Ohnmacht und Respektverlust des Westens

Westen / Werbung am Times Square / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: Wallula; https://pixabay.com/de/photos/times-square-nyc-stadt-neue-2835995/ Westen / Werbung am Times Square / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: Wallula; https://pixabay.com/de/photos/times-square-nyc-stadt-neue-2835995/

Der Gaza-Konflikt und der Klimawandel verändern den Blick auf den Westen, in dessen Gesellschaften sich zudem neue Solidarisierungseffekte etablieren.

Die Verzweiflung ist groß. Seit den Solidaritätsdemonstrationen an renommierten US-Universitäten für die Palästinenser versteht die ökologische Linke in Deutschland, den USA und anderen westlichen Industriestaaten die Welt nicht mehr. Warum nur, fragt der stellvertretende Chefredakteur der „Zeit“, Bernd Ulrich, in der aktuellen Ausgabe, „verliert der Westen den Respekt des Globalen Südens – und den von Teilen der eigenen Jugend“?

Ulrich zählt zu den profiliertesten Autoren im deutschen Journalismus. Bevor er sich nach dem Studium dem Schreiben zuwandte, arbeitete er Ende der achtziger Jahre als Mitarbeiter beim Fraktionsvorstand der Grünen im Bundestag. In seinen Texten thematisierte er immer wieder die ökologische Erneuerung der Industriegesellschaft.

Viele Fragen zur Zukunft des Westens

Selten oder vielleicht nie zuvor aber sprach aus seinen Texten eine solche Ratlosigkeit wie aus seinem aktuellen Beitrag, in dem er einen neuen, wuchtigen antiwestlichen Impuls konstatiert und viele Fragen stellt, wie unter anderen diese:

  1. „Wie kann es sein, dass bei der in diesem Jahr beschlossenen Erweiterung der Brics – Staaten, eine eigentlich dem Westen zugerechnete Demokratie, Argentinien, mit dabei sein soll, aber auch Saudi, Arabien und der Iran beitreten?
  2. Welche unheimliche Kraft ist am Werk, wenn in diesem Jahr Mali, Gabun und der Niger den historisch gewachsenen Einfluss Frankreichs abgeschüttelt und damit La Françafrique endgültig zu Grabe getragen haben, nur um das für seine Skrupellosigkeit hinlänglich bekannte Russland an die Stelle der Franzosen treten zu lassen?
  3. Warum begegnen die meisten nichtwestlichen Länder dem völlig unzweideutigen Verstoß gegen das Völkerrecht durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine mit ostentativer Gleichgültigkeit?
  4. Was in aller Welt hat es möglich gemacht, dass große Teile der westlichen Eliten, dass junge privilegierte Menschen nach dem terroristischen Überfall der Hamas nicht willens oder der in der Lage waren, als erstes einmal Mitleid mit den gefolterten, ermordeten und entführten israelischen Zivilisten aufzubringen, sondern sofort damit anfingen zu ,kontextualisieren‘, was in diesem Fall bedeutet, Israel ausgerechnet im Moment größter Vulnerabilität auf seine vermeintlich weiße, angeblich koloniale, Täterseite zu reduzieren?
  5. Wie konnte es passieren, dass die zu Recht hochgelobte Greta Thunberg ihr im Kampf gegen die Klimakrise erworbenes moralisches und politisches Kapital für eine politische Bewegung veruntreut, die, wenn sie denn gewinnen sollte, bestimmt keinen Staat schaffen wird, in dem Menschen wie Greta Thunberg frei würden leben können?
  6. Was schließlich bewirkt es auf dem anderen Ende innnerwestlicher Widersprüche, dass der Universalismus nur noch als Exklusion gedacht wird…“

„Critical Race Theory“

Wer in den westlichen Gesellschaften Antworten auf die veränderten Wahrnehmungs- und Deutungsmuster mit den aus ihnen resultierenden Solidarisierungseffekten sucht, der landet unwillkürlich bei Derrick Bell, dem geistigen Vater der „Critical Race Theory“ und damit des heutigen „Wokismus“, der auf einem schlichten Feindbild aufbaut: Er sieht im weißen Mann die Ursache für alle Übel dieser Welt und teilt damit die Sicht der südlichen Länder.

Bell war in den 1970-Jahren der erste schwarze Professor an der Harvard Law School. Im Januar 1980 veröffentlichte er in der „Harvard Law Review“ einen Artikel, in dem er behauptete, das höchste amerikanische Gericht habe im Jahr 1954 die Rassentrennung an öffentlichen Schulen vor allem deshalb aufgehoben, weil es in jener Zeit im Interesse der weißen Mehrheitsgesellschaft gelegen habe.

Zugeständnisse der Weißen gegenüber Minderheiten oder Entwicklungsländern erfolgten ihm zufolge immer nur aus dem Eigeninteresse der Weißen. Rasse sei zudem ein Konstrukt, um weiße Vorherrschaft zu sichern. In seinem Buch „Ein falsches Wort“ beschreibt der „Spiegel“-Journalist René Pfister das Entstehen und die fatalen Auswirkungen dieser neuen linken Ideologie. Wer sein Buch liest, wundert sich nicht über die jüngsten Reaktionen an amerikanischen Universitäten zum Gaza – Konflikt.

Ideologie gegen die Weißen

„In den USA bröckelt auch deshalb die jahrzehntelange parteiübergreifende Unterstützung für Israel, weil es einer jungen Generation von Aktivisten gelingt, den Nast Konflikt unter dem Hashtag #palestinianliuvesmatter neu zu interpretieren – als den Versuch einer Kolonialmacht, ein Volk zu unterdrücken“, schreibt Pfister. Und er zitiert die Worte des US-Kongressabgeordneten Jamal Bowman nach einem Raketenangriff der Hamas auf Israel im Mai 2021:

„Als schwarzer Mann in den USA verstehe ich ganz genau, was es heißt, in einer Gesellschaft zu leben, die dazu geschaffen wurde, Gewalt gegen Menschen auszuüben, die so aussehen wie ich. Meine Erfahrung mit systemischer Ungerechtigkeit prägt man Verständnis, was gerade in Israel und Palästina vor sich geht.“

In den USA sei es lange ein Tabu gewesen, die Gründung des Staates Israel in die Nähe der Sklaverei zu rücken, so Pfister. Aber mit der „Critical Race Theory“ sei eine Ideologie entstanden, womit „jeder Konflikt und jedes Problem auf eine Machtstruktur reduziert wird, in der Weiße systematisch Menschen anderer Hautfarbe unterdrücken“.

Genau dieses an US-Elite-Universitäten verbreitete Denken fügt sich nun nahtlos ein in die Bewertung sich abzeichnender geopolitischer Machtverschiebungen. Die USA verlieren ihre Dominanz; die Länder des Südens raufen sich unter der Führung der neuen autoritären Supermacht China und dem autokratischen Russland zusammen gegen den Westen. Sie alle wollen es dem Westen heimzahlen, meint Ulrich. Und sie haben Teile der westlichen Jungend auf ihrer Seite.

Historische Erwartung an den Westen

Ulrich gesteht ein, dass der Westen nie „in einem demokratischen Verhältnis zum Rest der Welt“ stand. Er verweist auf die vielen Widersprüche westlicher Politik, auf die, je nach Interessenlage, zwischen Verurteilung und Unterwerfung changierende Ambivalenz gegenüber autokratischen Regimen wie Saudi-Arabien oder Qatar. Er spricht die unter fadenscheinigen Vorwänden organisierten Kriegszüge in Irak und Afghanistan an und geht sogar so weit, dass sich George W. Bush und Tony Blair eigentlich vor Gericht für den Irakkrieg rechtfertigen müssten. Stattdessen würden sie „durch die offiziellen Honoratioren-Mühlen westlicher Selbstgewissheit gedreht, als wäre nichts geschehen“.

Andererseits jedoch mach der schwindende Einfluss des Westens aus dem Rest der Welt noch lange keine Demokratien. „So klingt der Ruf nach Befreiung von westlicher Vorherrschaft oft nicht sonderlich frei, eher wie das Zähneknirschen der Rache.“ Darum sei es höchste Zeit, dass der Westen begreife, „welcher historischen Erwartung und Energie er ausgesetzt ist“. Und statt sich der „historischen Verantwortung für die Tätergeschichte des Westens“ zu stellen, wählten Teile der westlichen Jugend den zu einfachen Weg „und fraternisieren“ mit den Opfern.

Sie tun genau das, was sie mit der „Critical Race Theory“ verinnerlicht haben, die an den Universitäten ausgerechnet in jenem links-ökologischen Milieu groß wurde, aus dem auch Ulrich stammt. „Fridays For Future“ funktionieren so, „Die letzte Generation“, die Versessenheit aufs Gendern, die Vorwürfe kultureller Aneignung und die Zensur historischer Literatur. Teile der Jugend sind wieder da angekommen, wo einst die Aufklärung ansetzte. Ein auf einem starren Feindbild gründender rigider Moralismus bar jeder Toleranz verdrängt die Urteilskraft der praktischen Vernunft.

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Über Günther Lachmann

Der Publizist Günther Lachmann befasst sich in seinen Beiträgen unter anderem mit dem Wandel des demokratischen Kapitalismus. Er veröffentlichte mehrere Bücher, darunter gemeinsam mit Ralf Georg Reuth die Biografie über Angela Merkels Zeit in der DDR: "Das erste Leben der Angela M." Kontakt: Webseite | Twitter | Weitere Artikel

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fufu
fufu
6 Monate her

Ich kann mich einer gewissen Belustigung ob dieses Artikels nicht erwehren. Da verstehen scheints einige Journalisten die Welt nicht mehr weil ihre Narative nicht mehr zieht.

fufu
fufu
Reply to  fufu
6 Monate her

Da hat man wohl allzusehr auf das ewige Funktionieren des eigenen Mottos „Wir veroeffentlichen keine Meinung, wir machen sie“ gebaut. Mit ihrer Anbiederung an die aktuelle westliche Politik und dem offensichtlichen Verrat ihrer Wurzeln haben einige Meinungsmacher mitsamt ihren Sponsoren den Respekt verspielt.

Geradezu peinlich wird es wenn man Greta vorwirft ihr „moralisches Guthaben“ aus ihrem Einsatz gegen den Klimawandel nicht systemkonform in der Palestinafrage einzusetzen. Es gibt scheints eine Welt ausserhalb derer einiger angepasster Schreiberlinge was Hoffnung macht

Janus
Janus
6 Monate her

Zu. 1 Argentinien will nicht beitreten,und ich bin gespannt, wann die Ersten das Vasallentum zugunsten der USA deklamieren.

Treten die anderen, alles Diktaturen, den Brics bei, wierden die EU und Deutschland hoffentlich Rationalität statt Gesinnung einsetzen. Ohne die Regierungssysteme schön zu reden. Und sich Zumutungen ans Bein zu binden.

Janus
Janus
6 Monate her

Zu 2. Pfister Buch war für mich eine qualitätsvolle Zusammenstellung der Grundlagen und der aktuellen stimmen zum Komplex. Nur die Bedeutung in den USA bleibt offen. Bei 300 Mio. Einwohnern ist es sicher eine Andere als in Deutschland mit vielen aber oft gleichförmigen Medien. Er müsste wissen, dass, würde er militant, einen Bürgerkrieg auslösen könnte. In Deutschland und der EU sollte man, ganz rational bedenken, dass von dieser Ideologie eine Gefahr ausgeht. Nämlich Menschen aufzuhetzen, sich nach Europa aufzumachen. Unterstützung könnten sie finden. Was Frankreich umtrieb, sich aus Mali zurückzuziehen, ist mir unklar. Angeblich gings ja eh nur ums Uran.… Read more »

Janus
Janus
6 Monate her

Zu Greta Thunberg und Politik und Demokratie als Gesinnungs- und Wohlfühlveranstaltung

Helmut Schmidt hat nach seiner Amtszeit in einer Fernsehvranstaltung mal sinngemäß gesagt, er habe das Gefühl der Glaube werde nicht mehr auf die Religion bezogen, sondern zunehmend auf die Politik. Zu Peter Solterdijk übrigens.

Recht hatte er. Vom Umweltsünder, 5 DM pro lt Benzin bis zu Thunbergs „abschalten sofort“ ist es ein gerader Weg. Forderung ohne Interesse für die Folgen. Vielleicht will sich die Bewegung zum Klimaschutz bei arabischen Ländern Anbietern. Oder sie wissen, dass Antisemitismus, “ ich habe nichts gegen Juden, aber in Deutschland weit verbreitet ist.

fufu
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Reply to  Janus
6 Monate her

Anbiedern schreibt man mit „d“. Ach, wissen Sie, die Antisemitismuskeule ist sowas wie die Nazikeule wenn einem die Argumente ausgehen. Da bleibt nur noch die Verzweiflung.

Janus
Janus
Reply to  fufu
6 Monate her

Danke für den Tippfehler.

Die Nazikeule gab’s zwischendurch . Die Moralkeule gibt es täglich.

Die Hamas will Israel und die Juden vernichten. Mit Forderungen nach Vernichtung von Menschen oder Völkern mache ich mich nicht gemein. Übrigens finde ich die Formulierung am Ende des Artikels bestens. Mit Calvinismus oder ähnlichen Systemen hatte ich nie was am Hut. Die Vorstellungen der Grünen ähnelten denen zeitweise durchaus. Selbst Hofreiter konnte dem „Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit“ was abgewinnen.

Janus
Janus
6 Monate her

Zum Thema Respekt: Weihnachtsmärkte in Wintermärkte umbenennen zur Vemeidung von Ausgrenzung wird in der muslimischen Welt mit Sicherheit nicht geschätzt. Sie verachten diejenigen, die meinen, man könnte alle Traditionen aufgeben. Tun sie ja selber auch nicht. Im Guten wie im Bösen. Also endlich mal den Ländern wo die Scharia gilt, mit Respekt begegnen, ohne den eigenen Standpunkt aufzugeben.

Wolfgang Wirth
Wolfgang Wirth
6 Monate her

Leute wie Bernd Ulrich sind Opfer ihrer eigenen Narrative und ihrer eigenen eingeschränkten Weltsicht. Ulrich ist ein Moralist, der anscheinend immer noch nicht begreift, dass es schon seit Tausenden von Jahren auf der Welt immer nur um Macht ging und dass heute, angesichts des sukzessiven Aufstieg des Südens bzw. des „Rests der Welt“, die Machtstellung des Westens zurückgeht. Nun ist es allerdings etwas realitätsblind zu glauben, dieser Rest der Welt würde den Westen hauptsächlich wegen dessen moralischer Vergehen usw. ablehnen. Das ist nicht der Hauptgrund, das wird lediglich gesagt, um den eigenen Angriffen noch mehr Wirkung zu verleihen, da man… Read more »

fufu
fufu
Reply to  Wolfgang Wirth
6 Monate her

Ich glaube Sie verwechseln da was, Moral und geheuchelte Moral, dass Herr Ulrich die einfachen Antworten auf seine Fragen nicht kennt halte ich fuer weit hergeholt, eher hat er sich rechtzeitig auf die richtige Seite geschlagen wie viele Gruene in der Politik auch… von der Friedenspartei zur Kriegspartei, natuerlich aus moralischen Gruenden.

fufu
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Reply to  fufu
6 Monate her

Aus dem Buch von Todenhoefer „Die grosse Heuchelei“

„Die Außenpolitik des Westens beruht auf einer zentralen Lüge: Seine weltweiten blutigen Militärinterventionen dienen nicht den Menschenrechten, sondern kurzsichtigen ökonomischen und geostrategischen Interessen. Der Westen muss die Menschenrechte endlich vorleben, anstatt sie nur vorzuheucheln. Unter dem Vorwand edler Ziele verfolgt der Westen mit seinen Militärinterventionen seit Jahrhunderten eine gewaltsame Interessenpolitik ‒ längst nicht nur in Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen oder im Jemen. Diese Politik der großen Heuchelei, die heute von mächtigen Medien mitgetragen wird, zerstört nicht nur andere Völker und Zivilisationen, sondern auch die Legitimität und Glaubwürdigkeit des Westens.“

Wolfgang Wirth
Wolfgang Wirth
Reply to  fufu
6 Monate her

Na ja, wie viel davon wirklich verinnerlichte Moral ist und wie viel nur geheuchelte Moral, das ist noch eine andere Frage. Schwer zu sagen.

Ich würde aber schon meinen, dass, ganz allgemein betrachtet, der humanitäre Universalismus, den man ja heute im Westen so hoch hängt, von seinen journalistischen Propagandisten ehrlich geglaubt wird.

Bei den Politikern dürfte es anders aussehen. Ein Kissinger hätte da nur kalt gelächelt. Siehe auch Ihr passendes Zitat von Todenhöfer.
Allerdings würde ich da illusionslos hinzufügen, dass Politik nie anders war – weder im 19. Jahrhundert noch vor 2000 Jahren.

fufu
fufu
Reply to  Wolfgang Wirth
6 Monate her

Der Mensch ist ein Meister der Verdraengung, nicht auszuschliessen dass manche an ihre neue Gesinnung glauben, Ausreden gibt immer, die Freundin, der Kredit, die Realpolitik…

Die neuen Klimaaktivisten sind nichts anderes als die Steinewerfer der 70er, das Privileg der Jugend, nichts Neues unter der Sonne. Die positiven Ideen des Westen werden auch nicht untergehen hoechstens seine Dominanz, kein Grund zur Panik.

Wolfgang Wirth
Wolfgang Wirth
Reply to  fufu
6 Monate her

@ fufu Nett formuliert: „Die neuen Klimaaktivisten sind nichts anderes als die Steinewerfer der 70er, das Privileg der Jugend, nichts Neues unter der Sonne.“ Bei Ihrem Folgesatz bin ich mir aber nicht mehr so sicher, ob der zutrifft: „Die positiven Ideen des Westen werden auch nicht untergehen hoechstens seine Dominanz, kein Grund zur Panik.“ Dass die Dominanz des Westens schwindet, ist klar, aber was spricht denn dafür, dass sich in einem im Niedergang befindlichen westlichen Raum, insbesondere in Europa, die positiven Ideen (z.B. Aufklärung durch Rationalität, Freiheit des Individuums und Begrenzung der Staatsmacht, Rechtssicherheit, Gleichheit des Menschen vor Gott, Menschenwürde)… Read more »

fufu
fufu
Reply to  Wolfgang Wirth
6 Monate her

Die Errungenschaften der europaeischen Kultur im positiven Sinn behalten weltweit ihre Anziehungskraft. Wir sehen im Westen starke Bestrebungen diese Errungenschaften rueckgaengig zu machen, die Moeglichkeiten der digitalen Techniken, der Ueberwachung, Zensur, sozialen Kontrolle, die Korruption der Institutionen durch global agierende Konzerne, die von Ihnen genannte fuenfte Kolonne mit allen Tricks der psychologischen Beinflussung und Sprachverwirrung usw. Und was passiert, da kommt so eine Goere die man hochgepuscht hat und spielt einfach nicht mit. Ideen kann man nicht toeten.

Wolfgang Wirth
Wolfgang Wirth
Reply to  fufu
6 Monate her

Sie schreiben: „Die Errungenschaften der europaeischen Kultur im positiven Sinn behalten weltweit ihre Anziehungskraft.“ … Das wäre sehr schön. Ich würde Ihnen ja gerne glauben. Wirklich! Aber was spricht denn für Ihre Annahme? Dass wir uns das wünschen, kann ja als Beleg nicht ausreichen. In meinem obigen Kommentar habe ich schon einige begründende Hinweise hinsichtlich der Unsicherheit dieser Hoffnung gegeben. Die müssten Sie nun widerlegen. Ich wäre nicht traurig, wenn Sie es schaffen. Ich bin nicht in dem Sinne ein Idealist, dass ich an die eigenständige Kraft von Ideen glaube. Meiner Meinung nach „keimt“ eine Idee immer nur bzw. bleibt… Read more »

fufu
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Reply to  Wolfgang Wirth
6 Monate her

Zunaechst einmal vorausgeschickt, dass weder das Europa der Kolonialmaechte in der Beziehung zu den Voelkern ihrer Kolonien noch die derzeitige EU in irgend einer Form mit den positiven Ideen auf die Europa oder der Westen allgemein baute zu tun haben, wie schon ausgefuehrt ist letztere mit ihren aus verschiedenen Gruenden zunehmend fremdbestimmten und totalitaeren Tendenzen aus meiner Sicht ihr groesster Gegner. Die Anziehungskraft der europaeischen Kultur brauche ich nicht zu belegen, man sieht es am Strom der Migranten aus der ganzen Welt. Dass die Mehrzahl aus autoritaeren Regimen, Kriegen oder Not und Elend flieht, nicht wegen irgendwelcher Ideen, tut der… Read more »

FWH
FWH
Reply to  Wolfgang Wirth
6 Monate her

Ich würde aber schon meinen, dass, ganz allgemein betrachtet, der humanitäre Universalismus, den man ja heute im Westen so hoch hängt, von seinen journalistischen Propagandisten ehrlich geglaubt wird.“

Nein, diese Annahme ist lächerlich. So blöd sind selbst Haltungsjournalisten nicht. Sie haben nur ein Ziel: Erhalt der Deutungshoheit und Machterhalt für die Eliten, zu denen sie sich zählen. Wobei „Lumpenbande“ die treffendere Bezeichnung für das politmediale Establishment hierzulande wäre.

Erich Güster
Erich Güster
6 Monate her

Was für ein Schwachsinn.
Das kommt davon wenn Journalsiten nicht in der Realität sondern nur in Ihrer Blase leben.

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