Der Börse droht ein schlechtes Jahr

Geldpolitik / Finanzmarktgeschichte /Aktienwerte / Wall Street, Boerse, 1929 Crash / Spekulationsblasen /Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: geralt; https://pixabay.com/de/illustrations/wall-street-usa-person-freiberufler-4847634/ Geldpolitik / Finanzmarktgeschichte /Aktienwerte / Wall Street, Boerse, 1929 Crash / Spekulationsblasen /Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: geralt; https://pixabay.com/de/illustrations/wall-street-usa-person-freiberufler-4847634/

Auf die auch jetzt wieder gegebene Börsenkombination von überbewertet, überkauft und überoptimistisch folgt meist eine größere bzw. länger anhaltende Korrektur.

An den Aktienmärkten hat das neue Jahr mit einer leichten Katerstimmung begonnen. Der S&P 500 fiel in der ersten Jahreswoche um 1,5 Prozent, der NASDAQ 100 um 3,1 Prozent und der DAX um 1,8 Prozent. Trotz – oder wegen – der großen Euphorie zum Jahresende, ist der Start ins neue Jahr also recht schwach ausgefallen. Das ist wahrscheinlich ein erster Fingerzeig auf die Kursentwicklung der kommenden Monate. Auf Kursrückgänge am Beginn eines neuen Jahres folgten auffällig häufig schlechte Börsenjahre.

Auf die auch jetzt wieder gegebene Börsenkombination von überbewertet, überkauft und überoptimistisch folgte meist eine größere bzw. länger anhaltende Korrektur – und das sogar in Boomphasen. Wenn Zinserhöhungen der Zentralbanken und Rezessionswarnungen der Frühindikatoren hinzukamen – was in den vergangenen Monaten der Fall gewesen ist – erwies sich eine solche Korrektur jedoch gewöhnlich als der Beginn eines Kurseinbruchs. Größte Vorsicht ist also weiterhin das Gebot der Stunde.

Schutz vor den Gefahren der Börse

Der Goldpreis ist im vergangenen Jahr in Euro gerechnet um 9,7 Prozent gestiegen und im US-Dollar sogar um 13,1 Prozent. Es war also ein gutes Jahr für Goldanleger. 

Gold empfehle ich in erster Linie als Schutz vor dem Zusammenbruch des Finanzsystems oder vor einer Hyperinflation. Die Versicherung Gold hat also wieder einmal keine Beiträge gekostet, wie Sie das von normalen Versicherungen gewöhnt sind, sondern Ihnen ganz im Gegenteil einen beachtlichen Vermögenszuwachs beschert.

In Euro gerechnet war das in den vergangenen 24 Jahren übrigens 19 Mal der Fall. Der Goldpreis war in dieser langen Zeit also nur 5 Mal rückläufig, davon 4 Mal völlig unbedeutend zwischen 0,1 Prozent und 1,9 Prozent. Nur ein einziges Mal, im Jahr 2013, erfuhr der Goldpreis in dieser langen Zeit einen größeren Kursrückgang, wie er an den Aktienmärkten sehr viel häufiger zu verzeichnen ist. Darüber hinaus hat der Goldpreis seit der Jahrtausendwende sogar besser abgeschnitten als der DAX.

Medien ignorieren Goldpreis

Trotz dieser sehr guten Performance erhält die Goldhausse von den Medien wenig Aufmerksamkeit. Im Vergleich zu der häufig hyperventilierenden Berichterstattung über die Aktienmärkte ist es um das Geschehen an den Edelmetallmärkten immer noch sehr still. Das ist ein überaus gutes Zeichen, da sich die Medien gewöhnlich erst in der spekulativen Endphase einer großen Hausse für den betroffenen Markt erwärmen können.

Die geringe Aufmerksamkeit, die den Edelmetallmärkten zuteilwird, spricht in Kombination mit den zahlreichen positiven Signalen, die meine Modelle und Indikatoren für Gold und Silber gegeben haben, für eine Fortsetzung der langfristigen Goldhausse. Und die sehr Charttechnik von Gold und Silber lässt darauf schließen, dass die Beschleunigungsphase dieses Kursanstiegs bald beginnen wird.

Über Claus Vogt

Claus Vogt ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Krisensicher Investieren“. Zusammen mit Roland Leuschel schrieb er die Bücher „Das Greenspan-Dossier“, „Die Inflationsfalle“, „Bitcoin & Co. - Finte“ oder „Neugestaltung des Geldsystems?“. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel