Der Beginn eines von Inflation geprägten Jahrzehnts

Inflation / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: fotoblend; https://pixabay.com/de/photos/banknoten-w%c3%a4hrung-inflation-euro-6856420/ Inflation / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: fotoblend; https://pixabay.com/de/photos/banknoten-w%c3%a4hrung-inflation-euro-6856420/

Alle ökonomischen Indikatoren deuten den Beginn eines von Inflation geprägten Jahrzehnts an. Dabei sind auch hyperinflationäre Phasen nicht ausgeschlossen.

Inflation ist immer und überall ein monetäres Phänomen“, lautet ein bekannter Satz des Ökonomen Milton Friedman. Ich stimme dieser Aussage insofern zu, dass es ohne starkes Geld- und Kreditmengenwachstum keine Inflation geben kann.

Aber alle großen Inflationen gingen auch mit einer hohen und stark steigenden Staatsverschuldung einher, die überwiegend von einer Zentralbank finanziert wurde. Das zeigen empirische Untersuchungen zweifelsfrei.

Inflation, Geldschöpfung und Staatsschulden

Der renommierte Schweizer Geldtheoretiker Peter Bernholz geht deshalb einen Schritt weiter als Friedman und hält die Geldschöpfung nur in Kombination mit defizitären Staatshaushalten für die Ursache aller Inflationen. In seinem Buch „Monetary Regimes and Inflation“, einer umfangreichen empirischen Untersuchung von Hyperinflationen, kommt er zu folgendem Ergebnis:

„Hyperinflationen sind immer verursacht durch Defizite des Staatshaushalts, die überwiegend durch Geldschöpfung finanziert werden.“

Peter Bernholz

Genau diese Konstellation ist inzwischen nahezu weltweit gegeben. Und da die Staatsverschuldung nach Jahren der geldpolitischen Misswirtschaft bereits sehr hoch ist und die ökonomischen Ungleichgewichte, Fehlentwicklungen und Spekulationsblasen extrem groß sind, wird sich daran auch nichts mehr ändern.

Der Punkt, an dem eine Umkehr noch einigermaßen schmerzlos möglich gewesen wäre, ist längst überschritten. Deshalb wird die unseriöse Geld- und Staatsschuldenpolitik bis zum bitteren Ende des Währungssystems fortgeführt werden. Daran habe ich keine Zweifel.

Ganz so einfach, wie Friedman glaubte, ist die Sache also nicht. Sie wird sogar noch komplizierter, wenn man bedenkt, dass es in zahlreichen Ländern, allen voran in Japan, schon seit vielen Jahren sehr hohe Haushaltsdefizite gibt, die überwiegend durch Geldschöpfung der Zentralbank finanziert werden. Hohe Inflationsraten sind aber jahrelang ausgeblieben. Das hat sich jetzt in 2021 jedoch geändert. Die Geldentwertung hat also begonnen.

Was können Anleger tun?

Für Anleger stellt sich die Frage, wie sie der Inflation entkommen können. Ein Weg sind Investitionen in Edelmetalle. Passend zur Geldentwertung hat jetzt ein treffsicherer Indikator ein Kaufsignal für den Goldminensektor gegeben. In den vergangenen sechs Jahren kam es anschließend stets zu einem Kursanstieg von durchschnittlich 25% in drei Monaten.

Das kürzlich gegebene Signal lässt für die eine oder andere Goldminenaktie also ein gutes erstes Quartal 2022 erwarten.

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Über Claus Vogt

Claus Vogt ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Krisensicher Investieren“. Zusammen mit Roland Leuschel schrieb er die Bücher „Das Greenspan-Dossier“, „Die Inflationsfalle“, „Bitcoin & Co. - Finte“ oder „Neugestaltung des Geldsystems?“. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel