Egal, ob Laschet oder Baerbock: Der Sparer verliert so oder so

Sparer / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: USA-Reiseblogger; https://pixabay.com/de/photos/sparen-sparschwein-geld-sparsam-1720971/ Sparer / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: USA-Reiseblogger; https://pixabay.com/de/photos/sparen-sparschwein-geld-sparsam-1720971/

In der anschwellenden Wirtschafts- und Finanzkrise ist es Zeit, die eigenen Ersparnisse in Sicherheit zu bringen. Möglichst vor einer Kanzlerin Baerbock.

In dieser Phase der selbst verschuldeten Krise kommt es nun darauf an, die eigene Haut zu retten. Wer sich auf die aktuellen Kanzlerkandidaten Annalena Baerbock (Grüne) und Armin Laschet (CDU) verlässt, der dürfte verlassen sein.

Die größten Baustellen, auf denen man derzeit etwas tun kann, auch während der Corona-Pandemie, sind die der eigenen Alters- und Vermögenssicherung. Ich hatte unfreiwillig viel Zeit im Heimbüro und habe wieder optimiert. Meine Sichteinlagen bei Banken sind auf das nötigste abgeschmolzen, Lebens- und Pensionsversicherungen hatte ich – gottlob – noch nie.

Das ist wichtig, weil die Gespenster der Wertvernichtung unmittelbar vor der Tür stehen. Eins ist die Inflation, ein zweites ist die Besteuerung in Form von Ablassbriefen, also Vermögenssteuer oder Zwangshypotheken.

Was der Aufmerksamkeit von Baerbock & Co. entgeht

Viele Leute gehen zu ihrer Bank. Da rate ich nicht zu. Die Hausbank hatte mir einen LV-Fonds aufgeschwatzt. Der läuft so, dass etwa 30 Prozent des investierten Geldes weg ist. Bei meiner zweiten Bank war ich cleverer. Den Luxemburg-Immobilienfonds mit der EU als Mieter hatte ich verschmäht, er läuft genauso grottenschlecht.

Meinem 90jährigen Vater hatte die Sparkasse eine Wette zu inversen Zinsen verkauft. Auch 50 Prozent Verlust! Drei verschiedene Banken, alle können nicht mit Geld umgehen. Man muss sich selbst kümmern. Auch Versicherungen kommen bei Inflation und Währungsreformen unter die Räder.

Leg nie alle Eier in einen Korb, sagte die Großmutter, und das gilt auch für das Vermögen. Es muss weise auf verschiedene Anlageklassen aufgeteilt werden. In vergangenen Erschütterungen ist die selbstgenutzte Immobilie immer verhältnismäßig gut weggekommen.

Vermietete Immobilien waren von 1924 bis 1990 nur ein Klotz am Bein, und sie werden das auch wieder werden. Ein Hektar Familienwald und ein Hektar landwirtschaftliche Fläche werden sich auszahlen. Wenn das Heizen zu teuer wird und Fleisch- bzw. Fahrverbote kommen, kann man sich dann wieder helfen.

Einige Leute machen immer Werbung für Silbersachen, insbesondere was die Tischkultur betrifft. Bestecke und Teekannen, aber auch Salver sind werthaltige Haushaltsgegenstände, die sich der Aufmerksamkeit von Saskia Esken, Annalena Baerbock, unserer Kanzlerin, Kevin Kühnert und Luise Neubauer von Fridays For Future entziehen. Auch ein paar mittelpreisige Gemälde an der Wand sind ein Wertaufbewahrungsmittel, das unter dem Radar des Finanzamts wegflutscht. Antiquitäten sind derzeit wirklich billig. Das wird nicht so bleiben.

Furcht vor einer neuen Blase

Seit März 2020 hatte ich mich im Stubenarrest mit Aktien beschäftigt und es hat sich gelohnt. Früher war ich mit Aktien ein paarmal auf die Nase gefallen, weil ich der Werbung und den Medien gefolgt bin. Zum Beispiel Telekom und Infineon in der Nemax-Blase 1998 bis 2000. Inzwischen lese ich die Bilanzen und sehe mir an, was die Jungs eigentlich machen. Und was die Werbetrommler empfehlen, kaufe ich grade nicht.

Bisher waren bestimmte breit gestreute ETFs eine gute Alternative zu Einzelaktien. Das muss man inzwischen relativieren, seitdem die Politik Einfluss auf die Zusammensetzung der Vehikel nimmt. Über das Thema denken gerade viele Experten nach. Man vermutet das Entstehen einer Blase, ähnlich der Nemaxblase am Ende des vergangenen Jahrtausends und der Bankenblase in der Mitte der Nullerjahre.

Ungleichgewichte zwischen gehypten und ungeliebten Unternehmen enden halt oft im Crash, weil sich manche Bewertungen von den Realitäten lösen. Wenn die Community eine Meinung dazu hat, werde ich einen Eintrag schreiben. 2020 hatten sich die ETFs sehr unterschiedlich entwickelt. Wenn man die Kryptowährungen mal weglässt, war von plus 120 Prozent bis minus 10 Prozent alles dabei. Zum Bitcoin mache ich keine Angaben. Davon habe ich keine Ahnung.

Es ist Zeit zum Handeln

Natürlich ist auch Gold eine sinnvolle Absicherung, aber bitte nicht über den Versandhandel gekauft und nicht im deutschen Bankschließfach gelagert. 1934 kam der Staat und hat die Fächer leergemacht. Der Versandhändler muss seine Verkaufsunterlagen 10 Jahre aufbewahren. Dann weiß die Vermögenssteuerabteilung, was man hat. Im Moment sind die Händler noch geschlossen, im Sommer rechne ich wieder mit offenen Geschäften. Gegen Gold wird immer eingewendet, dass es keine Zinsen trägt. Muss es auch nicht, es reicht, dass die Papierwährungen gegen Gold ständig heftig abwerten.

Es gibt eine große Trägheit. Die Sichteinlagen der Bundesbürger steigen jeden Monat um mehrere Milliarden Euro, wie die Daten der Bundesbank zeigen. Zeit zum Handeln. Geldsachen sollte man nie in Hektik machen, sondern überlegt und mit Ruhe. Noch sind Monate Zeit bis zur Bundestagswahl. Es ist egal, ob CDU oder Grüne den Kanzler oder die Kanzlerin stellen, der Sparer verliert so oder so.

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Über Wolfgang Prabel

Wolfgang Prabel über sich: "Ich sehe die Welt der Nachrichten aus dem Blickwinkel des Ingenieurs und rechne gerne nach, was uns die Medien auftischen. Manchmal mit seltsamen Methoden, sind halt Überschläge... Bin Kommunalpolitiker, Ingenieur, Blogger. Ich bin weder schön noch eitel. Darum gibt es kein Bild." Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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Ketzerlehrling
Ketzerlehrling
2 Monate her

Der Sparer, der Bürger, der Steuerzahler, in sehr vielen Fällen identisch, verliert noch mehr als bisher mit und durch eine grüne Regierung. Offenbar bettelt der Michel darum, denn die Grünen sind, angeblich, im Aufwand und nicht zu stoppen. Inwieweit hochgepusht durch die Medien, oder durch die Regierung, sprich Merkel, da ihr Wille, weiss man nicht, ist aber im Grunde unerheblich.

ruedi
ruedi
2 Monate her

“Drei verschiedene Banken, alle können nicht mit Geld umgehen.”
Die wissen sehr wohl, was sie tun. Sie wetten gegen ihre Kunden. Die Bank verdient, wenn der Kunde verliert. Es gab mal eine Investment-Strategie: Mach von allem, was Banken empfehlen, immer genau das Gegenteil. Hat immer funktioniert.

ruedi
ruedi
2 Monate her

die Vermögensabgabe ist längst beschlossen.
“WD 4 – 3000 – 041/20” – Drucksache der Wissenschaftlichen Dienste beim Deutschen Bundestag –
“Verfassungsmäßigkeit einer Vermögensabgabe zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen derCorona-Pandemie” stammt vom 9. April 2020 !!
D.h., das ist vermutlich schon Ende 2019 beauftragt worden.
Da war noch gar nichts mit “Pandemie”. Aber man hat schon mal prüfen lassen, wie man -rechtsstaatlich natürlich- den Leuten auf dem Konto rumbuchen kann. Wenn jemand die Lösungen prüft, bevor überhaupt das vorgebliche Problem besteht, dann sollten wir sehr vorsichtig sein.

PDF ist im Netz mit diesem Aktenzeichen auffindbar.

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