Die Deutschen wollen wieder Duckmäuser sein

Enthuellung Wagner-Denkmal 1908 im Berliner Tiergarten / Quelle: Wikipedia, Berlinische Galerie [Public domain];https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Werner_Enth%C3%BCllung_Wagner-Denkmal_1908.jpg Enthuellung Wagner-Denkmal 1908 im Berliner Tiergarten / Quelle: Wikipedia, Berlinische Galerie [Public domain];https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Werner_Enth%C3%BCllung_Wagner-Denkmal_1908.jpg
 

Als der Brite Jerome K. Jerome vor 120 Jahren Deutschland erkundete, entdeckte er den deutschen Untertan. Heute gibt es eine neue Neigung zum Duckmäusertum.

Der britische Schriftsteller Jerome K. Jerome (2.5.1859 – 14.6.1927) ist in Deutschland vielleicht am ehesten bekannt durch seinen Roman «Drei Mann in einem Boot» (Three Men in a Boat), der ihn, als er 1889 in Großbritannien erschien, mit einem Schlag berühmt machte und der zu einem Klassiker des englischen Humors wurde. Allein bis 1909 wurde das Buch eine Million Mal verkauft (aber auch die Raubdrucke gingen in die Millionen), nicht nur in England, sondern weltweit.[1] Später diente das Buch für mehrere Filme als Vorlage.

Weniger bekannt ist, dass Jerome im Jahre 1900 eine Art Fortsetzung der Geschichte von den drei reisenden Männern veröffentlicht hat, die den deutschen Titel «Drei Männer auf einem Bummel» (Three Men on the Bummel ) hatte und die ausschließlich von Deutschland und den Deutschen handelte. Der Schriftsteller ließ die drei Männer aus dem Themseboot eine Tour durch Deutschland machen, die im Schwarzwald dann zur Fahrradtour wurde.

Deutsch ist nicht gleich Deutsch

Jerome kannte Deutschland aus eigener Anschauung, und amüsiert, aber auch erschrocken liest man in diesem Büchlein, was einem Untertan ihrer Majestät der Queen Victoria in den Jahren des endenden 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts an Deutschland und den Deutschen aufgefallen ist, wobei Übertreibungen zum Stil dieser Art von Literatur gehörte.

Allerdings darf man keinen sehr genauen Bericht erwarten, die Schilderung der Landschaften ist nicht gerade Jeromes Stärke. Seine britischen Leser mussten nach Lesen des Buches den Eindruck gehabt haben, dass die Donau Schwarzwald und Vogesen trennt und nicht etwa der Rhein (zitiert wird hier immer nach der deutschen Taschenbuchausgabe von 1985):

«Wir hatten eine zehntägige Fahrt geplant, die ausser dem ganzen Schwarzwald auch noch einen Abstecher ins Donautal einschloss. Zwanzig Meilen lang, zwischen Tuttlingen und Sigmaringen gelegen, ist dies wohl das schönste deutsche Tal überhaupt. Die Donau windet sich hier in einem Bett an altmodischen, unberührten Dörfern, an uralten Klöstern vorbei, eingekuschelt in grünen Weiden, wo noch immer der barfüssige und barhäuptige Klosterbruder, den häreren Strick fest um die Hüften geschlungen, mit dem Krummstock in der Hand seine Schafe auf den Hängen hütet, sie durchfliesst steinübersäte Waldlandschaften, eilt hindurch zwischen steilen Felswänden, deren emporragende Schroffen sämtlich von Ruinen gekrönt sind, ehemaligen Festungen, Kirchen oder Schlössern, das alles zusammen mit einem Blick auf die Vogesen, wo es die eine Hälfte der Bevölkerung bitterlich schmerzt, wenn du sie französisch ansprichst, während die andere sich durch Deutsch beleidigt fühlt, alle zusammen aber bei dem ersten Laut Englisch sich empörter Verachtung hingeben; ein Zustand, der das Gespräch mit dem Fremdling zu einem ziemlich beängstigenden Unterfangen macht.» (S. 121)

Die (oft nicht einfache) Verständigung mit der einheimischen Bevölkerung ist immer ein Thema in Reiseberichten, und ebenso standardmäßig ist in Reiseberichten über Deutschland natürlich die deutsche Sprache ein willkommener Anlass zur Schilderung von Merkwürdigem, so auch bei Jerome:

«Um das reinste Deutsch zu lernen, sagt man, sollte man nach Hannover gehen. Der Nachteil ist der, dass ausserhalb von Hannover, das nur eine kleine Provinz ist, niemand dieses reine Deutsch versteht. Somit musst du dich entscheiden, ob du gutes Deutsch lernen und in Hannover bleiben oder schlechtes Deutsch lernen und herumreisen willst. (…). Es ist wahr, dass auch ein englischsprechender Ausländer in den Mooren Yorkshires oder in den Bezirken Whitechapels in arge Verlegenheit käme; doch ist das nicht der gleiche Hut. In ganz Deutschland wird nicht nur auf dem Lande und von den Ungebildeten am Dialekt festgehalten. Jede Provinz hat praktisch ihre eigene Sprache, auf die sie stolz ist und die sie bewahrt. Ein gebildeter Bayer wird dir zugeben, dass, rein akademisch gesehen, das Norddeutsche korrekter ist; dennoch wird er fortfahren, Süddeutsch zu sprechen und es seine Kinder zu lehren.» (S. 67)

Jerome schließt diese Betrachtung mit der Voraussage, dass Deutschland im weiteren Verlauf über diese Schwierigkeit hinwegkommen könne, indem es englisch spreche. Eine Prognose, die zwar so noch nicht eingetroffen ist, aber auch nicht als völlig irreal eingestuft werden kann.

Der «Himmel ist ein deutsches Fabrikat»

Im letzten Kapitel wird nun in diesem Buch die deutsche Mentalität begutachtet, eingeleitet durch eine interessante Bemerkung eines der Reisenden: «Jeder könnte über dieses Land herrschen, sogar ich könnte es.» Und er fährt fort: «Ich würde alles, was die Leute tun sollen, auf ein Stück Papier schreiben, mir eine gute Firma suchen und soundso viele Kopien drucken, die ich dann in Städten und Dörfern anschlagen liesse – und die Sache wäre erledigt.»

Nach dieser Einführung beginnt Jerome ein Beschreibung der obrigkeitsstaatlichen Einstellung der meisten Deutschen der damaligen Zeit, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt:

«Es ist zugegebenermaßen schwierig, in dem ruhigen, fügsamen Deutschen von heute, dessen einziger Ehrgeiz zu sein scheint, seine Steuern zu zahlen und das zu tun, was ihm von denen, die von der Vorsehung als Autorität über ihn gesetzt sind, zu tun befohlen wird, irgendeine Spur seiner wilden Vorfahren zu entdecken, für welche die persönliche Freiheit so selbstverständlich war wie das Amen in der Kirche (…). Im heutigen Deutschland ist viel von Sozialismus die Rede, aber es ist ein Sozialismus, der nur ein Despotismus unter anderen Vorzeichen wäre. Individualismus spricht den deutschen Wähler nicht an. Er ist bereit, mehr noch, begierig, in allen Dingen überwacht und angeleitet zu werden. Er stellt nicht die Regierung selbst in Frage, nur ihre Form. Für ihn ist der Polizist eine Religion und wird es, so fühlt man, immer bleiben. (…).
Der deutsche Bürger ist ein Soldat, und der Polizist ist sein Offizier. Der Polizist befiehlt ihm, wo und wie schnell er auf der Strasse gehen darf. An den Enden jeder Brücke stehen Polizisten, um den Deutschen zu sagen, wie er sie zu überqueren hat. (…). In Deutschland übernimmst du keine einzige Verantwortung selbst. Alles wird für dich getan und zwar gut. Man erwartet von dir nicht, dass du auf dich aufpasst; du wirst nicht gerügt, weil du unfähig bist, auf dich aufzupassen; es ist die Pflicht des Polizisten, auf dich aufzupassen. Dass du ein hilfloser Idiot bist, ist für ihn, sollte dir etwas zustossen, keine Entschuldigung. Wo immer du bist und was immer du tust, bist du in seiner Obhut, und er sorgt für dich – und sorgt gut für dich, das lässt sich nicht bestreiten.» (S. 177 – 179)

Nichts könne die Deutschen dazu bringen, Gesetzen oder Verordnungen zuwiderzuhandeln, selbst wenn das Risiko erwischt zu werden sehr gering ist. Jerome fragt sich angesichts dieses Befunds, ob der Deutsche noch ein Mitglied der sündigen Menschenfamilie sei oder ob diese „friedfertigen, sanften Leute“ nicht in Wirklichkeit als Engel für ein Glas Bier auf die Erde herabgestiegen seien. Aber da sie offenbar doch von ihm als Menschenwesen aus Fleisch eingeschätzt werden, fragt Jerome sich dann in der Folge, wie es mit den wilhelminischen Deutschen nach ihrem Erdenleben weitergehen würde, und kommt schließlich zu dieser Vermutung:

«Ich bin überzeugt, dass die überwiegende Mehrheit in den Himmel kommt. Wenn man sie mit den anderen christlichen Nationen der Erde vergleicht, wird man geradezu gezwungen anzunehmen, dass der Himmel in erster Linie ein deutsches Fabrikat ist. Was ich nicht begreifen kann, ist, wie sie da hinkommen. Dass die einzelne Seele genügend Antrieb hat, um allein hochzufliegen und an Petrus‘ Tor zu klopfen, vermag ich nicht zu glauben. Ich bin eher der Ansicht, dass man sie in kleinen Gruppen unter Obhut eines verstorbenen Polizisten hinaufführt.» (S. 181)

«Blinder Gehorsam gegenüber allem, was Metallknöpfe trägt»

Einen gewissen Zynismus und Sinn für Übertreibung kann man dem Briten Jerome K. Jerome auch nicht absprechen, wenn er versucht, sich dem deutschen Charakter in weiteren irrealen Aspekten zu nähern:

«Ich weiss nicht, ob es sich so verhält, ab er nach dem, was ich vom deutschen Charakter beobachtet habe, wäre ich nicht überrascht zu erfahren, dass einem zum Tode verurteilten Mann in Deutschland ein Strick ausgehändigt wird mit der Weisung, sich zu erhängen. Es würde dem Staat große Mühe und Ausgaben ersparen, und ich sehe den deutschen Verbrecher seinen Strick nach Hause nehmen, dort sorgfältig die polizeiliche Gebrauchsanweisung durchlesen und ihr in einer Waschküche Folge leisten.» (S. 181)

An dieser Stelle fragt man sich unwillkürlich, ob ähnliche politisch unkorrekte Texte, angepasst natürlich an die aktuelle Zeit, heutzutage nicht zu einem Eklat z. B. auf einer deutschen Buchmesse führen würden. Vielleicht würde man den Autor heute ebenso zu den bösen Briten, den «Dunkelbriten», rechnen wie Boris Johnson und Nigel Farage.

Der Brite Jerome K. Jerome verhehlt nicht, dass ihm die deutsche Mentalität nicht gefällt, dass sie ihm unheimlich ist, wenn er schließlich resümiert, dass der deutsche Charakter in eine bestimmte Richtung schlage, die da heiße: «Blinder Gehorsam gegenüber allem, was Metallknöpfe trägt»:

«Das ist das Gegenteil des angelsächsischen Systems; da aber sowohl Angelsachsen wie Teutonen gedeihen, ist wohl an beiden Methoden etwas Gutes. Bisher hat der Deutsche das gesegnete Glück gehabt, außerordentlich gut regiert worden zu sein; wenn das so bleibt, wird es ihm wohlergehen. Schlimm würde es ihm ergehen, wenn durch irgendeinen Umstand etwas an der Regierungsmaschine kaputt ginge. Aber vielleicht hat diese Methode zugleich den Vorteil, unaufhörlich gute Staatsoberhäupter hervorzubringen; zur Zeit hat es jedenfalls den Anschein.» (S. 183)

Intoleranz gegenüber «Falschdenkern»

Bekanntlich blieb das leider nicht so, und es hatte auch die entsprechenden Folgen, denn leider wurden in Deutschland nicht unaufhörlich gute Staatsoberhäupter hervorgebracht, sondern im Gegenteil wurde das Land im weiteren Verlauf von Leuten regiert, die es an den Abgrund führten. Jeromes in ironische Beschreibungen und Vermutungen verpackte Kritik an der Untertanenmentalität der Deutschen und ihrer Obrigkeitsgläubigkeit war absolut berechtigt und seine Befürchtungen, was sich daraus entwickeln könnte, auch.

Nun hat die Polizei im heutigen Deutschland nachweislich nicht mehr den damaligen Stellenwert. Aber ist damit die deutsche Untertanenmentalität verschwunden, das Duckmäusertum, die Intoleranz gegenüber «Falschdenkern», der Drang zum oberlehrerhaften Einschüchtern von Andersdenkenden? Keineswegs, und was sich heutzutage z. B. «Zivilgesellschaft» nennt und vorgibt, im Namen aller Anständigen zu sprechen und zu handeln, oder was sich gerade im Lager der „Klimaaktivisten“ entwickelt, ist durchaus imstande, die alten Reflexe der Unterwürfigkeit bei den Deutschen zu aktivieren, so dass die «gute alte Zeit» der Untertanen wiedererstehen kann.

  

Anmerkung

[1] Wikipedia Jerome Klapka Jerome

 

 

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hubi stendahl
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hubi stendahl

“Die Deutschen wollen wieder Duckmäuser sein” Leistung, Ordnung, Pünktlichkeit, Fleiß, Gemeinschaftssinn, Höflichkeit, Ehre und die angebliche Obrigkeitshörigkeit sind Tugenden, die man den Deutschen seit Friedrich dem Großen nachsagt und zu einem Alleinstellungsmerkmal verklärte. Historisch schon zweifelhaft, führen die Vorgänge in der Nachkriegszeit dieses Narrativ ad absurdum, weil Zwang die Grundlage von staatlicher Hörigkeit ist. Nicht etwa eine Tugend. Was sind die Tugenden der Deutschen im Jahre 2019? Einem Volk, dass zu einem Drittel aus Zuwanderern erster und zweiter Generation besteht, das sich zu über 50% in den deutschen Kindergärten aus deren Kindern rekrutiert? Sind schon diese 50 % Anteil seit… Read more »

Evi Dent
Gast
Evi Dent

Die Staatsangehörigkeit reduziert und entlarvt sich schnell als Staatshörigkeit. Damit kommt die Obrigkeit ins Spiel , welche zunächst der Uniformierte bzw. die Behördenkraft ist, die wiederum dem nächsthöheren Beamten hörig zu sein hat. “Der” gemeine Steuerzahler erfährt immer wieder, dass er , entgegen dem Gelernten, nicht der Staat ist und kann sich bestenfalls davonstehlen durch die Wahl lieber einem anderen Staat hörig sein zu wollen. Auch dabei sind viele Fallstricke ausgelegt. Diese konsequent über Generationen anerzogene Hörigkeit scheint den autochtonen Deutschen inzwischen im Genom verankert. Eine Melange aus gutmenschiger Moral, die Abwehrinstinkte lähmt, und Angst, die nach Merkel kein guter… Read more »

dragaoNordestino
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Keineswegs, und was sich heutzutage z. B. «Zivilgesellschaft» nennt und vorgibt, im Namen aller Anständigen zu sprechen und zu handeln, oder was sich gerade im Lager der „Klimaaktivisten“ entwickelt,

Einfach alles was Veränderung verlangt…. dies ist es doch, was Sie eigentlich sagen möchten @Grinario…. dass ein weiter wie bisher nicht geht, ohne den Planeten per sé gegen die Wand zu fahren stört anscheinend.

dragaoNordestino
Gast

@Grinario & Co. ….

Es scheint Ihnen und etlichen anderen auch nicht bekannt zu sein, dass weltweit jede Woche durchschnittlich 3 Umwelt / Klimaaktivisten umgebracht werden.

Ganz offensichtlich braucht es bedeutend mehr Zivilgourage für diese Art von Aktivismus gegen den vorherrschenden Staatsmonopolkapitalismus und seine Klientel… als Sie zu vermuten scheinen.

Gerolf
Gast
Gerolf

Können Sie da Beispiele bringen. In Deutschland z.B werden sogar klimaktivistische Schüler, die die Schule schwänzen, von offizieller Seite gelobt.

vier
Gast
vier

“Die Deutschen wollen wieder Duckmäuser sein”- trifft den “Schmerz” genau. Wer sind überhaupt die DEUTSCHEN?- Sind doch diese fiesen NAZIS bei der AfD und PEGIDA, mit denen keiner was zu tun haben will- mit sowas beschimpft man Abschaum, oder? Was man jahrzehntelang züchtet (durch kreative REEDUCATION in allen Bereichen), bekommt man schlußendlich. Einen Bundesbürger, der den perfekten JUNKIE für seinen DEALER- den STAAT- abgibt. Bereit für Gender (scheint eine Krankheit zu sein) und aktive POLITICAL CORRECTNESS und v.a. dumm genug für den Bio-Agrarstaat- als Arbeits-Ochse und -Esel. Wie meinte SED-Bonze Erich Honnecker vorausschauend: “DEN SOZIALISMUS IN SEINEM LAUF HÄLT WEDER… Read more »

Anicea
Gast
Anicea

Zu Zeiten dieses Autors mag das – vielleicht überspitzt dargestellt -so gewesen sein. Ähnliches ist auch in Mann`s “Der Untertan” beschrieben. Trotzdem sehe ich einen Unterschied im Achten von Normen, Traditionen und Gesetzen und dem *blinden Gehorsam*, der hier als generelle Charakteristik herhalten soll. Ersteres ist Teil des wirtschaftlichen, kreativen und kulturellen Erfolgs jener Zeit, die gerade die Briten (zumindest die maßgeblichen) vor Neid und Mißgunst gelb und lila werden ließ. Letzteres war und ist m.M.n. auf eine Kategorie Mensch beschränkt, die sich in ihrem schmierigen Opportunismus suhlen und eben Verhaltensweisen wie “DER Untertan” kultivierten, um den eigenen Arsch bestens… Read more »

Grinario
Gast
Grinario

“Oder wie erklären Sie, lieber Grinario, die fehlenden *Aufstände* der Briten, nachdem die systematischen Vergewaltigungen an über 1400 britischen minderjährigen Mädchen bekannt wurden?”

Zugegeben, offenbar kommt es über die political correctness zu einer gewissen Angleichung in Europa. Rotherham wäre dafür ein Beispiel, Es ist also nicht nur ein deutsches Problem.

Anicea
Gast
Anicea

😉

Ja, wir stehen derzeit alle dumm da – von Canada über Europa bis Australien.
Die selben Entwicklungen, die selben Reaktionen: fassungslos, hilflos, wie paralysiert.

Jochen
Gast
Jochen

WQird wohl an den Medien udn deren Eientümern liegen, die in ihren Loge beschließen, was die Politik zu tun und zu lassen hat und natürlich auf der Münchner Sicherheitskonferenz… wo die Flintenuschi den ollen Heinz anstrahlt,als wäre er mal ihr Liebhaber gewesen.

Nathan
Gast
Nathan

Duckmäusertum? Nein, neue Lässigkeit! Der Deutsche (= Germane) soll romanisiert werden, mittlerweile exotisiert werden, um seine Herkunft zu verwischen, für die er sich schämt. Das wollte und will die Umerziehung. Neue Gesetze kanalisieren den “mainstream”, Überlaufflächen müssen die Richtung beibehalten, nur dann sind sie erlaubt. Und gegen den Strom? Das wird als ganz was Ungeheuerliches kriminalisiert. Aber mit dem Strom sind alle Übertreibungen erlaubt, mit dem Strom ist alles lässig, macht ja Spaß. Ordnung engt da ein Und der Nachbar paßt freiwillig auf den Nachbarn auf, daß schön die Stromrichtung beibehalten wird. Der Spitzel ist überall, auch ohne Auftrag und… Read more »

Nathan
Gast
Nathan

Fortsetzung: Im Westen dagegen vertrocknet der Widerstand gezielt in den deshalb erlaubten(!) Überlaufflächen.

vier
Gast
vier

@Nathan, ihr: “…vertrocknet der Widerstand gezielt…” -ja-durch allerlei gezielt produzierte Ängste. “Angsterzeugung ist ein Herrschaftsinstrument, und Techniken zum Erzeugen von gesellschaftlicher Angst gehören zum Handwerkszeug der Macht.” Zit. Prof. R. Mausfeld aus “Angst und Macht” “Die Deutschen wollen wieder Duckmäuser sein”- weil die Herrschaft (des Unrechtes- meinte einst Seehofer) jeden Tag hierzulande ANGST -die German Angst (manche sehen darin eine Krankheit)- erzeugt und der erfolgreich -als “Homo oeconomicus”-“Vereinzelte” im vorauseilenden Gehorsam sein -oftmals noch gutes- Leben absichern u. behalten oder gar Karriere machen will. Er wird zielgerichtet zum Arschkriecher & Duckmäuser und glaubt der Obrigkeit praktisch jeden “Scheiß”- wie sonst… Read more »

Emmanuel Sarides
Gast
Emmanuel Sarides

In den bald 60 Jahren, in denen ich in Deutschland lebe, kann ich als primäres Charakteristikum der Deutschen die Obrigkeitshörigkeit oder meinetwegen die Staathörigkeit bezeichnen. Viel hat sich im deutschen Wesen seit Jerome K. Jerome nicht geändert, oberflächlich vielleicht einiges, im Kern nicht. Der Untertanengeist ist nach wie vor da, sonst wären wir nicht dort angekommen, wo wir uns heute befinden

Nathan
Gast
Nathan

Der Untertanengeist von vor über hundert Jahren war auch notwendig, denn unter Bismarck gab es ein für die Welt vorbildliches Sozialsystem, das allein sich zu verteidigen lohnte. Der Staat war Garantie. Auch für die Anfeindungen der umliegenden Länder, die ja nur darauf aus waren, Deutschland bis heute(!) weiter zu verstümmeln. Auch heute herrscht innenpolitisch der Untertanengeist, wenn es um Erhalt der Renten und Pensionen geht. Denn ohne die wäre der Bürger besitzlos und machtlos dem Staat ausgeliefert. Es ist das Sicherheitsbedürfnis, das hier durch die Kriegserfahrungen sehr ausgeprägt ist und das auf beiden Seiten auch Jung gegen Alt aufhetzt, als… Read more »

Friedolin
Gast
Friedolin

Untertanengeist gibt es überall wo Menschen nur nach außen gewandt sind, und die Stärke und den Wert ihrer eigenen Existenz nicht sehen. Wenn man glaubt, es gibt nur das “Äußere” und was allein zählt seien Geld, Macht und Ruhm, fällt es leicht, sich von der eigenen Verantwortung zu verabschieden. Das Auseinanderbrechen von Gesellschaften findet überall, d.h. weltweit, statt, ist leider kein typisch deutsches Phänomen. Ein afghanischer Freund will demnächst in seine Heimat fliegen, um an den ihm zustehenden Teil seiner Erbschaft zu kommen. Er wird nicht ohne hohe Bestechungssummen für die Behörden auskommen, um an die nötigen Infos zu kommen,… Read more »