Neuer Kampf gegen Staatsbankrotte in der EU

Staatsbankrott droht / Geldentwertung / EZB Frankfurt / Quelle: Pixabay, lizenzfrei Bilder, open library: https://pixabay.com/de/photos/frankfurt-ezb-2251537/ Staatsbankrott droht / Geldentwertung / EZB Frankfurt / Quelle: Pixabay, lizenzfrei Bilder, open library: https://pixabay.com/de/photos/frankfurt-ezb-2251537/

In einer außerordentlichen Sitzung haben EZB-Vertreter darüber beraten, wie sie eine neue Schuldenkrise und damit drohende Staatsbankrotte verhindern können.

Trotz hoher Inflationsraten hat die EZB bisher an ihrer ultralaxen Nullzinspolitik festgehalten. Damit wird die Zentralbank ihrem offiziellen Auftrag, für Geldwertstabilität zu sorgen, natürlich nicht gerecht und missachtet die Interessen der Bevölkerung auf skandalöse Weise.

Nun steigen seit einigen Wochen die Anleihezinsen hochverschuldeter EU-Mitgliedstaaten wie Italien wieder stärker als die Zinsen deutscher Bundesanleihen. Das ist ein klares Zeichen, dass die nächste Euro-Krise droht.

Staatsbankrotte sind eine existenzielle Gefahr für die EU

Schon trafen sich am 15. Juni 2022 die EZB-Oberen in einer außerordentlichen Sitzung, um Maßnahmen zu beraten, mit denen sie Staatsbankrotte und das Zerbrechen der Europäischen Währungsunion verhindern können. Ob ihnen das noch einmal gelingen wird, sei dahingestellt.

Ganz gleich, was die Zentralbanker tun werden, jeder sollte diese Entwicklung als akute Warnung nehmen, denn Krisen können sich erwiesenermaßen sehr schnell zuspitzen und eine Dynamik entwickeln, die einem kaum noch Zeit zum Handeln lässt.

Konservative Anleger sorgen vor. Da spielt es letztlich keine Rolle, ob die Krise jetzt beginnt oder noch etwas länger auf sich warten lässt. Der folgende Chart zeigt den Goldpreis pro Unze in Euro, der sich in einem langfristigen Aufwärtstrend befindet und im laufenden Jahr bereits neue Höchstkurse erreicht hat. Seit der Jahrtausendwende hat der Goldpreis im Durchschnitt 9,1 Prozent pro Jahr zugelegt und damit – was wenige zu wissen scheinen – besser abgeschnitten als die Aktienmärkte!

Der Goldpreis befindet sich in einem klaren langfristigen Aufwärtstrend und schützt Sie vor dem Wertverlust des Euros. Quelle: StockCharts.com; www.krisensicherinvestieren.com

Gold bewahrt vor Kaufkraftverlust

Auch im laufenden Jahr weist der Goldpreis im Euro ein Plus auf. Seit Jahresanfang ist er um 8,3 Prozent gestiegen. Damit hat er mit der Inflationsrate, die in Deutschland im Mai mit 7,9 Prozent ausgewiesen wurde, Schritt gehalten und vor einem Kaufkraftverlust bewahrt.

Während ich für den gesamten Aktienmarkt aufgrund der extrem hohen fundamentalen Überbewertung und der sich abzeichnenden Rezession immer noch sehr skeptisch bin, erwarte ich bei den Minenaktien steigende Kurse. Die aktuelle Lage ähnelt in vielerlei Hinsicht dem Jahr 2001. Damals kam es bei DAX und Co. zu heftigen Kursverlusten, während der Goldpreis und die Minenaktien starke Kursgewinne verbuchten.

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Über Claus Vogt

Claus Vogt ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Krisensicher Investieren“. Zusammen mit Roland Leuschel schrieb er die Bücher „Das Greenspan-Dossier“, „Die Inflationsfalle“, „Bitcoin & Co. - Finte“ oder „Neugestaltung des Geldsystems?“. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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kane
kane
15 Tage her

die Vorschläge liegen seit Jahren auf dem Tisch.
Das Zauberwort heißt immer noch Bankentrennung.

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