In der Corona-Pandemie verändert sich die Einstellung zur Arbeit

Corona-Pandemie / Projektarbeit / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: FreiPhotos, https://pixabay.com/de/photos/arbeitsplatz-team-gesch%C3%A4ftstreffen-1245776/ Corona-Pandemie / Projektarbeit / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: FreiPhotos, https://pixabay.com/de/photos/arbeitsplatz-team-gesch%C3%A4ftstreffen-1245776/

Aufgrund der Erfahrungen in der Corona-Pandemie wollen immer mehr Arbeitnehmer aus ihrem bisherigen Arbeitsalltag ausbrechen. Ihr Motto: Man lebt nur einmal.

In der westlichen Welt zeigt sich eine neue Welle der Kreativität bei Arbeitnehmern der Generation Y. Nach über einem Jahr im Home Office, in dem sie über ihre MacBooks gebeugt waren und zwischen Sauerteigbroten und Peloton-Fahrten immer wieder Zoom-Meetings ertragen mussten, wollen sie aus dem Trott ausbrechen und etwas ganz Neues wagen. Auch, wenn sie dafür die Sicherheit einer gut bezahlten Festanstellung aufgeben müssen. Einen Finanzbooster, um diesen Schritt zu wagen, gibt es dort.

Wenn diese Bewegung einen Slogan hat, dann ist es „YOLO“ – „You Only Live Once“, ein Akronym, das vor einem Jahrzehnt von dem Rapper Drake populär gemacht wurde und seitdem von fröhlichen Risikofreunden verwendet wird. Zu Deutsch heißt es “Man lebt nur einmal” und wird seit jeher als Rechtfertigung herangezogen, Wagnisse einzugehen, deren Ausgang unvorhersehbar ist oder sogar ein Desaster werden könnte.

Nach der Corona-Pandemie auf eigenen Beinen stehen

Der Begriff ist heute auch ein Meme unter Aktienhändlern auf Reddit, die ihn verwenden, wenn sie hochriskante Wetten eingehen. Der diesjährige GameStop-Handel war das archetypische YOLO. Allgemeiner ausgedrückt, charakterisiert der Begriff die Einstellung, die in den letzten Monaten eine bestimmte Art von gelangweilten Büroangestellten erfasst hat.

Einige geben ihre bequemen und sicheren Jobs auf, um ein neues Unternehmen zu gründen und endlich auf eigenen Beinen zu stehen. Andere verwandeln ihre Nebenbeschäftigung in einen Vollzeitjob. Manche lassen ihrer Kreativität komplett freien Lauf und vervollständigen ihr eigenes Drehbuch. Einige trotzen ihren Chefs, die sie wieder zurück im Büro an Ort und Stelle haben wollen und drohen sogar damit zu kündigen, wenn sie nicht arbeiten dürfen, wo und wann sie wollen.

Noch nie so viele Kleinanleger wie in der Corona-Pandemie

Viele verlassen sich dabei auf die Perspektiven nach der Pandemie. Sie sind ermutigt durch steigende Impfraten und einen sich erholenden Jobmarkt. Durch das geringe Freizeitangebot und den ausgefallenen Urlaub haben sie viel Geld gespart. Das hat ihre Risikobereitschaft erhöht. So hoch wie im Jahr 2020 war die Zahl der Kleinanleger bis dato noch nie. Und während einige von ihnen nur den Job wechseln, verlassen andere die Karriere-Tretmühle ganz.

Es bleibt nur zu hoffen, dass die vorausgesagte Inflation dem Ganzen kein jähes Ende setzt. Es wird erwartet, dass sich die Nachfrage vieler Produkte und Dienstleistungen nach Ende der Pandemie drastisch erhöhen wird. Hinzu kommt, dass eine nicht gerade geringe Möglichkeit besteht, dass die Finanzblase, von der nun so viele profitiert haben, letztendlich platzt.

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