Wie US-Präsident Biden den Ölpreis drückt

Joe Biden Oelpreis / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: LiamEnea; https://pixabay.com/de/photos/universit%c3%a4t-von-connecticut-joe-biden-6849167/ Joe Biden Oelpreis / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: LiamEnea; https://pixabay.com/de/photos/universit%c3%a4t-von-connecticut-joe-biden-6849167/

Gegen alle Prognosen ist der Ölpreis seit März 2022 von 130 Dollar pro Barrel auf 70 Dollar Mitte Dezember gefallen. Was US-Präsident Biden damit zu tun hat.

Trotz des Ukraine-Russland-Kriegs ist der Ölpreis seit Anfang März 2022 von 130 Dollar pro Barrel auf 70 Dollar per Mitte Dezember gefallen. Das entspricht einem Rückgang von 54 Prozent. Im Moment wird Rohöl mit 79 Dollar pro Barrel gehandelt.

Interessanterweise sind die Kurse der Ölaktien trotz dieses starken Ölpreisrückgangs nicht unter Druck geraten. Ganz im Gegenteil haben die von mir zum Kauf empfohlenen Aktien ihre Aufwärtstrends fortgesetzt. Sie befinden sich jetzt auf dem Sprung zu neuen Hochs und sind fundamental sehr günstig bewertet. Es ist also noch nicht zu spät zum Einstieg.

Biden ließ Ölreserven verkaufen

Die Stärke der Ölaktien stellt ein positives Signal für den Ölpreis dar. Es deutet darauf hin, dass der Preisrückgang der vergangenen Monate nicht von Dauer sein wird und wahrscheinlich schon vorüber ist.

In den vergangenen Monaten ließ die Biden-Regierung riesige Mengen der strategischen Ölreserve des Landes zum Verbrauch freigeben, das heißt verkaufen. Ob dieser politisch motivierte Griff nach den Reserven sinnvoll oder gar notwendig war, sei dahingestellt. Uns genügt das Wissen, dass diese Verkäufe den Ölpreisrückgang der vergangenen Monate zu einem großen Teil erklären.

Nachdem rund die Hälfte der Reserven verkauft wurde, haben sie den niedrigsten Stand seit 1983 erreicht. Inzwischen wurden die Verkäufe eingestellt. Von dieser Seite her kommt der Ölpreis also nicht mehr unter Druck, und aus sicherheitspolitischen Gründen müssen die Ölreserven natürlich wieder aufgefüllt werden. Schließlich wurden sie nach den Ölkrisen der 1970er Jahre ausdrücklich zum Schutz vor zukünftigen Bedrohungen durch dem Westen nicht wohlgesonnene (arabische) Ölproduzenten geschaffen.

Oktober-Tief nicht unterschritten

Ein erneuter Anstieg des Ölpreises kündigt sich auch aus charttechnischer Sicht an. Der folgende Chart zeigt den Verlauf des Ölpreises der vergangenen zwei Jahre.

Im Bereich von 62 Dollar bis 70 Dollar befindet sich starke charttechnische Unterstützung, ein Sprungbrett für den nächsten Aufwärtstrend. Quelle: Stockcharts.com; krisensicherinvestieren.com

Wie der Chart zeigt, befindet sich im Bereich von 62 Dollar bis 70 Dollar eine wichtige Unterstützungszone. Deren Obergrenze wurde im Dezember 2022 kurz erreicht. Dabei hat der Momentum-Oszillator im unteren Teil des Charts im stark überverkauften Bereich eine positive Divergenz entwickelt, indem er sein Oktober-Tief nicht unterschritten hat (blaue Pfeile).

Vom steigenden Ölpreis profitieren

Solche positiven Divergenzen kündigen gewöhnlich einen bald beginnenden Aufwärtstrend an. In Kombination mit der bereits erwähnten Stärke der Ölaktien sehe ich darin einen deutlichen Hinweis auf einen erneuten Anstieg des Ölpreises.

Statt sich darüber zu ärgern, sollte man lieber davon profitieren und ausgewählte Öl- und Ölserviceaktien kaufen, um und auf diese Weise zu den Gewinnern steigender Energiepreise zu gehören.

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Über Claus Vogt

Claus Vogt ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Krisensicher Investieren“. Zusammen mit Roland Leuschel schrieb er die Bücher „Das Greenspan-Dossier“, „Die Inflationsfalle“, „Bitcoin & Co. - Finte“ oder „Neugestaltung des Geldsystems?“. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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