Ein Suizid kontrastiert das Selbstlob der Regierenden

Orchester / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: YannaZazu https://pixabay.com/de/photos/orchester-symphonie-b%C3%BChne-2098877/ Orchester / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: YannaZazu https://pixabay.com/de/photos/orchester-symphonie-b%C3%BChne-2098877/
 

Am 20.11.1990 schied Herbert Kegel, einer der größten Dirigenten der DDR, durch Suizid aus dem Leben. Eine eng mit der politischen Lage verwobene Tragödie.

Das Jahr 2020 hat es in sich, nicht nur, weil die Corona-Krise die Welt im Griff hat. Über der Pandemie tritt fast in den Hintergrund, dass es auch ein Gedenkjahr ist. Vor 250 Jahren wurden Ludwig van Beethoven und Georg Wilhelm Friedrich Hegel geboren. Am 3. Oktober jährte sich auch die Herstellung der politischen Einheit Deutschlands zum 30. Mal.

Darüber könnte fast in Vergessenheit geraten, dass 2020 auch ein Jahr des zweifachen Gedenkens an den Dirigenten Herbert Kegel ist: Vor hundert Jahren, am 29. Juli 1920, wurde er in Dresden geboren, vor dreißig Jahren, am 20. November 1990 beging er dort Suizid, knapp sechs Wochen nach dem Vollzug der deutschen Einheit.

Neben Kurt Masur war Herbert Kegel einer der namhaftesten Dirigenten der DDR. Er galt als strenger Chor- und Orchestererzieher und akribischer Arbeiter, der sich bei der Einstudierung eines Werks bis zur Erschöpfung verausgabte. Seine Leistungen schufen ihm auch internationale Anerkennung und Bewunderung. Besonders in Japan wird er bis heute verehrt, in Westdeutschland blieb er lange eher unbekannt. Er bezeichnete sich selbst als Romantiker, und doch galt ein Groß-, wenn nicht der Hauptteil seines Schaffens der zeitgenössischen Moderne, für die er sich vielen Uraufführungen leidenschaftlich einsetzte. Der Katalog seiner auf CD zugänglichen Einspielungen wächst bis heute ständig an.

Die Gestaltung von Kegels Konzertprogrammen war oft revolutionär und forderte seinem Publikum einiges ab – oft auch seinen Musikern und Sängern. So führte er beispielsweise Beethovens 9. Sinfonie nicht am Silvesterabend auf, weil er sich nicht damit abfinden wollte, dass das Publikum nach dem Gesang „Freude schöner Götterfunken“ nur hochgestimmt nach Hause zurückkehrt, sondern setzte das Werk auf den Vorabend des 1. Mai an, dem „Kampf- und Feiertag der Werktätigen“, wie er in der DDR bezeichnet wurde.

Vor der Beethoven-Sinfonie ließ er gerne ein herausforderndes Werk der zeitgenössischen Musik mit politischem Bezug spielen, so z.B. Paul Dessaus „Vietnam-Gesänge“ oder Arnold Schönbergs „Ein Überlebender von Warschau“. Dabei schloss Kegel die „Neunte“ jeweils direkt, ohne Pause, an das zeitgenössische Werk an. „Noch immer sind Beethovens Visionen Aufgabe, schaut Euch die Welt an“, mahnte er.[1]

Herbert Kegel leitete ab 1949 den Leipziger Rundfunkchor und ab 1953 das „Große Rundfunkorchester“ (die spätere Radio Philharmonie). Von 1960 bis 1978 war er Chefdirigent des Rundfunk-Sinfonieorchesters Leipzig, des ältesten deutschen Rundfunkorchesters. Unter diesem Namen, den es bis 1991 führte, präsentierte sich das 1946 neugegründete Funkorchester allerdings erst ab der Spielzeit 1954/55.[2] Von 1977 bis 1985 war Kegel Chefdirigent der Dresdner Philharmonie; für viele Aufnahmen mit diesem Orchester zog er auch „seinen“ Rundfunkchor Leipzig heran. Die Chef-Position in Dresden ermöglichte ihm auch, eher als die Position in Leipzig, Tourneen ins westliche Ausland.

Wendezeit und Globalisierung

Die persönliche Tragödie Herbert Kegels ist untrennbar mit der politischen Gesamtlage verwoben, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Mauerfall herrschte und mit der Art und Weise, in der die „Wende“ im Zeichen der Globalisierung vollzogen wurde.[3] Der Zusammenbruch der planwirtschaftlichen Systeme und das Ende des Kalten Kriegs lösten eine auftrumpfende Hochstimmung im Westen aus. Die wirtschaftliche Globalisierung stand auf der Agenda: US-Präsident George H.W. Bush proklamierte eine „Neue Weltordnung“, Francis Fukuyama, der Hof-Philosoph der amerikanischen Neokonservativen, verkündete den Sieg des American way of life und folglich das „Ende der Geschichte“.

Die „Charta“ dieser neuen Ordnung wurde im „Washington Consensus“ niedergelegt, dem 1989 formulierten, von neoliberalen Prinzipien durchdrungenen Programm zur Förderung von wirtschaftlicher Stabilität und Wachstum durch „Freihandel“[4] im Zeichen eines weitgehenden Rückzugs des Staates aus seinen wirtschaftlichen Regulierungsfunktionen. Der Washington Consensus wird von in Washington ansässigen mächtigen Institutionen wie dem US-Finanzministerium, der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) unterstützt.

Mit diesem dogmatischen Wirtschaftsprogramm sind jene immer wieder in die Kritik geratenen Maßnahmen zur „Strukturanpassung“ verbunden, die die in die Verschuldung geratenen Staaten immer weiter in die Krise führen, statt ihnen zu helfen: die Gewährung von Krediten und im Gegenzug die Kürzung der Staatsausgaben, der Abbau von Handelsbeschränkungen, die Deregulierung von Märkten und Preisen bis hin zur Abschaffung von Preissubventionen für Benzin, Nahrungsmittel und andere Grundbedarfsartikel, die Privatisierung öffentlicher Einrichtungen und der Infrastruktur, die Entmachtung der Gewerkschaften, Lohnkürzungen, Massenentlassungen (auf Globalisierungsdeutsch: „Freisetzungen“).[5]

Der Hartz IV-Umbau des Arbeitslosengeldes in Deutschland ist ein Ausfluss dieses neoliberalen Denkens, das von vielen als System der Bestrafung und Disziplinierung der Arbeitslosen angesehen wird, die zuvor „freigesetzt“ wurden. Anders als beispielsweise in Polen und Russland unter Präsident Boris Jelzin konnte Westeuropa jedoch nicht einfach im Sinne des Washington Consensus umgeformt werden, zu sehr waren hier noch die Strukturen des Wohlfahrtsstaates verankert, zu stabil noch immer die Wirtschaft trotz vieler Probleme, zu stark war noch die Zustimmung der Völker zu diesen Strukturen.

Dennoch ergriff neoliberales Denken und der damit einhergehende Jargon immer weitere gesellschaftliche Bereiche, etwa den Bildungssektor und die Kulturförderung. An manchen Universitäten der alten Bundesrepublik berauschte man sich im Zeichen des sogenannten „Bologna-Prozesses“, der Abwicklung von Instituten und der wirtschaftsgerechten Zuschneidung universitärer Studiengänge, an der „culture of competitiveness“. Es zählte nicht mehr, welche Werke ein Wissenschaftler geschrieben hatte, sondern die Zuteilung universitärer Mittel wurde von der Höhe der eingeworbenen Drittmittel abhängig gemacht. „Wissenschaftliche Exzellenz“ war die mit monetärer Bedeutung aufgeladene Devise jener Tage.

Kultur in der Wendezeit

In der politischen Wendezeit 1989/90 stellte sich die Existenzfrage für viele mitteldeutsche Kultureinrichtungen. Theater und Opernhäuser wurden zusammengelegt – auch in den alten Bundesländern – wobei sich der Einsparungseffekt allerdings oft kaum einstellte. Obwohl es in Mitteldeutschland nach wie vor eine hohe Orchesterdichte wie sonst in keinem Teil Deutschlands gibt, mussten die Orchester etwa ein Drittel der Planstellen nach der Wende abbauen.[6] Angesichts der bevorstehenden Neugründung des Mitteldeutschen Rundfunks war zeitweilig auch das Überleben der Rundfunkorchester nicht gesichert. Effektivität durch Einsparungen waren auch hier angesagt.

Dabei wurde völlig vergessen, dass es ja der Wettbewerb der großen und kleinen Landesherren und Städte in der Ära der „deutschen Kleinstaaterei“ war, dem Deutschland sein einmaliges und bewundertes „Alleinstellungsmerkmal“ als Land mit der weltweit größten Dichte an Orchestern, Theatern und Opernhäusern verdankt. Wettbewerb war damals gerade nicht verdrängend und zerstörerisch, sondern führte zum Reichtum an vielfältiger Kultur! Statt mit diesem Pfund zu wuchern, wurde die Kultur in der nach-wendezeitlichen neuen Weltanschauung erst einmal als Kostenfaktor angesehen.

„Das Rundfunk-Sinfonieorchester verstummt für immer“, lautete eine Zeitungsmeldung vom Juni 1990.[7] Noch kurz vor seinem 70. Geburtstag schrieb Herbert Kegel in einem Brief vom 23. Juli an den Präsidenten des Internationalen Musikrats, Georg Katzer: „Anläßlich meines bevorstehenden 70. Geburtstages schicken Sie mir eine Todesanzeige (meines) Leipziger Rundfunkchores – meines Lebenswerkes – und des Rundfunk-Sinfonieorchesters zu. Theoretisch könnten Sie gleich eine Grabstelle für mich … reservieren“[8].

Kegel hatte mit Depressionen zu kämpfen, seine dritte Ehe war gescheitert. Er fürchtete, nicht mehr arbeiten zu können. Aber mit 70 Jahren ist ein Dirigent noch gleichsam im besten Schaffensalter, und in Japan hätte man ihn immer wieder aufs herzlichste willkommen geheißen. Am 18. November 1990 unterzeichnete er zwar noch einen Vertrag für zwei Konzerte mit den Moskauer und Leningrader Philharmonikern, aber zwei Tage später nahm er sich das Leben.

Ein gutes Orchester kann man nicht beliebig auseinandernehmen und wieder anders zusammensetzen, ohne dass die Qualität leidet. Immer wieder berichten Dirigenten, dass bestimmte Sinfonieorchester, zu denen sie nach mehrjähriger Pause zum gemeinsamen Konzertieren zurückkehrten, noch den gleichen unverwechselbaren Klang besaßen, obwohl in der Zwischenzeit viele Mitglieder in den Ruhestand verabschiedet wurden und neue, junge Musiker ihren Platz übernommen hatten.

„Corporations never die“, schrieb der Rechtshistoriker Henry Maine im fünften Kapitel seines 1861 erschienen Werkes „Ancient Law“. Er dachte dabei nicht nur an Firmen, sondern vor allem auch an die Familienformen in ihrer überindividuellen Verfassung. Sicher, konkrete Firmen können mit anderen verschmolzen oder schlicht liquidiert werden, Familien sterben aus.

Es ging Maine um die Idee, die legale Fiktion hinter der auf Dauer gestellten Institution. Auch Sinfonieorchester sind solche überindividuellen Quasi-Organismen, sofern sie eine Geschichte, eine Tradition besitzen und nicht nur ad hoc für eine bestimmte Aufführung, eine Plattenaufnahme zusammengewürfelt wurden. Die älteren Mitglieder nehmen die neuen unter ihre Fittiche, üben sie in den spezifischen Klang ein – wenn die „Chemie stimmt“.

Ob Herbert Kegel auch dann Suizid begangen hätte, wenn er in die Zukunft hätte sehen können, werden wir natürlich niemals erfahren. Es ging ja weiter in Leipzig, mit dem MDR-Sinfonieorchester und dem MDR-Rundfunkchor. Aber dass die Existenz großer Kultureinrichtungen vom Range des Rundfunkchors und des RSO Leipzig überhaupt in Frage gestellt wurde, ist kein Ruhmesblatt für ein so reiches Land wie Deutschland.

Der Suizid als Kontrapunkt zur Politik

Was die wirtschaftliche Wertschöpfung anlangt, so dürfte die Kultur mit ihren subventionierten Orchestern, Theatern und Opernhäusern eher wenig ins Gewicht fallen, umso mehr aber ihr ideeller Wert, gerade in Krisenzeiten. Das gilt auch für Gegenwart, den drohenden Verlust vieler Kultureinrichtungen und die Zerstörung von Künstlerexistenzen als Folge der Corona-Krise, in der manche Politiker „Extrawürste“ für die Kulturszene ablehnen.[9] Oft sind es die gleichen Politiker, die sich bei anderer Gelegenheit gerne für Pressefotos mit Künstlern ablichten lassen.

Es gibt nicht mehr vieles, wodurch unsere säkularen Gesellschaften heute noch zusammengehalten werden. Die Einstimmung auf die gemeinsame Kultur wäre ein Weg, Trennendes zu überwinden und den Sinn für das Gemeinsame zu stärken. Kein geringerer als Antonio Gramsci hatte ja einst im Anschluss an den italienischen Literaturkritiker und Politiker des Risorgimento, Francesco de Sanctis, die Kultur eines Landes eine „laizistische Religion“ genannt. Dies verlange „eine neue Einstellung gegenüber den Volksklassen, einen neuen Begriff davon, was ‚national‘ sei … umfassender, weniger exklusiv, weniger ‚polizeimäßig‘ sozusagen“[10].

Nach der Wiedervereinigung bot sich die Chance, mit solch einer „neuen Einstellung“, auch durch die Pflege der Kultureinrichtungen, einen Staat zu schaffen, in dem den Erfahrungen der DDR-Bürger mit dem Respekt begegnet würde, der gleichberechtigten Landsleuten zukommt, die sich ja nicht aussuchen konnten, in welchem Teil Deutschlands sie geboren wurden. Stattdessen wandte man sich ihnen mit paternalistischer Geste zu, lautet Jens Biskys bitteres Fazit: „Man schüttelt den Kopf über die aus der Art geschlagenen Kinder, sieht sie als hilfsbedürftige Opfer mitleidig an. Äußern sie Unzufriedenheit oder Wut, springt eine Schar von Fachleuten herbei: Ein Schmeichler, der ihre Leistungen lobt, ein Völkerkundler, der ihre Eigenarten erklärt, ein Sozialingenieur, der Patentrezepte präsentiert, ein Löwenbändiger, der das ‚böse Tier‘ Ost zu besänftigen sucht … Nähme man den Ostdeutschen als Bürger ernst, müsste gemeinsam über einen Neuanfang gestritten werden“[11]. Hat sich bis in die Gegenwart daran etwas geändert?

Herbert Kegel sah keinen Neuanfang für sich im geeinten Deutschland. Auch deshalb sind sein Leben, sein Wirken und sein tragischer Tod eine Mahnung, ein Kontrapunkt zu all dem Selbstlob der Regierenden aus Anlass der 30. Wiederkehr des Jahrestags der Wiedervereinigung. Es gilt, über die Art und Weise nachzudenken, in der die staatliche Einheit hergestellt wurde. Herbert Kegel hat einen Anspruch darauf, dass 2020 auch seiner gedacht wird, und dies nicht nur, weil er ein großer Künstler war.

 

Eine kürzere Fassung dieses Artikels erschien am 28. August 2020 auf der Plattform Forum of World Cultures in meiner Kolumne „Art Matters“ unter dem Titel „In memoriam Herbert Kegel. Eine Künstlertragödie in der Wendezeit“.

 

[1] Helga Kuschmitz: Herbert Kegel – Legende ohne Tabu. Ein Dirigentenleben im 20. Jahrhundert. – Altenburg: Kamprad, 2003, S. 90.

[2] Zur Geschichte des RSO Leipzig, siehe Jörg Clemen, Steffen Lieberwirth: Mitteldeutscher Rundfunk. Die Geschichte des Sinfonieorchesters. – Altenburg: Kamprad, 1999.

[3] Rainer Mausfeld: Die Einheit – ein kapitalistisches Übernahmeprojekt. Telepolis, 29.September 2020. https://www.heise.de/tp/features/Die-Einheit-ein-kapitalistisches-Uebernahmeprojekt-4914128.html. Zugriff 30. September 2020.

[4] Hinter der beschönigenden Formel „Freihandel“ verbirgt sich allzu oft die Tatsache, dass die Kreditnehmerländer des Südens zwar ihre Märkte für die Produkte der Geberländer öffnen mussten, die Geberländer aber ihre Märkte protektionistisch für die Produkte der Nehmerländer abschirmen.

[5] Siehe z.B. statt vieler die Enthüllungen des ehemaligen „ökonomischen Auftragskillers“ John Perkins: Confessions of an Economic Hit Man. – London: Random House, 2005; Ders.: The Secret History of the American Empire. – London: Plume/Penguin, 2007.

[6] Niels Buda: Orchester Mitteldeutschlands in Zahlen und Grafiken. MDR, 21. September 2020. https://www.mdr.de/mdr-klassik-radio/klassikthemen/orchester-mitteldeutschland-grafiken-daten-100.html. Zugriff 9. November 2020.

[7] Clemen und Lieberwirth, Mitteldeutscher Rundfunk, S. 144.

[8] Kuschmitz, Herbert Kegel, S. 132.

[9] Rainer Striewski: Corona-Schließungen: Ministerin lehnt „Extrawürste“ für Kulturszene ab. WDR, 6. November 2020. https://www1.wdr.de/nachrichten/landespolitik/corona-auswirkungen-kultur-nrw-pfeiffer-poensgen-100.html. Zugriff 9. November 2020.

[10] Antonio Gramsci: Gedanken zur Kultur. – Leipzig: Reclam, 1987, S. 31.

[11] Jens Bisky: Die deutsche Frage. Warum die Einheit unser Land gefährdet. – Berlin: Rowohlt, 2005, S. 33.

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Über Thomas Bargatzky

Prof. Dr. Thomas Bargatzky lehrte von 1990 bis zu seiner Pensionierung 2011 Ethnologie an der Universität Bayreuth. Zuvor hatte er Lehrstuhlvertretungen in Tübingen und Heidelberg inne. Er unternahm Forschungsreisen in den Südpazifik und den Südwesten der USA. Seit mehreren Jahren beschäftigt er sich mit sicherheitspolitischen Fragen. Gegen Ende des Jahres soll sein neues Buch "Der Große Wahn. Der neue Kalte Krieg und die Illusionen des Westens" erscheinen. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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Wolfgang Hartmann
Wolfgang Hartmann
4 Tage her

Nun, einen “Neuanfang” kann man wohl in seinem Alter damals nicht erwarten. Aber er hatte ja schon so viel erreicht und das haette wohl hinreichend lebenswert sein koennen. Er hatte ja auch Freunde und Unterstuetzer und Familie.

Thomas Bargatzky
Thomas Bargatzky
Reply to  Wolfgang Hartmann
3 Tage her

Herr Hartmann: Unabhängig von Herbert Kegels persönlicher Situation damals, die ich ja nicht kenne: Es hätte bestimmt einen Neuanfang für ihn gegeben, oder ein Weitermachen. Für den wenige Jahre jüngeren Kurt Masur gab es das ja auch. Und mit 70 ist ein Dirigent wirklich gleichsam im “besten Alter”. Der 93jährige Herbert Blomstedt steht heute noch am Pult, in den USA, Europa und Fernost (soweit es die Corona-Einschränkungen erlauben).

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