Was Millionen Versicherten von Pensionskassen droht

Pensionskassen Alte Rente / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: Alexas_Fotos; https://pixabay.com/de/illustrations/alte-menschen-rentner-rente-geld-1553351/ Pensionskassen Alte Rente / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: Alexas_Fotos; https://pixabay.com/de/illustrations/alte-menschen-rentner-rente-geld-1553351/

Pensionskassen stehen unter verschärfter Beobachtung der BaFin. Ein zukunftsweisendes Finanzierungskonzept für Versicherte haben sie dennoch nicht gefunden.

Es gibt ja neben der gesetzlichen Rentenversicherung einen großen Korb von Instituten, die das Alter absichern sollen: Riestern, Rürup, betriebliche Altersvorsorge, Standeskassen von Freiberuflern, private Versicherungen und viele mehr. Sie werden bei der Bundesbank pauschal als „Pensionseinrichtungen“ geführt.

Pensionskassen setzen stärker als früher auf Privatmarktanlagen statt Staatsanleihen. Indexfonds bleiben bei allen institutionellen Gruppen beliebt, spart man doch die Arbeit der Auswahl von Anlagen.

Weniger Geld für die Versicherten von Pensionskassen

Die Pensionskassen sind in einer fatalen Lage, weil sie ihren Anwärtern in besseren Zeiten großzügige Zinsversprechen gaben. Die derweilen tatsächlich erwirtschaftete Verzinsung schwankt bei den Einrichtungen heute sehr stark, wie ja auch die Indexfonds sehr unterschiedlich schütten.

Der Exekutivdirektor Versicherungs- und Pensionsfondsaufsicht der Bafin, Frank Grund, sagte 2020 in einem FAZ-Interview, dass 135 Pensionskassen unter Aufsicht der Bafin stünden. Immerhin 36 erfreuten sich gar einer intensiven Beobachtung.

„Bei den 36 Kassen erwarten wir mittel- bis langfristig, dass Leistungskürzungen drohen, wenn die Träger oder Aktionäre keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung stellen oder es den Kassen nicht gelingt, ausreichende Renditen zu erwirtschaften.“ Für die Zukunft wird es also wohl weniger Geld für die Versicherten geben. „Wir arbeiten mit den Pensionskassen daran, dass sie im Bestand und im Neugeschäft – soweit noch nicht geschehen – den Rechnungszins deutlich reduzieren”, sagte Grund.

Im Folgenden habe ich aus den Datenbeständen der Bundesbank für die Regierungsperiode Merkel eine Übersicht in Milliarden Eur erstellt. Ist schon beeindruckend, wie die Ansprüche explodieren. R-Wert ist über 1 und Inzidenz exponentiell.

Okt 05 Jul 20
Passiva: Verbindlichkeiten gesamt 248,5 732,1
dar. Langfr. Ansprüche der Versicherten 237,7 643,2
nichtfinanzielle Aktiva 17 49,2
finanzielle Aktiva 242,2 682,9
dar. Schuldverschreibungen 22,6 81,1
dar. Kredite 19,5 29,2
dar. Investmentfonds 84,4 420,2
dar. Anteilsrechte 6,1 33,5
dar. Einlagen 101,9 80,3

Wer kennt syrische, somalische und afghanische Aktien?

Unter nichtfinanziellen Aktiva sind Sachwerte wie Bauten, Wälder usw. zu verstehen. Zu den Anteilsrechten gehören Aktien. Schuldverschreibungen können Unternehmens- oder Staatsanleihen sein. Wir sehen, dass die Versicherer vor allem in den Bereich der Indexfonds geflüchtet sind, um die versprochenen Zusagen zu erfüllen. Und die wurden in der Märzkrise 2020 und danach extrem unterschiedlich erfolgreich/erfolglos gemanagt.

Die Periode der risikolosen Anlage in Staatsanleihen ist vorüber. Derzeit müssen die Werktätigen in aller Welt die Ärmel hochkrempeln, um die Dividenden zu erarbeiten. Da kommt nicht mehr so viel Rendite raus, und wenn, dann nicht ganz ohne Risiko.

Die NGOs behaupten, dass wir Migtranten brauchen, um die Rente zu erarbeiten. Die Realität sieht anders aus. Die Rente wird entsprechend der obigen Tabelle in aller Welt erarbeitet, am wenigsten dort, wo die Migranten herkommen. Von syrischen, somalischen und afghanischen Aktien hat noch niemand etwas gehört.

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Über Wolfgang Prabel

Wolfgang Prabel über sich: "Ich sehe die Welt der Nachrichten aus dem Blickwinkel des Ingenieurs und rechne gerne nach, was uns die Medien auftischen. Manchmal mit seltsamen Methoden, sind halt Überschläge... Bin Kommunalpolitiker, Ingenieur, Blogger. Ich bin weder schön noch eitel. Darum gibt es kein Bild." Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

2 Comments
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Barbara
Barbara
6 Monate her

Würde man den Migranten im Vorfeld sagen, sie müssten hier für die Rentenkasse arbeiten, würde kein einziger hier einreisen, denn die erwarten bis zum lebensende vollumfänglich unterstützt zu werden.
Das belastet die Kassen erheblich, und das werden wir sehr bald zu spüren bekommen! Dieses Land ist tot, nur noch nicht umgefallen.

rieder josef
rieder josef
Reply to  Barbara
6 Monate her

Deutschland rettet die Welt………………