Vor 100 Jahren rettete Gustav Stresemann die Weimarer Republik

BOULEVARD ROYAL

Gustav Stresemann bei seiner Rede vor der Vollversammlung des Voelkerbundes in Genf / Quelle: Wikipedia: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_102-08490,_Genf,_V%C3%B6lkerbund,_Gustav_Stresemann.jpg; Gustav Stresemann bei seiner Rede vor der Vollversammlung des Voelkerbundes in Genf / Quelle: Wikipedia: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_102-08490,_Genf,_V%C3%B6lkerbund,_Gustav_Stresemann.jpg;

Außenpolitiker, Friedensnobelpreisträger, Vordenker der europäischen Verständigung. Am 13. August 1923 übernahm Gustav Stresemann das Amt des Reichskanzlers.

In der Erfolgsserie Babylon Berlin kommt es in einer Folge zu einem Frühstückstreffen zwischen Gustav Stresemann, zu diesem Zeitpunkt Minister des Auswärtigen, und dem Adjutanten von Reichspräsident Paul von Hindenburg. Bei dieser Begegnung setzt der forsche Adlatus Hindenburgs Stresemann massiv unter Druck. Der Außenminister soll sich mit den ultra-konservativen Kräften der Weimarer Republik verbünden. Stresemann, ohnehin nicht bei bester Gesundheit, bricht zusammen und bittet seinen Gast um Hilfe. Jener lässt ihn eiskalt liegen – und sterben.

Vorbild für Kohl und Mitterrand

Stresemann ist aus heutiger Wahrnehmung eine der meist unterschätzten und fast schon vergessenen Persönlichkeiten der ersten deutschen Demokratie. Dabei hat der Politiker bis zu den Auflösungserscheinungen der Weimarer Republik eine zentrale Rolle gespielt. Seine kurze Kanzlerschaft hat an seinem Image wahrscheinlich stark gekratzt und steht im Kontrast zu seinen außenpolitischen Erfolgen.

Gustav Stresemann entwickelte sich vom konservativen Politiker im Kaiserreich als Kolonie- und Annexionsbefürworter vor und im Ersten Weltkrieg zum liberal-konservativen Staatsmann. Geschockt wie viele Politiker über den Kriegsausgang 1918 schlug er jedoch nicht den Weg der Rache gegenüber den Siegern ein. Er war durch und durch Vernunftpolitiker, dem klar wurde, dass Deutschland nur in der Verständigung mit seinen Nachbarn, insbesondere mit Frankreich, eine Zukunft hat.

Lange vor Helmut Kohl und François Mitterrand wollte er die deutsch-französische Aussöhnung und setzte auf seinen Pariser Kollegen im Außenamt, Aristide Briand. Doch bevor das erste deutsch-französische Tandem den Friedensnobelpreis für seine Aussöhnungspolitik erhielt, musste Stresemann das Land durch die schwersten Erschütterungen seit dem Ende des Krieges steuern: Ruhrkampf, Hochinflation, Bayern-Krise, Deutscher Oktober.

Hypothek Versailles

Seit der Verabschiedung der Weimarer Verfassung bewegte sich Deutschland permanent durch Krisen. Angriffe der Gegner der Republik von Rechts- wie Linksaußen begleiteten die junge Demokratie seit ihrer Geburtsstunde. Stresemann gehörte als Spitzenpolitiker zur konservativ-wirtschaftsliberalen Deutschen Volkspartei (DVP), die mit der SPD und dem Zentrum die Republik stützen.

Mit den aus Sicht der meisten deutschen Parteien zu harten Bedingungen des Versailler Vertrags war der zentrale Sprengsatz gegen die Republik gelegt. Bis auf die Kommunisten sahen alle Parteien die ökonomischen Belastungen durch die Alliierten als schwere Bürde. Hinzu kam der Ansehensverlust international und nicht zuletzt das weit verbreitete Gefühl der Demütigung als Verlierernation.

Damit arbeiteten vor allem die Rechtsparteien, allen voran die NSDAP, die mit Hitler einen scharfen Agitator gegen die Republik auf die Bühne stellte. Wie heute galten die Vertreter der demokratischen Mitte für Rechtsaußen als korrupt, unfähig und Vaterlandsverräter.

Ruhrkrise, Hyperinflation, Bayern-Putsch

Mit der seit 1921 andauernden Ruhrkrise erreichte die seit 1914 schwelende Inflation als Folge der Finanzierung des Ersten Weltkriegs 1923 ihren Höhepunkt. Entsprechend gerieten die schnell wechselnden Reichsregierungen 1923 unter Druck. Es kam zur Hyperinflation, die die deutsche Wirtschaft an den Abgrund und politisch zum Streit mit den Alliierten führte.

Sie forderten von Deutschland als Ersatz für ausbleibende Geldzahlungen Sachleistungen wie Kohle, Stahl und Holz. Die Reparationskommission beschuldigte schließlich die Regierung in Berlin die Güter absichtlich verschleppend zu liefern. Daraufhin kam es zur Besetzung durch Franzosen und Belgier an der Ruhr, die in der gesamten deutschen Bevölkerung zu großer Empörung führte. Der passive Widerstand gegen die Besatzer wurde ausgerufen, die ihrerseits hart durchgriffen.

Schießereien gegen die Arbeiter ließen das Fass überlaufen. Mit dem Essener Blutsamstag in den Krupp-Werken war es soweit: 13 Kruppianer wurden von alliierten Soldaten erschossen, und Firmenchef Gustav Krupp verurteilten die Besatzer in einem Schauprozess zu 15 Jahren Haft.

Das Grab von Gustav Stresemann in Berlin © Steven West

In Berlin schlug nun Stresemanns große Stunde: Die Kräfte der Vernunft machten ihn zum Reichskanzler. Er erkannte die ausweglose Lage im Ruhrgebiet und dass eine Fortsetzung des Widerstands die deutsche Wirtschaft vollends ruinierte. Relativ sang- und klanglos beendete die Reichsregierung den Widerstand an der Ruhr, und die ohnehin erschöpften Deutschen nahmen es fast achselzuckend hin.

Jedoch waren die längeren psychologischen Auswirkungen entscheidend: Alles Französische war nun verhasst, und bis dahin gängige Begriffe wie Trottoir oder Portemonnaie wurden gegen deutsche ausgetauscht. In der NS-Zeit erreichte diese Politik ihren Höhepunkt, die von vielen Deutschen wegen den Erfahrungen der Ruhrkrise unterstützt wurde.

Hitlers erster großer Auftritt

Als wenn es nicht schon genug Krisen gab, nutzten militante Kräfte von links in Sachsen und rechts in Bayern die heikle Situation aus. Namen wie Gustav von Kahr, der sich als so genannter Generalstaatskommissar gegen Stresemanns Regierung stellte, symbolisieren die Radikalisierung von rechts. Doch mit dem Putschversuch von Hitler und Ludendorff am 9. November 1923 brach der bayerische Widerstand letztlich zusammen.

Stresemanns entscheidendes Verdienst als Regierungschef war die Einführung der Rentenmark Mitte November, die die Hyperinflation beendete. Für Stresemanns Regierung kam jedoch durch die vielen Krisen und innerkoalitionären Streitereien das Ende am 22. November durch die von Stresemann gestellte Vertrauensfrage im Reichstag, der ein Misstrauensantrag der SPD vorausging. Der Kanzler verlor und ging als Minister ins Auswärtige Amt.

Glanzzeit als Außenminister

In seiner Amtszeit als Außenminister von 1923 bis 1929 erlebte Stresemann den Höhepunkt seines politischen Schaffens: Es kam zur Neuregelung der Reparationsfrage mit dem Dawes-Plan, der eine Anleihe-Politik beinhaltete, die zu einem gewissen wirtschaftlichen Aufschwung führte. Jener war die Grundlage für die verklärten Goldenen Zwanziger, der einigermaßen stabilen Phase der Republik von 1924 bis 1929.

Mit dem Vertrag von Locarno 1925 erzielte Stresemann einen Ausgleich mit den Alliierten, der Deutschland in den Völkerbund führte und somit international wieder zu Ansehen. Mit großer Begeisterung stimmten die Parteien im Reichstag von rechts bis links dem deutsch-russischen Freundschaftsvertrag zu, der den 1922 mit der Sowjetunion geschlossenen Vertrag von Rapallo von ergänzte.

Mehr wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zusammenarbeit schrieben sich Berlin und Moskau auf die Fahnen. Die intensiven, aber auch spannungsgeladenen deutsch-russischen Beziehungen haben eben eine lange Tradition. Für Stresemann war klar, dass es nicht allein mit Frankreich ging, weshalb er Russland mit ins Boot holte.

Für seinen Einsatz für eine friedliche Verständigung mit den Völkern und dem früheren Erzfeind Frankreich erhielten Stresemann und sein französischer Amtskollege Briand 1926 den Friedensnobelpreis. Die NS-Spitze sah darin erneut einen Vaterlandsverrat, und dass ließ sie Stresemann noch posthum spüren, indem sie sein Andenken zu tilgen versuchte.

Deutscher Europäer und Freimaurer

Stresemanns gesundheitlicher Zustand war seit Kindertagen fragil, er litt an einer schweren Störung der Schilddrüse und erlitt ab 1928 mehrere leichte Schlaganfälle. Er schonte sich nicht und blieb bis wenige Tage vor seinem Tod am 3. Oktober 1929 rastlos. Sein Ende läutete auch das Ende der Weimarer Republik ein, war er doch ein Bollwerk gegen die Umtriebe von ganz rechts und ganz links.

Er wäre der ideale erste Bundespräsident gewesen und ist letztlich Vorbild für die (alt-)bundesrepublikanische Konsensdemokratie. Sein Staatsbegräbnis fand unter großer Anteilnahme der Berliner statt und war das größte Ereignis dieser Art seit der Beisetzung Wilhelms I. 1888.

Auch im Ausland fand sein Tod großes Bedauern, und die französische Presse verklärte ihn zu einem europäischen Bismarck. Ob er tatsächlich als Vision ein vereintes Europa wie die EU hatte, ist unter Historikern umstritten. Dass er so starb, wie in Babylon Berlin inszeniert, nämlich durch die unterlassen Hilfeleistung des Hindenburg-Adjutanten, ist Fiktion. Und die Erinnerung an ihn ist zu Unrecht verblasst, nicht einmal mehr der Stresemann-Anzug, also die bequeme Variante des Cutaway, wird noch zu offiziellen Anlässen getragen.

Sein Regierungsantritt am 13. August und sein Tod am 3. Oktober sind zwei große Daten der jüngeren deutschen Geschichte. Ironie der Geschichte? Wer in Berlin-Kreuzberg unterwegs ist, sollte sein Ehrengrab besuchen auf dem Alten Luisenstädtischen Friedhof am Südstern besuchen. Es ist sehenswert durch seine freimaurerische Gestaltung und lädt zu einem Spaziergang ein über vier ineinander übergehende Friedhöfe, die ein Spiegel der Berliner Geschichte sind.

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Nathan
Nathan
6 Monate her

„(alt-)bundesrepublikanische Konsensdemokratie“

Nach Ansicht des Verfassers war Deutschland wohl immer nur dann gut, wenn es sich unterwarf. Und das soll wohl bis heute und in die Zukunft gerichtet so weiter gelten. Früher Unterwerfung unter die Erzfeinde (nationale Bündnisse), heute unter das kapitalistische System der Globalisten.
Wurden früher die Deutschen wegen ihres „Untertanengeistes“ spöttisch belächelt, so wird genau dieser Untertanengeist heute von den Deutschen und seiner Regierung eingefordert.
Deutschland soll beherrschbar sein. Dazu verpflichtet sich unsere Regierung (Kanzlerakte) und bestraft und kriminalisiert jegliche Opposition dagegen. Austoben darf, soll und muß sich Deutschland aber, wenn es im Systembündnis-Rudel auftritt.

Robert
Robert
Reply to  Nathan
6 Monate her

Sie hätten in der Ruhrkrise lieber Krieg geführt bis zur Auslöschung Deutschlands? Das ist 1945 ja fast gelungen.

Die damalige Versöhnungspolitik Stresemanns hat mit der Nibelungentreue derzeit nichts zu tun. Sie vermischen zwei historisch völlig verschiedene Situationen.

Nathan
Nathan
Reply to  Robert
6 Monate her

Merken Sie nicht, wie mit Deutschland immer wieder umgegangen wird und wie Deutschland immer wieder versucht, sich freizukaufen?
Weil Deutschland immer wieder stark wurde, versucht es nun ganz aktuell, sich selbst zu schwächen und zu schädigen. Wir werden wieder getrieben.

Robert
Robert
Reply to  Nathan
6 Monate her

Ach, jedes Land hat diese Opfermentalität, und Täter sind immer die anderen.

Täter sind die Eliten in den internationalen Organisationen, und da hat auch Deutschland seine Vertreter und stimmt zu. Deutsche Politiker sind somit Täter wie alle anderen und nicht Opfer.

Nathan
Nathan
Reply to  Robert
6 Monate her

Deutschland, als Land, ist Opfer. Es sind die deutschen Politiker, die Deutschland, wie Sie selbst sagen, verkaufen (müssen!). Den Ton geben, wie Sie sagen, die internationalen (globalistischen) Organisationen, die wiederum den Hintermännern der transatlantischen „Thinktanks“ ausgeliefert sind.

Robert
Robert
Reply to  Nathan
6 Monate her

Nein, Deutschland ist Täter wie alle anderen und kein Opfer.

Nathan
Nathan
Reply to  Robert
6 Monate her

Wenn Deutschland (Regierung oder Land?) Täter sind, wer sind die Opfer?

fufu
fufu
Reply to  Nathan
6 Monate her

„Deutschland (Regierung oder Land?)“

Regierung und Land(Bevoelkerung) waren jahrzehntelang Taeter oder Mitlaeufer, das Land wird jetzt zum Opfer.

Robert
Robert
Reply to  fufu
6 Monate her

Nein, das Land wird nicht zum Opfer, es erlebt die Auswirkungen seiner Entscheidungen.

fufu
fufu
Reply to  Robert
6 Monate her

Meinetwegen zum Opfer seiner Entscheidungen. Allerdings gestehe ich ein, dass selbst fuer einen Zyniker wie mich die Auswuechse der derzeitigen Politik unvorstellbar waren, obwohl eigentlich spaetestens seit der „Pandemie“ absehbar. Ich glaube auch nicht, dass die Mehrzahl der Waehler der Koalitionsparteien Kriegsparteien gewaehlt haben.

All dies in Anbetracht meiner untigen Ausfuehrungen, dass die Entwicklung des Systems voraussehbar war.

Robert
Robert
Reply to  fufu
6 Monate her

Wenn also beispielsweise ein Mörder eingesperrt wird, dann ist er nicht mehr Täter, sondern Opfer seiner Entscheidungen?

Nein nein, man ist Täter und erlebt die Folgen. Das macht einen nicht zum Opfer.

fufu
fufu
Reply to  Robert
6 Monate her

Beides, Taeter und Opfer, schliesst sich nicht aus, aendert auch nichts an den Folgen.

Nathan
Nathan
Reply to  fufu
6 Monate her

Da es keine Volksabstimmungen wie in der Schweiz gibt (warum wohl nicht?), bekommt die Regierung einen Blanko-Cheque für 4 Jahre. Über ihre Staatsmedien können sie über Desinformation als auch emotionalisierende Gewichtung die Meinung beeinflussen. Die Steuerung übernimmt das US-NATO-Propagandasystem.

Wolfgang Wirth
Wolfgang Wirth
Reply to  Robert
6 Monate her

@ Nathan @ Robert Ihre Debatte geht ja nun schon eine Weile … — @ Nathan Ihre Gedanken sind ja durchaus nachvollziehbar, doch wundere ich mich etwas, in welche Richtung Sie den Artikel von Herrn West interpretieren. Eine wirklich eigenständige deutsche Politik mag ja wünschenswert sein, ist aber machtpolitisch nicht möglich. Heute leider weniger denn je. — @ Robert Ihr Hinweis zu Stresemanns Verhalten im Ruhrkampf ist natürlich richtig. Wäre der Ruhrkampf weitergegangen, so hätte dies vermutlich eine längere oder umfangreichere Besetzung deutschen Territoriums zur Folge gehabt; Krieg vermutlich nicht (wg. britischen und amerikanischen Vorbehalten gegen Frankreich). — Sie schreiben:… Read more »

Robert
Robert
Reply to  Wolfgang Wirth
6 Monate her

Unter Schröder hat sich Deutschland aus diversen Kriegen herausgehalten. Zuviel zum Thema, Deutschland könne nicht selbst entscheiden: schlichtweg falsch.

fufu
fufu
Reply to  Robert
6 Monate her

@Robert Letztendlich entscheiden die vermeintlichen „Entscheider“ nichts, das gelegentliche Ausscheren Einzelner, z.B. Schroeders in Ihrem Einwand (aber siehe Agenda 2010), verschwindet im Grundrauschen auf laengerer Frist. @nathan siehe die Entwicklung der Schweiz (trotz Volksabstimmungen).

Die Fixierung auf Politiker, Influenzer und andere Mittelsmaenner lenkt nur vom Wesentlichen ab… den wahren Hintergruenden… die eigene (Selbst)Verantwortung.

Wolfgang Wirth
Wolfgang Wirth
Reply to  Robert
6 Monate her

Ich habe seinerzeit Schröders Haltung im Irak-Krieg von 2003 sehr begrüßt. Diese kurzfristige „Achse“ Paris-Berlin-Moskau war nun allerdings aus Sicht der USA der größte anzunehmende außenpolitische Unfall im eurasischen Raum. Das durfte nicht ein! Ja, man kann sagen, dass er versucht hat, den deutschen Handlungsspielraum auszutesten und das Ergebnis der 2+4-Verhandlungen ernstzunehmen. Dass er es versuchte, war mutig, dass er die geostrategische Vermessenheit anscheinend nicht geahnt hatte, war schwach. Nur zwei Jahre später war er nicht mehr im Amt – und seine Nachfolgerin riskierte nichts mehr. Heute ist Schröder persona non grata. Nun mögen Sie antworten, dass das mit den… Read more »

Robert
Robert
Reply to  Wolfgang Wirth
6 Monate her

Die Frage ist nur, ob alle „Entscheider im Hintergrund“ Ausländer sind. Das ist aber nicht so, wir alle kennen die Familien: Quandt, Piech, Liz Mohn (Bertelsmann), usw.
Insofern: es sind deutsche Wähler und deutsche Eliten verantwortlich.

Wolfgang Wirth
Wolfgang Wirth
Reply to  Robert
6 Monate her

Ja, es gibt natürlich auch deutsche Entscheider im Hintergrund, die Macht ausüben und destruktiv wirken.
Kapital kennt kein Vaterland.

Ich würde jetzt aber nicht so weit gehen und behaupten, dass diese Personen innerhalb des WEF (oder anderer Netzwerke) besonders großen Einfluss hätten.

Jedenfalls bleiben Deutschland und die Deutschen dabei zu kurz. Vorsichtig formuliert.

P.S.
Sind Ihnen die von mir erwähnten Bandulet-Bücher bekannt?

Muss schließen, meine Frau ruft zum Kaffee.

Robert
Robert
Reply to  Wolfgang Wirth
6 Monate her

Deutschland hat 2,5 Millionen Millionäre. Jetzt wissen Sie, wer FDP wählt und warum.

Ein großer Name beim WEF ist Klaus Schwab.
Peter Thiel (PayPal etc.) mischt sich überall mit.

Nein, es gibt genügend Deutsche, die mitverantwortlich sind.

fufu
fufu
Reply to  Robert
6 Monate her

Der Fehler derer die das „Volk“ die „Nation“ (noch) als Einheit sehen.

Wolfgang Wirth
Wolfgang Wirth
6 Monate her

Im lesenswerten Artikel heißt es: „Stresemann ist aus heutiger Wahrnehmung eine der meist unterschätzten und fast schon vergessenen Persönlichkeiten der ersten deutschen Demokratie.“ . Wie ist diese geringe Beachtung zu erklären? Erklärungsversuche: Erstens. Durch die einseitige Fixierung der heutigen geschichtlichen Wahrnehmung auf die NS-Zeit – die von manchen Narrativkonstrukteuren sogar als gleichsam logische Folge der deutschen politischen Entwicklung fehlgedeutet wird – ist natürlich alles „störend“, was zu einem anderen Deutschland und zu einer anderen historischen Entwicklung passt bzw. gepasst hätte. Außerdem dürften auch die historischen Kenntnisse vieler Journalisten und Politiker für die Zeit vor 1933 ziemlich oberflächlich sein … !… Read more »

fufu
fufu
6 Monate her

Der real existierende Kapitalismus, der von Marx, ist ein Nullsummenspiel, der Gewinner nimmt alles. Dies erzeugt Remineszenzen bei den Verlierern und das Spiel beginnt von neuem, am Ende mit Krieg der ja bekanntlich die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ist. Versoehnung ist ein hehres Motiv und erzeugt tragische Gestalten wie z.B. Gorbaciov oder Strukturen wie die EU wo mittlerweile ein Kampf jeder gegen jeden herrscht.

fufu
fufu
Reply to  fufu
6 Monate her

Natuerlich hat sich Marx im Endspiel teilweise getaeuscht, nicht die Diktatur des Proletariats sondern der EU-Kommission als williger Helfer des internationalen Finanzkapitals.

fufu
fufu
Reply to  fufu
6 Monate her

Der Oberwitz ist ja, dass einige die anstehende Refeudalisierung als Kommunismus oder Sozialismus bezeichnen wie man es jahrelang auch auf dieser Seite in den Kommentarspalten vertreten hat. Orwellsche Sprachverwirrung, Dummheit oder Absicht?

Robert
Robert
Reply to  fufu
6 Monate her

Dummheit. Da wird nach unten getreten, weil ja angeblich der Hartzer oder der Flüchtling etwas wegnimmt, das ist dann Sozialismus. Dass ganz andere den Bürger ausrauben, merken die nicht.

fufu
fufu
Reply to  Robert
6 Monate her

Dummheit… waere da nicht so sicher.

Das rechts-links Schema fuer Doofe muss aufrechterhalten werden. Die linke story ist immer noch gut um die Doofen in die Abhaengigkeit zu treiben, das Endspiel ist aber nicht „links“.

Wolfgang Wirth
Wolfgang Wirth
Reply to  fufu
6 Monate her

Gut geschrieben, @ fufu !

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