Die Gewalt von Stuttgart könnte erst der Anfang sein

Gewalt Pluenderungen / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/photos/glas-shattered-fenster-zerst%C3%B6rung-984457/ Gewalt Pluenderungen / Quelle: Pixabay, lizenzfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/photos/glas-shattered-fenster-zerst%C3%B6rung-984457/
 

Wie ist Stuttgart zu erklären? Die “Partyszene” plündert Geschäfte und verprügelt Polizisten. Die staatliche Ordnung löst sich auf. Was droht als nächstes?

Niemand sollte glauben, dass die bürgerkriegsähnlichen Zustände in Stuttgart in der Nacht vom 20.06. auf den 21.06.2020 ein einmaliges Ereignis waren. Die Desintegration der Gesellschaft und der Verlust der Rechtssicherheit, erst einmal nur wahrnehmbar über eine partielle Auflösung der inneren Ordnung für bestimmte No-Go-Areas oder in bestimmten Situationen wie am Wochenende in der Stuttgarter Innenstadt, werden voranschreiten.

Warum werden die Täter nicht benannt?

Wieder einmal sind „Gruppen“ unterwegs, ohne dass zu klären ist bzw. genau gesagt wird, was das für Gruppen sind, die hier attackieren, randalieren und plündern. Von Krawallen und Straßenschlachten mit der Polizei ist die Rede, von mehreren hundert Menschen, die in gewalttätigen Kleingruppen unterwegs gewesen seien, überwiegend junge Menschen. Im Polizeibericht vom 21.06.2020 spricht man verhüllend von einer in bestimmten Gebieten Stuttgarts „sich sammelnden Klientel“[1] und nimmt wie folgt Stellung:

„In der Nacht zum Sonntag (21.06.2020) kam es in Stuttgart zu erheblichen Angriffen auf Polizeibeamte, Streifenwagen und Ladengeschäfte in der Innenstadt. Mehr als ein Dutzend Polizeibeamte erlitten Verletzungen. Viele Feiernde aus dem Bereich des sich vornehmlich in den Abendstunden und Nächten unter anderem am Eckensee sammelnden Klientels solidarisierten sich in Zusammenhang mit einer Polizeikontrolle anlässlich eines Rauschgiftdelikts gegen die Beamten.
In der Folge zogen die Menschen in Richtung Schlossplatz und verteilten sich offenbar auch in Gruppen in der Innenstadt. Abgestellte Streifenwagen wurden massiv beschädigt. Mit Stangen und Pfosten wurde auf die Fahrzeuge eingeschlagen, die Scheiben zertrümmert. Auch auf vorbeifahrende Streifen warfen Randalierer große Steine und andere Gegenstände, auch Pflastersteine, die zuvor aus dem Boden gerissen oder auch von Baustellen aufgenommen wurden. Polizeibeamte wurden äußerst aggressiv angegangen, angegriffen und verletzt. Mehr als 200 Beamte aus dem Stuttgarter Umland mussten alarmiert und in den Einsatz gebracht werden.
Viele Ladengeschäfte in der Innenstadt sind offenbar wahllos beschädigt worden. Vor allem wurden Schaufensterscheiben eingeworfen oder eingeschlagen. In Filmszenen ist auch zu sehen, wie massiv versucht wird, selbst schwere große Scheiben zu zertrümmern. Offenbar um ihre Identität zu verdecken haben sich Täter auch absichtlich mit Sturmhauben und anderen Materialien vermummt. Aus einer noch unbestimmten Zahl von Geschäften wurden die Auslagen entwendet. Der Polizeihubschrauber schwebte über der Stadt. Erst nach Stunden wurde die Situation ruhiger. Die Kriminalpolizei sichert zur Stunde Spuren und vernimmt mehr als 20 vorläufig Festgenommene.“

Auslöser war offenbar eine Rauschgiftkontrolle in der Stuttgarter Innenstadt, Umstehende, zunächst Unbeteiligte sollen sich dann mit den Kontrollierten solidarisiert haben. Schließlich wurden die Polizisten aus einer immer aggressiver werdenden Menge beleidigt und gewalttätig angegangen. Mit Stangen und Pfosten, die man sich auf Baustellen besorgt hatte, wurde auf Polizeifahrzeuge eingeschlagen. Schließlich kam es zum Dammbruch und ein völlig außer Kontrolle geratener Mob tobte über den Stuttgarter Schlossplatz und die Königstraße, während die Polizei zunächst hilflos zusehen musste. Schaufensterscheiben werden eingeschlagen und man bedient sich aus den Auslagen.

Die Plünderer und Randalierer sind wohl eher dem linken Spektrum zuzuordnen, so ist z. B. im Focus zu lesen[2]:

„Vor einigen Tagen hatte die Stuttgarter Polizei nach Vorfällen am Rande einer Demonstration von Grenzüberschreitungen gesprochen. ,Teile der linken Szene überschreiten hier gerade Linien, was wir für Stuttgart bisher so nicht gekannt haben‘, sagte damals ein Polizeisprecher.“

Bürger reagieren mit Zynismus

In vielen Leserkommentaren wird deutlich, dass viele Bürger angesichts solcher Zustände nur noch mit blankem Zynismus reagieren können, so heißt es in einem Post (Helmut Petersen im Focus):

„Strafbare Handlungen dieser Art werden eher selten von sonst gesetzestreuen Bürgern begangen. Bei diesen Leuten hier scheint die Hemmschwelle nicht mehr vorhanden zu sein. Aber bevor ich in Bausch und Bogen verurteile: Wir hatten auch schon einen Steinewerfer , der Außenminister geworden ist. Vielleicht machen diese Randalierer ja auch noch politische Karriere.“

Auf Polizeiseite hieß es zu dieser Eskalation der Gewalt, dass man noch absolut keine Vermutung über eventuelle Drahtzieher dieser Ausschreitungen habe. Ob man das aufseiten der Politik so genau wissen will, sei einmal dahingestellt. Es ist aber anzunehmen, dass am vergangenen Wochenende von gewaltbereiten linken Gruppen, die Zulauf von vielen Männern mit Migrationshintergrund bekommen haben, weiter ausprobiert wurde, wo denn im Ländle die roten Linien inzwischen wohl liegen.

 

Anmerkungen

[1] https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110977/4629762

[2] https://www.focus.de/panorama/welt/kriminalitaet-randale-mit-verletzten-und-pluenderungen-in-stuttgart_id_12123476.html

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Greenhoop
Greenhoop
5 Monate her

Ausschnitte der PK zu den Ausschreitungen in Stuttgart lassen keine Zweifel darüber, wozu der UN-Migrationspakt in Wirklichkeit benötigt wird. https://t.me/hagengrell/602 Das Ganze erinnerte stark an Köln und wer seine Hausaufgaben die letzten Jahre gemacht hat, weiß was auf uns nun planmäßig zukommen wird. Wirklich faszinierend ist, dass das Drehbuch wie am Schnürchen läuft, die Geschichte bereits geschrieben scheint und es nahezu unmöglich erscheint, das Offensichtliche nicht verhindern zu können. Politik, Medien, Gewerkschaften, Verbände, Wirtschaft und die neue SA = Korporatismus verhindern willentlich nicht, dass die importierte Unterschicht den Status Quo abreissen (darf). Solange die verblödete Mehrheit des Mittelstands weiterhin auf… Read more »

dragaoNordestino
Reply to  Greenhoop
5 Monate her

@greenhoop …. Ausschnitte der PK zu den Ausschreitungen in Stuttgart lassen keine Zweifel darüber, wozu der UN-Migrationspakt in Wirklichkeit benötigt wird.

Bei gemessenen 38 Grad in Nordsibirien dürften Ihre Zukunftsszenarien eher unwichtig erscheinen…. vor allem dann, wenn sich diese zu wiederholen anschicken.

Wenn dies so sein sollte, werden wir den UN-Migrationspakt noch brauchen für hunderte von Millionen Um / Mitweltflüchtlinge. …..welche vor Hitze / Krankheit / Hunger und Kriege das weite suchen.

Last edited 5 Monate her by dragaoNordestino
Greenhoop
Greenhoop
Reply to  dragaoNordestino
5 Monate her

Erklären Sie mir bitte @dragao, warum Migraten die ihr Land angeblich aus großer Not verließen und in Deutschland einen ordentlichen Lebensstandard vorfanden, nun den Wirt derart schädigen ?

Dass die jüngere Generation nicht nur aus Idioten besteht, zeigt diese junge US-amerikanische Migrantin. Alles beantwortet !

https://t.me/oliverjanich/28860

Last edited 5 Monate her by Greenhoop
dragaoNordestino
Reply to  Greenhoop
5 Monate her

@greenhoop ….. vielleicht ist dies alles auch viel einfacher zu verstehen….

Stuttgart

Erklärungen jenseits von Alkohol und Testosteron

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-06/stuttgart-ausschreitungen-wutbuerger-party-gewalt-polizei-elend

Last edited 5 Monate her by dragaoNordestino
fufu
fufu
5 Monate her

Die “Linken”, die “Migranten”, die “verbloedete Mehrheit”… das sieht nicht gut aus.

Greenhoop
Greenhoop
Reply to  fufu
5 Monate her

Sie fühlen sich bekanntlich in dem o.g. Mi­li­eu sehr wohl, persönlich kann ich auf Abschaum verzichten, aber jeder nach seiner Façon.

fufu
fufu
Reply to  Greenhoop
5 Monate her

@greenhoop

Gelegentlich sieht man bei Ihnen ja lichte Momente, der obige Rundumschlag zaehlt nicht dazu. Finden Sie sich einfach mit der Unvermeidbarkeit des Abstiegs ab, dessen Ursache Sie mit Sicherheit nicht bei den Migranten suchen koennen. Zwar verstehe ich Ihren Aerger ueber enttaeuschte Erwartungen, aber das ist Ihr Problem oder wie Gorbatschow sagte…

Greenhoop
Greenhoop
Reply to  fufu
5 Monate her

Nun, ich habe Ihren Einwurf wohl verstanden und es ging Ihnen niemals darum, “Migranten & Co.” in Frage stellen zu wollen – das haben einige Befürworter mißverstanden, ich hingengen verstehe Ihre “Message”.

Last edited 5 Monate her by Greenhoop
fufu
fufu
Reply to  Greenhoop
5 Monate her

Ganz und gar Ihrer Meinung.

Wolfgang Wirth
Wolfgang Wirth
5 Monate her

Grinario hat die Überschrift gut gewählt … erst der Anfang einer neuen Eskalationsstufe. Schließlich spricht leider nichts für eine Beruhigung der Lage, aber viel für das Gegenteil. In Frankreich und den USA ist der Entwicklungsprozess etwas weiter fortgeschritten. Die Art und Weise, wie von Seiten der üblichen Verdächtigen es nun vermieden wird, Klartext über die Täter und ihre Motive zu reden, entspricht der Schuld dieses Milieus, dass solche Verhältnisse überhaupt erst entstehen konnten. Ja, man muss von Schuld sprechen. Ansonsten halte ich den Kommentar des Althistorikers Prof. Sommer im heutigen Cicero für mit das Beste, was bisher über “Stuttgart” veröffentlicht… Read more »

Libelle
Libelle
Reply to  Wolfgang Wirth
5 Monate her

Die Zustände sind doch so gewollt! Nicht ohne Grund wird vonseiten der Politik und MSM gespalten, wo es nur geht, damit nicht irgendein Zusammenhalt der Bürger entstehen kann. Auch die Duldung der massenhaften illegalen Migration ist ein Instrument zur Spaltung der Gesellschaft. Dazu passt auch dass die Politik und MSM sich gerade jetzt immer mehr auf die Polizisten einschießen. So wird man auf Dauer erreichen, dass die Polizei sich bei ihren Einsätzen verständlicherweise sehr zurückhalten wird, zumindest wenn es sich um diese Auswüchse handelt. Damit sind wir auf dem Weg in das gewünschte Chaos. Es ist wirklich zu befürchten, dass… Read more »

Barbara
Barbara
Reply to  Libelle
5 Monate her

Ihrem Kommentar kann ich nur zustimmen.
Hinzu kommt noch das Einsetzen des Wortes Rassismus, der Zugewanderte hat sehr schnell erkannt, dass man damit spielend leicht Forderungen zugestanden bekommt.
Die Polizei wird sich hüten, einen möglichen Drogendealer, oder anderer Delikte zu überprüfen, im Zweifelsfall muss er nachweisen, dass er nicht aus diesem Grund gehandelt hat…
Man kann sich eigentlich kaum vorstellen, dass in einem
Land wie Deutschland, so etwas möglich ist!
Wir rapide den Berg runter.

Frido
Frido
Reply to  Libelle
4 Monate her

„Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich darauf!“ – Katrin Göring Eckardt (Grüne)

Die SA hatte allerdings nicht die gleiche Aufgabe, sie kämpfte gegen den Straßenterror der Kommunisten.

Libelle
Libelle
Reply to  Frido
4 Monate her

Meines Wissens hatte die SA die Aufgabe die “Feinde” des Systems Hitler zu drangsalieren. Die Antifa hat die Aufgabe die “Feinde” des Systems Merkel zu drangsalieren.

Frido
Frido
Reply to  Libelle
4 Monate her

So schreiben es die MainStream-Medien,aber der rote Terror war zuerst da, die Patrioten konnten keine Veranstaltungen abhalten ohne durch rote Gewalttäter terrorisiert zu werden und gründeten deshalb die SA.

waltomax
waltomax
5 Monate her

Ich begebe mich nun auf dünnes Eis. Und zwar auf das gleiche Eis, durch das wir nach einer Plünderung der Lebensmittelgeschäfte einbrechen werden. Wenn heute geplündert wird, bleiben morgen die Läden leer und nach spätestens drei Tagen herrschen Mord und Totschlag auf den Straßen. Man wird um Lebensmittel kämpfen! ICH BIN DAFÜR PLÜNDERER OHNE VORWARNUNG ZU ERSCHIESSEN Plünderer vernichten in wenigen Tagen alles, was in langen Mühen an Kultur und Zivilisation aufgebaut wurde. Sofern der Staat keinen Terrorismus mit Statisten veranstaltet, um das Kriegsrecht ausrufen zu können, ist diese drastische Maßnahme gerechtfertigt. Dazu bedarf es allerdings des Standrechts. Mir schnürt… Read more »

waltomax
waltomax
Reply to  waltomax
5 Monate her

Erinnert sei daran, dass die Plünderung immer schon ein Kriegsmittel war, um ein Land zu unterwerfen und den Widerstand völlig zu zerschlagen. Wer hungert kämpft schließlich nicht mehr.

Vielleicht wäre eine breite un LAUTE Aufklärung zu den verherenden Folgen des Plündern ratsam, bevor man schießt.

Aber dann ist Schluss mit lustig, denn am vierten Tage brechen die Horden in Privathaushalte und rauben, was immer geht!

waltomax
waltomax
Reply to  waltomax
5 Monate her

Am fünten Tage kämpfen die Plünderer-Banden dann gegeneinander….

waltomax
waltomax
5 Monate her

Im Kriege wird das Plündern von Zivilpersonen durch Militär als Kriegverbrechen betrachtet.

Im Frieden ist es erlaubt?

Vielleicht falle ich gerade auf Theatertruppen herein, die Plünderer spielen?

Alles ist leider möglich…

Wayne Podolski
5 Monate her

Es scheint der einzige, der die Vorfälle in Stuttgart journalistisch korrekt aufgearbeitet hat, ist der “Volkslehrer”. Nachdem er Seehofer die richtigen Fragen gestellt hat, der wie ein begossener Pudel an einer Rubbelbude in der Fußgängerzone( Vorsicht Hans-Günther, wenn Sie mal wieder einen wegstecken wollen, könnte die Nachbarin beim Schuhkauf gegenüber sitzen) vorbei schlich, wurde sein YT-Kanal zum wiederholten Male geschlossen. Seehofer müsste eigentlich zufrieden Bericht an die Chefin erstatten, haben die Söldner von außerhalb doch das erledigt, wofür sie reingeholt, bezahlt und genährt worden sind. Stattdessen wirkte er hinter seiner Maske saft-, kraft und ratlos. Wie jemand, der seine Seele… Read more »

waltomax
waltomax
5 Monate her

Leider hat die Schweiz den bewaffneten Bürger abgeschafft. Eine Deutsche Konföderation nach Schweizer Vorbild sollte den Bürger wieder bewaffnen.

Plünderer würden sich in Lebensgefahr begeben.

waltomax
waltomax
5 Monate her

Standrecht und Erschießung von Plünderern

Man wird natürlich nicht auf jemanden schießen, die man als agent provocateur einsetzt.

Die Polizei wird dabei zerrieben.

Man könnte -durchaus spitzfindig- fragen, warum man bei schwerem Landfriedensbruch nicht das Kriegsrecht ausruft.

Die Antwort: Der Bürger soll um das Kriegsrecht bitten.