Wer das nächste Währungssystem mitgestaltet

In unsicheren Zeiten sind Goldbarren wieder begehrt / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/gold-goldbarren-ing-reich-geld-295936/ In unsicheren Zeiten sind Goldbarren wieder begehrt / Quelle: Pixabay, lizenezfreie Bilder, open library: https://pixabay.com/de/gold-goldbarren-ing-reich-geld-295936/
 

Zentralbanker kennen die monetäre Bedeutung des Goldes ganz genau: Nur wer Goldbestände hat, wird bei der Neugestaltung des Währungssystems mit am Tisch sizten.

Jüngst bin ich auf folgendes Zitat der Niederländischen Zentralbank gestoßen:

Aktien, Anleihen und andere Wertpapiere sind nicht ohne Risiko, und ihre Kurse können fallen. Aber ein Goldbarren behält seinen Wert, sogar in Krisenzeiten. Deshalb haben Zentralbanken, darunter die DNB (Niederländische Zentralbank), traditionell beachtliche Goldbestände gehalten. Gold ist das perfekte Sparschwein – es ist der Vertrauensanker für das Finanzsystem. Wenn das System kollabiert, kann der Goldbestand als Basis dienen, um es wiederaufzubauen.

Anscheinend kennen unsere zeitgenössischen Zentralbanker die monetäre Bedeutung des Goldes noch immer sehr genau. Auch ich bin der Meinung, dass ein Neuanfang nach dem Zusammenbruch des Währungssystems ohne Gold nicht möglich sein wird. Nur wer Goldbestände hat, wird bei der Gestaltung eines neuen Währungssystems mit am Verhandlungstisch sitzen. Insofern liest sich diese Passage der Niederländischen Zentralbank, als stamme sie aus meiner Feder.

Zentralbanken spalten Europa

Interessant ist, dass gerade die Politik der Notenbanken zusammen mit der unseriösen Staatsschuldenpolitik dafür sorgt, dass das bestehende Währungssystem extrem instabil geworden ist und kollabieren wird. Auf dem Weg dahin vernichtet die verantwortungslose ultra-laxe Geldpolitik Wohlstand und erzeugt gewaltige soziale Ungerechtigkeiten.

Es sind die Zentralbanken, die einen undemokratischen Umverteilungsmechanismus in Gang gesetzt haben, der zu großer Unzufriedenheit in der Bevölkerung führt und Europa spaltet. Mit Gold können Anleger sich langfristig zumindest vor den finanziellen Folgen dieser kurzsichtig orientierten Nach-uns-die-Sintflut-Politik schützen.

Gold steigt

Werfen wir nun einen Blick auf den folgenden Chart, der den Verlauf des Goldpreises in US-Dollar pro Unze zeigt. Der Chart zeigt, dass es seit Mitte vorigen Jahres in zwei starken Aufwärtswellen nach oben ging. Auf den ersten Kursanstieg folgte eine Korrektur in Form eines sogenannten bullishen Keils. Er dauerte rund drei Monate, dann begann der nächste steile Aufwärtstrend.

Die anschließende Korrektur hat erneut die Form eines bullishen Keils angenommen. Und genau wie im ersten Fall zeigt der Momentum-Oszillator im unteren Teil des Charts auch jetzt wieder eine positive Divergenz.

Der bullishe Keil signalisiert in Kombination mit der positiven Divergenz des Momentum-Oszillators eine weitere Aufwärtswelle. Quelle: StockCharts.com/Claus Vogt

Der bullishe Keil signalisiert in Kombination mit der positiven Divergenz des Momentum-Oszillators eine weitere Aufwärtswelle. Quelle: StockCharts.com/Claus Vogt

Keilformationen sind mit einer gespannten Feder vergleichbar. Sie speichern gewissermaßen Energie, die sich dann in einem dynamischen Kursanstieg entlädt. So bildete die Keilformation, die sich von Februar bis Mai dieses Jahres entwickelte, das Sprungbrett für einen Kursanstieg von mehr als 20%.

Eine vergleichbare Entwicklung erwarte ich auch jetzt wieder. Das gilt umso mehr, da unser hier nicht gezeigter Preisbänder-Indikator völlig unabhängig von der gerade besprochenen Keilformation ebenfalls eine klare Kaufgelegenheit anzeigt. Zuletzt tat er das interessanterweise im Mai dieses Jahres, das heißt in der Endphase der damaligen Keilformation.

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Über Claus Vogt

Claus Vogt ist Chefredakteur des Börsenbriefs „Krisensicher Investieren“. Zusammen mit Roland Leuschel schrieb er die Bücher „Das Greenspan-Dossier“, „Die Inflationsfalle“, „Bitcoin & Co. - Finte“ oder „Neugestaltung des Geldsystems?“. Kontakt: Webseite | Weitere Artikel

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Gerolf
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Gerolf

Vogt: “Es sind die Zentralbanken, die einen undemokratischen Umverteilungsmechanismus in Gang gesetzt haben, der zu großer Unzufriedenheit in der Bevölkerung führt und Europa spaltet.” Das ist richtig, aber “Unzufriedenheit” der Bevölkerung kann eine Regierung lange aushalten, wenn man sich über irgendwelche Koalitionen immer irgendwie durchschwurbeln kann. So gesehen können zu der Zentralbanken-Manipulation der Zinsen und der Schuldenmonetarisierung durchaus weitere Maßnahmen der EU-Regierungen kommen, die das ganze System am Laufen halten: Bargeld-Verbot bzw. Bargeld-Besteuerung und Gold-Verbot (zum Beispiel faktisch durch eine saftige Besteuerung), Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Regierungen bei einem weiteren Verfall des Geldwerts die Besitzer von Sachwerten… Read more »

waltomax
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waltomax

Man nehme es von de Lebendigen

Zwangshypotheken und Goldverbot sind probate Mittel, um den unproduktiven Soldaten- und Beamtenstaat am Leben zu erhalten.
Kein Zweiel, das die Kaste der Polit- und Amtsschranzen sich beim Bürger bedienen wird. Wie immer halt.

Man mag vielleicht auf Gold sitzen, das man vor dem Staat versteckt hat. Aber man wird es nicht legal ausgeben können.

Zumindest nicht in der EU.

foxxly
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foxxly

Ein neues Geldsystem muss folgende Kriterien entsprechen, bzw. erfüllen: – die Geldmenge muss der Wirtschaftsleistung entsprechen. – der Zuwachs unserer Wirtschaftsleistung, also der BIP-Zuwachs; – dieser Wert in Geld ist unsere Arbeitsleistung. Es ist ein Systemfehler, wenn diese Leistung von Anfang an, ein Kredit, bzw. eine Schuld ist, auf dessen Zinsen zu bezahlen sind. Dieser Geldwert ist dem Volke zinsfrei auszuhändigen. (nicht zu verwechseln, dass zB. Mieten und Pachten Zinsen sind und für Kredite unter den Wirtschaftsteilnehmern selbsverständlich Zinsen fällig werden.) – alle monopolistischen Fakten und Tendenzen sind das Gift der Macht! Deshalb ist kein System nachhaltig, wenn es einseitige… Read more »

hubi stendahl
Gast
hubi stendahl

Die technische Analyse wie von Vogt favorisiert, ist eine Abbildung von Vorgängen, die sich auf die Vergangenheit bezieht, um die Zukunft zu prognostizieren. Auch in Zeiten des Nanosekunden-Handels ist die Erfolgsquote nicht besser als bei jenen Erfolgreichen, die sich der klassischen Methoden bedienen. Für diejenigen, die sich kurzfristig orientieren sei daran erinnert, dass die FED seit gestern “temporär” tägliche Repos von 50 Mrd. $ in den Markt pumpt, ohne ein Ende festzulegen. EIN HINWEIS AUF STRESS IM BANKENSYSTEM. Es könnte auch zusätzlich die “trockenen” Weihnachtstage betreffen, da ganz offensichtlich die ersten Banken im Interbankenmarkt nicht mehr mitspielen. In China hat… Read more »

waltomax
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waltomax

“Gold gab ich für Eisen!” Und mein Leben noch dazu.. Wir sind in ein episches Theaterstück eingebunden. Die Akteure wechseln, aber die Regie bleibt im Wesentlichen gleich. Boom und Bust – Zyklen gehen vom Krieg aus und enden in diesem, weil er der Vater aller Dinge ist. Der Mensch war noch nie etwas wert und diente immmer schon nur als Malocher, Schuldner und Soldat. In moderneren Zeiten zudem als Konsument. Mein Urgroßvater blieb 1915 in Frankreich “auf dem Feld der Ehre”, sein Sohn (mein Großvater) verhungerte 1946 in Jugoslavien. In Kriegsgefangenschaft. So nutzt man den Menschen am besten. Man verheizt… Read more »

Claus Meyer
Gast
Claus Meyer

Wie lange lassen die Normalverbraucher das noch zu. Warum dürfen Banken Geld aus dem Nichts schaffen und dann dafür auch noch Zinsen nehmen. Es darf doch nicht wahr sein, dass die Masse Mensch weiter so ungebildet bleibt und sich solch einem System unterwirft. Es geht allen noch zu gut und sie wöllen gemeinsam durch die Klimakrise untergehen.

hubi stendahl
Gast
hubi stendahl

“Warum dürfen Banken Geld aus dem Nichts schaffen und dann dafür auch noch Zinsen nehmen?” Einfache Frage, einfache Antwort: Weil in diesem System der Zins der Preis für das Geld ist. Hätte das Geld keinen Preis, wäre es nichts wert. Anders: Der Zins ist der Wertabschlag für Zukunftsgüter gegenüber Gegenwartsgütern in einer arbeitsteiligen Wirtschaft. Das ist systemisch nicht abzuschaffen, wenn wir nicht in einer Subsistenzwirtschaft landen wollen. Die Kritik kann sich also nicht einfach daran festmachen, dass sich in unserem sozialistisch unterwanderten System einige Naive vorstellen, dass wir dem Staat einfach die zinslose Schuldenaufnahme gestatten. An einem freien Markt wirkt… Read more »

Friedolin
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Friedolin

Fundstück aus dem Internet: Einer der bekanntesten (angeblichen) Aussprüche Burkes, „Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun!“ („The only thing necessary for the triumph of evil is for good men to do nothing“) wurde . a. im Vorspann des Films Hitler – Aufstieg des Bösen (2003) und von Martin Schulz (SPD) in einer Sondersendung des ZDF, das sich dem Europa-Wahlkampf widmete, zitiert. Fundstück von mir: Es gibt sehr viel Gutes auf der Welt: Menschen sind hilfsbereit, können loslassen, sind liebevoll und die meisten Menschen wollen nur eins: ein schönes Leben in Frieden. Politiker sind dazu… Read more »

Argonautiker
Gast
Argonautiker

Wer das nächste Währungssystem mitgestaltet,…
der und dessen Nachkommen sollten für die Wehen, die daraus entstehen, inhaltlich mit allem was sie haben haftbar gemacht werden können, und nicht wie heutzutage 100% Immunität genießen.

Incamas SRL
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Das bezahlt Ihr: Seit 2017 (SPD) Gesetz, Vorstufe zur Willkür “Vermögen unklarer Herkunft unabhängig vom Nachweis einer konkreten rechtswidrigen Tat selbstständig eingezogen werden kann“ ! http://incamas.blogspot.com/2017/09/die-strafrechtliche-vermogensabschopfun.html