vorbereitungen für digitale Zentralbankwährungen sind längst auf der Zielgeraden. Eine Debatte darüber ist nicht erwünscht. Kritiker werden verunglimpft.

In zahlreichen Zentralbanken laufen längst Vorbereitungen, digitale Zentralbankwährungen zu schaffen. Am 18. Oktober 2023 gab der EZB-Rat den Abschluss einer „zweijährigen Untersuchungsphase zu Ausgestaltung und Bereitstellung eines digitalen Euro“ bekannt und gab den Startschuss für die nun folgende Vorbereitungsphase.

Einige Wochen zuvor ist ein vielsagender Artikel des Central Banking Institute erschienen, der sich mit dem brisanten Thema „Digitale Zentralbankwährungen“ befasst. „Warum Angst, Paranoia und Misstrauen um Digitale Zentralbankwährungen herumschwirren“, lautet die vielsagende Überschrift dieses rundum polemischen Beitrags.

Sind nur Verschwörungstheoretiker gegen Digitale Zentralbankwährungen?

„Populisten und Verschwörungstheoretiker verstärken die Bedenken der Öffentlichkeit in Bezug auf Digitale Zentralbankwährungen“, beklagt der Autor dieses Artikels. Dann stellt er die aus Sicht eines Zentralbankers wohl entscheidende Frage: „Was können Zentralbanken dagegen tun?“

Die Antworten des Autors erfahren wir nicht, da sie sich hinter der Bezahlschranke des Instituts verbergen. Die günstigste Variante eines Jahresabonnements kostet übrigens 47.845 Euro und die teuerste 131.995 Euro. Offenbar richten sich diese Angebote an Zentralbanken, denn in der Selbstdarstellung des Instituts heißt es: „Wir bringen alle essenziellen Ressourcen, die Zentralbanker brauchen, in einer Mitgliedschaft zusammen.“

Allerdings muss man die sündhaft teuren Antworten des Autors gar nicht kennen, um zu wissen, wohin der Hase läuft. Die Verunglimpfung der Kritiker digitaler Zentralbankgelder als Populisten und Verschwörungstheoretiker reicht aus, um in aller Deutlichkeit klarzustellen, dass ein zivilisierter und dringend gebotener Diskurs zu diesem sehr brisanten Vorhaben der Zentralbanken gar nicht angestrebt werden soll. Es ist überaus bedenklich, wenn Zentralbanken, die nicht demokratisch legitimiert sind und über eine beängstigende Machtfülle verfügen, Demokratie und Freiheit gefährdende Fakten schaffen wollen und eine öffentliche Debatte darüber zu verhindern suchen.

Lasst es einfach bleiben!

Meine Antwort auf die Frage, was Zentralbanken gegen die völlig berechtigte Angst vor der Einführung digitaler Zentralbankwährungen tun können, ist ebenso einfach wie kostengünstig: Lasst es einfach bleiben!

Die Technik Digitaler Zentralbankwährungen birgt nämlich die große Gefahr, gegen die Bevölkerung verwendet zu werden. Sie ermöglicht die staatliche Überwachung und Auswertung sämtlicher Zahlungsvorgänge und letztlich auch deren Steuerung durch Anreize, Verbote oder negative Zinsen bis hin zu einer Art Verfallsdatum, mit dem das Geld versehen werden könnte.

Und nun?

Bisher habe ich immer nur Empfehlungen zum Schutz vor Geldentwertung und Staatsbankrotten ausgesprochen. Jetzt kommt der Schutz vor digitalen Zentralbankwährungen hinzu.

Meine Indikatoren und Prognosemodelle haben in den vergangenen Wochen und Monaten klare langfristige Kaufsignale für Gold erzeugt. Darauf basierend, erwarte ich einen starken Anstieg des Goldpreises. Dieser wird zu einem noch deutlich stärkeren Kursanstieg ausgewählter Goldminenaktien führen.

5
5
votes
Article Rating

Unser Newsletter – Ihr Beitrag zur politischen Kultur!

Über Claus Vogt

Claus Vogt ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Krisensicher Investieren“. Zusammen mit Roland Leuschel schrieb er die Bücher „Das Greenspan-Dossier“, „Die Inflationsfalle“, „Bitcoin & Co. - Finte“ oder „Neugestaltung des Geldsystems?“. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

4 Comments
Inline Feedbacks
View all comments
Nathan
Nathan
6 Monate her

Der Hauptgegenvorschlag wäre eine goldgedeckte Währung. Die würde Vertrauen schaffen, weil sie eine faßbare Basis hat! Wer fängt an als Vorbild?
Die Schweiz, die nicht im Eurosystem ist, würde ein sicherer Hafen werden.
Hatten nicht auch Russland zusammen mit China vor, eine goldgedeckte Währung einzuführen? Und damit dem westlichen Spielgeldwerteverfall und ihren Regierungen den Stinkefinger zeigen? Das Ansehen dieses „Ostblocks“ würde enorm steigen und den induzierten Haß gegen ihn zu Fall bringen und in Bewunderung umschlagen!
Wir warten darauf, den Dollar und Euro zu Fall zu bringen.

fufu
fufu
Reply to  Nathan
6 Monate her

Kein Wunder, dass 90 % der Oekonomen und sonstigen Profiteure des Fiatgeldes den Goldstandard ablehnen. Sie wuerden dadurch naemlich ueberfluessig oder ihrer leistungslosen Gewinne beraubt.

fufu
fufu
6 Monate her

Der digitale Euro ist eines der geplanten Mittel zur Knebelung der Bevoelkerung. Das ist eine Verschwoerungstheorie. In letzter Zeit stellt man aber fest, dass letztere sich in relativ kurzer Zeit als wahr herausstellen.

fufu
fufu
Reply to  fufu
6 Monate her

Alles natuerlich in Folge der Einfuehrung des Euro zur Knebelung der Staaten.

×