Die selbst verschuldete Wirtschaftskrise

Wirtschaftskrise / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: analogicus; https://pixabay.com/de/photos/baukran-kran-metall-ausleger-zwei-3703469/ Wirtschaftskrise / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: analogicus; https://pixabay.com/de/photos/baukran-kran-metall-ausleger-zwei-3703469/

Wir geraten in eine selbst verschuldete Wirtschaftskrise. Sie trifft vor allem die kleinen Unternehmen und wird erhebliche Auswirkungen auf den Wohlstand haben.

Mit zunehmender Dauer der Corona-Pandemie geriet vor allem in Deutschland die Wirtschaft immer stärker aus dem Blickfeld. Dabei hat gerade die Ökonomie seit März 2020 schere Einschnitte hinnehmen müssen. Damals brachen die Lieferbeziehungen zeitweilig vollständig zusammen. Auch die völlig anders agierende schwedische Regierung konnte dies nicht verhindern. In der ersten Hektik alles stillzulegen, war verzeihlich.

Doch sofort danach begannen in Berlin die Fehlleistungen. Der für solche Fälle zuständige Oberregierungsrat Stephan Kohn (Abteilung Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz, Referat KM4 im Innenministerium), der eine ausgewogene Krisenbewältigung anmahnte, wurde geext.

Wirtschaftskrise zeitigt Folgen für die Zukunft

Die Scharfmacher hingegen wurden, wie in Berlin schon lange Tradition, Berater. Ihr Credo lautete: „Wir dürfen die Intensivstationen der Krankenhäuser nicht überlasten.“ So wurden die seit Jahren zusammengesparten Intensivbetten zum Gral der Politik.

Mit zunehmender Dauer der Infektionswelle geriet die Wirtschaft immer stärker aus dem Tritt. Inzwischen stecken wir in einer veritablen Wirtschaftskrise. Destatis hat die Zahlen für das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2021 veröffentlicht. Es ist gegenüber 2020 um 3,3 Prozent gesunken, gegenüber dem Vor-Korona-Vergleichszeitraum 2019 sogar um 5,1 Prozent. Das ist in einer Staatswirtschaft, in der Haushalte randgenäht sind, verheerend, wie wir in den Folgejahren sehen werden.

Von den DAX-Konzernen betrifft das die wenigsten. Sie machen ihre Geschäfte überwiegend im Ausland. Diejenigen, die schon Zahlen für das erste Quartal vorgelegt haben, liegen gegenüber dem Vorjahr fast alle im Plus: BMW, Linde, BASF, Telekom, Infineon, Deutsche Bank.

Enteignung der Sparer durch Inflation

Die Wirtschaftskrise trifft vor allem die Kleinen. Das geht bei Zulieferern los und endet in den Krisenbranchen stationärer Handel und dem gesamte Tourismussektor.

So eine langgestreckte Durststrecke wird erhebliche Auswirkungen auf den Wohlstand haben. Noch wird mit der Notenpresse alles überdeckt, pro Monat hat der Bund 18 Milliarden Euro Kredit aufgenommen, zusätzlich wurde eine Steuererhöhung von zwei Milliarden Euro pro Monat – die Luftsteuer – eingeführt. Die Senkung des Soli macht dagegen nicht einmal 0,6 Milliarden Euro pro Monat aus.

Die SPD will eine Vermögenssteuer einführen, um die Löcher zu stopfen. Der Leiter des Flossbach von Storch Research Institutes, Prof. Thomas Mayer, glaubt an die Enteignung der Sparer durch Inflation.

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Über Wolfgang Prabel

Wolfgang Prabel über sich: "Ich sehe die Welt der Nachrichten aus dem Blickwinkel des Ingenieurs und rechne gerne nach, was uns die Medien auftischen. Manchmal mit seltsamen Methoden, sind halt Überschläge... Bin Kommunalpolitiker, Ingenieur, Blogger. Ich bin weder schön noch eitel. Darum gibt es kein Bild." Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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Hannes
Hannes
6 Tage her

“Wir” haben die bevorstehende Wirtschaftskrise doch nicht verschuldet.

“Wir” haben keinerlei Einfluss auf diese Entwicklung.

Es ist weltweit eine Handvoll Personen, die bestimmen ob die Menschen auf dieser schönen Erde in Frieden oder im Krieg, in angemessenem Wohlstand oder in Armut, in Freiheit oder in Unterdrückung leben.

“Wir” selber haben darauf keinen entscheidenden Einfluss.

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