Das Verhältnis von Staat und Wirtschaft

Ludwig Erhard / Quelle: Wikipedia; Bundesarchiv, B 145 Bild-F004204-0003 / Adrian, Doris / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE , via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_B_145_Bild-F004204-0003,_Ludwig_Erhard_mit_seinem_Buch.jpg Ludwig Erhard / Quelle: Wikipedia; Bundesarchiv, B 145 Bild-F004204-0003 / Adrian, Doris / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 DE , via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_B_145_Bild-F004204-0003,_Ludwig_Erhard_mit_seinem_Buch.jpg
 

Der Staat greift als ordnende Instanz in das Wirtschaftsleben ein. Gleichzeitig tritt er jedoch auch als Unternehmer auf. Was kann, was darf der Staat?

Die Wirtschaft ist ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Lebens und der Gesellschaft. Von dem Moment an, da Menschen auf der Erde erschienen, entstanden wirtschaftliche Beziehungen. Ein Mensch unterscheidet sich von anderen Lebewesen gerade dadurch, dass er die Welt nach seinen Bedürfnissen verändern und sich an die Lebensbedingungen um ihn herum anpassen kann.

Die Notwendigkeit eines öffentlichen Sektors in der Wirtschaft wird durch die Tatsache bestimmt, dass es einen bestimmten Teil des Wirtschaftsraums gibt, in dem der Markt nur teilweise oder überhaupt nicht funktioniert. Wir können also sagen, dass Marktversagen hauptsächlich darin besteht, dass er keine öffentlichen Güter schaffen, d.h. kollektive Bedürfnisse berücksichtigen, externe Effekte bekämpfen, Menschen mit den richtigen Informationen versorgen und soziale Probleme lösen kann.

Wie der Staat den Markt beeinflusst

Was aber heißt das für das Verhältnis von Staat und Wirtschaft? Der Markt ist von Unsicherheit geprägt, daher funktioniert das moderne Marktsystem nicht ohne die Intervention des Staates, der die Verantwortung für die Lösung der folgenden Aufgaben übernimmt:

  1. Schaffung relativ gleicher Bedingungen für die gegenseitige Konkurrenz  unternehmerischer Unternehmen;
  2. die korrekte Organisation des Geldumlaufs;
  3. Befriedigung eines Teils der kollektiven Bedürfnisse;
  4. Entschädigung oder Verhinderung von negativen Folgen des Marktes wie Inflation, Arbeitslosigkeit, Monopolisierung usw.;
  5. Finanzierung und Unterstützung der Grundlagenforschung;
  6. Unterstützung von Branchen, die mit einem erhöhten Risiko und einer erhöhten Unsicherheit verbunden sind, z. B. Durchbrüche im wissenschaftlichen und technischen Fortschritt, große Investitionsprojekte mit langer Amortisationszeit usw.;
  7. Regulierung des Arbeitsmarktes für die Reproduktion hochqualifizierter Arbeitskräfte;
  8. Durchführung der Außenwirtschaftspolitik, Regulierung der Zahlungsbilanz und der Wechselkurse.

Zusammenfassend können die folgenden wirtschaftlichen Funktionen des Staates in einer Marktwirtschaft unterschieden werden.

  1. Entwicklung, Annahme und Kontrolle der Einhaltung der Wirtschaftsgesetze, die die Rechtsgrundlage für Unternehmertum, Eigentumsrechte, Produktqualitätskontrolle und Umsetzung der Finanzpolitik bilden.
  2. Bildung einer multisektoralen Wirtschaft durch Denationalisierung und Privatisierung mit dem Ziel, einen für den Markt inakzeptablen Wirtschaftsmechanismus abzubauen.
  3. Ausfüllen von Freizonen vom Markt, d.h. Gewährleistung sozioökonomischer Rechte und sozialer Schutz, gerechte Verteilung von Einkommen und Ressourcen in der Gesellschaft, Produktion öffentlicher Güter und Güter mit unelastischer Nachfrage, Organisation internationaler Wirtschaftsbeziehungen usw.

Beschränkungen des staatlichen Einflusses

Natürlich gibt es Beschränkungen, über die hinaus die Aktivitäten des Staates ein Hindernis für die Entwicklung der Marktbeziehungen darstellen. Das ist vor allem der Bruch der Bindungen innerhalb des Marktmechanismus, das Überwiegen administrativer Regulierungsmethoden gegenüber wirtschaftlichen, die Ineffizienz der staatlichen Produktion und die Monopolisierung der Wirtschaftskraft.

Wir können sagen, dass der Staat die Probleme einer Marktwirtschaft in vier Hauptbereichen seiner Tätigkeit löst:

  1. Der Staat handelt als Unternehmer in einer Marktwirtschaft auf der Grundlage des Staatseigentums und der Verfolgung einer bestimmten Politik in diesem Bereich.
  2. Der Staat verfolgt eine Sozialpolitik, um die wichtigsten sozioökonomischen Probleme der Gesellschaft zu lösen.
  3. Der Staat trägt die Kosten für die Ausübung seiner Tätigkeit und verfolgt hierfür eine Haushalts- und Steuerpolitik.
  4. Der Staat beeinflusst den Zustand des Geldmarktes und die Investitionstätigkeit im Land durch die Umsetzung der Geldpolitik.

Ein öffentliches Unternehmen unterscheidet sich von einem privaten Unternehmen wie z.B. Casimba Online Slots odere andere Online-Angebote, die heutzutage so populär sind, hauptsächlich dadurch, dass es sowohl auf der Grundlage von Marktgesetzen als auch mit Nichtmarktmechanismen arbeitet.  Gewinn ein Marktanreiz, der jedoch für ein staatliches Unternehmen nicht erforderlich ist.

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