Liquidität – ist das Factoring für den Zahnarzt sinnvoll?

Zahnarzt / Qiuelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: drshohmelian;https://pixabay.com/de/photos/zahnarzt-zahnpflege-zahnheilkunde-2530990/ Zahnarzt / Qiuelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: drshohmelian;https://pixabay.com/de/photos/zahnarzt-zahnpflege-zahnheilkunde-2530990/

Nicht nur für Betriebe spielt Liquidität eine Rolle, auch eine Zahnarztpraxis muss über ausreichend Geld verfügen, um Zahlungsfälligkeiten nachzukommen.

Liquidität bedeutet, dass ein Unternehmen allen Forderungen unmittelbar in der Frist uneingeschränkt nachkommen kann. Forderungen sind unter anderem Mitarbeitergehälter, Miet- und Nebenkosten oder Verbindlichkeiten aus Krediten. Nicht nur für Betriebe spielt Liquidität eine Rolle, auch eine Zahnarztpraxis muss über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um Zahlungsfälligkeiten nachzukommen. Hier kommen neben Personalkosten auch Materialkosten hinzu.

Gleichzeitig gilt es mit den technischen Innovationen Schritt zu halten, was Investitionen unabdingbar macht. Doch Zahnersatz und Zahnarztbehandlungen sind heute teuer und die gesetzliche Krankenkasse erbringt hier nur geringe Leistungen. Die Folge sind oft lange Zahlungsverzögerungen oder gar Zahlungsausfall. Das bringt schnell die Liquidität und sogar die Existenz ins Wanken. Eine Lösung bietet das sogenannte Dental Factoring.

Dental Factoring als Finanzierungsinstrument

Beim Factoring werden Forderungen an spezialisierte Factoring-Dienstleister verkauft. Mit dem Abtreten der Ansprüche bekommt der Kunde des Factoring-Anbieters, in dem Fall der Zahnarzt, sofort die Summe, meist in 24 Stunden inklusive eines Einbehalts, ausbezahlt. Der Rest wird bei Ausgleich der Forderung durch den Patienten fällig.

Das Finanzierungsinstrument ist heute schon in vielen Branchen Standard. Das Dental Factoring übernimmt zudem die gesamte Zahnarzt Abrechnung, kümmert sich um alle Belange des Abrechnungsmanagements und stellt das Mahn- und Inkassowesen sicher. Der Zahnarzt sowie sein Praxisteam haben keinerlei Aufwand mehr und gewinnen wieder mehr Zeit für das Wesentliche. Ferner wird so die Liquidität zu jedem Zeitpunkt sichergestellt. Zusätzliche Sicherheit schafft die Übertragung des Ausfallrisikos auf den Factoring-Dienstleister. Beim „echten Factoring“ bekommt der Zahnarzt auch dann sein Honorar, wenn der Patient nicht zahlt.

Was bringt Dental Factoring noch und gibt es auch Nachteile?

Durch die wirtschaftliche Sicherheit und die fortlaufende Liquidität kann der Zahnarzt nicht nur Investitionen tätigen, sondern seinen Service auch in Hinblick auf die Zahlungsmodalitäten für den Patienten verbessern. So ist er in der Lage beispielsweise Raten- und Teilzahlungen anzubieten oder das Zahlungsziel auf vier Wochen zu verlängern. Damit wird es für den Patienten einfacher sich hochwertigen Zahnersatz zu leisten und der Zahnarzt verschafft sich entscheidende Wettbewerbsvorteile.

Ein Nachteil vom Dental Factoring kann das Entgelt sein, das umsatzabhängig vom Factoring Anbieter verlangt wird. Hier zeigen sich unterschiedliche Modelle auf dem Markt, sodass sich ein Vergleich im Vorfeld lohnt. Ferner können Pauschalbeiträge wie für die Bonitätsprüfung anfallen. Hohe Kosten kann ein Zahnarzt vorbeugen, indem er bei Angeboten und Verträgen genau hinschaut. Wichtig in dem Zusammenhang ist ferner zu prüfen, ob es sich um das „echte Factoring“ handelt. Nur dann übernimmt das Factoring-Unternehmen auch das Risikomanagement und zahlt die Forderung auch bei Zahlungsausfall. Andernfalls geht der Zahnarzt leer aus, was wiederum einen Verlust bedeutet.

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