Geldmenge steigt in nie gekanntem Ausmaß

Dollarregen / Geld/ Qiuelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library; kalhh: https://pixabay.com/de/illustrations/geld-himmel-geldregen-gesch%C3%A4ft-1986779/ Dollarregen / Geld/ Qiuelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library; kalhh: https://pixabay.com/de/illustrations/geld-himmel-geldregen-gesch%C3%A4ft-1986779/

Die Geldmenge steigt weltweit in nie gekanntem Ausmaß. Gleichzeitig gehen die Staatsschulden durch die Decke. Ein unheilvolles Omen für das neue Jahr.

Unsere Politiker und Zentralbanker sind außer Rand und Band. Die Staatsschulden gehen weltweit durch die Decke, und die Geldmenge steigt in einem Ausmaß, das sogar die inflationären 1970er Jahre weit übertrifft.

Der folgende Chart zeigt die prozentuale Veränderung der US-Geldmenge M-2. Wie leicht zu erkennen ist, hat die US-Zentralbank Fed die Geldmenge in den vergangenen 12 Monaten um 26% erhöht. Diese verantwortungslose, ja unseriöse Politik wird unangenehme Folgen haben.

Gelddruckmaschine auf Hochtouren

Die Gelddruckmaschine läuft auch Hochtouren, obwohl die Finanzgeschichte zeigt: Geld drucken löst keine Probleme. Quelle: St. Louis Fed / Claus Vogt

Wie der Schweizer Professor Peter Bernholz gezeigt hat, haben alle großen Geldentwertungen der Vergangenheit folgende Gemeinsamkeiten: Eine stark steigende Staatsverschuldung, die überwiegend durch die Zentralbank finanziert wurde. Also exakt das, was wir derzeit in großem Stil erleben. Vor diesem Hintergrund wäre es also keine Überraschung, wenn das Ergebnis dieser Politik auch dieses Mal eine starke Geldentwertung wäre.

Geldmenge steigert Inflationsrisiko

Kluge Anleger sollten sich von dieser Entwicklung jedenfalls nicht überraschen lassen, sondern sich mit passenden Investments wappnen. In der Vergangenheit waren Gold, Silber und Minenaktien die beste Wahl in Zeiten hoher Geldentwertung.     

Mein wichtigstes taktisches Instrument zur Analyse des Edelmetallsektors ist mein Gold-Preisbänder-Indikator. Er hat mir stets hervorragende Dienste erwiesen beim Erkennen exzellenter mittelfristiger Kaufgelegenheiten. Anfang August 2020, als der Goldpreis bei über 2.000 $ pro Unze notierte, hat dieser Indikator eine Korrektur angekündigt. Rund vier Monate später hat er dann ein neues Kaufsignal gegeben. Damit kündigt er neue Hochs bei Gold und ausgewählten Minenaktien an.

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Über Claus Vogt

Claus Vogt ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Krisensicher Investieren“. Zusammen mit Roland Leuschel schrieb er die Bücher „Das Greenspan-Dossier“, „Die Inflationsfalle“, „Bitcoin & Co. - Finte“ oder „Neugestaltung des Geldsystems?“. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

6 Comments
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Ulrich Bohl
Ulrich Bohl
9 Monate her

Das ist kein Problem dass jemals einen Politiker als solches
erkennt. Immer weiter bis zum bitteren Ende. Wenn das Geld
verbrannt ist, bleibt uns noch die Asche. Als Toilettenpapier ist
es immer auch noch zu gebrauchen. Zwar etwas hart aber als Notlösung geht es.

Gerolf
Gerolf
Reply to  Ulrich Bohl
9 Monate her

„Als Toilettenpapier … ….“

Die Toilettenpapier-Krise wäre so gelöst. Was allerdings die Mitbürger von der Entwertung ihrer Sparvermögen halten, steht dann auf einem anderen „Papier“.

Ulrich Bohl
Ulrich Bohl
Reply to  Gerolf
9 Monate her

Das ist eine berechtgte Frage die ich leider auch nicht
beantworten kann. Ich sehe seit Jahren ein mir unver-
ständliches Verhalten. Die Bürger sind aus meiner Sicht
zu politikgläubig. Wir bekommen seit Jahren keine Zinsen
auf unsere Spareinlagen, die Bankgebühren steigen stetig,
trotzdem vermittelt die Politik die Eurokrise ist gelöst und
viele nehmen es der Politik ab. Dabei sind das alles Neben-
wirkungen der Eurokrise die bis heute wirkt.

Wolfgang Wirth
Wolfgang Wirth
Reply to  Ulrich Bohl
9 Monate her

Die naive Medien- und Politikgläubigkeit der Mehrheit hat inzwischen ein solches Ausmaß erreicht, dass man nur noch den Kopf schütteln kann.
Ein Thema für Sozialpsychologen.

Das Bestürzende ist, dass es ja heute durchaus möglich wäre, sich breiter zu informieren und zu einer fundierteren Sichtweise zu kommen – was aber einfach zu wenig getan wird.

Fast könnte man versucht sein, sarkastisch zu antworten:
„Ja, schade um dein Geld, aber du wolltest dich ja nicht über deinen Tellerrand schauen. Hast dich von Claus Kleber, Correktiv & Co. zur Gutgläubigkeit verführen lassen.“

Gerolf
Gerolf
Reply to  Wolfgang Wirth
9 Monate her

@Ulrich Bohl, @Wolfgang Wirth

Man kann sich nur wundern, über das weiterhin konstante Vertrauen der deutschen Mehrheit in die Regierungspolitik.

Was ich allerdings vor 2010 nie für möglich gehalten habe:
Die inoffizielle Ganz Große Koalition in Berlin von CDU bis Linke, die den Merkelregierungen völlig frei Bahn gelassen hat, und die Gleichförmigkeit (um schlimmere Begriffe nicht zu verwenden) der Berichterstattung in den ÖR- und Mainstreammedien. Keine Opposition im Bundestag und in den Medien, der Traum jeder Regierung.

trackback
7 Monate her

[…] vergangenen Jahr haben die Zentralbanker die Geldmenge M2 in der Eurozone um 10 Prozent erhöht und in den USA sogar um rekordverdächtige 26 Prozent. Noch […]