Spritpreis-Wahnsinn in Europa

Inflation / Ölpreis / Spritpreis/ Benzin und Diesel / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: Andreas 160578: https://pixabay.com/de/photos/tanken-tankstelle-zapfs%C3%A4ule-benzin-2157211/ Inflation / Ölpreis / Spritpreis/ Benzin und Diesel / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: Andreas 160578: https://pixabay.com/de/photos/tanken-tankstelle-zapfs%C3%A4ule-benzin-2157211/

Nicht nur Pendler leiden unter den hohen Spritpreisen. Auch Urlaubsreisen mit dem Auto werden richtig teuer. Was der Sprit in unseren Nachbarländern kostet.

Schon vor Beginn der Herbstferien in Deutschland hat sich abgezeichnet, dass die Benzinpreise stark steigen. Mittlerweile befindet sich der Dieselpreis auf Rekordniveau und auch Benzin nähert sich einem Höchststand an. Pendler und auch Urlauber, die derzeit mit dem Auto oder Mietwagen in Deutschland unterwegs sind, müssen fürs Tanken tief in die Tasche greifen. Aber auch die Preise für Mietwagen schnelle in die Höhe.

Doch was kostet Tanken im europäischen Ausland? Ein Preisvergleich der Ferienhaus-Suchmaschine Holidu zeigt auf, wo Reisende im europäischen Ausland günstig tanken und wo es teuer wird.

Deutsche Spritpreise im Mittelfeld

Wer mit dem Auto oder einem Mietwagen verreist, sollte sich in den Niederlanden, der Schweiz und in Belgien auf satte Dieselpreise einstellen. Zum Zeitpunkt der Preisumfrage, also Mitte Oktober, führten die Niederlande die Liste mit einem durchschnittlichen Liter-Preis von 1,59 Euro an. Es folgten die Schweiz (1,58 Euro) und Belgien (1,57 Euro) mit vergleichbaren Preisen wie in Deutschland, wo der Dieselpreis derzeit zwischen 1,51 Euro und 1,59 Euro schwankt.

Durchschnittliche Spritpreise in Europa.

In den Niederlanden müssen sich auch Benzinfahrer auf horrende Kosten gefasst machen, denn ein Liter Benzin kostet derzeit im Schnitt 1,97 Euro. In anderen EU-Ländern liegen die Preise derzeit etwa auf dem deutschen Preisniveau. Das heißt, die Preise schwanken zwischen 1,71 Euro und 1,80 Euro.

In einigen Ländern in Europa waren die Spritpreise zum Zeitpunkt der Umfrage noch bezahlbar. So lagen die Preise für Diesel und Benzin in der Slowakei und in Polen unter der 1,30 Euro-Marke. Im Mittelfeld bewegten sich Spanien und Kroatien mit Preisen zwischen 1,26 Euro und 1,45 Euro.

Auch Mietwagen werden teurer

Parallel zu den Spritpreisen ziehen auch die Preise für Mietwagen drastisch an. Nach Auskunft von Billiger-mietwagen.de gib es in Spanien die höchsten Preissteigerungen. Dort stieg der Preis für einen Mietwagen von 17,90 Euro pro Tag im Jahr 2019 auf heute 33,50 Euro pro Tag. Das ist eine Steigerung von 87 Prozent.

Auch in Italien schlägt der Mietwagenpreis mit einem Plus von 83 Prozent deutlich zu Buche. Mietwagen-Fahrende in Deutschland müssen im Schnitt mit 50 Prozent höheren Preisen rechnen. Insgesamt liegt das Preisniveau 40 Prozent über dem Vorjahr.

Ermittelt wurden die Diesel- und Benzinpreise über den Verkehrsclub ADAC und die Webseiten benzinpreis- aktuell.de sowie globalpetrolprices.com. Hierfür wurden die Durchschnittspreise für Diesel und Benzin pro Liter zusammengetragen (Stand 18.10.2021).

Die Daten für Mietwagen wurden am 01.10.2021 aus der Datenbank von billiger-mietwagen.de erhoben. Betrachtet wurde der Reisezeitraum zwischen dem 01.10. bis 07.11. 2021.

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Über Thomas Castorp

Thomas (Hans) Castorp blickt vom Zauberberg herab auf die Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Fragenstellungen. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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Ketzerlehrling
Ketzerlehrling
27 Tage her

Ein toller Erfolg, angefangen beim Merkel-Regime und zum Höhepunkt getrieben durch die Ampel.

Angermann
Angermann
27 Tage her

Der Liter Diesel in Deutschland 1,39? Das war aber mit Sicheheit nicht aktuell in 2021! Derzeit steht der Dieselpreis hier (Frankfurt/Main) bei 1,71!! Und der E10-Preis nähert sich der 2 Euro-Marke.

Schorsch
Schorsch
26 Tage her

Danke für die Tabelle. Die Autofahrer zu schröpfen, hat ein lange Tradition. Es geht immer um Geld in erster Linie. Dahinter stehen Lobbyisten und der hungrige Staat. Ob ich nun veganes Fleisch esse oder Strom aus müden Leitungen zapfe, die Kosten steigen und der Effekt ist, daß die verbleibenden Energien noch teurer werden und die Probleme sich verlagern. Dann dreht sich ein neues Mühlrad. Der alte Kaiser Wilhelm sagte einmal: Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung. Die Zukunft gehört dem Pferd!
Die schreienden Grünschnäbel sind denen nützlich, die an Problemen verdienen, aber was tun sie selbst positiv, produktiv.?

Eurone
Eurone
25 Tage her

Und da ist noch gar nicht berücksichtigt, dass die Öko-Terroristen in Bälde die Steuervergünstigung des Diesel zu Gunsten der Umweltverpestung E-Dreckschleuder streichen werden. Macht locker nochmals ca. 20 cent/liter aus (Quelle: ADAC)

Last edited 25 Tage her by Eurone
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