Warum Hyperinflation mit defizitären Staatshaushalten einhergeht

Hyperinflation / Euro / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder,. open library: guvo59; https://pixabay.com/de/photos/euro-geld-m%c3%bcnzen-scheine-finanzen-5300442/ Hyperinflation / Euro / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder,. open library: guvo59; https://pixabay.com/de/photos/euro-geld-m%c3%bcnzen-scheine-finanzen-5300442/

Die Ursache aller Hyperinflationen ist Geldschöpfung in Kombination mit defizitären Staatshaushalten. Genau diese Konstellation ist heute weltweit gegeben.

Die Geschichte des Geldes und des Staates ist eine Aneinanderreihung von Lügen, Betrug, Staatsbankrotten und Inflationen. Deshalb muss man sich eigentlich wundern, wieso es nicht sehr viel mehr Menschen und vor allem Ökonomen gibt, die dem Staat und seinen Zentralbanken die Macht über das Geld entziehen möchten.

Im Moment deutet nichts darauf hin, dass sich daran etwas ändern könnte. Im Gegenteil. Bejubelt von der großen Mehrheit der Ökonomen und anderer Claqueure arbeiten weltweit Zentralbanker daran, dieser Geschichte ein weiteres spektakuläres Kapitel hinzuzufügen.

Die Weichen sind auf Inflation gestellt

„Inflation ist immer und überall ein monetäres Phänomen“, lautet ein bekannter Satz des berühmten Ökonomen Milton Friedman. Insofern es ohne starkes Geld- und Kreditmengenwachstum keine Geldentwertung geben kann, stimme ich dieser Aussage zu.

Alle großen Inflationen gingen aber auch mit einer hohen und stark steigenden Staatsverschuldung einher, die überwiegend von einer Zentralbank finanziert wurde. Das zeigen empirische Untersuchungen zweifelsfrei.

Der renommierte Schweizer Geldtheoretiker Peter Bernholz geht deshalb einen Schritt weiter als Friedman und hält die Geldschöpfung nur in Kombination mit defizitären Staatshaushalten für die Ursache aller Inflationen. In seinem Buch „Monetary Regimes and Inflation“, einer umfangreichen empirischen Untersuchung von Hyperinflationen, kommt er zu folgendem Ergebnis:

Hyperinflationen sind immer verursacht durch Defizite des Staatshaushalts, die überwiegend durch Geldschöpfung finanziert werden.“

Peter Bernholz

Fehlentwicklungen und Spekulationsblasen extrem groß

Genau diese Konstellation ist inzwischen nahezu weltweit gegeben. Und da die Staatsverschuldung nach Jahren der geldpolitischen Misswirtschaft bereits sehr hoch ist und die ökonomischen Ungleichgewichte, Fehlentwicklungen und Spekulationsblasen extrem groß sind, wird sich daran auch nichts mehr ändern.

Der Punkt, an dem eine Umkehr noch einigermaßen schmerzlos möglich gewesen wäre, ist längst überschritten. Deshalb wird die unseriöse Geld- und Staatsschuldenpolitik bis zum bitteren Ende des Währungssystems fortgeführt werden. Daran habe ich keine Zweifel.

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Über Claus Vogt

Claus Vogt ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Krisensicher Investieren“. Zusammen mit Roland Leuschel schrieb er die Bücher „Das Greenspan-Dossier“, „Die Inflationsfalle“, „Bitcoin & Co. - Finte“ oder „Neugestaltung des Geldsystems?“. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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waltomax
waltomax
1 Monat her

Belustigend wirken die in wertloser Währung ausgedrückten Preise für Gold und Silber.
Jede physische Unze wurde mindestens 100 mal als Zertifikat auf den Markt geworfen.
Der realistiche Goldpreis liegt wohl bei 15 000 – 20 000 $$

Was bleibt? Kreativität und Gold

waltomax
waltomax
1 Monat her

Falls die Elite tatsächlich einen Großteil der Menschheit umbringen will, dürfte sie das bald tun. Sonst kommt der Wirtschaftscrash dem großen Morden zuvor und reißt auch die Elite mit sich. Eigentlich müßte die Fed den Staatsbankrott und eine krasse Dollarabwertung ausrufen, um an Vertrauen noch retten zu können, was zu retten ist. Doch das wird nicht geschehen. Man wird die Masse morden, um nicht am Galgen zu enden.

Zeitnahe….

Wolfgang Wirth
Wolfgang Wirth
Reply to  waltomax
1 Monat her

@ waltomax

Sie schreiben:
„Falls die Elite tatsächlich einen Großteil der Menschheit umbringen will, dürfte sie das bald tun.“

Das ist nun schon ziemlich starker Tobak. Das wäre ja irgendwie doch eimn ziemlicher Hammer, oder?!
Haben Sie dafür belastbare Anhaltspunkte? Ich trau denen ja einiges zu, aber das?

waltomax
waltomax
Reply to  Wolfgang Wirth
1 Monat her

@Wirth Massenmord war immer schon ein probates Mittel der Politik. Die Impfungen bringen die Impflinge langsam um -oder besser- „zeitverzögert.“
https://terraherz.wpcomstaging.com/2021/09/16/die-rothschild-dynastie-will-die-kalergi-entvoelkerungsagenda-erfuellen/

Wayne Podolski
1 Monat her

Ja, aber was bleibt ist die Musik z. B. von Debra Snipes …
https://www.youtube.com/watch?v=LQDm5EXw6TU&ab_channel=DebraSnipesandtheAngels-Topic

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