Trumps Wirtschaft auf Rezessionskurs

Donald Trump / See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ADonald_Trump_official_portrait_(cropped).jpg Donald Trump / See page for author [Public domain], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ADonald_Trump_official_portrait_(cropped).jpg

 

Es gibt keinen positiven Trump-Effekt auf die US-Wirtschaft. Die Geschäftstätigkeit des Dienstleistungssektors bricht ein. Die USA gleiten in die Rezession.

Im zweiten Quartal dieses Jahres hat das US-Bruttoinlandsprodukt um 4,1 Prozent zugenommen. Dieses Wirtschaftswachstum wurde durch Einmaleffekte beflügelt. Im Kern handelte es sich dabei um Reaktionen auf die protektionistischen Maßnahmen von US-Präsident Donald Trump. Dennoch hat Trump die Veröffentlichung dieser Zahlen zum Anlass genommen, per Twitter-Meldungen eine Siegerrunde zu drehen.

Die in der vergangenen Woche erfolgte Veröffentlichung des US-Einkaufsmanagerindex legt nun die Vermutung nahe, dass Trump bald keinen Grund mehr haben wird, sein Triumphgeheul erklingen zu lassen.

Starke Rückgänge der Geschäftstätigkeit

Denn der Einkaufsmanagerindex des US-Dienstleistungssektors zeigt starke Rückgänge der Geschäftstätigkeit, des Auftragseingangs und der Auftragsbestände. Alle drei Komponenten sind um mehr als 5 Punkte gefallen. Das gab es zuletzt im Oktober 2001, also während einer Rezession und im Anschluss an die Terroranschläge auf das World Trade Center in New York.

Der kanadische Ökonom David Rosenberg, den ich in meiner Zeit bei Merrill Lynch als deren Chefvolkswirt schätzen gelernt habe, weist darauf hin, dass dieser Rückgang der Geschäftstätigkeit der stärkste monatliche Einbruch seit November 2008 ist. Damals befand sich die Weltwirtschaft bereits tief in einer Rezession und die Finanzkrise strebte ihrem Höhepunkt entgegen.

USA schon auf dem Weg in die Rezession

Laut Rosenberg habe sich die Wirtschaft in 80 Prozent der Fälle, in denen dieser Indikator so deutlich gefallen ist wie jetzt, bereits in einer Rezession befunden. Es wird also wieder sehr, sehr spannend in Bezug auf die Entwicklung der Weltwirtschaft und damit auch an der Wall Street.

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Über Claus Vogt

Claus Vogt ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Krisensicher Investieren“. Zusammen mit Roland Leuschel schrieb er die Bücher „Das Greenspan-Dossier“, „Die Inflationsfalle“, „Bitcoin & Co. - Finte“ oder „Neugestaltung des Geldsystems?“. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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waltomax
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Logisch Gäbe es keine Rezession, dann wären all die Sanktionen und Zölle unnötig, mit denen besonders Trump die Welt überzieht. Der Währungskrieg hat vor allem den Sinn, den Dollar als sicheren Hafen verkaufen zu wollen. Denn die USA benötigen jeden Tag mehrere Milliarden an Geldzufluss aus dem Ausland. Sonst sind sie sehr schnell in der Pleite und auch politisch handlungsunfähig. Denn viele staatlichen Organe der USA funktionieren nur auf Pump der nötigen Mittel im Ausland. Da nimmt man es eben hin, dass ein teurer Dollar die US-Exporte verteuert. Die USA treffen mit ihrer perfiden Methode, den Dollar seit 1913 durch… Read more »

R. B.
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R. B.

Nun ja, was den Rücken zur Wand bei der RF betrifft, wäre ich doch etwas zurückhaltender.
Das am wnigsten verschuldete Industrieland sehe ich bei weitem nicht so problematisch. Das ganze hat einen positiven Effekt.
Die Russen werden gezwungen a. ihr Finazsystem zu optimieren zur Verrechnung mit dem Rest der Welt und b. ein Russland kann man extrem sanktionieren. Diese Zeiten sind vorbei.
Es gibt Probleme mit den Sanktionen, natürlich, denn die Welt ist miteinander wirtschaftlich verquickt, aber das bekommen die usppa als Retoure eher oder später präsentiert.

waltomax
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Die USA – Ein failed state Die Welt ist besser damit bedient, sich von einem mächtigen Pickel am Hintern zu verabschieden. Warum soll man einen fetten Mitesser mit durchschleppen, ohne den man zumindest genauso gut -wenn nicht besser- seine Geschäfte machen könnte. Das einzige, was die USA in die Welt exportieren, das ist Chaos und Krieg, um ihre Rüstungswirtschaft am Laufen zu halten. Die paar Baumaschinen und Chips sind geschenkt. Worauf läuft denn alles hinaus? Der Parasit wird die Welt nun offen zwingen wollen, ihn bei vorgehaltener Waffe weiter zu alimentieren. Es wird Zeit, die USA als den größten Terrorstaat… Read more »

fofo
Gast
fofo

“..und Chips sind geschenkt”

Das Imperium hat die Lieferketten unter seinen Vasallen geschickt aufgeteilt, was gut am fast sofortigen Bankrott von ZTE zu erkennen ist, nachdem Trump die Lieferung einzelner Bauteile voruebergehend untersagt hat. Insofern ist das Erpressungspotential beachtlich. Es waere auch gut moeglich, dass China provoziert werden soll sich in diesem Zusammenhang Taiwan einzuverleiben.

waltomax
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Was den USA den Rest geben wird Die Welt kauft Gold. Besonders die Chinesen und Russen streben eine (zumindest partiell) goldgedeckte Währung an. Grund ist das begründete Misstrauen in die Stabilität und Werthaltigkeit des Dollar. Dabei trennen sich besonders die Russen sehr schnell von US – Staatsanleihen. Das untergräbt den Dollar als Weltleitwährung, worauf die USA bisher immer mit Krieg geantwortet haben. Doch was ist weit gefährlicher für die USA, als die langsame Abschaffung des Dollar als Leit- und internationale Handelswährung? Die USA sind weniger auf Exporte angewiesen, als vielmehr auf ein glattes Funktionieren ihrer Binnenwirtschaft. Der US – Konsument,… Read more »

waltomax
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Wie es laufen wird Die USA haben seinerzeit Japan von seinen Olimporten über See angeschnitten und das Kaiserreich auf diese Weise zum Krieg gezwungen. Man wird seine Bemühungen steigern, den Iran vom Welthandel und den internationalen Finanzströmen abschneiden. Der Versuch, das Regime im Iran durch Provokation nach dem Muster Ukraine zu stürzen, wird intensiviert. Ziel ist es, den Iran zum Schließen der Straße von Hormus zu provozieren. Dann werden USA und Verbündete die Straße mit Gewalt öffnen und dabei “strategische Ziele” im Iran bombardieren. Der Iran wird die westlichen Kriegsflotten im Persischen Golf und am Golf von Aden mit russischen… Read more »

R.B.
Gast
R.B.

Dürfte wohl etwas zu kriegslüstern sein…die Zeiten wo die usppa schalten und walten konnten sind wohl auf ewig dahin…Iran anzugreifen dürfte wohl für die usppa-amis genau so ausgefallen sein wie NK zu überfallen.
Iran hat seine Streitkräfte und Rüstungsindustrien gut im Griff und produziert fast alles selbst…das China und Russland kein Land mehr überfallen lassen so einfach auf “Teufelkommraus” haben sie wohl eindeutig bereits erklärt..
die Verluste für die usppa sind dabei nicht zu unterschätzen…eins verkraften die Größenwahnsinnigen aus Nordamerika auf keinen Fall…nämlich Verluste in Größenordnungen…

Hajo Blaschke
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Hajo Blaschke

Mit Kaiserreich, Japan und Abschneiden von Ölimport liegen Sie falsch. Im 1. Weltkrieg war Japan Kriegsgegner von Deutschland. Die meinen den 2. Weltkrieg. Und den Angriff Japans auf Pearl Harbour.

Anton Vogel
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Anton Vogel

Nun ewig kann diese Wachstumsblase ja nicht wachsen. Irgend wann ist Schluss mit grenzenlosen Konsum. Die Wirtschaft wächst ja schon seit einigen Jahren verdeckt infalational. Waren (Autos auf alten Flugplätzen, Lagerhallen voll Handys und anderen Elektronikartikeln) werden auf “Halde” gelagert. Außerdem kommen immer mehr Menschen dahinter, das wir nur eine Erde haben. Früher hat man in solchem Fall versucht zu Expandieren/Erobern oder einen möglichst großflächigen Krieg vom Zaun zu breche. Nun den ehem. Ostblock hat man ja überrannt. Nur mit dem Krieg klappt es nicht so. Keiner will so recht Mitspielen. Der Putin nicht, der Kim nicht, die Mullhas nicht.… Read more »

Greenhoop
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Greenhoop

Armstrong schreibt es schon lange… https://www.armstrongeconomics.com/markets-by-sector/foreign-exchange/usd/the-shortage-of-us-dollars/ Was die Menschen verstehen müssen, ist, dass sich die Federal Reserve in die entgegengesetzte Richtung in Bezug auf ihre Geldbasis bewegt. Die angepasste Geldbasis ist die Summe der im Umlauf befindlichen Währungen (einschließlich Münzen) außerhalb der Federal Reserve Banks und des US-Finanzministeriums, zuzüglich der Einlagen von Depotbanken bei den Federal Reserve Banks. Diese Daten werden um die Auswirkungen von Änderungen der gesetzlichen Mindestreservepflicht auf die Menge der von den Verwahrstellen gehaltenen Basisgelder bereinigt. Dies erreichte seinen Höhepunkt mit dem Economic Confidence Model turn im Jahr 2015 am 1. Oktober. Die Fed hat ihre Bilanz… Read more »

waltomax
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Der US – Konsument ist abgebrannt, der US-Markt wird uninteressant. Zölle sorgen für erschwerten Absatz in den USA und verteuern das Angebot. Da wird noch weniger gekauft. Das hat mit der Dollarmenge mal gar nichts zu tun, sondern ist ein realwirtschaftliches Problem. Der Vertrauensverlust in die Bonität der US-Kundschaft läßt sich nach anderen Märkten umsehen. Trump nervt extrem und verkompliziert den Handel zusätzlich. Fazit: Mit solchen Arschgeigen handelt man einfach nicht mehr. Was nun den Vertrauensverlust in den Dollar betrifft, so hat dieser schon längst eingesetzt. Die Welt strebt als Handelswährung einem Währungskorb zu und will den Dollar als Leitwährung… Read more »

Greenhoop
Gast
Greenhoop

Kann ein Land in seiner eigenen Währung pleite gehen ? Ein Staat, der in eigener Währung verschuldet ist, kann aus Gründen der Logik nicht pleite gehen, da Einnahmen und Ausgaben im Einklag stehen. Die USA hatten früher mal ein Problem, als der Dollar noch an Gold gebunden war. Das Problem bestand darin, dass nicht alles Gold auf der Welt den USA gehörte. Sie waren also pleitegefährdet. Dieses Problem hat Nixon jedoch gelöst, als er die Golddeckung des Dollar aufgab. Auch für die USA wird es einen Reset geben, der kommt aber ganz zum Schluss, dann wenn alle anderen schon am… Read more »

fofo
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fofo

“Die USA sind pleite und der Dollar ist wertlos”

Der Dollar ist wertlos stimmt. Pleite sind die USA nicht weil die anderen so dumm waren sich in Dollar zu verschulden und deshalb kurzfristig eine Nachfrage nach Dollar besteht. Ich nenne es mal “dumm”, obwohl es nicht Dummheit ist, weil das Spielchen eigentlich bekannt ist. Dennoch wiederholt es sich immer wieder weil es einer Minderheit Gewinne einfaehrt, die dann auf die Allgemeinheit umgelegt werden. Eigentlich muesste jeder Staat der auf sich haelt Fremdwaehrungskredite verbieten.

firenzass
Gast
firenzass

Waere jetzt auch in Stimmung fuer Uganda Teil II

Wayne Podolski
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Herr Rosenberg, gehen Sie doch mal zum Arzt und lassen ihr Trump Derangement Syndrom behandeln.

Stiller Leser
Gast
Stiller Leser

Wie man die Wirtschaft eines Landes zerstört kann man an Bayer sehen:
https://www.mmnews.de/wirtschaft/84163-glyphosat-vernichtet-bayer

Trost für alle: es dauert nicht mehr lang – das Ende ist nah!!! Ironie Ende

dragaoNordestino
Gast

@Stiller Leser

Wie man die Wirtschaft eines Landes zerstört kann man an Bayer sehen:

Niemand will da die Wirtschaft eines Landes zerstören… Reine Habgier und Macht, Kartellmacht hat doch die ignorante Bayer dazu getrieben, Monsanto auf zu kaufen..

Das da mit dem Glyphosat etwas nicht stimmt.. siehe Brasilien / Argentinien (sind Klagen ganzer Ortschaften hängig) und auch die USA, weis man doch schon seit Jahren.

Also bitte, nicht alles vermischen

Karl Bernhard Möllmann
Gast
Karl Bernhard Möllmann

. . . Die BAYER-Manager haben sich verarschen lassen – denn der anrollende KLAGEN-TSUNAMI gegen MONSANTO & GLYPHOSATH war ja eigentlich kaum zu übersehen . . . ! . Allein in den USA sind es rund 150 Milliarden Dollar an Schaden-Ersatz – die auf BAYER zurollen . . . ! . ABER “ROUNDUP” von MONSANTO war ein hoch gefährlicher Renner – der rund um den gesamten Planeten als angeblich “UNGEFÄHRLICH” verkauft wurde! . Mir war von der ersten Sekunde der Verkaufs-ABSICHT von Monsanto klar – daß die RATTEN DAS SINKENDE MONSANTO-SCHIFF, so schnell wie möglich los werden wollten – BEVOR… Read more »

fofo
Gast
fofo

Nehme an wenn Moelle (und fofo) es gewusst haben ist es nicht Dummheit vom Management, sondern etwas anderes im Spiel.