Putins Krieg an den Börsen

FINANZMÄRKTE

Kreditfinanzierte Aktienspekulation / Spekulationsblase / New York Stock Exchange Boerse / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/photos/b%C3%B6rse-handelssaal-new-york-738671/ Kreditfinanzierte Aktienspekulation / Spekulationsblase / New York Stock Exchange Boerse / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/photos/b%C3%B6rse-handelssaal-new-york-738671/

Jetzt geht’s runter mit den überbewerteten Aktien. Putins verheerender Krieg gegen die Ukraine ist Dynamit für Spekulationsblasen und maßlose Überschuldung.

Bereits mehrfach habe ich an dieser Stelle dargelegt, warum das Ende der riesigen Spekulationsblasen an den Aktien-, Immobilien- und Anleihenmärkten vermutlich bevorsteht. Der Überfall Russlands auf die Ukraine beschleunigt und verstärkt den Kursverfall zusätzlich.

Wie die Finanzmarktgeschichte lehrt, folgen auf große Spekulationsblasen stets überdurchschnittlich starke Baissen. Aufgrund der rekordhohen Überbewertung der US-Börse müsste sich der S&P 500 Index dritteln, um die fundamentale Bewertung auf ein Niveau zurückzuführen, das dem langfristigen Durchschnitt entspricht.

Putins Krieg und die Überschuldung

Das Ende großer Spekulationsblasen trifft allerdings nicht nur die Börse, sondern hat stets auch sehr unangenehme Folgen für die Realwirtschaft. Diese fallen umso heftiger aus, je größer die Verschuldung von Unternehmen, Privaten Haushalten und Staaten ist. Dass die Schulden aller drei Sektoren in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen haben, lässt also wenig Gutes erwarten. Darüber hinaus wirkt Russlands Überfall auf die Ukraine auch hier als ein Verstärker.

Interessanterweise gehen großen Baissen häufig charakteristische Kursverläufe voraus, die von Charttechnikern als Topformationen bezeichnet werden. Tatsächlich haben sich solche Topformationen in den vergangenen Monaten bei zahlreichen wichtigen Indizes entwickelt, darunter der S&P 500 und der NASDAQ 100.

Beispielhaft zeigt der folgende Chart den Kursverlauf des DAX, bei dem sich seit April vorigen Jahres eine typische Topformation herauskristallisiert hat. Jetzt sind die Kurse unter die in Blau eingezeichnete untere Begrenzungslinie dieser Formation gefallen. Aus charttechnischer Sicht wird damit der Beginn einer Baisse signalisiert.

Der DAX zeigt eine typische Topformation (blaue Linie), aus der die Kurse jetzt nach unten ausgebrochen sind. Quelle: StockCharts.com / Claus Vogt

Gute Aussichten für Edelmetalle

Bemerkenswerterweise zeigte auch der russische Aktienindex eine Topformation – obwohl er eine niedrige fundamentale Bewertung aufwies und sehr rohstofflastig ist. Als hätte die Börse schon gewusst, was sich zusammenbraut.

Ein ganz anderes Bild als die oben genannten Aktienindizes zeigt der Edelmetallsektor. Hier haben meine Prognosemodelle in den vergangenen Monaten starke Kaufsignale gegeben, die den Beginn einer starken Aufwärtsbewegung angekündigt haben.

Diese sehr bullishen Signale wurden jetzt durch die Charttechnik bestätigt, indem zahlreiche Minenaktien aus typischen Bodenformationen nach oben ausgebrochen sind. Damit signalisiert jetzt auch die Charttechnik den Beginn eines neuen Aufwärtstrends.

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Über Claus Vogt

Claus Vogt ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Krisensicher Investieren“. Zusammen mit Roland Leuschel schrieb er die Bücher „Das Greenspan-Dossier“, „Die Inflationsfalle“, „Bitcoin & Co. - Finte“ oder „Neugestaltung des Geldsystems?“. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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