Furcht vor Flüchtlingen im Freibad
Furcht vor Flüchtlingen im Freibad

Furcht vor Flüchtlingen im Freibad

Berliner Strandleben im Freibad, Aquarell von Heinrich Zille, 1901 / Quelle: Heinrich Zille [Public domain], via Wikimedia Commons; https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b5/Berliner_Strandleben_Heinrich_Zille.jpg Berliner Strandleben im Freibad, Aquarell von Heinrich Zille, 1901 / Quelle: Heinrich Zille [Public domain], via Wikimedia Commons; https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b5/Berliner_Strandleben_Heinrich_Zille.jpg
Aus ganz Deutschland kommen Meldungen über sexuelle Belästiungen in Freibädern. Die Opfer sind immer junger Mädchen – und die Täter meistens Asylbewerber.

Was waren das noch für kuschelige Zeiten, als man als Kind, Jugendlicher oder auch Erwachsener unbeschwert im Freibad Sonne und Wasser genießen konnte. Wie das beim nächsten Besuch demnächst in jedem Bad sein könnte, haben in der letzten Hitzewoche die Badegäste im Freibad von Kirchheim/Teck miterleben dürfen.

Das Verhalten von Schutzsuchenden in Freibädern ist nicht nur im Kirchheimer Freibad – sagen wir mal – eigenartig, aber die Vorfälle am 20.07.2016 sollen exemplarisch und kurz beleuchten, was nicht nur im Freibad, sondern in vielen Situationen des Alltags auf unsere immer noch westlich geprägte Gesellschaft zukommen wird.

Mehrere Polizeistreifen im Einsatz

Eigentlich war die Polizei ins Kirchheimer Bad ausgerückt, um einen renitenten Badegast (im Kirchheimer Teckboten noch sehr neutral als „Jugendlicher“ tituliert)[1] zum Verlassen des Freibads zu bewegen:

„Am Mittwochnachmittag, gegen 17.20 Uhr, ist es im Kirchheimer Freibad in der Jesinger Straße zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Ein jugendlicher Badegast hatte sich am Nachmittag wiederholt nicht an die Sicherheitsregeln des Freibads gehalten und wurde vom Bademeister bereits mehrfach erfolglos ermahnt. Als der Bademeister dem jungen Mann ein Hausverbot erteilte, weigerte sich dieser zu gehen. Deshalb wurde die Polizei zur Unterstützung gerufen. Gegenüber den Polizisten verweigerte der Jugendliche beharrlich die Angabe seiner Personalien und sollte schließlich zur Klärung seiner Identität auf das Polizeirevier gebracht werden. Am Ausgang sperrte sich der Jugendliche gegen die Maßnahme und nahm eine drohende Angriffshaltung gegenüber den Polizisten ein. Mit einfacher körperlicher Gewalt konnte er überwältigt und in Gewahrsam genommen werden. Dabei wurden zwei 25 und 44 Jahre alte Polizeibeamte leicht verletzt.
Eine Gruppe von etwa dreißig umstehenden Badegästen heizte das widerspenstige Verhalten des Jugendlichen weiter an und beschimpfte die Polizisten übelst. Ein Bademeister hielt die Badegäste zurück. Dabei wurde der Bademeister von einem der Badegäste am Hals gepackt und umgestoßen. Auf der Dienststelle klärten die Polizisten die Identität des in Notzingen wohnhaften 17-Jährigen. Gegen den Jugendlichen und den noch nicht identifizierten Badegast wird wegen Körperverletzung ermittelt.“

Allein durch diesen Vorfall mussten mehrere Polizeistreifen zusätzlich anrücken. In der gedruckten Eßlinger Zeitung vom 22.07.2016 wird inzwischen relativ offen von einem „Flüchtling“ aus Mali gesprochen, der keine Anstalten machen wollte, sich an irgendeine Regel des Badebetriebs zu halten. Die Gruppe der dreißig umstehenden „Badegäste“, die den Widerstand des Flüchtlings anfeuerte und aus der heraus es dann zu einem Angriff auf einen Bademeister kam, bestand ausnahmslos aus Menschen mit „Migrationshintergrund“. Der Angreifer aus der Gruppe wurde später als 19-jähriger „Deutsch-Iraner“ identifiziert.

Als die Polizei aber dann in voller Stärke vor Ort war, kam es unter den deutschen Badegästen, vor allem einigen Müttern, zu einer Art Dammbruch: man wollte nicht mehr unter der Decke halten, was sich vorher bzw. parallel zu dem Vorfall mit dem Schutzsuchenden aus Mali noch alles abgespielt hatte:[2]

„Fünf Mädchen im Alter zwischen zehn und 14 Jahren haben sich laut Polizei bisher gemeldet, weil sie ihren Angaben zufolge von verschiedenen Männern im Alter von etwa 20 bis 30 Jahren sexuell belästigt wurden. Ihnen seien im Strömungskanal zum Teil die Bikinioberteile und -hosen vom Leib gezerrt worden, die Täter hätten sie unsittlich an den Brüsten, am Po und im Schritt berührt, und in einem Fall soll ein etwa 25 bis 30 Jahre alter Mann sein erigiertes Glied an einem der Mädchen gerieben haben. ,Teilweise unter Tränen und völlig aufgelöst’ haben sich die Mädchen und ihre Mütter laut [Polizeisprecher] Sven Heinz den Beamten offenbart.
Aufgrund von Zeugenhinweisen ist ein 21-jähriger Asylbewerber aus dem Irak identifiziert worden, der einer Elfjährigen an den Po gefasst haben soll. Ein weiterer Tatverdächtiger – sein Alter wird mit Anfang 20 beschrieben –, der vom Bademeister zur Rede gestellt wurde, konnte sich im allgemeinen Tumult aus dem Staub machen. In allen Fällen seien die Täter als „arabischstämmig“ beschrieben worden (…).“

Freier Eintritt für Sittenstrolche

Vergleichbare Vorfälle werden aus ganz Deutschland berichtet. Hier seien nur einige wenige Beispiele genannt: In Mönchengladbach meldeten sich acht Frauen wegen sexueller Belästigung im Freibad bei der Polizei. Mindestens zwei Täter sollen Flüchtlinge sein.[3] In Augsburg begrapschte ein Asylbewerber eine Elfjährige auf der Wasserrutsche.[4] Ebenfalls auf der Wasserrutsche belästigte ein Asylbewerber ein elfjähriges Mädchen im bayerischen Donauwörth.[5] In einem Erlebnisbad in Norderstedt sollen zwei Asylbewerber aus Afghanistan ein 14jähriges und ein 18järiges Mädchen vergewaltigt haben.[6]

Über die Vorfälle in ihrem Freibad zeigte sich die Kirchheimer Oberbürgermeisterin „entsetzt“. Was sollte sie auch anderes tun? Es werden Maßnahmen angekündigt, der Bürger soll sich wieder sicher fühlen (zitiert weiterhin aus der Stuttgarter Zeitung):

„Es gelte jetzt, ,hart durchzugreifen’, sagte sie auf Anfrage unserer Zeitung. Es könne nicht angehen, ,dass Eltern Angst haben müssen, ihre Kinder ins Freibad zu lassen’. An heißen und belebten Tagen seien deshalb künftig Sicherheitskräfte im Bad präsent. Zudem seien die Bademeister angewiesen, schneller von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Verweise auszusprechen. Ferner sollen die Bademeister schneller die Polizei rufen. Außerdem sei ab sofort strikt untersagt, im Strudelkanal stehen zu bleiben, um vorbeischwimmende Mädchen begrapschen zu können. Wer sich dem widersetze, müsse das Bad unverzüglich verlassen.
Allein die Verhaltensregeln, die nach Angaben der Rathauschefin bereits an verschiedenen Stellen der Einrichtung aushängen, hätten offenbar nicht die erhoffte Wirkung gezeitigt, so Matt-Heidecker. Es müsse diesen jungen Männern – über den Stadtpass erhielten sie kostenlos eine Freibad-Dauerkarte – klargemacht werden, ,wie wir hier zusammenleben. Und wer das nicht begreift, der kann nicht hier bleiben’, stellt sie klar.“

Auf die wirkungsvollste Maßnahme, den Schutzsuchenden einfach keine Freibad-Dauerkarte zur Verfügung zu stellen, kam die Rathauschefin nicht. Für viele deutsche Familien schlägt die Sommer-Dauerkarte für das Freibad inzwischen empfindlich ins Budget, jetzt müssen sie noch befürchten, dass ihre Kinder Opfer von „arabischstämmigen“ Sittenstrolchen werden, die den Eintritt ins Freibad für den ganzen Sommer geschenkt bekommen.

In ihrem Eifer, die Bürger zu beruhigen, geht die Oberbürgermeisterin soweit, das Aufenthaltsrecht der Flüchtlinge bei nicht angepassten Verhalten in Frage zu stellen, vergisst aber leider, dass in den deutschen Rathäusern nicht darüber bestimmt wird, welche Flüchtlinge in einer Gemeinde bleiben dürfen oder gehen müssen. Im Grunde zeigt sie mit ihren Äußerungen nur ihre ganze Hilflosigkeit.

Frau Matt-Heidecker ist aber auch fest verankert in der politisch korrekten Willkommenskultur. Es könne nicht akzeptiert werden, dass sie als Verwaltungschefin bei den Kirchheimer Bürgern für ein Miteinander mit den Flüchtlingen werbe, während sich einige Asylbewerber nicht an die hiesigen Gepflogenheiten hielten, so ihre Aussage. In der schon genannten Eßlinger Zeitung wird sie allerdings auch noch wie folgt zitiert:

„Bei der Bevölkerung werbe ich um Verständnis wegen der Flüchtlingsheime. Und nun das!“.

Wie sagte die Chefin der Regierungskoalition, der auch Frau Matt-Heideckers SPD angehört, vor einigen Monaten doch sehr zutreffend:

„Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin, nun sind sie halt da“.

Nun sind sie halt da, und jetzt machen Sie mal, dass das alles funktioniert, Frau Matt-Heidecker.

 

Anmerkungen

[1] http://www.teckbote.de/nachrichten/artikel-kirchheim_artikel,-Mehrere-Maedchen-im-Freibad-sexuell-belaestigt-_arid,96734.html

[2] http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.kirchheim-maedchen-im-freibad-sexuell-belaestigt.1fb8245d-a04b-46d6-b35d-b9cca0719815.html

[3] http://www.rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/blaulicht/acht-frauen-melden-sexuelle-belaestigung-in-gladbacher-freibad-aid-1.6133856

[4] http://www.augsburger-allgemeine.de/donauwoerth/Elfjaehrige-im-Freibad-begrapscht-id37918307.html

[5] http://www.donau-ries-aktuell.com/maedchen-im-freibad-begrabscht/

[6] http://www.focus.de/regional/hamburg/erlebnisbad-arriba-norderstedt-fluechtlinge-sollen-maedchen-vergewaltigt-haben_id_5323929.html