Mein Weihnachtswunschzettel

Weihnachten / Gesellschaft / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bildeer, open library: Michelle_Maria; https://pixabay.com/de/photos/kirche-dekoration-weihnachten-648430/ Weihnachten / Gesellschaft / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bildeer, open library: Michelle_Maria; https://pixabay.com/de/photos/kirche-dekoration-weihnachten-648430/

Der gesellschaftliche Zusammenhalt hat enormen Schaden genommen, und die politische Kultur hat einen Tiefpunkt erreicht. Aber was wäre die Welt ohne Hoffnung?

Es ist Adventszeit und die Kinder schicken ihre Herzenswünsche an den Weihnachtsmann oder hilfsweise an die Eltern mit mehr oder weniger guten Aussichten auf Erfüllung. Erwachsene sind schlechter dran, denn sie glauben im Regelfall nicht mehr an den Weihnachtsmann, und wenn sie sich einen Wunsch erfüllen möchten, müssen sie sich zumeist selbst darum kümmern. Das ist im privaten Bereich abhängig von Ansprüchen und Geldbeutel durchaus machbar, wenn es jedoch um das Land und die Gesellschaft geht, sind den eigenen Möglichkeiten Grenzen gesetzt. Der Glaube, dass Wahlen etwas zum Guten ändern können, ist wie der an den Weihnachtsmann zweifelhaft geworden, was mich jedoch nicht davon abhalten wird, im Folgenden meine Wünsche für unser Land zu formulieren und sei es nur, um darzustellen, wie weit sich unser Gemeinwesen inzwischen von Rationalität, Anstand und Moral entfernt hat.

Selbst den wohlmeinendsten und gutgläubigsten Mitbürgern sollte nicht entgangen sein, wie sehr sich unser Land insbesondere in den letzten Jahren verändert hat. Ein tiefer Riss geht durch die Gesellschaft und inzwischen auch durch ganz Europa, ein Riss, der selbst bei zurückhaltender Betrachtung eindeutig durch die Handlungen der von den etablierten Parteien getragenen Bundesregierungen mitverursacht wurde.

Vergiftetes gesellschaftliches Klima

Buch von Frank W. Hauboldt

Die in einem Akt der Selbstermächtigung ohne Befragung des Parlaments und Abstimmung mit den europäischen Partnern durch die damalige Bundeskanzlerin Merkel angeordnete Grenzöffnung für jedermann hat nicht nur das gesellschaftliche Klima vergiftet, sondern auch die innere Sicherheit des Landes in einem Maße beeinträchtigt und gefährdet, das noch vor historisch kurzer Zeit undenkbar gewesen wäre. Allein 2021 wurden laut BKA 40.000 Einheimische Opfer von Gewaltstraftaten mit Zuwanderern als Tatverdächtigen. Medial präsente Schwerverbrechen wie der Mädchenmord von Illerkirchberg sind dabei nur die Spitze eines Eisbergs. 

Über die Kosten für die Vollversorgung dieser Klientel gibt es widersprüchliche Angaben, aber sie dürften sicher im höheren zweistelligen Milliardenbereich liegen. Das ist im Verhältnis zu den faulen Krediten und Target-Salden im Rahmen des Euro-Systems und den Kosten der Energiewende zwar noch überschaubar, dürfte aber gerade sozial Schwachen nur schwer zu vermitteln sein.

Doch die „Verdienste“ der letzten Bundesregierungen beschränken sich nicht auf das Zuwanderungs-Chaos, sondern reichen von der unmotivierten Energiewende mit Multimilliarden-Mehrkosten für die Verbraucher über die Einschränkung der Meinungsfreiheit, die Kriminalisierung jeglicher Opposition und den dilettantischen und totalitären Umgang mit der Corona-Krise bis hin zur dauerhaften Beschädigung des Verhältnisses zu Russland durch Sanktionen, die vor allem der eigenen Wirtschaft Schaden zufügen und Arbeitsplätze kosten.

Natürlich kann man zu einigen dieser Themen unterschiedlicher Meinung sein, dennoch bleibt objektiv zu konstatieren, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt in den letzten Jahren enormen Schaden genommen und die politische Kultur einen Tiefpunkt erreicht hat.

Mein Wunschzettel

Um mich nicht in parteipolitischer Polemik zu verlieren, habe ich nachfolgend einige Punkte zusammengestellt, die mir persönlich wichtig und wünschenswert erscheinen. Jeder mag für sich selbst beurteilen, was davon umsetzbar oder inzwischen illusionär geworden ist:

  • Ich wünsche mir ein Land, in dem Politiker wieder die Interessen jener vertreten, die sie gewählt haben.
  • Ich wünsche mir ein Land, in dem Regierungsmitglieder, die ihren Amtseid brechen oder der Vorteilsnahme überführt werden, abgelöst und vor Gericht gestellt werden.
  • Ich wünsche mir eine Regierung, die die Interessen des Landes und seiner Bürger auch nach außen selbstbewusst vertritt und nicht versucht, sich internationale Anerkennung mit Milliardengeschenken zu erkaufen.
  • Ich wünsche mir ein Land, in dem die Justiz die Opfer schützt und nicht die Täter und unabhängig von Gesinnung oder Herkunft Recht spricht.
  • Ich wünsche mir ein Land, in dem Frauen und Mädchen auch bei Dunkelheit wieder allein unterwegs sein können, ohne Furcht vor Straftätern wie dem Vergewaltiger von Illerkirchberg, dessen Abschiebung das Innenministerium aus ideologischen Gründen verhindert.
  • Ich wünsche mir ein Land, in dem Verbrechen wie Straßenraub, Messerstechereien und Vergewaltigungen im öffentlichen Raum wie vor 2015 die seltene und gesellschaftlich geächtete Ausnahme sind.
  • Ich wünsche mir ein Land, in dem Kinder ohne Angst vor Mobbing und Gewalt zur Schule gehen können und nicht von Lobbyistengruppen in ihrer sexuellen Entwicklung beeinflusst werden.
  • Ich wünsche mir ein Land, das seine Identität nicht in einem Massenmord sucht, sondern in den Sternstunden seiner Geschichte.
  • Ich wünsche mir ein Land, das wieder Erfinder, Dichter, Maler und Komponisten von Weltrang hervorbringt und keine moralisierenden Heuchler und Zeitgeistritter.
  • Ich wünsche mir ein Land, in dem Religion Privatsache ist und in dem religiöse Fanatiker in die Schranken gewiesen werden, erst recht, wenn sie Minderheiten bedrohen.
  • Ich wünsche mir ein Land, in dem die christlichen Kirchen zu ihren Wurzeln zurückfinden und zeitgeistseligen Kreuzverleugnern die Tür weisen.
  • Ich wünsche mir ein Land, in dem Lehrer und Erzieher wieder Wissen und Anstand vermitteln und keine ideologischen Wunsch- oder Wahnvorstellungen.
  • Ich wünsche mir ein Land, in dem die Medien unabhängig und objektiv informieren und nicht als propagandistische Hilfstruppen des Parteienstaates agieren.
  • Ich wünsche mir ein Land, das politisch und ethnisch Verfolgten im Rahmen geltenden Rechts Schutz bietet, aber Sozialtouristen, Glücksrittern und Kriminellen die Tür weist.
  • Ich wünsche mir ein Land, das die eigene Bevölkerung dauerhaft vor illegaler Zuwanderung und importiertem Terrorismus schützt und nicht nur mit Millionenaufwand die Veranstaltungen sogenannter „Eliten“ wie die Münchener Sicherheitskonferenz.
  • Ich wünsche mir ein Land, in dem das Bundesverfassungsgericht das Grundgesetz und die Bürgerrechte schützt und nicht wie insbesondere nach der Berufung des Merkel-Vertrauten Stephan Harbarth zum Vorsitzenden des ersten Senates als willfähriger Erfüllungsgehilfe der Politik agiert.
  • Ich wünsche mir ein Land, in dem die Familie als Keimzelle der Gesellschaft respektiert und gefördert wird, ohne dass alternative Formen des Zusammenlebens dadurch benachteiligt oder ausgegrenzt werden.
  • Ich wünsche mir ein Land, in dem grundlegende Bürgerrechte wie Meinungs- und Versammlungsfreiheit nicht durch juristische Winkelzüge und grundgesetzwidrige Sondergesetze eingeschränkt werden, wie dies zuletzt unter dem Vorwand der Pandemiebekämpfung praktiziert wurde.
  • Ich wünsche mir ein Land, in dem die Sicherheitsbehörden parteipolitisch unabhängig agieren und sich nicht als Repressionsinstrument gegen die Opposition missbrauchen lassen, wie die Einrichtung eines Phänomenbereiches „Verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates“ durch den ebenfalls von der damaligen Bundeskanzlerin Merkel ins Amt gehievten Verfassungsschutzpräsidenten Thomas Haldenwang befürchten lässt.
  • Ich wünsche mir ein Land, in dem Steuergelder nicht für ideologiegetriebene Projekte wie Gender-Mainstreaming oder Elektromobilität verschwendet werden und in dem Sozialleistungen vorrangig den Einzahlern und einheimischen Bedürftigen zugutekommen.
  • Ich wünsche mir ein Land, in dem Rentner keine Altersarmut durch ein marodes und ungerechtes Rentensystem fürchten müssen.
  • Ich wünsche mir ein Land, in dem „Einigkeit, Recht und Freiheit“ keine bloße, von den selbsternannten „Eliten“ belächelte Floskel mehr ist, die den Staat usurpiert und zum Selbstbedienungsladen auf Kosten der Allgemeinheit umfunktioniert haben.

Was wäre die Welt ohne Hoffnung?

Wahrscheinlich muss man tatsächlich an den Weihnachtsmann glauben, um angesichts der hiesigen Zustände noch auf Veränderung zu hoffen, aber was – mit Ausnahme der Emigration – wäre die Alternative? Wahrscheinlich ist dieses Land bereits verloren, zumal der wirtschaftlich und moralisch angeschlagene Parteienstaat immer aggressiver und hysterischer gegen jedwede Opposition vorgeht, aber was wäre die Welt ohne Hoffnung?

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Über Frank W. Haubold

Frank W. Haubold wurde 1955 in Frankenberg (Sachsen) geboren. Nach Abitur und Wehrdienst studierte er Informatik und Biophysik in Dresden und Berlin. Seit 1989 schreibt er Romane, Erzählungen und Kurzgeschichten unterschiedlicher Genres (Science-Fiction, Fantasy, Horror, Gegenwart). Zahlreiche Veröffentlichungen in Freie Presse (Chemnitz), Fantasia (Passau), Nova (Magazin), Phantastisch! (Stolberg), Exodus (Magazin), Esli (Russland) und anderen Publikationen auch außerhalb der Phantastik-Szene. Für den EDFC Passau gab er bis 2009 fünf Anthologien heraus. 2008 gewann er als erster Autor überhaupt den Deutschen Science Fiction Preis in beiden Kategorien. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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Wolfgang Wirth
Wolfgang Wirth
1 Monat her

Eine gute Aufzählung!
Sie sind nicht allein, Herr Haubold.

Da sieht man mal wieder, wie viele skandalöse Dinge des aktuellen Niedergangs – Neusprech: der „Transformation“ – es vor 20 oder 30 Jahren es noch nicht in diesem Maße gegeben hat.

Und ich schreibe das als jemand, der weder die Kohl- noch die Schröderjahre besonders gut fand.

Gerolf
Gerolf
1 Monat her

Ja, was wäre eine Welt ohne Hoffnung, und überraschende Wendungen gab es schon oft in der Geschichte. Ob man aber in Deutschland einmal wieder zu einer Politik mit der Realität als Maßstab finden wird, wird man sehen müssen. Beim Gros der Bevölkerung wird es dauern, bis man aufwacht. Es wird letztendlich immer über den Geldbeutel und die eigene aktuelle Situation gehen, nie vorausschauend, nie mit der Perspektive, ob eine bestimmte Politik zukunftsträchtig ist, für die Kinder gut ist. Das macht einen als Kritiker der derzeitgen Politik schon etwas bitter. Dennoch: Ich wünsche allen Lesern und den Geolitico-Machern eine geruhsame und… Read more »

Lisa Hutchison
Lisa Hutchison
1 Monat her

Tja, das ist echt eine lange Liste und leider, leider unerfuellt bleiben. Beschrieben wird ein Deutschland an dass ich mich gut und liebevoll erinner – meine Heimat – aber seit 7 Jahren nicht mehr besuche. Ich fuehle mich einfach nicht mehr sicher in oeffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren nachdem ich in einer U-Bahn, mitten am Nachmittag, physisch angegriffen wurde, von mehreren jungen nicht-deutschen Maennern. Die wenigen Mitreisenden schauten einfach weg. Zum Glueck war ich gut in Form und konnte mich erfolgreich wehren. Ich war entsetzt und sehr traurig was aus Deutschland geworden ist. Dazu darf ich sagen dass ich viel reise… Read more »

Wolfram
Wolfram
1 Monat her

Danke Herr Haubold!
Ich versuche immer wieder, meine Gedanken, die mit Ihrem Wunschzettel erstaunlich übereinstimmen(!); als Leserkommentar zu veröffentlichen.

Es ist nahezu unfassbar, wie man hier von der Moderation der jeweiligen Zeitung reglementiert wird!

Und damit es nicht allzu sehr auffällt, lässt man gelegentlich Journalisten „von der Leine“, damit diese genau das schreiben können, was einem als Kommentarschreiber vorenthalten wird.

Aber davon abgesehen:

Wenn Sie ALLES berücksichtigen wollen, müssten Sie Ihren Wunschzettel auch mit den Parteiprogrammen der Bundestagsparteien vergleichen!
Sie würden staunen!
Eine der Studienabbrecher-Parteien ist es jedenfalls nicht!

fufu
fufu
1 Monat her

Es gab in der BRD mal Gewerkschaften, eine Friedensbewegung… gebracht hat es nichts, aber immerhin. Heute begnuegt man sich mit Hoffnungen, welche Dekadenz. Schicken Sie den Wunschzettel doch an den Weihnachtsmann, kommt wahrscheinlich nicht an da unbekannt verzogen… emigriert. Verstaendlich, die Sache war ihm zu hoffnungslos.

Wolfgang Wirth
Wolfgang Wirth
1 Monat her

Erfüllt werden diese Wünsche wohl kaum. Wir wissen ja: Denjenigen, die die Macht haben, fehlt das Interesse (freundlich formuliert) und denjenigen, die diese Wünsche haben, fehlt die Macht. — Wertvoll ist die Aufzählung deshalb, weil es ja inzwischen so viele Probleme sind, dass man leicht den Überblick verliert oder über die ganz großen Probleme schon die mittelgroßen zu wenig beachtet. — Immerhin lehrt uns die Geschichte, dass die Zukunft von den Zeitgenossen fast immer falsch vorhergesagt wurde. Es kommt letztlich doch meist anders als man denkt – und manchmal auch besser als befürchtet. Diese Erkenntnis taugt aber nicht als Hoffnungsbasis,… Read more »

fufu
fufu
Reply to  Wolfgang Wirth
1 Monat her

In Antwort auf @fufu… Eine Bewegung kommt nicht aus dem Nichts, es sind Einzelne, die von Ihnen genannten. Die Linke nur noch dem Namen nach existent, die Rechten mit zweitrangigen Problemen ausgelastet, sozial geaechtet oder „putinophil“. Die Lokfuehrergewerkschaft koennte z.B. einen Streik bei Waffentransporten ausrufen, waere vielleicht sogar strafrechtlich bewehrt, die Belegschaft bei Rheinmetall koennte streiken, aber Hemd naeher sls Hose.

Wo die Musik spielt koennen Sie am derzeitigen Quatargate in Bruessel erahnen, keine Ahnung welcher Teufel die belgischen Dienste hier geritten hat. Im troegen Deutschland wuerde derartiges unter den Teppich gekehrt.

Nathan
Nathan
1 Monat her

Seine Wünsche zu äußern, ist erstmal der Anfang und führt zum Träumen. Aber dann kommt das Entscheidende, die Realität, und vor allem: Wer oder was behindert die Wunscherfüllung? Und wer oder was dirigiert den Weg in die Zukunft? 1.Da gibt es die VERHINDERUNG einer Geschichtsrevision, damit die Deutschen durch Gehirnwäsche sich selbst und ihre Vorfahren hassen und verachten sollen. Durch Lehrpläne wird ein Bruch mit deutscher Vergangenheit veranstaltet und die deutsche Seele und das deutsche Wesen lächerlich und verächtlich gemacht. Wichtig: Das Ausland nutzt diese Selbsterniedrigung durch die deutschen Kniefälle genüßlich aus: Deutschland wird geschröpft, weil es sich durch seinen… Read more »

Wolfgang Wirth
Wolfgang Wirth
1 Monat her

@ fufu Ich will Ihnen nicht widersprechen. — Meine eigene Erklärung für die nicht erfolgende Herausbildung einer neuen Friedensbewegung ist diese: Es scheint so, dass die Herausbildung derartiger Bewegungen in Wahrheit weit seltener das Ergebnis von Aktivitäten an der Basis war (Stichwort: Graswurzelbewegung) – obwohl das insbesondere auf der politischen Linken gerne so dargestellt wurde – sondern, dass es sich weit eher um das Ergebnis der Planungen und Bemühungen einflussreicher Personen und Organisationen aus dem sog. linken Spektrum handelte. Leute und Strukturen mit Sendungsbewusstsein, Geld, Knowhow und Beziehungen. Was wäre etwa die westdeutsche Friedensbewegung der 1980er Jahre ohne den subtil… Read more »

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