Anleger und Aktionäre ignorieren die Rezessionsgefahr

New Yorker Boerse / Anleger und Aktionaere / Quelle: pxhere, Kostenlos für den persönlichen und kommerziellen Gebrauch; https://pxhere.com/de/photo/628152 New Yorker Boerse / Anleger und Aktionaere / Quelle: pxhere, Kostenlos für den persönlichen und kommerziellen Gebrauch; https://pxhere.com/de/photo/628152

Alle belastbaren Indikatoren kündigen eine Rezession der Weltwirtschaft an, schreibt unser Autor. Doch weder Aktionäre noch Anleger wollten die Botschaft hören.

Dass an der Börse nicht zum Ein- oder Ausstieg geklingelt wird, ist falsch. Allerdings können oder wollen die meisten Anleger die Klingel nicht hören. Denn zumeist erklingt der Ton zu einer unbequemen Zeit, wenn das Handeln schwerfällt und im Widerspruch zur Mehrheitsmeinung steht, die von den Medien verbreitet wird.

Beispielsweise signalisieren zurzeit alle bewährten Frühindikatoren eine Rezession der Weltwirtschaft. Und alle Rezessionen gehen mit Aktienkrisen einher. Es wird also laut und deutlich zum Ausstieg geklingelt, doch niemand will die Botschaft hören.

Anleger und Aktionäre schauen auf die Fed

Stattdessen dreht sich an der Wall Street fast alles um die Frage, wann die Fed mit ihren Zinserhöhungen aufhören wird. Die Antwort auf diese Frage ist für die Entwicklung der Börse und der Weltwirtschaft in den kommenden Monaten jedoch bedeutungslos. Ein völlig anderes Bild präsentiert sich für den Edelmetallsektor. Hier haben meine mittel- und langfristig orientierten Indikatoren und Prognosemodelle in den vergangenen Wochen starke Kaufsignale gegeben.

Der Goldpreis ist von seinem jüngsten Tief in der Spitze schon um 10,7% gestiegen, bei Silber sind es sogar knapp 29%. Dennoch zeigen die Sentimentindikatoren weitverbreitete Skepsis der Anleger. Auch hier treffen die Signale offenbar auf weitgehend taube Ohren.

Dabei spricht fast alles dafür, dass sich die Edelmetalle und mit ihnen die Minenaktien am Beginn einer neuen Hausse befinden, in deren Verlauf die Kurse sehr stark steigen werden.

Vergleich zu Ölaktien vor zwei Jahren

Die aktuelle Situation im Edelmetallsektor gleicht dem Geschehen bei den Ölaktien vor fast zwei Jahren. Als ich damals über die klaren Kaufsignale für Aktien des klassischen Energiesektors berichtet habe, war das Interesse sehr gering. Auch diese Klingelzeichen wurden von den meisten Anlegern überhört.

Trotz der starken Kursgewinne, die es seither bei den Ölaktien gegeben hat, ist der Sektor immer noch fundamental günstig bewertet und ein klarer Kauf.

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Über Claus Vogt

Claus Vogt ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Krisensicher Investieren“. Zusammen mit Roland Leuschel schrieb er die Bücher „Das Greenspan-Dossier“, „Die Inflationsfalle“, „Bitcoin & Co. - Finte“ oder „Neugestaltung des Geldsystems?“. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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