Die Aktienkurse könnten sich halbieren

Aktienkurse / Kreditfinanzierte Aktienspekulation / Spekulationsblase / New York Stock Exchange Boerse / Kuenstliche Intelligenz / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/photos/b%C3%B6rse-handelssaal-new-york-738671/ Aktienkurse / Kreditfinanzierte Aktienspekulation / Spekulationsblase / New York Stock Exchange Boerse / Kuenstliche Intelligenz / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/photos/b%C3%B6rse-handelssaal-new-york-738671/

Niemand sollte sich täuschen lassen: Die Aktienmärkte sind trotz eines Zwischenhochs weiterhin auf Talfahrt. Die Aktienkurse könnten sich sogar halbieren.

Die Aktienmärkte befinden sich seit über einem Jahr in einem Abwärtstrend. Daran hat sich durch die Aufwärtsbewegung, die im Oktober vorigen Jahres begonnen hatte, nichts geändert. Denn dabei hat es sich lediglich um ein völlig normales Zwischenhoch, eine sogenannte Bearmarketrally gehandelt. Das zeigt die mittelfristige Markttechnik.

Darunter verstehe ich eine Kombination zahlreicher Indikatoren, die neben den Aktienmärkten auch die Rentenmärkte einbeziehen. Hier hat seit Oktober 2022 nur eine unwesentliche Verbesserung stattgefunden. Leider zu wenig, um den Beginn eines neuen Aufwärtstrends (Hausse) zu signalisieren.

Neue Abwärtswelle an den Börsen

Nun hat sich die Markttechnik in den vergangenen beiden Wochen wieder verschlechtert. Das war zu erwarten, und es deutet darauf hin, dass die Bearmarketrally vorüber ist. An den Aktienmärkten hat also eine neue Abwärtswelle begonnen.

Da alle historisch bewährten makroökonomischen Indikatoren eine Rezession in den USA signalisieren und die US-Börse fundamental immer noch extrem überbewertet ist, rechne ich mit erheblich tieferen Kursen. Eine Kurshalbierung wäre keine Überraschung.

Ein völlig anderes Bild als die Aktienmärkte zeigt der Edelmetallsektor. Er befindet sich im großen Bild gesehen nämlich in einer Hausse und bietet aktuell eine hervorragende Kaufgelegenheit. Das zeigt der folgende Chart.

Gold steigt

Der Goldpreis ist Anfang des Jahres aus einer rund halbjährigen Bodenformation nach oben ausgebrochen und anschließend auf 1.975 Dollar pro Unze gestiegen. Dann folgte eine völlig normale Korrektur, die ich als einen Test der Ausbruchslinie interpretiere.

Der Goldpreis hat gerade die Ausbruchslinie seiner sechsmonatigen Bodenformation getestet. Damit bietet sich Ihnen hier ein exzellentes Chance-Risiko-Verhältnis. Quelle: StockCharts.com; krisensicherinvestieren.com

Aus charttechnischer Sicht bietet ein Kursrückgang auf die Ausbruchslinie eine Kaufgelegenheit mit einem exzellenten Chance-Risiko-Verhältnis. Das gilt umso mehr, wenn dieser Test der Unterstützung mit einem Rückgang des Momentum-Oszillators in den Bereich seiner Nulllinie zusammenfällt und die Sentimentindikatoren sehr niedrige Werte anzeigen. Genau das ist bei Gold und dem gesamten Edelmetallsektor der Fall.

Wiederholen sich die Ereignisse aus 2001?

Mich erinnert die aktuelle Lage stark an das Geschehen im Jahr 2001. Damals wie heute war die US-Börse extrem überbewertet, und die meisten Wall Street-Ökonomen prognostizierten eine sanfte Landung der Wirtschaft – obwohl alle treffsicheren makroökonomischen Kennzahlen auf eine Rezession hindeuteten.

Was dann geschah, war eigentlich keine Überraschung: Es kam zu einer schweren Aktienbaisse und zu einer Rezession. Doch während sich die Aktienkurse halbierten, stiegen der Goldpreis und die Kurse der Edelmetallaktien um über 50 Prozent. Eine ganz ähnliche Entwicklung erwarte ich auch jetzt wieder.

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Über Claus Vogt

Claus Vogt ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Krisensicher Investieren“. Zusammen mit Roland Leuschel schrieb er die Bücher „Das Greenspan-Dossier“, „Die Inflationsfalle“, „Bitcoin & Co. - Finte“ oder „Neugestaltung des Geldsystems?“. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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